Schonmal vielen Dank an euch alle für eure Beiträge und Antworten.
Wenn ich mal die direkten Tipps, woran man was erkennen könnte, angucke, stelle ich fest; ich war wohl doch nicht blind vor Signalen, sondern hatte sie einfach wirklich noch nie.
Und auch wenn sich meine meiste Dating-Erfahrung tatsächlich auf den Online-Bereich konzentriert, ging es mir tatsächlich doch auch um mehr Signale im echten Leben.
Bezogen auf Online-Dating ist meine Vorstellung, hat eine Frau auch Interesse an mir, wenn es zu einem richtigen Gespräch kommt.
Die letzten Chats, die ich da hatte, waren oft sehr einseitig, ich musste ihr meistens alles aus der Nase ziehen, es kamen nur einsilbige Antworten und irgendwann auch gar keine mehr. Das finde ich anstrengend und ermüdend und wenn sie es langweilig findet versteh ich nicht, warum sie überhaupt gematched hat.
Andrea hat geschrieben: ↑07.03.2026, 18:59
Ich habe mich erst letztes Wochenende mit jemandem getroffen - aus meiner Sicht lief es erstaunlich perfekt und es gab für mein Verständnis durchaus viele Signale, dass er interessiert ist. Insgesamt haben wir 5 Stunden miteinander verbracht - und seitdem meldet er sich nicht mehr...
Prinzipiell hätte ich schon gedacht, dass ich entsprechende Signale deuten kann.
Das tut mir leid, dass es da nicht funktioniert hat.

Bei 5 Stunden Austausch hätt ich eigentlich auch gedacht, ist auf jeden Fall Potenzial für mehr da.
Andrea hat geschrieben: ↑07.03.2026, 18:59
Auf der anderen Seite frag ich mich manchmal schon, ob es "die Signale" überhaupt gibt - oder ob das in der heutigen Datingwelt nicht völlig beliebig und austauschbar ist. Wenn ich an Ghosting und solche Phänomene denke, sind Signale im Vorfeld auch irgendwie überhaupt nichts wert...
Ein interessanter Gedanke.
Inzwischen hör ich halt häufig nur noch, dass es sich irgendwann schon ergibt und man es nicht zu sehr erzwingen sollte, etwas zu finden, und man "spürt" es halt dann irgendwann.
Aber ich weiß nicht, ich hatte schon einige Matches in der Online-Welt und einige Mitschülerinnen oder Kommilitoninnen, wo ich etwas "gespürt" hab, dass es sich "richtig" anfühlte. Die waren dann aber meist vergeben, hatten kein Interesse, oder, im Falle von OD - Ghosting.
Deswegen ist meine Erwartungshaltung inzwischen ein bisschen, wenn ich meine potenzielle Partnerin vor mir sitzen hab, dann muss ich ihr nicht alles aus der Nase bohren und bei mehrdeutigen Fragen selbst entscheiden, wie ihre einsilbige Antwort jetzt zu interpretieren sei, sondern dass auch sie mir interessiert und neugierig Rückfragen stellt, mir Komplimente macht und auch auf mich zugeht, und nicht eben nur ich auf sie.
Ich weiß nicht, ob diese Erwartung irgendwie überromantisiert ist, zu idealistisch und deshalb unrealistisch. Aber ich finde es bei jedem menschlichen Kontakt eigentlich irgendwo ... normal? Zu einer Beziehung gehören nunmal zwei Seiten. Und irgendwann muss die andere Seite auch einen Schritt machen.
Cavia hat geschrieben: ↑07.03.2026, 21:14
Ich dachte, es geht um das Singnalisieren von Interesse, bevor es überhaupt zu einem Treffen kommt.
Genau, so war das auch gemeint.
Sorry, wenn das im Voraus missverständlich war.
Deja-vu hat geschrieben: ↑07.03.2026, 21:16
Das passt zum Thema "ab wann entsteht Interesse"? Bei mir dauert das eh seine Zeit, bis ich das rausgefunden habe, weil ich die Person vorher immer kennenlernen und in die "Friendzone" schieben muss.
Also möchtest du, dass deine potenzielle zukünftige Partnerin auch erstmal deine beste Freundin wird? Verstehe ich dich da richtig?
Weil das so ein Ideal ist, was ich eigentlich auch für mich wünsche. Dass die Partnerin sich auch verhält wie eine beste Freundin, auf die immer Verlass ist, dir Rückendeckung und Motivation gibt, aber auch offen und ehrlich mit dir spricht und anspricht, wenn etwas doof ist oder kritikwürdig. So zumindest bei mir.
Auf der anderen Seite finde ich es aber auch interessant, wie du es beschreibst. Ich hatte häufig das Gefühl oder die Erfahrung, wenn ich bei einer potenziell interessanten Frau, sei es Mitschülerin oder was auch immer, in der Friendzone lande, geht es nicht mehr weiter für mich. Da kann ich die Partnerschaft vergessen, dafür war ich dann doch nie gut genug. Also das typische "Er ist nett zum reden, aber mehr nicht"
Rantanplan hat geschrieben: ↑08.03.2026, 06:33
Ich denke, wenn Interesse erkennbar ist, dann hat das erst mal noch lange nichts mit Interesse an einer Beziehung zu tun. Das kann man so schnell in der Regel noch gar nicht wissen. Es ist einfach nur Interesse an einer Person - nicht mehr und nicht weniger. Da sollte man noch lange nicht direkt an Beziehung denken.
Intersse ist für mich klar erkennbar, wenn
- ich ein Gespräch mit einem Mann führe und er sich mir zu-, nicht abwendet, also nicht so nebenbei mit mir spricht
- mir dabei oft und auch länger in die Augen schaut
- er mir vielleicht auch etwas persönlichere Fragen stellt, etwas über mich wissen will
- ev. auch mal kurze Berühungen zwischendrin
Sowas sind aber höchstens Ausgangspunkte für weitere Aktivitäten und noch lange keine Frage, obs mal eine Beziehung gibt.
Genau so entsprechen meine Vorstellungen dem auch.
Wie gesagt, im Online-Dating hatte ich oft das Gefühl, hab ich beim persönliche Frage stellen irgendwann gelangweilt und genervt, weswegen ich schnell geghostet werd. Es kam praktisch kein Gegeninteresse.
Und genauso ist es natürlich auch im echten Leben wichtig, nicht nur Gegeninteresse zu zeigen, sondern auch körperlichsprachlich und verbal offen zu sein. Also nicht immer nur dieses, wie ich es nun häufiger nannte, einsilbige Antworten, sondern auch, wenn man sich gegenüber sitzt, interessiert in die Augen sieht, und nicht gelangweilt über dem Tisch hängt.
Und wie verstehst du das mit den Berührungen? Ich hatte häufig eher Angst vor sowas, weil ich nicht übergriffig sein will. Deswegen habe ich mir irgendwann angewöhnt, erst zu fragen, ob z. B. eine Umarmung ok ist, bevor ich umarme.