NeC hat geschrieben: ↑10 Jul 2022 06:40
Mefi hat geschrieben: ↑09 Jul 2022 17:03
wie ich damals schon in meinen Vorstellungsthread erwähnte, fehlt mir vor allem, die Vaterrolle nicht erfüllen zu können.
(...)
Ich habe das Verlangen nach einer Partnerschaft mir sehr gut abtrainieren können, aber trotz alledem hätte ich immer noch gerne eine eigene Familie.
Bitte sieh' das jetzt nicht als persönlichen Angriff, sondern nur als Denkanstoß: Findest Du nicht, dass das irgendwie einen gewissen Egoismus zum Ausdruck bringt? Ich meine, DU willst in erster Linie Vater sein.
Für Dein potentielles Kind, dessen Wohl Dir ja von Anfang an am Herzen liegen sollte, wäre es aber sicherlich besser, wenn es in einer intakten und liebevollen Familienbeziehung aufwachsen kann - und dazu spielt das miteinander mit Dir und Deiner Partnerin eine entscheidende Rolle!
Natürlich kann immer etwas schief gehen, und Kinder von Alleinerziehenden oder aus Familien, in denen keine idealen Bedingungen herrschen, bekommen auch nicht automatisch einen Knacks.
Da muss ich klar widersprechen. Ja, wenn man einen Partner hat, spielt das Miteinander zwischen den beiden Elternteilen eine sehr wichtige Rolle. Aber deshalb ist ein alleinerziehender Elternteil nicht automatisch schlechter.
Nach allem was ich über Pädagogik weiß, sind Kinder sehr anpassungsfähig, und nehmen die Strukturen an, die sie vorfinden, egal wie die Geschlechterkonstellation bei den Eltern aussieht, oder wie viele es sind. Zwei Partner bringen lediglich mehr Flexibilität, mehr Aufmerksamkeit für das Kind, mehr Ressourcen allgemein, und ein Mann eine Frau bietet unterschiedliche Geschlechter-Vorbilder, was auch nicht unwichtig ist.
Ich finde es nur ein wenig befremdlich, falls jemand entscheidet, im wesentlichen aus persönlichen Gründen bereits mit nicht so guten Bedingungen mit dem Kinderthema starten zu wollen.
Die allermeisten Menschen bekommen aus persönlichen Gründen Kinder, und diese sind wahrscheinlich niemals völlig selbstlos. Tatsächlich halte ich das Motiv "Ich möchte gerne Vater sein, eine Familie haben." für das Kind sogar für sehr viel besser als die meisten anderen.
Mefi hat geschrieben: ↑09 Jul 2022 17:03
Hallo zusammen,
wie ich damals schon in meinen Vorstellungsthread erwähnte, fehlt mir vor allem, die Vaterrolle nicht erfüllen zu können.
Wie geht ihr damit um, dass ihr vielleicht keine Kinder haben werdet?
Beschäftigt das euch und habt ihr gute alternative Werte finden können, die es leichter machen, damit umgehen? Zum Beispiel, die diesen Wert in irgendeiner Form „ersetzen“?
Ich habe das Verlangen nach einer Partnerschaft mir sehr gut abtrainieren können, aber trotz alledem hätte ich immer noch gerne eine eigene Familie. So absurd das auch klingen mag. Ich freue mich darauf zu erfahren, wie ihr damit umgeht.
Es wäre schon schade das niemals zu erfahren, aber ich habe mich inzwischen für einen neuen Berufsweg im Bereich der Pädagogik entschieden. Weiß nicht ob das ein unbewusster Versuch ist etwas zu kompensieren, aber ich glaube eigentlich nicht, es passt einfach zu mir.
Hemmschuh hat geschrieben: ↑09 Jul 2022 21:26
Reinhard hat geschrieben: ↑09 Jul 2022 19:49
Ich nehme an, ich wäre eh kein guter Vater. Also kein Verlust.
Das denke ich über mich auch. Mein armer (potenzieller) Sohn, was sollte ich dem in Sachen Erfolg bei Frauen schon beibringen?
Die Wahrscheinlichkeit dass er die selben Probleme haben wird wie du ist ohnehin eher gering. Außerdem mischen sich auch viele nicht-AB-Eltern in dem Punkt gar nicht bei ihren Sprösslingen ein, bzw. sind nicht in der Lage sich auf die Probleme ihres Kindes einzustellen.