Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Marcel Go

Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Marcel Go »

Ich habe mich schon öfters gefragt was Paare den ganzen Tag über machen, vor allem wenn sie keine gemeinsamen Hobbys haben.

Ein Beispiel anhand von meiner Situation:
Ich (22) verbringe meine Freizeit nach der Uni/Arbeit damit, zum Sport zu gehen, am PC zu spielen/ im Internet surfen oder Freunde kommen vorbei und wir zocken zusammen. Dazu kommen natürlich Sachen aus dem Haushalt oder für die Uni, die erledigt werden müssen.

Sollte ich jetzt eine Freundin finden, die ersten Dates liefen alle gut und man möchte so viel Zeit zusammen verbringen wie möglich, dann wüsste ich nicht was man den ganzen Tag über machen sollte. Die Chance, dass man jemanden findet, der ebenfalls gerne zockt, sind ja eher gering, auch wenn die Hoffnung natürlich bestehen bleibt. Klar wird man längere Zeit im Bett oder kuschelnd auf der Couch verbringen aber ich glaube nicht, dass man damit jeden Tag seine Freizeit herumbekommt - oder doch? Und Ausflüge und Unternehmungen macht man ja auch nicht jeden Tag.

Meine Befürchtung ist, dass sollte es zu einer Beziehung kommen, sich beide Seiten schnell langweilen und man um gemeinsame Hobbys nicht herumkommt, allerdings will man seine alten Hobbys auch nicht aufgeben und was ist wenn man nichts tolles findet, das man zusammen machen kann, gehen dadurch Beziehungen nicht schnell wieder auseinander?

Was sagt ihr dazu? Wenn ihr in einer Beziehung (gewesen) seid, was macht ihr den ganzen Tag ?

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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Waldmeister »

Marcel Go hat geschrieben:
Was sagt ihr dazu? Wenn ihr in einer Beziehung (gewesen) seid, was macht ihr den ganzen Tag ?
Gemeinsame Freunde besuchen, spazieren gehen, Veranstaltungen besuchen, gemeinsamen Hobbys nachgehen. Das sind so grob die Dinge die wir draussen machen. Wir finden auch ständig wieder neue Beschäftigungen die uns beide interessieren, von daher wird es selten langweilig. Wir sehen uns aber auch nur an den Wochenenden, sollten wir mal zusammenziehen, wird es bestimmt auch viele Tage geben an denen jeder sein eigenes Ding macht.

Ich hab früher auch sehr viel gezockt, in den letzten Jahren hab ich angefangen mich für andere Dinge zu interessieren, gibt so viele Sachen die man gemeinsam machen kann.
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Ringelnatz
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Ringelnatz »

Marcel Go hat geschrieben:Was sagt ihr dazu? Wenn ihr in einer Beziehung (gewesen) seid, was macht ihr den ganzen Tag ?
Hi Marcel! Erstmal ist es ja so, dass man ohnehin meist keinen "ganzen Tag" zur Verfügung hat - mal abgesehen vom Wochenende oder den Ferien. Und dann hast du auch mit einer Freundin Zeiten, wo jeder sein Ding macht. Klar, wenn jeden Tag Freunde zum Zocken vorbei kommen... könnte ich mir vorstellen, dass eine Freundin nicht so begeistert wäre ;-) Aber ich schätze, du würdest das ganz von alleine etwas einschränken.

Ich hatte eigentlich nie so richtige gemeinsame Hobbies mit meinen Partnern (obwohl ich das schön fände - vielleicht eine Anregung für die Zukunft...). Was wir normalerweise gemeinsam machen? Klar, kuscheln etc. 8-) Essen gehen, Laufen gehen, Spazieren gehen, mit dem Hund gehen, Sprechen, nen Film schauen, ins Kino gehen, ins Fitnessstudio, in die Therme gehen, manchmal gemeinsam lesen (also jeder sein eigenes Buch), in die Berge fahren und wandern (seltener), Haushalt, gemeinsam Einkaufen, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen (Konzert/Ballett/Feuerwerk, etc.). Ach ja, wir haben mal einen Tanzkurs gemacht, das würde wahrscheinlich noch am ehesten unter "gemeinsames Hobby" fallen.
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Peter

Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Peter »

Marcel Go hat geschrieben:Sollte ich jetzt eine Freundin finden, die ersten Dates liefen alle gut und man möchte so viel Zeit zusammen verbringen wie möglich, dann wüsste ich nicht was man den ganzen Tag über machen sollte. Die Chance, dass man jemanden findet, der ebenfalls gerne zockt, sind ja eher gering, auch wenn die Hoffnung natürlich bestehen bleibt. Klar wird man längere Zeit im Bett oder kuschelnd auf der Couch verbringen aber ich glaube nicht, dass man damit jeden Tag seine Freizeit herumbekommt - oder doch? Und Ausflüge und Unternehmungen macht man ja auch nicht jeden Tag.

Meine Befürchtung ist, dass sollte es zu einer Beziehung kommen, sich beide Seiten schnell langweilen und man um gemeinsame Hobbys nicht herumkommt, allerdings will man seine alten Hobbys auch nicht aufgeben und was ist wenn man nichts tolles findet, das man zusammen machen kann, gehen dadurch Beziehungen nicht schnell wieder auseinander?

Was sagt ihr dazu? Wenn ihr in einer Beziehung (gewesen) seid, was macht ihr den ganzen Tag ?
Mich wundert, dass sich über dieses Thema im Forum so oft Gedanken gemacht wird.

In der ersten Zeit sollte es spannend genug sein, sich gegenseitig immer besser kennen zu lernen. Und ja, mit Kuscheln kann man viel Zeit verbringen.

Außerdem sollte die Bereitschaft vorhanden sein, gemeinsame Interessen zu entwickeln. Eventuell gibt es bereits Überschneidungen der Hobbys. Eventuell entwickelt man Spaß an dem ein oder anderem Hobby des jeweils anderen. Eventuell verbringt man die Zeit mit neuen Aktivitäten, die beiden Spaß machen.

Sollte man sich tatsächlich irgendwann anöden, wird die Beziehung wahrscheinlich kaputt gehen.

Aber darüber brauche ich mir im vorhinein keine Gedanken machen. Zumal man ja häufig mit Menschen anbandelt, mit denen man bis zu einem gewissen Grad eh auf einer Wellenlänge funkt. Was wiederum ermöglichen sollte, gemeinsame Interessen herauszufinden.
Blau

Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Blau »

Das wesentliche wurde schon gesagt, Auch als Paar möchte man eigentlich nicht den ganzen Tag aufeinander kleben, zumindest nicht mehr nach der ersten "heißen" Phase ;)
Viel Zeit geht allein schon damit drauf neben der Arbeit den Alltagskram zuhause zu erledigen. Eben einkaufen, kochen, essen, putzen, aufräumen... das macht man zwar nicht immer alles gemeinsam, aber es frisst halt Zeit. Dann eben noch so Freizeitsachen wie spazieren gehen, Ausflüge irgendwohin machen, Freunde besuchen, Besuch bekommen, mal nen Film zusammen gucken (wir haben kleine Kinder, einen Film in normaler Länge verteilen wir uns deshalb immer auf mindestens drei Abende in die kurze Phase zwischen "Kinder im Bett" und "wir fallen ins Bett").
Wir haben uns anfangs auch mal gegenseitig mit zu unseren Hobbies genommen um dann festzustellen dass es nix für uns ist: ich bin im Unterwasserrugby hoffnungslos untergangen und er hat im Kampfsport Arme und Beine nicht korrdiniert gekriegt :lol:
Mit meinem Ex-Freund bin ich zusammen Mountainbiken gegangen und habe ihn zum laufen mitgenommen. Außerdem haben wir auch einen Tanzkurs zusammen gemacht. Letztendlich war ich aber immer ganz froh die meisten meiner Hobbies auch ohne ihn ausleben zu können. Den Partner hat man ja im Alltag schon viel um sich, wenn man dann noch miteinander (alle) Hobbies teilt kann es irgendwann zuviel werden.
Tom_der_Baum

Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Tom_der_Baum »

Also, wenn ich jetzt von mir ausgehe, ich selbst habe schon den Anspruch, daß mit meiner Partnerin eine gewisse Schnittmenge an gemeinsamen Interessen vonnöten wäre. Da war in meinem einzigen bisherigen Versuch irgendwie nichts von zu spüren, bei fast allen Aktivitätsaufforderungen mußte ich betteln und mit einem "Nein" zurechtkommen. Spazieren gehen, Schwimmen oder Sauna, mal irgendwelche Tierparks besuchen? Fehlanzeige. Das ist doch keine Beziehung sowas. Hat sich auch ehrlichgesagt nicht nach einer Beziehung angefühlt, das war eher wie eine WG. Da hatte ich auch keine Probleme, das mit einem "Nein" zu beenden. Beziehung ist irgendwie was Anderes.

Stelle mir das im Geiste eigentlich sehr schön vor, wenn man auch gemeinsam Radtouren macht, sich in der Natur aufhält etc. Und trotzdem gegenseitig Freiraum für die außerhalb der Schnittmenge liegenden Lebensinhalte läßt, damit sich keiner eingeengt fühlt.

Ist jetzt nur so ein Gefühl. Vielleicht können die Ex-ABs dazu mehr schreiben...

Gruß

Tom_der_Baum
Happy Future

Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Happy Future »

Und wieder einmal ein guter Beitrag, Peter :daumen: .
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von BartS »

Ringelnatz hat geschrieben: Ich hatte eigentlich nie so richtige gemeinsame Hobbies mit meinen Partnern (obwohl ich das schön fände - vielleicht eine Anregung für die Zukunft...). Was wir normalerweise gemeinsam machen? Klar, kuscheln etc. 8-) Essen gehen, Laufen gehen, Spazieren gehen, mit dem Hund gehen, Sprechen, nen Film schauen, ins Kino gehen, ins Fitnessstudio, in die Therme gehen, manchmal gemeinsam lesen (also jeder sein eigenes Buch), in die Berge fahren und wandern (seltener), Haushalt, gemeinsam Einkaufen, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen (Konzert/Ballett/Feuerwerk, etc.). Ach ja, wir haben mal einen Tanzkurs gemacht, das würde wahrscheinlich noch am ehesten unter "gemeinsames Hobby" fallen.
Ähm, das alles was Du hier aufzählst sind doch alles Hobbys oder besser gesagt, gemeinsame Freizeitbeschäftigen. Essen gehen, Spazieren, Kino, in Bergen wandern, Konzerte besuchen zähle ich auch zu meinen weitreichenden Hobbys. Oder verstehe ich da jetzt was falsch?
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von BartS »

Peter hat geschrieben:Mich wundert, dass sich über dieses Thema im Forum so oft Gedanken gemacht wird.

In der ersten Zeit sollte es spannend genug sein, sich gegenseitig immer besser kennen zu lernen.
Tja Peter, es soll halt auch Menschen geben (nicht nur ABs), die machen sich über die ersten Tage hinaus ihre Gedanken, weil sie eine Beziehung in ihren Alltag integrieren wollen. Und wenn man so schaut, woran eigentlich die meisten Beziehungen in den ersten Jahren scheitern, dann sind es oft fehlendes Verständnis für die Bedürfnisse des anderen, unterschiedliche Persönlichkeiten und fehlende gemeinsame Interessen. Das ist nicht sonderlich neu, dass weiß man sowohl aus Studien, wie durch reale Lebenserfahrungen im Umfeld. Also ich finde es nicht verkehrt, wenn sich jemand die Frage stellt, wie sieht eigentlich der Alltag nach der ersten Verliebtheitsphase aus.
Peter hat geschrieben:Aber darüber brauche ich mir im vorhinein keine Gedanken machen. Zumal man ja häufig mit Menschen anbandelt, mit denen man bis zu einem gewissen Grad eh auf einer Wellenlänge funkt.
Wenn dem so sein sollte, warum scheitern dann so viele Beziehungen nach so kurzer Zeit? Ich finde es erstaunlich, dass wir uns so viel Zeit für die Wahl unseres Berufs nehmen, das es professionelle Berufsberatungen gibt, Hinweise, Probewochen und und und. Aber wo sind die Einrichtungen, die uns bei der Wahl unseres Lebenspartners helfen? Warum ist es da okay, gedankenlos auszuwählen und sich ins Abenteuer zu stürzen, aber es ist töricht gedankenlos ein Studium anzufangen?
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Happy Future »

Einen Beruf wähle ich aus rationalen Gründen aus. Einen Partner aus emotionalen. Da kann mich keiner beraten.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von BartS »

Blau hat geschrieben:Letztendlich war ich aber immer ganz froh die meisten meiner Hobbies auch ohne ihn ausleben zu können. Den Partner hat man ja im Alltag schon viel um sich, wenn man dann noch miteinander (alle) Hobbies teilt kann es irgendwann zuviel werden.
verstehe ich das jetzt richtig, Du möchtest mit dem Partner Alltagszeug machen, aber die Hobbys möchtest Du alleine oder mit anderen verbringen? Ich meine, man wird nie einen Partner finden, mit dem man all seine Hobbys teilt. So wird es auch Beschäftigungen geben, die man getrennt voneinander verbringt und das ist sicher ganz gut so, nicht die ganze Zeit aufeinander zu hocken.

Aber wenn dann kaum gemeinsame Schnittmengen vorhanden sind, dann läuft das dann so ab, mit Fred gehe ich ins Kino, mit Klaus kann ich in Jazz-Konzerte gehen, mit Katrin besuche ich Kunstausstellungen, mit Ralf kann ich wandern gehen und mit Luise gehe ich zum Tanzkurs. Ja, aber wozu hat man einen Partner, wenn man gerade die schönen Freizeitbeschäftigungen nicht teilen kann? Was bleibt dann noch übrig. Klar werden einige sagen, der Sex. :good:

In der Praxis sieht das aber ganz anders aus. Wenn es eine Fernbeziehung ist, dann wünscht sich der Partner, dass man seine Aufmerksamkeit hauptsächlich ihn schenkt. Und wenn man zusammenlebt, dann ist der Partner auch nicht immer erfreut, wenn man aus der Wohnung "flüchtet". "Wo willst Du hin?", "Hatte ich Dir doch gesagt, ich wollte mit Katrin die neue Kunstausstellung in der Stadt besuchen.", "Ohh, ich hatte aber gedacht, wir können es uns hier gemütlich machen und außerdem müssen wir noch das Gästezimmer neu einrichten und und und.", "aber ich habe das doch mit Katrin abgesprochen und außerdem magst Du die Kunstausstellungen nicht besonders", "Du scheinst mich überhaupt nicht mehr zu lieben, sonst würdest Du nicht ständig so viele Hobbys betreiben und stattdessen so viel Zeit wie möglich mit mir verbringen..."
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von BartS »

Happy Future hat geschrieben:Einen Beruf wähle ich aus rationalen Gründen aus. Einen Partner aus emotionalen. Da kann mich keiner beraten.
Zweimal Widerspruch. Meinen Beruf habe ich auch aus emotionalen Gründen ausgewählt. Ich habe lange überlegt, ob ich Mathe oder Informatik studieren sollte und mich da ausgiebig informiert. Es gab rationale Gründe für beide Fächer und Dinge, die dagegen sprachen. Es war schwer rational eine klare Entscheidung zu fällen. Aber so vom Studienaufbau und den Berufsaussichten fand ich die Informatik reichhaltiger, ich hatte einfach das bessere Gefühl bei dieser Vorstellung und entschied mich dafür. Und bereue es nicht. :D

Umgekehrt sieht man ständig im eigenen Umfeld, was herauskommt, wenn der Partner rein aus emotionalen Gründen gewählt wurde. Gescheitert sind diese Beziehungen fast immer aus rationalen Gründen. Wenn es ein Mensch ist, mit dem die meiste seiner Zeit verbringen will, die weitgehendsten Zukunftspläne macht, mit denen man in Konflikten zu vernünftigen Kompromissen kommen will, da hilft eine rein emotionale Sichtweise auf Dauer nicht weiter. Da muss man auch die rationale Sichtweise in die Entscheidungen einbinden.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Happy Future »

Ich sehe da keinen Widerspruch. Habe meinen Beruf aus rationalen Gründen gewählt. Wusste ja vorher nicht, was mich erwartet.

Meine bisher einzige Beziehung habe ich aus rationalen Gründen begonnen. Ging so richtig schief.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von BartS »

Happy Future hat geschrieben:Ich sehe da keinen Widerspruch. Habe meinen Beruf aus rationalen Gründen gewählt. Wusste ja vorher nicht, was mich erwartet.

Meine bisher einzige Beziehung habe ich aus rationalen Gründen begonnen. Ging so richtig schief.
Und deswegen soll man eine Beziehung aus emotionalen Gründen führen? :gruebel: Also eine Bitte hätte ich schon innerhalb der Diskussion, geht mal weg von den Schwarz-Weiß Sichtweisen. Wichtige Lebensentscheidungen werden nie zu 100% aus rationalen oder aus emotionalen Gründen getroffen. Es ist immer eine Mischung aus beiden. Und es lebt sich auch gesünder, wenn man von diesen extremen Sichtweisen mal wegkommt.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Happy Future »

Nein, aber ohne Emotionalität keine Beziehung.

Wer zu verkopft rangeht, wird kaum eine Chance haben.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von BartS »

Happy Future hat geschrieben:Nein, aber ohne Emotionalität keine Beziehung.
Hat hier irgendjemand etwas gegenteiliges geschrieben? Stattdessen würde ich Deine Aussage anzweifeln, dass bei Deiner Berufswahl emotionale Aspekte keine Rolle gespielt haben.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Happy Future »

Wir können uns aber gerne darauf einigen, dass man bei Beziehungen vornehmlich emotional handelt. Klar, gibt es auch rationale Dinge. Aber die sind am Anfang völlig zweitrangig.

Und bei meiner Berufswahl war es umgekehrt. Mehr rational als emotional.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Wuchtbrumme »

Mich gibt es nur mit meinen Hobbies, die gebe ich doch nicht einfach für einen Partner auf. Der wiederum wird an ihnen nicht viel Freude haben, es sei denn, er strickt und spinnt gern im Kreis vieler Frauen und hört sich dazu Frauengespräche an :mrgreen:

In der Zeit, die ich damit verbringe kann er ja Fahrrad fahren oder was er sonst noch gern tut ... Zeit für noch mehr Hobbies hätte ich gar nicht. Tja.
The good news about midlife is that the glass is still half full. Of course, the bad news is that it won't be long before your teeth are floating in it.
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Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Happy Future »

Wuchtbrumme hat geschrieben:Mich gibt es nur mit meinen Hobbies, die gebe ich doch nicht einfach für einen Partner auf. Der wiederum wird an ihnen nicht viel Freude haben, es sei denn, er strickt und spinnt gern im Kreis vieler Frauen und hört sich dazu Frauengespräche an :mrgreen:

In der Zeit, die ich damit verbringe kann er ja Fahrrad fahren oder was er sonst noch gern tut ... Zeit für noch mehr Hobbies hätte ich gar nicht. Tja.
:good:

Ein befreundetes Pärchen von mir gibt sich genau diese Freiheiten. Deswegen sind die beiden auch schon über 16 Jahre zusammen.

Es kommt auf die Mischung an. Gemeinsame Interessen (z.B. Tanzen) haben sie natürlich auch.
Der Schussel

Re: Alltag in einer Beziehung ohne gemeinsame Hobbys

Beitrag von Der Schussel »

Wuchtbrumme hat geschrieben:Mich gibt es nur mit meinen Hobbies, die gebe ich doch nicht einfach für einen Partner auf. Der wiederum wird an ihnen nicht viel Freude haben, es sei denn, er strickt und spinnt gern im Kreis vieler Frauen und hört sich dazu Frauengespräche an :mrgreen:

In der Zeit, die ich damit verbringe kann er ja Fahrrad fahren oder was er sonst noch gern tut ... Zeit für noch mehr Hobbies hätte ich gar nicht. Tja.
Logische Folgerung: Stricken und Spinnen lernen, und man wird von Frauen umgeben sein :shylove: ... aber wahrscheinlich hat die Sache doch irgendeinen Haken. :gruebel:
...Ich nehm' die Radtour.