Werdet ihr auch immer verbitterter?
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Darth Bane
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Werdet ihr auch immer verbitterter?
Bei mir ist es so, dass ich inzwischen mit Mitte 50 jegliche Hoffnung auf eine Beziehung aufgegeben habe. Alles andere wäre illusorisch. Ich merke mittlerweile, dass ich von Tag zu Tag immer mehr abstumpfe, gefühlskälter werde und weiter verbittere.
Wilhelm Busch hat ja mal gesagt:"Wer alleine ist der hat es gut, da keiner da, der ihm Böses tut."
Geht es euch auch so?
Wilhelm Busch hat ja mal gesagt:"Wer alleine ist der hat es gut, da keiner da, der ihm Böses tut."
Geht es euch auch so?
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.
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ABler11235
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Kann es verstehen, dass es dir so geht. Aber wie aktiv bist du das Thema in den letzten 30 Jahren angegangen? Kannst du zurückblicken und ehrlich zu dir sagen "ich habe es versucht"? Oder hast du gewartet, dass etwas von alleine passiert?
Zuletzt geändert von ABler11235 am 12.05.2025, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Hoffnung gebe ich nie auf 
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Ich weiß das man die Hoffnung nicht aufgeben soll.
Aber jetzt mit 40 habe ich die Hoffnung so gut wie aufgegeben. Bis auf einen Mann der mich bitterlich enttäuscht und vielleicht auch verarscht hat hatte nie ein Mann je Interesse an mir.
Ich bin einfach zu hässlich.
Vielleicht sollte man es einfach akzeptieren lernen.
Aber jetzt mit 40 habe ich die Hoffnung so gut wie aufgegeben. Bis auf einen Mann der mich bitterlich enttäuscht und vielleicht auch verarscht hat hatte nie ein Mann je Interesse an mir.
Vielleicht sollte man es einfach akzeptieren lernen.
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Darth Bane
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Das muss ich zweifellos auf meine Kappe nehmen und kann die Schuld dafür niemand anderem in die Schuhe schieben. Ich war und bin auch bis heute kein Party-Löwe. Dieser Smalltalk-Müll ödet mich an, um es noch diplomatisch zu formulieren.ABler11235 hat geschrieben: ↑12.05.2025, 10:16 Aber wie aktiv bist du das Thema in den letzten 30 Jahren angegangen? Kannst du zurückblicken und ehrlich zu dir sagen "ich habe es versucht"? Oder hast du gewartet, dass etwas von alleine passiert?
Ich bin durchaus in Vereinen mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis, habe aber Zweifel, dass das etwas bringt.
Man geht doch in einen Sportverein, um sich sportlich zu betätigen. Zur Beziehungsanbahnung halte ich Vereine, genauso wie Chöre, für relativ ungeeignet.
Man sagt ja so schön. Wer überwiegend in seinen vier Wänden bleibt, wird außer dem Postboten und den Zeugen Jehovas kaum Leute treffen. Und Verkupplungsversuche finde ich peinlich und zum Fremdschämen. Zudem bin ich leidenschaftlicher Gamer, was Frauen in meiner Altersklasse wohl erst recht creepy finden.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Ich werde dieses Jahr auch 40
Die Hoffnung habe ich noch nicht aufgeben, aber ich merke, dass der Schmerz mit jedem Tag größer wird. Klar, es gibt vieles in meinem Leben, was mir Freude macht. Aber dennoch ist da halt ein großes Loch, welches irgendwie nicht gefüllt wird. Was mir vor allem weh tut ist die Tatsache, dass den meisten Menschen eine Beziehung regelrecht zuzufliegen scheint, während ich es irgendwie nicht gebacken kriege.

Amor gib mir den verdammten Pfeil, ich mach' den Scheiß jetzt selber!
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Schade das Gamer sein bei dir so negativ behaftet ist.Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 16:00 [...]
Zudem bin ich leidenschaftlicher Gamer, was Frauen in meiner Altersklasse wohl erst recht creepy finden.
Also weil ich finde alle Gamer cool.
Umso älter umso cooler
Erinnere mich an das Rentnerpärchen das zusammen WOW gezockt hat in irgendner Fernseh Reportage von vor vielen Jahren.
Das war total süß
Klar ziehst du weniger Frauen an die 2 mal die Woche in ner Disse sind oder drölf mal im Jahr verreisen, aber das willst du ja auch gar nicht.
Am liebsten wäre dir doch eine die auch gerne zockt?
Finde das creepy auch irgendwie ein wenig hart.
Weil für mich ist n Stalker creepy.
Oder wie würdest du Frauen bezeichnen die leidenschaftlich gerne zocken?
Das wir Männer es vermutlich viel cooler finden wenn Frauen zocken als umgekehrt liegt wohl daran das viel mehr Männer Zocker sind.
Gibt sicher einige Frauen, die einen Mann zum verreisen suchen, oft mit den Augen rollen, als bei der Beziehungsanbahnung heraus kommt das er doch mehr zockt als verreist
My 2 cents ontopic, ja das wurde ich.
Damals Langzeittherapie und später das Forum hier + unzählige tolle Menschen haben für mich das Ruder rum gerissen.
Normal ist was sich gut anfühlt!
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Montecristo
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Das ist ein großes Problem. Als ich als HC-AB auf die 50 zuging, wurde es mit den Beschwichtigungen "das wird schon" schwieriger.Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 10:01 Ich merke mittlerweile, dass ich von Tag zu Tag immer mehr abstumpfe, gefühlskälter werde und weiter verbittere.
Ich hatte sehr dunkle Phasen. Über diese habe ich nie ausführlicher geschrieben, da die früheren Betreiber das sicher gelöscht hätten.
Wenn ich meine heutige Frau nicht getroffen hätte, dann weiß ich nicht wo das geendet wäre.
Es hilft nur jeden Tag nach dem nächsten zu nehmen. Und im schlimmsten Fall professionelle Hilfe zu suchen.
Im Leben geht es zu 10% um das, was passiert und zu 90% wie wir darauf reagieren.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Finde es allerdings sehr schön und auch inspirierend, dass es bei dir mit 50 dann sogar noch geklappt hat. Das sollte dem ein oder anderen älteren Forenuser sicherlich Motivation geben, die Hoffnung nicht aufzugeben.Montecristo hat geschrieben: ↑13.05.2025, 08:17 Als ich als HC-AB auf die 50 zuging, (...) meine heutige Frau nicht getroffen hätte, dann weiß ich nicht wo das geendet wäre.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Nein. Allerdings nicht weil ich in einer Beziehung bin, sondern weil ich für mich entschieden haben diese Weg nicht gehen zu wollen. Ich habe genug damit zu tun, für mich einen Sinn zu finden, in den Dingen die ich mache und machen möchte. Die innere Leere, die fehlende Verbindung zu mir selbst, die hatte ich lange genug. Auch wenn innere Unruhe und Zweifel mich immer wieder begleiten, Sehnsüchte und Tagträume mich aus dem Moment reißen, ich freue mich trotzdem darüber zu fühlen und zu spüren.
Nach meinem Verständnis gehört zur Bitterkeit vor allem das nicht Annehmen können oder wollen, das Hadern mit Vergangenem und keinen Frieden zu finden, in dem was ist. Um diesem zu entgehen, habe ich versucht die Haltung zu meiner Vergangenheit zu ändern, um mir keine Vorhaltungen zu machen und über das was wäre wenn zu spekulieren. Die größte Herausforderung liegt allerdings darin, dass es mir gelingt mich darüber zu freuen, über den Menschen der ich heute bin, wo ich bin und was ich mache. Was mir immer noch schwer fällt ist Dankbarkeit zu empfinden. Wenn das Leben immer wieder eine Herausforderung ist, weil ich mit manchem hadere, dann fällt es mir schwer mich auf die Dinge zu konzentrieren, für die ich dankbar sein kann, schließlich ziehen die Dinge mit denen ich unzufrieden bin und welche ich verändern möchte regelmäßig ihre Aufmerksamkeit auf sich.
Mischt sich Deine Bitterkeit mit Pessimismus und bist Du zynisch geworden oder ist es eher wie eine Art Groll auf Dein Leben, was Dich verbittern lässt? Wobei hilft es Dir? Geht es darum den Mangel an Verbindung mit einer Partnerin nicht mehr spüren zu müssen oder geht es darum eine Wut im Zaum zu halten, indem sie unter der bleiernen Schwere der Bitterkeit eingesperrt bleibt?
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Darth Bane
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Gaming ist bei mir selbst natürlich nicht negativ besetzt. Beim Mainstream leider schon. Es ist ja nicht so, dass ich jede freie Minute vor meiner Xbox abhänge. Bei schönem Wetter mache ich auch gerne eine Radtour und gegen eine Reise habe ich auch nichts einzuwenden.RomNey hat geschrieben: ↑13.05.2025, 04:35Schade das Gamer sein bei dir so negativ behaftet ist.Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 16:00 [...]
Zudem bin ich leidenschaftlicher Gamer, was Frauen in meiner Altersklasse wohl erst recht creepy finden.
Am liebsten wäre dir doch eine die auch gerne zockt?
Finde das creepy auch irgendwie ein wenig hart.
Das wir Männer es vermutlich viel cooler finden wenn Frauen zocken als umgekehrt liegt wohl daran das viel mehr Männer Zocker sind.
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Ich verbringe auch schon mal das ein oder andere WE in deutschen Großstädten, um mir ein Musical anzusehen. Anschließend bin ich dann aber oft wieder depremiert, weil ich nicht selten der einzige Single im Publikum bin. Andere haben zumindest etwas wie eine Clique. Aber selbst damit kann ich nicht dienen.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Es hängt offensichtlich ein bisschen am Thema. Ich musste mit 52 einen kataklysmischen Bruch in meinem Berufsleben hinnehmen.Kolinatan hat geschrieben: ↑13.05.2025, 09:21 Nach meinem Verständnis gehört zur Bitterkeit vor allem das nicht Annehmen können oder wollen, das Hadern mit Vergangenem und keinen Frieden zu finden, in dem was ist. Um diesem zu entgehen, habe ich versucht die Haltung zu meiner Vergangenheit zu ändern, um mir keine Vorhaltungen zu machen und über das was wäre wenn zu spekulieren.
Ich habe einen neuen Anfang gefunden und bin jetzt eigentlich sehr zufrieden. Vor allem habe ich mit dem Davor abgeschlossen.
Finde es mittlerweile nur noch nervig, wenn Leute aus dieser Zeit mit Ideen um die Ecke kommen. Und ich empfinde Dankbarkeit, dass ich meine Kenntnisse aus dem Studium noch gewinnbringend nutzen darf.
Mit meinem AB-tum war es anders. Schwer auf den Punkt zu bringen.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Zynisch ist gar kein Ausdruck. Ich bin regelrecht zum Misanthropen geworden. Es regt mich bereits auf, wenn ich andere Menschen fröhlich und ausgelassen sehe, die dabei auch noch lauthals lachen. Man wird mich auf Fotos der letzten Jahre, falls ich denn mal abgebildet werde, selber nicht mal grinsen sehen. Humor ist mir vollkommen abhanden gekommen.Kolinatan hat geschrieben: ↑13.05.2025, 09:21 Mischt sich Deine Bitterkeit mit Pessimismus und bist Du zynisch geworden oder ist es eher wie eine Art Groll auf Dein Leben, was Dich verbittern lässt? Wobei hilft es Dir? Geht es darum den Mangel an Verbindung mit einer Partnerin nicht mehr spüren zu müssen oder geht es darum eine Wut im Zaum zu halten, indem sie unter der bleiernen Schwere der Bitterkeit eingesperrt bleibt?
Montecristo meint mit der professionellen Hilfe vermutlich eine Psychotherapie. Aber der Therapeut/die Therapeutin wird mir auch keine Partnerin verschaffen können. Dass muss ich im Endeffekt wieder selber auf die Reihe bekommen.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Vor kurzem habe ich bei YouTube ein Video von einem Paar gesehen, da ging es auch ums Zocken. Sie wurde gefragt, ob es sie nicht stört, dass ihr Freund zockt. Da meinte sie, dass es sie nicht stört. Im Gegenteil, sie fände das sogar ganz gut, weil er eben zu Hause bei ihr wäre.
Das tut mir leid für dich!Darth Bane hat geschrieben: ↑13.05.2025, 10:09 Zynisch ist gar kein Ausdruck. Ich bin regelrecht zum Misanthropen geworden. Es regt mich bereits auf, wenn ich andere Menschen fröhlich und ausgelassen sehe, die dabei auch noch lauthals lachen. Man wird mich auf Fotos der letzten Jahre, falls ich denn mal abgebildet werde, selber nicht mal grinsen sehen. Humor ist mir vollkommen abhanden gekommen.
So weit ist es bei mir Gott sei Dank nicht. Ich freue mich, wenn andere Leute Freude und Spass haben. Wenn ich glückliche Paare sehe, die Händchenhaltend spazieren gehen oder sich verliebt anschauen und küssen, dann freue ich mich auch darüber. Ehrlich gesagt aber auch immer mit einem gewissen Schmerz verbunden. Einerseits freue ich mich für die beiden, andererseits tut es halt weh, weil ich es nicht erlebten darf.
Glücklicherweise bin ich aber auch noch in der Lage zu lachen, schaue z.B. gerne lustige Filme. Auch auf der Arbeit gibt es mit den Kollegen immer viel zu lachen. Gestern beispielsweise meinte eine Kollegin, die ich jetzt ein paar Tage nicht sehe, zu mir: "Ich wünsche dir ein paar schlechte Tage!" Ich drauf: "Ja vielen dank und dir einen scheiß Feierabend!" "Jaaaaa, den wünsch ich dir auch!" Wir haben uns dann lachend verabschiedet.
Bei mir ist es eigentlich eher umgekehrt wie bei dir. Wenn ich unter Menschen bin, dann geht es mir besser. Wenn ich allein bin, vor allem nachts im Bett, dann merke ich schon, dass negative Gedanken hoch kommen und mir bewusst wird, dass ich allein bin.
Darth Bane hat geschrieben: ↑13.05.2025, 09:28 Ich verbringe auch schon mal das ein oder andere WE in deutschen Großstädten, um mir ein Musical anzusehen. Anschließend bin ich dann aber oft wieder depremiert, weil ich nicht selten der einzige Single im Publikum bin. Andere haben zumindest etwas wie eine Clique. Aber selbst damit kann ich nicht dienen.
Ich finde es toll, dass du trotzdem solche Dinge unternimmst!
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Fehltrade
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
moin,
aufgrund negativer Kindheits- und Jugenderfahrungen und einer daraus resultierenden Persönlichkeitsstörung war ich in jungen Jahren wesentlich verbitterter und verstockter als gegenwärtig mit 60. Heute gehe ich mit dem Thema wesentlich gelassener um, da ich sowieso nur ein gewisses Ausmaß an Nähe ertragen kann. Jetzt noch mit jemanden Tisch und Bett zu teilen weckt bei mir höchstens noch Alpträume. Ich hole mir einen Ausgleich über Vereine (Schach, Wandern), Sport (Joggen, Radfahren) und einem Ehrenamt und gelte dort als umgänglich. Hin und wieder - besonders im Herbst und Winter - daddele ich auch gerne Strategiespiele wie Civilization.
Im Alter von 30 bis 40 war die Verbitterung größer, wobei ich bemerkt habe, dass dieses Gefühl eher aus einem gesellschaftlichen Erwartungsdruck resultierte als aus einem innerlich empfundenen Defizit. Fragen nach dem Beziehungsstatus sind gottseidank ohnehin seltener geworden, sodass ich niemanden mehr etwas beweisen muss.
aufgrund negativer Kindheits- und Jugenderfahrungen und einer daraus resultierenden Persönlichkeitsstörung war ich in jungen Jahren wesentlich verbitterter und verstockter als gegenwärtig mit 60. Heute gehe ich mit dem Thema wesentlich gelassener um, da ich sowieso nur ein gewisses Ausmaß an Nähe ertragen kann. Jetzt noch mit jemanden Tisch und Bett zu teilen weckt bei mir höchstens noch Alpträume. Ich hole mir einen Ausgleich über Vereine (Schach, Wandern), Sport (Joggen, Radfahren) und einem Ehrenamt und gelte dort als umgänglich. Hin und wieder - besonders im Herbst und Winter - daddele ich auch gerne Strategiespiele wie Civilization.
Im Alter von 30 bis 40 war die Verbitterung größer, wobei ich bemerkt habe, dass dieses Gefühl eher aus einem gesellschaftlichen Erwartungsdruck resultierte als aus einem innerlich empfundenen Defizit. Fragen nach dem Beziehungsstatus sind gottseidank ohnehin seltener geworden, sodass ich niemanden mehr etwas beweisen muss.
Zuletzt geändert von Fehltrade am 13.05.2025, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Ich werde mittlerweile eher entspannter und Freunde und Hobbies halten mich auch ganz gut bei Laune. Doch noch eine Beziehung zu finden ist recht unrealistisch geworden, meine Unerfahrenheit wird zu abschreckend sein, aber dann ist das wohl so.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Ich bin jetzt 37, ich spüre einen großen Druck vom Umfeld, besonders von Menschen die meine Eltern sein könnten, meinem Vater war das eigentlich egal.
Mein Vater hat nach dem Tod meiner Mutter auch über 20 Jahre bis zu seinem Tod, keine Beziehung mehr geführt.
Bei diesen fremden Leuten habe ich auch mal mitgehört wie die über Junggesellen hergezogen haben, mit der ist ein Versager, mit dem Aussehen oder dem Auftreten ist das kein Wunder.
Das verbittert mich eigentlich noch mehr als der Umstand Single zu sein.
Mein Vater hat nach dem Tod meiner Mutter auch über 20 Jahre bis zu seinem Tod, keine Beziehung mehr geführt.
Bei diesen fremden Leuten habe ich auch mal mitgehört wie die über Junggesellen hergezogen haben, mit der ist ein Versager, mit dem Aussehen oder dem Auftreten ist das kein Wunder.
Das verbittert mich eigentlich noch mehr als der Umstand Single zu sein.
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Fohlen11
Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Als verbittert würde ich mich nicht bezeichnen. Ich bin jedoch häufig sehr zynisch und sarkastisch, was glaube ich nicht bei allen Menschen immer gut ankommt. Mir fällt es hier immer sehr schwer, die "Grenze des guten Geschmacks" zu erkennen, was dann häufig zur Ablehnung meiner Person führt.
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Montecristo
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Man hat mir für meine berufliche Neuorientierung mal einen Personal-Coach ans Bein gebunden. War völlig verschwendete Zeit. Wir haben die ganze Zeit aneinander vorbei geredet. Er fand nicht gut, was ich versuche. Ich fand sein Psycho-Gelaber anstrengend. Und geklappt hat es trotzdem. Da hast Du vollkommen recht. Am Ende des Tages musst Du es drehen.Darth Bane hat geschrieben: ↑13.05.2025, 10:09 Montecristo meint mit der professionellen Hilfe vermutlich eine Psychotherapie. Aber der Therapeut/die Therapeutin wird mir auch keine Partnerin verschaffen können. Dass muss ich im Endeffekt wieder selber auf die Reihe bekommen.
Nein, ich meinte es etwas anders. Man kommt ziemlich schnell in eine Abwärtsspirale rein. Andere Menschen nervig finden ist das eine. Ihnen eine Flasche über den Kopf ziehen zu wollen, ist es grundsätzlich anderes. Und da sollte man eine Grenze ziehen. Wenn man das nicht mehr kann, dann braucht man Hilfe.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?
Dieses Verhalten spricht aber meiner Meinung nach eher für den schlechten Charakter dieser Leute. Solche Leute haben absolut keine Ahnung davon, wie es sich anfühlt unfreiwillig Single zu sein. Davon aber mal abgesehen finde ich dieses Verhalten ziemlich asozial, zumal es ja durchaus auch freiwillige Singles gibt.
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