Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

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Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

Moderation: Absolute Beginner Treff Diesen Beitrag und die nachfolgenden fünf habe ich vom Thema "Ist AB-Tum ein hinreichender Grund für Suizid?" am 18.04.2025 abgetrennt und in dieses Thema ausgelagert, da es sich hierbei um ein eigenständiges Thema handelt.
Elfriede hat geschrieben: ↑16.04.2025, 08:30 Gestern hatte ich z.B. ein sehr schönes Gespräch mit einer hochbetagten Dame, die mir aus ihrem Leben erzählt hat. Damals gab es ja noch den sehr negativ geprägten Begriff der "alten Jungfer" und zu dieser Gruppe zählt diese Frau sich. Dabei war auch ihr AB-tum unfreiwillig, denn in der Kriegszeit waren heiratsfähige Männer Mangelware. Sie erzählte mir aber, dass sie sich als alleinstehende Frau immer wohl gefühlt habe, viele Hobbys und einen interessanten Beruf hatte und sehr gerne z.B. alleine verreist ist. Sie hatte nie Probleme damit, Anschluss oder Kontakte zu finden, war aber am zufriedensten, wenn sie z.B. "alleine durch den Wald wandern und dabei den Geräuschen der Natur lauschen konnte, statt dem Geplapper anderer Menschen zuhören zu müssen" (O-Ton!). Bei ihren Erzählungen strahlte sie eine solche Lebenszufriedenheit aus, dass ich das Glück förmlich in ihren Augen leuchten sehen konnte. Auch so kann man also am Lebensende das eigene AB-tum für sich beurteilen. Man muss es nicht als Manko oder Versagen sehen. Diese Begegnung gestern hat mich in der Sorge um meinen Sohn sehr getröstet.
Und ich fühle mich als alleinstehende Frau definitiv nicht wohl. Und Anschluss finden ich irgendwie auch schwer. Weil ich wahrscheinlich immer irgendwie Angst habe wegen meinen körperlichen Einschränkungen abgelehnt zu werden. Und wenn einem dann noch richtig fies das Herz gebrochen wird dann tut es weh.

Habe teilweise Angst wie es mir dann mal geht wenn ich so alt bin. Sitze dann wahrscheinlich traurig im Pflegeheim und kann den anderen zu hören wie sie von ihren Familien und ihren Reisen erzählen. Alles Dinge die ich dann nie erlebt haben werde.

Aber wer weiß vielleicht wird das Szenario ja auch nicht wahr und mein Leben verändert sich noch ins positive die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.04.2025, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Moderationshinweis ergänzt.

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Elfriede

Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Elfriede »

Carmen1452 hat geschrieben: ↑16.04.2025, 12:12 [...] Habe teilweise Angst wie es mir dann mal geht wenn ich so alt bin. Sitze dann wahrscheinlich traurig im Pflegeheim und kann den anderen zu hören wie sie von ihren Familien und ihren Reisen erzählen. Alles Dinge die ich dann nie erlebt haben werde.

Aber wer weiß vielleicht wird das Szenario ja auch nicht wahr und mein Leben verändert sich noch ins positive die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Ach klar, du bist doch noch jung! Nichts im Leben bleibt wie es ist, weder das Gute noch das Schlechte. Und zum Heim gibts heutzutage doch tolle Alternativen. Senioren-WGs zum Beispiel, teilweise sogar mit Anschluss an einen Bauernhof. So stelle ich mir mein Alter vor, inmitten von Tieren und lieben Menschen. Man muss doch immer an das Gute glauben!
Zuletzt geändert von Kolinatan am 16.04.2025, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

Elfriede hat geschrieben: ↑16.04.2025, 17:25
Carmen1452 hat geschrieben: ↑16.04.2025, 12:12 [...] Habe teilweise Angst wie es mir dann mal geht wenn ich so alt bin. Sitze dann wahrscheinlich traurig im Pflegeheim und kann den anderen zu hören wie sie von ihren Familien und ihren Reisen erzählen. Alles Dinge die ich dann nie erlebt haben werde.

Aber wer weiß vielleicht wird das Szenario ja auch nicht wahr und mein Leben verändert sich noch ins positive die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Ach klar, du bist doch noch jung! Nichts im Leben bleibt wie es ist, weder das Gute noch das Schlechte. Und zum Heim gibts heutzutage doch tolle Alternativen. Senioren-WGs zum Beispiel, teilweise sogar mit Anschluss an einen Bauernhof. So stelle ich mir mein Alter vor, inmitten von Tieren und lieben Menschen. Man muss doch immer an das Gute glauben!
Naja definiere jung. Bin auch schon 40. Wie es mir in 10 oder 20 Jahren geht keine Ahnung. Ja Möglichkeiten gibt es immer irgendwie. Aber ob es die dann auch in der Nähe gibt. Und ich werde hier wahrscheinlich nie ausziehen. Wohne im Haus meiner Eltern in einer eigenen Wohnung. Ich glaube das würde ich nie aufgeben oder verkaufen wollen. Dafür stecken da zu viele Erinnerungen an meinen Vater drin. Ich bin hier groß geworden. Aber was eine Option wäre dann im Alter sich Untermieter nehmen. Aber ob man da dann unbedingt Senioren braucht oder findet. Man wird es sehen. Ich habe mir halt mein Leben anders vorgestellt. Dachte ich werde hier mal mit einem Mann und einem Kind wohnen. So das Leben im Haus ist. Aber sollte halt nicht sein.
Elfriede

Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Elfriede »

Carmen1452 hat geschrieben: ↑16.04.2025, 20:07 Naja definiere jung. Bin auch schon 40. Wie es mir in 10 oder 20 Jahren geht keine Ahnung. Ja Möglichkeiten gibt es immer irgendwie. Aber ob es die dann auch in der Nähe gibt. Und ich werde hier wahrscheinlich nie ausziehen. Wohne im Haus meiner Eltern in einer eigenen Wohnung. Ich glaube das würde ich nie aufgeben oder verkaufen wollen. Dafür stecken da zu viele Erinnerungen an meinen Vater drin. Ich bin hier groß geworden. Aber was eine Option wäre dann im Alter sich Untermieter nehmen. Aber ob man da dann unbedingt Senioren braucht oder findet. Man wird es sehen. Ich habe mir halt mein Leben anders vorgestellt. Dachte ich werde hier mal mit einem Mann und einem Kind wohnen. So das Leben im Haus ist. Aber sollte halt nicht sein.
Also aus meiner Sicht mit um die 60 ist 40 tatsächlich noch jung. Und bzgl. deiner Sorgen, wie wäre es denn, wenn du in deinem Haus bleibst und das jetzt schon für andere öffnest? Heutzutage sind ja die Mieten enorm hoch und vielleicht wären dir Menschen dankbar, wenn du ihnen günstigen Wohnraum zur Untermiete anbieten würdest. Es müssen ja nicht Senioren sein. Studenten zum Beispiel haben auch oft Probleme eine geeingnete Bude zu finden oder andere Frauen, die aus irgendwelchen Gründen gerade eine Bleibe suchen.

Weißt du nach meiner Erfahrung hilft am besten gegen Einsamkeit, wenn man den Spieß einfach mal umdreht. Wenn ich nicht jemanden suche, der für mich da sein kann, sondern ich schaue, wem ich helfen kann, dann sind da genug Menschen um mich herum. Und ja, manchmal kommt es im Leben leider anders, als man es sich vorgestellt hat. Du wolltest mit Mann und Kindern in deinem Haus wohnen aber die sind nicht gekommen. Aber ich bin mir sicher, dass andere Menschen kommen werden, wenn du dich für sie öffnest.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

Elfriede hat geschrieben: ↑17.04.2025, 05:43
Noch kann ich alleine über das Haus ja nicht verfügen. Es gehört meiner Mutter und ich habe ein Wohnrecht. Die Einliegerwohnung haben wir eigentlich schon immer vermietet. Brauchen das Geld auch. Die Rente meiner Mutter ist leider nicht sehr üppig. Aber auch mit vermieten kann man Griffe ins Klo machen. Man kann den Leuten leider nicht in den Kopf schauen. Aktuell haben wir eine 87 Jahre alte Mieterin wo sich gerade mal wieder einen Oberschenkel gebrochen hat. Ist seit gestern in Reha. Mal schauen wie es mit ihr weiter geht. Sie wird ja von ihrem Sohn betreut.

Das Haus haben übrigens meine Großeltern gebaut. 1974 sind sie und mein Vater hier eingezogen. Damals war schon klar das meine Großeltern irgendwann wenn mein Vater eine eigene Familie hat in die kleinere Wohnung unters Dach ziehen. Meine Oma hat das leider nicht mehr erlebt weil sie zwei Jahre nach dem Einzug an Krebs verstorben ist. Als meine Eltern geheiratet haben ist mein Opa dann alleine nach oben gezogen und später dann in die Einliegerwohnung. Und so bin ich aufgewachsen mit einem Opa im Haus.

Und das hätte ich mir auch für meine Eltern gewünscht. Aber ging leider nicht in Erfüllung. Mein Vater lebt seit 3 Jahren nicht mehr. Ich und mein Bruder sind ABs. Enkelkinder wird es auch nicht geben. Das macht es halt etwas traurig.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.04.2025, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Seb-X »

Elfriede hat geschrieben: ↑17.04.2025, 05:43 Also aus meiner Sicht mit um die 60 ist 40 tatsächlich noch jung. 
Dann erkläre doch mal, wie man mit 40 noch alles nachholt, was man in den letzten 20 Jahren so alles verpasst hat - vor allem kinderlosen Frauen mit Kinderwunsch gegenüber.
Ich, m, bin jetzt 42, fast 43. Wie klappt es denn mit einer gleichaltrigen Frau ohne Kinder, aber mit Kinderwunsch, mit einer Beziehung, in der man sich erstmal über den Zukunft inklusive Familienplanung keine Gedanken macht und nur die Gegenwart genießt?
Elfriede hat geschrieben: ↑17.04.2025, 05:43 Aber ich bin mir sicher, dass andere Menschen kommen werden, wenn du dich für sie öffnest.
Ganz ehrlich, diese anderen Menschen interessieren mich einen Sche.... Ich bin nicht vorrangig auf der Welt, um so zu handeln, dass ich ständig ein gutes Gewissen habe, um mich generell gut zu fühlen. Was du vorschlägst, ist für viele einsame Menschen nicht mal annähernd eine Alternative. Und es ist auch kein gleichwertiger Ersatz.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.04.2025, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Abine »

Was macht man wenn das ab sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

.... weinen. :shock: :whiteflag: :regen: :traurig2: :crybaby: :sadman:

Und realisieren dass man vielleicht jemand anderes ist als man plant....
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Elfriede »

Seb-X hat geschrieben: ↑17.04.2025, 21:56 [...] Wie klappt es denn mit einer gleichaltrigen Frau ohne Kinder, aber mit Kinderwunsch, mit einer Beziehung, in der man sich erstmal über den Zukunft inklusive Familienplanung keine Gedanken macht und nur die Gegenwart genießt?

Ganz ehrlich, diese anderen Menschen interessieren mich einen Sche.... [...]
Man muss Kinder ja nicht zwingend selbst zeugen und gebären. Pflegekinder z.B. werden auch noch an ältere Paare vermittelt. Und es geht nicht um dein Gewissen, sondern um das was du von Menschen, denen du hilfst zurück bekommst. Das ist nämlich manchmal erheblich mehr, als man ursprünglich gegeben hat und das kann sogar richtig glücklich machen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.04.2025, 09:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Elfriede hat geschrieben: ↑16.04.2025, 08:30 Gestern hatte ich z.B. ein sehr schönes Gespräch mit einer hochbetagten Dame, die mir aus ihrem Leben erzählt hat. Damals gab es ja noch den sehr negativ geprägten Begriff der "alten Jungfer" und zu dieser Gruppe zählt diese Frau sich. Dabei war auch ihr AB-tum unfreiwillig, denn in der Kriegszeit waren heiratsfähige Männer Mangelware. Sie erzählte mir aber, dass sie sich als alleinstehende Frau immer wohl gefühlt habe, ...
Ich finde es schön, wenn jemand in hohem Alter auf sein Leben zurück blickt und sagen kann, dass er zufrieden ist bzw. war mit seinem Leben. :good:

Es gibt ja durchaus Menschen, die sich freiwillig dazu entscheiden Single zu bleiben. Diese Leute sind dann natürlich auch glücklich. Ebenso wird es Leute geben, die unfreiwillig Single sind, sich aber damit arrangieren und trotzdem zufrieden sind. Ich würde aber mal behaupten, dass der größte Teil von uns ABs eben nicht wirklich glücklich mit ihrer Situation sind. Es ist eben ein großer Unterschied, ob man freiwillig oder unfreiwillig Single ist.
Ich laufe nun nicht total frustriert durchs Leben und es gibt durchaus Bereiche in meinem Leben mit denen ich zufrieden bin. Aber meine AB-Status würde ich lieber heute wie morgen ablegen. Und ja, auch wenn ich es nicht immer zeige und ausstrahle, so bin ich tief in mir drin schon etwas frustriert, dass ich keine Freundin habe. :sadman:
Carmen1452 hat geschrieben: ↑16.04.2025, 20:07 Naja definiere jung. Bin auch schon 40. Wie es mir in 10 oder 20 Jahren geht keine Ahnung.
Hey Carmen, jetzt mach dich nicht älter als du bist. Das hört sich ja an, als wenn du schon in Steinalt wärst. ;)
Nein, ganz im Ernst: Niemand kann in die Zukunft gucken. Ich werde auch dieses Jahr 40, aber ich fühle mich irgendwie gar nicht danach. Gefühlt bin ich vielleicht Mitte 20. Was mir nur zu schaffen macht ist der Gedanke, dass ich schon so viele Jahre verpasst habe ohne eine Freundin an meiner Seite zu haben. :crybaby:
Wohne im Haus meiner Eltern in einer eigenen Wohnung. Ich glaube das würde ich nie aufgeben oder verkaufen wollen. Dafür stecken da zu viele Erinnerungen an meinen Vater drin. Ich bin hier groß geworden.
Das kann ich sehr gut verstehen. Sowas könnte ich auch nicht einfach aufgeben.
Ich habe mir halt mein Leben anders vorgestellt.
Geht mir genau so. Auch wenn nicht alles schlecht ist in meinem Leben, es sogar vieles gibt, wofür ich sehr dankbar bin, so habe ich es mir eigentlich auch anders vorgestellt.
Seb-X hat geschrieben: ↑17.04.2025, 21:56 Ganz ehrlich, diese anderen Menschen interessieren mich einen Sche.... Ich bin nicht vorrangig auf der Welt, um so zu handeln, dass ich ständig ein gutes Gewissen habe, um mich generell gut zu fühlen.
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber mit der Einstellung anderen Menschen gegenüber wird es sehr schwierig eine Freundin und/oder Freunde zu finden. :specht: Es geht hier ja nicht nur um ein gutes Gewissen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es durchaus zufrieden macht, wenn man nett, hilfsbereit ist und für andere da ist. Mal ein Beispiel: Wenn eine meiner Kollegen oder Kolleginnen krank ist, dann melde ich mich per WhatsApp bei demjenigen. Frage wie es ihm oder ihr geht. Und was ist? Die Person freut sich darüber. Das sind dann schon so Kleinigkeiten, die auch einem selber ein gutes Gefühl geben. Eine Sch...egal-Haltung anderen Menschen gegenüber kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. :dont:
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Wolfcraft »

Abine hat geschrieben: ↑18.04.2025, 08:14 Und realisieren dass man vielleicht jemand anderes ist als man plant....
Ich denke genau das ist es.
Viele planen das Leben so wie sie es in ihrer Umwelt sehen und vorgelebt bekommen und setzen sich damit unter Druck das zu erreichen.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von BondKA »

Wolfcraft hat geschrieben: ↑18.04.2025, 14:53
Die allermeisten leiden doch nicht hauptsächlich darunter, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen, sondern weil sie einsam sind, sich selber aufgrund des eigenen Wunsches nach einer Partnerschaft sehnen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.04.2025, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert und gekürzt.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Himbeere »

Abine hat geschrieben: ↑18.04.2025, 08:14 [...] Und realisieren dass man vielleicht jemand anderes ist als man plant....
GANZ GE NAU!
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.04.2025, 16:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑18.04.2025, 11:25
Carmen1452 hat geschrieben: ↑16.04.2025, 20:07 Naja definiere jung. Bin auch schon 40. Wie es mir in 10 oder 20 Jahren geht keine Ahnung.
Hey Carmen, jetzt mach dich nicht älter als du bist. Das hört sich ja an, als wenn du schon in Steinalt wärst. ;)
Nein, ganz im Ernst: Niemand kann in die Zukunft gucken. Ich werde auch dieses Jahr 40, aber ich fühle mich irgendwie gar nicht danach. Gefühlt bin ich vielleicht Mitte 20. Was mir nur zu schaffen macht ist der Gedanke, dass ich schon so viele Jahre verpasst habe ohne eine Freundin an meiner Seite zu haben. :crybaby:
Doch ich fühle mich teilweise alt zumindest körperlich. Die vermutlichen Wechseljahre machen mir zum schaffen. Und mir macht es auch sehr zum schaffen das ich so viele Jahre ohne Partner verbringen musste. Und sich wahrscheinlich so schnell nichts daran ändern wird.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑18.04.2025, 11:25
Carmen1452 hat geschrieben: ↑16.04.2025, 20:07 Wohne im Haus meiner Eltern in einer eigenen Wohnung. Ich glaube das würde ich nie aufgeben oder verkaufen wollen. Dafür stecken da zu viele Erinnerungen an meinen Vater drin. Ich bin hier groß geworden.
Das kann ich sehr gut verstehen. Sowas könnte ich auch nicht einfach aufgeben.
Ich fühle mich dafür auch irgendwie verantwortlich. Und ohne meine Großeltern oder meinen Vater könnte ich nicht so günstig wohnen. Dafür bin ich sehr dankbar
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑18.04.2025, 11:25 Geht mir genau so. Auch wenn nicht alles schlecht ist in meinem Leben, es sogar vieles gibt, wofür ich sehr dankbar bin, so habe ich es mir eigentlich auch anders vorgestellt.
In meinem Leben ist auch nicht alles schlecht. Aber es fehlt mir halt einiges. Und das macht manchmal schon ziemlich traurig.😥
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 16:16 Doch ich fühle mich teilweise alt zumindest körperlich. Die vermutlichen Wechseljahre machen mir zum schaffen.
Das tut mir leid. :umarmung2:
Ich hab bisher echt Glück. Ich habe einen Kollegen, der ist 5 Jahre jünger wie ich, deutlich schlanker und macht im Gegensatz zu mir regelmässig Sport. Ständig tut ihm etwas weh und kann nicht glauben, dass ich keine Probleme habe.
Ich bin echt dankbar, dass ich bisher keine Probleme habe. Vor allem, da ich ein paar Kilo zu viel mit mir rumtrage und auch keinen Sport mache. Manchmal habe ich etwas Angst vor meinem 40.Geburtstag. Ich denke manchmal: "Du hast bisher soviel Glück gehabt, nicht dass nach dem 40. alles mit einem Schlag kommt." :shock:
Und mir macht es auch sehr zum schaffen das ich so viele Jahre ohne Partner verbringen musste. Und sich wahrscheinlich so schnell nichts daran ändern wird.
Das ist allerdings etwas, was mir auch sehr zu schaffen macht. :sadman: Es ist halt dieses Gefühl, dass das bisherige Leben und damit die besten Jahre ungenutzt an einem vorüber gegangen sind.
In meinem Leben ist auch nicht alles schlecht. Aber es fehlt mir halt einiges. Und das macht manchmal schon ziemlich traurig.😥
:umarmung2:
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑18.04.2025, 17:01
Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 16:16 Doch ich fühle mich teilweise alt zumindest körperlich. Die vermutlichen Wechseljahre machen mir zum schaffen.
Das tut mir leid. :umarmung2:
Ich hab bisher echt Glück. Ich habe einen Kollegen, der ist 5 Jahre jünger wie ich, deutlich schlanker und macht im Gegensatz zu mir regelmässig Sport. Ständig tut ihm etwas weh und kann nicht glauben, dass ich keine Probleme habe.
Ich bin echt dankbar, dass ich bisher keine Probleme habe. Vor allem, da ich ein paar Kilo zu viel mit mir rumtrage und auch keinen Sport mache. Manchmal habe ich etwas Angst vor meinem 40.Geburtstag. Ich denke manchmal: "Du hast bisher soviel Glück gehabt, nicht dass nach dem 40. alles mit einem Schlag kommt." :shock:
Ich sage mals so ich habe was den Körper betrifft in der Lotterie des Lebens eine Niete gezogen. Habe starke Skoliose und dadurch eine stark eingeschränkte Lungenfunktion. Mein Krankheitsbild in der Ausprägung ist sehr selten. Aber Schmerzen habe ich zum Glück nicht wirklich. Aber keine Ahnung was in 10 oder 20 Jahren ist.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑18.04.2025, 17:01
Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 16:16 Und mir macht es auch sehr zum schaffen das ich so viele Jahre ohne Partner verbringen musste. Und sich wahrscheinlich so schnell nichts daran ändern wird.
Das ist allerdings etwas, was mir auch sehr zu schaffen macht. :sadman: Es ist halt dieses Gefühl, dass das bisherige Leben und damit die besten Jahre ungenutzt an einem vorüber gegangen sind.
Ich habe in meinem Leben auch einiges verpasst teilweise durch Pech und vielleicht falsche Entscheidungen. Und das alles tut dann schon sehr weh. Vor allem wenn man das Glück der anderen sieht.😢
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von uhu72 »

Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 18:03 Ich habe in meinem Leben auch einiges verpasst teilweise durch Pech und vielleicht falsche Entscheidungen. Und das alles tut dann schon sehr weh. Vor allem wenn man das Glück der anderen sieht.😢
:umarmung2:
Ich denke, dass ist ein Thema, was uns Alt-ABs vor allem betrifft und wo die Jung-ABs Angst vor haben. Ich selbst bin schon zehn Jahre weiter. Irgend wann kommt der Punkt im Leben eines ABs, wo klar ist, dass das eigene Leben nicht wie bei den anderen sein wird. Man muss sich von seiner Lebensvorstellung, Entwurf, Vorbild oder wie auch immer man das betiteln möchte, verabschieden, endgültig. Das ist ein Trauerprozess, der braucht Zeit. Und genauso wie der Verlust von geliebten Menschen (oder ggf. anderen Wesen oder Dingen) einen gelegentlich wieder einholen kann, im günstigen Fall nur kurz, wird einem auch dieser Umstand immer mal wieder einholen. Dagegen kann man nicht viel tun, aber man kann die Situation lernen zu managen. Man muss sich auf die Dinge im Leben konzentrieren, die gehen, die für einen selbst funktionieren oder wo man eine reelle Chance hat. Jetzt werden natürlich viele sagen, aber man hat doch auch im Alter noch Chancen auf eine Beziehung. Ja, dass ist richtig. Aber das ist dann nicht mehr das selbe. Man muss einen neuen, anderen Lebensentwurf kreieren, auf Basis von den Dingen, die einem Freude bereiten. So konzentriert man sich typischer weise auf Hobbys, Reisen oder ggf. die Arbeit. Mir persönlich hilft es, dass ich Kontakt zu anderen Abs und Ex-ABs habe. Oder auch Kollegen. Wenn man "allein" ist, werden Freundschaften und Bekanntschaften wichtiger und ersetzen in mancher Hinsicht die Familie.
:vielglueck:
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

uhu72 hat geschrieben: ↑19.04.2025, 09:15
Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 18:03 Ich habe in meinem Leben auch einiges verpasst teilweise durch Pech und vielleicht falsche Entscheidungen. Und das alles tut dann schon sehr weh. Vor allem wenn man das Glück der anderen sieht.😢
:umarmung2:
Ich denke, dass ist ein Thema, was uns Alt-ABs vor allem betrifft und wo die Jung-ABs Angst vor haben. Ich selbst bin schon zehn Jahre weiter. Irgend wann kommt der Punkt im Leben eines ABs, wo klar ist, dass das eigene Leben nicht wie bei den anderen sein wird. Man muss sich von seiner Lebensvorstellung, Entwurf, Vorbild oder wie auch immer man das betiteln möchte, verabschieden, endgültig. Das ist ein Trauerprozess, der braucht Zeit. Und genauso wie der Verlust von geliebten Menschen (oder ggf. anderen Wesen oder Dingen) einen gelegentlich wieder einholen kann, im günstigen Fall nur kurz, wird einem auch dieser Umstand immer mal wieder einholen. Dagegen kann man nicht viel tun, aber man kann die Situation lernen zu managen.
Ja ich denke es ist ein Trauerprozess. Und wahrscheinlich wird es nie ganz vergehen. Es schmerzt wenn man das Glück der anderen mit bekommt oder sieht. Bei mir kommt ja noch mein Liebeskummer dazu der auch nicht so schnell vergeht. Ich hoffe wirklich es kommen für mich mal bessere Zeiten.
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 18:03 Ich sage mals so ich habe was den Körper betrifft in der Lotterie des Lebens eine Niete gezogen. Habe starke Skoliose und dadurch eine stark eingeschränkte Lungenfunktion. Mein Krankheitsbild in der Ausprägung ist sehr selten..
Oh man, das tut mir leid. :umarmung2:
Ich habe in meinem Leben auch einiges verpasst teilweise durch Pech und vielleicht falsche Entscheidungen. Und das alles tut dann schon sehr weh. Vor allem wenn man das Glück der anderen sieht.😢
Vor allem habe ich irgendwie immer das Gefühl, dass das Glück den anderen quasi zufliegt, ohne dass sie sich anstrengen müssen. Zumindest scheint es oft so.
uhu72 hat geschrieben: ↑19.04.2025, 09:15 Jetzt werden natürlich viele sagen, aber man hat doch auch im Alter noch Chancen auf eine Beziehung. Ja, dass ist richtig. Aber das ist dann nicht mehr das selbe.
Das ist richtig. Ich habe auch die Hoffnung, dass ich irgendwann doch mal eine Frau an meiner Seite haben werde. Aber mit Ende 30 hat man halt schon einiges verpasst. So fehlt einem zum Beispiel die Erfahrung, wie es ist eine Jugendliebe zu haben.
So konzentriert man sich typischer weise auf Hobbys, Reisen oder ggf. die Arbeit. Mir persönlich hilft es, dass ich Kontakt zu anderen Abs und Ex-ABs habe. Oder auch Kollegen. Wenn man "allein" ist, werden Freundschaften und Bekanntschaften wichtiger und ersetzen in mancher Hinsicht die Familie.
Ich finde es extrem wichtig, dass man Dinge im Leben hat, die einem Freude machen. Also ein Hobby, einen schönen Film, Ausflüge usw.. Das sind Dinge, die der Seele gut tun und zwar unabhängig davon, ob man in einer Beziehung ist oder nicht.
Amor gib mir den verdammten Pfeil, ich mach' den Scheiß jetzt selber!
Carmen1452
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Carmen1452 »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑19.04.2025, 11:54
Carmen1452 hat geschrieben: ↑18.04.2025, 18:03 Ich habe in meinem Leben auch einiges verpasst teilweise durch Pech und vielleicht falsche Entscheidungen. Und das alles tut dann schon sehr weh. Vor allem wenn man das Glück der anderen sieht.😢
Vor allem habe ich irgendwie immer das Gefühl, dass das Glück den anderen quasi zufliegt, ohne dass sie sich anstrengen müssen. Zumindest scheint es oft so.
Ja so geht es mir auch. Und die meisten verstehen nicht oder können es sich nicht vorstellen das man sich bei der Partnersuche so schwer tun kann.

Weiß noch was meine Tante letztes Jahr gesagt hat im Bezug auf mich. Das kann ja nicht so schwer sein jemanden zu finden. Aber die gute hat auch leicht reden ist seit 43 Jahren verheiratet und wird dieses Jahr 62 Jahre alt.
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Egil
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Re: Was machen wenn AB-Sein nicht in den eigenen Lebensplan passt?

Beitrag von Egil »

Für mich war mein Kinderwunsch letztlich der Grund, den Arsch hoch zu kriegen und an mir zu arbeiten, mich trotz meiner Misserfolge nicht entmutigen zu lassen. Anderenfalls hätte ich mich wohl schon mit meinem AB-Dasein abgefunden. So dringend brauche ich Sex und Partnerschaft nun nicht, obwohl es natürlich etwas Schönes ist und ich auch stets den Wunsch hatte. Aber das Verlassen der Komfortzone, sich den eigenen Ängsten mit mehr als ungewissen Erfolgsaussichten zu stellen, im Gegenteil mit der Erwartung, erneut Verletzungen zu erfahren, ist nun einmal ein schmerzhafter Prozess.
Every Dudu needs a Bubu :amor:

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