zumsel hat geschrieben: ↑28.02.2018, 14:30
Wenn eine Ausnahmesituation eine akute Notsituation hervorruft, dann finde ich es toll wenn den
Obdachlosen ohne groß nachzudenken etwas wärmendes angeboten wird. Und gerade das passiert
gerade ja auch. Nicht nur durch Hilfsorganisationen sondern auch durch Kommunen.
Exakt das ist das was ich die ganze Zeit schreibe. Und diese Hilfe ist im Regelfall ausreichend oder mehr!
zumsel hat geschrieben: ↑28.02.2018, 14:30
Wohl aber auf das Zeichen, dass sie trotz großer Sucht nicht ganz allein dastehen.
Ich frage mich wie du, der angeblich so viel im sozialen Sektor gearbeitet hat, das übersehen kannst.
Ich übersehe es nicht. Es ist aber eine Sichtweise, die man kaum aufrechterhalten kann, wenn man
dieses Klientel real betreut. Ich habe in besagtem Wohnheim genug an 'Merkwürdigkeiten' erlebt,
um davon auszugehen, dass die allermeisten Obdachlosen sich kranklachen über solche Zeichen.
Wenn man jahrelang immer die gleichen 'eigenwilligen' Geschichten von bösen Ehefrauen, irren
Anwälten, bösen Arbeitgebern und 'saufen als Widerstand gegen den Kapitalismus' gehört hat,
gibt man den Betroffenen nur noch ohne Diskussion Recht und freut sich das JEDER der unsere
Hilfe annimmt, in um die 4 Wochen zu einer menschenwürdigen Arbeit (sofern ihm dies möglich war!)
und Wohnung kam. Da stehen Heere von Sozialarbeiter, Psychologen, Schuldnerbetreuern usw.
auf Abruf für Steuergeld bereit ... und werden bestenfalls ignoriert.
Und denjenigen, die sich der Hilfe der 'Gesellschaft' verweigern, hilft man totzdem weiter. Aber eben
weil man deren Entscheidung jegliche Hilfe ausser Bargeld, Schnaps und Dingen, die sie zu Bargeld
oder Fusel machen können, abzulehnen akzeptiert. Wenn jemand ein Einzelzimmer mit frischer Bett-
wäsche und ein warmes Bad nicht als 'Zeichen das er nicht allein dasteht' sehen will, schenke ich ihm
jedenfalls keinen Alk, Geld oder irgendwas, was doch zu Rotwein wird.