Werdet ihr auch immer verbitterter?

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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Deja-vu »

Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45 Ne, das sind Begriffe oder Phrasen, die man vor allem aus einer politischen Ecke hört.
Genau wie Feminismus und Woke im negativen Kontext.
Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45Unterstellst du mir gerade, dass ich der Auffassung bin "Alle sind so"?
Ich unterstelle dir nichts. Der Hinweis "nicht alle sind so" und der Hinweis auf Individualität ist mein Einwand auf pauschalisierende Aussagen wie "Frauen wollen, Männer sollen", oder auf Klagen über hohe Ansprüche und Erwartungen von Frauen, wie sie hier im Forum sehr oft zu lesen sind.
Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45Du redest von "Die Rechtskonservativen" und "Einfache Lösungen auf komplexe Probleme". Beides Phrasen, die man in der linksgrünen Bubble sehr gut auswendig gelernt hat und eig. zu häufig hört.
Rechts(konservativ) ist eine politische Zuordnung, ebenso wie links.
Das mit den einfachen Lösungen für komplexe Probleme ist ein Fakt. Wie Egil schon schrieb, bieten alle politischen Richtungen diese in unterschiedlicher Form an.
Im Kontext Männer/ Frauen/ Rollenbilder habe ich nun das Beispiel der rechten Seite aufgegriffen. Weil es leider verfängt.
Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45Nur selten wissen beide Parteien, dass sie ein ähnliches Interesse haben. Woher weiß ich, dass die Dame an der Bar im Bezug auf meine Person genau so "paarungswillig" ist wie ich im Bezug auf ihre Person?
Fasst du denn die Dame an der Bar gleich beim ersten Kontakt an? Wenn man sich noch gar nicht kennt, fände ich das tatsächlich ein bisschen schnell.
Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45Mein Szenario soll dir vor Augen führen, worin die Problematik liegt. Sie liegt nicht in Situationen, wo beide miteinander ein Match haben.
In solchen Situationen wäre der von mir beschriebene Weg des Kennenlernens vielleicht doch der bessere - aus meiner Sicht. Warum nicht erstmal nur reden, und im Anschluss Tel-nummern austauschen, (oder WhatsApp, oder was immer man heute austauscht), und sich häufiger treffen? Ein langsames Annähern, wo dann irgendwann auch Körperkontakt entstehen kann.
Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45Ich möchte aber dennoch eines klar gestellt haben. Glaubst du, dass Frauen von Männern genau so viel angesprochen werden wie Männer von Frauen?
Ich weiß es nicht. Wenn du sagst, dass es nicht so ist, dann glaube ich dir, weil du da definitiv mehr Erfahrungswerte hast.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Buddy »

Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32 Der Hinweis "nicht alle sind so" und der Hinweis auf Individualität ist mein Einwand auf pauschalisierende Aussagen wie "Frauen wollen, Männer sollen", oder auf Klagen über hohe Ansprüche und Erwartungen von Frauen, wie sie hier im Forum sehr oft zu lesen sind.

Fasst du denn die Dame an der Bar gleich beim ersten Kontakt an? Wenn man sich noch gar nicht kennt, fände ich das tatsächlich ein bisschen schnell.

In solchen Situationen wäre der von mir beschriebene Weg des Kennenlernens vielleicht doch der bessere - aus meiner Sicht. Warum nicht erstmal nur reden, und im Anschluss Tel-nummern austauschen, (oder WhatsApp, oder was immer man heute austauscht), und sich häufiger treffen? Ein langsames Annähern, wo dann irgendwann auch Körperkontakt entstehen kann.
Je mehr man von der Norm abweicht, desto weniger bringt mir das "nicht alle sind so" was. Der Pool an potentiellen Partnern wird dadurch immer kleiner. In dieser Hinsicht kann ich die Selbstoptimierer gut verstehen, die zumindest an den Durchschnittstyp oder darüber hinaus herankommen wollen.

Durchschnittlichkeit scheint wohl der beste Erfolgsgarant zu sein.

Mein Bruder hat seine jetzige Frau auf einem Konzert kennengelernt. Ausschlaggebend für ihr Interesse, war ein leichtes Tippen auf den Oberschenkel und die Frage, ob er ihr ein Getränk mitbringen soll. Da war nichts mit langsamen Kennenlernen und Nummern austauschen. Die hätten sich sonst wohl nie wieder gesehen.

Höre auch öfters, dass Körperkontakt ein entscheidender Faktor ist. Mit einer zu defensiven Taktik landet man wieder in der Friendzone. Und ehrlich, in meinem Fall ist der Bedarf an guten Freundinnen nun auch langsam gedeckt.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von GrandTour »

dfg82 hat geschrieben: ↑02.04.2026, 17:31 [...], wobei wir lieber von Rechtsextremen anstatt von Rechtskonservativen sprechen sollten und dass diese Strömungen oftmals mit einfachen Lösungen daherkommen, ist historisch belegt.
Ist das nicht super, dass Probleme auf einfache Art und Weise gelöst werden können?
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 11:54 Es geht beim Thema Belästigung zumeist um ungewolltes Begrabschen. [...]

Manchmal geht es auch um Blicke oder Sprüche im Vorbeigehen. [...]

Nur selten hingegen dürfte in der Phase der Annäherung zwischen zwei potenziell paarungswilligen Menschen von Belästigung die Rede sein.
"Ungewolltes Begrabschen" und "Blicke im Vorbeigehen" kann Teile des Spektrums der Annäherungsmöglichkeiten in Präsenz betreffen. Wenn selbst ein Blick in bestimmten Kontexten als Belästigung wahrgenommen wird, entsteht bei vielen Männern Unsicherheit, was überhaupt noch als angemessene Annäherung gilt. Ein stark reduziertes Arsenal an Interessensbekundungen bzw. der Unsicherheit darüber, welche dieser denn nun mit Sicherheit nicht als Belästigung aufgefasst werden, kann der männlichen Seite deutlich erschweren, in die Phase der potenziellen Paarungswilligkeit einzutreten.

Deswegen sehe ich das genau wie Levyn: Problematisch ist, dass in gewissen Kreisen Männer pauschal als Tätergruppe abgestempelt werden.
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 11:54 Ich hatte das nur erwähnt, weil es zum Thema Unsicherheit bei (jungen) Männern passt, die sich politisch zunutze gemacht wird, indem man alte Rollenbilder idealisiert, und "Feminismus" und "Woke" zu negativ besetzten Kampfbegriffen macht.
"Wokeismus" in seiner jetzigen Form sehe ich ganz klar als vom Feminismus abgegrenzt. Letzterem liegt als Leitidee die Gleichberechtigung von Mann und Frau zugrunde. Der Wokeismus in seiner derzeitig vorherrschenden Form ist in meiner Wahrnehmung dagegen eine Strömung, die sich durch die Konstruktion von Feindbildern und Operhierarchien definiert. Dabei werden Männer häufig als homogene Tätergruppe pauschalisiert. Das verstärkt aus meiner Sicht genau die oben beschriebene Unsicherheit.

Und wenn bei Männern der Eindruck entsteht, sie seien Feinde der Frauen und Frauen wird vermittelt, dass sie sich sich doch bitte von Männern bedroht zu fühlen haben, steuern wir auf eine Gesellschaft zu, in der Frauen ehemals als neutral angesehene Interaktionen ("Blicke im Vorbeigehen") negativ interpretieren und Männer sich nicht trauen, überhaupt irgendeine Interaktion einzuleiten.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Tania »

Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08 Je mehr man von der Norm abweicht, desto weniger bringt mir das "nicht alle sind so" was. Der Pool an potentiellen Partnern wird dadurch immer kleiner. In dieser Hinsicht kann ich die Selbstoptimierer gut verstehen, die zumindest an den Durchschnittstyp oder darüber hinaus herankommen wollen.
Das Problem an diesem Ansatz ist: es gibt sehr viele geborene Durchschnittsmenschen. Damit wird nicht nur der Pool an potentiellen Partner/innen groß, sondern auch der Pool an Mitbewerber/innen. Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der auf Durchschnittsmenschen steht, sich für jemanden entscheidet, der/die mit viel Mühe annähernd durchschnittlich geworden ist, statt für jemanden, der/die seit Geburt mühelos perfekt durchschnittlich ist?

Ich halte es dann doch für sinnvoller, in einem kleinen Teich zu angeln, in dem die Fische wenigstens auf den vorhandenen Köder stehen ...
Durchschnittlichkeit scheint wohl der beste Erfolgsgarant zu sein.
Oder es ist andersherum und Erfolg ist einfach die Norm und erfolglose Menschen bestimmen nicht das Bild von "Durchschnittlichkeit" :gruebel:
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08 Mein Bruder hat seine jetzige Frau auf einem Konzert kennengelernt. Ausschlaggebend für ihr Interesse, war ein leichtes Tippen auf den Oberschenkel und die Frage, ob er ihr ein Getränk mitbringen soll. Da war nichts mit langsamen Kennenlernen und Nummern austauschen. Die hätten sich sonst wohl nie wieder gesehen.
Das klingt immer so leicht. Etwas was für mich unerreichbar scheint, ist für andere (scheinbar) ganz leicht umsetzbar. :sadman: Ich bewundere die Menschen, die sowas hinbekommen.
Höre auch öfters, dass Körperkontakt ein entscheidender Faktor ist. Mit einer zu defensiven Taktik landet man wieder in der Friendzone.
Und das ist genau das Dilemma, in dem ich und wahrscheinlich auch viele andere ABs, stecke. Man soll also Körperkontakt herstellen? Schön und gut. Die Frage ist nur wie genau!? Bei mir ist es ja so, dass ich generell die Sorge habe, übergriffig oder gar aufdringlich zu wirken, sobald ich einer Freu zeige, dass ich sie mag und mir mehr mit ihr vorstellen könnte. Wenn ich sie berühre, könnte sie das als Belästigung auffassen. Me too lässt grüßen. :fessel: So sieht es zumindest in meiner Fantasie aus... :fessel: :wuetend:
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Buddy »

Tania hat geschrieben: ↑03.04.2026, 08:28 Das Problem an diesem Ansatz ist: es gibt sehr viele geborene Durchschnittsmenschen. Damit wird nicht nur der Pool an potentiellen Partner/innen groß, sondern auch der Pool an Mitbewerber/innen. Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der auf Durchschnittsmenschen steht, sich für jemanden entscheidet, der/die mit viel Mühe annähernd durchschnittlich geworden ist, statt für jemanden, der/die seit Geburt mühelos perfekt durchschnittlich ist?

Ich halte es dann doch für sinnvoller, in einem kleinen Teich zu angeln, in dem die Fische wenigstens auf den vorhandenen Köder stehen
Woran soll die Gegenseite erkennen, dass man vorher nicht durchschnittlich war?

Wenn Du es aber nicht weißt, wer auf Dich steht oder Dein Pool so klein ist, dass Du der passenden Person nie begegnest, wäre dann nicht eine Selbstoptimierung anzuraten, um seine Chancen zu erhöhen?
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Buddy »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑03.04.2026, 11:04
Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08 Mein Bruder hat seine jetzige Frau auf einem Konzert kennengelernt. Ausschlaggebend für ihr Interesse, war ein leichtes Tippen auf den Oberschenkel und die Frage, ob er ihr ein Getränk mitbringen soll. [...]
Das klingt immer so leicht. Etwas was für mich unerreichbar scheint, ist für andere (scheinbar) ganz leicht umsetzbar. :sadman: Ich bewundere die Menschen, die sowas hinbekommen.
Ja, andere scheinen das instinktiv zu können...
Zuletzt geändert von Kolinatan am 03.04.2026, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von dfg82 »

Levyn hat geschrieben: ↑02.04.2026, 15:45 Du redest von "Die Rechtskonservativen" und "Einfache Lösungen auf komplexe Probleme". Beides Phrasen, die man in der linksgrünen Bubble sehr gut auswendig gelernt hat und eig. zu häufig hört.
Noch eine Anmerkung: Die Phrase "linksgrün" hört man auch sehr häufig aus einer bestimmten politischen Ecke. Dort können sie anscheinend auch gut auswendig lernen. :o
Zuletzt geändert von dfg82 am 03.04.2026, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von dfg82 »

GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 Ist das nicht super, dass Probleme auf einfache Art und Weise gelöst werden können?
Das haben sie ab 1933 bestimmt auch gedacht.
GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 Der Wokeismus in seiner derzeitig vorherrschenden Form ist in meiner Wahrnehmung dagegen eine Strömung, die sich durch die Konstruktion von Feindbildern und Operhierarchien definiert.
Auch wenn ich manche extremen Ausprägungen des Wokismus für arg überzogen halte, so existieren diese Opferhierarchien dennoch und diese sollte man schon aufzeigen und nicht einfach stillschweigend hinnehmen.
GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 Und wenn bei Männern der Eindruck entsteht, sie seien Feinde der Frauen und Frauen wird vermittelt, dass sie sich sich doch bitte von Männern bedroht zu fühlen haben, steuern wir auf eine Gesellschaft zu, in der Frauen ehemals als neutral angesehene Interaktionen ("Blicke im Vorbeigehen") negativ interpretieren und Männer sich nicht trauen, überhaupt irgendeine Interaktion einzuleiten.
Selbst wenn das so kommen würde oder schon so wäre: Was wäre daran schlimm? Ich kann Frauen jedenfalls auch verstehen, wenn sie von den meisten Männern genervt sind. Mir geht es nicht anders.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Deja-vu »

Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08 Je mehr man von der Norm abweicht, desto weniger bringt mir das "nicht alle sind so" was. Der Pool an potentiellen Partnern wird dadurch immer kleiner. In dieser Hinsicht kann ich die Selbstoptimierer gut verstehen, die zumindest an den Durchschnittstyp oder darüber hinaus herankommen wollen.

Durchschnittlichkeit scheint wohl der beste Erfolgsgarant zu sein.
Ich bin lieber ich selbst, und möchte gerne auch genau dafür gemocht werden, und nicht weil ich mich verstelle, und bestmöglich der Norm anpasse.
Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08Mein Bruder hat seine jetzige Frau auf einem Konzert kennengelernt. Ausschlaggebend für ihr Interesse, war ein leichtes Tippen auf den Oberschenkel und die Frage, ob er ihr ein Getränk mitbringen soll.
Haben sie neben einander gesessen beim Konzert? Dann ist ein Antippen zur Kontaktaufnahme doch völlig okay, vor allem wenn es laut ist.
Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08Da war nichts mit langsamen Kennenlernen und Nummern austauschen. Die hätten sich sonst wohl nie wieder gesehen.
Verstehe ich jetzt nicht. Haben sie gleich am selben Abend geheiratet? :-)
Sie müssen sich doch nach dieser ersten Begegnung noch mehrere Male getroffen und kennengelernt haben.
Buddy hat geschrieben: ↑02.04.2026, 23:08Höre auch öfters, dass Körperkontakt ein entscheidender Faktor ist. Mit einer zu defensiven Taktik landet man wieder in der Friendzone. Und ehrlich, in meinem Fall ist der Bedarf an guten Freundinnen nun auch langsam gedeckt.
Ganz ehrlich, ich möchte nicht von Fremden angefasst werden (Antippen im Rahmen der Kontaktaufnahme ist natürlich okay, siehe oben).
Und bei mir führt der Weg auch immer über die Friendzone. Das ist Station eins, und ein Umweg ist zumindest sehr unwahrscheinlich.
Andere sind da natürlich anders, deswegen gibt's da auch kein allgemeines Rezept.

Also versuche es ruhig: Geh auf ein Konzert, guck dir eine Dame aus, und mach es wie dein Bruder.

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑03.04.2026, 11:04 Und das ist genau das Dilemma, in dem ich und wahrscheinlich auch viele andere ABs, stecke. Man soll also Körperkontakt herstellen? Schön und gut. Die Frage ist nur wie genau!?
Lies dir gerne mal durch was ich geschrieben habe. Es gibt keine allgemeinen Ratschläge. Viel mehr hängt es von der Situation ab, und vor allem, von der jeweiligen Frau. Die wenigsten, wage ich zu behaupten, möchten von völlig Fremden einfach so angefasst werden. Besteht der Kontakt jedoch schon eine Weile (das kann durchaus auch derselbe Abend sein!) und seid ihr euch sympathisch, ist ein wenig Körperkontakt sicher nicht verkehrt bzw. sogar erwünscht. Es hilft wohl nur Probieren, und ein gewisses Gespür dafür, ob die Wellenlänge stimmt. Sie wird dir im Zweifelsfall sagen oder signalisieren, wenn du zu weit gehst, und wenn du das akzeptierst, gibt es auch kein Problem.

GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 "Ungewolltes Begrabschen" und "Blicke im Vorbeigehen" kann Teile des Spektrums der Annäherungsmöglichkeiten in Präsenz betreffen. Wenn selbst ein Blick in bestimmten Kontexten als Belästigung wahrgenommen wird, entsteht bei vielen Männern Unsicherheit, was überhaupt noch als angemessene Annäherung gilt.
"Begrabschen" ist schon sehr eindeutig eigentlich. Eine leichte Berührung am Arm oder der Schulter würde ich nicht als Begrabschen sehen. Es kann, je nach Situation, dennoch unerwünscht sein, aber das macht es noch nicht zur Belästigung.

Und zum Thema Blicke - das ist in der Tat ein schwieriges Thema. Da wird dir wahrscheinlich auch jede Frau etwas anderes sagen. Eine "graue Maus", die so gut wie nie angeschaut wird, wird eine andere Meinung dazu haben als eine Frau, der das ständig und überall passiert.
GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 Problematisch ist, dass in gewissen Kreisen Männer pauschal als Tätergruppe abgestempelt werden.
Ja, das Problem sehe ich auch.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Buddy »

dfg82 hat geschrieben: ↑03.04.2026, 12:17 Selbst wenn das so kommen würde oder schon so wäre: Was wäre daran schlimm? Ich kann Frauen jedenfalls auch verstehen, wenn sie von den meisten Männern genervt sind. Mir geht es nicht anders.
Meine Vermutung, was dann passieren könnte:

Die Männer, die ok sind, nehmen es sich zu Herzen und ziehen sich immer mehr zurück.
Der Aufdringliche macht genauso weiter, weil er ja scheinbar auch oft genug damit Erfolg hat.

Ergebnis: Frauen werden noch genervter, weil sie nur noch von Idioten angesprochen werden.

Soll das wirklich das Ziel sein?
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von GrandTour »

dfg82 hat geschrieben: ↑03.04.2026, 12:17
GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 Und wenn bei Männern der Eindruck entsteht, sie seien Feinde der Frauen und Frauen wird vermittelt, dass sie sich sich doch bitte von Männern bedroht zu fühlen haben, steuern wir auf eine Gesellschaft zu, in der Frauen ehemals als neutral angesehene Interaktionen ("Blicke im Vorbeigehen") negativ interpretieren und Männer sich nicht trauen, überhaupt irgendeine Interaktion einzuleiten.
Selbst wenn das so kommen würde oder schon so wäre: Was wäre daran schlimm? Ich kann Frauen jedenfalls auch verstehen, wenn sie von den meisten Männern genervt sind. Mir geht es nicht anders.
Schlimm daran ist, dass sich potenzielle Paare verpassen, weil der Mann sich aufgrund solcher gesellschaftlich strikten Konventionen nicht traut, überhaupt auch nur irgendeinen Anbahnungsversuch zu unternehmen. Gerade unsichere Männer rechnen eher damit, dass die Frau sich sofort angegriffen fühlt nur deswegen, weil er sie freundlich angelächelt hat und sie sich dadurch genervt fühlen könnte.

Wenn ein und dieselbe Frau bei ihrem Traumprinzen einen Annäherungsversuch gutheißt, dagegen einen gleichartigen Versuch eines für sie sexuell unattraktiven Interessenten ahnden würde, verstärkt allein das Wissen um diese unterschiedlichen Bewertungsmaßstäbe die Unsicherheit zusätzlich.

Und was bloßes genervt sein angeht, ohne echte Belästigung zu verharmlosen: genervt zu sein gehört zum Leben. Genauso wie es nervt, erkältet zu sein, im Stau zu stehen oder als Schüler für die Mathearbeit lernen zu müssen, wo man doch viel lieber mit den Kumpels abhängen würde. Und genauso gehört auch mal der eine oder andere als störend empfundene Annäherungsversuch aus meiner Sicht zu sozialen Interaktionen dazu. Und zwar auf beiden Seiten. Wenn man das komplett unterbindet, verpasst man auch die schönen Erlebnisse, die dabei entstehen können.
dfg82 hat geschrieben: ↑03.04.2026, 12:17
GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 07:39 Der Wokeismus in seiner derzeitig vorherrschenden Form ist in meiner Wahrnehmung dagegen eine Strömung, die sich durch die Konstruktion von Feindbildern und Op[f]erhierarchien definiert.
Auch wenn ich manche extremen Ausprägungen des Wokismus für arg überzogen halte, so existieren diese Opferhierarchien dennoch und diese sollte man schon aufzeigen und nicht einfach stillschweigend hinnehmen.
Der Wokeismus in seiner jetzigen - radikalen - Form versucht allerdings, das Empfindlichkeitslevel auf ein Niveau reduzieren, bei dem selbst vormals niederschwellige Interaktionen als emotionale Verletzung oder gar Gewalt deklariert werden. Angewandt auf die analoge Partnersuche wäre das deren Ende. Ist das schlimm? Das kann jeder für sich entscheiden. Ich finde das schlimm.
Zuletzt geändert von GrandTour am 03.04.2026, 14:10, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Levyn »

dfg82 hat geschrieben: ↑02.04.2026, 17:31 Gibt es dazu Erhebungen?
Brauchst du dafür wirklich erst Studien, dass Menschen eher das glauben, was ihnen täglich präsentiert wird und ohnehin allgegenwärtig ist? Erstaunlich.
Vielleicht erklärst du uns derweil noch, welche "toxischen"Verhaltensweisen von Männern deiner Ansicht nach überhaupt einer Umerziehung bedürfen.
dfg82 hat geschrieben: ↑02.04.2026, 17:31 Das sind keine Phrasen, sondern das ist eine tatsachengetreue Beschreibung der Gegenwart, wobei wir lieber von Rechtsextremen anstatt von Rechtskonservativen sprechen sollten und dass diese Strömungen oftmals mit einfachen Lösungen daherkommen, ist historisch belegt. Dass diese Strömung derzeit auch ein regressives Männerbild propagiert, insbesondere auf Social Media, ist auch ein Faktum. Vielleicht solltest du mal aus deiner Bubble, was immer die auch sein mag, heraustreten. Es geht ja noch nicht einmal um die Bewertung des Ganzen, sondern nur darum, dass das, das genannt worden ist, nun mal existiert und so stattfindet.
Wird es nicht irgendwann peinlich, wenn man ständig Leute als Rechtsextremisten bezeichnet, aber diese Bestätigung nicht vom Gericht bekommt? Zusätzlich dürfen dann auch noch so demokratische Leute der eigenen Ecke gerichtlich bestätigt als Linksextremisten bezeichnet werden. Historisch ist da nichts belegt.
Was genau ist für dich ein regressives Männerbild, welches von wem irgendwie propagiert werden soll? Kannst du das bitte erstmal konkretisieren. Bislang erkenne ich nur, dass du auf Social Media unangenehme Inhalte siehst, die dein Weltbild angreifen und die du dann pauschal alle unter einer Flagge unterbringst. Es geht dir also vor allem um Feindbilder.
dfg82 hat geschrieben: ↑02.04.2026, 17:31 Ich finde es aber bemerkenswert, dass du anscheinend jedem, der diese Begriffe benutzt, vorwirfst, er hätte das nur auswendig gelernt und sich, im Gegensatz zu dir, der das alles durchblickt, keine Gedanken gemacht. Etwas zu viel Hybris deinerseits, denke ich.
Naja, ob mein Vorwurf der Tatsache entspricht, kann man ja gut in einer Diskussion ausloten. Erstmal sehe ich nur die ewig gleichen Aussagen, die ich schon von hunderten Linksgrünen vor dir gehört habe.
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32 Der Hinweis "nicht alle sind so" und der Hinweis auf Individualität ist mein Einwand auf pauschalisierende Aussagen wie "Frauen wollen, Männer sollen", oder auf Klagen über hohe Ansprüche und Erwartungen von Frauen, wie sie hier im Forum sehr oft zu lesen sind.
Okay. Glaubst du, dass genau so viele Frauen wie Männer nach Casual Sex suchen?
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32 Das mit den einfachen Lösungen für komplexe Probleme ist ein Fakt. Wie Egil schon schrieb, bieten alle politischen Richtungen diese in unterschiedlicher Form an.
Es ist schon ziemlich bezeichnend, dass ausgerechnet die Seite diesen Vorwurf ständig bringt und dann selbst genauso daran scheitert.
Gerade aus dem linksgrünen Spektrum hört man immer wieder dieses Gerede von "einfachen Lösungen für komplexe Probleme" - meist verbunden mit dem Vorwurf an die Gegenseite.
Sobald es aber um die eigenen Themen geht, gilt das plötzlich nicht mehr. Dann werden komplizierte Zusammenhänge auf einmal ganz selbstverständlich vereinfacht, als wäre die Lösung doch ziemlich offensichtlich.
Am Ende wirkt das weniger wie echte Analyse und mehr wie eine auswendig gelernte Floskel, die nur solange funktioniert, bis man sie auf die eigenen Positionen anwendet.
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32 Im Kontext Männer/ Frauen/ Rollenbilder habe ich nun das Beispiel der rechten Seite aufgegriffen. Weil es leider verfängt.
Was genau soll daran eigentlich skandalös sein?
Seit wann gilt es als moralischer Fehltritt, die Existenz von 100 Geschlechtern zu bezweifeln oder die jährliche, gesetzlich abgesegnete Selbstneuerfindung der eigenen Identität nicht für eine gesellschaftliche Notwendigkeit zu halten?
Und ist es wirklich so abwegig, darauf hinzuweisen, dass Männer und Frauen biologisch keine identischen Kategorien darstellen?
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32 In solchen Situationen wäre der von mir beschriebene Weg des Kennenlernens vielleicht doch der bessere - aus meiner Sicht.
Es geht aber nicht darum, was besser/schlechter wäre. Es geht um beschriebene Situationen, wie ich sie gefühlt jedes zweite Wochenende erlebe. Mir wäre es auch lieber, wenn ich eine Frau in meinem direkten Umfeld hübsch finde und sie dann auch noch genau auf meiner Wellenlänge ist. Ich glaube den meisten hier geht es so.
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32 Ich weiß es nicht. Wenn du sagst, dass es nicht so ist, dann glaube ich dir, weil du da definitiv mehr Erfahrungswerte hast.
Ganz ehrlich, du widersprichst mir hier doch nicht zum ersten Mal - und das, obwohl du selbst sagst, dass du es eigentlich gar nicht wissen kannst. Aber komischerweise bist du dir deiner eigenen Meinung trotzdem jedes Mal absolut sicher. Wie passt das zusammen?
Und jetzt auf einmal willst du mir erzählen, dass du es gar nicht weißt? Vorhin warst du dir doch noch ziemlich sicher, dass es "pauschalisierend" sei, wenn man sagt, viele Frauen hätten überzogene Ansprüche. Also was denn jetzt - weißt du es oder weißt du es nicht? Das wirkt schon ziemlich widersprüchlich.
Also sag mal klar: Was ist denn deiner Meinung nach überhaupt die Wahrheit?
dfg82 hat geschrieben: ↑03.04.2026, 12:17 Das haben sie ab 1933 bestimmt auch gedacht.
Schön, dass man die Opfer der NS-Zeit so einfach verhöhnt ;)
dfg82 hat geschrieben: ↑03.04.2026, 12:17 so existieren diese Opferhierarchien dennoch und diese sollte man schon aufzeigen und nicht einfach stillschweigend hinnehmen.
Inwiefern existieren diese Opferhierarchien denn? Kannst du das bitte konkretisieren?
dfg82 hat geschrieben: ↑03.04.2026, 12:17 Selbst wenn das so kommen würde oder schon so wäre: Was wäre daran schlimm? Ich kann Frauen jedenfalls auch verstehen, wenn sie von den meisten Männern genervt sind. Mir geht es nicht anders.
Also ernsthaft: Du findest es okay, einfach mal pauschal jeden Mann unter Generalverdacht zu stellen, als wäre er automatisch eine potenzielle Gefahr? Genau mit so einer Haltung sorgt man doch dafür, dass Männer irgendwann komplett die Schnauze voll haben, überhaupt noch auf Frauen zuzugehen. Dann läuft halt alles nur noch über Apps, weil man im echten Leben direkt schief angeschaut wird, sobald man jemanden anspricht, den man nicht kennt. Super Entwicklung.
Am Ende bleiben alle in ihren kleinen Wohlfühl-Bubbles hängen, lernen niemanden mehr außerhalb ihres Kreises kennen und wundern sich dann, warum alles so oberflächlich geworden ist. Und ja, genau so nimmt man Männern den Mut, überhaupt noch Initiative zu zeigen.
Ehrlich, selten so einen weltfremden Take gelesen.

Kann natürlich auch sein, dass jemand so indirekt seine Konkurrenz abschütteln will, weil man an einer Frau Interesse hat und diese aber keine anderen Alternativen haben soll. Wenn fremde Interaktionen so geächtet werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit natürlich größer, dass die Frau niemand Interessanteres kennenlernt, weil sich keiner traut. Vllt steckt da also sogar ein Kalkül dahinter, weil man sich selbst in Männergruppen immer ganz klein fühlt.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Videl »

Diese unnötigen, langen Onlinediskussionen bringen eigentlich nie was, aber ok... Jede/r hat seine/ihre Meinung auf die er/sie beharrt.

Und kein Mann, der nach einer Kaltansprache, ein nein einer Frau akzeptiert, wird wegen sexueller Belästigung verklagt. Am Ende steht eh Aussage gegen Aussage. Aus konservativer Richtung wird das ganze Thema unnötig aufgebauscht. Wenn man sich Videos von betroffenen Frauen anschaut oder deren Beiträge und Posts liest, liest man nie sowas wie "Der war voll hässlich, hab den angezeigt, hihi" sondern immer grenzüberschreitendes Verhalten von Männern. Ein nein wurde nicht akzeptiert, die Frau wurde verfolgt, beleidigt, nicht in Ruhe gelassen oder körperlich angegriffen. Das ist sexuelle Belästigung. Nicht eine Frau höflich anzusprechen und nach der Nummer/Date zu fragen. Aber die Kaltansprache birgt halt immer Risiken. Die Frau hat kein Interesse, ist vergeben, steht nicht auf Männer, man passt gar nicht zusammen etc. Viele Frauen wollen heutzutage auch gar nicht mehr angesprochen werden...

Eine Frage an Egil, Levyn, Wusel und Co.: wie viele Frauen habt ihr denn schon in eurem Leben angesprochen und mit wie vielen ist daraus ein ONS, F+ oder Beziehung geworden? Würde mich echt mal interessieren.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Levyn »

Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:53 Und kein Mann, der nach einer Kaltansprache, ein nein einer Frau akzeptiert, wird wegen sexueller Belästigung verklagt. Am Ende steht eh Aussage gegen Aussage. Aus konservativer Richtung wird das ganze Thema unnötig aufgebauscht.
Und es ist jedes mal der gleiche Strohmann, der da aus linker Richtung kommt, dass deswegen ja niemand verklagt oder in den Knast gesteckt wird. Es geht doch gar nicht darum, dass man sich vor Gericht rechtfertigen muss, sondern darum, dass jemand in der sozialen Situation ein Aufschrei erzeugt. Das erlebe ich häufig. Wenn eine junge Frau von einem deutlich älteren Mann in einem Setting wie Club, Bar oder Kneipe angesprochen wird, dann erlebe ich es nicht selten, dass die junge Frau mit Ekel reagiert und sich allein von der Ansprache belästigt fühlt.
Häufig intervenieren auch andere Menschen des Umfeldes von der Person und sagen pauschal, dass es pervers ist, wenn man als 50+ eine Anfang 20 Jährige anspricht und erzeugen so Drama.
Ich habe auch schon Situationen erlebt, wo ein junger Mann eine Frau angesprochen hat, diese ihn aber ignoriert hat, während er aber dachte, dass sie ihn einfach nicht verstanden hat. Ihm wurde dann zulasten gelegt, dass er kein nein akzeptiert.
Natürlich passiert das nicht jedes Mal, aber häufig genug, dass ich nicht behaupten könnte, dass es die absolute Ausnahme darstellt.
Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:53 Eine Frage an Egil, Levyn, Wusel und Co.: wie viele Frauen habt ihr denn schon in eurem Leben angesprochen und mit wie vielen ist daraus ein ONS, F+ oder Beziehung geworden? Würde mich echt mal interessieren.
In meinem Leben habe ich schon einige Frauen angesprochen und daraus ist das ein oder andere ONS geworden. Die Quote ist jetzt nicht hoch, aber häufiger wurde ich von Frauen angesprochen aus denen sich dann deutlich mehr ONS oder F+ ergeben haben. Eine Beziehung hatte ich noch nicht. Warum diese Frage?
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von GrandTour »

Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:53 Und kein Mann, der nach einer Kaltansprache, ein nein einer Frau akzeptiert, wird wegen sexueller Belästigung verklagt. Am Ende steht eh Aussage gegen Aussage.
In vielen Posts hier ist rauszulesen, dass das Problem vieler unsicherer Männer die Unkenntnis über die Schwelle ist, ab der ein Annäherungsversuch bei einer Frau mit sozialen oder sogar juristischen Konsequenzen abgestraft werden könnte.

Und im allgemeinen Empfinden ist meiner Beobachtung nach diese Schwelle in den letzten Jahren immer weiter herabgesetzt worden.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Levyn »

GrandTour hat geschrieben: ↑03.04.2026, 18:46 Und im allgemeinen Empfinden ist meiner Beobachtung nach diese Schwelle in den letzten Jahren immer weiter herabgesetzt worden.
Das sehe ich ähnlich. Beim Thema Meinungsfreiheit zeigt sich das ganz gut: Ein Problem entsteht nicht erst dann, wenn jemand für eine Äußerung tatsächlich vor Gericht landet. Viel früher beginnt es dort, wo man sich überhaupt fragt, ob man etwas sagen sollte, weil potenzielle Konsequenzen im Raum stehen - auch wenn diese nur selten juristisch werden.

Ein vergleichbarer Mechanismus zeigt sich bei zwischenmenschlichen Annäherungen. Grenzen wirken zunehmend unscharf, und gerade ohnehin verunsicherte Männer werden dadurch noch zurückhaltender. Gleichzeitig findet eine Art soziale "Erziehung" statt, vermittelt über soziale Medien und das eigene Umfeld, die vorgibt, wie ein moderner Mann zu sein hat.

Auffällig ist jedoch, dass dieses propagierte Ideal in der Realität selten belohnt wird. Stattdessen scheinen häufig ganz andere Männertypen erfolgreich zu sein, teilweise sogar solche, die dem vermittelten Ideal deutlich widersprechen oder theoretisch als "toxisch" gelten.

Genau aus dieser Diskrepanz entsteht bei vielen jungen Männern ein Gefühl der Orientierungslosigkeit: Zwischen dem, was ihnen vermittelt wird, und dem, was sie tatsächlich beobachten, klafft eine spürbare Lücke.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Videl »

Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 18:24 Es geht doch gar nicht darum, dass man sich vor Gericht rechtfertigen muss, sondern darum, dass jemand in der sozialen Situation ein Aufschrei erzeugt.
Das kann dir heute aber mit fast jedem Thema passieren. Ich sage nicht, dass das richtig ist aber es ist definitiv der sagen wir mal "Zeitgeist". Heutzutage kann sich halt jeder über Social Media Gehör verschaffen. Gut in manchen Dingen, schlecht in anderen...
Wenn eine junge Frau von einem deutlich älteren Mann in einem Setting wie Club, Bar oder Kneipe angesprochen wird, dann erlebe ich es nicht selten, dass die junge Frau mit Ekel reagiert und sich allein von der Ansprache belästigt fühlt.
Ist doch ihr gutes Recht! Nicht jede Frau will im Club/Bar/whatever überhaupt von einem Mann angesprochen werden. Schon gar nicht von einem deutlich älteren. Warum darf sie davon nicht angewiedert sein? Ist doch ihr persönliches Empfinden. Die meisten Heteromänner wollen doch auch nicht von schwulen Männern angesprochen werden...
wenn man als 50+ eine Anfang 20 Jährige anspricht und erzeugen so Drama.
Warum interessiert sich ein Mann für eine junge Frau die seine Tochter sein könnte?! Erst mit 25 ist außerdem das Gehirn völlig entwickelt. Mental, finanziell und was die Lebenserfahrung angeht, sind sie nicht auf der selben Ebene und das ist nicht gut.
Ich habe auch schon Situationen erlebt, wo ein junger Mann eine Frau angesprochen hat, diese ihn aber ignoriert hat, während er aber dachte, dass sie ihn einfach nicht verstanden hat.
Missverständnisse passieren leider. Das ist natürlich blöd gelaufen aber auch echt die Ausnahme, würde ich sagen. Ich wurde auch schon angeschautzt als ich mal eine fremde Person einfach nur höflich nach der Uhrzeit gefragt habe.
Warum diese Frage?
Es interessiert mich einfach nur wie erfolgsversprechend Kaltansprachen auf der Straße sind.

@GrandTour

Höflich nach einem Date/Telefonnummer fragen bringt niemanden in den Knast. Natürlich gibt es Frauen die einfach gar nicht abgesprochen werden wollen und dementsprechend vielleicht grundsätzlich auch z.B. auf eine höfliche Ansprache von dir genervt reagieren würden. Da kannst du dann ja auch nichts dafür. Dieses Risiko hast du halt immer bei Kaltansprachen. Das musst du für dich selbst entscheiden ob du mit Körben gut klar kommst. Wenn nicht würde ich eher im warmen Umfeld mich umschauen bzw. eins aufbauen.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Egil »

Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:53 Eine Frage an Egil, Levyn, Wusel und Co.: wie viele Frauen habt ihr denn schon in eurem Leben angesprochen und mit wie vielen ist daraus ein ONS, F+ oder Beziehung geworden? Würde mich echt mal interessieren.
Drei. Null. Wenn man jetzt weitgehend unbekannte Frauen außerhalb des OD zählt.
Zuletzt geändert von Egil am 03.04.2026, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Werdet ihr auch immer verbitterter?

Beitrag von Levyn »

Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:33 Heutzutage kann sich halt jeder über Social Media Gehör verschaffen. Gut in manchen Dingen, schlecht in anderen...
Es geht aber nicht um Social Media, sondern um reale Situationen.
Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:33 Ist doch ihr gutes Recht! Nicht jede Frau will im Club/Bar/whatever überhaupt von einem Mann angesprochen werden. Schon gar nicht von einem deutlich älteren. Warum darf sie davon nicht angewiedert sein? Ist doch ihr persönliches Empfinden. Die meisten Heteromänner wollen doch auch nicht von schwulen Männern angesprochen werden...
Natürlich darf sie das persönlich anwidern, aber es geht doch um die Grenze zwischen sich belästigt fühlen und einer tatsächlichen Belästigung und die wird eben durch Social Media immer weiter gesenkt.
Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:33 Warum interessiert sich ein Mann für eine junge Frau die seine Tochter sein könnte?! Erst mit 25 ist außerdem das Gehirn völlig entwickelt. Mental, finanziell und was die Lebenserfahrung angeht, sind sie nicht auf der selben Ebene und das ist nicht gut.
Jedem das seine. Es ist nicht verboten und ich kenne auch genügend junge Mädels, die mit älteren Männern was hatten und das nur weil sie nicht so alt aussahen, aber wussten, dass der Mann 40+ ist. Ich verurteile das nicht - soll jeder machen, was er will.
Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:33 Das ist natürlich blöd gelaufen aber auch echt die Ausnahme
Würde ich als jemand, der selbst, der nebenbei in einem Nachtschuppen arbeitet, nicht bestätigen. Es kommen schon oft Frauen zu einem an und meinen, dass ein Mann sie belästigt hätte, weil sie an der Schulter berührt wurde oder sie "ekelhaft" angeguckt wurde.
Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:33 Es interessiert mich einfach nur wie erfolgsversprechend Kaltansprachen auf der Straße sind.
Wer redet von Kaltansprachen auf der Straße? Also ich nicht. Und wenn das deine Prämisse darstellt, dann liegt mein Counter bei 0. Ich habe noch nie eine Frau auf der Straße angesprochen, um sie kennen zu lernen.
Videl hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:33 Höflich nach einem Date/Telefonnummer fragen bringt niemanden in den Knast.
Hat das jemand als Argument verwendet?

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