Behinderung und ABtum
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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
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Wozn
Behinderung und ABtum
Also, jetzt versuche ich mal ein Thema zu eröffnen - mal sehen ob es was bringt...
Der Titel ist, ehrlich gesagt, ein wenig vage & ich hoffe niemand denkt daß es hier irgendwie auf vorwurfsvolles rumgeheule hinausläuft, da ich aber eine Behinderung habe (starke sehbehinderung, bzw. beinahe Blindheit) ist es, meiner Meinung nach, zumindest gar nicht falsch sich mal zu fragen welchen Einfluß diese Facette meines Lebens auf das ABtum hat.
Wobei ich sagen muß daß ich eigentlich ganz gut zurecht komme. Ich habe keine größeren Schwierigkeiten selbstständig zu leben & meinen Alltag zu meistern, ich kann so gut wie alles außer Auto fahren, ohne Hilfsmittel lesen & Golf spielen.
Der Titel ist insofern vage, als daß es "die Behinderten" ja so eigentlich gar nicht gibt. Tendentiell dürfte der Anteil der ABs unter allen Behinderten vermutlich ziemlich hoch sein - immerhin gibt es ja auch Menschen mit sehr viel größeren Einschränkungen als ich sie habe, insofern kann man sagen daß man als Mensch mit Behinderung schon mal in einer "Gefahrengruppe" für das Thema ABtum gelandet ist. Wie die Quote bei Blinden und Sehbehinderten ist weiß ich ehrlich gesagt nicht, ich vermute mal daß sie aber wohl auch größer ist als innerhalb der "normalen" Bevölkerung.
Die Frage die sich mir aufdrängt ist, ob eine Behinderung vielleicht geradezu eine Prädisposition für das ABsein ist.
Zwar kenne ich auch einige Leute die Beziehungen haben - einer meiner wenigen Freunde hat eine "normal" sehende Ehefrau, er hat allerdings auch in einer Band gesungen & Gitarre gespielt.
Mein Eindruck ist, daß es in der Regel "überdurchschnittliche" Menschen mit Behinderung sind, die "es schaffen" - bei vielen anderen, die keine überdurchschnittlichen Talente haben, mit denen sie ihre Behinderung kompensieren können (und auch nicht übermäßig schön sind, was ja auch einiges wettmachen kann...), kommt es zum ABtum, es sei denn sie leben in irgendeiner Institution & finden dort vielleicht noch irgendwann jemanden, was aber auch nicht immer vorkommt.
Irgendwo hier im Forum gab es mal einen Thread in dem gefragt wurde, ob man denn auch einen Menschen mit Behinderung in betracht ziehen würde. Ich meine daß die Reaktionen relativ gemischt ausgefallen sind - durchaus verständlich, da "behindert" ja nun einmal sehr viel bedeuten kann & es durchaus sehr schwierig sein kann mit einer starken Einschränkung umzugehen.
Meiner Meinung nach gibt es auf jeden Fall einen großen Unterschied zwischen körperlichen, geistigen & Sinnesbehinderungen. Körperliche Einschränkungen lassen sich, wenn sie nicht gerade starke Schmerzen oder schwere medizinische Komplikationen verursachen, relativ leicht "technisch" kompensieren - also durch Rollstühle, Rampen etc., da aber die Wahrnehmung des Betroffenen nicht in Mitleidenschaft gezogen ist, kann er sich relativ "normal" entwickeln, sofern die köperliche Behinderung nicht zu schweren Deformationen, oder sonstigen Komplikationen, führt, die seine Sozialisation behindern.
Über geistige Behinderung weiß ich, ehrlich gesagt, nicht allzu gut bescheid - es drängt sich der Verdacht auf ein geistig Behinderter Mensch könne recht gut glücklich werden, da er nicht viel grübelt & vielleicht ein wenig "kindlich" ist - ob das aber stimmt? Und wie es mit dem Wunsch nach körperlicher Nähe ist (den sicher auch geistig Behinderte Menschen haben) kann ich kaum sagen, es dürfte aber auch nicht allzu leicht sein einen geeigneten Partner zu finden...
Im Fall der Sehbehinderung bzw. Blindheit, ist es wohl eher so daß hier die "sekundären" Gründe wohl am schwerten wiegen:
Man ist nicht so mobil wie andere Menschen, man nimmt Informationen anders (oder teilweise gar nicht) auf, die Interaktion mit der Umwelt (also z.B. Orientierung) ist sehr anders als bei sehenden usw.
In meinem Fall ist es z.B. so daß ich - um ein plakatives Beispiel zu wählen - keinen Augenkontakt aufnehmen kann, da mein sehendes Auge nicht fixieren kann (das nennt man "Mystagmus"), dabei wird immer betont daß Augenkontakt beim flirten mit das Wichtigste sei - tja da haben wir aber ein ziemliches Problem...
Ich glaube auch daß die generelle Entwicklung durch die Behinderung eingeschränkt ist:
Meine Eltern konnten mir so gut wie kaum irgendwelche Fertigkeiten vermitteln, die meisten Dinge wie Schuhe binden & sich die Nägel schneiden habe ich erst gelernt alsl ich an die Blista kam (Blindengymnasium in Marburg...).
Somit habe ich mir bis ca. 20 nicht so viele Gedanken gemacht - ich habe zwar gesehen daß meine Chancen eher gering waren (und war auch traurig drüber), ich dachte aber daß ich eben ein "Spätzünder" bin, da ich auch andere Sachen erst später lernen mußte. Tja, Pustekuchen - ich habe alle möglichen alltäglichen Dinge gemeistert & hatte nie größere Schwierigkeiten wegen der Behinderung an sich - aber mit Liebe ist niemals etwas gelaufen...
Wäre ich als Sehender also kein AB? Oder vielleicht wenigstens Softcore-AB? Eine interessante Frage, die sich aber wahrscheinlich niemals bis zu Ende klären lassen wird. Ich glaube jedenfalls nicht daß die Behinderung an sich ein unüberwindliches Hindernis darstellt, aber wie schon das Wort "Behinderung" suggeriert ist sie nicht gerade hilfreich.
Was mir in jedem Fall auffällt ist daß die Behinderung mich zwar einerseits von den "normalen" Menschen isoliert, andererseits dafür sorgt daß ich kaum dumme Fragen zum Thema Liebe gestellt bekomme - Behinderung in Verbindung mit Liebe/Sex ist sehr stark tabuisiert & ich vermute die meisten Menschen glauben, oder wollen glauben, Behinderte hätten schllicht kein Bedürfnis danach.
Deswegen bin ich mir auch nicht sicher ob ich es überhaupt unter "normalen" Menschen versuchen soll, oder doch lieber möglichst den Kontakt zu Meinesgleichen suchen soll. Ich habe es zwar einmal auf einer Singlebörse für Menschen mit Behinderung versucht, allerdings ohne jeglichen Erfolg, was mich zu der Annahme verleitet daß ich auch unter Behinderten so gut wie chancenlos sein dürte - eine Aussicht die mich, verständlicherweise, eher in Richtung Verzweiflung treibt..
Jedenfalls wäre ich für guten Rat, eine interessante Diskussion und die Antwort auf die Frage ob es sich denn überhaupt "lohnt" es unter "Normalos" zu versuchen, durchaus dankbar und bin schon gespannt darauf wie ihr Hardcore-ABs auf mein langes Geschreibsel reagiert...
Der Titel ist, ehrlich gesagt, ein wenig vage & ich hoffe niemand denkt daß es hier irgendwie auf vorwurfsvolles rumgeheule hinausläuft, da ich aber eine Behinderung habe (starke sehbehinderung, bzw. beinahe Blindheit) ist es, meiner Meinung nach, zumindest gar nicht falsch sich mal zu fragen welchen Einfluß diese Facette meines Lebens auf das ABtum hat.
Wobei ich sagen muß daß ich eigentlich ganz gut zurecht komme. Ich habe keine größeren Schwierigkeiten selbstständig zu leben & meinen Alltag zu meistern, ich kann so gut wie alles außer Auto fahren, ohne Hilfsmittel lesen & Golf spielen.
Der Titel ist insofern vage, als daß es "die Behinderten" ja so eigentlich gar nicht gibt. Tendentiell dürfte der Anteil der ABs unter allen Behinderten vermutlich ziemlich hoch sein - immerhin gibt es ja auch Menschen mit sehr viel größeren Einschränkungen als ich sie habe, insofern kann man sagen daß man als Mensch mit Behinderung schon mal in einer "Gefahrengruppe" für das Thema ABtum gelandet ist. Wie die Quote bei Blinden und Sehbehinderten ist weiß ich ehrlich gesagt nicht, ich vermute mal daß sie aber wohl auch größer ist als innerhalb der "normalen" Bevölkerung.
Die Frage die sich mir aufdrängt ist, ob eine Behinderung vielleicht geradezu eine Prädisposition für das ABsein ist.
Zwar kenne ich auch einige Leute die Beziehungen haben - einer meiner wenigen Freunde hat eine "normal" sehende Ehefrau, er hat allerdings auch in einer Band gesungen & Gitarre gespielt.
Mein Eindruck ist, daß es in der Regel "überdurchschnittliche" Menschen mit Behinderung sind, die "es schaffen" - bei vielen anderen, die keine überdurchschnittlichen Talente haben, mit denen sie ihre Behinderung kompensieren können (und auch nicht übermäßig schön sind, was ja auch einiges wettmachen kann...), kommt es zum ABtum, es sei denn sie leben in irgendeiner Institution & finden dort vielleicht noch irgendwann jemanden, was aber auch nicht immer vorkommt.
Irgendwo hier im Forum gab es mal einen Thread in dem gefragt wurde, ob man denn auch einen Menschen mit Behinderung in betracht ziehen würde. Ich meine daß die Reaktionen relativ gemischt ausgefallen sind - durchaus verständlich, da "behindert" ja nun einmal sehr viel bedeuten kann & es durchaus sehr schwierig sein kann mit einer starken Einschränkung umzugehen.
Meiner Meinung nach gibt es auf jeden Fall einen großen Unterschied zwischen körperlichen, geistigen & Sinnesbehinderungen. Körperliche Einschränkungen lassen sich, wenn sie nicht gerade starke Schmerzen oder schwere medizinische Komplikationen verursachen, relativ leicht "technisch" kompensieren - also durch Rollstühle, Rampen etc., da aber die Wahrnehmung des Betroffenen nicht in Mitleidenschaft gezogen ist, kann er sich relativ "normal" entwickeln, sofern die köperliche Behinderung nicht zu schweren Deformationen, oder sonstigen Komplikationen, führt, die seine Sozialisation behindern.
Über geistige Behinderung weiß ich, ehrlich gesagt, nicht allzu gut bescheid - es drängt sich der Verdacht auf ein geistig Behinderter Mensch könne recht gut glücklich werden, da er nicht viel grübelt & vielleicht ein wenig "kindlich" ist - ob das aber stimmt? Und wie es mit dem Wunsch nach körperlicher Nähe ist (den sicher auch geistig Behinderte Menschen haben) kann ich kaum sagen, es dürfte aber auch nicht allzu leicht sein einen geeigneten Partner zu finden...
Im Fall der Sehbehinderung bzw. Blindheit, ist es wohl eher so daß hier die "sekundären" Gründe wohl am schwerten wiegen:
Man ist nicht so mobil wie andere Menschen, man nimmt Informationen anders (oder teilweise gar nicht) auf, die Interaktion mit der Umwelt (also z.B. Orientierung) ist sehr anders als bei sehenden usw.
In meinem Fall ist es z.B. so daß ich - um ein plakatives Beispiel zu wählen - keinen Augenkontakt aufnehmen kann, da mein sehendes Auge nicht fixieren kann (das nennt man "Mystagmus"), dabei wird immer betont daß Augenkontakt beim flirten mit das Wichtigste sei - tja da haben wir aber ein ziemliches Problem...
Ich glaube auch daß die generelle Entwicklung durch die Behinderung eingeschränkt ist:
Meine Eltern konnten mir so gut wie kaum irgendwelche Fertigkeiten vermitteln, die meisten Dinge wie Schuhe binden & sich die Nägel schneiden habe ich erst gelernt alsl ich an die Blista kam (Blindengymnasium in Marburg...).
Somit habe ich mir bis ca. 20 nicht so viele Gedanken gemacht - ich habe zwar gesehen daß meine Chancen eher gering waren (und war auch traurig drüber), ich dachte aber daß ich eben ein "Spätzünder" bin, da ich auch andere Sachen erst später lernen mußte. Tja, Pustekuchen - ich habe alle möglichen alltäglichen Dinge gemeistert & hatte nie größere Schwierigkeiten wegen der Behinderung an sich - aber mit Liebe ist niemals etwas gelaufen...
Wäre ich als Sehender also kein AB? Oder vielleicht wenigstens Softcore-AB? Eine interessante Frage, die sich aber wahrscheinlich niemals bis zu Ende klären lassen wird. Ich glaube jedenfalls nicht daß die Behinderung an sich ein unüberwindliches Hindernis darstellt, aber wie schon das Wort "Behinderung" suggeriert ist sie nicht gerade hilfreich.
Was mir in jedem Fall auffällt ist daß die Behinderung mich zwar einerseits von den "normalen" Menschen isoliert, andererseits dafür sorgt daß ich kaum dumme Fragen zum Thema Liebe gestellt bekomme - Behinderung in Verbindung mit Liebe/Sex ist sehr stark tabuisiert & ich vermute die meisten Menschen glauben, oder wollen glauben, Behinderte hätten schllicht kein Bedürfnis danach.
Deswegen bin ich mir auch nicht sicher ob ich es überhaupt unter "normalen" Menschen versuchen soll, oder doch lieber möglichst den Kontakt zu Meinesgleichen suchen soll. Ich habe es zwar einmal auf einer Singlebörse für Menschen mit Behinderung versucht, allerdings ohne jeglichen Erfolg, was mich zu der Annahme verleitet daß ich auch unter Behinderten so gut wie chancenlos sein dürte - eine Aussicht die mich, verständlicherweise, eher in Richtung Verzweiflung treibt..
Jedenfalls wäre ich für guten Rat, eine interessante Diskussion und die Antwort auf die Frage ob es sich denn überhaupt "lohnt" es unter "Normalos" zu versuchen, durchaus dankbar und bin schon gespannt darauf wie ihr Hardcore-ABs auf mein langes Geschreibsel reagiert...
ERSTER BEITRAG DES THEMAS
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Liebestheorie
Re: Behinderung und ABtum
Hallo Wozn,
dein Text macht schon nachdenklich und mir irgendwie auch ein schlechtes Gewissen.
Erstmal denke ich, hast du einen großen Bereich nicht angesprochen, der aber wohl für die meisten ABs wichtig ist: die seelische Behinderung. Das mögen feststellbare Depressionen, Angststörungen etc. sein, die einen lähmen und behindern, Komplexe wegen Äußerlichkeiten oder weil man AB ist, oder andere gefühlte Unzulänglichkeiten. Darum gehören Behinderung und AB-Dasein sicher zusammen.
Behinderte, in welcher Art auch immer sie ihre Einschränkung haben, werden wohl in so ziemlich allen Lebensbereichen benachteiligt, daher sicher auch bei Beziehungen. Ich habe mich vor ein paar Wochen bei einer Singlebörse für Behinderte angemeldet. Damit komme ich zu meinem schlechten Gewissen.
Nach ca. einer Woche und echt unzähligen Anfragen, habe ich mein Profil löschen lassen. Ich war total überfordert. Eigentlich wollte ich meine Suche nur erweitert, mal schauen, was mich so erwartet und ob Behinderte weniger oberflächlich sind usw..
Tja, dann kamen die durchaus netten Anfragen und es ging los. Nicht einem habe ich geanwortet. Ich komme mit 'so richtig' Behinderten irgendwie nicht klar. Das finde ich verwerflich und nicht sozial. Aber will ich einen Mann, der Windeln trägt? Einen, der ständig beatmet wird? Einen, der immer nur im Bett liegen kann, aber geistig fit ist? Einen Rollstuhlfahrer, der weder wesentliche Hobbies von mir teilen könnte, noch überhaupt in mein Haus rein käme?
Ich könnte noch viel mehr aufzählen, die Antwort war immer nein, will ich nicht. Kann ich nicht. Ich habe selbst so meine Probleme und sehne mich nach einem starken, stabilen Partner, auf den ich nicht ständig Rücksicht in wesentlichen Dingen nehmen muss. Der mich mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und mich rausholt aus meinen Gewohnheiten. Bei den meisten Formen von Behinderung geht das nicht.
Nun, das ist sicherlich vor allem ein Internetproblem. Man kann auswählen oder es eben lassen, wie im Supermarkt vorm Joghurtregal. Das hat mit dem wirklichen Leben, mit Gefühlen und Zwischenmenschlichkeit nicht viel zu tun.
Ich denke, wenn ich einen Partner hätte, den ich wirklich liebe und ihm würde was passieren, ich würde mit allem klar kommen, mich bestmöglich um ihn kümmern und sicher nicht verlassen. Aber für mich funktioniert das nur, wenn die Liebe schon da ist. Darum denke ich, dass gewisse Formen von Behinderung sicher eine Hohe Anfälligkeit haben, AB zu sein und zu bleiben, auch wenn es traurig ist. Behinderte untereinander haben da wahrscheinlich bessere Chancen.
dein Text macht schon nachdenklich und mir irgendwie auch ein schlechtes Gewissen.
Erstmal denke ich, hast du einen großen Bereich nicht angesprochen, der aber wohl für die meisten ABs wichtig ist: die seelische Behinderung. Das mögen feststellbare Depressionen, Angststörungen etc. sein, die einen lähmen und behindern, Komplexe wegen Äußerlichkeiten oder weil man AB ist, oder andere gefühlte Unzulänglichkeiten. Darum gehören Behinderung und AB-Dasein sicher zusammen.
Behinderte, in welcher Art auch immer sie ihre Einschränkung haben, werden wohl in so ziemlich allen Lebensbereichen benachteiligt, daher sicher auch bei Beziehungen. Ich habe mich vor ein paar Wochen bei einer Singlebörse für Behinderte angemeldet. Damit komme ich zu meinem schlechten Gewissen.
Nach ca. einer Woche und echt unzähligen Anfragen, habe ich mein Profil löschen lassen. Ich war total überfordert. Eigentlich wollte ich meine Suche nur erweitert, mal schauen, was mich so erwartet und ob Behinderte weniger oberflächlich sind usw..
Tja, dann kamen die durchaus netten Anfragen und es ging los. Nicht einem habe ich geanwortet. Ich komme mit 'so richtig' Behinderten irgendwie nicht klar. Das finde ich verwerflich und nicht sozial. Aber will ich einen Mann, der Windeln trägt? Einen, der ständig beatmet wird? Einen, der immer nur im Bett liegen kann, aber geistig fit ist? Einen Rollstuhlfahrer, der weder wesentliche Hobbies von mir teilen könnte, noch überhaupt in mein Haus rein käme?
Ich könnte noch viel mehr aufzählen, die Antwort war immer nein, will ich nicht. Kann ich nicht. Ich habe selbst so meine Probleme und sehne mich nach einem starken, stabilen Partner, auf den ich nicht ständig Rücksicht in wesentlichen Dingen nehmen muss. Der mich mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und mich rausholt aus meinen Gewohnheiten. Bei den meisten Formen von Behinderung geht das nicht.
Nun, das ist sicherlich vor allem ein Internetproblem. Man kann auswählen oder es eben lassen, wie im Supermarkt vorm Joghurtregal. Das hat mit dem wirklichen Leben, mit Gefühlen und Zwischenmenschlichkeit nicht viel zu tun.
Ich denke, wenn ich einen Partner hätte, den ich wirklich liebe und ihm würde was passieren, ich würde mit allem klar kommen, mich bestmöglich um ihn kümmern und sicher nicht verlassen. Aber für mich funktioniert das nur, wenn die Liebe schon da ist. Darum denke ich, dass gewisse Formen von Behinderung sicher eine Hohe Anfälligkeit haben, AB zu sein und zu bleiben, auch wenn es traurig ist. Behinderte untereinander haben da wahrscheinlich bessere Chancen.
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Wozn
Re: Behinderung und ABtum
Hallo Liebestheorie,
naja, zumindest bist du ehrlich, das muß man dir lassen. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich das sogar nachvollziehen - es hängt sicherlich auch mit dem Grad, bzw. der Art der Behinderung zusammen, wie schwer es ist einen Partner zu finden. Ich könnte z.B. sicher nicht mit einer Gehörlosen zusammenkommen, da hier die Kommunikation, aus naheliegenden Gründen, unmöglich wäre, somit könnte ich mit einem Menschen mit dieser Einschränkung nichts anfangen.
Das einzige was ich an deiner Aussage wirklich auszusetzen hätte ist wohl die Behauptung Behinderte könnten keine "starken, stabilen Partner" sein, die dich auffangen - ich denke in Wahrheit gehört viel Stärke dazu, mit einer Behinderung zu leben & viele "normale" Menschen hätten da sehr viel größere Schwierigkeiten - physische Schwäche ist nicht mit einer schwachen Persönlichkeit gleichzusetzen!
Was die "seelischen" Behinderungen angeht, so muß ich gestehen daß ich z.B. Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle (und das ABtum) nicht zu den Behinderungen zähle - ich würde eine Depression als "chronische Krankheit" bezeichnen, eine Behinderung ist, zumindest für mich, eine Einschränkung fundamentaler Funktionen (also Gehen, sich Bewegen, Hören, sehen, Denken etc...). Kann aber sein daß meine Definition falsch ist, ich möchte da keine Haare spalten oder jemandem zu nahe treten - nicht daß ich keine Erfahrungen mit Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühlen hätte...
Würdest du denn sagen daß es dann also folgerichtig ist, daß ich AB bin & daß ich mich besser damit abfinden sollte, weil es eben natürlich für Behinderte ist & man halt nicht rumjammern sollte, sondern es einfach akzeptieren und die richtigen Menschen in Ruhe lassen sollte? Vielleicht ist es einfach die Art der Natur mir meinen Platz aufzuzeigen?
Somit wären Behinderte ja gar keine "richtigen" ABs, weil "ABtum" ja bedeutet daß alle die so sind wie einer selbst Liebesbeziehungen haben, man selber aber nicht und sich deswegen wundert und daran leidet. Wenn aber Behinderte mit Liebesbeziehungen die Ausnahme sind/wären hätte ein Behinderter ja gar kein "Recht" sich als AB zu bezeichnen, weil das eben sein natürlicher Zustand wäre, der von der Natur so vorgesehen ist & jeder Versuch es zu ändern wäre ein Frevel wider die Natur.
Ich glaube zwar nicht daß du so denkst (wahrscheinlich hast du nie darüber nachgedacht), glaube aber daß es durchaus Menschen gibt die so denken - fragt sich nur ob das so richtig ist....
naja, zumindest bist du ehrlich, das muß man dir lassen. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich das sogar nachvollziehen - es hängt sicherlich auch mit dem Grad, bzw. der Art der Behinderung zusammen, wie schwer es ist einen Partner zu finden. Ich könnte z.B. sicher nicht mit einer Gehörlosen zusammenkommen, da hier die Kommunikation, aus naheliegenden Gründen, unmöglich wäre, somit könnte ich mit einem Menschen mit dieser Einschränkung nichts anfangen.
Das einzige was ich an deiner Aussage wirklich auszusetzen hätte ist wohl die Behauptung Behinderte könnten keine "starken, stabilen Partner" sein, die dich auffangen - ich denke in Wahrheit gehört viel Stärke dazu, mit einer Behinderung zu leben & viele "normale" Menschen hätten da sehr viel größere Schwierigkeiten - physische Schwäche ist nicht mit einer schwachen Persönlichkeit gleichzusetzen!
Was die "seelischen" Behinderungen angeht, so muß ich gestehen daß ich z.B. Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle (und das ABtum) nicht zu den Behinderungen zähle - ich würde eine Depression als "chronische Krankheit" bezeichnen, eine Behinderung ist, zumindest für mich, eine Einschränkung fundamentaler Funktionen (also Gehen, sich Bewegen, Hören, sehen, Denken etc...). Kann aber sein daß meine Definition falsch ist, ich möchte da keine Haare spalten oder jemandem zu nahe treten - nicht daß ich keine Erfahrungen mit Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühlen hätte...
Würdest du denn sagen daß es dann also folgerichtig ist, daß ich AB bin & daß ich mich besser damit abfinden sollte, weil es eben natürlich für Behinderte ist & man halt nicht rumjammern sollte, sondern es einfach akzeptieren und die richtigen Menschen in Ruhe lassen sollte? Vielleicht ist es einfach die Art der Natur mir meinen Platz aufzuzeigen?
Somit wären Behinderte ja gar keine "richtigen" ABs, weil "ABtum" ja bedeutet daß alle die so sind wie einer selbst Liebesbeziehungen haben, man selber aber nicht und sich deswegen wundert und daran leidet. Wenn aber Behinderte mit Liebesbeziehungen die Ausnahme sind/wären hätte ein Behinderter ja gar kein "Recht" sich als AB zu bezeichnen, weil das eben sein natürlicher Zustand wäre, der von der Natur so vorgesehen ist & jeder Versuch es zu ändern wäre ein Frevel wider die Natur.
Ich glaube zwar nicht daß du so denkst (wahrscheinlich hast du nie darüber nachgedacht), glaube aber daß es durchaus Menschen gibt die so denken - fragt sich nur ob das so richtig ist....
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Liebestheorie
Re: Behinderung und ABtum
Sich folgerichtig mit sowas abzufinden wäre eine Katastrophe!
Sicher herrscht ein 'erhöhter Schwierigkeitsgrad', wenn man überlegt, wie viele nicht Behinderte AB sind. Aber ich persönlich glaube ans Schicksal und das auf jeden Topf ein Deckel passt. Man steht sich einfach zu oft selbst im Weg oder es ergibt erst hinterher einen Sinn, warum etwas nicht geklappt hat.
Das mit der Schulter zum Anlehnen etc. sollte keine Verallgemeinerung sein. Ich denke nur, wenn jemand zu viel mit sich selbst zu tun hat, ist vielleicht mal nicht mehr für andere übrig.
Vor kurzem habe ich Kontakt zu einem Mann aufgenommen, mit dem ich mal so eine Art Beziehung hatte. Wir haben uns über mehrere Monate regelmäßig getroffen und etwas unternommen. Er war wirklich toll und im Prinzip der beste potentielle Partner, den ich je hatte. Es kam zu keinen Körperlichkeiten damals, abgesehen von Umarmungen, soweit war ich nicht und er war sehr rücksichtsvoll in der Hinsicht. Doch dann kam, was kommen müsste, er wollte irgendwann mehr, eine Freundin für jeden Tag, nicht nur fürs Wochenende usw. Tja, ich konnte das damals nicht und die Sache war beendet.
Ich habe ihn nie vergessen und mich oft gefragt, was gewesen wäre, wenn ich zu ihm damals ja gesagt hätte. Wie wäre mein Leben dann?
Ich habe ihm nun neulich eine Email geschrieben um ganz ehrlich gemeint zu fragen, wie es ihm so geht. Er hat sich darüber sehr gefreut und ausführlich geantwortet, sogar mehrfach. Verheiratet, zwei Kinder... und schwer depressiv. Nimmt starke Medikamente und ihm geht es trotz Familienglück richtig schlecht. Ich habe selbst mit Depressionen zu kämpfen, es gibt gute Phasen und schlechte, momentan überwiegen die guten. Ich will mir aber nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir zwei tatsächlich zusammen gekommen wären. Zwei Depressive auf einen Haufen... Es mag sein, dass es klappen kann, aber wenn es mir mal richtig schlecht geht, hätte ich keine Kraft für einen anderen Menschen. Darauf bezog sich das, was ich vorhin geschrieben habe, aber natürlich ist das sehr subjektiv.
In einer Beziehung sollte es aber ein Geben und Nehmen sein, nicht -auf Dauer- zu einseitig.
Sicher herrscht ein 'erhöhter Schwierigkeitsgrad', wenn man überlegt, wie viele nicht Behinderte AB sind. Aber ich persönlich glaube ans Schicksal und das auf jeden Topf ein Deckel passt. Man steht sich einfach zu oft selbst im Weg oder es ergibt erst hinterher einen Sinn, warum etwas nicht geklappt hat.
Das mit der Schulter zum Anlehnen etc. sollte keine Verallgemeinerung sein. Ich denke nur, wenn jemand zu viel mit sich selbst zu tun hat, ist vielleicht mal nicht mehr für andere übrig.
Vor kurzem habe ich Kontakt zu einem Mann aufgenommen, mit dem ich mal so eine Art Beziehung hatte. Wir haben uns über mehrere Monate regelmäßig getroffen und etwas unternommen. Er war wirklich toll und im Prinzip der beste potentielle Partner, den ich je hatte. Es kam zu keinen Körperlichkeiten damals, abgesehen von Umarmungen, soweit war ich nicht und er war sehr rücksichtsvoll in der Hinsicht. Doch dann kam, was kommen müsste, er wollte irgendwann mehr, eine Freundin für jeden Tag, nicht nur fürs Wochenende usw. Tja, ich konnte das damals nicht und die Sache war beendet.
Ich habe ihn nie vergessen und mich oft gefragt, was gewesen wäre, wenn ich zu ihm damals ja gesagt hätte. Wie wäre mein Leben dann?
Ich habe ihm nun neulich eine Email geschrieben um ganz ehrlich gemeint zu fragen, wie es ihm so geht. Er hat sich darüber sehr gefreut und ausführlich geantwortet, sogar mehrfach. Verheiratet, zwei Kinder... und schwer depressiv. Nimmt starke Medikamente und ihm geht es trotz Familienglück richtig schlecht. Ich habe selbst mit Depressionen zu kämpfen, es gibt gute Phasen und schlechte, momentan überwiegen die guten. Ich will mir aber nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir zwei tatsächlich zusammen gekommen wären. Zwei Depressive auf einen Haufen... Es mag sein, dass es klappen kann, aber wenn es mir mal richtig schlecht geht, hätte ich keine Kraft für einen anderen Menschen. Darauf bezog sich das, was ich vorhin geschrieben habe, aber natürlich ist das sehr subjektiv.
In einer Beziehung sollte es aber ein Geben und Nehmen sein, nicht -auf Dauer- zu einseitig.
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Wozn
Re: Behinderung und ABtum
Hmm, vielleicht ist es ja etwas typisch "männliches" nach "objektiven" Kriterien zu suchen, um dann zu entscheiden ob sich eine Aktion "lohnt" - keine Ahnung, aber möglich wärs. Ich persönlich bin ja immer so drauf, daß wenn ich glaube daß ich keine Chance habe ich einfach nichts tue, weil es mir unvernünftig erscheint Energie zu verschwenden, wenn es klar ist daß jeder Versuch zum scheitern verurteilt ist. Deswegen scheint es mir wichtig herauszufinden wie hoch die Chancen überhaupt stehen, weil es mir sinnlos scheint sich zu verausgaben & dazu noch der Lächerlichkeit preiszugeben.
Ich wollte Dir auch gar nichts unterstellen, ich verstehe schon ungefähr worauf Du hinauswillst - wie gesagt, bei so mancher Behinderung wirds tatsächlich schwierig, bzw. bei so mancher Kombination. Mir fällt allerdings immer wieder auf wie seltsam sich die Leute Behinderten gegenüber benehmen - meist tatsächlich nicht unfreundlich, aber ernst nehmen können sie sie scheinbar nicht, bzw. entweder man wird bemitleidet oder man ist wegen jeder Sache die man "schafft" eine art Held...Naja, die meisten meinen es sicher gut...
Ich hege allerdings den Verdacht daß die meisten Frauen behinderte Männer tatsächlich nicht als Männer wahrnehmen können - und die meisten behinderten Frauen auch eigentlich keinen behinderten Mann wollen, sondern einen "richtigen", was natürlich in eine ziemliche Zwickmühle führt...
Ich wollte Dir auch gar nichts unterstellen, ich verstehe schon ungefähr worauf Du hinauswillst - wie gesagt, bei so mancher Behinderung wirds tatsächlich schwierig, bzw. bei so mancher Kombination. Mir fällt allerdings immer wieder auf wie seltsam sich die Leute Behinderten gegenüber benehmen - meist tatsächlich nicht unfreundlich, aber ernst nehmen können sie sie scheinbar nicht, bzw. entweder man wird bemitleidet oder man ist wegen jeder Sache die man "schafft" eine art Held...Naja, die meisten meinen es sicher gut...
Ich hege allerdings den Verdacht daß die meisten Frauen behinderte Männer tatsächlich nicht als Männer wahrnehmen können - und die meisten behinderten Frauen auch eigentlich keinen behinderten Mann wollen, sondern einen "richtigen", was natürlich in eine ziemliche Zwickmühle führt...
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Giebenrath
- Begeisterter Schreiberling
- Beiträge: 1709
- Registriert: 23.09.2012, 19:33
- Geschlecht: männlich
- AB-Status: am Thema interessiert
- Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Re: Behinderung und ABtum
Ich habe ebenfalls eine Behinderung, d.h. schwerbehindert im Sinne des Gesetz, Grad der Behinderung 50.
Die Behinderung ist zumindest auf dem zweiten Blick eigentlich für jeden (als Deformation) sichtbar ist, wird aber auch oftmals nicht bemerkt wird. Unaufmerksame Menschen bemerken sie erst nach Monaten oder Jahren. Nur eine Körperseite ist betroffen. Wer mehr wissen möchte, kann ja mal nach dem Poland-Syndrom googlen. Im Alltag komme ich völlig ohne Hilfsmittel klar, habe aber z.B. aufgrund meiner Behinderung eine eher eigenwillige Technik entwickelt mit Messer und Gabel zu essen.
Obwohl ich rechtlich als Schwerbehinderter gelte, habe ich doch große Probleme mich selbst in diese Kategorie einzusortieren. Zum einen habe ich die Regelschule besucht und im Alltag daher auch kaum Kontakt zu anderen Behinderten gehabt. Wenn ich jetzt Rollstuhlfahrer oder Blinde treffe oder sehe, identifiziere ich mich auch nicht mit ihnen, sondern mit den Normalen.
Ich glaube auch, dass meine Probleme durch die Körperbehinderung eigentlich nicht so groß sind. Wenn man eine angeborene Behinderung hat, kennt man es ja auch nicht anders. Wenn man nicht als Nicht-Behinderter geboren wird und aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls körperlich eingeschränkt wird, ist es meiner Meinung nach nochmals etwas ganz anderes, als wenn man wie ich als Behinderter geboren wird.
Zusätzlich hatte ich im letzten Jahr noch einen Spasmus hemifascialis entwickelt. Dieser führte mehrmals täglich zu Krämpfen in einer Gesichtshälfte, je nach Tagesform 3 bis 30mal am Tag. Die Krampfanfälle dauerten ca. Minute und führten teilweise zum vollständigen Verschluss eines Auges und immer zu einer entstellenden Grimasse. Von Augenzeugen weiß ich, dass der Grad der Entstellung durchaus groß war und von der Umwelt als akutes Problem wahrgenommen wurde. Gelegentlich wurde ich auch von Leuten angesprochen, die sich ernsthafte Sorgen machten.
Zum Glück habe ich dieses Problem nach einem Jahr durch Spontanheilung gelöst.
Meine psychischen Abweichungen (ohne Zusammenhang mit dem vorher beschriebenen neurologischen Problem) reichen vielleicht auch für die Kategorie seelische Behinderung aus. Ich bin mir dabei allerdings nicht sicher. Einschlägige Psychiatrieerfahrung ist zumindest vorhanden. Bizarrerweise ist meine Identifikation mit dieser Gruppe weitaus größer, obwohl ich gar keine richtige Diagnose habe, geschweige denn eine anerkannte seelische Behinderung und ich seit mehreren Jahren auch nicht mehr in psychiatrischer Behandlung bin.
Gerade Blindheit oder starke Sehbehinderung ist auch wieder etwas ganz anderes als meine Behinderung. Mein Eindruck von außen ist, dass es sich bei den Blinden um eine regelrechte Subkultur handelt, insbesondere wegen der eigenen Schulen und Medien. Aus deiner Schulzeit kennst du sicherlich noch viele andere Blinde und Menschen mit starker Sehbehinderung und weißt um deren Beziehungserfahrung oder Nichterfahrung.
Die Behinderung ist zumindest auf dem zweiten Blick eigentlich für jeden (als Deformation) sichtbar ist, wird aber auch oftmals nicht bemerkt wird. Unaufmerksame Menschen bemerken sie erst nach Monaten oder Jahren. Nur eine Körperseite ist betroffen. Wer mehr wissen möchte, kann ja mal nach dem Poland-Syndrom googlen. Im Alltag komme ich völlig ohne Hilfsmittel klar, habe aber z.B. aufgrund meiner Behinderung eine eher eigenwillige Technik entwickelt mit Messer und Gabel zu essen.
Obwohl ich rechtlich als Schwerbehinderter gelte, habe ich doch große Probleme mich selbst in diese Kategorie einzusortieren. Zum einen habe ich die Regelschule besucht und im Alltag daher auch kaum Kontakt zu anderen Behinderten gehabt. Wenn ich jetzt Rollstuhlfahrer oder Blinde treffe oder sehe, identifiziere ich mich auch nicht mit ihnen, sondern mit den Normalen.
Ich glaube auch, dass meine Probleme durch die Körperbehinderung eigentlich nicht so groß sind. Wenn man eine angeborene Behinderung hat, kennt man es ja auch nicht anders. Wenn man nicht als Nicht-Behinderter geboren wird und aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls körperlich eingeschränkt wird, ist es meiner Meinung nach nochmals etwas ganz anderes, als wenn man wie ich als Behinderter geboren wird.
Zusätzlich hatte ich im letzten Jahr noch einen Spasmus hemifascialis entwickelt. Dieser führte mehrmals täglich zu Krämpfen in einer Gesichtshälfte, je nach Tagesform 3 bis 30mal am Tag. Die Krampfanfälle dauerten ca. Minute und führten teilweise zum vollständigen Verschluss eines Auges und immer zu einer entstellenden Grimasse. Von Augenzeugen weiß ich, dass der Grad der Entstellung durchaus groß war und von der Umwelt als akutes Problem wahrgenommen wurde. Gelegentlich wurde ich auch von Leuten angesprochen, die sich ernsthafte Sorgen machten.
Zum Glück habe ich dieses Problem nach einem Jahr durch Spontanheilung gelöst.
Meine psychischen Abweichungen (ohne Zusammenhang mit dem vorher beschriebenen neurologischen Problem) reichen vielleicht auch für die Kategorie seelische Behinderung aus. Ich bin mir dabei allerdings nicht sicher. Einschlägige Psychiatrieerfahrung ist zumindest vorhanden. Bizarrerweise ist meine Identifikation mit dieser Gruppe weitaus größer, obwohl ich gar keine richtige Diagnose habe, geschweige denn eine anerkannte seelische Behinderung und ich seit mehreren Jahren auch nicht mehr in psychiatrischer Behandlung bin.
Gerade Blindheit oder starke Sehbehinderung ist auch wieder etwas ganz anderes als meine Behinderung. Mein Eindruck von außen ist, dass es sich bei den Blinden um eine regelrechte Subkultur handelt, insbesondere wegen der eigenen Schulen und Medien. Aus deiner Schulzeit kennst du sicherlich noch viele andere Blinde und Menschen mit starker Sehbehinderung und weißt um deren Beziehungserfahrung oder Nichterfahrung.
Give a man a mask and he will show his true face. - Oscar Wilde
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Wozn
Re: Behinderung und ABtum
Hmm, "Subkultur" würde ich nicht gerade sagen, aber so ein bißchen eine Parallelwelt ist es schon - wobei die ganz Blinden da, aus naheliegenden Gründen, besonders eigen sind...
Das einzige Problem mit einer angeborenen Behinderung ist wohl, daß man zwar einerseits tatsächlich keinen Verlust empfindet - ich weiß z.B. gar nicht wirklich wie es ist "normal" zu sehen - man aber total anders sozialisiert wird als alle anderen, besonders dann wenn die eigenen Eltern kaum adäquat mit der Behinderung umgehen können. Man wird dann von Anfang an stark von der Behinderung geprägt, weil die Umgebung sich schwertut den Behinderten richtig zu sozialisieren (also ihm z.B. Fertigkeiten beizubringen oder ihn als gleichwertig zu akzeptieren...). Die reine körperliche Einschränkung ist dagegen oft das kleinste Problem, es ist eher die soziale Prägung die Probleme bereitet...
Das einzige Problem mit einer angeborenen Behinderung ist wohl, daß man zwar einerseits tatsächlich keinen Verlust empfindet - ich weiß z.B. gar nicht wirklich wie es ist "normal" zu sehen - man aber total anders sozialisiert wird als alle anderen, besonders dann wenn die eigenen Eltern kaum adäquat mit der Behinderung umgehen können. Man wird dann von Anfang an stark von der Behinderung geprägt, weil die Umgebung sich schwertut den Behinderten richtig zu sozialisieren (also ihm z.B. Fertigkeiten beizubringen oder ihn als gleichwertig zu akzeptieren...). Die reine körperliche Einschränkung ist dagegen oft das kleinste Problem, es ist eher die soziale Prägung die Probleme bereitet...
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Charlie
Re: Behinderung und ABtum
Dann gebe ich doch auch mal meinem Senf dazu, als Rollifahrer.
Bei mir setzt sich das Abtum aus 2 Teilen zusammen. Ananderer Stelle habe ich ja schonmal berichtet, dass ich große Teile der Pubertät im Krankenhaus verbracht habe. Dadurch bin ich immer wieder aus meinem sozialen Umfeld rausgerissen worden. Tiefere Bindungen kann man da nur schwer aufbauen.
Nach der Zeit saß ich dann im Rolli, was für mich auch neu war. Interessantweise sind die Leute freundlicher zu mir, als zu anderen. Leider auch distanzierter, was das ganze irgendwie unangehm macht. Viele sind halt im Umgang mit Rollifahrern unsicher und ziehen sich daher auf eine freundliche, aber förmliche Position zurück. Nun, die Unsicherheit kann ich abbauen, aber dafür fehlt mir in der Uni einfach die Gelegenheit zwischen den Veranstaltungen und in eine Hochschulgruppe schaffe ich es aktuell noch nicht. Also ja der Rolli ist definitiv eine Hürde.
Hätte ich aber Gelegenheit regelmäßig Frauen persönlich kennenzulernen, dann bin ich mir relativ sicher, dass es klappen könnte. Die Frauen, die mit mir länger zu tun hatten, fanden mich i.d.r. sympathisch. Mehrere Physio- und Ergotherapeuteninnen haben mir z.B. ihre Nummer gegeben ohne das ich über mein Abtum gejammert
Ok, sie sind alle vergeben, daher war es wirklich nur freundschaftliche Sympathie, aber ich denke mir, wo es Frauen gibt, die mich sympathisch finden da gibt es auch eine, die mehr will von mir. Ich muss sie halt nur finden.
Ich rate dir bei deiner Vorstellung zur Vorsicht, weil jede Behinderung sehr individuell ist. Im Zweifel erstmal den Menschen kennenlernen, dann ggf. die Behinderung uznd erst dann sollte man eine Entscheidung treffen.
Was den ,,starken, stabilen Partner´´ angeht hast wahrscheinlich ein verzerrtes Bild. Ich z.B. könnte dich in den Arm nehmen und mit dem was ich so im Leben erlebt habe bin ich bestimmt krisenerprobter als so mancher andere ,,normaler" Mann.
Bei mir setzt sich das Abtum aus 2 Teilen zusammen. Ananderer Stelle habe ich ja schonmal berichtet, dass ich große Teile der Pubertät im Krankenhaus verbracht habe. Dadurch bin ich immer wieder aus meinem sozialen Umfeld rausgerissen worden. Tiefere Bindungen kann man da nur schwer aufbauen.
Nach der Zeit saß ich dann im Rolli, was für mich auch neu war. Interessantweise sind die Leute freundlicher zu mir, als zu anderen. Leider auch distanzierter, was das ganze irgendwie unangehm macht. Viele sind halt im Umgang mit Rollifahrern unsicher und ziehen sich daher auf eine freundliche, aber förmliche Position zurück. Nun, die Unsicherheit kann ich abbauen, aber dafür fehlt mir in der Uni einfach die Gelegenheit zwischen den Veranstaltungen und in eine Hochschulgruppe schaffe ich es aktuell noch nicht. Also ja der Rolli ist definitiv eine Hürde.
Hätte ich aber Gelegenheit regelmäßig Frauen persönlich kennenzulernen, dann bin ich mir relativ sicher, dass es klappen könnte. Die Frauen, die mit mir länger zu tun hatten, fanden mich i.d.r. sympathisch. Mehrere Physio- und Ergotherapeuteninnen haben mir z.B. ihre Nummer gegeben ohne das ich über mein Abtum gejammert
Ok, sie sind alle vergeben, daher war es wirklich nur freundschaftliche Sympathie, aber ich denke mir, wo es Frauen gibt, die mich sympathisch finden da gibt es auch eine, die mehr will von mir. Ich muss sie halt nur finden.
Und was ist wenn du einen Partner hast und er erwirbt im Laufe eurer Beziehung die Behinderung? Würdest du dann nicht mehr mit ihm zusammen sein?Tja, dann kamen die durchaus netten Anfragen und es ging los. Nicht einem habe ich geanwortet. Ich komme mit 'so richtig' Behinderten irgendwie nicht klar. Das finde ich verwerflich und nicht sozial. Aber will ich einen Mann, der Windeln trägt? Einen, der ständig beatmet wird? Einen, der immer nur im Bett liegen kann, aber geistig fit ist? Einen Rollstuhlfahrer, der weder wesentliche Hobbies von mir teilen könnte, noch überhaupt in mein Haus rein käme?
Ich könnte noch viel mehr aufzählen, die Antwort war immer nein, will ich nicht. Kann ich nicht. Ich habe selbst so meine Probleme und sehne mich nach einem starken, stabilen Partner, auf den ich nicht ständig Rücksicht in wesentlichen Dingen nehmen muss. Der mich mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und mich rausholt aus meinen Gewohnheiten. Bei den meisten Formen von Behinderung geht das nicht.
Ich rate dir bei deiner Vorstellung zur Vorsicht, weil jede Behinderung sehr individuell ist. Im Zweifel erstmal den Menschen kennenlernen, dann ggf. die Behinderung uznd erst dann sollte man eine Entscheidung treffen.
Was den ,,starken, stabilen Partner´´ angeht hast wahrscheinlich ein verzerrtes Bild. Ich z.B. könnte dich in den Arm nehmen und mit dem was ich so im Leben erlebt habe bin ich bestimmt krisenerprobter als so mancher andere ,,normaler" Mann.
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Liebestheorie
Re: Behinderung und ABtum
@Charlie
1. Hast du nicht richtig zitiert!
2. Wird deine Frage in meinem Post schon beantwortet...
1. Hast du nicht richtig zitiert!
2. Wird deine Frage in meinem Post schon beantwortet...
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Wozn
Re: Behinderung und ABtum
Also ich würde Liebestheorie auch keinen Vorwurf draus machen, daß sie Bedenken bei einem behinderten Partner hat.
Ich finde es natürlich schade so etwas zu hören, aber wenn es nunmal so ist daß sie sich das nicht vorstellen kann, hat´s keinen Sinn sich und anderen gegenüber unehrlich zu sein.
Der einzige "Vorwurf" (wenn man das so nennen kann), den ich Liebestheorie machen könnte, wäre höchstens daß sie sich bei dieser Singlebörse für Behinderte angemeldet hat, obwohl sie eigentlich nicht interessiert war - aber ich nehme mal an daß sie einfach etwas versucht hat & dann feststellen mußte daß sie doch nicht damit klarkommt.
Sowas kann ja durchaus mal passieren.
Generell gilt für Behinderte dasselbe wie für alle anderen: Es gibt nicht die Behinderten, nur sehr viele verschiedene Individuen, sowie Gruppen.
Je nach stärke & Art der Behinderung kann das durchaus problematisch sein - ich z.B. könnte natürlich nicht mit einer Gehörlsosen zusammen sein, da wir wohl nicht kommunizieren könnten.
Außerdem gibt es viele sehr starke Behinderungen, die vielerlei Probleme bei einer Beziehung bringen können - Glasknochen, Autismus, diverse Verhaltensstörungen...
Ich fände es natürlich besser wenn "normale" Frauen Behinderten gegenüber aufgeschlossener wären (sie sind es, im Vergleich zu früher, sogar schon, aber nur minimal...), da ich aber HC-AB bin, wird das für mich wohl kaum Konsequenzen haben...
Ich finde es natürlich schade so etwas zu hören, aber wenn es nunmal so ist daß sie sich das nicht vorstellen kann, hat´s keinen Sinn sich und anderen gegenüber unehrlich zu sein.
Der einzige "Vorwurf" (wenn man das so nennen kann), den ich Liebestheorie machen könnte, wäre höchstens daß sie sich bei dieser Singlebörse für Behinderte angemeldet hat, obwohl sie eigentlich nicht interessiert war - aber ich nehme mal an daß sie einfach etwas versucht hat & dann feststellen mußte daß sie doch nicht damit klarkommt.
Sowas kann ja durchaus mal passieren.
Generell gilt für Behinderte dasselbe wie für alle anderen: Es gibt nicht die Behinderten, nur sehr viele verschiedene Individuen, sowie Gruppen.
Je nach stärke & Art der Behinderung kann das durchaus problematisch sein - ich z.B. könnte natürlich nicht mit einer Gehörlsosen zusammen sein, da wir wohl nicht kommunizieren könnten.
Außerdem gibt es viele sehr starke Behinderungen, die vielerlei Probleme bei einer Beziehung bringen können - Glasknochen, Autismus, diverse Verhaltensstörungen...
Ich fände es natürlich besser wenn "normale" Frauen Behinderten gegenüber aufgeschlossener wären (sie sind es, im Vergleich zu früher, sogar schon, aber nur minimal...), da ich aber HC-AB bin, wird das für mich wohl kaum Konsequenzen haben...
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DreierBeziehung
Re: Behinderung und ABtum
Mit einem blinden Partner hätte ich theoretisch kein Problem. In der Praxis sieht es aber doch eher so aus:
-Die meisten Männer lerne ich beim Sportverein kennen. Ein Blinder wird aber eher nicht Basketball spielen, genauso wenig wie ein Rollstuhlfahrer oder Taubstummer.
-Ich suche einen Mann der finanziell in der Lage ist eine Familie zu ernähren. Das ist bei Behinderten natürlich auch schwieriger
Ehrlich gesagt kenne/treffe ich überhaupt extrem wenig Behinderte. Hier auf dem Dorf haben wir öfters mal Inzucht-Fälle türkischer Familien, wo dann natürlich auch nichts Gutes bei raus kommt, wenn man in dritter Generation die Cousine heiratet oder alte Leute mit Behinderungen. Aber jüngere körperlich Behinderte sind mir hier nicht wirklich bekannt.
-Die meisten Männer lerne ich beim Sportverein kennen. Ein Blinder wird aber eher nicht Basketball spielen, genauso wenig wie ein Rollstuhlfahrer oder Taubstummer.
-Ich suche einen Mann der finanziell in der Lage ist eine Familie zu ernähren. Das ist bei Behinderten natürlich auch schwieriger
Ehrlich gesagt kenne/treffe ich überhaupt extrem wenig Behinderte. Hier auf dem Dorf haben wir öfters mal Inzucht-Fälle türkischer Familien, wo dann natürlich auch nichts Gutes bei raus kommt, wenn man in dritter Generation die Cousine heiratet oder alte Leute mit Behinderungen. Aber jüngere körperlich Behinderte sind mir hier nicht wirklich bekannt.
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Giebenrath
- Begeisterter Schreiberling
- Beiträge: 1709
- Registriert: 23.09.2012, 19:33
- Geschlecht: männlich
- AB-Status: am Thema interessiert
- Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Re: Behinderung und ABtum
@DreierBeziehung
Komm doch mal runter von deinem hohen Ross und hör auch Thilo Sarrazin nachzuplappern. (Wenn du dir diese Abwertungen von Menschengruppen ganz allein ausgedacht hast: Herzlichen Glückwunsch)
Wenn deine Angaben über deine dauerhafte Erbwerbsunfähigkeit richtig sind, musst du dich doch selbst in die Reihe der behinderten ABs einordnen.
Und warum sollte ein Mann deine Behinderung akzeptieren, zumal in Kombination mit deinen Ansichten.
Komm doch mal runter von deinem hohen Ross und hör auch Thilo Sarrazin nachzuplappern. (Wenn du dir diese Abwertungen von Menschengruppen ganz allein ausgedacht hast: Herzlichen Glückwunsch)
Wenn deine Angaben über deine dauerhafte Erbwerbsunfähigkeit richtig sind, musst du dich doch selbst in die Reihe der behinderten ABs einordnen.
Und warum sollte ein Mann deine Behinderung akzeptieren, zumal in Kombination mit deinen Ansichten.
Give a man a mask and he will show his true face. - Oscar Wilde
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Charlie
Re: Behinderung und ABtum
Das heißt ja nicht, dass es die nicht gibt. Rollstuhlfahrer spielen auch Basktetball. Im Rollstuhl eben.DreierBeziehung hat geschrieben:Mit einem blinden Partner hätte ich theoretisch kein Problem. In der Praxis sieht es aber doch eher so aus:
-Die meisten Männer lerne ich beim Sportverein kennen. Ein Blinder wird aber eher nicht Basketball spielen, genauso wenig wie ein Rollstuhlfahrer oder Taubstummer.
-Ich suche einen Mann der finanziell in der Lage ist eine Familie zu ernähren. Das ist bei Behinderten natürlich auch schwieriger
Ehrlich gesagt kenne/treffe ich überhaupt extrem wenig Behinderte. Hier auf dem Dorf haben wir öfters mal Inzucht-Fälle türkischer Familien, wo dann natürlich auch nichts Gutes bei raus kommt, wenn man in dritter Generation die Cousine heiratet oder alte Leute mit Behinderungen. Aber jüngere körperlich Behinderte sind mir hier nicht wirklich bekannt.
Da ich selber im Rolli sitze und studiere, kann ich dir sagen, dass ich gute Chancen haben einen Job zu ergattern bei dem ich genug verdiene.
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DreierBeziehung
Re: Behinderung und ABtum
Gehört habe ich davon auch schon, dass Rollstuhlfahrer Basketball spielen, aber ich kenne hier in der Gegend keinen einzigen Sportverein der Angebote für Behinderte hat. Behindertengerechte Wohnungen sind hier ebenso Mangelware und wer kein Auto fahren kann, der ist hier auch gar nicht lebensfähig. Dafür haben wir umso mehr Straßen mit Kopfsteinpflaster.
Ist somit unwahrscheinlich, dass ich je einen Rollifahrer näher kennenlernen werde. Die werden sich eher Gegenden suchen wo es weniger Probleme macht im Rollstuhl zu sitzen.
Ist somit unwahrscheinlich, dass ich je einen Rollifahrer näher kennenlernen werde. Die werden sich eher Gegenden suchen wo es weniger Probleme macht im Rollstuhl zu sitzen.