Ich würde an der Stelle nicht so viel drauf geben. Ich hatte auch mal das zweifelhafte Vergnügen einer Vollnarkose. Ich erinnere mich, dass der Anästhesist mich nach dem Aufwachen auch etwas unerwartet Privates gefragt hat. Das wird eine Art von Überprüfung sein, ob der Patient wirklich wach ist - das klassische "wie viele Finger?" hat wohl ausgedient. Wie ich es erlebt habe, war ich zwar wach genug, um die Frage korrekt zu beantworten, aber mich darüber zu wundern, noch nicht, das kam erst hinterher. Ein paar höhere Hirnfunktionen sind dann nach der Narkose wohl noch nicht wieder da.Kolinatan hat geschrieben: ↑06.11.2025, 23:03 Während der Unterhaltung mit dem Anästhesisten kannst Du kaum viele nonverbale Signale gegeben haben, da Du für die Vollnarkose sicher schon gelegen bist und Deine Armen auch kaum bewegen haben wirst, oder? Also bleibt nur der freudige und angeregte Klang Deiner Stimme und die Art und Weise, wie Du auf seine Äußerungen reagiert hast. Vielleicht war der Anästhesist auch ein AB, wer weiß und ihn hat Deine lebendige Erzählweise beeindruckt.
Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Da frage ich mal ganz provokant:Blau01 hat geschrieben: ↑07.11.2025, 11:24 Ich war ja selber auch sehr lange AB und kenne deshalb die Sehnsucht nach Nähe und die Enttäuschung, wenn es nicht klappt, nur zu gut. Ich tue mich sehr schwer damit, Menschen zu enttäuschen oder gar zu verletzen, zumal das ja meist eigentlich ganz sympathische Männer sind, mit denen mir das dann passiert.
Geht es dir dabei wirklich um die verletzten Seelen der Menschen oder um die verlorene Aufmerksamkeit, wenn du von Anfang an die Fronten klärst?
Aus meiner persönlichen Erfahrung und dem was ich so in meinem Umfeld beobachte, ist das nämlich meistens eher so, dass die Mädels keine klare Position von sich aus beziehen, wenn da keine konfrontative Interessensbekundung vor ihnen liegt. Begründen tun sie das eben mit "Ich will die Person nicht verletzen", aber in Wahrheit ist es dann doch eher der Verlust der Aufmerksamkeit der sympathischen Person. Das läuft bei denen unterbewusst ab. Da geht es also gar nicht darum den Mann vorsätzlich am langen Finger zu halten, aber die Aufmerksamkeit der Person fühlt sich gut an. Das Interesse an der Aufmerksamkeit steht als über den verletzten Gefühlen des Mannes.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Menschen interpretieren auch gerne mal etwas in Blicke, Gesten, Handlungen hinein (oftmals Wunschdenken). Das kann man leider niemals vollständig verhindern.
Es kann natürlich genauso gut sein, dass du die ein oder andere Reaktion fehlinterpretiert hast.
Es kann natürlich genauso gut sein, dass du die ein oder andere Reaktion fehlinterpretiert hast.
Dieser Vermutung schließt sich die Frage an. warum Menschen anderen Menschen überhaupt die Aufmerksamkeit entziehen (sie fallen lassen wie eine heiße Kartoffel), sobald sie nicht als Partner in Frage kommen. Das will irgendwie nicht in meinen Kopf. Wenn man jemanden sympathisch findet, ändert dessen Beziehungsstatus daran doch nichts.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ein Beispiel:
Vor vielen Jahren war ich mit einem Freund auf einer Veranstaltung, wo auch ein Mädel war, was ich mal über eine Anzeige erfolglos datete. Ich wechselte auf der Veranstaltung mir ihr ein paar Worte und das wars. Mein Kumpel beobachtete das von weiter weg.
Während des Gesprächs ging sie einige Schritte zurück und "erhöhte die Distanz".
Natürlich bemerkte ich das.
Meinem Kumpel fiel das ebenfalls auf und er machte später noch Sprüche darüber.
Anderes Beispiel:
Als meine erste Freundin zum ersten Mal mit mir sprach, fasste sie mich ständig an beim Sprechen.
Suche den Unterschied.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Berechtigte Frage. Ich erkläre mir es so, dass man sich vielleicht ganz sympathisch findet, aber das primäre Interesse gilt immer noch einer romantischen Beziehung. Wenn man jetzt nur eine platonische Freundschaft eingeht, obwohl man ja romantisches Interesse hat, dann geht man das Risiko ein sich trotzdem an die Person ranzumachen und wenn das nicht auf Gegenseitigkeit beruht, leidet man in dieser Beziehung, weil das Bedürfnis nach einer romantisches Beziehung zu der Person nicht befriedigt wird. So ist es in den meisten Fällen besser, wenn man sich gar nicht auf eine Freundschaft einlässt, wenn nicht garantiert ist, dass man damit leben kann nur ein platonische Freundschaft zu pflegen. Das geschieht also aus reinem Selbstschutz.Deja-vu hat geschrieben: ↑07.11.2025, 20:22 Dieser Vermutung schließt sich die Frage an. warum Menschen anderen Menschen überhaupt die Aufmerksamkeit entziehen (sie fallen lassen wie eine heiße Kartoffel), sobald sie nicht als Partner in Frage kommen. Das will irgendwie nicht in meinen Kopf. Wenn man jemanden sympathisch findet, ändert dessen Beziehungsstatus daran doch nichts.
Natürlich ist es auch möglich, dass sich eine beidseitige platonische Freundschaft entwickelt, aber da muss jeder für sich selbst einschätzen, ob sich das lohnt. Aus meiner persönlichen Erfahrung haben sich solche Entwicklungen nur ergeben, wenn man, aufgrund der Umstände, sowieso viel Zeit miteinander verbringt.
Das gabs in meiner Historie schon häufiger. Das waren dann Frauen aus dem Freundeskreis, Verein oder Arbeit. Ich pflege z.B. gerade eine Freundschaft zu einem Mädel mit der ich sogar schon Sex hatte. Optisch und charakterlich ist sie für mich immer noch Bombe, aber ich habe gemerkt, dass ich mich dennoch nicht zu ihr hingezogen fühle. Unsere Beziehung fühlt sich eher wie Bruder und Schwester an. Sie sieht das wohl ähnlich und hat mittlerweile einen festen Freund, den sie mir vorgestellt hat. Ich bin happy für sie und habe auch gar keinen Gedanken daran verschwendet, dass ich eine Chance verpasst habe.
Würde ich so auch unterschreiben. Ich kenne das ja von mir, dass ich bei Körperkontakt erstmal distanziert bin. Es gab auch schon Mädels, die ich attraktiv fand und die mich casually berührt haben, dabei bin ich dann immer etwas weg gezuckt. Das könnte falsche Signale gesendet haben.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ich hab schon öfter das Gegenteil bemerkt, also das Frauen eher auf Abstand gehen bei mir.
Selbst wenn das nicht mal ein richtiger Flirtversuch war... Z.b. wenn man im Small-talk ein Kompliment unterbringt. Schönes Kleid, hübsche Frisur ect... die Reaktionen sind oft "reserviert" wie ich festgestellt habe.
Hab das Gefühl ich sehe es im Kopf der Frauen rattern, so : "würg will der mich etwa anbaggern?"
Die einzigen die sich wirklich freuen sind eine lesbische Freundin und eine Bekannte die in der Modebranche arbeitet, und sich viel Mühe mit dem Styling gibt. Beide kenne ich schon seit Jahren, und können das auch entsprechend einordnen, bzw wissen das es ohne Hintergedanken ist.
Ich mag oft schon gar nicht mehr den Mund aufmachen.. positives zu einer Frau zu sagen, z.b. bei Arbeitskolleginnen, hab immer Angst das es falsch aufgenommen wird.
Es gab auch auf der Arbeit mal eine die sich an jeden meiner (vergebenen) Kollegen rangemacht hat, hat fröhlich ihre private Nummer verteilt mit dem Kommentar.: Kannst mich auch nach Feierabend anrufen ect..
Außer beim mir, zusammenarbeit war gut, aber "strictly business"
Zu etwa 50-60% ihrer Zeit hat sie nur mit mir zusammen gearbeitet, und ich wusste gar nichts über sie...
Meine Kollegen kannten quasi ihre Lebensgeschichte, und gleichzeitig haben Sie sich über die lustig gemacht, sie ist jetzt nicht so attraktiv, recht nerdy auf den job bezogen usw...
Selbst wenn das nicht mal ein richtiger Flirtversuch war... Z.b. wenn man im Small-talk ein Kompliment unterbringt. Schönes Kleid, hübsche Frisur ect... die Reaktionen sind oft "reserviert" wie ich festgestellt habe.
Hab das Gefühl ich sehe es im Kopf der Frauen rattern, so : "würg will der mich etwa anbaggern?"
Die einzigen die sich wirklich freuen sind eine lesbische Freundin und eine Bekannte die in der Modebranche arbeitet, und sich viel Mühe mit dem Styling gibt. Beide kenne ich schon seit Jahren, und können das auch entsprechend einordnen, bzw wissen das es ohne Hintergedanken ist.
Ich mag oft schon gar nicht mehr den Mund aufmachen.. positives zu einer Frau zu sagen, z.b. bei Arbeitskolleginnen, hab immer Angst das es falsch aufgenommen wird.
Es gab auch auf der Arbeit mal eine die sich an jeden meiner (vergebenen) Kollegen rangemacht hat, hat fröhlich ihre private Nummer verteilt mit dem Kommentar.: Kannst mich auch nach Feierabend anrufen ect..
Außer beim mir, zusammenarbeit war gut, aber "strictly business"
Zu etwa 50-60% ihrer Zeit hat sie nur mit mir zusammen gearbeitet, und ich wusste gar nichts über sie...
Meine Kollegen kannten quasi ihre Lebensgeschichte, und gleichzeitig haben Sie sich über die lustig gemacht, sie ist jetzt nicht so attraktiv, recht nerdy auf den job bezogen usw...
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Hey, vielen Dank für die Info
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Blau01
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Das sind gute Vorschläge. Ich bin furchtbar schlecht in "subtil", ich brauche immer alles sehr direkt. Aber vielleicht lege ich mir ein paar passende Holzhammer-Sätze zurecht.
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Blau01
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Vielen Dank für deinen Input
Ich hatte zu Studienzeiten einen sehr großen ganz überwiegend männlichen Freundeskreis. Da hatte ich auch noch Zeit für sowas, mit Job, Kindern, Partner und Ehrenämtern wird es sehr schwierig, viele Freundschaften zu pfelegn, ich beschränke mich desdhalb auf deutlich weniger. Die Männer fand ich einfach alle durchgehend sympathisch, egal ober verpartnert oder nicht. Dier meisten habe ich sogar ganz im Stillen verehrt, aber hätte es mir niemals anmerken lassen, schon gar nicht sobald ich wusste, dass sie eine Partnerin haben. So habe ich einfach ihre Anwesenheit genossen und bin dankbar für die gemeinsame Zeit.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Vielen lieben Dank für deinen Beitrag
Tatsächlich habe ich aber ein sehr großes Bestreben danach, niemanden zu verletzen oder zu enttäuschen. Ich kann ausgesprochen schlecht Nein sagen und mache mir häufig Gedanken, ob ich jemandem mit einer Äußerung oder einem Verhalten irgendwie verletzt oder vor den Kopf gestoßen haben könnte. Da fehlen mir leider auch Antennen: man muss mir beispielsweise idealerweise wortwörtlich sagen, was man von mir möchte, indirektes oder Andeutungen erkenne ich nur sehr schwer. Umgekehrt passiert es mir bisweilen, dass Leute mehr in meine Worte/mein Verhalten interpretieren, als ich gesagt oder getan habe. Das sind dann möglicherweise ganz gängige Schlussfolgerungen, die mir aber leider fremd sind. In meinem Vertrauten Umfeld komme ich gut klar und weiß auch, wie ich mit wem umgehen kann, ohne, dass etwas falsch verstanden wird. Etwas schwerer fällt es mir bei Leuten, die ich nicht so gut kenne.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Das ist natürlich schade. Weil, eigentlich freut man sich doch über ein Kompliment, unbhängig davon, wer es macht.MattEagle hat geschrieben: ↑07.11.2025, 23:23 Ich hab schon öfter das Gegenteil bemerkt, also das Frauen eher auf Abstand gehen bei mir.
Selbst wenn das nicht mal ein richtiger Flirtversuch war... Z.b. wenn man im Small-talk ein Kompliment unterbringt. Schönes Kleid, hübsche Frisur ect... die Reaktionen sind oft "reserviert" wie ich festgestellt habe.
Hab das Gefühl ich sehe es im Kopf der Frauen rattern, so : "würg will der mich etwa anbaggern?"
Es sei denn, man tut sich allgemein schwer damit, Komplimente anzunehmen. Vielleicht steckte auch sowas dahinter.
Eigentlich musst du das nicht. Wenn es nicht zu plump ist (wovon ich mal ausgehe) oder zu anzüglich, dann ist nichts Falsches daran. Was sie sich dann dazu denken, kannst du, wie gesagt, nur schwer beeinflussen.
Das ist natürlich ein nachvollziehbarer Grund.
Bei mir gab es das einmal. Und diese Freundschaft hält bis heute, worüber ich sehr froh bin.Levyn hat geschrieben: ↑07.11.2025, 23:05 Natürlich ist es auch möglich, dass sich eine beidseitige platonische Freundschaft entwickelt, aber da muss jeder für sich selbst einschätzen, ob sich das lohnt. Aus meiner persönlichen Erfahrung haben sich solche Entwicklungen nur ergeben, wenn man, aufgrund der Umstände, sowieso viel Zeit miteinander verbringt.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ja, dieses zwei Schritte weiter denken finde ich mitunter anstrengend. Vor allem wenn sie dann darauf beharren, dass ihre Interpretation doch meiner Realität entspräche und mir dann erklären wollen, was ich gemeint oder gewollt hätte.
Ich finde es angenehm, wenn jedes mitdenkt und mir - wenn ich Kaffee tränke, z.B. nachdem ich mir einen eingegossen habe, mir die Milch reicht, weil es weiß, dass ich diesen mit Milch lieber mag. Mit Menschen, die in dieser Weise achtsam sind und sich in mich bzw. in die aktuelle Tätigkeit hineindenken können, da macht es mir Spaß mit ihnen zusammenzuarbeiten. Es entsteht dann schnell ein gemeinsamer Flow. Diese Form des Einlassens hilft auch, um gemeinsame Begeisterung für ein Thema zu teilen oder sich gegenseitig die Inspirationsbälle zuzuspielen.
Das Gegenteil passiert, wenn diese zusätzlich Schritte darin bestehen, dass jedes seine Vorstellung, Erfahrungen, Befürchtungen oder - bezogen auf das Flirten - seine Wünsche und Sehnsüchte auf meine Äußerungen projiziert und mir eine Intention oder Absicht unterstellt, welche nicht in mir sondern in ihrer Vorstellung liegt. Besonders anstrengend ist es, wenn sie direkt auf ihre eigene Interpretation reagieren und so gar keine Gelegenheit lassen an den Punkt zu kommen, wo das Missverständnis noch frühzeitig hätte aufgeklärt werden können.
Zum Teil lässt sich dies leider kaum vermeiden. Es ist dann zumeist so wie Du beschreibst, wenn ich Menschen etwas besser kenne, kann ich mich auf sie bzw. ihr Verhalten einstellen und kann selbst achtsamer sein, wenn ich schon etwas Erfahrung damit habe, bei welchen Themen es ihnen schwer fällt bei dem zu bleiben was gesagt wurde und wo ihre Lebensgeschichte dafür sorgt, dass sie in ihren eigenen Film abtauchen, statt in der gegenwärtigen Situation präsent zu bleiben.
Aus meiner Sicht ist es bei diesem Bestreben wichtig, dass ich für mich klar habe, bis wohin mein Einflussbereich geht. Mir ist es wichtig, mich möglichst präzise auszudrücken und klar zu formulieren. Allerdings zusätzlich aufzuzählen, was ich mir dem was ich sage "nicht sagen" will, ist mir dann in der Regel zu umständlich. Um diesen Aufwand zu betreiben, muss mir das Anliegen oder die Person schon besonders wichtig sein. Entsprechend gehe ich grundsätzlich davon aus, dass ich es mit Menschen zu tun habe, welche selbst für ihre Gedanken und Vorstellungen verantwortlich sind und solange ich nicht die Intention hatte, jedes zu täuschen oder zu verletzten, bin ich auch nicht bereit die Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn jedes mein Verhalten entsprechend interpretiert. Diese Erwartung der Eigenverantwortung kann mitunter auch enttäuscht werden, allerdings ist dies dann meine Täuschung, wo ich dann jeweils mein Verhalten gegenüber der jeweiligen Person anpasse.
Es wäre manches einfacher, wenn wir alle in der Lage wären genau das zu hören, was gerade gesagt wurde und uns direkt und klar ausdrückten. Ein bisschen lebt das Flirten von eher vagen Andeutungen und dem Spiel mit den Möglichkeiten. Gerade wenn Du es gewohnt bist, genau dass zu sagen was Du meinst ohne Andeutungen oder gar Ironie, kann das für andere Menschen total irritierend sein, weil sie Subtexte von ihrem Umfeld gewöhnt sind und gar nicht glauben können, dass Du nur das meinst, was Du es gesagt hast. Wie geht es Dir mit Ironie? Hast Du einen funktionierenden Detektor? Ich tue mich - gerade weil es mir immer wichtiger geworden ist Menschen ernst zu nehmen - immer mal wieder schwer damit.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ich bin leider wahnsinnig gut darin, Flirtsignale nicht mitzubekommen, und habe dadurch tatsächlich schon einige sehr nette Leute verletzt, weil ich durch meine Art/meine Verhalten wohl Hoffnungen geweckt und dann nicht erfüllt habe
Ich denke, da muss ich aber an mir arbeiten. Möglicherweise sehe ich das alles dramatischer, als das andere tun würden.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Nein, hast du nicht.
Du bist doch nicht für die Hoffnungen der anderen verantwortlich. Und erfüllen musst du sie schon gar nicht.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Das ist eine interessante Frage. Mich selber verunsichert Aufmerksam eher, ich vermeide es nach Möglichkeit, bei irgendjemandem im Fokus zu stehen. In solchen Situationen fühle ich mich wie ein Elefant im Porzellanladen, der gerne möglichst ohne allzuviel Schaden anzurichten aus dem Laden rauskommen möchte. Was dabei allerdings unterbewusst abläuft, kann ich gar nicht sagen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 09.11.2025, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Oh krass, ich hätte das mit der Nummer rein dienstlich verstanden, also dass man quasi jederzeit wegen fachlicher Fragen anrufen dürfte. Wäre nie auf die Idee gekommen, dass das anders gemeint sein könnte.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Kann ich nachvollziehen. Wie sieht es aber aus, wenn sich die Aufmerksamkeit darauf beschränkt, dass die Leute sich dir gegenüber sympathisch verhalten oder generell auch einfach gerne mit dir reden und dir dabei ein gewisses Gefühl der Wertschätzung entgegen bringen? Die Angst könnte ja sein, dass wenn du ihnen die Hoffnung nimmst, sie sich vielleicht zurückziehen oder sich dir gegenüber anders verhalten. Es muss nicht mal sein, dass sie dich danach nicht mehr mögen, sondern kann auch sein, dass du ihnen dann egaler bist.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Kolinatan hat geschrieben: ↑08.11.2025, 16:29 Das Gegenteil passiert, wenn diese zusätzlich Schritte darin bestehen, dass jedes seine Vorstellung, Erfahrungen, Befürchtungen oder - bezogen auf das Flirten - seine Wünsche und Sehnsüchte auf meine Äußerungen projiziert und mir eine Intention oder Absicht unterstellt, welche nicht in mir sondern in ihrer Vorstellung liegt. Besonders anstrengend ist es, wenn sie direkt auf ihre eigene Interpretation reagieren und so gar keine Gelegenheit lassen an den Punkt zu kommen, wo das Missverständnis noch frühzeitig hätte aufgeklärt werden können.
Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. Das klingt absolut plausibel und nachvollziehbar. In der Theorie jedenfallsKolinatan hat geschrieben: ↑08.11.2025, 16:29 Aus meiner Sicht ist es bei diesem Bestreben wichtig, dass ich für mich klar habe, bis wohin mein Einflussbereich geht. Mir ist es wichtig, mich möglichst präzise auszudrücken und klar zu formulieren. Allerdings zusätzlich aufzuzählen, was ich mir dem was ich sage "nicht sagen" will, ist mir dann in der Regel zu umständlich. Um diesen Aufwand zu betreiben, muss mir das Anliegen oder die Person schon besonders wichtig sein. Entsprechend gehe ich grundsätzlich davon aus, dass ich es mit Menschen zu tun habe, welche selbst für ihre Gedanken und Vorstellungen verantwortlich sind und solange ich nicht die Intention hatte, jedes zu täuschen oder zu verletzten, bin ich auch nicht bereit die Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn jedes mein Verhalten entsprechend interpretiert. Diese Erwartung der Eigenverantwortung kann mitunter auch enttäuscht werden, allerdings ist dies dann meine Täuschung, wo ich dann jeweils mein Verhalten gegenüber der jeweiligen Person anpasse.
Ich bin seit 13 Jahren mit einem Mann zusammen, über den mir seine eigenen Eltern gesagt haben, er wäre "ein fürchterlicher Narzisst" und "gewalttätig und unberechenbar". Ich war sehr erschrocken darüber, aber vor allem deshalb, weil mir mein Partner sehr leid tut, der bei Eltern aufgewachsen ist, die ihn so sehen. Allerdings würde ich sagen, dass sie in Bezug auf "Narzissmus" nicht ganz unrecht haben. Ich tue mich schwer mit der Verwendung des Begriffs, das ist ja eine medizinische Diagnose, die ich nicht so einfach stellen kann. Was aber die Behauptung unterstützen könnte, ist, dass in unserer Beziehung grundsätzlich erst mal die Schuld für alles bei mir liegt. Ich habe lange gebraucht, um das zu hinterfragen und bin auch immer noch dabei, mich aus dieser Sichtweise wieder herauszuarbeiten. Ich habe aber sicherlich auch sowieso eine Tendenz, Fehler zuerst einmal bei mir zu suchen.
Gewalttätig geworden ist er mir gegenüber aber nie (zumindest nicht tätlich, nur verbal), sonst hätte ich die Beziehung direkt beendet.
Ich verstehe Ironie auf Anhieb, wenn die Aussage entsprechend betont wird. Die meisten Menschen betonen eine ironisch gemeinte Aussage anders, dann ist das auch leicht erkennbar. Wenn die Ironie aber unauffällig zwischen anderen Sätzen steht, dann tue ich mich damit schwer und muss erst mal über das Gesagte nachdenken, ob das so einen Sinn ergibt. Dadurch bin ich dann oft die letzte, die es versteht. Wenn überhaupt. Manchmal sorge ich dann auch für Heiterkeit, wenn ich erstaunte Rückfragen stelle
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ohne jetzt alle Beiträge zu lesen, kann ich von mir berichten.
Falls es in meinem Leben Flirtsignale in meine Richtung gegeben hat, habe ich wahrscheinlich die allermeisten nicht wahrgenommen.
In lockerer Runde mit einigen Freundinnen habe ich auch mal festgestellt: "Ich könnte allein mit einer Frau im Raum sein und die Frau nackt mit einem Schild "nimm mich" um den Hals um mich herumtanzen, ich würde wahrscheinlich denken, die meint jemand anderen".
Ich bin also wahrscheinlich eher der Steinzeit-Typus: Keule über den Kopf und dann in die Höhle zerren. Das ist wenigstens eindeutig.
Falls es in meinem Leben Flirtsignale in meine Richtung gegeben hat, habe ich wahrscheinlich die allermeisten nicht wahrgenommen.
In lockerer Runde mit einigen Freundinnen habe ich auch mal festgestellt: "Ich könnte allein mit einer Frau im Raum sein und die Frau nackt mit einem Schild "nimm mich" um den Hals um mich herumtanzen, ich würde wahrscheinlich denken, die meint jemand anderen".
Ich bin also wahrscheinlich eher der Steinzeit-Typus: Keule über den Kopf und dann in die Höhle zerren. Das ist wenigstens eindeutig.
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Re: Warum es keine eindeutigen Flirtsignale gibt.
Ich hab Kontaktversuche seit Jahren leider innerlich immer boykottiert. War eine ziemliche Selbstsabotage. Da wäre ggfs. einiges möglich gewesen. Kann zumindest nicht mehr so selbstmitleidig wie früher sagen, dass sich keine Frau für mich interessiert. Auch das berühmte "es liegt bestimmt am Aussehen" kann ich so nicht mehr für mich stehen lassen. Drum jetzt also offener werden, Augen auf, Augenkontakt nicht aus dem Weg gehen, sich nicht mehr verstecken.
Ich merke auch schon, wie ich wieder sozialer und kontaktfreudiger werde. Dann sollte sich auch die Ausstrahlung verbessern.
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