Mein Kommentar hat jetzt nix mit dem eigentlichen Thema zu tun, möchte ihn aber trotzdem schreiben.Blau01 hat geschrieben: ↑09.11.2025, 19:17 Ich bin seit 13 Jahren mit einem Mann zusammen, über den mir seine eigenen Eltern gesagt haben, er wäre "ein fürchterlicher Narzisst" und "gewalttätig und unberechenbar". Ich war sehr erschrocken darüber, aber vor allem deshalb, weil mir mein Partner sehr leid tut, der bei Eltern aufgewachsen ist, die ihn so sehen. Allerdings würde ich sagen, dass sie in Bezug auf "Narzissmus" nicht ganz unrecht haben. Ich tue mich schwer mit der Verwendung des Begriffs, das ist ja eine medizinische Diagnose, die ich nicht so einfach stellen kann. Was aber die Behauptung unterstützen könnte, ist, dass in unserer Beziehung grundsätzlich erst mal die Schuld für alles bei mir liegt. Ich habe lange gebraucht, um das zu hinterfragen und bin auch immer noch dabei, mich aus dieser Sichtweise wieder herauszuarbeiten. Ich habe aber sicherlich auch sowieso eine Tendenz, Fehler zuerst einmal bei mir zu suchen.
Gewalttätig geworden ist er mir gegenüber aber nie (zumindest nicht tätlich, nur verbal), sonst hätte ich die Beziehung direkt beendet.
Meine Schwester war fast 30 Jahre mit einem Mann verheiratet, der (diagnostiziert) narzisstisch ist.
Auch sie hat sehr viele Jahre seine verbalen 'Aussetzer' hingenommen, verteidigt und die Schuld bei sich gesucht.
Daher tut es mir im Herzen weh wenn ich dann so etwas lese.
Offenbar fehlt es ganz vielen Menschen an Selbstliebe. (Da nehme ich mich jetzt auch nicht aus.)