Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Fehltrade »

moin,

ob man an der Situation etwas ändern kann, hängt immer auch von der Ausgangsbasis ab. Bei manchen ist es nur ein einzelner Faktor wie unterdurchschnittliche Optik, Schüchternheit oder schlechter Kleidungsstil. Hier reichen vielleicht Feinabstimmungen bei einzelnen Stellschrauben aus, um mit überschaubarem Aufwand zum Erfolg bei der Damenwelt zu kommen.
Bei anderen müssen zunächst ganze Berge aus dem Weg geräumt werden wie z.B. bei Asperger-Problematik oder Persönlichkeitsstörungen und dass evtl. noch in Kombination mit anderen unschönen Faktoren wie Depressionen. Hier kann ich einzelne Personen verstehen, denen letztlich der Aufwand zu groß ist, um sich zu ändern. Selbst wenn Sie es schaffen, bedarf es dann zusätzlich eines großen Glücksfaktor in Form einer beziehungswilligen Frau, zumal wenn die betroffene Person schon gehobenen Alters ist.
Also sollte man bei Ratschlägen nicht alle Leute über einen Kamm scheren, sondern immer auch den Einzelfall berücksichtigen.
Zuletzt geändert von Fehltrade am 06.08.2026, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Deja-vu »

Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Ganz ehrlich: Das war vor allem eins - Glück.
Ja, in den meisten Fällen (fast allen, die ich mitbekomme, ob AB oder nicht) ist es Glück. Dieser Feststellung wurde hier im Forum aber schon ziemlich häufig widersprochen.
sascha94 hat geschrieben: ↑06.08.2026, 03:29 Meine Logik sagt dann vor allem, dass man in der Situation was anders hätte machen können/müssen.
Ich müsste wohl so ziemlich alles anders machen. Am besten ein anderer Mensch werden. Bin einfach komplett inkompatibel, weswegen ich gerade eher wieder beim Konzept "damit abfinden" bin.

Aber ich finds gut, wenn man versucht, Leute zu ermutigen, dem Glück eine Chance zu geben.
sascha94 hat geschrieben: ↑05.08.2026, 16:44 Dumm ist immer das gleiche zu tun und dabei andere Ergebnisse zu erwarten.
Den Spruch in abgewandelter Form hatte hier mal jemand in Bezug auf Online Dating gebracht. Ist eben auch nicht für jeden geeignet. Bei dir hat es funktioniert, weil du geduldig geblieben bist. Und dann war das erste Date aber auch gleich ein Glückstreffer.
Tania hat geschrieben: ↑05.08.2026, 13:40 Insofern: nicht heiraten ist was für Pessimisten, heiraten was für Optimisten :)
Dazu sage ich immer: Ich bin realistisch. :mrgreen:
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Das hat nicht nur mit Glück zu tun, ein ganz kleiner Teil vielleicht.

Ich hatte als ich in die Ausbildung gegangen bin 2,3 Date Gelegenheiten, die ich aber nicht Wahrgenommen habe, weil ich einfach viel zu schüchtern gewesen bin und schlicht und ergreifend Angst gehabt habe, vor dem was mich erwartet.

Meine Verlobte war auch nicht die erste mit der ich dann auf Finya geschrieben hatte.

Auch bei den Dates mit Ihr hatte ich immer noch Angst, der unterschied war nur diesmal das ich es durchgezogen habe.

Wenn ich wieder gekniffen hätte wäre vielleicht alles anders gelaufen.

Ist es also Zufall das wir miteinander geschrieben haben, das ma ich noch gelten lassen, aber dass wir am Ende in einer Beziehung gelandet sind war sicher keiner, sondern das Produkt eines langes Prozesses, der aus verschiedenen Bausteinen bestand.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Zwerg »

Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Ganz ehrlich: Das war vor allem eins - Glück.
Mit Glück hatte es nun wirklich nix zu tun.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Kolinatan »

Deja-vu hat geschrieben: ↑06.08.2026, 11:33
Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Ganz ehrlich: Das war vor allem eins - Glück.
Ja, in den meisten Fällen (fast allen, die ich mitbekomme, ob AB oder nicht) ist es Glück. Dieser Feststellung wurde hier im Forum aber schon ziemlich häufig widersprochen.
Ja, weil Glück der gesamten Situation, welche zu einer Partnerschaft führt, nicht gerecht wird. Am ehesten könnte noch von Zufall gesprochen werden, der mit im Spiel ist. Trotzdem kommt niemand allein durch Glück oder Zufall in eine Beziehung.

Das Problem ist, wenn man das Ergebnis vor allem als Glück abtut, dass die Anstrengung, welche die Person aufgebracht hat, gering geschätzt und abgewertet wird. Vorstellungen wie: Du hattest Glück das Du X statt Y gesagt hast, sonst hätte es vielleicht das 2. Date nicht gegeben u.s.w. verkennen dabei, dass es nicht auf X oder Y ankam, sondern die Entscheidung in Kontakt zu gehen, ein Risiko einzugehen und die sich bietende Chance zu nutzen. So zu tun, dass es primär Glück sei, ist aus meiner Sicht nichts anderes als eine Entschuldigung dafür passiv zu bleiben oder sich die eigene Erfolglosigkeit zu rationalisieren. Mir ist klar, dass sich diejenigen, welche viel unternommen haben, sich von dieser Aussage angegriffen meinen können, allerdings wäre das für mich wiederum ein Zeichen, wenn eine solche Aussage jedes trifft, dann gibt es etwas, was sich dasjenige selbst vorwirft nicht versucht zu haben.

Für mich klingen einige Diskussionen drüber, ob etwas hilft oder nicht, vor allem nach dem Spruch: Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe. Ist es unfair es so zu sagen? Vielleicht. Ein anderer Punkt ist, die Vorstellung die Komfortzone zu verlassen und Menschen Vorwürfe zu machen es nicht zu tun. Auch hier gibt es eine kleine Verschiebung in der Härte, so etwas so verdeutlichen. Für mich ist inzwischen die passendere Vorgehensweise, zu prüfen, wie man seine eigene Komfortzone erweitert, ohne die eigenen Grenzen zu überschreiten und sich und seine Möglichkeiten zu überfordern.

Ja, es gibt einzelne AB bei denen es nicht das Problem ist in Kontakt mit anderen Menschen zu treten, sondern das Problem liegt auf einer anderen Ebene. Allerdings löst sich keiner der Gründe, welche aktuell zur ungewollten Beziehungslosigkeit führen oder zumindest dazu beitragen, von alleine auf. Es ist möglich, dass gelegentlich der Zufall hilft, dass es seine Probleme nicht bewältigen muss, weil es jedes begegnet, das damit umgehen kann.

Es sind Millionen Menschen in Beziehungen, auch wenn sie in manchen Aspekten nicht unbedingt beziehungsfähig sind. Am Ende ist es reine Statistik. Was dem einzelnen Betroffenen zwar nicht hilft, außer zu wissen, egal wie schnell alle laufen, es wird immer jedes geben, welches als letztes am Ziel ankommt oder vielleicht auch gar nicht.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Tania »

Deja-vu hat geschrieben: ↑06.08.2026, 11:33 Ja, in den meisten Fällen (fast allen, die ich mitbekomme, ob AB oder nicht) ist es Glück.
Jemanden zu FINDEN ist Glück. Jemanden zu HALTEN, also mit ihm/ihr eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, ist eine Frage von Willen, konsequenten Entscheidungen und harter Arbeit.

Nach dem Finden und der Entscheidung, jetzt mit genau dieser Person eine Beziehung aufzubauen (was schon schwer genug ist), kommt die nächste Hürde: die Umstellung von "mein Leben" auf "unser Leben". Das kann natürlich auch funktionieren, wenn man die ersten Veränderungen erst dann angeht, wenn man bereits den/die passende/n Partner/in gefunden hat. Und es kann echt hilfreich sein, wenn man dabei am Anfang verliebt ist - das setzt ungeahnte Energien frei und Vieles, was ohne diese hormonelle Unterstützung undenkbar war (z.B. sich für ein Date 7 Stunden in den Zug zu setzen) wird plötzlich ganz leicht. Aber dieser Effekt hält leider nur paar Monate an, bis dahin sollte man sich an ein neues "wir-Leben" gewöhnt haben.

Aber auch mit Verknalltheit ist es ein hartes Stück Arbeit - insbesondere wenn man lange Single war und sein Leben bereits ganz gut "vollgestopft" hat. Und man steht dabei durchaus unter einem gewissen Druck - ein/e neue/r Partner/in ist für gewöhnlich wenig begeistert, wenn man ihm/ihr nur ein zweistündiges Treffen pro Woche anbieten kann, weil man die restliche Freizeit einfach braucht, um den Haushalt zu machen, zu trainieren, Freunden zu helfen, die Eltern zu besuchen, den Lieblingspodcast zu hören, sich ehrenamtlich zu engagieren, mit seiner WoW-Gilde eine wichtige Mission durchzuführen, sich weiterzubilden und sich von all dem zu erholen. Mit Glück erwischt man eine Wochenendbeziehung und muss nur zwei Wochenenden pro Monat "freischaufeln", aber auch das wird oft schwer. Insbesondere weil der/die Partner/in ja ebenfalls das Wochenende für die Beziehung reservieren muss und dann vielleicht lieber kuscheln und romantisch Sonnenuntergang gucken möchte als gemeinsam einzukaufen und die Wohnung zu putzen, weil deren Inhaber/in das unter der Woche einfach nicht geschafft hat, aber es unbedingt noch erledigen muss.

Es kann also durchaus vorteilhaft sein, im eigenen vollgepackten Singleleben schon vor dem Glücksfall ein paar Dinge so zu ändern, dass dann beim Auftauchen des passenden Menschen leicht Raum für diesen geschaffen werden kann. Und natürlich hilft es auch bei zukünftigen Veränderungen, wenn man schon weiß, wie man gravierende Veränderungen im eigenen Leben angehen kann, dass es machbar ist und dass das Ergebnis die Mühe wert sein kann. Und wenn man bereits gelernt hat, Gewohnheiten loszulassen, an denen man sich in den letzten Jahren festgehalten hat. Das reduziert die Angst vor beziehungsbedingten Veränderungen ganz erheblich.

Ich plädiere hier nicht für Veränderungen einfach um der Veränderungen willen - so nach dem Motto "Hauptsache IRGENDWAS verändern". Ich sehe Veränderungen auch nicht als zwingend notwendige Vorbedingung dafür, dass besagter Glücksfall eintritt. Aber wenn die Veränderungen sowohl dazu führen, dass der/die Betreffende sich selbst wohler mit seinem Leben fühlt, als auch dazu, dass die mit der Beziehung immer einhergehenden Veränderungen leichter bewältigt werden können, dann spricht echt wenig gegen sie.

(Und während ich das hier schreibe, könnte ich eigentlich auch mein Schlafzimmer aufräumen und damit zumindest die theoretische Chance steigern, dass ich dort irgendwann mal jemanden reinlassen kann ... :hammer: )
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Vogel »

Kolinatan hat geschrieben: ↑06.08.2026, 13:50 [...] Am Ende ist es reine Statistik. Was dem einzelnen Betroffenen zwar nicht hilft, außer zu wissen, egal wie schnell alle laufen, es wird immer jedes geben, welches als letztes am Ziel ankommt oder vielleicht auch gar nicht.
Am Ende dann also doch Glück...
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Kolinatan »

Vogel hat geschrieben: ↑06.08.2026, 15:27
Kolinatan hat geschrieben: ↑06.08.2026, 13:50 [...] Am Ende ist es reine Statistik. Was dem einzelnen Betroffenen zwar nicht hilft, außer zu wissen, egal wie schnell alle laufen, es wird immer jedes geben, welches als letztes am Ziel ankommt oder vielleicht auch gar nicht.
Am Ende dann also doch Glück...
Ich weiß nicht, was Du Dir vorstellst, was dieses "Glück" in einem solchen Fall sein sollte und Du alles auf diesen einen Aspekt verengen willst.

Statistik hat nichts mit Glück zu tun, maximal mit Wahrscheinlichkeiten. Bei einem Wettrennen liegt es in der Natur der Sache, dass es Erste und Letzte gibt, es gibt hier nur bedingt Zufall oder Glück oder sonst etwas anderes. Was an den systemischen Regeln allerdings nichts ändert. Wenn sich Dein schwierigster Gegner vor dem Start den Fuß verstaucht, dann kannst Du es als glückliche Fügung betrachten, auf diese Weise eine Chance auf einen Sieg zu bekommen. Wenn Du nicht läufst, wird daraus allerdings nichts.

Am Ende geht es darum seine Fähigkeiten - welche es sind, ist individuell verschieden - zu verbessern, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen aus einer Chance mehr zu machen. Jedes Mal, wenn sich zwei Menschen begegnen gibt es eine Chance auf Sex und/oder Beziehung. In 99% der Fälle wird diese Chance verstreichen, ohne etwas daraus entstehen zu lassen. Es ist kein Glück, es ist Wahrscheinlichkeit kombiniert mit Fähigkeiten und Interessen. Manchmal mag der Zufall die Wahrscheinlichkeit erhöhen oder reduzieren. Wenn der Zug zu Deinem Date Verspätung hat, kann aus dieser Begegnung vielleicht keine Beziehung erwachsen, zugleich könnten die 30 Minuten im Zug festsitzen genau die Zeit sein, welche nötig war, um mit einem Menschen im Zug in eine Unterhaltung zu kommen, aus welcher eine Beziehung erwächst. Wer weiß es schon vorher, bevor er es nicht versucht hat?

Ja, viele Geschichten sehen vom Ende her so aus, als wäre viel Zufall oder Glück im Spiel gewesen. Allerdings nur weil die anderen 1k Optionen für eine Beziehung nicht gesehen wurden und man nur die eine Geschichte kennt, an deren Ende es jetzt steht.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Frangipani210 »

Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Gut, dass ich nicht über dir wohne. Nicht, weil ich so oft Sex hätte, sondern weil ich schon einmal pingelige Nachbarn unter mir hatte, die sich in genau demselben Ton beschwert haben, nachdem ich ganz normalen Sex mit einer Person hatte. Ja, ich höre meine Nachbarn über mir auch, aber mit Ohropax bekommt man von dem ganzen Zirkus oben fast nichts mit - obwohl die Decken nun wirklich nicht besonders dick sind. Altbau eben.

Von sexlosen Nachbarn kann ich also nicht berichten. Selbst wenn ich nachts gelegentlich durch die menschenleere Innenstadt gehe, höre ich doch immer wieder Menschen, die laut Sex haben.
Ist schon interessant wie du dich nur auf einen gewissen Teil meiner Aussage beziehst und alles andere einfach weglässt.
Das hat absolut nichts mit pingelig sein zu tun, eher damit bei permanenten Grenzüberschreitungen durch andere Menschen für seine eigenen Grenzen einzustehen.
Glaub mir. Jeder hätte in meiner bzw. unserer Situation so gehandelt. Auch du!
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Reinhard »

So allgemein betrachtet: mensch neigt dazu, bei Erfolgen es sich selbst anzurechnen oder zumindestens seinen eigenen Beitrag höher zu machen ("ich habe mich geändert und das hat mir eine Beziehung gebracht"); und bei Fehlschlägen liegt es wiederum nicht an einem selbst, das waren dann "die Umstände" oder was auch immer. Das darf man ruhig im Hinterkopf behalten, wenn man solche Geschichten liest. Das heißt aber nicht, dass man gleich ins andere Extrem verfallen soll, also gleich die Bemühungen als sinnlos abzutun bzw. negieren, dass es manche schwerer haben als andere.

Irgendeinen Beitrag wird die Arbeit schon geleistet haben, so als Erwartungswert aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Im Einzelfall kann es schon mal sein, dass es sich auch so ergeben hätte und es das alles nicht gebraucht hat, aber wem anders hat vielleicht nur die Kombination mehrerer Dinge den Durchbruch gebracht. Man darf sich halt nicht aus der Ruhe bringen lassen, dass ein Teil der Bemühungen sich als nutzlos herausstellen wird, das wird man dann erst in der Rückschau sagen können. Zeitmaschinen haben wir halt nicht. :wahrsagerin:
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Deja-vu »

Kolinatan hat geschrieben: ↑06.08.2026, 13:50 Ja, weil Glück der gesamten Situation, welche zu einer Partnerschaft führt, nicht gerecht wird. Am ehesten könnte noch von Zufall gesprochen werden, der mit im Spiel ist. Trotzdem kommt niemand allein durch Glück oder Zufall in eine Beziehung.
Positive Zufälle sind aus meiner Sicht das Gleiche wie Glück.

Den Begriff können wir weit fassen. Zum Glück zählt alles (Positive), worauf man selbst keinen Einfluss hat.
Inklusive Startvoraussetzungen, Persönlichkeitsstruktur, Gesundheit. Das Gegenteil ist Pech. Dinge, für die man nichts kann und nur in geringem Maße oder gar nicht ändern kann. Das würde ich nicht so einfach beiseite wischen.

sascha94 hat geschrieben: ↑06.08.2026, 13:19 Meine Verlobte war auch nicht die erste mit der ich dann auf Finya geschrieben hatte.
Hatte es so verstanden, dass sie die Erste war, mit der du dich überhaupt real getroffen hast.
Das Glück war hier, dass es dann auch gepasst hat, beiderseits. Hätte ja anders sein können.

Die eigene Anstrengung und deinen Mut möchte ich trotzdem nicht aberkennen. Im Gegenteil, ohne diese hat ja das Glück keine Chance. :daumen:

Wenn man sich andere Geschichten hier anschaut (damit meine ich nicht mich), diejenigen nehmen jedes Date mit, das sie bekommen können, aber es passte bislang halt einfach nicht.

Tania hat geschrieben: ↑06.08.2026, 14:22 Jemanden zu FINDEN ist Glück. Jemanden zu HALTEN, also mit ihm/ihr eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, ist eine Frage von Willen, konsequenten Entscheidungen und harter Arbeit.
Für die meisten hier geht es ja ums Finden. Man kann ja schlecht etwas aufbauen oder halten, was nicht da ist.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Vogel »

Kolinatan hat geschrieben: ↑06.08.2026, 15:51 Ich weiß nicht, was Du Dir vorstellst, was dieses "Glück" in einem solchen Fall sein sollte und Du alles auf diesen einen Aspekt verengen willst. [...]
Deja-Vue hat es bereits vorweggenommen, aber trotzdem: Glück ist das Eintreffen eines Ereignisses mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit, aber das für die betroffene Person eine hohe Bedeutung hat. Ist etwas eher unwahrscheinlich und tritt trotzdem ein, kann man es Glück oder Pech nennen.

ABs gehören nicht der normalen Masse der Menschen an. Statistisch gesehen sind wir eine Minderheit. Aus vielerlei Gründen haben wir weniger Chancen auf dem Partnermarkt, werden als weniger attraktiv angesehen.
Bei einem Sportwettbewerb startet jeder mit den möglichst gleichen Chancen. Im Wettbewerb des Lebens, auf dem Partnermarkt, ... ist das nicht der Fall. Entweder man schafft es zu kompensieren - oder hat eben sprichwörtlich Pech gehabt. Wer dauerhaft Pech hat, ständig Hoffnungen zerstört werden, ständig abblitzt, ....trotz Änderungen an sich, wird irgendwann aufgeben. Aus Selbstschutz. Für mich sind solche Tipps wie " ich habe das getan, mir hats geholfen, also wird Dir das auch helfen, ...." sehr kritisch. Denn meist enden die damit, das es auch heisst "... wenn es nicht geholfen hat, dann warst Du nicht gut genug, stark genug, hast nicht dran geglaubt/ getan, etc...!" Und ich halte das für gefährlich.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Kolinatan »

Deja-vu hat geschrieben: ↑06.08.2026, 19:51 Positive Zufälle sind aus meiner Sicht das Gleiche wie Glück.
Ich ziehe es vor damit aufzuhören die Ereignisse im Leben in Glück oder Pech zu teilen und stattdessen mich darauf zu konzentrieren, das zu beeinflussen, was mir möglich ist und bei allem anderen übe ich mich - im Sinne des Dào - im stoischem Gleichmut.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Reinhard »

Ich ziehe es vor damit aufzuhören, Materie in Fluide und Feststoffe zu unterteilen. Stattdessen konzentriere ich mich drauf, durch die Tresorwand der nächstgelegenen Bank latschen und soviel Geld aus dem Tresor mitnehmen, wie mir möglich ist. Mit viel Geld übt es sich auch leichter im Gleichmut.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Kolinatan »

Vogel hat geschrieben: ↑06.08.2026, 20:23 Für mich sind solche Tipps wie " ich habe das getan, mir hats geholfen, also wird Dir das auch helfen, ...." sehr kritisch. Denn meist enden die damit, das es auch heisst "... wenn es nicht geholfen hat, dann warst Du nicht gut genug, stark genug, hast nicht dran geglaubt/ getan, etc...!" Und ich halte das für gefährlich.
Ja, verständlich. Deswegen halte ich auch nichts davon etwas zu pauschalisieren, nur weil etwas bei einem Menschen dazu beigetragen hat seine Chancen zu verbessern bzw. zu nutzen.
Vogel hat geschrieben: ↑06.08.2026, 20:23 ABs gehören nicht der normalen Masse der Menschen an. Statistisch gesehen sind wir eine Minderheit. Aus vielerlei Gründen haben wir weniger Chancen auf dem Partnermarkt, werden als weniger attraktiv angesehen.
Ist das nicht genau die Umkehrung von Ursache und Wirkung? Für mich sind AB ganz normale Menschen, welche durch eine Verkettung von Umständen und Ereignissen schließlich in einer Situation sind, in welcher es ihnen schwer fällt ihren Zustand der Beziehungslosigkeit zu verändern. In meiner Sicht gibt es keine Eigenschaft eines AB, welche zwingend zu einer Beziehungslosigkeit führen müsste, weil es immer auch Beispiele gibt, wo ein Mensch mit dieser Eigenschaft in einer Beziehung ist.

Ich habe meine Zeit als AB immer nur als Zustand und nie als meine Eigenschaft verstanden. Ich halte diese Unterscheidung für wichtig, weil ich Umstände immer beeinflussen kann, nicht jedoch wer ich bin.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Tania »

Deja-vu hat geschrieben: ↑06.08.2026, 19:51
Tania hat geschrieben: ↑06.08.2026, 14:22 Jemanden zu FINDEN ist Glück. Jemanden zu HALTEN, also mit ihm/ihr eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, ist eine Frage von Willen, konsequenten Entscheidungen und harter Arbeit.
Für die meisten hier geht es ja ums Finden. Man kann ja schlecht etwas aufbauen oder halten, was nicht da ist.
Aber wäre es nicht ausgesprochen traurig, wenn man tatsächlich irgendwann das Glück hätte, einem passenden Menschen zu begegnen - und ihn/sie dann nicht halten kann, weil man erst dann anfängt zu überlegen, was man überhaupt mit ihm/ihr anfangen möchte, und wie man das vielleicht hinkriegen könnte?

Davon abgesehen fängt das mit den Entscheidungen und der Arbeit direkt nach dem Finden an. Fieserweise kommt der Traummensch ja nicht mit einem "Ich bin genau die Person, auf die Du gewartet hast und mit der Du den Rest des Lebens verbringen wirst"-Zertifikat daher, sondern steht einfach nur in der Gegend herum / wird Dir als OD-Profil angezeigt / schickt Dir eine PN / antwortet auf einen Post von Dir ... Und dann musst Du entscheiden, ob Du ihn/sie ansprichst/anschreibst/antwortest, ob Du es wagst zu zeigen, dass er/sie Dir sympathisch ist, ob Du daran mitarbeitest, den Kontakt zu intensivieren ....

Ja, es gehört Glück dazu, überhaupt jemandem zu begegnen, der/die passen könnte. Aber es gehört mehr als Glück dazu, an diesem Menschen nicht einfach vorbei zu gehen - und noch mehr, um dafür zu sorgen, dass er/sie nicht nach einigen Sekunden/Minuten/Monaten wieder verschwindet.
Zuletzt geändert von Tania am 06.08.2026, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Hoppala »

Was bei den ganzen Veränderungsbemühen-vs-Glück-Gedanken immer wieder untergeht (und auch gar nix mehr mit den vermeintlich, weil nicht wahrnehmbar,"sexlosen" Nachbarn zu tun hat - soweit das denn überhaupt irgendwie interessant wäre; vermutlich deshalb geht es hier überwiegend um andere Themen .... ), ist:
in Sascha94s Schilderung wird mir vor allem der Aspekt des "veränderten Umgangs mit sich und der Welt" deutlich. Was wiederum eine gwisse Offenheit für Veränderung beinhaltet (in seiner Schilderung: nach der Schule erst mal Trott; dann ein Erlebnis, welches Umdenken triggert).
Denn auch für Glücksfälle oder Zufälle muss man offen sein. Sonst bemerkt man sie nicht, wenn sie da sind; oder traut sich nicht, wenn man sie bemerkt. Dass entsprechende Lebensveränderung zudem die Häufigkeit erhöhen (oder verringern ...) kann, sollte auf der Hand liegen.
Selbst was tun und Zufall oder Glück wahrnehmen, ist doch kein diskutierbarer Gegensatz.Beides gehört zusammen. Je, für sich allein wird's schwierig.
Und "Glück" ist halt immer so viel, wie man es im Leben anlockt/uzlässt/oder auch per sozialer Umstände oder schlicht Glück hat. Indes: selbst der Lottogewinn setzt den abgegebenen Tippschein voraus, und die Millionenerbschaft, es sich mit dem Erbonkel nicht verscherzt zu haben.
Reinhard hat geschrieben: ↑06.08.2026, 21:47 Ich ziehe es vor damit aufzuhören, Materie in Fluide und Feststoffe zu unterteilen.
Das ist auch richtig so, wenn es deinen Vorhaben im Wege steht.

Thema veränderte Lebenseinstellung. Da hält man sich nicht an Kategorien oder Mustern feest, die gerad genau überrhaupt gar nichts beitragen.

Oder etwas nicht, leibe ABs? :-)


Hier wird gesagt, dass sich Menschen Erfolge gern selbst zurechenen, Fehlschläge allem anderen.
Kann es sein, dass manche das gern andersrum halten? Beides ist logisch gesehen Unsinn. Aber eines von beidem tut mehr fürs Selbstbewusstssein und den Mut, nochmal was zu probieren, als das andere. Und das andere von beidem tut mehr für eigene Fehlerverbesserung als das andere.
Kein entweder-oder. Nur zusammen macht es Sinn.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Ich wollte hier eigentlich keine Grundsatzdiskussion lostreten und die Frage ist es Glück, Pech Initiative usw.

Ich gehöre vielleicht einfach zu der Sorte Mensch die sich weigern Ihr gesamtes Leben in die Hände des Schicksals zu legen sondern selbst versuchen Handlungsoptionen zu schaffen.

Wenn’s für mich ein Unwort gibt dann ist es Alternativlos.

Es gibt immer eine, die Frage ist eher ob einem diese schmeckt oder nicht.
https://abtreff.de/viewtopic.php?t=30224

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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Reinhard »

Hoppala hat geschrieben: ↑07.08.2026, 00:15
Reinhard hat geschrieben: ↑06.08.2026, 21:47 Ich ziehe es vor damit aufzuhören, Materie in Fluide und Feststoffe zu unterteilen.
Das ist auch richtig so, wenn es deinen Vorhaben im Wege steht.

Tut es.
Mein Vorhaben, den Banktresor durch seine Wände hindurch aufzusuchen, wird dadurch tatsächlich sehr erschwert.
Steht im Weg sogar im Wortsinn. :pfeif:
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von verticalist »

Hoppala hat geschrieben: ↑07.08.2026, 00:15 Hier wird gesagt, dass sich Menschen Erfolge gern selbst zurechenen, Fehlschläge allem anderen.
Kann es sein, dass manche das gern andersrum halten? Beides ist logisch gesehen Unsinn. Aber eines von beidem tut mehr fürs Selbstbewusstssein und den Mut, nochmal was zu probieren, als das andere. Und das andere von beidem tut mehr für eigene Fehlerverbesserung als das andere.
Kein entweder-oder. Nur zusammen macht es Sinn.
Sich Erfolge selbst zu zurechnen und Felhschläge allem anderen ist als self-serving bias bekannt. Ich würde vermuten, dass der Effekt wissenschaftlich halbwegs gut belegt ist. Aber das ist natürlich nur eine Aussage über den Durchschnitt von einer großen Anzahl von Menschen und lässt keine Aussage über die Einzelperson zu. Daher kann es durchaus sein, dass es einzelne andersrum handhaben, nur sind diese Personen seltener.

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