Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Meffi »

Elfriede hat geschrieben: ↑30.03.2025, 11:45 Wer jetzt noch nicht in seinem Leben angekommen ist, sollte sich damit arrangieren, dass es so bleibt, wie es ist.
Meiner Meinung nach, hilft Deine Sichtweise niemandem im Forum und darüber hinaus ist sie auch noch falsch. Hier haben Menschen, auch mit über 50 oder über 40, einen Partner gefunden und ihre aufgetretenen Probleme gelöst. Das kann FF genauso schaffen.

Und als jemand, der in einer langjährigen Beziehung lebt, jemandem dann ins Gesicht zu sagen: Dein Leben kann sich auf keinen Fall verbessern, obwohl sie mehr als deutlich gemacht hat, dass sie sich genau das wünscht, ist für mich tatsächlich einfach nur frech und schamlos. Es ist zudem ungerecht gegenüber jedem User hier, der stark unter seinen Problemen leidet.

Ich würde es vorziehen, wenn Du - statt Deinen Schmerz über Deinen Sohn und Deine Vorstellung niemals Oma zu werden - nicht auf die Umstände der anderen User projizierst. Ich wünsche FF auf jeden Fall, dass sie ihren eigenen Weg findet und dort ankommt, wo sie es gern möchte, denn wer aufgibt hat auf jeden Fall verloren.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 31.03.2025, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beitrag nach Rücksprache angepasst.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Kolinatan »

Elfriede hat geschrieben: ↑30.03.2025, 19:13 Nicht ich urteile derart hart über die Attraktivität oder das Gardemaß meines Sohnes, sondern die Gesellschaft. [...]
Im Moment bist Du es, welche dieses Urteil weiterträgt und es dadurch reproduziert und mit der Vorstellung seiner Unabänderlichkeit dieses verfestigt, statt zu einer Veränderung beizutragen. Auch wenn andere Menschen in dieser Weise urteilen mögen, Du musst ihr Urteil nicht übernehmen und es auch nicht akzeptieren, egal wie wenig Du ihre Meinung beeinflussen kannst.

Allerdings möchte ich mich nicht der konfrontativen Haltung gegen Deine Aussagen anschließen sondern versuchen, ob ich nachvollziehen kann, aus welcher positiven Absicht heraus Du Deine Ratschläge formulierst.

Aus den verschiedenen Erzählungen, welche Du von Dir, Deinem Leben und dem Leben Deines Sohnes bisher im Forum verfasst hast, gehe ich davon aus, dass Du mehrfach an eben solchen Urteilen gescheitert bist. Auch Du hattest Wünsche und Vorstellungen für ein anderes Leben und es ist Dir nicht gelungen Deine Wünsche zu erfüllen. Du hast viel Leid und Schmerz erlebt und - mein Eindruck ist - davon ist in Dir weiterhin viel präsent. Deine positive Absicht ist, anderen diesen Schmerz und die Enttäuschung zu ersparen, welche Du selbst erlebt hast, weil Du versuchtest Deinen Träumen zu folgen und dabei gescheitert bist?

Natürlich ist diese nur mein Bild und meine Interpretation aus Deinen Beiträgen. Vielleicht liegt Deine positive Absicht auch an einer ganz anderen Stelle. Unabhängig davon, möchte ich Dich darum bitten, mit Deinen Empfehlungen, was der richtige Weg für einen Menschen hier im Forum sein könnte, zurückhaltender zu sein. Du siehst an den Rückmeldungen, dass es einigen Mitgliedern schwer fällt, Deine Empfehlungen als konstruktiv zu verstehen. Im Gegenteil, stattdessen sehen sie in Dir jemande, die ihnen mit den Stereotypen und Vorurteilen begegnet, welche ihnen so auch von anderen Menschen entgegen gebracht wurden und werden.

Es ist mir wichtig, dass auch kritische oder unbequeme Meinungen im Forum geäußert werden können, um darüber miteinander zu sprechen und nicht, um sich gegenseitig anzugreifen. Ich halte es für sinnvoll, sich weder in der Illusion der Ausweglosigkeit zu verlieren noch sich in unbegründeten Hoffnung zu verstricken. Mir geht es darum, Menschen zu ermuntern die Dinge, welche sie beeinflussen können, auch anzugehen und dabei sowohl zu träumen als auch realistisch zu bleiben. Es ist mir egal, ob andere Menschen ein solches Vorgehen für einen unrealistischer oder gar unmöglichen Spagat halten. Wer bin ich, um festzulegen was möglich ist und was nicht? Solange ein Mensch bereit ist, sein Leben zu leben und etwas zu unternehmen, solange hat er auch eine Chance seine Ziele zu verwirklichen. Das ist eine Überzeugung, welche ich für mich als sinnvoll ansehe und vielleicht hilft sie auch anderen weiter.

Gerade bin ich am überlegen, wie ich meinen Beitrag abschließen möchte. Während ich auf der einen Seite einen Impuls hatte, nach einem Artikel zu suchen, welcher sich damit beschäftigt, dass das was Menschen in ihrem Leben am meisten bereuen würden, die Dinge sind, welche sie nicht gemacht haben, habe ich gerade noch einen anderen Impuls.

In mir taucht eine andere Frage auf, welche ich gerne Dir, liebe Elfriede, stellen möchte: Hat Dich das Leben hart gemacht, die erlebten Enttäuschungen, der erlittene Schmerz? Damit meine ich nicht Deine Empfindsamkeit, diese scheint durchaus gegeben zu sein. Ich meine eher etwas, was auf mich fast schon widersprüchlich wirkt. Du empfiehlst anderen sich mit ihrem Leben zu arrangieren und zu akzeptieren, dass es sich nicht mehr verändern würde. Zugleich sprichst Du über den Schmerz, welchen Dein Leben und auch die Lebensumstände Deinen Sohnes für Dich gegenwärtig bedeuten. Glaubst Du wirklich an die Empfehlung, welche Du Finnlandfreundin geben hast oder richtest Du diesen Ratschlag auch an Dich, weil es Dir schwer fällt, Deinen Frieden mit Deinem und dem Leben Deines Sohnes zu schließen? Dies würde bedeuten, dass Du versuchst hart gegen Dich zu sein und endlich damit klar zu kommen, dass die Dinge so sind wie sie sind und sie zu akzeptieren?

Ich bin überzeugt davon, dass das was wir in die Welt rufen mehr mit uns, als mit der Welt selbst zu tun hat. Wenn ich sage, dass die Welt hart sei, dann auch deswegen, weil ich selbst diese Härte in mir kultiviere. Diese Härte ist auch Teil meiner Lebensgeschichte, weshalb mich dieser Aspekt wiederum besonders anspricht und somit kann dieser Teil natürlich allein aus meiner Interpretation und Projektion stammen und muss mit Dir nichts zu tun haben. Was meinst Du dazu, Elfriede?
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Fehltrade »

moin,

ist euch bei Elfriede der Sinneswandel im Laufe ihrer Beiträge aufgefallen?
Anfänglich hat sie ja behauptet, Sex und Beziehungen sind quasi an jeder Straßenecke zu haben und man muss nur wollen.
Jetzt scheint sie ins andere Extrem verfallen zu sein, dass AB-Tum vorherbestimmt ist und man sich damit abfinden muss.
Vielleicht scheint mir ein Mittelweg eher der angebrachte zu sein.
Elfriede

Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Kolinatan hat geschrieben: ↑30.03.2025, 23:45
Lieber Kollinatan,

Ja ich habe tatsächlich sehr viel schmerzvolles erlebt. Es kann sogar sein, dass ich darüber hart geworden bin. Man könnte sogar sagen, ich bin verbittert. Ich wurde z.b. oft wegen meiner Adipositas herabgewürdigt. Auch von Menschen, die mir nahe stehen bzw. standen. Und inzwischen habe ich sogar von Ärzten handfeste Diskriminierungen hinnehmen müssen, zu denen es sich wohl noch nicht herum gesprochen hat, dass Adipositas als eigenständige Krankheit anerkannt ist.

Auch mein Sohn hat ähnliches bereits erfahren müssen, u.a. von seinen Großeltern. Mein Vater z.b. hielt es für notwendig mir zu sagen, dass mein Sohn es wohl nie zu etwas bringen würde, wegen seiner Erkrankung. Inzwischen ist unser Sohn Dr. rer. nat und arbeitet an einem renommierten Forschungsinstitut in den USA.

Unsere Gesellschaft ist leider sehr oberflächlich und auf die Optik fokussiert. Ja, es gibt immer auch Gegenbeispiele. Aber leider eher selten. Ich versuche, mich daher damit abzufinden, dass es im Leben meistens keine märchenhaften Wandlungen gibt und immer irgendwie alles gut wird. Sorry, wenn ich damit jemandem die Hoffnung raube. Ich halte es nur für kontraproduktiv, den Kopf in den Sand zu stecken und die Dinge eben nicht beim Namen zu nennen. Von alleine wird nämlich nach meiner Erfahrung gar nichts gut. Man muss sich die Dinge, die man sich wünscht, schon aktiv erkämpfen.

Unser Sohn hat sich entschieden, sein Leben als Singel weiter zu führen. Diese Entscheidung akzeptiere ich natürlich. Ich kann ja auch nichts anderes tun. Wer aber sein ABtum beenden will, sollte aktiv werden. Das vermisse ich hier manchmal.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 31.03.2025, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Elfriede

Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Fehltrade hat geschrieben: ↑31.03.2025, 08:19
Nein, ich habe behauptet, Sex bekommt man als Frau an jeder Straßenecke. Ich hatte damit jedenfalls nie Probleme. Es gibt genügend Männer die neugierig sind, wie eine dicke Frau so im Bett ist. Als Beziehung aber wollten mich die wenigsten. Hier präferierte man(n) eine vorzeigbare, schlanke Dame.


Und noch ein Rat an Finnlandfreundin, wenn du keine Signale empfängst, dann könnte das daran liegen, dass es keine gibt. Jedenfalls nicht von den Männern, von denen du gerne Signale bekommen würdest. Und das wiederum bedeutet, dass du deine Hoffnungen auf das falsche Pferd setzt.

Männer, für die du interessant bist, werden es dich wissen lassen. Und zwar unmissverständlich. Es könnte aber sein, dass die wiederum nicht attraktiv genug für dich sind. Dann solltest du deine Ansprüche herunter schrauben oder akzeptieren, dass du alleine bleibst.

Das muss nicht bedeuten, dass du auf Sex verzichten musst. Schau doch mal auf Tinder, da gibt es bestimmt Probanden genug. Nur wundere dich nicht, wenn diese dich nach einem Treffen z.b. ghosten oder evtl. sogar verhöhnen, solltest du zu aufdringlich werden. Die meisten haben nämlich lediglich Interesse an spannendem Gratissex mit egal wem. Als Mensch zählst du da wenig und als Frau genügt denen dein Körper, bzw. deine Körperöffnungen. Der Rest interessiert nicht.

Sorry aber das ist nunmal meine Erfahrung. Ich wünschte, ich hätte sie mir erspart.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 31.03.2025, 13:29, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Vollzitate gekürzt. Beiträge zusammengeführt.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Seb-X »

Elfriede hat geschrieben: ↑31.03.2025, 10:51 Unsere Gesellschaft ist leider sehr oberflächlich und auf die Optik fokussiert.
Das ist immer schnell gesagt, wenn man da nicht in der ersten Reihe sitzen kann. Jedoch denke ich nicht, dass dies die wichtigste Fokussierung ist. Die liegt vielmehr darauf, ob man auch konventionell ist, also einen "normalen" Lebenslauf aufweisen kann. Als AB fällt man da schon raus.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Seb-X hat geschrieben: ↑31.03.2025, 15:40
In unserer Gesellschaft gibt es viele Gründe, um ausgegrenzt zu werden. Sei es nun die Optik, der Lebenslauf oder andere Dinge, mit denen man sich vom Mainstream abhebt. Ich habe da einiges zu bieten. Zuerst mal meine Figur und dann auch mein beruflicher und privater Lebenslauf. Manchmal fühle ich mich wie ein Alien. Das habe ich wohl mit euch ABs gemeinsam.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 31.03.2025, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Finnlandfreundin »

late_beginner hat geschrieben: ↑25.03.2025, 23:02 Hat dein Ex auch gesagt, woran er diesen Eindruck festgemacht hat?
Hatte ich auch mehrfach gefragt. So genau konnte er das garnicht sagen.

Wenn ich mich ans Dating davor erinnere, waren die Treffen auch immer sehr oberflächlich und platonisch. Die Männer haben keine Annäherungsversuche gemacht, egal wie ich mich bemüht hatte, Interesse zu zeigen. Habe ich Männer und Frauen in der Disko beobachtet, klebten die Männer an einzelnen Frauen.

Ich vermute, das ist nonverbale Kommunikation, was Frauen und Männer oftmals machen bevor der erste Satz gesprochen wird.
Elfriede hat geschrieben: ↑26.03.2025, 13:13 [...] Vielleicht bist du nicht dazu gemacht, in einer Partnerschaft zu leben? Ich denke einfach, je entspannter man Dinge hinnimmt, die sich einfach nicht ändern lassen, umso besser kann man wertschätzen, was man hat.
Das Unrecht hast du nicht und zwischen den Onlinedatingphasen hatte ich das tatsächlich gemacht, aber trotz aller negativer Erfahrungen beim Onlinedating führte es mich immer wieder zurück.

Ich denke, es ist was anderes, wenn man ein ausgefülltes Singleleben sowie ein Paarleben hatte und dann für sich entscheidet, was einem eher zusagt.
Elfriede hat geschrieben: ↑31.03.2025, 11:48 Männer, für die du interessant bist, werden es dich wissen lassen. Und zwar unmissverständlich. Es könnte aber sein, dass die wiederum nicht attraktiv genug für dich sind. Dann solltest du deine Ansprüche herunter schrauben oder akzeptieren, dass du alleine bleibst.

Das muss nicht bedeuten, dass du auf Sex verzichten musst. Schau doch mal auf Tinder, da gibt es bestimmt Probanden genug. [...]
Acht Jahre lang (von 29 bis 37) habe ich Onlinedating gemacht und ja, auch ich schaute eher auf die Optik, abgesehen vom letzten Jahr. Eine wirkliche Veränderung brachte das nicht. Tinder war dabei - keine Kontaktaufnahme von einem Mann und keine Reaktion auf Kontaktaufnahmen von mir.

Nach meinem ersten Freund suchte ich nicht mehr Online, sondern über Freizeitgruppen und "Neu in ..." Man schaut automatisch weniger auf die Optik und gibt auch kaum anziehenden Männern eine Chance, aber so wirklich zufrieden und erfüllend ist das auch nicht, abgesehen davon, dass man sich sagen kann, dass man nicht Single ist.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 08.04.2025, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge zusammengeführt. Zitate gekürzt.
Elfriede

Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Sorry, Finnlandfreundin, wenn ich dich teilweise hart angegangen bin. Ehrlich gesagt macht es mir große Angst, mir vorzustellen, dass immer mehr Menschen, darunter auch mein Sohn, gezwungen sind, alleine durchs Leben zu gehen. Und ich rede nichtmal von der großen, hollywoodmäßigen Liebe, sondern einfach von purer Einsamkeit. Aber ich muss zugeben, ich bin mit meinem Latein am Ende.

Mir bleibt nichts weiter übrig, als euch allen alles Gute zu wünschen!

Traurige Grüße
Elfriede
Meffi

Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Meffi »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.04.2025, 09:00 Sorry, Finnlandfreundin, wenn ich dich teilweise hart angegangen bin.
Also, jetzt bin ich wirklich baff. :surprise:

Dass ich noch erleben darf, wie sich eine Frau, die sich gegenüber einem anderen Forummitglied falsch verhalten hat, tatsächlich dafür entschuldigt, stand definitiv nicht auf meiner 2025-Ab-Forum-Bingo-Karte

Respekt dafür! :good:
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.04.2025, 09:00 Sorry, Finnlandfreundin, wenn ich dich teilweise hart angegangen bin. [...]
Kein Problem, ich finde es nicht schlimm, wenn jemand seine Gedanken schildert. Ich muss dann sehen, ob es mir was bringt oder nicht, aber das ist dann mein Part.

Und wie bereits geschrieben, so ganz Unrecht hast du nicht, aber ich bin noch nicht so weit, aufzugeben. Und die letzten Monate haben auch gezeigt, dass es Fortschritte geben kann, auch wenn sie nicht so sind, wie ich es mir gewünscht hätte. Ansprüche senken, hatte ich probiert und es hat auch funktioniert (Beziehung und Sex - leider getrennt voneinander). Beziehung ohne Sex - keine Ahnung, vielleicht mit 65 möglich. Meine Mutti ist Single und sucht nicht mehr. Sie meint, sie hat kein Bedürfnis nach Sexualität mehr. Sex ohne Beziehung funktioniert. Wenn emotionale Anziehung da ist, muss sexuelle nicht wirklich da sein. Ist dies nicht der Fall und auch keine sexuelle Anziehung, dann kommt man nicht wirklich in Gang. (mir geht es so)
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14.04.2025, 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Elfriede

Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑14.04.2025, 13:28 Kein Problem, ich finde es nicht schlimm, wenn jemand seine Gedanken schildert. Ich muss dann sehen, ob es mir was bringt oder nicht, aber das ist dann mein Part. [...]
Liebe Finnlandfreundin,

Danke für dein Verständnis! Weißt du ich habe einfach große Angst davor, dass unser Sohn sein Leben lang unter Einsamkeit leiden wird. In meiner Familie gibt es gehäuft Fälle von Depression, Angststörung und sogar Suizid, so dass es meine Horrorvorstellung ist, dass auch er durch seine Lebenssituation erkranken könnte. Daher habe ich hier oft relativ harsch geschrieben und bin dabei wohl über das Ziel hinaus geschossen.

Natürlich solltest du nicht aufgeben! Ich kenne sogar einige Senioren, die mit über 70 sich noch einmal verliebt haben und einen neuen Partner gefunden haben. Warum also sollte dir das nicht auch gelingen, zumal du ja schon einige Beziehungserfahrungen in deinem Leben sammeln konntest. Aber auch ganz ohne diese Erfahrungen ist es natürlich immer möglich, einen Partner zu finden. Man muss dem Schicksal nur auch eine Chance geben. Viele Menschen höheren Alters mit oder ohne Beziehungserfahrungen aber tendieren dazu, sich zurück zu ziehen bis hin zur Selbstisolation. Das finde ich dann immer besonders traurig, denn gerade im Alter braucht man doch Bezugspersonen. Und sei es nur für Gespräche oder falls mal der Wasserhahn tropft.

Mein Mann und ich sind nun schon seit fast 40 Jahren ein Paar. Der Sex wird in letzter Zeit immer seltener und für uns beide weniger wichtig. Aber emotional sind wir natürlich tief verbunden. Wir sind nun beide über 60 und da ist es wohl der normale Lauf der Dinge, dass der Sexualtrieb nachlässt. Zu Anfang war ich darüber sehr traurig. Mein Mann ist älter als ich und so setzte bei ihm diese Entwicklung ein, als ich noch gerne aktiver gewesen wäre. Auch nahm ich das zuerst sehr persönlich und fühlte mich abgelehnt und als Frau von ihm nicht mehr wahrgenommen. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich verstanden habe, dass es nicht gegen mich gerichtet war, sondern eine Folge des normalen Alterungsprozesses. Auch heute noch habe ich ab und zu Verlangen nach Sex, finde aber dafür inzwischen andere Lösungen.

Sollte ich einmal alleine bleiben, so kann ich aber ausschließen, dass ich noch einmal nach einem Partner suchen würde. Da geht es mir ähnlich wie deiner Mutter. Wir gehören zu einer Generation, die oft noch das traditionelle Rollenbild gelebt hat. Da war es uns Frauen oft nicht vergönnt, sich selbst zu entwickeln, sondern wir waren in erster Linie Mütter und Hausfrauen. Ich wäre neugierig darauf zu sehen, wer ich ohne alle diese Pflichten und Sorgen bin und ich hätte auch noch genug Wünsche und Pläne, um mein Leben auf andere Weise zu füllen. Natürlich aber wünsche ich mir in erster Linie, so lange wie möglich mit meinem Mann zusammen sein zu können. Aber man ist ja inzwischen realistisch genug zu wissen, dass das nicht ewig der Fall sein wird.

Dir nun aber alles Gute und von Herzen viel Glück für alles, was du dir in deinem Leben wünscht und erträumst. Meine Daumen sind gedrückt!

Liebe Grüße
Elfriede
Zuletzt geändert von Kolinatan am 15.04.2025, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Seb-X »

Elfriede hat geschrieben: ↑15.04.2025, 08:53 Ich kenne sogar einige Senioren, die mit über 70 sich noch einmal verliebt haben und einen neuen Partner gefunden haben.
Als AB?
"Im innersten Gehäuse des Humanismus, als dessen eigene Seele, tobt gefangen der Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht."
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Seb-X hat geschrieben: ↑17.04.2025, 23:42
Elfriede hat geschrieben: ↑15.04.2025, 08:53 Ich kenne sogar einige Senioren, die mit über 70 sich noch einmal verliebt haben und einen neuen Partner gefunden haben.
Als AB?
Ja, auch als AB. Ich habe glaube ich schon mal von einem Herrn erzählt der mit um die 80 ein bitteres Resümee über sein Leben als AB gezogen hat. Er bezeichnete sich selbst als Versager, weil er es nie geschafft hatte, eine Beziehung zu führen. Ich arbeitete damals in einem Seniorenheim und führte mit diesem Herrn viele Gespräche. Mit der Zeit lebte er sich ein und freundete sich mit einer anderen Bewohnerin an. Ich denke, die Sache blieb platonisch aber immerhin waren beide nicht mehr alleine und konnten die Zeit, die ihnen noch blieb gemeinsam verbringen. Weißt du, in dem Alter ist man vorsichtig mit dem Begriff Liebe und Verlieben. Aber es war bestimmt eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden entstanden. Ich fand es sehr schön, dass zu sehen.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Elfriede hat geschrieben: ↑18.04.2025, 07:54 Ich habe glaube ich schon mal von einem Herrn erzählt der mit um die 80 ein bitteres Resümee über sein Leben als AB gezogen hat. Er bezeichnete sich selbst als Versager, weil er es nie geschafft hatte, eine Beziehung zu führen. Ich arbeitete damals in einem Seniorenheim und führte mit diesem Herrn viele Gespräche. Mit der Zeit lebte er sich ein und freundete sich mit einer anderen Bewohnerin an. Ich denke, die Sache blieb platonisch aber immerhin waren beide nicht mehr alleine und konnten die Zeit, die ihnen noch blieb gemeinsam verbringen. Weißt du, in dem Alter ist man vorsichtig mit dem Begriff Liebe und Verlieben. Aber es war bestimmt eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden entstanden. Ich fand es sehr schön, dass zu sehen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine Freundschaft schwer von Liebe zu unterscheiden ist. Ich kenne tiefe Freundschaften, wo kein Blatt dazwischen passt. (Vielleicht war ich aber auch einfach noch nicht richtig verliebt.)
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Elfriede »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑22.04.2025, 17:27 Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine Freundschaft schwer von Liebe zu unterscheiden ist. Ich kenne tiefe Freundschaften, wo kein Blatt dazwischen passt. (Vielleicht war ich aber auch einfach noch nicht richtig verliebt.)
Ja, da ist was dran. Meinen Mann und mich verbindet heute vor allem eine tiefe Freundschaft und natürlich auch die vielen Jahre unseres gemeinsam gelebten Lebens.

In jüngeren Jahren war da natürlich auch noch die sexuelle Anziehung. Aber die spielte eigentlich nur ganz am Anfang eine Rolle. So etwas schleift sich leider schnell ab, bei uns zumindest. Aber wir hatten auch sehr schnell heftige Schwierigkeiten zu überwinden. Auch weil unsere Zukunftsvisionen erheblich voneinander abwichen.

Heute haben wir die meisten Klippen überwunden. All das hat uns sehr zusammen geschweißt. Wenn ich mir auch natürlich mehr Leichtigkeit gewünscht hätte. Aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof!
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Montecristo »

Elfriede hat geschrieben: ↑23.04.2025, 07:35 Aber wir hatten auch sehr schnell heftige Schwierigkeiten zu überwinden. Auch weil unsere Zukunftsvisionen erheblich voneinander abwichen. Heute haben wir die meisten Klippen überwunden.
Hattet Dir denn dann die gemeinsame Zukunftsplanung harmonisiert? Etwas anderes kann ich mir für eine tragfähige Beziehung kaum vorstellen. Wenn das ganze nicht oberflächlich vor sich hinköcheln soll. (Friends mit Benefiz oder so.)

Tatsächlich hatten meine Frau und ich sehr deckungsgleiche Pläne. Und das wirkt immer noch stabilisierend. Anziehung erzeugt das möglicherweise nicht. Wobei ich am Ende Dates mit Frauen, die keine Familie wollten, gleich abgebogen habe. Das sah ich dann als sinnlos an.
Elfriede hat geschrieben: ↑23.04.2025, 07:35 Wenn ich mir auch natürlich mehr Leichtigkeit gewünscht hätte. Aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof!
Stressfaktoren kommen auch von außen genug. Nach dem Motto: Irgendwas ist immer. Und seien es so Kleinigkeiten wie Pandemien und Kriege in Europa. :frech2:
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Lavinia »

alex321 hat geschrieben: ↑06.12.2024, 12:10 Im Alltag? Im Alltag bin ich praktisch unsichtbar für Frauen. Ich wurde noch nie angebaggert und meiner Erfahrung nach wollen Frauen im Alltag auch nicht angebaggert werden.
Ich kenne es so, daß man als Frau niemandem sein Interesse zeigen darf, als ungeschriebenes (und unausgesprochenes) Gesetz - und selbst wenn es erlaubt wäre, hätte ich keine Ahnung, wie (mir hat das schon mal jemand erklärt, aber ich könnte es trotzdem nicht).
Dagdieb hat geschrieben: ↑07.12.2024, 16:08 Meine Gedanken zu einigen der angesprochenen Themen:
Tinder ist als Mann hart, wenn du nicht zu den 20% optisch attraktivsten gehörst (als Frau wohl auch, wenn du nicht zu den oberen 70% gehörst).
> hast Du dafür eine Quelle, ich hab das schon mal gehört?
Zuletzt geändert von Kolinatan am 24.04.2025, 00:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge zusammengeführt. Zitat repariert.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Elfriede hat geschrieben: ↑23.04.2025, 07:35 Ja, da ist was dran. Meinen Mann und mich verbindet heute vor allem eine tiefe Freundschaft und natürlich auch die vielen Jahre unseres gemeinsam gelebten Lebens.

In jüngeren Jahren war da natürlich auch noch die sexuelle Anziehung. Aber die spielte eigentlich nur ganz am Anfang eine Rolle. So etwas schleift sich leider schnell ab, bei uns zumindest. Aber wir hatten auch sehr schnell heftige Schwierigkeiten zu überwinden. Auch weil unsere Zukunftsvisionen erheblich voneinander abwichen.

Heute haben wir die meisten Klippen überwunden. All das hat uns sehr zusammen geschweißt. Wenn ich mir auch natürlich mehr Leichtigkeit gewünscht hätte. Aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof!
Darf ich fragen, was das für Schwierigkeiten waren und inwieweit eure Zukunftsvisionen sich voneinander unterschieden?

Bin aufgrund meiner Trennung wieder viel am Nachdenken und Grübeln und frage mich gerade, ob man durch diese lange AB-Phase oft zu kompliziert ist und vieles erwartet, was bei den meisten garnicht da ist. Letztens erst wieder meine Schwester gelöchert. Sexuelle Anziehung verspürte sie anscheinend von Anfang an nicht bei ihrem Freund und dennoch fühlte sie sich zu ihm hingezogen, sie fühlte sich wohl in seiner Nähe. Wohlfühlen tue ich mich auch in der Nähe von Freunden. Aber müsste das nicht ein anderes Wohlfühlen sein? Oder erwarte ich nur ein anderes Wohlfühlen? Kann sie sich vielleicht auch einfach garnicht mehr daran erinnern, dass es am Anfang vielleicht doch was Anderes war?
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Montecristo »

Lavinia hat geschrieben: ↑23.04.2025, 20:24
Dagdieb hat geschrieben: ↑07.12.2024, 16:08 Meine Gedanken zu einigen der angesprochenen Themen:
Tinder ist als Mann hart, wenn du nicht zu den 20% optisch attraktivsten gehörst (als Frau wohl auch, wenn du nicht zu den oberen 70% gehörst).
> hast Du dafür eine Quelle, ich hab das schon mal gehört?
Eine Umfrage eines Betreibers einer Singlebörse. Ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Ob es dazu Neueres gibt, weiß ich nicht.
(Oft genug im Forum verlinkt. Ich habe aber gerade keine Lust Google anzuschmeißen.)

Das lässt immerhin offen, ob Partnersuche außerhalb von Singlebörsen anders funktioniert.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑23.04.2025, 21:15 Bin aufgrund meiner Trennung wieder viel am Nachdenken und Grübeln und frage mich gerade, ob man durch diese lange AB-Phase oft zu kompliziert ist und vieles erwartet, was bei den meisten gar nicht da ist.
Das ist ein wichtiger Punkt. Ich denke aber dass das Problem grundsätzlich alle haben.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 24.04.2025, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge zusammengeführt.
Im Leben geht es zu 10% um das, was passiert und zu 90% wie wir darauf reagieren.

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