Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Pferdefreundin

Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Pferdefreundin »

Hallo zusammen,

mir fällt es gerade schwer, eine passende Formulierung zu finden, weil das Thema schmerzt und einschneidet, aber ich versuch das jetzt trotzdem mal :

Ich hab jetzt so einiges im Netz gelesen und habe einige Überschneidungen bzw Symptome zur Coitophobie bei mir entdeckt.

Bei mir sind das aber weniger Angst vor Krankheiten (gegen die kann man sich schützen und vorbeugen) oder Körperflüssigkeiten, sondern die bewusste Angst vor der eigentlichen praktischen Ausführung an sich (Gott, klingt das bescheuert!) , zu versagen, sich dümmlich anzustellen (was ja mit der Erfahrung mit dem Taxifahrer auch eingetreten ist, nachdem er mich ziemlich ungalant aus der Karre befördert hat, nachdem ich es ihm nicht besorgen konnte, hahaha), langweilig zu sein und halt eine schlechte Performance abzuliefern und sich nicht fallen lassen zu können (gedanklich war ich mit dem Taxifahrer schon auf 100 in voller Fahrt, in der konkreten Situation wurde ich jedoch extremst angespannt und "konnte" nicht, hatte zu viel Angst).

Warum bin ich gedanklich schon viel weiter und wenn es konkret wird, so eine Versagerin? Wenn ich mich immer so anstelle, brauch ich mich ja nicht zu wundern, dass das nie was wird.
Bin gerade mal wieder sehr traurig und niedergeschlagen.

Stellt sich nur die Frage nach den Ursachen für diese Ängste und wie man mit diesen umgehen könnte.

Geht es euch da ähnlich? (gerne von allen Antworten, aber mich würde es besonders interessieren, ob es anderen ABinen genauso geht).

Wünsche euch eine gute Nacht

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Captain Unsichtbar

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Captain Unsichtbar »

Interessant, ich kannte den Begriff bisher noch gar nicht. Ich reihe mich aber auch mal ein, zu den Menschen, die gewisse Schnittmengen mit dem Thema haben. Wirklich rausgefunden, was es bei mir eigentlich genau ist, habe ich allerdings auch noch nicht. Möglicherweise hängt es bei mir auch mit der Sozialen Phobie zusammen. Es hat bei mir auf jeden Fall mit Leistungsdruck zu tun, aber weniger damit gut zu sein, sondern überhaupt zu wissen, was zu tun ist. Stichwort sich dümmlich anstellen.

Ich weiss, eigentlich hattest du auf die Antwort einer Abine gehofft und eine Lösung habe ich erst noch nicht. :shy:
knopper

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von knopper »

Pferdefreundin hat geschrieben: ↑23 Okt 2018 21:20
sondern die bewusste Angst vor der eigentlichen praktischen Ausführung an sich (Gott, klingt das bescheuert!) , zu versagen, sich dümmlich anzustellen (was ja mit der Erfahrung mit dem Taxifahrer auch eingetreten ist, nachdem er mich ziemlich ungalant aus der Karre befördert hat, nachdem ich es ihm nicht besorgen konnte, hahaha), langweilig zu sein und halt eine schlechte Performance abzuliefern und sich nicht fallen lassen zu können (
ja kenne ich auch sehr gut. man kann sich, grade als AB, diese Situation, also wie man da tatsächlich mit einer anderen den Geschlechtsakt vollzieht nur sehr sehr schwer vorstellen...da ja noch nie gemacht.
Das einzige was man als Anhaltspunkt hat sind halt irgendwelche Filmchen, die ja meist nicht so der Realität entsprechen...selbst bei Amateuersachen im netz. :D
Man macht sogar mal so Sachen wie nackt vorm Spiegel zu stehen und sich dabei vorzustellen wie das denn jetzt mit ner Frau zusätzlich aussehen würde… und mit Gedanken wie "wie sieht denn das aus!" :D ...ja ich weiß verrückt.

Ja also mir geht da ganz ähnlich. Kann mir deshalb auch bekannte Kumpels usw...., die da ja alle viel weiter sind nicht so recht vorstellen und will es auch gar nicht.

Aber das Schlimme ist....es ist völlig normal für sie, Sex ist nur noch eine normale Tätigkeit die man eben mal macht und längst nicht mehr die Bedeutung hat wie für einen AB...
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fifaboy1981
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Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von fifaboy1981 »

knopper hat geschrieben: ↑25 Okt 2018 15:31 Sex ist nur noch eine normale Tätigkeit die man eben mal macht und längst nicht mehr die Bedeutung hat wie für einen AB...
Ist es das denn wirklich? mein Eindruck ist das es gerade für die die es öfters schon hatten eher etwas besonderes ist, sie aber es einfach tun und fühlen können, während du als AB dann doch da stehst und wie beschrieben, nicht so recht weist was du dann eigentlich machen sollst? klar am schluss stellt sich die Frage weniger, aber bis es soweit ist?
Auch ist es für mich nichts besonderes mehr. War früher mal anders, heute spielt es keine Rolle mehr.
fredstiller

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von fredstiller »

Pferdefreundin hat geschrieben: ↑23 Okt 2018 21:20 Ich hab jetzt so einiges im Netz gelesen und habe einige Überschneidungen bzw Symptome zur Coitophobie bei mir entdeckt.
Würdest du es eher als Coitophobie einstufen, oder als Esodophobie? OK, ich gebe zu, ich habe es natürlich gegoogelt, und dazu liest sich ja der Wikipedia-Beitrag fast wie ein ABC der Sexualphobien. ;)

Ich kann‘s für mich auch irgendwie nachvollziehen - allerdings hätte ich wohl vor allem vor dem ersten Mal, bzw, den ersten paar Malen „Schiss“. Sagen wir so fünf oder sechs Mal. Ich hoffe und gehe mal mit ein bisschen Optimismus davon aus, dass sich das bei mir nach einigen Malen relativ schnell legen würde - sofern ich nicht gerade durch sich immer wiederholenden Misserfolg irgendein Trauma daraus entwickle.

PS: OK, ich bin leider immer noch keine Abine.
Pferdefreundin

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Pferdefreundin »

Danke für eure Antworten, gut zu wissen, dass man nicht der/die Einzige mit diesem Problem ist.

Wie geht ihr so damit um, wie kommt ihr so damit klar?
Berglöwe

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Berglöwe »

Was meinst mit klar kommen?

Meinst damit, wie man damit lebt ohne das Problem zu beheben oder meinst damit, wie man das beheben kann, so dass man diese Angst nicht mehr hat?
Pferdefreundin

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Pferdefreundin »

Berglöwe hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 17:47 Was meinst mit klar kommen?

Meinst damit, wie man damit lebt ohne das Problem zu beheben oder meinst damit, wie man das beheben kann, so dass man diese Angst nicht mehr hat?
Beides
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Momo
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Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Momo »

Ich würde es bei mir nicht Phobie nennen, aber Angst vor Sex hatte bzw. habe ich auch.
Sex - und Knutschen auch schon - ist für mich einfach etwas so intimes, bei dem man sich körperlich so nahe kommt, dass es mich ohne emotionale Verbundenheit einfach überhaupt nicht reizt. Vor dieser Intimität hatte ich aber lange Zeit eine Heidenangst. Einfach, weil das mit einer so starken Offenheit und Verletzlichkeit verbunden ist. Womit ich mich in meiner Jugendzeit wirklich schwertat. Damals habe ich aber auch schon Blickkontakt vermieden, weil er mir zu intensiv waren. In der Zeit habe ich mich allgemein verletzbar und verletzt und emotional überfordert gefühlt...

Ich hatte auch allgemein Probleme mit Berührungen. Im Nachhinein betrachtet habe ich eine regelrechte Angstreaktion entwickelt. Wenn mir jemand nur die Hand auf den Arm gelegt hat, bin ich schon mehr oder weniger erstarrt, verkrampft und war völlig auf diese Hand fixiert.
Ich war Berührungen einfach nicht mehr gewöhnt, hatte unter anderem dadurch ein negatives Selbst- und Körperbild entwickelt und wusste einfach nicht, wie ich mit Berührungen umgehen sollte, war überfordert.
Mittlerweile bin ich bei Berührungen entspannter, wenn auch noch etwas ungelenk. Dabei geholfen haben mir zum einen Umarmungen zum Abschied oder zur Begrüßung. Das war in der Uni-Zeit dann mehr oder weniger gang und gäbe, und zum einen ist das recht eng, aber zum anderen kurz und formalisiert. Keine Gefahr. Dann eine Freundin, die mich langsam daran gewöhnt hat, mit ihr zu kuscheln und von ihr berührt zu werden.
Außerdem habe ich vor relativ kurzer Zeit damit begonnen, mich bewusst und intensiver selbst zu berühren. Ich meine jetzt nicht unbedingt bzw. nicht nur sexuell. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass Berührungen etwas schönes, angenehmes sind, und ja, auch mit meinem Körper.

Sex an sich war für mich irgendwie auch immer ein heikles Thema. Ich war ein Spätzünder und hab da auch immer noch einen gewissen blinden Fleck. Ich konnte das Thema einfach nie mit mir selbst in Zusammenhang bringen. Ich hab es so gut es ging vermieden, mich selbst als sexuelles Wesen wahrzunehmen und vor allem zu präsentieren.
Dabei war allerdings gleichzeitig eine große Neugier auf das Thema da.
Letztes Jahr bin ich was das angeht schon ein Stückchen weitergekommen. Seitdem bezeichne ich mich selbst als demisexuell. Komme mir da allerdings auch ein bisschen wie eine Mogelpackung vor, weil ich nicht so ganz sicher bin, wieviel Interesse an realem Sex ich tatsächlich habe.

Mein fehlendes Durchsetzungsvermögen und die Unfähigkeit, Nein zu sagen, in Verbindung mit vielen Geschichten, in denen speziell schüchterne Mädchen zu etwas gedrängt werden, hat sicherlich auch eine Rolle gespielt.

Mittlerweile bin ich gelassener geworden. Meine Berührungsängste haben sehr stark nachgelassen und ich kann es mir langsam vorstellen, mit jemandem zu schlafen.
Was bleibt ist die Angst vor dem Unbekannten, die leidige Unsicherheit, die ich durchleben und aushalten muss. Und auch will, wenn ich jemanden finde, bei dem gegenseitige Sympathie (allermindestens) und sexuelle Anziehung vorhanden ist und es tatsächlich dazu kommt.
Ich vertraue auf meine Lernfähigkeit und mein Einfühlungsvermögen. Und irgendwie habe ich es noch immer gewagt, mich meinen Ängsten zu stellen. Schritt für Schritt.
I want to be a mystery, yet be known
I want to be together, yet alone
Is it too much to ask, to be famous yet unkown?
To be a wanderer, yet have a home?
- Kara Douglas

Ich bin queer.
fredstiller

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von fredstiller »

Berglöwe hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 17:47 Meinst damit, wie man damit lebt ohne das Problem zu beheben oder meinst damit, wie man das beheben kann, so dass man diese Angst nicht mehr hat?
Ersteres durch Verdrängen.
Zweiteres durch Konfrontationstherapie.
Berglöwe

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Berglöwe »

Pferdefreundin hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 17:55
Berglöwe hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 17:47 Meinst damit, wie man damit lebt ohne das Problem zu beheben oder meinst damit, wie man das beheben kann, so dass man diese Angst nicht mehr hat?
Beides
Ok ich wollte das nur mal klärend stellen diese Fragen. Ich finde den Thread interessant aber ich bin nicht betroffen davon.
fredstiller hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 23:36
Berglöwe hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 17:47 Meinst damit, wie man damit lebt ohne das Problem zu beheben oder meinst damit, wie man das beheben kann, so dass man diese Angst nicht mehr hat?
Ersteres durch Verdrängen.
Zweiteres durch Konfrontationstherapie.
Zu Ersterem:
Bei Verdrängen kommt immer Mist am Ende raus. Damit arbeiten ist besser. Es gibt Techniken Gedanken zu "entschärfen", damit sie einen nicht so sehr belasten.

Zu zweiterem:
Ist auch meine Losung aber es müssen positive Erfahrungen sein und bei dieser Thematik nicht so einfach. Man braucht einen einfühlsamen, liebevollen, offenen und geduldigen Menschen für positive Beischlaf-Erfahrungen. Am besten eigentlich einen Partner aber wenn das so einfach wäre, würde es dieses Forum nicht geben.

Wer da wirklich ganz ängstlich ist, kann auch explizit eine Sexualbegleitung in Anspruch nehmen. Das ist zwar auch letztlich auch Paysex aber sie haben wahrscheinlich eher die geforderten wichtigen Eigenschaften als jetzt irgendwelche von gängigen 0815-Paysex-Angeboten Warum Sexualbegleitung?

Am besten wäre es aber in so einem Fall einen Sexualtherapeuten aufzusuchen, wenn man da selber nicht weiterkommt.
fredstiller

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von fredstiller »

Berglöwe hat geschrieben: ↑29 Okt 2018 07:26 Bei Verdrängen kommt immer Mist am Ende raus
Nun, solange nicht gerade eine attraktive Frau an mir Interesse bekundet, kann ich gut damit leben: einfach keine Gedanken an Dating, Sex und Beziehungen verschwenden, sondern einfach Job, Ausbildung und Freizeit zuwenden.
Berglöwe hat geschrieben: ↑29 Okt 2018 07:26 Ist auch meine Losung aber es müssen positive Erfahrungen sein
Ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich das in einer ernsthaften Beziehung schon mit der Zeit einstellen würde...

Aber dazu kommt es selbst bei Interesse von liebevollen und offenen Frauen gar nicht erst. Denn selbst deren Interesse und Geduld erlahmt irgendwann...
Berglöwe hat geschrieben: ↑29 Okt 2018 07:26 Man braucht einen einfühlsamen, liebevollen, offenen und geduldigen Menschen für positive Beischlaf-Erfahrungen.
Vielleicht verstehen wir uns auch nur miss, aber würde ich so für mich nicht unbedingt unterschreiben. Natürlich braucht's gegenseitigen Respekt, und wird's vermutlich schon aufgrund der "technischen" Lernkurve etwas Geduld mit mir brauchen.

Aber, tja, wie soll ich das jetzt formulieren..?
Um mal im Kontext von Lehrer, Trainer oder Coach Wortbilder aus Schule oder Profisport zu bemühen:

Anstatt liebevoll geduldiger Einfühlsamkeit, bräuchte und ich eher den "harten Hund und Schleifer".
Der mich ggf. direkt konfrontiert und aggressiv fordernd auftritt, dass ich mich "verdammt nochmal endlich zusammenreisse".

Ich halte mich ansonsten nicht für besonders submissiv oder konfliktvermeidend. Ist aber einfach ein Lehr-, Ausbildungs- und Führungsverhalten, auf dass ich positiv und konstruktiv reagiere. Wäre aber als "Lehrer" natürlich nicht gerade eine Persönlichkeit, die mit dem Stereotyp oder Durchschnitt typisch weiblichen Sexualverhaltens konform ginge. Damit unwahrscheinlich, dass ich auf eine solche Frau träfe, geschweige denn, dass sie Interesse ausgerechnet an ABs hätte. Aber eben... sicher auf professionellem Wege erhältlich. Auch wenn letzteres alles andere als mein "Traum" im Leben war. Es würde mich, denke ich, auch nicht mittel- oder gar langfristig "erfüllen", sondern wäre nicht mehr als ein Anstoss aus dem "Teufelskreis" (fehlende sexuelle Erfahrung -> Vermeidungsverhalten -> fehlende sexuelle Erfahrung) heraus.

Ich habe ja auch keine grossen Probleme, einzelne Misserfolge (im Nachhinein) wegzustecken und zu verarbeiten.
Vielmehr habe ich ein präventives Vermeidungsverhalten.
Captain Unsichtbar

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Captain Unsichtbar »

Pferdefreundin hat geschrieben: ↑28 Okt 2018 12:41 Wie geht ihr so damit um, wie kommt ihr so damit klar?
Gute Frage. Momentan beschränke ich mich darauf, mich erfolgreich selbst zu sabotieren, damit es bloss nie zu einem Date (wo mehr passieren könnte!) kommen kann. :hammer: :roll: (<- das bezieht sich jetzt auf mich selbst)
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Ferienhaus
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Ich suche hier ...: PN Kontakte.

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Ferienhaus »

Pferdefreundin hat geschrieben: ↑23 Okt 2018 21:20 Hallo zusammen,

mir fällt es gerade schwer, eine passende Formulierung zu finden, weil das Thema schmerzt und einschneidet, aber ich versuch das jetzt trotzdem mal :

Ich hab jetzt so einiges im Netz gelesen und habe einige Überschneidungen bzw Symptome zur Coitophobie bei mir entdeckt.

Bei mir sind das aber weniger Angst vor Krankheiten (gegen die kann man sich schützen und vorbeugen) oder Körperflüssigkeiten, sondern die bewusste Angst vor der eigentlichen praktischen Ausführung an sich (Gott, klingt das bescheuert!) , zu versagen, sich dümmlich anzustellen (was ja mit der Erfahrung mit dem Taxifahrer auch eingetreten ist, nachdem er mich ziemlich ungalant aus der Karre befördert hat, nachdem ich es ihm nicht besorgen konnte, hahaha), langweilig zu sein und halt eine schlechte Performance abzuliefern und sich nicht fallen lassen zu können (gedanklich war ich mit dem Taxifahrer schon auf 100 in voller Fahrt, in der konkreten Situation wurde ich jedoch extremst angespannt und "konnte" nicht, hatte zu viel Angst).

Warum bin ich gedanklich schon viel weiter und wenn es konkret wird, so eine Versagerin? Wenn ich mich immer so anstelle, brauch ich mich ja nicht zu wundern, dass das nie was wird.
Bin gerade mal wieder sehr traurig und niedergeschlagen.

Stellt sich nur die Frage nach den Ursachen für diese Ängste und wie man mit diesen umgehen könnte.

Geht es euch da ähnlich? (gerne von allen Antworten, aber mich würde es besonders interessieren, ob es anderen ABinen genauso geht).

Wünsche euch eine gute Nacht
Interessanter Thread, Pferdefreundin.

ich selbst kann nicht verhehlen, dass - obwohl ich natürlich auch mal möchte - der Gedanke an Sex mir auch etwa Angst/Unbehagen bereitet. Ich werde später noch ausführlicher was dazu schreiben.
Meine Kontaktanzeige:

https://abtreff.de/viewtopic.php?p=1392252#p1392252
Pferdefreundin

Re: Coitophobie - Ursachenforschung und Umgang damit

Beitrag von Pferdefreundin »

fredstiller hat geschrieben: ↑27 Okt 2018 22:48
Pferdefreundin hat geschrieben: ↑23 Okt 2018 21:20 Ich hab jetzt so einiges im Netz gelesen und habe einige Überschneidungen bzw Symptome zur Coitophobie bei mir entdeckt.
Würdest du es eher als Coitophobie einstufen, oder als Esodophobie? OK, ich gebe zu, ich habe es natürlich gegoogelt, und dazu liest sich ja der Wikipedia-Beitrag fast wie ein ABC der Sexualphobien. ;)

Ich kann‘s für mich auch irgendwie nachvollziehen - allerdings hätte ich wohl vor allem vor dem ersten Mal, bzw, den ersten paar Malen „Schiss“. Sagen wir so fünf oder sechs Mal. Ich hoffe und gehe mal mit ein bisschen Optimismus davon aus, dass sich das bei mir nach einigen Malen relativ schnell legen würde - sofern ich nicht gerade durch sich immer wiederholenden Misserfolg irgendein Trauma daraus entwickle.

PS: OK, ich bin leider immer noch keine Abine.
Bei mir ist es wohl schon eher richtige Coitophobie.

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