Akkarin hat geschrieben: ↑23 Dez 2017 18:00
Übrigens könnte es auch sein das du asexuell (oder grey-sexuell) bist?! Vielleicht mal recherchieren.
Glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber das:
Kenny79 hat geschrieben: ↑11 Aug 2017 12:24
Und ne andere Sache - ich finde Sex höchst schmutzig und unromantisch. Drum kann ich mir auch keinen Erwachsenenfilm
anschauen, weil es mich triggert.
Hab ein schwieriges Verhältnis zu meinem Körper. Onanieren tue ich schon regelmässig, aber fühle mich danach oft traurig. So
in der Art, dass ich meine Triebe nicht unter Kontrolle habe. Als würd ich es mir nicht gönnen und es was ganz schmutziges wäre.
Selbstbefriedigung wird von vielen verpönnt. [...]
klingt für mich nicht nach Asexualität. Er kann natürlich wenn er das will gerne ohne den ganzen "schmutzigen" Kram leben, aber gerade die Scham wieder einem offensichtlich vorhandenen "niederen" Trieb nachgegeben zu haben spricht dafür, dass er einfach eine extrem negative und m.E. ungesunde Einstellung zur Sexualität (auch der eigenen) hat... vielleicht zu sehr von anderen übernommen.
Nebenbei, die "Traurigkeit danach" kenne ich auch. Hat aber eher damit zu tun, dass ich weiß dass die verwendeten Fantasien eben erst einmal auf absehbare Zeit Fantasie bleiben werden...
Kenny79 hat geschrieben: ↑13 Aug 2017 15:57
Naja schmutzig in dem Sinne, dass wir uns da nicht von Tieren unterscheiden, die da nur ihren niederen Trieben nachgehen. Das find ich ziemlich ordinär und primitiv . Wünschte der Mensch wäre ein höheres Wesen oder so, der SEX nicht mehr nötig hat.
[...]
Ohne Sex gäbe es auch keine sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder. Keine Prostitution oder sexuelle Krankheiten. Hmm - wohl ein reines Wunschdenken...Im Grunde bin ich nur ein Träumer der von einer anderen Welt träumt... *seufzt
Es ist reines Wunschdenken, in der Tat. Du projizierst deine eigene Abneigung gegen Sexualität und machst sie für existierende Übel verantwortlich... Dabei ist das Begehren nur eine Emotion unter vielen.
Auch andere Emotionen verursachen Leid, und selbst rein rational handelnde Menschen würden einander noch egoistisch übervorteilen...
Die andere Welt die du dir erhoffst ist vielleicht denkbar, aber ob man angesichts der Vielzahl an Problemen die Abwesenheit sexuell motivierter oder verursachter Übel überhaupt signifikant bemerken würde finde ich fraglich.
Weißt du eigentlich, woher diese negative Einstellung kommt bzw. wann sie erstmals aufgetreten ist?
Übernimmst du Vorstellungen die man dir so vermittelt hat? Oder hast du gar selbst negative Erfahrungen machen müssen?
Wir Menschen sind insgesamt schom ziemlich komische Tiere. Wir sind haarlose Affen, wenn wir schwitzen stinken wir. Wir essen, wir rülpsen, scheiden Kot und Urin aus. Wenn wir verletzt werden, bluten wir, unsere Haut fettet permanent, wir verlieren Haare und Schuppen... Frauen bluten regelmäßig bzw. stoßen aufgelöste Schleimhaut ab. All das würde bleiben, selbst wenn plötzlich niemand mehr Sex hätte. Warum ist die eine Körperfunktion ekelhaft und verachtenswert, während die andere noch tolerierbar ist?
Oder sollen wir auch aufhören zu essen, zu atmen oder was sonst so notwendig ist?
Nebenbei, ich finde diesen menschlichen Exzeptionalismus sowieso immer etwas fragwürdig. Nur weil unsere Großhirnrinde ausreicht, auf der Metaebene über unsere Triebe nachzudenken, und sie z.T. zu steuern müssen wir ja nicht die tieferen Schichten des Bewusstseins und Unterbewusstseins, also unsere "tierische" Natur verachten. Sie sind ein Teil von uns, und die Emotionen machen uns ebenso zum Menschen wie es der Verstand tut...