Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

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Kolinatan
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Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Kolinatan »

Beziehungslosigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Welche Faktoren meint Du sind bei Dir die bedeutendsten Faktoren, welche für Dich eine Beziehung verhindern? Hast Du bereits eine Vorstellung, was Du verändern könntest oder möchtest, um Deine Chance auf eine Beziehung zu verbessern? Was hält Dich davon ab, diese Veränderung anzugehen?

Für mich waren vor allem zwei Faktoren wichtig zu verändern. Einmal mein eigenes Auftreten. Selbst zu wissen, was ich möchte und dies auch deutlich zu kommunizieren. Wenn ich einer Frau nicht sage bzw. zeige, dass ich ein Interesse an ihr habe, wird kaum etwas passieren. Die Chance einem Menschen zu begegnen, der gerade nach einem zurückhaltenden Menschen Ausschau hält, um diesen aus seiner selbst gewählten Isolation herauszuholen, ist eher gering. Ein wichtiger Schritt für mich war es daher, dass ich mich auf den Weg gemacht habe, um Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Für mich war es wichtig zu lernen, wie es gelingt miteinander einen angenehmen Rahmen zu erzeugen, um sich auszutauschen, kennenzulernen und miteinander zu flirten.

Eine Herausforderung für mich war es, meine Glaubenssätze zu überwinden, dass ich die Grenzen meines Gesprächspartners vorauszuahnen hätte. So habe ich auf eine Einladung gewartet, statt mein Interesse zu zeigen. In dieser Haltung damals habe ich den anderen Menschen nicht als mündigen Menschen ernst genommen. Statt ihm zuzugestehen, seine Grenzen selbst setzen zu können, habe ich ihn - in meiner Vorstellung - zu einem unmündigen Menschen erklärt, indem ich mir angemaßt habe für ihn zu entscheiden, wo ich meine, dass seine Grenzen lägen. Wenn sich jeder Mensch so verhielte, käme gar kein Kontakt zustande. Rückblickend war es meine Strategie, um Kontakt zu vermeiden. Damals habe ich mich selbst belogen, indem ich mir sagte, dass ich aus Rücksicht auf die andere Person den Kontakt unterließe. In Wirklichkeit habe ich vermieden mich meiner Angst vor Ablehnung und Zurückweisung zu stellen.

Der zweite Faktor den es für mich zu ändern galt: In Kontakt mit anderen Menschen gehen und potenzielle Partnerinnen kennenlernen. Hier hat es mir geholfen meine Begeisterung fürs Tanzen wiederzuentdecken. Ich war während der Schulzeit einer der wenigen Jungen, welcher gern in den Tanzkurs gegangen ist. Ich fand es damals schade, dass dieser nicht vollständig stattgefunden hat. Mein Interesse am Tanzen ist dann erst mal eingeschlafen. Als ich begonnen habe an meiner Veränderung zu arbeiten, habe ich begonnen Salsa zu tanzen. Um schnell besser zu werden, habe ich teilweise dreimal pro Woche an Unterricht teilgenommen und bin mindestens zwei Mal die Woche zum Tanzen gegangen. Damals hat mich das Salsafieber gepackt und ich war viele Jahre regelmäßig tanzen. Es war eine schöne Zeit. Mit dem Tanzen ergibt sich eine ganz andere Dynamik beim Flirten als es rein verbal möglich wäre.
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Abine »

Hallo Kolinatan,
Das finde ich eine gute Frage. Den Text finde ich schwer zu lesen. Mir würde helfen wenn du das in 2-3 Sätzen kurz schreibst, dann wird es mir klarer was du damit meinst. Danke. :daumen:
Abine
Zuletzt geändert von Abine am 06.03.2024, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Kolinatan »

Abine hat geschrieben: ↑06.03.2024, 16:08 Mir würde helfen wenn du das in 2-3 Sätzen kurz schreibst, dann wird es mir klarer was du damit meinst.
In dem Teil nach dem 1. Absatz erzähle ich, was ich damals für mich als Probleme identifiziert habe und an denen ich dann gearbeitet habe: Glaubenssätze darüber, welchen Umgang mit Menschen ich als angemessen ansehe und Gelegenheiten schaffen, um mit potenziellen Partnerinnen in Kontakt zu kommen.

Jedes hat Vorstellungen, an was es bei ihm liegen könnte, warum es noch keine Beziehung hat. Für manche Probleme ist klar, wie diese Probleme überwunden werden könnten. Bei manchen vielleicht (noch) nicht. Die Fragen ist: Wie viel Zeit Du damit verbringst darüber nachzudenken, statt zu handeln? Was sind die Gründe, welche Dich vom Handeln abhalten und was brauchst Du um loszulegen?

Ist es so klarer?
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von RomNey »

Kolinatan hat geschrieben: ↑06.03.2024, 14:28 Beziehungslosigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Welche Faktoren meint Du sind bei Dir die bedeutendsten Faktoren, welche für Dich eine Beziehung verhindern?
Wenn ich mal in der Zeit zurück gehe, bevor ich mich hier angemeldet hatte.
Der größte Faktor war wohl mein (Kindheits) trauma.
Welches man wohl in unzählige kleinere Faktoren aufteilen könnte.
Kolinatan hat geschrieben: ↑06.03.2024, 14:28 Hast Du bereits eine Vorstellung, was Du verändern könntest oder möchtest, um Deine Chance auf eine Beziehung zu verbessern? Was hält Dich davon ab, diese Veränderung anzugehen?

...
Als ich mich hier angemeldet hatte war bei das große Thema das online dating.
Also meine Vorstellung war, ich muss mich dabei nur besser verkaufen, dann klappt das schon.

Die Veränderungen die ich hätte angehen müssen, waren mir gar nicht bewusst.

Also hat mich wohl Unwissenheit davon abgehalten, Veränderungen anzugehen.
Sicher auch andere Dinge, aber das war so das größte, denke ich.

Finde den Titel doch irgendwie irreführend, weil du gar nicht auf diese Fragen eingehst?!

Um das mal zu versuchen, zu der Zeit wo ich sehr viel an mir gearbeitet habe, habe ich die meiste Zeit genutzt um mich zu "verbessern".

Mittlerweile ist es deutlich weniger geworden.
Liegt wahrscheinlich daran das ich gefühlt in den letzten 3-4 Jahren einen riesigen Sprung nach vorne gemacht habe.
Das Ziel schon sehr nah ist.
Also man schiebt es ja wohl eh immer wieder weiter vor sich her, bis man in der Kiste liegt, aber ich finde mich selber mittlerweile so Dufte, also so 80-90% das ich genug Zeit für den Rest habe.
Und die Konditionierungen die ich da noch habe zu ändern, einfach auch viel Zeit braucht.

Der Spruch "die einen kennen mich, die anderen können mich" wird immer stärker in mir.
Und dafür feier ich mich selber.
Es lebt sich einfach soviel leichter.
Ohne die ganzen Ängste...

Naja soweit erstmal.
Keine Ahnung was für Reaktionen du dir erwünscht hast.

Mehr dein Verhalten hinterfragen, selber Interesse bekunden/ Signale senden wenn man Interesse hat.
Ich denke das werden viele von uns als Baustelle haben.
Die Angst vor Ablehnung, vor Mobbing usw. ist in vielen von uns sehr stark, denke ich.

Darüber nachdenken, statt zu handeln.
Weiß ich nich, es fängt doch damit an sich zu reflektieren.
Irgendetwas raus zu finden das man so schon immer tut, dachte das es so richtig ist, aber wenn man darüber nachdenkt, es doch nicht so gut findet.

Also klar ist es nicht gut über die Dinge nur nach zudenken, nichts anderes zu tun als das.
Aber ich denke es ist ein stetiger Kreislauf, man denkt drüber nach, findet Lösungen oder Verbesserungen versucht diese umzusetzen und denkt dann wieder drüber nach, was geht noch besser oder warum hat das jetzt nicht geklappt.
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Abine »

Kurz und gut: Danke :vielglueck:
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Abine »

Welches sind die bedeutendsten Faktoren welche für dich eine Beziehung verhindern: Gesundheit, Umgang mit Gefühlen/Emotionen, Erinnerungen

Was willst du dazu verändern: mit mir selbst klar kommen, klappt meistens.

Was hält dich am verändern ab: ?

Wieviel Zeit verbringst du nachzudenken anstatt zu handeln: na erst muss ich ja nachdenken bevor ich handle :D

Was brauchst du: eigentlich glaube ich dass ich gut bin wie ich bin, dass muss nur mein Gegenüber auch noch erkennen :D
Zuletzt geändert von Abine am 08.03.2024, 07:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Reinhard »

Kolinatan hat geschrieben: ↑06.03.2024, 20:55 Jedes hat Vorstellungen, an was es bei ihm liegen könnte, warum es noch keine Beziehung hat. Für manche Probleme ist klar, wie diese Probleme überwunden werden könnten. Bei manchen vielleicht (noch) nicht.

Ich müsste halt mehr mit Leuten reden. Dazu müsste ich wissen, wie man ein Gespräch anfängt ohne aufdringlich zu wirken (weiß ich nicht und blockiert mich) oder wo man hingehen müsste, dass so ein Gespräch entstehen kann, weil es in so einer Umgebung keinen besonderen Anlass braucht.


Kolinatan hat geschrieben: ↑06.03.2024, 20:55 Die Fragen ist: Wie viel Zeit Du damit verbringst darüber nachzudenken, statt zu handeln? Was sind die Gründe, welche Dich vom Handeln abhalten und was brauchst Du um loszulegen?

Da mir nichts einfällt, wo ich sowohl hingehen will ohne dass es mir gezwungen und unter Druck vorkommt, als auch dass es halbwegs wahrscheinlich ist, dass sich eine Gelegenheit für ein Gespräch ergibt, habe ich das Nachdenken darüber eingestellt. Und zu Handeln gibt es nichts, das erübrigt die Frage nach Gründen.
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Tony2021 »

„Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?“

Meine Antwort:

Ich denke schon oft darüber nach. Das ist oft abhängig von der Tagesform, aber mehrfach pro Woche, denke ich. Oft nur kurz. Eine junge Kollegin ist seit knapp 1 Jahr verheiratet und seit mehreren Monaten schwanger. Das hat mich schon etwas runtergezogen. Inzwischen geht es. Neulich fragte mich jemand auf einer Geburtstagsfeier, ob ich eigentlich keine Partnerin hätte. Ich habe verneint und gesagt, dass ich die meiste Zeit des Lebens alleine war. Das war für mich die ehrlichste Antwort in dem Moment, wenn natürlich auch sehr verletzlich. Es wurde aber neutral aufgenommen. Hinterher habe ich trotzdem drüber gegrübelt…

Etwas ändern ist schwierig für mich. Mir fehlen zwei Dinge: Kontakte zu möglichen Partnerinnen (auch nicht 100e Kilometer weg) einerseits und Mut zum Ansprechen andererseits. Im Freundeskreis sind viele Kontakte inzwischen nur noch sporadisch. Im Job und bei meinen Hobbys treffe ich zwar viele Menschen, aber immer die gleichen und auch keine Singles. Ich mag auch nicht alleine losziehen und in Cafes oder Kneipen Frauen ansprechen. Das konnte ich nie und mit ü40 bin ich für viele dort vermutlich auch zu alt. Ich bin abends oft sozial müde und lese oder schaue einen Film, um aufzutanken. Aus den genannten Gründen bleibt eigentlich nur OD, was aber in letzter Zeit nur frustriert.
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Todoloo »

Ich merke, sobald ich aktiv und ernsthaft nach Beziehungen suche, ergeben sich sofort Gelegenheiten.
Meist mache ich dann allerdings nach wenigen Tagen/Wochen einen Rückzieher, weil meine Bindungsangst zuschlägt....
Und dann ergibt sich wieder Monate lang gar nichts, weil ich auch keinerlei Initiative zeige oder das Interesse an Dating komplett verliere.
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Trotzdem
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Re: Wie viel Zeit verbringst Du damit über Deine Situation nachzudenken und wie viel etwas zu verändern?

Beitrag von Trotzdem »

Kolinatan hat geschrieben: ↑06.03.2024, 14:28 Beziehungslosigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Welche Faktoren meint Du sind bei Dir die bedeutendsten Faktoren, welche für Dich eine Beziehung verhindern? Hast Du bereits eine Vorstellung, was Du verändern könntest oder möchtest, um Deine Chance auf eine Beziehung zu verbessern? Was hält Dich davon ab, diese Veränderung anzugehen?
1. Beziehungslosigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Welche Faktoren sind bei mir die bedeutendsten Faktoren, welche für mich eine Beziehung verhindern?

- Die Basics fehlen zu einem großen Teil bei mir. Und ich bin aufgrund meiner Beschränktheit nicht der Beste darin, im Learning.by-Doing oder Copying zu lernen. Beschränktheit bezieht sich bei mir auf körperliche Einschränkungen.
- Aufgrund von der genannten Anpassungschwierigkeiten greife ich auf Routinen zurück, die mich nicht besonders weiterbringen. Um es kurz zu fassen ich neige zu Lethargie, Phlegmatismus und Melancholie, wobei ich mir die Melancholie eigentlich nicht leisten kann, da es in meiner Vergangenheit auch nicht so dolle war.
- Unzureichende externe Hilfe. Es liegt nicht nur an mir selbst, sondern auch daran, dass mir die Hilfe verwehrt wurde, die ich über die Jahre gebraucht hätte. Das erstreckt sich auf so gut wie alle Lebensbereiche.

2. Habe ich bereits eine Vorstellung, was ich verändern könnte oder möchte, um meine Chance auf eine Beziehung zu verbessern?

Ich denke nicht von der Beziehung ausgehend, sondern wie ich wieder besser klarkomme und in einer besseren Ausgangslage gelange. Und da gibt es schon konkrete Sachen. Oder ich denke, wie ein Beziehung aussehen müsste, damit sie in meiner momentanen Situation funktioniert. Das wäre sehr schwierig und würde dem anderen Part sehr viel abverlangen.

3. Was hält mich davon ab, diese Veränderung anzugehen?

- Ich versuche schon seit Jahren, die Dinge anzugehen, um wieder besser klarzukommen. Beispiel: Ich funktioniere nur in einer ruhigen Umgebung gut und fühle mich wohl. Die letzten Jahre habe ich, jedoch nur in unruhige Umgebungen gewohnt. Das hat mich sehr stark beeinträchtigt und viel Energie gekostet. Ich habe auch viel Energie investiert, obwohl ich durch meine Wohnumgebung auf einem mittleren bis niedrigen Energielevel bin, etwas zu finden das ruhiger ist. Es hat nicht geklappt. Dieses Beispiel kann man auf viele andere Lebensbereiche bei mir anwenden. Ich habe ein Problem erkannt, versucht es zu lösen und es hat auf Anhieb nicht funktioniert. Dann ist mir die Energie ausgegangen, da ich ja bereits durch die Probleme selbst, nicht das höchte Energielevel habe. Ich versuche dann eben gelegentlich neue Anläufe, die nicht von Erfolg gekrönt sind.
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