Egil hat geschrieben: ↑29.03.2026, 05:27
(Übrigens betrifft das nach meinem Wissen beide Geschlechter, dass das "erste Mal" später stattfindet.)
Das ist auch nicht per se schlecht. Nur wenn es unfreiwillig ist.
Egil hat geschrieben: ↑29.03.2026, 05:27Da gibt es eine Reihe von Faktoren, die eine Rolle spielen könnten: die stets verfügbaren Möglichkeiten der Zerstreuung, sodass man sich gar nicht mehr so viel mit Freunden im realen Leben trifft und daher weniger Gelegenheit hat, jemanden auf romantischer Ebene kennen zu lernen. Die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Erwachsenenfilmen, so paradox es auch klingen mag. Das deutlich gestiegene Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol und der reduzierte Konsum zumindest in Teilen der jungen Generation.
Den Zusammenhang zum Alkohol verstehe ich nicht ganz.
Egil hat geschrieben: ↑29.03.2026, 05:27Die woke Achtsamkeit, bloß ja niemanden verletzen zu wollen, und die ständigen Berichte über sexuelle Belästigung, weshalb junge Männer Frauen nicht mehr anflirten, und, damit verbunden, die Erziehung der Jungen zu, sorry, Weicheiern (ich war damals selbst ein Stück weit so), weshalb es da ein Spannungsfeld gibt, dass Frauen zwar intellektuell solche Männer wollen, diese aber ihre weiblichen Instinkte nicht mehr ansprechen.
Das schießt mir jetzt schon wieder ein wenig übers Ziel hinaus.
Vielleicht ist es für viele einfach zu anstrengend, Menschen als Individuen zu betrachten, und sich auf eine andere Person einzustellen. Dass es keine allgemeingültigen Regeln gibt, wer wen wie anflirtet, wie man sich einem bestimmten Geschlecht gegenüber verhält.
Klare Regeln geben Orientierung. Aber sie funktionieren halt nicht immer, und das verunsichert.
Klare Rollenverteilung hat früher alles vereinfacht. Die gibt es nun eben nicht mehr. Und das ist auch gut so. Damit muss man lernen umzugehen, statt immer nur zu lamentieren.
(Aber nein, stattdessen wird von manchen lieber rechts gewählt, in der Hoffnung, die "geordneten Verhältnisse" wiederherstellen zu können)
Ich denke eher, es hat, neben ein paar von dir genannten Punkten, auch mit der zunehmenden Vereinzelung und zunehmender Ich-Bezogenheit der Menschen zu tun. Gefördert durch Social Media. Und KI wird das ganze noch mal verstärken. Man lernt gar nicht mehr, mit einem eigenständigen Gegenüber zu interagieren, und Widerspruch auszuhalten. Dass es andere Menschen mit anderen Empfindungen und Bedürfnissen gibt.
Oder zu akzeptieren, dass es auf nichts ein Anrecht gibt, und man nicht immer bekommen kann, was man will.
Egil hat geschrieben: ↑29.03.2026, 05:27 Und natürlich, dass gewisse Formen der Anbahnung von Intimität heute verpönt bis verboten sind
Aus gutem Grund, würde ich meinen.