Ich wüsste gar nicht, wann ich noch die Zeit für jemanden aufbringen sollte. Wenn ich von der Arbeit heimkomme bin ich erstmal erschöpft und brauche die Zeit für mich zum Regenerieren und würde da gar niemanden um mich haben wollen.
Die wenige Freizeit, die mir bleibt, geht für alltägliche Dinge wie Haushallt und ggf. Hobbys drauf.
Zwar fällt mir ab und an am Wochenende die Decke auf den Kopf. Aber da bin ich entweder nicht fit genug, was zu unternehmen, oder ich bin ausgeruht, habe aber dann gerade niemanden parat, der/die etwas mit mir unternehmen würde.
Dann würden mir glaube ich eher gute Freunde/innen guttun. Die muss man nicht ständig um sich haben und kann etwas zusammen unternehmen, wenn es für beide passt.
Klar ist man in einer Beziehung nicht "eingesperrt" und jeder sollte die Freiräume haben, die er/sie braucht. Aber man kann ja seinem Partner nicht ständig sagen, "ich habe jetzt keine Zeit/Energie/... für dich".
Wahrscheinlich hätte eine Beziehung eher die umgekehrte Wirkung in dem Sinne, dass man die Anwesenheit des Anderen als entspannend empfindet. Das kann ich mir aber eher in dem Kontext vorstellen, dass man dann weiß, "es ist jemand da, ich muss mich nicht um alles alleine kümmern". Aber das ist für mich nicht unbedingt der Sinn einer Beziehung. Ich kann mich doch nicht durch meinen Partner "entlasten" wollen, indem ich sage, wenn ich etwas nicht hinkriege wird er sich schon kümmern.
Wie ist das bei euch, hättet ihr tatsächlich Raum für eine Beziehung?
Könnt ihr meine Denkweise nachvollziehen bzw. wo bin ich gedanklich falsch abgebogen?
Ergänzung: Vielleicht geht es gar nicht unbedingt ums Nicht-Wollen (ich weiß es nicht