Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

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Deja-vu
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Deja-vu »

Optimist hat geschrieben: ↑04.06.2026, 14:55 Wenn Du weißt, dass Du asexuell bist, könntest Du es ja bei Portalen wie Gleichklang oder in Foren für Asexuelle probieren.
Es gibt ja bei Asexualität alle möglichen Abstufungen. Auch so was wie Gray oder Demisexuell. (Ist mir auch erst seit kurzem bekannt)
Gar nicht so einfach, da durchzublicken.

Gleichklang kostet doch was, oder?
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Hoppala
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Hoppala »

Reinhard hat geschrieben: ↑03.06.2026, 20:34 Es macht schon einen Unterschied, ob man irgendwas annehmen kann (z.B. dass mich andere nicht als Partner nehmen würden) oder ob man es so gesagt kriegt, oder sonstwie mitgeteilt, indem man einfach nicht als Partner in Betracht gezogen wird.
Ja?
Du willst von 7,999... Mrd Menschen nix. Dann kommt einy davon auf dich zu, ersiees würde sehr gern ..
du sagst: Nö. Was genau hat sich geändert?
Ihr hattet Interaktion. Okay. Voraussetzung, damit es das Szenarion überhaupt gibt. Welchen Anlass gibt es für diese Person, nun zu denken: Boah Reinhard will nichts mit mir - das zieht mich echt runter ...
Welchen Anlass außer ihren eigenen, ansonsten tatsachenfreien Wünschen?
Is schon komisch, oder nicht?

Welche Option hättest du, das zu verhindern? Soweit Reinhard als interagierende Person eine Rolle spielt: wie könntest du Einfluss nehmen? Und wenn nicht: dann ist es mangels weiterer relevanter Faktoren von der Person selbst induziert. Oder nicht? Warum nicht?
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Mesaloma »

Ich bin bei Gleichklang, habe 89,00 € für 1 Jahr bezahlt, bin seit Januar 2026 dabei und bekomme dort nur Freundschaftsprofile vorgeschlagen, keine Partnerschaftsprofile. Man kann sich sowohl für die Suche nach Freundschaften als auch für eine Partnerschaft eintragen lassen. Auf meine Anfragen antwortet niemand. Ich bin wohl keine interessante Person für eine Freundschaft.

Ich habe mich vor 3 Monaten in einen Mann verliebt, mit dem ich eine ausführliche Mail-Freundschaft hatte. Habe mich in seine sehr einfühlsame, wertschätzende und verständnisvolle Persönlichkeit und seine sehr intelligente differenzierte Sprache verliebt und weil wir sehr viele Gemeinsamkeiten hatten. Er hat die Freundschaft beendet, als ich ihm meine Verliebtheit gestanden habe. Ich habe diesen Mann nie gesehen, es geht also auch ohne dass man die Person im realen Leben kennenlernt.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Andrea »

Mesaloma hat geschrieben: ↑05.06.2026, 03:59 Ich habe mich vor 3 Monaten in einen Mann verliebt, mit dem ich eine ausführliche Mail-Freundschaft hatte. Habe mich in seine sehr einfühlsame, wertschätzende und verständnisvolle Persönlichkeit und seine sehr intelligente differenzierte Sprache verliebt und weil wir sehr viele Gemeinsamkeiten hatten. Er hat die Freundschaft beendet, als ich ihm meine Verliebtheit gestanden habe. Ich habe diesen Mann nie gesehen, es geht also auch ohne dass man die Person im realen Leben kennenlernt.
Klar geht das, aber es ist halt leider nicht die reale Person, in die man sich verliebt bzw. muss das Bild, dass man sich von dem Gegenüber aufgrund seiner Textnachrichten gezeichnet hat, erstmal mit der Realität übereinstimmen - und ich glaube, das ist selten.
Ansonsten müsste Online Dating doch perfekt funktionieren. Wenn der schriftliche Austausch vorher stimmig ist und keiner sich von beiden verstellt, dürfte einer glücklichen Beziehung ja eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Aber dass es so läuft, ist wahrscheinlich doch eher die Ausnahme.

Ich habe tatsächlich letztens auch den umgekehrten Fall erlebt: ich habe durch Zufall einen Mann real kennengelernt, mit dem ich vor einem Jahr mal über Online Dating geschrieben habe. Der Online Dating Kontakt war sehr kurz, weil wir uns - glaub ich - beide nicht sonderlich sympathisch waren. In real haben wir uns tatsächlich sehr gut verstanden.


Ich denke, man muss dabei aufpassen oder sich bewusst machen, dass es irgendwie einfach und "ungefährlich" ist, sich in einen rein schriftlichen Kontakt zu verlieben. Die Art von Kontakt lässt schließlich vieles außen vor, was wahrscheinlich gerade für ABs das Thema Kennenlernen und Beziehungsanbahnung so schwierig macht.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Deja-vu »

Mesaloma hat geschrieben: ↑05.06.2026, 03:59 Ich bin bei Gleichklang, habe 89,00 € für 1 Jahr bezahlt,
Also das wäre mir leider echt zu teuer. Vor allem, wenn dann nichts bei rumkommt.
Mesaloma hat geschrieben: ↑05.06.2026, 03:59 Ich bin wohl keine interessante Person für eine Freundschaft.
Glaub ich nicht. ;) Wenn du auch (Mail-)Freundschaften suchst, findest du ganz sicher welche in diesem Forum oder auch in dem anderen.

Du müsstest nur wissen, was du möchtest. Realkontakte, oder doch nur Chat / Telefon / Mail?

Hast du mal Spontacts* probiert? Da findet man Freizeitpartner für alles Mögliche im eigenen Umkreis. Und es ist kostenlos, zumindest die Basismitgliedschaft. Dating ist optional.

(Ich hoffe, man denkt jetzt nicht, ich werde von denen* für Schleichwerbung bezahlt :o :lach: )
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tony2021 »

Verglichen mit anderen kostenpflichtigen Plattformen ist Gleichklang geradezu billig. Man bekommt bei Parship, Elitepartner etc. nicht unbedingt mehr Kontakte vorgeschlagen.

@Mesaloma: Ich bin auch dort angemeldet, aber ohne Freundschaftssuche. Ich meine, dass man in den Vorschlägen jeweils nur eins auswählen kann und angezeigt bekommt. Schau vielleicht mal in deine Einstellungen, denn zumindest ein paar Vorschläge zur Partnersuche sind auch dort sicher drin, die werden ja direkt nach Ausfüllen der Fragen zugestellt.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Joshua »

Deja-vu hat geschrieben: ↑02.06.2026, 20:09 Du also auch nicht?
Levyn hat geschrieben: ↑03.06.2026, 14:56 Ich finde mit folgendem Text beschreibst du ja vor allem deine eigenen Gedanken:
Ich kann euch beruhigen, ich war noch nie in einer Situation, dass ich jemanden hätte ablehnen müssen. Warum? Es hatte noch nie jemand Interesse an mir gezeigt. Und ja, ich würde mir durchaus zutrauen, dass zu erkennen.
Deja-vu hat geschrieben: ↑02.06.2026, 20:09 Eine Freundschaft ist unglaublich wertvoll. Und so etwas werfen viele einfach weg.
Finde ich fast genauso demütigend.
Wie Tania und Levyn schon gesagt haben, hat die Friendzone wohl in den seltensten Fällen mit echter Freundschaft zu tun sondern ist einfach eine höfliche Floskel um nicht sagen zu müssen: "Geh dorthin wo der Pfeffer wächst und tritt mir nie mehr wieder unter die Augen.".
Levyn hat geschrieben: ↑03.06.2026, 14:56 Woran merkst du aber, dass die Ablehnung dann allein an der Optik liegt?
Mit Sicherheit weiß ich es natürlich nicht, auch wenn mir zwei Dates das schon mal mehr oder weniger direkt gesagt haben, könnte es bei den anderen natürlich andere Gründe gehabt haben.
Was aber schon öfters passiert ist, ist folgendes: man lernt sich wodurch auch immer kennen, verbringt (Frei)zeit miteinander, versteht sich ganz hervorragend. Das beruht offensichtlich auch auf Gegenseitigkeit. Sobald die Frau dann aber nur den leisesten Verdacht schöpft, dass ich romantisches Interesse haben könnte, ist es aus, und zwar mit sofortiger Wirkung.
Dann kanns ja nicht an mangelnder Sympathie gelegen haben.
Levyn hat geschrieben: ↑03.06.2026, 14:56 Ich kenne genügend Frauen, die sich aktiv dazu entscheiden dem Mann, auch wenn er sie nicht direkt umhaut, eine Chance zu geben sie besser kennen zu lernen, weil sie eben aus dem Teufelskreis ausbrechen wollen, wo nur ein Mann eine Chance bekommt, wenn er der Traumprinz ist. Oft genug klappt das dann auch. D.h. natürlich nicht, dass sie den Mann unattraktiv finden, aber er ist der "Durchschnitt".
Ich kenne zwar keine, aber das mag es durchaus geben ja. Bis dann ein in ihren Augen besserer kommt...
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Deja-vu »

Joshua hat geschrieben: ↑05.06.2026, 13:53 Wie Tania und Levyn schon gesagt haben, hat die Friendzone wohl in den seltensten Fällen mit echter Freundschaft zu tun sondern ist einfach eine höfliche Floskel um nicht sagen zu müssen: "Geh dorthin wo der Pfeffer wächst und tritt mir nie mehr wieder unter die Augen.".
Ob das nun tatsächlich so gemeint ist, oder nur die Interpretation des als Partner abgelehnten Parts, kann man diskutieren.

Hier wurde ja schon bestätigt, dass die Formulierung "freundschaftliches Kennenlernen" als auch "Freunde bleiben" als Code verstanden wird, der Weiteres ausschließt. (Was ich zum Beispiel nicht wusste)
Aber es heißt sicher nicht: "Geh hin, wo der Pfeffer wächst". Es so aufzufassen liegt dann doch eher an der Verletzung des eigenen Selbstwerts.

Für den Kontaktabbruch der jeweiligen Frauen kann es vielfältige Gründe gegeben haben. Und sei es, dass sie sich unwohl gefühlt haben in der Befürchtung, dass du dir weiterhin Hoffnungen machen könntest.
Joshua hat geschrieben: ↑05.06.2026, 13:53 Dann kanns ja nicht an mangelnder Sympathie gelegen haben.
Zum Verlieben gehört ja wie geschrieben mehr als Sympathie. Nicht mit jedem, den man sympathisch findet, geht man eine Beziehung ein.
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Tania
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tania »

Deja-vu hat geschrieben: ↑05.06.2026, 18:23 Hier wurde ja schon bestätigt, dass die Formulierung "freundschaftliches Kennenlernen" als auch "Freunde bleiben" als Code verstanden wird, der Weiteres ausschließt. (Was ich zum Beispiel nicht wusste)
Aber es heißt sicher nicht: "Geh hin, wo der Pfeffer wächst".
Da diese Aussagen meist in einer Situation kommen, in der gar keine Freundschaft besteht, muss es wohl ein Code sein. Das Fiese ist: es ist ein sehr unspezifischer Code. "Freundschaftliches Kennenlernen" bedeutet z.B. nicht unbedingt, dass Weiteres definitiv ausgeschlossen ist - es bedeutet nur, dass man sich IM MOMENT nichts Weiteres vorstellen kann. Und es bedeutet vor allem, dass körperliche Annäherungsversuche oder romantische Anwandlungen in der aktuellen Phase noch nicht erwünscht sind. Aber "Kennenlernen" signalisiert, dass im weiteren Prozess noch vieles offen ist - im Unterschied zu "Ich kann mir mit Dir höchstens Freundschaft vorstellen". Da ist die Grenze klar gezogen - egal was man am Anderen noch kennenlernt, es wird nicht mehr als Freundschaft. Höchstens - also in 90% aller Fälle versandet das Ganze einfach irgendwie.

Die "Lass uns Freunde bleiben" - Situation hat man hingegen meist, wenn man schon eine gewisse Zeit mehr als Freunde war. Und da ist die Bandbreite der Bedeutungen immens - von "Geh hin wo der Pfeffer wächst" über "Wäre schon nett, wenn wir in Kontakt bleiben könnten, aber wenn nicht, ist auch gut" bis zu "Als Paar funktionieren wir leider nicht, aber ich würde mich wirklich freuen, wenn wir Freunde sein könnten und werde alles mir Mögliche tun, damit das funktioniert" ist wirklich alles denkbar. Welche Bedeutung der Code wirklich hatte, merkt man dann erst, wenn man das Verhalten des von Freundschaft Sprechenden betrachtet. Wobei erschwerend dazu kommt: in so einer Situation tatsächlich eine Freundschaft aufzubauen ist ein Gang durch ein diplomatisches Minenfeld. Die Verantwortung liegt recht einseitig bei dem/derjenigen, der/die die Freundschaft will - der/die andere ist ja meist noch damit beschäftigt, die Trennung irgendwie zu verarbeiten. Bemüht man sich dann zu sehr, macht der/die "Gefriendzonte" sich womöglich wieder Hoffnungen (was zwar ein klarer Fall von "selbst schuld" wäre, dem/der "Friendzonenden" aber trotzdem lästig sein könnte), bemüht man sich zu wenig, driftet man mit hoher Wahrscheinlichkeit so weit auseinander, dass man irgendwann vergessen hat, dass man ja eigentlich eine Freundschaft aufbauen wollte. :sadwoman:

Aber wer weiß, vielleicht liege ich ja völlig falsch und sitze in ein paar Jahren mit einem gutem Freund im gemeinsamen Urlaub im Strandkorb, finde diesen Post wieder und frage mich, wieso ich je Zweifel hatte ;)
Zuletzt geändert von Tania am 05.06.2026, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.
Reinhard
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Reinhard »

Hoppala hat geschrieben: ↑04.06.2026, 22:54 Ja?
Du willst von 7,999... Mrd Menschen nix. Dann kommt einy davon auf dich zu, ersiees würde sehr gern ..
du sagst: Nö. Was genau hat sich geändert?
Ihr hattet Interaktion. Okay. Voraussetzung, damit es das Szenarion überhaupt gibt. Welchen Anlass gibt es für diese Person, nun zu denken: Boah Reinhard will nichts mit mir - das zieht mich echt runter ...
Welchen Anlass außer ihren eigenen, ansonsten tatsachenfreien Wünschen?
Is schon komisch, oder nicht?

Welche Option hättest du, das zu verhindern? Soweit Reinhard als interagierende Person eine Rolle spielt: wie könntest du Einfluss nehmen? Und wenn nicht: dann ist es mangels weiterer relevanter Faktoren von der Person selbst induziert. Oder nicht? Warum nicht?

Ich hoffe mal, ich löse keine traumatisierenden Kindheitserinnerungen aus ... kennst du die Mathematikaufgaben, bei denen man aus Urnen mit verschiedenfarbigem Bällen welche davon rausholt und daraus dann irgendwelche Aussagen ableiten soll? Diese Aufgaben zielen darauf ab, dass Kind etwas über Statistik lernt, aber eigentlich ist geht es darüber hinaus, nämlich: wie können wir aus Einzelbeobachtungen (das Ziehen von Bällen) auf eine ansonsten unbekannte Größe (den Urneninhalt) schließen?

Dazu kommt: Der Anteil der Leute, für die man für ein Date in Frage kommt ist größer als der Anteil derjeniger, mit denen man ein Date eingeht, das ist größer als mit wem man einen Beziehungsversuch anfängt ist größer als der Anteil derjenigen mit denen man eine Beziehung führen kann, usw. Es kann ja nicht größer werden und die Schritte bauen aufeinander auf ...

Und das beides gemeinsam bedeutet: die angenommene Wahrscheinlichkeit am Anfang des Prozesses liegt in einem Bereich, in dem ich aus den Stichproben, wie gut man bei einzelnen Frauen(*) ankommt, daraus schließen kann, für wie attraktiv ich gelte. Oder für dein Beispiel mit umgekehrten Rollen: die Beispielfrau bei Männern. Nun kannst du ja sagen, dass die Anpassung der eigenen Einschätzung erst dann schmerzhaft ist, wenn sie groß abweicht, ich würde aber nicht sagen, dass das der relevante Punkt ist. Besonders schmerzhaft ist meiner Meinung nach eher, wenn man soweit ist zu erkennen, dass es sich um ein Problem der Art "selbst mit vielen Versuchen ist es praktisch unmöglich" handelt. Kurz: wenn man die Hoffnung aufgeben muss, aber das garstige Biest sträubt sich, aufgegeben werden.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Hoppala »

Reinhard hat geschrieben: ↑06.06.2026, 11:05 die angenommene Wahrscheinlichkeit am Anfang des Prozesses liegt in einem Bereich, in dem ich aus den Stichproben, wie gut man bei einzelnen Frauen(*) ankommt, daraus schließen kann, für wie attraktiv ich gelte.
Der typische Fehlschluss: Statistik - schlimmer noch: aus Stichproben extrapolierte Annahmen über statistische Wahrscheinlichkeiten! (das ist dann schon ziemlich vage, zumal bei unsystematischer individueller Empirie) - auf den Einzelfall zu übertragen.

Es sind deine Annahmen über dich selbst - aus denen du ev. hnterher "Erniedrigung" bzw. "erniedrigt fühlen"" (darum ging es bei meiner initialen Antwort) ableitest.

Mal einfach gesagt: Du siehst/triffst/whatever eine Person, die dir sympathisch und "möchte ich kennenlernen" oder auch nur "könnte ich ev. kennenlernen" erscheint? Lern sie kennen (oder lass es, your choice).
Danach(!) weißt du, ob sich dein Eindruck bestätigt, bestärkt, oder erledigt. Nach dem Kennenlernen weißt du eventuell, ob die Person äquivalente Empfindungen im Kontakt mit dir hat.

Viele Enttäuschungen machen es nicht einfacher, keine Frage. Man kann sie aber auch als Lernprozess annehmen, so oder so. Statistik? Einzelfallprozessmanagement!
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tania »

Reinhard hat geschrieben: ↑06.06.2026, 11:05 ... ein Problem der Art "selbst mit vielen Versuchen ist es praktisch unmöglich" ...
Die menschliche Psyche und die mathematische Logik sind sich allerdings nicht immer einig. Und so kommt es, dass viele Menschen trotz der bekannten (Un-)Wahrscheinlichkeiten Lotto spielen. Solange sie ihr Leben nicht danach ausrichten, dass sie erstmal gewinnen müssen, und dann würden sie ...., und solange ihnen die Einsätze nicht weh tun, spricht wenig dagegen. Und selbst wenn die meisten nie den Hauptgewinn ziehen - ein Kleingewinn kann das Leben auch versüßen. Zumindest für eine gewisse Zeit.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Reinhard »

Hoppala hat geschrieben: ↑06.06.2026, 12:44Der typische Fehlschluss: Statistik - schlimmer noch: aus Stichproben extrapolierte Annahmen über statistische Wahrscheinlichkeiten! (das ist dann schon ziemlich vage, zumal bei unsystematischer individueller Empirie) - auf den Einzelfall zu übertragen.

Es sind deine Annahmen über dich selbst - aus denen du ev. hnterher "Erniedrigung" bzw. "erniedrigt fühlen"" (darum ging es bei meiner initialen Antwort) ableitest.

Ableitung für den Einzelfall gerade nicht.

Es wurde gefragt, wie man aus so einem Ereignis eine Änderung des Selbstbildes ableitet, und das habe ich erklärt. Nicht mehr und nicht weniger. :reporter:

(Genaugenommen ist es sogar so, dass in dem Beispiel aus meiner Ablehnung anderer, auch ich etwas über die Menge "wer wird von mir abgelehnt" lerne. Allerdings kenne ich diese Menge von vornherein wesentlich besser als die in der anderen Richtung, weshalb sich da nicht soviel ändert.)
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: ↑06.06.2026, 13:10 Und selbst wenn die meisten nie den Hauptgewinn ziehen - ein Kleingewinn kann das Leben auch versüßen. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Ach naja ... wenn man Lotto spielt mit der erklärten Absicht, dass man ja nur wegen Kleingewinnen wie Rumfummeln oder Sex spielt, dann fragen sich die Frauen, ob sie wirklich nur die Rolle des Trostpreises spielen wollen. Sogar Männern ist das vermutlich zuwenig, auch wenn die die Idee des Spieles vielleicht eher nachvollziehen können.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tania »

Reinhard hat geschrieben: ↑06.06.2026, 17:57 Ach naja ... wenn man Lotto spielt mit der erklärten Absicht, dass man ja nur wegen Kleingewinnen wie Rumfummeln oder Sex spielt, dann fragen sich die Frauen, ob sie wirklich nur die Rolle des Trostpreises spielen wollen.
Wenn Du ausdrücklich nur nach Rumfummeln oder Sex suchst, dann sind die Frauen, die darauf anspringen, kein "Kleingewinn", sondern bekommen genau das, was sie wollen. Aber das meinte ich nicht, sondern eher die Tatsache, dass sich nun mal leider nicht jeder Kontakt als die sprichwörtliche große Liebe erweist. Eine kleine Liebe oder auch nur ein gutes Gespräch kann aber trotzdem noch deutlich besser sein als allein zu Hause auf der Couch zu sitzen ....
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von RomNey »

Mesaloma hat geschrieben: ↑04.06.2026, 14:33 Das hat mich so selbstbewusst gemacht, dass ich endlich den Kontakt zu meinem sehr destruktiven autoritären und dominanten Vater abgebrochen habe.
Machst du eine Therapie oder besuchst eine Selbsthilfegruppe?
Wenn nicht, hast du das in Betracht gezogen?
Mesaloma hat geschrieben: ↑04.06.2026, 14:33 Das hätte ich ohne den "Partner" nicht geschafft.
Die Unterstützung und Ideen usw. haben sicher geholfen, aber am Ende hast du es beendet.
Es ist dein Kopf, der dich selbst blockiert, denke ich.

Mesaloma hat geschrieben: ↑04.06.2026, 14:33 Also bin ich wieder in ein tiefes Loch gefallen und denke, keiner meint es ernst mit mir und keiner will mich haben, also muss etwas mit mir nicht stimmten, muss ich also nicht liebenwert sein.
Ich vermute da hat deine Vergangenheit mit deinem Vater einen brutal starken Einfluss.
Wo ich wider zurück zum Anfang komme, machst du Therapie oder hast mal drüber nach gedacht?
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: ↑06.06.2026, 20:56 Eine kleine Liebe oder auch nur ein gutes Gespräch kann aber trotzdem noch deutlich besser sein als allein zu Hause auf der Couch zu sitzen ....

Mag sein. Der Aufwand ist aber grob derselbe wie wenn man um den Hauptgewinn spielt. Und der macht halt bei einer Lotterie einen Großteil der Attraktivität aus. Nicht unbedingt das tatsächliche Gewinnen, sondern eher dass man einen Anlass hat, davon zu träumen. "Was würde ich tun, wenn ich 10 Millionen hätte?"

Nimm den Hauptgewinn weg, dann ist Lotto doch nur "meistens ist alles weg, aber in 20% der Fälle bekommst du deinen Einsatz zurück". Und wer will das schon? :gruebel:
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Bobbertus »

Tania hat geschrieben: ↑06.06.2026, 20:56 Eine kleine Liebe oder auch nur ein gutes Gespräch kann aber trotzdem noch deutlich besser sein als allein zu Hause auf der Couch zu sitzen
Ne. Sehe ich anders. Besonders wenn wir von einem zufälligen, isolierten Gespräch ausgehen wo man danach halt denk "Hm, ja war ganz nett."

Wenn es nicht mal dafür reicht das beide den Wunsch haben sich zumindest nochmal für ein weiteres nettes Gespräch zu treffen... dann kann ich auch gleich komplett darauf verzichten weil mir das absolut nichts gibt.

Im Gegenteil. Im sozialen Kontext zu funktionieren strengt an. Einfach mal die Wand anstarren nicht. Heißt da wäre die Sozial Batterie danach zumindest nicht angekratzt.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Joshua hat geschrieben: ↑02.06.2026, 09:48
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑01.06.2026, 19:49 Ich brauche eine Vorlaufzeit, um mit jemandem warm zu werden, um mich öffnen zu können. Ich bin bei ersten Treffen viel zu verschlossen, ähnlich wie wenn mir jemand in der Straßenbahn begegnet und man ins Gespräch kommt.
Das ist bei mir genauso, das schwierigste ist immer der Erstkontakt. Gerade wenn man aber auf einer Wellenlänge ist, kann es bei mir auch ganz schnell gehen bis ich auftaue, das braucht dann jedenfalls nicht mehrere Treffen sondern kann durchaus während des ersten Treffens sein, dass ich wesentlich lockerer werde, wenn mir die andere Person ein gutes Gefühl gibt.
Ich weiß nicht, ob wir von dem gleichen öffnen sprechen. Ich bleibe mal bei dem Beispiel Straßenbahn: einfach so schwatzen mir mir völlig Fremden, kann ich, aber das sind keine tiefgehenden Gespräche, auch über mich gebe ich so gut wie nichts preis. Bei Treffen in Freizeitgruppen habe ich auch kein Problem. Erst wenn mein Kopf weiß, dass es eine bestimmte Erwartungshaltung gibt, dann geht garnichts mehr bzw wenn ich es zum Treffen schaffe, dann bin ich so dermaßen verkrampft. Ich fahre wie so ein Schutzschild hoch, was aber gleichzeitig von innen heraus nur schwer zu durchbrechen ist.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑01.06.2026, 19:49 Wenn ich nur von mir ausgehe, verliebe ich mich auch in Männer, die mir optisch wenig gefallen, wenn sie eine sympathische liebenswürdige Art haben. Das braucht aber Zeit.
Und genau das ist auch der springende Punkt: es braucht Zeit. Zeit die man im Regelfall nicht bekommt, wenn man nicht aus irgendeinem Grund zwingend längerfristig mit der Person zu tun haben muss (wie etwa am Arbeitsplatz).
Ich behaupte, dass sich niemand mit einer anderen Person, die man gerade erst kennengelernt hat, mehrfach im romantischen Kontext trifft, obwohl man die Person optisch unattraktiv findet, nur um zu sehen, ob man sich nicht doch vielleicht nach dem x-ten Treffen verlieben könnte.

Ich kenne jetzt nur meine eigene Situation, aber mir ist bislang noch nie eine Frau begegnet, bei der ich den Eindruck hatte bzw. bei der ich erkennen konnte, dass sie optische Defizite nicht als Ausschlusskriterium sehen würde. Ganz im Gegenteil. Die meisten behaupten zwar, sie hätten nur ganz minimale Ansprüche an die Optik, aber die Handlungen sehen dann ganz anders aus.
Sind das denn Frauen, die selbst optische Defizite aufweisen? Mein Eindruck ist, dass man das nicht nötig hat, wenn man selbst nicht betroffen ist und jemamden findet, den man selbst anziehend findet. Grenzen hat das natürlich auch und wenn es lediglich das bevorzugte Geschlecht ist und/oder ein bestimmtes Alter.

Kommt auf den Einzelnen an. Ist dein Gegenüber jemand, der bei denen, die er gut findet, ankommt, braucht er dies nicht, auch wenn er vielleicht den perfekten Partner dabei übersieht. Kommt man aber nicht an, jedenfalls nicht bei denen, die man selbst attraktiv findet, hat man keine Wahl, sich einen anderen Zugang zu suchen. Ansonsten geht man immer leer aus.

Ob dein Gegenüber das macht oder nicht, kannst du nicht beeinflussen, du kannst nur bei dir ansetzen, d.h. wenn du merkst, dass eine Frau dir zugetan ist, du sie aber rein optisch nicht anziehend findest, musst du für dich entscheiden, ob du ihr bzw euch dennoch eine Chance gibst oder nicht.

Sich zu verlieben, kommt in beiden Fällen später. Auch wenn du jemanden optisch attraktiv findest, bist du noch lange nicht verliebt. Das kann sich einstellen, muss es aber nicht.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑03.06.2026, 17:06 Eines ist natürlich schon schade: Ich bin ja jetzt 40 und werde niemals erfahren wie es ist in jungen Jahren mit einem Teenie rumzumachen oder später mit einer Frau in den 20ern. Schade, aber ist halt so. Man hat da schon etwas verpasst.
Mir sind aber auch einige Frauen bekannt, die Ü40, teilweise sogar Ü50(!) sind und trotzdem optisch äusserst attraktiv sind. Wobei natürlich immer fraglich ist, ob es für eine Beziehung reicht, wenn sie optisch attraktiv ist. Ich denke, für eine Beziehung braucht es mehr, wie nur das Aussehen. Und wenn man sich in eine Frau verliebt, dann ist sie für einen persönlich doch sowieso die Schönste aller schönen Frauen.
Das kann man aber nicht nachholen, das muss man akzeptieren, sonst verbaut man sich die aktuelle Zeit.

Nein, es reicht nicht, wenn du jemanden optisch attraktiv findest. Optische Anziehung ist keine Garantie dafür, dass du mit jemanden zusammen leben kannst.
Lernst du jemanden kennen, den du zwar rein optisch nicht wirklich anziehend findest, kann es dennoch passieren, dass du seine Art magst und dich verliebst und dann empfindest du die fehlende optische Attraktivität garnicht mehr als so entscheidend. Aber dazu muss man eben auch bereit sein.

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