Reinhard hat geschrieben: ↑29 Apr 2026 18:48
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass man die eigenen Bereiche vielleicht als Lösung sehen kann, oder wenn man es schon nicht lösen kann, dann als Weg, wie man miteinander auskommen kann und sich nicht komplett aus dem Weg geht (was noch schlechter wäre).
Das ist doch der Widerspruch in Deiner Ausführung. Indem ich es strukturell unterstütze, dass sich Menschen separieren, kommen sie gerade nicht "miteinander" aus sondern gehen sich möglichst aus dem Weg. Wenn Du selbst die Bewertung hast, dass ein sich "komplett aus dem Weg" gehen schlecht wäre, warum sollte es dann sinnvoll sein diese Verhalten zu fördern statt zu versuchen einen Rahmen zu schaffen, welcher es erfordert seine Fähigkeit zur Toleranz zu trainieren?
Natürlich kann ich niemandem Toleranz gegen seinen Willen vermitteln sondern nur durch mein Verhalten zu mehr Toleranz beitragen. Welches Verhalten ich dabei jeweils wähle, ist mitunter schwierig zu entscheiden, weil ich Menschen nicht in den Kopf sehen kann, um zu erkennen aus
welcher Haltung heraus gerade eine bestimmte Meinung vertreten wird.
Reinhard hat geschrieben: ↑29 Apr 2026 18:48
Solange es keinen Konflikt zwischen Heteros und Nicht-heteros gibt, braucht man aber auch nix lösen wollen.
Wenn Du Dir die Erfahrungsberichte in
diesem Thema anschaust oder auch in anderen Themen, wo verschiedenen sexuelle Orientierungen thematisiert wurden, spiegelt sich in den Äußerungen fasst zwangsläufig der gesellschaftliche Konflikt wieder, der bereits daraus entsteht, indem Menschen eine bestimmte sexuelle Orientierung als "normal" deklarieren. Allein ein solches Postulat der "Normierung" ist symptomatisch für viele Konflikte in unserer Gesellschaft. So wie auch AB - weil eine vermeintliche Norm unterstellt wird, wann der erste Sex oder die erste Beziehung zu erfolgen habe - im ungünstigsten Fall sich selbst ein Stigma in den Kopf setzen, sie seien anormal.
Jeder Vergleich eines Menschen mit einem anderen stellt einen möglichen Ausgangspunkt für einen Konflikt dar. Wer von uns hat schon die Erfahrung gemacht, mit all seinen Facetten vollständig und allumfassend angenommen zu sein?