Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:05dass Menschen eher das glauben, was ihnen täglich präsentiert wird und ohnehin allgegenwärtig ist?
Eben gerade drum sollte man drauf achten, in welchem Bezugsrahmen man sich bewegt. Die nicht-online-Realität unterscheidet sich beträchtlich von den Asoziale-Medien-Bubbles.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:05
Naja, ob mein Vorwurf der Tatsache entspricht, kann man ja gut in einer Diskussion ausloten.
Eher nicht. Eher braucht es erst mal solide Fakten und definierte Bewertungsmaßstäbe.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:05
Und ist es wirklich so abwegig, darauf hinzuweisen, dass Männer und Frauen biologisch keine identischen Kategorien darstellen?
Nö. Ist nur komplett überflüssig, weil niemand behaptet, Mann und Frau seien "biologisch identische Kategorien".. Bzw. dieser "Hinweis" impliziert, das täte jemand. (Und darin liegt die Verschiebung des Themas ins Irreale - wo sich dann trefflich über allerlei beliebig erfundene Meinungen streiten lässt. Hat was von Fantasy-Roman.)
Was ganz anderes ist die Frage des kulturellen und erst recht die Frage des individuell gefühlten Geschlechts.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:05Es geht aber nicht darum, was besser/schlechter wäre. Es geht um beschriebene Situationen, wie ich sie gefühlt jedes zweite Wochenende erlebe. Mir wäre es auch lieber, wenn ich eine Frau in meinem direkten Umfeld hübsch finde und sie dann auch noch genau auf meiner Wellenlänge ist. Ich glaube den meisten hier geht es so.
Wenn es nicht um besser oder schlechter geht - warum dann die beständigen Wertungen, was angeblich besser oder schlechter funktioniert aufgrund irgendwelcher angenommener Vorgaben?
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 16:05Deja-vu hat geschrieben: ↑02.04.2026, 21:32
Ich weiß es nicht. Wenn du sagst, dass es nicht so ist, dann glaube ich dir, weil du da definitiv mehr Erfahrungswerte hast.
Vorhin warst du dir doch noch ziemlich sicher, dass es "pauschalisierend" sei, wenn man sagt, viele Frauen hätten überzogene Ansprüche.
Es IST pauschalisierend. Deja-vu gesteht dir zu, persönlich in deinem kleinen Rahmen eigene Erfahrugen zu machen. Die aber eben nicht pauschalisiert werden sollten. Insbesonderne wenn andere Menschen ganz andere Erfahrungen machenund berichten. Das ist nicht widersprüchlich. Das ist Basis einer nüchternen Betrachtung.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:12
Auffällig ist jedoch, dass dieses propagierte Ideal in der Realität selten belohnt wird. Stattdessen scheinen häufig ganz andere Männertypen erfolgreich zu sein, teilweise sogar solche, die dem vermittelten Ideal deutlich widersprechen oder theoretisch als "toxisch" gelten.
Eben.
Du benennst es zwar mit unterschiedlichen Wertungen ("Propagiertes Ideal", "toxisch" z.B.; also der Übernahme von Aufreger-Vokabeln), aber in der Sache weitgehend gleich.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 19:12
Genau aus dieser Diskrepanz entsteht bei vielen jungen Männern ein Gefühl der Orientierungslosigkeit: Zwischen dem, was ihnen vermittelt wird, und dem, was sie tatsächlich beobachten, klafft eine spürbare Lücke.
Junge Männer waren immer orientierungslos Junge Frauen auch. Nennt sich Pubertät.
Dass eine Welt, in der virtuelle Erfahrungen im Leben ein höheres Gewicht haben (zumindest in der zeitichen Aufmerksamkeit) als früher, entsprechend zu weniger realer Erfahrung und Orientierung führt, liegt aaf der Hand. Die Gegenmaßnahme ebenso: Gerät abschalten, (wieder) mehr Realität erleben.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 20:59
Es geht aber nicht um Social Media, sondern um reale Situationen.
Warum reden wir dann hier soviel über die werbedatengetriebenen Algorhythmen-Aufreger?
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 20:59
Natürlich darf sie das persönlich anwidern, aber es geht doch um die Grenze zwischen sich belästigt fühlen und einer tatsächlichen Belästigung und die wird eben durch Social Media immer weiter gesenkt.
Da, schon wieder.
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 20:59
Würde ich als jemand, der selbst, der nebenbei in einem Nachtschuppen arbeitet, nicht bestätigen. Es kommen schon oft Frauen zu einem an und meinen, dass ein Mann sie belästigt hätte, weil sie an der Schulter berührt wurde oder sie "ekelhaft" angeguckt wurde.
Thema "Unsicherheit" per Diskrepanz zwischen Asoziale-Medien-Aufregerthemen und Realität. Ist bei jungen Frauen nicht anders als bei Männern. Äußert sich nur anders.
Es geht doch schon damit los, dass man sich an öffentliche, im Zweifel kommunikative, Orte mit vielen fremden Menschen begibt, und dann doch wieder nur in der "eigenen Bubble" sein möchte. Das geht halt nicht. Diese Erwartung wird vermutlich erzeugt durch die Verschiebung der Aufmerksamkeit (langfristig): WhatsApp, TokTok & Co nehmen Zeitund Erfahrungsraum ein, den man vielleicht besser fürs reales Erfahren ´nutzen könnte. (So wie "früher", als das Telefon per Kabel praktisch fest auf dem Tischchen im Flur verankert war. "Fasse dich kurz" - da hatte das Erleben der Realität halt mehr Gewicht)
Levyn hat geschrieben: ↑03.04.2026, 18:24
Es geht doch gar nicht darum, dass man sich vor Gericht rechtfertigen muss, sondern darum, dass jemand in der sozialen Situation ein Aufschrei erzeugt. Das erlebe ich häufig.
Verlass deine Bubble. Nicht nur physisch, sondern auch mit der gedanklichen Aufmerksamkeit. Schon ist das Geschrei nur noch peripher interessant.
Es ist das alte Problem, zwischen einem Phänomen (Online-Geschrei) und seiner Realität (Thema hat ganz anderes Gewicht; wird aber per digital-vorgeprägter Brille stark verzerrt bewertet) zu unterscheiden. Ist schon sprachlich schwierig. Ja, das Gerede IST wichtig. Aber eben nicht sein Inhalt. Sondern was der Inhalt real auslöst.
Udn weshlab man entsprechend nich tsoviel auf den Inhalt geben sollte.
Oder umgekehrt. Denn auf 10 Aufregerthemen kommen 1000 Themen, die sinnvollerweise wichtig verhandelt werden sollten, für die aber in der Aufmerksamkeit kein Platz mehr ist (zum großen Teil, weil werbe- und datenerhebungstechnisch nicht besonders relevant.)
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