Kleinlich oder nicht?

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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von NBUC »

inVinoVeritas hat geschrieben: 08 Feb 2022 10:10 Der Artikel beschreibt auf ähnliche Weise meine hier im anderen Thread zum Thema "Offenheit" geschilderten Erfahrungen, die ich bei Spontacts- bzw. Neu-in-Köln Treffen gemacht habe.
Jene Menschen, die bei diesen Treffen gut bei der Gruppe ankamen und schnell integriert wurden, verhielten sich überwiegend nach den geschilderten Positiv-Merkmalen, während jene anderen Teilnehmer, die nur am Rande daneben standen und die Außenseiter-Position einnahmen, sich gegenteilig verhielten.
Nein, bei dir war das mit der Körpersprache ein Punkt von mehreren, deutlich anders gelagerten Punkten und dabei auch noch mit "Offenheit" ungünstig belabelt und das locker spielt da sicher mit rein, ist aber dann doch nur ein Teil des Pakets.
Da geht der Artikel hier nach den Infos doch deutlich in eine andere Richtung.

Und es ist eben nicht die eigene Offenheit, sprich wie man bewusst zu irgendetwas steht und damit auch direkt lenkend eingreifen könnte, sondern die Assoziationen des Gegenübers auf Körpersprache und andere oberflächliche wie meist unbewusste Zeichen.

Zum Text:
A) Erster Eindruck: Eine Meinung hat vermutlich schon jeder, aber so zuverlässig? Ich habe meine zumindest schon öfters korrigieren müssen. Umso schlimmer, wenn es dann zu spät sein sollte diese korrigierte Meinung entsprechend zu signalisieren, weil Andere rein auf die ersten Sekunden achten und dann dabei blieben.
B) Einstufung: Also danach Status+Verträglichkeit. Nebenbei: Einige Leute kennen auch noch die Kategorie Opfer.
C) Verfügbarkeit: Wer ist denn selbst für einen Fremden sofort (ich nehme an partnerschaftlich ist gemeint) verfügbar? Das sehe ich als entweder Sorglosigkeit oder Verstellung. Und wie kommen all die zögerlichen, umwerbungsbedürftigen Damen dann zu Dates/Partnern? Oder der Part gilt tatsächlich nur für bereits etablierte Dates und ich überstrecke diese Aussage hier unzulässig. Dann bleibt aber die Frage: wie komme ich zu den Dates?
D) Wenn die andere Seite selbst noch nicht überzeugt oder unsicher ist, gibt es ganz sicher ein zu viel/ zu schnell.
E) Raum&Ansprechen: Hier zumindest sind wir vor dem Date. Und bei sich erst einmal nützlich anhörenden Hinweisen. Beim Satz sind wir aber wieder in einer Datesituation, oder?
F) Erster Satz, ja, aber wie soll das mit der Seelenverwandtschaft aussehen? Bei den besseren spontanen Kontakten war halt ein zufälliger externer Aufhänger dabei. Den kann man aber nicht planen Sicherheit: Hier kann ich mir ungünstige Orte vorstellen, aber keine günstigen.
G) Ist das jetzt spezifisch aus der Sicht von Frauen geschrieben? Das würde auch das mit der Verfügbarkeit erklären und den Mangel an Optikeinfluss. Umgekehrt erklärt das, warum manche Frauen überraschend mit ungeplanter Aufmerksamkeit überrannt werden.
H) Gesprächsthemen – damit muss aber auch das gegenüber etwas anfangen können sonst fällt man auf der Seite raus.
I) Klamotten – ja, den Hinweis verkleidet zu wirken hatte ich auch schon. Zum Thema „Schönheit“ durch Klamotten, keine Ahnung.
J) Handy nicht, aber auch mit anderen Dingen kann man ein „Nicht Date“ dann wohl mit Ablenkungen torpedieren.

Erste Überlegungen dazu:
1) Was die Erkennbarkeit von Verfügbarkeit angeht sieht es bei mir vermutlich mehrfach schlecht aus: Einmal wegen „abgewöhnter“ Mimik und Zurückhaltung bei Erstkontakten, zweitens aus der Erziehung nicht zu „belästigen“, drittens, weil ich bei der Beurteilung/Begeisterung eher langsam bin und diese entsprechend wenn später kommt – wie es aussieht typischerweise zu spät.
2) Da es offenbar auch entsprechend allgemein „leutselige“ Typen gibt, ist es umso schwieriger „Signale“ zu erkennen, bzw. davon zu trennen
3) Unsicherheiten und aus der Körpersprache abgeleiteter mangelnder Status werden einem also doch ungünstig ausgelegt, vor dem ersten Wort schon.
4) Zur Verbindung mit dem ersten Satz gehört dann eben auch etwas Verbindendes, sprich die passenden Themen.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

@NBUC:
Du hättest das ganze kürzer halten können und einfach sagen: ich lehne alles ab, was da steht.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

NBUC hat geschrieben: 08 Feb 2022 16:34
(...)
Erste Überlegungen dazu:
1) Was die Erkennbarkeit von Verfügbarkeit angeht sieht es bei mir vermutlich mehrfach schlecht aus: Einmal wegen „abgewöhnter“ Mimik und Zurückhaltung bei Erstkontakten, zweitens aus der Erziehung nicht zu „belästigen“, drittens, weil ich bei der Beurteilung/Begeisterung eher langsam bin und diese entsprechend wenn später kommt – wie es aussieht typischerweise zu spät.
2) Da es offenbar auch entsprechend allgemein „leutselige“ Typen gibt, ist es umso schwieriger „Signale“ zu erkennen, bzw. davon zu trennen
3) Unsicherheiten und aus der Körpersprache abgeleiteter mangelnder Status werden einem also doch ungünstig ausgelegt, vor dem ersten Wort schon.
4) Zur Verbindung mit dem ersten Satz gehört dann eben auch etwas Verbindendes, sprich die passenden Themen.
Was denkst Du zu ändern?
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Hoppala »

Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 17:09
NBUC hat geschrieben: 08 Feb 2022 16:34
(...)
Erste Überlegungen dazu:
1) Was die Erkennbarkeit von Verfügbarkeit angeht sieht es bei mir vermutlich mehrfach schlecht aus: Einmal wegen „abgewöhnter“ Mimik und Zurückhaltung bei Erstkontakten, zweitens aus der Erziehung nicht zu „belästigen“, drittens, weil ich bei der Beurteilung/Begeisterung eher langsam bin und diese entsprechend wenn später kommt – wie es aussieht typischerweise zu spät.
2) Da es offenbar auch entsprechend allgemein „leutselige“ Typen gibt, ist es umso schwieriger „Signale“ zu erkennen, bzw. davon zu trennen
3) Unsicherheiten und aus der Körpersprache abgeleiteter mangelnder Status werden einem also doch ungünstig ausgelegt, vor dem ersten Wort schon.
4) Zur Verbindung mit dem ersten Satz gehört dann eben auch etwas Verbindendes, sprich die passenden Themen.
Was denkst Du zu ändern?
NBUC hat geschrieben: 08 Feb 2022 16:34(...)kann man aber nicht planen Sicherheit: Hier kann ich mir ungünstige Orte vorstellen, aber keine günstigen. (..)
Keine Planung, keine Sicherheit: da fängt man doch nicht mit Änderungen an.
Außerdem sind es ja vor allem die anderen, die sich sperren.

Sobald eine Frage näherungsweise Antwort findet, ist das für NBUC nicht gültig, weil seine anderen Fragen (und davon hat er unendlich) nicht auch beantwortet sind.
Ach doch: LMS rules. Schön beliebig und praktisch irrelevant, passt immer irgendwie.

Die Frage ist: NBUC, was willst du mit deinem detaillierten Punkt-für-Punkt-Verriss bezwecken? Welcher Nutzen entsteht, für wen? Wo soll das hinführen?
Eventuell sind deine dargelegten Gedanken auf Basis der Antwort ja sogar irgendwie nachvollziehbar.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Reinhard »

Vogel hat geschrieben: 07 Feb 2022 18:57 "Weil dieser allererste Eindruck das Fundament für alles ist, das danach kommt. Wir geben es ungern zu, aber in den meisten Fällen wissen wir bei einer Begegnung innerhalb von Sekunden, ob wir unser Gegenüber mögen, ob es vertrauenswürdig ist, ob wir gerne eine Beziehung mit ihm hätten. Noch ehe diese Person auch nur ein Wort gesagt hat."

Auf die Frage, ob dieser erste Eindruck nicht leicht revidiert werden könne, kommt folgende Antwort: "Nalini Ambady und Robert Rosenthal von der Harvard Universität etwa haben in einer Studie herausgefunden, dass wir das Urteil, das wir nach zwei Sekunden über einen Menschen gefällt haben, auch später, wenn wir viel mehr über diesen Menschen wissen, kaum mehr verändern."
Und das hat wohl einen Grund: " Tatsächlich liegen wir mit unseren Blitzurteilen oft gar nicht so falsch, das haben Ambady und Rosenthal ebenfalls festgestellt."

Wenn sie das ehrlich so meinen, dann sollten sie den Artikel an genau der Stelle beenden. :hierlang:

Wenn der erste Eindruck sowieso so-gut-wie-zutrifft, dann kann man mit ein paar Tricks und Verstellungen wie die genannten doch eh nichts ändern. (Und der bisher erfolglose AB kann sich eine Brücke suchen zum runterspringen, aber bitte eine hohe.)




Also gehen wir mal eher davon aus, dass man mit ein paar Kniffen aus dem psychologischen Werkzeugkasten die Leute schon dazu bringen kann, einen ein bisschen wohlwollender aufzunehmen. :good: Allerdings sind das meiste davon eher Dinge, die man unbewusst macht, oder die sich ungeplant so ergeben. Beispielweise wenn ich jemand ansprechen will, dann stehe ich halt in dem Moment irgendwie und suche mir nicht aus ob von vorne oder seitlich oder sowas. Blickkontakt ist wohl eher eine Sache der Gewohnheit als dass man sich das extra vornehmen könnte. Umgekehrt bedeutet es aber vielleicht dann nicht soviel bei denen, die es nur gewohnheitsmäßig machen ...
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

Dir ist schon klar, dass ein grosser Teil der Tips die ersten 2 Sekunden mitbestimmen?
Wirkt man offen- oder verschlossen? Positiv- oder negativ?

Und ein fertiges Fundament heisst noch lange nicht ein fertiges und stabiles Haus.

Beim letzten Date 2020 kann ich mich erinnern, dass wir einen Treffpunkt vor einem Lokal mit breiten und zu einer Seite offenen Fussgängerbereich davor ausgemacht hatten. Als ich sie sah, sah ich erstmal nur den Rücken und viele Haare- sie stand mit dem Gesicht zu diesem Lokal, das nebenbei geschlossen war- und nicht zur offenen Strassenfront wo wir unser Gesicht gleich hätten sehen können. Ich wusste erst gar nicht, ob sie es überhaupt ist, und von welcher Seite ich jetzt kommen soll. Damals war es mir unangenehm- heute betrachtet fand ich das tatsächlich nicht so dolle. Wir sind erst ne ganze Zeit nebeneinander spazieren gegangen, bevor wir uns in einem Cafe gegenüber sassen. Wie gesagt- nicht so dolle ...
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von NBUC »

Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 16:49 @NBUC:
Du hättest das ganze kürzer halten können und einfach sagen: ich lehne alles ab, was da steht.
Nein, ganz im Gegenteil. Das war trotzdem einer der bisher besten Artikel hier.

Und er war ungewöhnlich ausführlich im den unsprachlichen Bereich, der sonst mit "Musst du halt sehen/können" abgehandelt wird.

Ich hätte also zumindest jetzt eine grobe Ahnung in welche Richtung ich drehen müsste, bei einem möglichen Erstkontakt.
Und dazu eine Vorstellung, wo ich dann frühzeitig´er aufmerksamer und aggressiver sein sollte, auch wenn es sich erst einmal moralisch zweifelhaft anfühlt.

Nur mit dem "Themen finden" sehe ich noch kein Land. :brille1:
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wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Daniel84 »

Vogel hat geschrieben: 07 Feb 2022 18:57 "Nalini Ambady und Robert Rosenthal von der Harvard Universität etwa haben in einer Studie herausgefunden, dass wir das Urteil, das wir nach zwei Sekunden über einen Menschen gefällt haben, auch später, wenn wir viel mehr über diesen Menschen wissen, kaum mehr verändern."
Hierauf folgt dann noch
blabla, tu dies tu das, sei offen, selbstbewusst, körperhaltung, lächeln, augenkontakt, positive erste sätze, mehrere themen überlegen, die man anspricht etc. pp.
Wenn man nach den ersten 2 Sekunden eh nichts mehr ändern kann, was muss ich dann noch auf die Person zugehen, lächeln, mit den Armen wedeln, positive Sätze sagen, usw. usf.? Oder soll ich das etwa alles in den ersten 2 Sekunden unterbringen?
Reinhard hat geschrieben: 08 Feb 2022 18:40 Wenn der erste Eindruck sowieso so-gut-wie-zutrifft, dann kann man mit ein paar Tricks und Verstellungen wie die genannten doch eh nichts ändern. (Und der bisher erfolglose AB kann sich eine Brücke suchen zum runterspringen, aber bitte eine hohe.)
Genau.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von halbkaputt »

Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39
Vogel hat geschrieben: 07 Feb 2022 18:57 "Nalini Ambady und Robert Rosenthal von der Harvard Universität etwa haben in einer Studie herausgefunden, dass wir das Urteil, das wir nach zwei Sekunden über einen Menschen gefällt haben, auch später, wenn wir viel mehr über diesen Menschen wissen, kaum mehr verändern."
Hierauf folgt dann noch
blabla, tu dies tu das, sei offen, selbstbewusst, körperhaltung, lächeln, augenkontakt, positive erste sätze, mehrere themen überlegen, die man anspricht etc. pp.
Wenn man nach den ersten 2 Sekunden eh nichts mehr ändern kann, was muss ich dann noch auf die Person zugehen, lächeln, mit den Armen wedeln, positive Sätze sagen, usw. usf.? Oder soll ich das etwa alles in den ersten 2 Sekunden unterbringen?
sagt doch niemand, dass das Urteil unveränderlich ist, aber dann wird es sicher schwerer
Daniel84

Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Daniel84 »

halbkaputt hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:43
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39
Vogel hat geschrieben: 07 Feb 2022 18:57 "Nalini Ambady und Robert Rosenthal von der Harvard Universität etwa haben in einer Studie herausgefunden, dass wir das Urteil, das wir nach zwei Sekunden über einen Menschen gefällt haben, auch später, wenn wir viel mehr über diesen Menschen wissen, kaum mehr verändern."
Hierauf folgt dann noch
blabla, tu dies tu das, sei offen, selbstbewusst, körperhaltung, lächeln, augenkontakt, positive erste sätze, mehrere themen überlegen, die man anspricht etc. pp.
Wenn man nach den ersten 2 Sekunden eh nichts mehr ändern kann, was muss ich dann noch auf die Person zugehen, lächeln, mit den Armen wedeln, positive Sätze sagen, usw. usf.? Oder soll ich das etwa alles in den ersten 2 Sekunden unterbringen?
sagt doch niemand, dass das Urteil unveränderlich ist, aber dann wird es sicher schwerer
Doch, genau das wurde da ausgesagt. Das Urteil wird sich "kaum mehr verändern".

Davon mal abgesehen sind die meisten dieser Psycho-Studien sowieso Schwachsinn. Vor ein paar Jahren kam in einer Untersuchung raus, dass die Mehrzahl der Psychologie-Studien sich nicht replizieren lässt. Soviel zur Wissenschaftlichkeit des ganzen.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39 Wenn man nach den ersten 2 Sekunden eh nichts mehr ändern kann, was muss ich dann noch auf die Person zugehen, lächeln, mit den Armen wedeln, positive Sätze sagen, usw. usf.? Oder soll ich das etwa alles in den ersten 2 Sekunden unterbringen?
Ich zitiere mich mal- wahrscheinlich hast Du es einfach nur überlesen, stand ja sehr klein da:

"Und ein fertiges Fundament heisst noch lange nicht ein fertiges und stabiles Haus."
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39
Reinhard hat geschrieben: 08 Feb 2022 18:40 Wenn der erste Eindruck sowieso so-gut-wie-zutrifft, dann kann man mit ein paar Tricks und Verstellungen wie die genannten doch eh nichts ändern. (Und der bisher erfolglose AB kann sich eine Brücke suchen zum runterspringen, aber bitte eine hohe.)
Genau.
Wie wäre es wenn man als AB dafür sorgt, dass der erste Eindruck ein anderer ist?
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Daniel84 »

Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:49
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39 Wenn man nach den ersten 2 Sekunden eh nichts mehr ändern kann, was muss ich dann noch auf die Person zugehen, lächeln, mit den Armen wedeln, positive Sätze sagen, usw. usf.? Oder soll ich das etwa alles in den ersten 2 Sekunden unterbringen?
Ich zitiere mich mal- wahrscheinlich hast Du es einfach nur überlesen, stand ja sehr klein da:

"Und ein fertiges Fundament heisst noch lange nicht ein fertiges und stabiles Haus."
Das, was Du mit der Aussage wohl implizierst, nämlich, dass man nach einem guten ersten Eindruck noch weitere Dinge leisten muss, damit sich der Eindruck verbesser/verfestigt, setzt voraus, dass die Behauptung, dass sich nach 2 Sek nichts ändern lässt, falsch ist. Denn das müsste dann entsprechend auch im Positiv-Fall gelten: Ist der Eindruck der ersten 2 Sek positiv, kann man sich danach als größtes Arschloch gebärden, aber das Urteil wird sich "kaum mehr verändern". Daran sieht man doch schon, dass diese 2-Sekunden-Regel total unplausibel ist.

Um es nochmal klar zu sagen: Ich glaube eben sehr wohl, dass es zählt, wie man sich im Verlauf des Kennenlernens verhält und dass man bspw. durch Lächeln und Augenkontakt Sympathie gewinnen kann. Weil eben NICHT nur die ersten 2 Sekunden alles entscheiden.
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39
Reinhard hat geschrieben: 08 Feb 2022 18:40 Wenn der erste Eindruck sowieso so-gut-wie-zutrifft, dann kann man mit ein paar Tricks und Verstellungen wie die genannten doch eh nichts ändern. (Und der bisher erfolglose AB kann sich eine Brücke suchen zum runterspringen, aber bitte eine hohe.)
Genau.
Wie wäre es wenn man als AB dafür sorgt, dass der erste Eindruck ein anderer ist?
Ich finde, es setzt zu sehr unter Druck, wenn man sich auf den "ersten Eindruck" fokusiert. Den kann man m.E. nur sehr schwer beeinflussen.

Zum Beispiel: Wenn ich einfach jemand bin, den es nervös macht, Frauen anzusprechen, dann wird man mir das auch anmerken. Das lässt sich kaum verhindern. Ich werde unbewusst leiser sprechen, den Augenkontakt unterbrechen, etc. Ich kann mich nicht einfach verstellen und krampfhaft drauf achten, nicht nervös zu sein und einen selbstbewussten, offenen und "verfügbaren" Typ mimen.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Reinhard »

Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:49
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39
Reinhard hat geschrieben: 08 Feb 2022 18:40 Wenn der erste Eindruck sowieso so-gut-wie-zutrifft, dann kann man mit ein paar Tricks und Verstellungen wie die genannten doch eh nichts ändern. (Und der bisher erfolglose AB kann sich eine Brücke suchen zum runterspringen, aber bitte eine hohe.)
Genau.
Wie wäre es wenn man als AB dafür sorgt, dass der erste Eindruck ein anderer ist?

Also was vorspielen, das man nicht ist? Die Aussage ist ja, dass erste Eindrücke selten revidiert werden müssen, also kann das Vorspielen nicht in relevanter Häufigkeit klappen (aus welchem Grund auch immer). Ziemlich simple Logik eigentlich.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:45
Doch, genau das wurde da ausgesagt. Das Urteil wird sich "kaum mehr verändern".
Du ignorierst, das explizit gesagt wurde, was den ersten Eindruck bestimmt, und was nicht. Und das der erste Eindruck noch lange keine Garantie für Erfolg ist.

Und schließlich: Dann sorge doch dafür, dass der erste Eindruck der richtige ist, damit sich dieser nicht mehr ändert!
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:45 Davon mal abgesehen sind die meisten dieser Psycho-Studien sowieso Schwachsinn. Vor ein paar Jahren kam in einer Untersuchung raus, dass die Mehrzahl der Psychologie-Studien sich nicht replizieren lässt. Soviel zur Wissenschaftlichkeit des ganzen.
Ja, ging ja durch die Medien. Betrifft übrigens auch die Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin, etc.. und ganz bestimmt auch die Politikwissenschaften und weitere Disziplinen. Und trotzdem - bist Du Psychologe und kannst beurteilen ob die hier genannten Studien tatsächlicht alle nicht replizierbar sind?

Aber coole Idee dahinter - mache ich jetzt ab sofort auch so: Gefallen mir die Empfehlungen nicht, weil sie mir mein Versagen aufzeigen- dann war die Studie, der Autor etc... einfach schlecht. Auch wenn ich von der Disziplin keine Ahnung habe, und gar nicht weiß, was dahinter steckt. Hauptsache ich kann mich in meinem ABTum suhlen.

Es sind Empfehlungen, keine "Das-wirkt-100%-garantiert"-PUA-Versprechungen. Ich persönlich fand es interessant es zu lesen und um mich im Verhalten zu reflektieren, was ich besser machen könnte. Und bei einem Date gehören halt immer zwei dazu ;)
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

Aua... Hast Du wirlich den Text gelesen? Oder doch nur überflogen?
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 22:01
Ist der Eindruck der ersten 2 Sek positiv, kann man sich danach als größtes Arschloch gebärden, aber das Urteil wird sich "kaum mehr verändern". Daran sieht man doch schon, dass diese 2-Sekunden-Regel total unplausibel ist.
Noch nie in der Realität beobachtet? Hätte schwören können, es gäbe so etwas wie die "A*******-Theorie" :gruebel:
Typ Anführer, selbstbewusst= toll
Typ nicht selbstbewusst, Mitläufer= nicht so toll
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 22:01 Um es nochmal klar zu sagen: Ich glaube eben sehr wohl, dass es zählt, wie man sich im Verlauf des Kennenlernens verhält und dass man bspw. durch Lächeln und Augenkontakt Sympathie gewinnen kann. Weil eben NICHT nur die ersten 2 Sekunden alles entscheiden.
Ich hab da mal was fett unterstrichen- vergleiche mal mit meiner Aussage: "Und ein fertiges Fundament heisst noch lange nicht ein fertiges und stabiles Haus." Aber Metahphern sind nicht so Deins, oder?

Wenn ich jemanden treffe, dann weiß ich recht schnell- ist der mir sympathisch- oder unsympathisch. Ist der Mensch sympathisch, darf der sich weiter nähern, besteht die Chance für Gefühle. Ist der Mensch mir unsympathisch, wird er auf Abstand gehalten. Höflich, nicht unfreundlichs, von mir aus auch mit tollen Gespräche etc..- aber Gefühle werden sich nicht entwickeln.
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39 Ich finde, es setzt zu sehr unter Druck, wenn man sich auf den "ersten Eindruck" fokusiert. Den kann man m.E. nur sehr schwer beeinflussen.

Zum Beispiel: Wenn ich einfach jemand bin, den es nervös macht, Frauen anzusprechen, dann wird man mir das auch anmerken. Das lässt sich kaum verhindern. Ich werde unbewusst leiser sprechen, den Augenkontakt unterbrechen, etc. Ich kann mich nicht einfach verstellen und krampfhaft drauf achten, nicht nervös zu sein und einen selbstbewussten, offenen und "verfügbaren" Typ mimen.
Da wäre ich mir aber nicht so sicher - es macht aber nun mal den ersten Eindruck aus- es gibt andere die sind nicht nervös oder haben ihre Nervosität im Griff. Als ich das erste Mal vor einer Klasse stand oder vor meinen Komilitonninen einen Vortrag halten musste, war ich sehr nervös. Jetzte bin ich es nicht mehr, der erste Eindruck tatsächlich ein anderer.
Daniel84

Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Daniel84 »

Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 22:21
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:45
Doch, genau das wurde da ausgesagt. Das Urteil wird sich "kaum mehr verändern".
Du ignorierst, das explizit gesagt wurde, was den ersten Eindruck bestimmt, und was nicht. Und das der erste Eindruck noch lange keine Garantie für Erfolg ist.
Und Du verdrehst die Aussagen des Artikels, wie es Dir gerade in den Kram passt.
Und schließlich: Dann sorge doch dafür, dass der erste Eindruck der richtige ist, damit sich dieser nicht mehr ändert!
Dazu hatte ich mich bereits geäußert.
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:45 Davon mal abgesehen sind die meisten dieser Psycho-Studien sowieso Schwachsinn. Vor ein paar Jahren kam in einer Untersuchung raus, dass die Mehrzahl der Psychologie-Studien sich nicht replizieren lässt. Soviel zur Wissenschaftlichkeit des ganzen.
Ja, ging ja durch die Medien. Betrifft übrigens auch die Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin, etc.. und ganz bestimmt auch die Politikwissenschaften und weitere Disziplinen. Und trotzdem - bist Du Psychologe und kannst beurteilen ob die hier genannten Studien tatsächlicht alle nicht replizierbar sind?
Ne, aber ich bin selbst Wissenschaftler und wenn ich die Aussage lese, die da gemacht wurden, dann werde ich skeptisch, weil ich 1. mich frage, wie man solche Dinge überhaupt zuverlässig und valide messen und mit einem repräsentativen und ausreichend großem Sample überprüfen will, 2. weiß, dass sehr viel Schrott publiziert wird, 3. die Befunde oft hemmungslos überinterpretiert werden, um die Publikationschancen zu erhöhen von denen als Wissenschaftler Dein Ruf und Deine Karriere abhängen und 4. Journalisten dann nochmal ne ganz eigene Geschichte draus produzieren, weil die nämlich üblicherweise nicht die geringste Ahnung von wissenschaftlichen Untersuchungen haben.
Aber coole Idee dahinter - mache ich jetzt ab sofort auch so: Gefallen mir die Empfehlungen nicht, weil sie mir mein Versagen aufzeigen- dann war die Studie, der Autor etc... einfach schlecht. Auch wenn ich von der Disziplin keine Ahnung habe, und gar nicht weiß, was dahinter steckt. Hauptsache ich kann mich in meinem ABTum suhlen.
Deine dummen Vorwürfe und Unterstellungen kannste Dir sparen.
Es sind Empfehlungen, keine "Das-wirkt-100%-garantiert"-PUA-Versprechungen. Ich persönlich fand es interessant es zu lesen und um mich im Verhalten zu reflektieren, was ich besser machen könnte. Und bei einem Date gehören halt immer zwei dazu ;)
Und weil Du es interessant fandest, darf es kein anderer mehr blöd finden, weil das ja Deine super Erkenntnisse, die Du gewonnen hast, gefährden könnte, die Dich nun dazu befähigen, dem ABtum für immer zu entfliehen...
Echt mal: Wenn Du hier konstruktiv diskutieren willst, dann verkneif Dir so unsachliche und persönliche Unterstellungen, dass mir irgendwelche Empfehlungen nicht gefallen würden und ich mich im ABtum suhlen will und ein Versager bin, der sich das nicht eingestehen will und die ganze Scheiße! :fluchen:
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Obelix »

Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:39 Wenn man nach den ersten 2 Sekunden eh nichts mehr ändern kann, was muss ich dann noch auf die Person zugehen, lächeln, mit den Armen wedeln, positive Sätze sagen, usw. usf.? Oder soll ich das etwa alles in den ersten 2 Sekunden unterbringen?
Ich würde es so formulieren: In den ersten Sekunden macht man sich einen Eindruck vom anderen. Und das ist die "Startposition" von der aus sich das Bild, das man von der Person hat, nur langsam verändert.
Wer also einen guten ersten Eindruck hinterlässt, der kann davon eine ganze Weile zehren und sich durchaus mal im Laufe des weiteren Treffens den einen oder anderen "Schnitzer" leisten, ohne dass das allzu sehr ins Gewicht fällt. Wer hingegen den ersten Eindruck versemmelt, der wird es schwer haben, wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Das heißt natürlich nicht, dass man sich nach den ersten paar Sekunden komplett gehen lassen sollte. Im Großen und Ganzen sollte man schon versuchen, weiterhin so positiv wie möglich rüberzukommen. Aber ein wenig lockerer kann man danach durchaus werden.

Man muss natürlich auch dazu sagen, dass es in diesem Artikel vor allem um Dates geht. Also Treffen, bei denen man nach ein paar Stunden auseinandergeht und dann entscheidet, ob man sich wieder sehen will oder nicht. Die Zeit, die ein solches Date dauert, ist meist zu kurz, um einen missratenen ersten Eindruck wieder komplett "herumzureißen". Wenn man sich in einem Umfeld trifft, in dem man sich häufiger über den Weg läuft, dann ist der erste Eindruck nicht ganz so wichtig, denn man hat danach noch genügend weitere Begegnungen, bei denen man diesen Eindruck langsam korrigieren kann.
Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:49 Wie wäre es wenn man als AB dafür sorgt, dass der erste Eindruck ein anderer ist?
Genau das. Der allererste Moment der Begegnung lässt sich ähnlich vorbereiten wie eine "Standardsituation" in einem Fußballspiel: Man kann seine Körperhaltung vor dem Spiegel üben, sich ein paar Sätze zur Eröffnung zurechtlegen (und üben, sie halbwegs überzeugend über die Lippen zu bekommen), und sich überhaupt auf den Moment konzentrieren, in dem man einander erstmals sieht. Und beim ersten Blickkontakt spult man dann genau das ab, was man geübt hat. Wie das Treffen dann weiter geht, ist dann weniger planbar, weil es ja dann immer auf die Reaktionen des anderen ankommt. Und über allzu lange Zeit kann man die Konzentration ja auch nicht auf höchstem Niveau halten. Aber da ist der erste Eindruck ja dann schon gemacht.
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Vogel »

Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 22:38
Vogel hat geschrieben: 08 Feb 2022 22:21
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:45
Doch, genau das wurde da ausgesagt. Das Urteil wird sich "kaum mehr verändern".
Du ignorierst, das explizit gesagt wurde, was den ersten Eindruck bestimmt, und was nicht. Und das der erste Eindruck noch lange keine Garantie für Erfolg ist.
Und Du verdrehst die Aussagen des Artikels, wie es Dir gerade in den Kram passt.
Das ist nicht der Fall, und Obelix hat es Dir bereits auch erklärt warum - ich erkläre es daher nicht noch einmal.
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 21:45 Ne, aber ich bin selbst Wissenschaftler und wenn ich die Aussage lese, die da gemacht wurden, dann werde ich skeptisch, weil ich 1. mich frage, wie man solche Dinge überhaupt zuverlässig und valide messen und mit einem repräsentativen und ausreichend großem Sample überprüfen will, 2. weiß, dass sehr viel Schrott publiziert wird, 3. die Befunde oft hemmungslos überinterpretiert werden, um die Publikationschancen zu erhöhen von denen als Wissenschaftler Dein Ruf und Deine Karriere abhängen und 4. Journalisten dann nochmal ne ganz eigene Geschichte draus produzieren, weil die nämlich üblicherweise nicht die geringste Ahnung von wissenschaftlichen Untersuchungen haben.
Habe auch einen wissenschaftlichen Background- mir ist die Problematik bekannt und bewusst. Und auch die besagte Dame und Ihr Tun werden im Internet von einigen mehr als kritisch gesehen- höflich ausgedrückt- hast Du mal nach ihr recherchiert? Deine Skepsis ist daher durchaus angebracht[1][2]- nur:

Ich hätte den Text daher nicht gepostet, wenn ich nicht die Ergebnisse anderer Studien, die ich in meiner akademischen Ausbildung gehört habe, kennen würde und die zumindest einige der Aussagen bestätigen; und ich auch in meiner Praxis als Dozent oft genug erleben durfte. Und ich auch außerhalb meiner Dozententätigkeit in verschiedenen Situationen entsprechende Feedbacks erhielt, die sich damit decken. Evidenz basiert nunmal nicht alleine auf externe Evidenz, sondern auch auf interner Evidenz, sprich die eigenen Erfahrungen.

Skepsis und Vorsicht ist wie gesagt ja mehr als in Ordnung und angebracht- aber ab einem bestimmten Punkt hatte ich bei Dir nicht mehr den Eindruck von Skepsis- sondern pure trotzige Ablehnung ohne Grund. Erkenntnisse aus einem anerkannten wissenschaftlichen Gebiet einfach auf Verdacht abzulehnen - Replikationsproblematik, Veröffentlichungsdruck, etc. hin oder her- ohne deren Entstehung im Detail gelesen zu haben und begutachtet zu haben, ist nunmal auch unwissenschaftlich. Und da ich lange genug im Forum bin, kenne ich den AB-typischen Reflex alles abzulehnen, was einem helfen könnte, weil sie dummerweise auch die eigenen Fehler und Schwächen und die eigene Verantwortung dafür gnadenlos offenlegt: Been there- done that.

Aber ich habe den Text zur Diskussion gestellt, da es zum Thema passt und zur Selbstreflektieren anregt. Wenn Du Dich hier schon so als Wissenschaftler aufstellst- dann agiere bitte auch so - ich fände es dann jedenfalls angemessener die Aussagen zu anhand anderer Studien zu widerlegen, oder konkret auf die Fragwürdigkeit der Person hinzuweisen, als einfach zu sagen: nö, lehne einfach alles ab. Letzteres passiert hier im Forum oft genug.
Daniel84 hat geschrieben: 08 Feb 2022 22:38 Und weil Du es interessant fandest, darf es kein anderer mehr blöd finden, weil das ja Deine super Erkenntnisse, die Du gewonnen hast, gefährden könnte, die Dich nun dazu befähigen, dem ABtum für immer zu entfliehen...
Echt mal: Wenn Du hier konstruktiv diskutieren willst, dann verkneif Dir so unsachliche und persönliche Unterstellungen, dass mir irgendwelche Empfehlungen nicht gefallen würden und ich mich im ABtum suhlen will und ein Versager bin, der sich das nicht eingestehen will und die ganze Scheiße! :fluchen:
Blöd finden darfst Du es- aber bitte akzeptiere auch, dass ich Dein "es als Blöd empfinden" dann aber auch selbst als Blöd empfinden darf.

Zurück zum Thema- und wie von Dir gewünscht sachlich:
Wie sind denn Deine eigenen Erfahrungen dazu? Kommt Dir was bekannt vor? Oder hast Du andere Erfahrungen gemacht? Kennst Du andere Ergebnisse?

[1]https://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Vanessa_Van_Edwards
[2]https://statmodeling.stat.columbia.edu/ ... /17/33438/
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Volta »

Das ist ja wieder so ein Frauending, als würde es einen Mann interessieren, wie ein jetzt die Frau ihre Hände in „den ersten zwei Sekunden“ gehalten hat.
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Obelix
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Re: Kleinlich oder nicht?

Beitrag von Obelix »

Volta hat geschrieben: 09 Feb 2022 05:26 Das ist ja wieder so ein Frauending, als würde es einen Mann interessieren, wie ein jetzt die Frau ihre Hände in „den ersten zwei Sekunden“ gehalten hat.
Das ist ja nicht etwas, wofür man sich bewusst "interessiert". Aber es hat eben seinen Effekt. Und wer um diesen Effekt weiß, der kann ihn auch für seine Zwecke nutzen.
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