erstmal vielen Dank an die Admins für die Aufnahme hier im Forum
Ich bin Mike, 34 Jahre, ITler und auch Hardcore-ABler. Ich habe schon lange mal vorgehabt mal mein Herz auszuschütten und hier im AB-Treff Forum mal etwas aktiv zu werden.
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Kurze Vorgeschichte zu mir (damit Ihr ungefähr wisst, mit wem ihr es denn zutun habt und wie ich so geworden bin):
Ich komme aus einem kleinen Dorf in der nähe von Würzburg. Als Kind hatte ich ziemlich mieße Krankheiten, was sich auch als Jugendlicher fortgesetzt hat. Durch meine Krankheiten z.B. Asthma konnte ich als Kind selten rausgehen (Atemnot) und auch als Jugendlicher hat sich das nur etwas verbessert. Aufgrund dessen (z.B. man konnte nicht mitrennen etc.) und meiner massiven Schüchternheit als Kind konnte ich nicht viele Freunde gewinnen... Und die wo ich gewonnen habe, haben mich zum Großteil nur ausgenutzt.
Daraufhin habe ich mich sehr zurückgezogen und nach all den falschen Freunden dann gesagt: Wer mich nicht so akzeptiert wer ich bin, den brauche ich auch nicht (z.B. musste ich immer einen Freund anrufen, damit mal was lief. Aber da war wohl seine Mutter massiv hintendran, weil wir ihm die Klamotten gegeben hatten, die mir nicht mehr passten. Bis ich eben gesagt habe... Ich will dass er mich jetzt mal anruft... Was dann auch leider nicht vorgekommen ist).
Schule war leider auch nicht viel besser. Ich wurde massiv gemobbt und wo ich die ersten 2 Klassen so gut war, dass die überlegung da war, eine zu überspringen, wurde durch das Mobbing was sich ab dann auch gut durch die Schullaufbahn durchgezogen hatte ich geistig beim lernen total blockiert. Lernen --> denken an die Schule und damit verbundene Probleme --> Blockade. Das führte neben einer "durchschnittlichen Schullaufbahn" auch zum endgültigen Abkapseln (meiner eigenen Meinung nach). Auch Namen konnte ich mir halt schlecht merken und dadurch war dann auch immer das Schamgefühl da... Ohman was hält der denn dann von dir. Du kannst dir nichtmal seinen Namen merken... Und das führte halt dazu dass auch das Selbstvertrauen entsprechend abnahm.
Ich hatte im Dorf auch wenig gleichaltrige und dadurch bin ich auch immer mehr vereinsamt.
Da gabs noch ein paar Geschichten, aber ich will niemanden langweilen.
Das soziale defizit war bei mir auch durch die obigen Ereignisse ausgelöst wurden war enorm und ich brauchte richtig lange, um alleine in meiner Azubi-Zeit mich halbwegs einzufinden.
Obwohl ich oberflächlich mir einzureden versuchte, dass ich ja niemand anderen brauchte (was ne Zeit funktioniert hatte), habe ich immer mit traurigen Augen auf die anderen geschaut. Richtige Kindheitsfreunde... Das muss richtig schön sein. Alleine die sehr wenigen Glücklichen Momente wo ich erleben durfte machten das noch schmerzhafter die Klicken als Kind, Jugendlicher und Erwachsener zu sehen.
Ja waren sehr düstere Zeiten und gerade da ich eigentlich nicht so introvertiert bin, sondern gezwungener Maßen dazu gemacht wurde hat das schon was hinterlassen...
Ich habe lange gebraucht um aus meiner "sicheren Ecke" wieder herauszukommen und überhaupt zu etwas Smalltalk etc. fähig zu sein. Früher waren jede Ansprache der pure Stress für mich (Die Adrenalinwerte hätte ich da nicht sehen wollen).
Ich glaube aber, dass ich mich da gut rausgearbeitet habe. Ab mitte 20 konnte ich sogar ein paar Freunde gewinnen. Trotzdem gibt es viele Momente wo ich mich derartig allein fühle, dass es wirklich schwer ist. Ich bin zudem nicht so der Disco/Club oder Bargänger...
Ich bemühte mich wirklich massiv seit nun über 10 Jahren meinen Seelenverwandten zu treffen. Ich habe es sogar einige male geschafft eine Frau die ich auf der Straße nett fand anzusprechen.
Leider sind meine Versuche bisher kaum von Erfolg gekrönt. Um mich herum allerdings (was es noch schwieriger macht) sehe ich nur wie sich die Traumpaare schon in den besten Jahren 18-28 erfolgreich gefunden haben (und das hält schon alles über 10 Jahre). Die haben nichtmal gesucht, sondern das ist vielen einfach nur so zugeflogen...
- direkt über die Arbeit
- schon als Teenager in Schule
- schon als Teenager im Dorf
- etc.
Und das sind schon teilweise wirklich vom A****löcher die ne Traumfrau gefunden haben. Aber natürlich auch von meinen Freunden, was ich denen und jedem anderen natürlich gönne.
Dates gab es bei mir schon, aber halt nur die wo nur lockeres gesucht haben, aber nicht das was ich eigentlich suchte. Eine Beziehung die hoffentlich in einer lebenslangen Partnerschaft mündet.
Und wenn ich heute wieder beim Surfen diese Artikel lese: https://mein-mmo.de/liebe-meines-lebens-dank-mmos/ insbesondere die Kommentare, wie sich sogar soviele Paare auf solchen non-Dating Plattformen wie World of Warcraft hier soviele gefunden haben, kann ich bald echt nicht mehr. --> Nicht aus Neid, versteht mich da nicht falsch. Eher aus: Das gibts doch nicht... Und ich habe noch nie ne richtige Freundin/Beziehung gehabt. Wo ist denn meine Seelenverwandte/partner???
Ich habe mich auch schon überwunden alleine in Clubs zu gehen, war auf Tinder und Lovoo aktiv, Ansprechen auf der Straße (auch wenns Ultra schwer gefallen ist), Parship und Elitepartner..., etc.pp.
Ich sehe jetzt zwar nicht wie ein Superstar aus, aber auch nicht schlecht. Durchschnittlicher Typ halt. Verfolge Ziele konsequent, was mich im Job und darum schon sehr nach vorne gebracht hat
Ich habe vor einigen Jahren sogar als absolut unsportlicher Sport angefangen (u.a. Joggen). etc.pp. Ich trete jetzt sogar in Sportvereinen ein, in der Hoffnung noch mehr Kontakte knüpfen zu können (sowohl Freundschaftlich aber Primär Beziehung). Um am Problem zu arbeiten, zu wenige Frauen zu treffen.
Ich denke ich werde demnächst mal wieder Parship oder Elitepartner ne Chance geben. Oder welche Datingplattformen könntet Ihr denn empfehlen?
Habt Ihr vielleicht noch Ideen oder Vorschläge für mich, wo/was ich denn noch tun könnte um meine Seelenverwandte endlich zu finden?
Für jeden guten Vorschlag/Tipp: Mein wirklich tiefster Dank an euch.
Mit besten Grüßen
Mike
P.s. sorry für den langen Text.