Andrea hat geschrieben: ↑28 Mär 2026 10:48
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was daran verwöhnt oder provokant sein soll.
Ich glaube, die Frage ist doch, welchen Stellenwert Wohnungsgröße und -ausstattung für den Einzelnen hat und was man bereit ist, dafür monatlich auszugeben - und worauf man dafür eventuell stattdessen verzichtet.
Das jemand entscheidet mehr zu zahlen, damit er seinen gewünschten Wohnstandard und Wohnkomfort bekommt, halte ich für absolut legitim. Und auch das jemand mehr Platz braucht.
Für die Mehrheit der Singles in der Bevölkerung sind aber Wohnungsgrössen wie Finnlandfreundin sie für sich wünscht bzw. zur Verfügung hat, nicht realistisch.
Die Antworten von Finnlandfreundin richten sich hier dabei an User, die deutlich zu verstehen geben, das sie sich einfach aktuell nur eben deutlich kleinere und billigere Wohnungen leisten können und ihr Erstaunen zum Ausruck bringen, das andere für sich mehr beanspruchen.
Die Aussagen hier klingen für mich daher teilweise schon ein wenig, als wären höhere Wohnkosten und grössere Wohnräume für alle problemlos möglich.
Andrea hat geschrieben: ↑28 Mär 2026 10:48
Das würde ich - weil mir Wohnen aber auch sehr wichtig ist - als sehr knapp bemessen einordnen.
Bei mir gehen aktuell ca. 40% meines Gehalts für die Wohnung drauf. Als ich zwischenzeitlich einige Jahre in München gewohnt habe, war es durchaus auch mehr als die Hälfte.
Und das ist ein Punkt: es gibt Regionen wie München oder Stuttgart wo das in der Tat sehr knapp bemessen ist. Und dann Regionen wo damit sehr grosszügig gewohnt werden kann.
Soviel zur Allgemeingültigkeit!
Die 30%-Regel ist auch nur Faustregel - hat man z.B. kein Auto kann deutlich mehr Miete leisten. Dann gehen auch 40% und mehr.
Aber das ist trotzdem nicht für jeden drin - ich habe schon selbst erlebt, das Vermieter sehr darauf achten, ob jemand die Mieten sicher zahlen kann - ich wurde deshalb schon offen aussortiert, weil dem Vermieter mein Nettolohn zu niedrig war, trotz eingehaltener 30%-Faustregel. Soviel zum Mehr-Zahlen-Wollen.
Mein Punkt ist: es lässt sich nicht verallgemeinern. Für viele ist es halt nicht die Frage nach Prioritäten, sondern nach Möglichkeiten. Ich finde es daher schwierig grössere bzw. teurere Wohnräume als normal und selbstverständlich auzulegen. Für eine gesunde, in Vollzeit arbeitende Oberstudienrätin vielleicht eher problemlos möglich - für die Fachkraft für Lagerlogistik weniger.