Einfach man selbst sein?

Der öffentliche Austauschbereich des AB-Treff zu allem, rund um das Thema Absolute Beginner.

Moderator: Codex Moderatoren

Forumsregeln
Dein Beitrag wird öffentlich sichtbar sein. Für mehr Privatsphäre wechsle bitte in den AB-Treff Nachtclub. Vor der Freigabe wird Dein Beitrag von einem Moderator geprüft, ob dieser dem Codex des AB-Treff entspricht:

  • Denk daran, dass die anderen Mitglieder ebenso Menschen sind wie Du.
  • Bleib beim Thema und trage konstruktiv bei.
  • Erzähle von Dir und Deinen Erfahrungen.
  • Vermeide Wiederholungen, zitiere nur was für Deine Antwort relevant ist.
  • Verzichte auf abwertende Äußerungen.
  • Antworte auf das, was geschrieben wurde.
  • Nicht alles muss öffentlich gesagt werden.
ERSTER BEITRAG DES THEMAS
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Wie ihr am Titel seht, geht es hier um die Frage in wie weit man man selbst sein sollte und in wie weit man sich der Gesellschaft anpassen sollte.

Ich kann nicht sagen, wie "konformistisch" ihr seid. Lediglich eine Außenseiter-Erfahrung unterstelle ich allen ABs und Ex-ABs einfach mal.

Ich wurde in der Grundschule gemobbt. Später (als früher Teenager so zwischen 10 und 14) verkrampft versucht den anderen anzupassen, um nicht wieder gemobbt zu werden. Ich wollte dazugehören und einer der "Coolen" werden. Ab 14 wollte ich mich (auch fast wieder verkrampft) vom Rest abgrenzen und ein Außenseiter sein. In der Zeit versuchte ich es mit überintellektuellem Gehabe (klassische Musik hören, klassische Literatur lesen, philosophische Literatur lesen, klassisches Kino/Arthaus Kino), später mit Nerd-Kram, dann mit Punk und dann mit Metal. Aber alles weckte auch viele Interessen in mir. Heute liebe ich viele dieser Sachen einfach von Natur aus. Ohne mich explizit abgrenzen zu wollen (auch wenn ich immernoch einen rebellischen Geist habe).

Aber, als ich mein AB-Dasein anfing bewusst und als riesen Problem wahrzunehmen, dann fing wieder die neue Selbsterforschung an. Wieder wollte ich mich anpassen (aber irgendwo abgrenzen).
Auch aus dieser Zeit konnte ich was mitnehmen (z.B. erkannte ich die Schönheit eleganterer Kleidung wie Hemden, Mäntel usw). Dennoch war das nicht ganz Ich. Ich bin nunmal ein Metalhead, der gerne langes Haar, Metalshirts, Lederjacke, Metalkutte, Stiefel usw trägt. Dazu bin ich jetzt zurückgekehrt.
So absurd es klingt (gerade wenn man einige Tendenzen in der Metalszene bedenkt), hat mir da auch irgendwo mein gefundener christlicher Glaube geholfen.

Dennoch ist die Frage, ob das so klug ist? Sollte man sich nicht etwas anpassen? Natürlich sollte man sich nicht selbst fremd werden, aber sollte man doch auf zu "extreme" persönliche Geschmäcker verzichten? Gerade als AB mit 26? Schon mein Unwille zu vorehelichem Sex ist ein Hinderniss und dann noch lange Haare, gefärbte Fingernägel, Metalkutte usw.?

Mein Psychologe meint ua, es sei am besten authentisch zu sein. Das hilft die Richtige zu finden. Es hilft auch Sympathien bei den Richtigen zu bekommen. Dennoch sind da natürlich Unsicherheiten. Am Ende sollte man meinen, dass sie einem rebellischen Geist egal sein können, aber das sind sie nunmal nicht ganz.

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Benutzeravatar
Finnlandfreundin
Meisterschreiberling
Beiträge: 6153
Registriert: 10.06.2019, 09:41
Geschlecht: weiblich

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

ManuAB hat geschrieben: ↑11.06.2024, 16:08
Ich würde sagen, es kommt darauf an, wen man sucht. In der Regel gesellt sich gleich gerne zu gleich, d.h. Punk zu Punk, Metal zu Metal, Aussteiger zu Aussteiger. Hinter jeder Gruppierung steckt ja nicht nur ein Kleidungsstil, sondern auch ein Lebensstil. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, man selbst zu sein.
Ich persönlich kann mich mit allen drei nicht identifizieren, bedeutet, ein Mann als Punkt, Metal oder Aussteiger (um bei diesen Beispielen zu bleiben) käme für mich nie in Frage. Solch eine Anpassung wäre für mich zu viel, ich wäre nicht mehr ich. Das gilt natürlich auch andersherum, Anpassung hat irgendwo Grenzen.
Desto spezieller man ist, desto geringer die gemeinsame Schnittmenge.
Außenseiter

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Außenseiter »

Ich werde erst 100 % ich selbst sein, wenn mir eine Frau (darum geht es hier ja vorrangig) von ihr aus zu verstehen gibt, dass ich für sie ok bin, so wie ich bin. Vorher bin so, wie ich zu 99 % aller Menschen in meinem Umfeld bin und das ist nicht hundertprozentig authentisch, weil ich meine Ansichten und Überzeugungen weitestgehend für mich behalte. Ich brauchte auch keinen Therapeuten, um das herauszufinden. Schau dir doch die Menschen an, mit denen du tagtäglich zu tun hast und dann frag dich mal, wem von denen du dein Innerstes anvertrauen willst. Zu denen kannst du auch du selbst sein.
Benutzeravatar
Rantanplan
Kommt an keinem Thema vorbei
Beiträge: 260
Registriert: 06.10.2023, 08:58
Geschlecht: weiblich
AB-Status: am Thema interessiert
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Rantanplan »

Ich denke mal, jeder passt sich in bestimmten Situationen den Bedingungen an, freiwillig oder auch unfreiwillig. Bestes Beispiel die Arbeit. Da muss man die Klamotten meistens irgendwie anpassen und man selbst verhält sich oft auch anders als in der Freizeit. Was ja auch soweit ok ist. Aber selbst wenn ich mich da anpasse, ich bleibe trotzdem ich selbst. Ich kann mich nur schwer verbiegen, was mir daher auch oft Probleme einbringt (vor allem auf der Arbeit).
Aber im Großen und Ganzen wirst Du auf Dauer nicht glücklich, wenn Du nicht Du selbst bist. Das merken ja auch andere und Du bist halt so wie Du bist. Die Frage ist auch: wem willst Du Dich anpassen? Jeder hat andere Erwartungen, da wirst Du ja nie fertig mit anpassen...

Ich will mich nicht verstellen müssen, um bei irgendwem anzukommen. Entweder die Leute kommen mit mir klar oder sie lassen es halt.
Die Erfahrung von Ausgrenzung habe ich übrigens selbst mein ganzes Leben lang gemacht und kenne es nicht anders. Hat irgendwie mit meiner Hochsensibilität zu tun. Zumindest konnte ich es Jahre später endlich mal verstehen...

Die Leute, die mich mögen tun es, weil ich authentisch bin und offen mit Gefühlen umgehe. D.h. ich sage auch recht schnell, wie das Feeling gerade so ist und mache keinem was vor.
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑11.06.2024, 21:24 [...] Ich persönlich kann mich mit allen drei nicht identifizieren, bedeutet, ein Mann als Punkt, Metal oder Aussteiger (um bei diesen Beispielen zu bleiben) käme für mich nie in Frage. Solch eine Anpassung wäre für mich zu viel, ich wäre nicht mehr ich. [...]
Wo müsstest du dich denn an einen Metalhead anpassen?
Aussteiger klar. Wenn jemand irgendwo im Wald lebt und Tiere jagt um sich zu ernähren, dann muss man sich da anpassen.
Aber Metalhead? Auf Konzerte oder Festivals musst du ja nicht zwingend mit. Evtl mal etwas Metalmusik zuhause ertragen, weil man die wohl nicht ausschließlich über Kopfhörer hören will.

Also ich will nur wissen, was du dir unter dem Metal-Lebensstil vorstellst. Da gehört gar nicht so viel dazu.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.06.2024, 17:08, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Benutzeravatar
Finnlandfreundin
Meisterschreiberling
Beiträge: 6153
Registriert: 10.06.2019, 09:41
Geschlecht: weiblich

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

ManuAB hat geschrieben: ↑12.06.2024, 15:22 Wo müsstest du dich denn an einen Metalhead anpassen? [...]
Während des Studiums habe ich verschiedene Menschen kennengelernt, auch Metal-Anhänger. Ich weiß jetzt nicht, ob das typisch ist, aber deren Wohnungen waren immer dunkel gehalten, die eine hatte eine schwarze Wand im Wohnzimmer. Ich liebe helle Farben.
Und die Musik gefällt mir garnicht. Auch optisch finde ich den Kleidungsstil überhaupt nicht attraktiv.

Mein Freund hört auch nicht die gleiche Musik wie ich, aber ich kann sie ertragen. So wie ich meine Musik laut hören möchte, muss ich ihm das auch zugestehen können und nicht die Wohnung verlassen müssen.
Im Freundes- und Bekanntenkreis ist sowas egal. Wenn es einem reicht, verabschiedet man sich und geht.
Freunde und Bekannte muss ich auch nicht attraktiv finden, meinem Partner schon etwas, auch wenn er mich nicht absolut vom Hocker reißen muss.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.06.2024, 20:01, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Außenseiter

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Außenseiter »

Vor allem wäre ja mal interessant, was sich Finnlandfreundin unter "dem" Metalhead vorstellt. Bei den ganzen Subgenres würde es mich wundern, wenn sie da eine konkrete Vorstellung nennen kann (Kuttenträger, Blackmetaller, Gothic, Core-Kiddie) und nicht nur Klischees und Allgemeinplätze (bestimmt sowas wie lange schwarze Haare, tätowiert, Pirecings :roll: ). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man kann auch extreme Metal hören ohne es sich im Alltag ansehen zu lassen.
Benutzeravatar
Rantanplan
Kommt an keinem Thema vorbei
Beiträge: 260
Registriert: 06.10.2023, 08:58
Geschlecht: weiblich
AB-Status: am Thema interessiert
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Rantanplan »

Also ich höre ja auch sehr gerne Death Metal, aber ansehen tut man mir das jetzt nicht gleich auf den ersten Blick. Ich trage auch bunt :mrgreen:
Klar gibts Leute, die das in ihrem kompletten Lifestyle durchziehen das Thema, wo es auch sehr offensichtlich ist. Die bewegen sich eben auch oft eher innerhalb ihrer eigenen Szene.
Ich bin da mit meinem Musikgeschmack auch eher alleine, meinen Mann nerve ich halt nicht damit. Aber das heisst noch lange nicht, dass man nicht kompatibel sein kann..
Traveler

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Traveler »

Dieses Thema beschäftigt mich auch schon lange.
Einmal muss man denke ich unterscheiden, zwischen ungewöhnlichen Dingen, die man selber gut findet, und solchen, die eher in die Kategorie "Macke" gehören.
Erstere sollte man fördern, und letztere eher probieren abzulegen und zumindest zu verringern.
Ansonsten schadet es denke ich nicht, ein wenig zu Polarisieren, ein wenig auffällig und im positiven ungewöhnlich zu sein.
Klar wird das nicht allen gefallen. Aber Menschen die ähnlich ticken werden dafür um so interessierter an einem sein.
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑12.06.2024, 17:31
Also schwarze Wände sind bestimmt nicht der Standart. Wenn dann in der explizit auf Black Metal ausgerichteten Szene.

Bei Musik hast du nen Punkt, wobei ich stark vermute, dass es da auf das Metal-Sungenre ankommt. Kann mir sehr sehr schwer vorstellen, dass jemand jedes Metalgenre ablehnt. Bands wie "Twisted Sister" oder "Guns n' Roses" kamen bei vielen gut an. Und in den 2000ern waren es Bands wie "Linkin Park" später dann sowas wie "Bring me the Horizon" oder "Skillet", die sehr gut im Mainstream ankamen.

Kleidungsstil nachvollziehbar. Wobei das auch wieder auf die Subszene ankommt.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.06.2024, 23:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Rantanplan hat geschrieben: ↑12.06.2024, 19:24
Tja. Mittlerweile sieht man mir den Metal ganz klar wieder an😂 (außer ich gehe zu besonderen Anlässen, wobei ich selbst da mein schwarzes Hemd bevorzuge und ungern meinen schwarz-weißen Nagellack entferne)
Ne Zeit lang hatte ich mich ein wenig verloren, durch mein AB-Dasein. Jetzt will ich nur noch ich sein.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.06.2024, 23:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Verbundenheit2059
Ist kein Frischling mehr
Beiträge: 32
Registriert: 30.05.2024, 04:39
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: eine(n) Partner/in.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Verbundenheit2059 »

ManuAB hat geschrieben: ↑11.06.2024, 16:08
Ich denke es geht hier um Anpassung vs. Überanpassung.
Anpassung ist ein ganz normaler Vorgang um Gruppenzugehörigkeit herzustellen (z.B. Arbeit, Freunde, Partnerschaft, Familie).
Das heißt ich muss als Arbeitnehmer mich bei der Arbeit entsprechend anpassen (z.B. Kleidung, Verhalten) um dort zu arbeiten. Im Sinne der Metalszene passe ich mich auch an und somit finde ich auch entsprechende Kontakte, Bekanntschaften, welche die gleichen Interessen haben.
Überanpassung würde bedeuten, dass ich mich ausschließlich nach anderen ausrichte (Was sie wollen?, Was gefällt Ihnen?, Was muss ich anziehen, damit ich von anderen akzeptiert werde?) und gebe meine eigenen Wünsche, Ziele, Bedürfnisse dabei völlig auf.

Ich habe letzens einen Kontakt zu einem Mann gehabt, der aus einer "Freikirche" (Sekte) ausgestiegen ist. Und die kirchliche Indoktrination und Dogmatik (Schuld !! - Wenn dir ... passiert, dann ist dein Glaube an Gott nicht stark genug) haben denn Mann in die Ausgrenzung, soziale Isolierung und auch in die Obdachlosigkeit geführt.

Du schreibst "Unwille zu vorehelichen Sex" sei ein Hinderniss. Da lade ich Dich ein, Dir die Frage zu stellen: "Woher kommt dieser Unwille?" - "Ist dies ein Anteil von Dir?"
Wenn dies ein Anteil von Dir ist und du dazu stehen möchtest, dann wäre authentisch sein, dies offen und ehrlich zu kommunzieren. Nichts ist schlimmer, als wenn man jemanden trifft und dieser hat komplett entgegengesetzte Vorstellungen (z.B. Ich möchte keine Ehe jedoch Sex) und du würdest hier in Überanpassung gehen. Dies würde vermutlich Diskrepanzen und Konflikte verursachen, weil du gegen deine eigenen inneren Normen verstößt.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 13.06.2024, 09:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Benutzeravatar
Rantanplan
Kommt an keinem Thema vorbei
Beiträge: 260
Registriert: 06.10.2023, 08:58
Geschlecht: weiblich
AB-Status: am Thema interessiert
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Rantanplan »

Aber wenn Du Dich so wohlfühlst ist es doch am besten, oder? Denn das wirsst Du halt auch ausstrahlen, und man selbst zu sein kommt immer besser rüber. Man muss auch nicht jedem gefallen, auch nicht allen Frauen. Ich finde gerade solche Besonderheiten interessant an Männern und nicht das glattgebügelte...die Fingernägel würden mich jetzt gar nicht stören.
Darth Bane
Liebt es sich mitzuteilen
Beiträge: 858
Registriert: 27.02.2007, 10:57
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.
Wohnort: Niederrhein

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Darth Bane »

Ich möchte mich jetzt auch mal in diese Metal-Diskussion einklinken. Ich war vor knapp drei Wochen in München bei den beiden Konzerten von Metallica im Münchener Olympiastadion. "Den Metal-Fan" schlechthin gibt es nicht. Die einzige Gemeinsamkeit, die nahezu alle dort hatten, war das Tragen von Band-Shirts. Ich selber habe keine Matte, sondern trage einen 4mm-Kurzhaarschnitt. Außer einem Tattoo an der Innenseite meines linken Unterarms habe ich keine weiteren Tattoos und erst recht keine Piercings.
Altersmäßig war von 14 bis 70 so ziemlich alles vertreten.
Jeder soll doch hören, was er oder sie mag. Neulich habe ich ein köstliches Zitat von Bruce Dickinson gelesen, welches lautet:"Es gibt zwei Arten von Musik. Metal und Schrott."

Seltsamerweise haben gerade Heavy Metal Bands ihre größten Erfolge oft mit Balladen. Die meistverkaufte Nummer von Metallica ist z. B. "Nothing else matters", welche wohl auch Leute kennen werden, die mit Metallica nichts am Hut haben.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.
Außenseiter

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Außenseiter »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑12.06.2024, 17:31 Während des Studiums habe ich verschiedene Menschen kennengelernt, auch Metal-Anhänger. Ich weiß jetzt nicht, ob das typisch ist, aber deren Wohnungen waren immer dunkel gehalten, die eine hatte eine schwarze Wand im Wohnzimmer. Ich liebe helle Farben.
Und die Musik gefällt mir garnicht. Auch optisch finde ich den Kleidungsstil überhaupt nicht attraktiv [...]
Oh, da hat eine ihre Wand schwarz gestrichen. Na dann...Ich könnte jetzt zu dem Rest auch was sagen, aber ach, wozu?
Rantanplan hat geschrieben: ↑12.06.2024, 19:24 Also ich höre ja auch sehr gerne Death Metal,...
Was denn so? Wir brauchen Namen, wir brauchen Namen und Titel...
Wie ist das denn als Hochsensible? Nimmst du dann Noise-Cancelling-Kopfhörer? Und Konzert-/Festivalbesuche fallen vermutlich aus?
ManuAB hat geschrieben: ↑12.06.2024, 22:24
Tja. Mittlerweile sieht man mir den Metal ganz klar wieder an😂 (außer ich gehe zu besonderen Anlässen, wobei ich selbst da mein schwarzes Hemd bevorzuge und ungern meinen schwarz-weißen Nagellack entferne)
Ne Zeit lang hatte ich mich ein wenig verloren, durch mein AB-Dasein. Jetzt will ich nur noch ich sein.

Ich finde es immer lustig, Leute zu überraschen, wenn sie sich mit mir unterhalten und merken, dass der Eindruck, den das Äußere ihnen vermittelt hat einfach mal komplett verkehrt war. Das zeigt mir dann wiederum, wer nur nach dem Äußeren geht und andere in erster Linie nach der Oberfläche beurteilt.

Allerdings nervt mich mein Kleidungsstil auch langsam. In der modernen Arbeitswelt, zumindest bei uns spielt es mittlerweile eh keine Rolle mehr, was man trägt und wie man aussieht, außer es gibt, wie in manchen besonderen Bereichen, eine klare Dienstvorschrift darüber. Man kann es also auch als Errungenschaft sehen, dass jeder mittlerweile so aussehen darf, wie er möchte, Körperschmuck etc. tragen darf wie er möchte, ohne dass er sich um das Ideal eines angepassten Massengeschmacks oder die Meinung anderer Gedanken machen muss. Zumindest solang man andere nicht gefährdet, nicht im Vorbeigehen an modernen Hochleistungsmagneten kleben bleibt oder im Büro nicht mit Hunde-Ledermaske und Umschnalldildo sitzt....
Benutzeravatar
Abine
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 217
Registriert: 25.11.2023, 15:52
Geschlecht: weiblich
AB-Status: AB Vergangenheit
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: Freunde.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Abine »

Passt vielleicht der musicclip dazu, ich bekomme beim Text und den Bildern immer Gänsehaut. :shylove:
Collie Caillat - "Try"
Zuletzt geändert von Kolinatan am 13.06.2024, 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nach Rücksprache Verlinkung ergänzt.
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen."
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Verbundenheit2059 hat geschrieben: ↑13.06.2024, 06:33 Du schreibst "Unwille zu vorehelichen Sex" sei ein Hinderniss. Da lade ich Dich ein, Dir die Frage zu stellen: "Woher kommt dieser Unwille?" - "Ist dies ein Anteil von Dir?"
Wenn dies ein Anteil von Dir ist und du dazu stehen möchtest, dann wäre authentisch sein, dies offen und ehrlich zu kommunzieren. Nichts ist schlimmer, als wenn man jemanden trifft und dieser hat komplett entgegengesetzte Vorstellungen (z.B. Ich möchte keine Ehe jedoch Sex) und du würdest hier in Überanpassung gehen. Dies würde vermutlich Diskrepanzen und Konflikte verursachen, weil du gegen deine eigenen inneren Normen verstößt.
Also.
Hier ist das etwas kompliziert zu erklären.
Kurzfassung wäre, ja es ist ein Anteil von mir.
Langfassung wäre so. Als Teenager war ich, für Teenager-Verhältnisse, relativ locker mit dem Thema Sex. Ich selber war schon damals eher auf Zurückhaltung aus und wollte nur in einer festen Beziehung mit Eheplanung Sex haben. Heißt nicht, dass es mir bei den vielen Sex- und Beziehungsgeschichten der anderen nicht peinlich war, dass ich es noch nicht hatte.
Mitt 22 nahm der Druck immer weiter zu bis zur seiner Spitze mit 24. Da wollte ich dann nur noch Sex um jeden Preis. Hauptsache ich werde diese Schande der alten Jungfräulichkeit los. Das gelang mir dann auch. Mein bester Freund und seine Freundin wollten mal nen Dreier und ich fragte ob ich der Dritte sein darf. Sie sagten zu und ich hatte es hinter mir. ENDLICH, dachte ich damals. Die "Schande" war ich da los. Aber irgendwann nahm die Euphorie ab. Und alles war wie vorher. Irgendwie fühlte ich mich sogar schlechter als vorher. Der Sex war nicht das Erlebnis, von dem ich dachte, dass es das wird. Laut Medien und den Erzählungen der anderen soll das eine so tolle und wunderbare Sache sein soll. Keine Ahnung, klar würde ich das gerne mal wieder machen (mit meiner Herzenspartnerin), aber so toll war es auch nicht.
Seit dem denke ich einfach, dass das Ehegebot nicht umsonst von Gott erlassen wurde. Deswegen richte ich mich danach.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 13.06.2024, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Subreferenz entfernt.
Benutzeravatar
Rantanplan
Kommt an keinem Thema vorbei
Beiträge: 260
Registriert: 06.10.2023, 08:58
Geschlecht: weiblich
AB-Status: am Thema interessiert
Ich bin ...: vergeben.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von Rantanplan »

Sex muss man auch erst mal lernen...ich fands auch sehr lange seltsam, was daran gut sein soll. Hat Jahre gedauert..aber erst heiraten? Was, wenn ihr im Laufe der Zeit merkt, das passt sexuell gar nicht? Und habt nicht vorher geübt?


Zum Metal-Thema: z.B. Dimmu Borgir, Morgoth, sowas in der Art, aber auch "normalen" Metal

Festivals wären wohl schwierig, Konzerte gehen schon, Problem ist die Menschenmenge und die Enge. Lautstärke ist kein Problem.
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Rantanplan hat geschrieben: ↑13.06.2024, 17:35
Sehe ich beim Sex halt anders. Sex ist mit der wahren Liebe gut. Ergo wenn ich die wahre Liebe finde, wird Sex kein Problem sein.
Aber lass das mal mein Problem und das der Partnerin sein. Ich halte es für Quatsch, dass man Sex üben muss. Genau wegen dieser Einstellung hab ich mich in diese unangenehme Situation gebracht.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 13.06.2024, 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
ManuAB
Kennt sich hier gut aus
Beiträge: 144
Registriert: 16.03.2024, 18:45
Geschlecht: männlich
AB-Status: Softcore AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Einfach man selbst sein?

Beitrag von ManuAB »

Eins will ich noch ergänzen zum Thema "Kein Sex vor der Ehe". Ich hab diese Übersexualisierung der Gesellschaft einfach satt. Heißt nicht, dass ich hier und da keinen Spaß an versauten Witzen oder Anspielungen hab. Ich kann auch Sex in der Kunst gut genießen, aber mittlerweile ist es einfach zu viel (auch in der Kunst).

Zurück zu „AB-Treff Café - öffentlich“