Unsere Geschichte

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sascha94
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Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Hallo Zusammen,

Die Diskussionen und Beiträge in dem Forum haben mir in vielerlei Hinsicht sehr geholfen. :D Das wichtigste was es mir gebracht hat war die Idee zu einem besonderen Hochzeitsgeschenk. Ich weiß, dass ich hier oft mit meiner relativ klaren Haltung hier im Forum für Diskussionen sorge. Mir hat das aber auch geholfen, meinen eigenen Weg ein bisschen zu reflektieren und mit mir selbst zu beschäftigen, im Alltag hat man sonst dazu oft wenig Zeit. ;) Das Problem bei Foren ist immer nur, dass man nur einen kleinen Teil seiner Geschichte erzählen kann. Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, für meine Verlobte unsere Geschichte aufzuschreiben zumindest bis zum heutigen Tag um es dann als eine Art Tagebuch fortzuführen und so die Entwicklung unserer Geschichte praktisch zu konservieren. An unserem Hochzeitstag möchte ich ihr das dann als Buch überreichen :) Deswegen würde ich hier eine Anonymisiere Fassung posten, für alle die vielleicht ein bisschen neugierig sind und mehr von meinem Weg erfahren möchten. Man kann es lesen oder lässt es. Man kann damit einverstanden sein oder nicht, man kann es gut finden oder nicht. Wer weiß, vielleicht findet sich der ein oder andere sich darin sogar wieder. :) :)

Jedenfalls würde ich direkt mit der Einleitung und Kapitel 1 loslegen

Einleitung
Meine Verlobte führt eine Art Tagebuch über unsere Hochzeit und die gesamte Planung, um alles für uns und vielleicht später für unsere Kinder und Enkelkinder, Familie, Bekannte und wer sonst Lust hat das zu lesen, zu dokumentieren.
So haben wir selbst in 50 Jahren noch etwas, um auf die Anfänge des wichtigsten Ereignisses in unserem gemeinsamen Leben zurückzublicken.
Mir ist etwas später der Gedanke gekommen, dass man auch festhalten sollte, wie es überhaupt dazu kam, dass wir heiraten. Die Hochzeit an sich ist schließlich nur ein Stück Papier. Wie es aber dazu kam, wie wir uns verändert haben und wie unsere Beziehung überhaupt aussieht – das ist es aus meiner Sicht absolut wert, aufgeschrieben zu werden.
Der Einfachheit halber nehme ich dabei meine eigene Perspektive ein: Ein Mann um die 30 mit sehr überschaubarer Beziehungserfahrung kommt plötzlich mit einer Frau zusammen und erlebt den gesamten Zirkus einer Partnerschaft. Wenn das es nicht verdient hat, festgehalten zu werden, dann weiß ich es auch nicht.
Dabei lasse ich mich von ganz grundlegenden Fragen leiten: Was bedeutet es eigentlich, sein Leben mit einem Partner zu teilen? Was macht das psychisch mit einem und wie gestaltet sich das Zusammenleben im Alltag?
Ich habe fast 12 Jahre lang alleine gelebt. Wer glaubt, dass man das einfach so abschüttelt und „mir nichts, dir nichts“ in einer glücklichen Beziehung landet, der irrt sich gewaltig. Ja, vieles ist toll – aber unsere Psyche ist schon ein faszinierendes Konstrukt.
Jetzt, nach einer gewissen Zeit, kann ich rückblickend sagen, dass es an der einen oder anderen Stelle in meinem Kopf ganz schön gerattert hat:
Das verschobene Selbstbild: Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, ob ich meiner Partnerin überhaupt genüge. Das tief sitzende Gefühl, für jemanden nicht gut genug zu sein, hat sich nur sehr langsam an die neue Realität angepasst.
Fehlende Erfahrung & die Angst zu versagen: In vielen Situationen habe ich mich gefragt, ob das, was ich gerade gesagt oder getan habe, richtig war. Ich konnte schlicht auf keine reichhaltige Erfahrung zurückgreifen, sondern musste allein meiner Intuition vertrauen. Stellenweise hatte ich regelrecht Angst davor, es irgendwie zu vermasseln – und theoretisch kann mir das auch heute noch blühen.
Neue Dynamiken aushalten: Ich erinnere mich zum Beispiel an das erste Mal, als ich die hormonellen Schwankungen meiner Partnerin im Alltag mitbekommen habe. So etwas hatte ich das letzte Mal als Teenager bei meinen weiblichen Familienmitgliedern im Elternhaus erlebt. Plötzlich stand ich vor der Situation, dass ein einziges falsches Wort reichte, um eine komplette Unterhaltung kippen zu lassen. An so etwas ist man nach Jahren als Single überhaupt nicht gewöhnt – und plötzlich muss man lernen, damit umzugehen.
Der reale Umbruch: Und dann war da die Frage nach dem zukünftigen gemeinsamen Wohnort. Mir war von Anfang an klar, dass ich zu ihr ziehen würde, wenn es ernst wird. Aber hier unterscheidet sich die Theorie gewaltig von der Praxis: Es ist eine Sache, sich dessen bewusst zu sein – aber eine ganz andere, den Transporter zu beladen, Arbeit und Familie weit hinter sich zu lassen und sich in einer völlig ungewohnten Umgebung wiederzufinden. Außenstehende sagen dann schnell: „Hast du dir ja selbst ausgesucht“ – womit sie natürlich recht haben. Aber bis der Kopf das auch wirklich als neue Realität akzeptiert hat, dauert es seine Zeit.
Das sind nur zwei Beispiele für Dinge, mit denen man plötzlich konfrontiert wird und die früher meilenweit entfernt waren. Früher habe ich alle Entscheidungen allein getroffen. Plötzlich ist da ein Mensch mit eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, mit dem man sein Leben gemeinsam gestaltet.
Heute schreibe ich diese Zeilen im Homeoffice, arbeite nur noch in Teilweise in Präsenz an meiner alten Arbeitsstelle und gehe heute Abend auf ein Schlagerkonzert – etwas, woran ich früher in meinen schlimmsten Träumen nicht gedacht hätte. Das war der Auslöser für meine kleine Aufzeichnung.
Würde ich mein altes Leben wiederhaben wollen? Ganz sicher nicht.
In den letzten zwei Jahren ist für mich emotional und im Kopf mehr passiert als in den zwölf Jahren davor. Mit dieser Veränderung muss man erst einmal klarkommen. Es wird oft darüber diskutiert, ob man sich verändern sollte, um eine Partnerin zu finden. Fakt ist: Man verändert sich so oder so – ganz einfach, weil man es sonst gar nicht schafft, eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe zu führen.
Das ist im Grunde alles, was ich mit diesem Thema sagen möchte: Wie sehr sich in den letzten 24 Monaten alles verändert hat. Wenn man darüber nachdenkt, ist das eine ganze Menge – und vielleicht gibt das ja tatsächlich Stoff für ein ganzes Buch. Wer weiß?
Zuletzt geändert von sascha94 am 07 Sep 2026 13:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 1: Der Ausgangspunkt
Tja, ich bin derjenige, der diese Zeilen verfasst. Falls Friederike, ich benutze hier ein Pseudonyn,
unsere Kinder, Enkelkinder oder sonst jemand das einmal lesen sollte, macht es wohl Sinn, ein paar Hintergrundinformationen mitzugeben – damit man überhaupt weiß, in welcher Situation wir uns damals befanden. Ich versuche dabei, möglichst viele Details zu berücksichtigen. Verzeih mir, wenn ich etwas vergesse, aber wir sind so viel unterwegs und erleben extrem viel, da kann ich unmöglich an alles denken.
Zu meiner bescheidenen Wenigkeit:
Ich bin mittlerweile 31 Jahre alt; angefangen mit dem Schreiben habe ich im August 2026. Das Ganze soll die Zeit bis zu unserer Hochzeit abdecken, weil ich mir vorgenommen habe, diese Dokumentation unserer Beziehung als persönliches Geschenk zur Hochzeit zu überreichen. Viel persönlicher geht es wohl kaum. Geboren bin ich im Oktober 1994 in einer norddeutschen Großstadt. Ich habe den Luxus, dass ich die Details zu meiner Person recht genau wiedergeben kann. Schatz, es tut mir leid, aber da es eine Überraschung werden soll, fallen deine Anteile hier am Anfang etwas kürzer aus.
Ich bin als viertes von fünf Kindern in einer großen Familie aufgewachsen. Mein jüngerer Bruder sollte später auch mein Trauzeuge werden – aber dazu komme ich sicher noch in einem eigenen Kapitel. Meine Kindheit will ich gar nicht groß thematisieren, denn darum geht es hier nicht. Nur so viel: Insgesamt hatte ich eine sehr schöne Jugend und meine Eltern haben ihr Bestes gegeben. Wenn ich das eines Tages ähnlich hinbekomme, wäre ich schon mehr als zufrieden.
Beruflich bin ich im Bankensektor gelandet. Als Kind war mein absoluter Traumberuf eigentlich Busfahrer – worüber sich meine Verlobte beim Besuch meiner Großmutter köstlich amüsiert hat. Mit 16 Jahren begann ich meine Ausbildung bei einem regionalen Kreditinstitut, dem ich – bis auf eine sehr kurze Unterbrechung – stets treu geblieben bin. Ich berate im Bereich Wertpapiere, kümmere mich um den Nachwuchs, fungiere als eine Art stiller Filialleiter und gebe nebenbei an Wochenenden ab und zu Seminare.
Zu meiner bisherigen Wohnsituation: Mit 19 Jahren bin ich aus dem Elternhaus in meine erste eigene Wohnung gezogen. Von 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen war seitdem alles dabei. Meine letzte Wohnung, bevor ich mit meiner Partnerin zusammengezogen bin, war rückblickend die schönste: drei Zimmer, ein wunderbarer Balkon mitten im Grünen. Es schmerzt immer noch ein bisschen, diese Wohnung aufgegeben zu haben, um nun in einer neuen Stadt zu wohnen – zumal der Nachmieter nicht unbedingt mein Wunschkandidat war, aber das ist eine andere Geschichte.
Wie sah es nun mit Frauen aus? Hier wird es für die Aufzeichnung vermutlich am spannendsten:
In der Schulzeit hatte ich die eine oder andere Schwärmerei, war Frauen gegenüber damals aber noch extrem schüchtern. Während der Ausbildung hatte ich kaum relevante Kontakte: Die Mit-Auszubildenden waren alle älter, ich wohnte anfangs noch zu Hause und in Diskotheken bin ich nie gegangen. Es gab schlichtweg kaum Gelegenheiten, jemanden kennenzulernen.
Als ich schließlich meine eigene Wohnung bezog, kam etwas mehr Bewegung in die Sache. Ich verlegte mich auf das Thema Online-Dating. Ich hatte zwar ein paar Dates, aber wirklich erfolgreich oder gar langfristig war das alles nicht.
Danach folgte eine längere Phase, in der ich überhaupt keine Dates mehr hatte. In dieser Zeit legte ich ordentlich an Gewicht zu – fast 30 Kilo mehr standen auf der Waage. Das hat spürbar an meinem Selbstbewusstsein und meiner Ausstrahlung gekratzt.
Mit etwa 27 Jahren gab es dann auf einem Klassentreffen zwei entscheidende Schlüsselmomente:
1. Mein ehemaliger Klassenlehrer meinte zu mir, dass ich aufpassen müsse, nicht irgendwann allein zu bleiben – sehr aufbauend.
2. Eine ehemalige Klassenkameradin wies mich recht unverblümt darauf hin, wie viel ich seit dem Schulabschluss zugenommen hatte.
Auch wenn das im ersten Moment wehtat, war das der klickende Punkt, an dem ich mir sagte: Es wird Zeit, etwas zu ändern.
Die folgenden zwei Jahre war ich intensiv damit beschäftigt, an mir zu arbeiten – und das in vielerlei Hinsicht. Allen voran ging es um die Gewichtsreduktion. Mithilfe einer App entwickelte ich überhaupt erst einmal ein Bewusstsein dafür, was ich über den Tag verteilt gegessen hatte. Zudem fing ich mit dem Joggen an und baute mehr Bewegung in den Alltag ein. Das Ergebnis: Ich nahm knapp 30 Kilo ab, erreichte wieder mein altes Ausgangsgewicht, schaffte sogar Halbmarathon-Distanzen und fühlte mich insgesamt wieder extrem wohl in meiner Haut.
Inzwischen hatte ich intern die Filiale gewechselt. Die Kolleginnen dort waren sehr fürsorglich. Eine von ihnen meinte mit Blick auf mein Alter, es sei nun langsam Zeit für eine feste Freundin, und versuchte prompt, mich zu verkuppeln. Das passte zwar überhaupt nicht, aber der Anstoß war gegeben: Ich übernahm wieder selbst die Initiative.
Ich meldete mich auf verschiedenen Dating-Plattformen an. Ich hatte einige Treffen, die mal mehr, mal weniger gut verliefen – aber keine Frau konnte mich dauerhaft fesseln.
Bis zu jenem schicksalhaften Tag, als ich ausgerechnet auf einem der Portale sah, dass jemand mein Profil besucht hatte...

Aber das was folgt erzähle ich in einem anderen Kapitel.

Zu einer guten Geschichte gehören immer Zwei, deswegen soll auch meine Verlobte und hoffentlich Ehefrau Friederike einen kleinen Absatz bekommen, das meiste davon ist aus meinem Gedächtnis wiedergegeben. Daher verzeihe mir falls ich was durcheinander bringe :D
https://abtreff.de/viewtopic.php?t=30224
Mein Blog hier für jeden der mehr über mich erfahren will 🙂
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 2: Friederike
Meine bessere Hälfte ist im Mai 1999 geboren, und zwar im – worüber sich durchaus diskutieren lässt – wunderschönen Norddeutschland.
Ihre Familie wohnt schon seit drei Generationen in einem eigenen Haus in einem recht lebendigen Stadtteil. Sie ist das einzige Kind ihrer Eltern. In dieser Hinsicht hatte sie es an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas leichter als ich in meiner Großfamilie – aber meine Schwiegereltern in spe haben streng darauf geachtet, ihren Nachwuchs rundum „lebensfähig“ zu machen. Sie hat immer brav ihr Taschengeld bekommen und gut darauf geachtet, davon nicht zu viel auszugeben – was an der einen oder anderen Stelle heute ihre sprichwörtliche Sparsamkeit erklärt ;)
Jedenfalls hat sie ganz normal die Schule besucht und dort enge Freundschaften geknüpft, die bis heute halten. Zur Verwandtschaft mütterlicherseits gehörte die Großmutter, die lange Zeit noch mit im Haus wohnte. Väterlicherseits bestand eher ein zweifelhaftes Verhältnis – so zweifelhaft, dass man vom Ableben von Verwandten teils erst über die Zeitung erfuhr. Eine reizende Verwandtschaft. Zum Glück haben ihre Eltern davon nichts abgekriegt: Sie sind zwei wirklich herzensgute Menschen.
Nach dem Abitur entschloss sich Friederike, ein freiwilliges soziales Jahr in einer sozialen Einrichtung zu machen (für mich der reine Wahnsinn!) und anschließend zu studieren. Nachdem sie merkte, dass das ursprüngliche Lehramtsstudium doch nicht das Richtige für sie war, wechselte sie zur Sozialpädagogik – inklusive verschiedener Praktika in Kindergärten und Tagesstätten.
Als die Großeltern verstarben, wurde sie im Rahmen einer vorausschauenden Familienplanung schon mit Anfang 20 Eigentümerin des Hauses. Seitdem regiert sie unser Anwesen im Grunde mit sanfter, aber bestimmter Hand. Nach dem Studium fing sie als Schulsozialarbeiterin an einer Grundschule an und versucht seitdem tagtäglich, aus den kleinen Racker bessere Menschen zu machen. Meine Welt wäre das beruflich absolut nicht, aber hey: Wenn es sie glücklich macht! Immerhin hat sie dadurch ein gesichertes Einkommen, was sie mir gegenüber auch nie müde wird zu betonen.
Was das Thema Männer angeht, weiß ich aus ihrer Vergangenheit nicht allzu viel, denn da ist sie verschlossen wie eine Auster, die man mit dem Brecheisen öffnen müsste.
Das Einzige, was ich herausbekommen habe: Kurz bevor wir uns kennenlernten, hat sie einen Mann in die Wüste geschickt, den sie über mehrere Jahre kannte und mit dem sie eine Fernbeziehung führte. Der gute Mann hat ihr immer wieder Versprechungen gemacht, die nie eingehalten wurden. Den finalen Klops landete er schließlich, indem er ankündigte, endlich zu ihr in die Stadt zu ziehen – und stattdessen plötzlich am ganz anderen Ende von Deutschland auftauchte. Wenn ich das richtig verstanden habe, war er Mediziner. Ich bin Banker – man erkennt da scheinbar eine gewisse Vorliebe für Berufe mit solide geregeltem Einkommen. Für diesen Satz haut sie mir bestimmt noch mit der Bratpfanne eins über!
Jedenfalls trennte sie sich im Frühjahr 2025 von ihrem damaligen Fernbeziehungspartner. Um ihren 26. Geburtstag herum, im Mai 2025, haben wir uns dann online kennengelernt.
Auf die Details, wie das genau ablief, gehe ich in den nächsten Abschnitten noch genauer ein. Aber weil ich gerade so einen schönen Schreibfluss habe, möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, was für ein unglaublicher Glückspilz ich eigentlich bin: Mit Friederike habe ich eine Partnerin gefunden, die extrem warmherzig, offen, gütig und sehr um mein Wohl besorgt ist – vor allem auch um das leibliche Wohl, womit sie es manchmal fast schon zu gut meint, wenn sie mir morgens sogar die Brote schmiert.
Ich hätte früher nie gedacht, dass ich eine Partnerin bekommen würde, die erstens so attraktiv und süß ist und zweitens so selbstlos sein kann.
Ich berichte hier natürlich ausschließlich aus meiner Perspektive, und ich möchte gar nicht genau wissen, wie das Ganze wohl aus ihrer Sicht aussehen würde. Ich möchte ihr damit aber schlichtweg Tribut zollen und zeigen, wie sehr sie mich verändert hat – und das in so vielerlei Hinsicht. Ich versuche, das alles so realitätsnah wie möglich darzustellen, und hoffe, dass bei jedem Leser das durchweg positive Bild ankommt, das ich von ihr habe.
Ich liebe sie für viele ihrer Eigenheiten. Kein Mensch ist frei von Fehlern, ich am allerwenigsten. Aber all diese Veränderungen – egal ob auf räumlicher, finanzieller oder emotionaler Ebene – möchte ich um keinen Preis mehr missen. Ich würde die Uhr niemals zurückdrehen wollen.
Ich hoffe sehr, dass ich in 50 Jahren, wenn ich mir das alles noch einmal durchlese, genauso schmunzeln kann wie in der Zeit, in der ich das alles aufgeschrieben habe – als ganz besonderes Hochzeitsgeschenk für meine Verlobte: Eine Dokumentation unserer Geschichte und der positiven Wirkung, die sie in mein Leben gebracht hat.
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 3: Von der ersten Nachricht bis zum ersten Date
Ein bisschen habe ich ja schon gespoilert: Friederike und ich haben uns auf der Online-Plattform Finya kennengelernt. Da diese Plattform kostenlos ist, wundert es mich im Nachhinein ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass ich sie ausgerechnet dort getroffen habe – Sparsamkeit wird bei ihr schließlich großgeschrieben ;)
Ich weiß noch genau, wie ich auf mein Handy schaute. Ich befand mich damals in einer Phase, in der ich nicht mehr ständig in die Apps schaute. Nach etlichen Enttäuschungen stellt sich irgendwann einfach ein gewisser Ermüdungseffekt ein. Als ich die App öffnete, sah ich oben rechts die Benachrichtigung: 1 Profilbesucher. Ein Jammer, dass ich damals keinen Screenshot gemacht habe! Den genauen Profilnamen habe ich leider vergessen.
Neugierig wie ich war, klickte ich auf ihr Profil. Und wie sie sahen, sahen sie... nichts. Keine Beschreibung, kein Foto, keine sonstigen Angaben – absolut gar nichts. Bis heute frage ich mich, wie man ein Dating-Profil mit so wenig Informationen anlegen kann. Die einzige Angabe, die sie teilte, war ihre Heimatstadt. Das war wieder typisch für sie: bloß nicht mehr Informationen preisgeben als unbedingt nötig!
Ich steckte in einer Zwickmühle: Schreibe ich sie an oder nicht? Wer weiß schon, wer sich hinter so einem leeren Profil verbirgt – womöglich ein Fake. Dass sie nicht gerade um die Ecke wohnte, war auch nicht unbedingt förderlich. Ich kam aber schließlich zu dem Schluss: Egal, versuchen wir es einfach mal.
Was genau ich in meiner ersten Nachricht geschrieben habe, weiß ich gar nicht mehr – dafür ist es einfach schon zu lange her. Schnell merkte ich jedoch, dass sie eine sehr sympathische Frau ist. Wir hatten auf Anhieb ähnliche Ansichten darüber, wie wir uns eine Beziehung vorstellten und wohin die Reise im Leben gehen sollte. Das Einzige, was mir noch fehlte, war ein Bild. Auf Nachfrage hatte sie sich zumindest grob beschrieben: ca. 1,70 m groß, braune Haare zum Bob geschnitten, schlank. Das war’s.
Das eine ist natürlich die zwischenmenschliche Harmonie – aber am Ende möchte man ja auch wissen, wie das Gegenüber aussieht und ob die optische Chemie stimmt. Irgendwann schickte sie mir dann tatsächlich ein Foto. Ich war im ersten Moment ehrlich gesagt ziemlich erleichtert: Das Bild passte perfekt zu dem positiven Eindruck, den ich bis dahin gewonnen hatte. Ein offenes, sympathisches Lächeln! Es war zwar nur ein Schwarz-Weiß-Foto (ihre blauen Augen habe ich erst später bewundern können), aber für den ersten Eindruck reichte es völlig aus.
Nun kamen wir zur eigentlichen Hürde: Angeschrieben hatte ich sie um ihren Geburtstag herum im Mai 2025. Wir wechselten im Verlauf zu WhatsApp – und dort hat sie mich anfangs verdammt viele Nerven gekostet! Wir schrieben sehr viel und intensiv. Mein Wunsch, sie endlich im realen Leben kennenzulernen, wurde immer größer. Ich fragte immer wieder nach einem Treffen, aber sie hatte stets neue Gründe, um es noch etwas aufzuschieben. Ob es Nervosität war oder der Wunsch, erst einmal ganz sicherzugehen, dass ich kein Verrückter bin – wer weiß. Am 19. Juni 2025 hatte ich sie dann endlich weich gekocht: Unser erstes Date stand bevor.
Kapitel 4: Das erste Date (19.06.2025)
Es hatte gefühlt eine Ewigkeit gedauert – fast sechs Wochen –, bis wir uns endlich gegenüberstanden.
Es war ein sonniger Tag. Ich hatte Urlaub und sollte am darauffolgenden Wochenende mit meinen Eltern eine kleine Reise antreten. Den Vormittag verbrachte ich mit einer bunten Mischung aus Vorfreude und riesiger Nervosität – auf gut Deutsch: Ich hatte mächtig Schiss. Dass ich morgens noch eine Runde joggen war, half da auch nicht wirklich weiter.
Ich hatte mir genau überlegt, was ich anziehen sollte. Um möglichst seriös zu wirken, entschied ich mich trotz der Temperaturen für eine lange Hose und ein dunkelblaues Poloshirt. Frisch geduscht sprühte ich mich mit meinem Lieblingsduft ein – in der Hoffnung, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.
Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg in ihre Heimatstadt. Wer hätte damals ahnen können, dass dies das erste von unzähligen Malen sein würde, dass ich diese Strecke zurücklegen sollte? Wenn ich gewusst hätte, was an Fahrerei auf mich zukommt, wäre ich vielleicht glatt zu Hause geblieben ;) Aber im Ernst: Ich kam mir auf dieser ersten Fahrt vor wie ein kleiner Entdecker auf dem Weg ins Unbekannte.
Die ganze Fahrt über fragte ich mich, was mich wohl erwarten würde. Als ich das Ortseingangsschild passierte, merkte ich sofort, wo ich gelandet war – die Straßenqualität ließ ab der Landesgrenze spürbar nach.
Ich fuhr in ein zentral gelegenes Parkhaus. Vielen Dank noch mal an Friederike, dass sie mir vorab nicht verraten hatte, dass die unterste Ebene die teuerste war – da gab es nämlich extra breite SUV-Parkplätze.
Als ich aus dem Parkhaus trat, musste ich mich erst einmal orientieren. Ich setzte mich auf eine Bank mit direktem Blick auf den Ausgang, um sie sofort zu sehen, wenn sie kam. Damals ahnte ich noch nicht, dass ich ihr genau an diesem Ort rund neun Monate später einen Heiratsantrag machen würde.
Der ersehnte Moment kam: Sie erschien am Parkhaus. Bis dahin kreisten meine Gedanken pausenlos: Kommt sie? Kommt sie nicht? Was ist, wenn...
Sie kam auf mich zu und lächelte mich an – dieses feine, manchmal unscheinbare Lächeln, das nur sie beherrscht. Mein erster Gedanke war: Sie sieht im Reallife noch viel besser aus als auf dem Foto! Sie trug einen Rock, eine Bluse und ihre geliebten Birkenstocks an den Füßen (inzwischen besitze ich selbst welche und finde sie immer noch unbequem).
Wir umarmten uns vorsichtig zur Begrüßung. Ich spürte zum ersten Mal ihre Nähe, was sich auf Anhieb richtig gut anfühlte – auch wenn mir vor Aufregung ordentlich die Knie schlotterten.
Wir machten uns auf den Weg Richtung Innenstadt, spazierten zum Dom, besichtigten die historischen Sehenswürdigkeiten und gingen hinein. Ich weiß nicht mehr genau, was ich geredet habe; vor lauter Nervosität muss es absoluter Unsinn gewesen sein. Aber es hat offensichtlich nicht gereicht, um sie zu verjagen.
Vom Dom aus gingen wir durch die engen, altmodischen Gassen. Als ich sie dort einmal ganz leicht berührte, entschuldigte ich mich sofort höflich – ich wollte unter keinen Umständen wie jemand wirken, der nur auf das Eine aus ist.
Schließlich landeten wir an der Fluss-Promenade. Dort versuchte sie gefühlt das erste Mal, mich umzubringen: Bei all den rasenden Fahrradfahrern grenzte es an ein Wunder, dass ich dort lebend wieder wegkam. Wir spazierten am Ufer entlang bis zum Fußballsportstadion. Unterwegs unterhielten wir uns über alles Mögliche; unter anderem erzählte ich von meiner Familie.
Gegen 18:00 Uhr beschlossen wir, etwas zu essen. Im Nachhinein wirklich tapfer von ihr, dass sie es so lange ohne Verpflegung mit mir ausgehalten hatte! Wir kehrten in ein Restaurant am Marktplatz ein und bestellten Schnitzel. Während des Essens klingelte plötzlich mein Handy: Mein Vater war am Telefon. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken! Ich steckte in der Zwickmühle: Ich wusste nicht, ob etwas Dringendes passiert war, wollte aber vor ihr auch nicht wie ein Muttersöhnchen wirken. Ich ging also kurz ran und bereute es sofort: Mein Vater wollte lediglich eine Belanglosigkeit zu den Koffermaßen für unseren anstehenden Urlaub wissen – etwas, das ich ihm gefühlt schon tausendmal erklärt hatte.
Friederike nahm es glücklicherweise absolut locker und amüsierte sich sogar köstlich darüber. Mein Vater wusste allerdings auch nicht, dass ich auf einem Date war; ich hatte da im Vorfeld eher ein Geheimnis draus gemacht (wie sie bei ihren Eltern und Freundinnen übrigens auch, wie ich später erfuhr).
Kurz vor Ende des Essens musste sie kurz auf die Toilette und bat mich, auf ihre Sachen aufzupassen. Ein echter Vertrauensbeweis: Sie kannte mich kaum und überließ mir bereits ihre Handtasche nebst Portemonnaie.
Am Ende gingen wir zurück zum Parkhaus. Sie hatte eine Ebene höher geparkt als ich – wo die Parkplätze natürlich deutlich günstiger waren. Vielen Dank noch mal für diesen fehlenden Tipp! An der Treppe hielten wir an. In meinem Kopf ratterte es pausenlos: Wie verabschieden wir uns? Kuss? Kein Kuss? Der Vorsichtige in mir siegte, und wir umarmten uns zum Abschied nur kurz. Beim Rausfahren aus dem Parkhaus begegneten wir uns noch einmal kurz an der Schranke; ich hupte und fuhr vorbei. Keine fünf Minuten später auf der Autobahn bekam ich ein dauerhaftes Souvenir an unser Date: einen satten Steinschlag in der Frontscheibe. In zwölf Jahren Autofahren war mir so etwas nie passiert – kaum fährt man einmal in diese Stadt...
Wieder zu Hause angekommen, sah ich bereits eine Nachricht von ihr bei WhatsApp: Das Date habe ihr sehr gefallen und sie wollte wissen, ob ich gut angekommen sei. Ich war unglaublich froh, dass sie sich nicht an irgendwelche albernen Dating-Regeln hielt ("Erst nach 3 Tagen melden"), sondern direkt Nägel mit Köpfen machte – eine Eigenschaft, die ich bis heute sehr an ihr schätze.
Ein zweites Date stand für mich außer Frage: Ich wollte unbedingt wissen, wie unsere Reise weitergeht. Und sie ging weiter – wenn auch anfangs etwas holpriger, als ich zunächst vermutet hatte.
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 5: Funkstille oder das Wunder der Friseurstube
Wir hatten, wie bereits erwähnt, ein sehr schönes erstes Date. Ich konnte es kaum erwarten, dass ein zweites Treffen folgen würde – und ehrlicherweise hatte ich damit gerechnet, dass das relativ zeitnah geschehen würde.
Zunächst flog ich jedoch erst einmal mit meinen Eltern in den Urlaub. Währenddessen schrieben wir uns immer weiter und tauschten auch Fotos aus. Ich fand, dass wir uns auf einem richtig guten Weg befanden und dass alles glattgehen würde, sobald ich wieder zu Hause war. Die einzige kleine Herausforderung im Urlaub bestand darin, darauf zu achten, dass meine Eltern nicht spitzkriegten, dass da etwas im Busch war. Ich hatte schlichtweg keine Lust, über ungelegte Eier zu sprechen, und hielt es für ein schlechtes Omen, etwas an die große Glocke zu hängen, was noch gar nicht fest war.
Gegen Ende meines Urlaubs fiel mir allerdings auf, dass Friederike immer einsilbiger schrieb. Ich frage mich bis heute, was sie damals wirklich so abgelenkt hat. Ich hatte das ungute Gefühl, wesentlich mehr zu investieren als sie, damit das mit uns beiden funktioniert.
Zwischenzeitlich holte ich mir sogar den Rat einer Bekannten ein. Sie vermutete direkt, dass Friederike bestimmt zweigleisig fahre und mich nur auf der Warmhalteplatte parke. Einerseits passte das überhaupt nicht zu dem Bild, das ich von ihr gewonnen hatte – andererseits hatte ich aber auch keine andere Erklärung dafür, warum sie plötzlich so abweisend wirkte.
Ich wollte unbedingt ein zweites Date, aber sie zögerte es immer und immer wieder hinaus. Bis ich mir irgendwann extrem unsicher wurde, ein Stück weit resignierte und schlichtweg keine Nerven mehr hatte. Der ursprünglich gute Kontakt schlief schließlich völlig ein. Das dürfte Anfang Juli gewesen sein. Ich hörte drei Wochen lang absolut nichts mehr von ihr und ging fest davon aus, dass die „Warmhalte-Theorie“ wohl gestimmt hatte. Ich versuchte mich damit abzufinden, dass es das gewesen war – dieses Muster hatte ich in meiner Single-Zeit schließlich schon zwei-, dreimal genau so erlebt.
Bis zu jenem Tag Ende Juli, als ich beim Friseur saß. Ich wollte mir nach Feierabend an einem Mittwochnachmittag eigentlich nur die Haare schneiden lassen, als ich plötzlich eine Nachricht auf meinem Smartphone erblickte:

Friederike: „Na, wie geht es dir?“

Ich wusste im ersten Moment gar nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Immerhin hatte ich seit drei Wochen kein Wort mehr von ihr gehört. Oder dachte ich mir: Was habe ich schon zu verlieren? Also antwortete ich:

Ich: „Mir geht es ausgezeichnet und dir?“
Friederike: „Auch. Nicht gelangweilt nach inzwischen vier Wochen Ferien?“
Ich: „Nicht wirklich 😅 Das Wetter spielt zwar nicht so mit wie erhofft, aber ist okay.“
Ich: „Tja, irgendwann wäre es wohl des Glücks zu viel 😀😀
Friederike: „Das stimmt 😅 Aber dafür hatte ich großes Glück mit dem Wetter in Norwegen 😉
Ich: „Aha! Haben wir uns da etwa die Rübe verbrannt oder was? 😀
Friederike: „Fast 😅😜 Hatten knapp 30 Grad, da war es am besten am Pool an Bord 😉 Freut mich jedenfalls, wieder was von dir zu hören. Ich habe es doch vermisst 🤗
Ich: „Aha, du warst also auf einer Schiffsreise? Hat dir das Konzept gefallen? 🙂 Und tatsächlich vermisst? Zuletzt hatte ich ehrlich gesagt einen ganz anderen Eindruck...“
Friederike: „Es hat mir gut gefallen 🤗 Danach brauchte ich erst mal einen Tag Pause von all den Menschen, wenn man tagelang mit tausenden Leuten zusammen war 😅 Und ja, das Sollte meinerseits auch nicht abweisend rüberkommen 🙈
Ich: „Das ist ja spannend. Warum meinst du?“
Friederike: „Worauf beziehst du das? 🙈
Ich: „Na ja, wenn ich sage, ich hatte zuletzt den Eindruck, dass du kein Interesse mehr an mir hast, und du sagst, das sollte nicht so rüberkommen – da frage ich mich natürlich schon, woher der plötzliche Sinneswandel kommt.“
Friederike: „Es sollte wirklich nicht so wirken, weil ich echtes Interesse an dir habe 🤗 Was waren denn für dich Beispiele, dass du den Eindruck hattest, ich wollte nichts mehr von dir? Hätte ich kein Interesse, würde ich mich doch jetzt nicht wieder von mir aus bei dir melden 🤗🙃
Ich: „Na ja, vielleicht liegt es daran, dass wir in zehn Wochen gerade mal ein einziges Treffen hatten. Oder daran, dass du ab dem Zeitpunkt, als ich aus dem Urlaub wiederkam, definitiv einsilbiger geworden bist. Bis dahin hast du regelmäßig Bilder und Sprachnachrichten geschickt – und das hörte von heute auf morgen auf. Auch dein Interesse daran, was bei mir so los ist, hat spürbar nachgelassen. Ich habe das damals auch mit Bekannten besprochen, weil ich wissen wollte, was ich falsch gemacht habe. Und die meinten, dass so ein Verhalten meistens auftaucht, wenn es noch einen anderen Kandidaten gibt.“
Friederike: „Als du aus dem Urlaub zurückkamst, war ich extrem im Stress mit den letzten Tagen vor den Ferien. Ich war mental völlig am Ende, voller Vorfreude auf den Urlaub, und dann kamen noch starke Schmerzen dazu 🙈 Ich habe garantiert keinen anderen und wirklich Interesse an dir – sonst würde ich mich jetzt nicht wieder bei dir melden! 🤗
Ich: „Das Problem ist für mich einfach, dass ich genau dieses Drehbuch schon zu oft mitgemacht habe. Ich möchte das nicht noch einmal so erleben. Diesmal hätte ich mir wenigstens gute Erinnerungen bewahrt: eine nette Stadtführung, ein gutes Essen und einen Steinschlag in der Frontscheibe, den ich allmählich mal reparieren lassen sollte... 🙂
Friederike: „Steinschlag von deinem Besuch bei mir? 🙈 Es tut mir wirklich leid, dass du so etwas früher schon erleben musstest. Ich möchte dich keinesfalls so behandeln wie andere Frauen das getan haben. Ich würde super gerne genau dort anknüpfen, wo wir vor drei Wochen aufgehört haben 🤗
Ich: „Ja, der Steinschlag war auf der Auffahrt zur Schnellstraße, als ich am Stau vorbeigefahren bin. Da hat es auf der Beifahrerseite ordentlich gescheppert – ein Loch, etwa so groß wie eine 50-Cent-Münze 😀
Friederike: „Oh nein! 🙈🙈 Übernimmt das denn nicht die Versicherung? 🤗
Ich: „150 Euro Selbstbeteiligung – und die wollte ich wegen meiner weiteren anstehenden Reisen dieses Jahr eigentlich nicht zwingend ausgeben 😀😀
Friederike: „Sehr verständlich! 😅🙈

Da sieht man, wie es damals in uns ausgesehen haben muss. Ihre Erklärung reichte mir für den Moment völlig aus, um bereit für einen neuen Anlauf zu sein – auch wenn ich natürlich noch eine gewisse Restskepsis im Hinterkopf hatte.
Wir schrieben wieder wie zuvor und es entwickelte sich erneut ein richtig guter Kontakt. Trotzdem wollte ich diesmal schnell Klarheit haben, woran ich bin. Sie hat das vermutlich gespürt und stimmte schließlich einem zweiten Date zu.
Das zweite Treffen fand dann am 13. August 2025 statt – wiederum in ihrer Heimatstadt. Warum eigentlich immer dort? ;)
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 6: Das zweite Date oder der Durchbruch
Ich hatte mein Ziel endlich erreicht: Friederike hatte einem zweiten Treffen zugestimmt. Ich musste zwar ein bisschen Druck wegen des Termins machen, weil bei mir kurz darauf die nächste längere Urlaubsreise anstand.
Für Mitte August verabredeten wir uns schließlich. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, aber ich ahnte schon, dass an diesem Tag eine Vorentscheidung fallen könnte. Für mich war es ein ganz normaler Arbeitstag – und selbst wenn so ein Arbeitstag kurz ist, kann er vor so einem Treffen ganz schön lang werden.
Als ich nach Feierabend das Büro verließ, kam mir eine Hitzewand entgegen. Mein größtes Problem war: Ich wusste ganz genau, dass die Klimaanlage in meinem Auto nicht funktionierte. So ein Mist! Ich habe kurz mit mir gerungen, ob ich das Date überhaupt durchziehen sollte. Aus zwei Gründen blieb ich dabei: Erstens wollte ich wegen ein bisschen Hitze nicht wie ein Weichei dasein, und zweitens hatte ich Angst, dass ich diese Gelegenheit so schnell nicht wiederbekommen würde.
Diesmal habe ich mich besonders gut vorbereitet. Ich zog wegen der Hitze ein dunkles Poloshirt an, ein frischer Duft lag im Wagen – und natürlich hatte ich sicherheitshalber auch „Regenmäntelchen“ im Gepäck, man weiß ja nie ;)
Ich fuhr also wieder zu ihr in die Stadt, und das war mit Abstand die schlimmste Autofahrt meines Lebens: draußen über 30 Grad, weiß Gott wie heiß im Auto. Sie lote mich dieses Mal über eine Route an einer Universität vorbei und meinte es wohl wieder besonders gut mit mir, als sie mich durch einen extrem merkwürdigen, mehrspurigen Kreisverkehr lotste. Dass ich da heile durchgekommen bin, grenzt an ein Wunder. Einmal habe ich mich auf dem Weg zum Naherholungsgebiet am Fluss, wo wir uns verabredet hatten, zwar noch verfahren, aber am Ende habe ich es trotzdem gefunden.
Ich parkte in einem Waldstück, legte erst mal wieder etwas Parfüm nach und war heilfroh, dass sie noch nicht da war, sodass ich in Ruhe ausschwitzen konnte.
Zehn Minuten später kam sie dann angebraust und stieg aus – genauso hübsch wie beim ersten Mal! Wir umarmten uns zur Begrüßung. Wir fingen sofort ganz natürlich an zu plaudern und gingen in Richtung des Badesees, wo wir eigentlich schwimmen gehen wollten. Sie trug ein leichtes Sommerkleid, darunter bereits die Badesachen. Ich hatte meine Badesachen noch nicht an. Dumm nur, dass ausgerechnet an diesem Tag irgendwelche Algen und Wasserpflanzen den See bevölkerten und man dort lieber nicht reingehen sollte.
Wir suchten uns also auf der Wiese ein freies Plätzchen im Schatten. Ich zog mir dann meine Badesachen an, wofür ich gefühlt erst mal 500 Meter weit ein passendes Gebüsch suchen musste. Als ich zurückkam, hatte sie bereits eine Decke ausgebreitet und – vorbereitet wie sie ist – einige Kartenspiele dabei. Sie hat mich bei einem Reaktionsspiel natürlich gnadenlos fertiggemacht, aber das müssen wir hier nicht weiter vertiefen ;)
Später legten wir uns nebeneinander auf die Decke. Die Sonne schien, es war heiß und ich durfte wieder ein bisschen ihrer Haut spüren – woraufhin sie trocken meinte, ich sollte lieber etwas Abstand halten, ganz toll :D
Dann rief mich – wie schon beim allerersten Date – wieder einmal mein Vater auf dem Handy an. Ich hätte am liebsten im Boden versinken mögen! Während ich mich mit ihm über entsorgungspflichtige Fahrräder im Gemeinschaftskeller unseres Hauses unterhielt, hat sie sich auf der Decke vor Lachen kugelig amüsiert. Man war ich froh, dass sie diese Wendung wieder so sportlich nahm!
Später packten wir unsere Sachen und beschlossen, etwas essen zu gehen. Wir gingen zu einem nahegelegenen Ufer-Café. Vorher zog ich mich im Auto wieder um. Im Café unterhielten wir uns wieder richtig gut. Wegen meines Outfits wurde ich zwischendurch von anderen Gästen sogar kurz für einen Kellner gehalten.
Und dann gab es diesen einen Moment, der alles veränderte: Wir sprachen miteinander und blickten uns plötzlich sehr intensiv direkt in die Augen. Da merkte ich zum ersten Mal so richtig, wie es in meinem Inneren zu knistern anfing – und wie ich später erfuhr, ging es ihr in diesem Augenblick exakt genauso. Ein Moment, den ich hoffentlich nie mehr vergessen werde.
Es wurde wieder spät und irgendwann musste ich mich auf den Heimweg machen. Ich bezahlte die Rechnung und wir gingen noch kurz ans Flussufer. Ich wusste: So eng, wie wir da nebeneinander standen – jetzt oder nie! Ich ergriff ihre Hand. Nichts hatte sich bis zu diesem Moment so gut angefühlt wie ihre Hand, und da war es endgültig um mich geschehen. Ich hätte sie am liebsten gar nicht mehr losgelassen.
Wir gingen zurück zum Auto. Ich überlegte kurz, ob ich sie auch küssen sollte, entschied mich aber dagegen, weil ich nicht als Draufgänger wirken wollte – dafür war sie mir da schon viel zu wichtig. Wir verabschiedeten uns mit einer langen Umarmung und ich fuhr nach Hause.
Noch auf der Autobahn schickte sie mir die erste Nachricht:

Friederike: „Ich bin schön kühl zu Hause angekommen 😜😅😉🥰 Ich fand es wirklich sehr schön mit dir 🥰
Ich: „Ich bin leider noch auf der Autobahn, aber ich fand es auch sehr, sehr schön.“
Friederike: „Das tut mir leid für dich mit dem Stau 😉😜🙈
Ich: „Ich hab dich auch lieb.“
Friederike: „Weiß ich doch 😉😉🥰
Ich: „Ich fand, es fühlte sich heute schon richtig gut an mit uns beiden zusammen.“
Friederike: „Finde ich auch 🤗 Bin schon frisch geduscht, tut gut, den Sand von den Füßen zu haben 😜😜
Ich: „Freut mich für dich! Ich bin jetzt endlich wieder auf der Autobahn Richtung Heimat und brauche noch knapp eine Stunde.“
Friederike: „Das klingt gut 🤗 Fand übrigens auch den Anruf deines Vaters sehr unterhaltsam 😉🤗 Aber sag deiner Mutter bloß nicht, dass ich sie zuerst verwechselt habe 😅😅🙈🙈 Aber ja: Nicht nur meine Haut ist weich, deine ja auch 😉
Ich: „Ich muss mir noch überlegen, was ich sage, wenn meine Eltern mich fragen, wo ich war. Ob ich die Wahrheit sage oder mir eine Notlüge überlege. Freut mich aber sehr, wenn dir meine weiche Haut gefallen hat 😉

Froh und munter kam ich spätabends zu Hause an mit dem tiefen Gefühl, dass sich jetzt wirklich etwas Grundlegendes verändern könnte und ich endlich den Menschen gefunden hatte, den ich mir immer gewünscht habe.
Für uns beide war dieses zweite Date der endgültige Durchbruch. Danach lief alles wesentlich harmonischer und fester als zuvor.
In 50 Jahren werden wir hoffentlich gemeinsam auf diese Zeilen blicken und uns wieder genau so fühlen wie damals am Ufer, als wir dort Händchen haltend standen und uns einfach nur freuten, dass der jeweils andere in das eigene Leben getreten ist.
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 7: Ich wurde erwischt, der Urlaub und der Weg zum dritten Date
Ich hatte das starke Gefühl, dass ich endlich jemanden wirklich Tolles kennengelernt hatte. Nur zu blöd, dass wir unmittelbar nach dem zweiten Treffen erst einmal keine freien Termine mehr hatten.
Am folgenden Wochenende stand ein Event in meinem gewohnten Umfeld an. Im Nachhinein stellte ich fest, dass einige Verwandte und Bekannte bereits zu diesem Zeitpunkt ahnten, dass bei mir etwas nicht stimmte: Ich war gefühlt ununterbrochen am Smartphone am Tippen – ein Verhalten, das man von mir sonst überhaupt nicht kannte! Genau das wurde natürlich sehr aufmerksam registriert.
Definitiv aufgeflogen bin ich dann aber wenig später während eines Urlaubs.
Bei Friederike merkte ich ab dem zweiten Date ganz deutlich, dass sich etwas Grundlegendes verändert hatte. Sie war ab diesem Moment viel offener als zuvor. Ich vermute also mal stark, dass auch bei ihr der Blitz eingeschlagen hatte!
Eine Woche später war es so weit und meine Reisetruppe machte sich auf den Weg zu einem Trip ins Ausland. Ich hielt sie zwischendurch immer wieder mit Nachrichten und Fotos auf dem Laufenden.
Bevor ich eine wichtige Episode vergesse, schiebe ich sie lieber noch schnell ein: Inzwischen waren wir nämlich beim Videotelefonie-Format angekommen! An einem Sonntag hatte sie mich zum ersten Mal per Video angerufen. Ich dachte zuerst, das sei ein Versehen gewesen, rief aber mit zitternden Knien zurück. Seitdem wurde daraus ein fast tägliches Ritual, das wir fortan jeden Abend durchzogen, bis wir schließlich zusammenzogen.
Ich war wirklich bemüht, das Ganze erst einmal geheim zu halten. Meine Eltern bekamen wie gewohnt von alledem überhaupt nichts mit, aber ein befreundetes Pärchen aus der Reisegruppe erwischte mich schließlich beim ständigen Tippen und bei den heimlichen Videoanrufen. Das führte dazu, dass ich noch im Urlaub zum ersten Mal gründlich über sie ausgequetscht wurde.
Das Ganze trug sich in einer Ferienunterkunft zu. Das Haus war derart hellhörig, dass die beiden unten im Erdgeschoss mitbekamen, wie ich oben kurz mit ihr telefonierte. Fairerweise leisteten sie mir danach sogar Schützenhilfe, indem sie meine Eltern ablenkten, damit ich ungestört war!
Zwei Dinge aus diesem Urlaub sind noch besonders erwähnenswert:
Erstens meine erste kleine Liebeserklärung, die ich ihr damals per Video schickte und auf die sie unglaublich lieb reagierte.
Zweitens die Sache mit der Kneipe: Ich wollte unbedingt ungestört mit ihr per Video telefonieren. Die einzige Gelegenheit dazu bot sich, als die Gruppe abends in ein Lokal gehen wollte. Ich schob vor, dass ich absolut keine Lust darauf hätte, und seilte mich ab. Meine Mutter machte sich währenddessen solche Sorgen um mich, dass sie die Live-Musik im Lokal gar nicht genießen konnte – während ich entspannt mein Telefonat führte!
Aus der Heimat schickte sie mir zwischendurch übrigens auch Urlaubs- und Strandfotos. Absolut gemein und fies, mich im Urlaub so zu locken ;)
Die Nachrichten, die wir uns gegen Ende August schrieben, werde ich nie vergessen. Ich hoffte damals schon, sie nie zu löschen, weil sie auch im Schriftlichen meilenweit markierten, was sich seitdem entwickelt hatte – und wie intensiv die Gefühle waren, die wir damals miteinander teilten! Ich freue mich bis heute riesig, wenn ich diese Nachrichten lese. Selten habe ich Emotionen so stark erlebt wie in jenem Moment, als wir abends miteinander schrieben.
Als ich aus dem Urlaub zurückkam, ging es an die Planung für das nächste Wiedersehen. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass ich für einen Samstagnachmittag wieder zu ihr fahren sollte, um eine Runde Minigolf zu spielen.
Meine Eltern waren in der darauffolgenden Woche direkt wieder unterwegs, und ich sollte zu Hause auf den Kater aufpassen. Da kam sie plötzlich mit der Idee um die Ecke: Warum ich denn nicht gleich das gesamte Wochenende bei ihr bleiben wollte?
Wir einigten uns schließlich darauf, dass ich am ersten September-Wochenende zu ihr fahren würde, um unser allererstes gemeinsames Wochenende zu verbringen – obwohl ich mir bis zum Schluss alles andere als sicher war, ob es wirklich so kommen würde...
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 8: Das dritte Date oder das Wochenende, wie alles begann
Es ist wunderschön, sich an all diese Meilensteine unserer Beziehung zu erinnern. Jeder für sich war bedeutend auf dem Weg, den wir nun auch vor dem Gesetz gemeinsam einschlagen möchten.
Ein zentrales Datum für uns beide ist der 5. September – der Tag, an dem wir beschlossen, fortan als Paar durchs Leben zu gehen.
Dass ich mein allererstes gesamtes Wochenende bei ihr verbringen würde, war von Anfang an gar nicht so sicher. Das kristallisierte sich erst nach meinem Urlaub heraus. In diesem Fall war es im Nachhinein ein echter Glücksfall, dass mein Bekannter schon Bescheid wusste: Ich brauchte für dieses Wochenende nämlich dringend einen Komplizen!
Von meinen Eltern hatte ich den Auftrag bekommen, zu Hause auf den Kater aufzupassen. Gewissenhaft wie ich bin, musste ich erst einmal seine Betreuung lückenlos sicherstellen. Das gelang mir glücklicherweise: Mein Bekannter erklärte sich bereitwillig bereit, den Sitter-Job für mich zu übernehmen.
So fuhr ich am Freitagnachmittag mit gepackter Tasche in ihre Heimatstadt. Und wieder einmal schlotterten mir gewaltig die Knie vor dem, was mich an diesem Wochenende erwarten würde! Netterweise unterhielt mich mein Kumpel auf der Fahrt noch per Nachricht – Sprachsteuerung im Auto ist wirklich eine tolle Erfindung. Sie hatte mir vorher noch gesagt, ich solle direkt in die Einfahrt fahren. Ich weiß noch genau, wie sehr widerstrebt mir das im ersten Moment war.
Ich setzte also rückwärts in die Einfahrt zurück – pingelig genau darauf bedacht, ja nicht die Hauswand zu touchieren –, stieg aus und klingelte. Meine Reisetasche hatte ich vorsorglich erst einmal im Auto gelassen.
Ich hörte, wie sie im Flur die Treppe herunterkam, die Haustür öffnete, mir sofort um den Hals fiel und mich küsste! Es war unser allererster Kuss. Ich war davon so überrumpelt, dass ich ihn im ersten Moment gar nicht richtig erwidern konnte – obwohl ich ehrlich gesagt nicht behaupten kann, dass sie es nicht vorher angekündigt hatte ;)
Im Anschluss gingen wir kurz zu ihren Eltern ins Haus, um mich dort vorzustellen. Laut ihrer Mutter habe ich dabei angeblich geplappert wie ein Wasserfall – was für mich sonst absolut untypisch ist.
Danach holten wir erst einmal etwas zu essen für ihre Eltern und uns – unsere allererste gemeinsame Mahlzeit! Kurz vorher hatte sie den ersten Kuss noch einmal wiederholt, diesmal dann auch richtig ;) Wir saßen uns im Esszimmer gegenüber und die anfängliche Nervosität verflog von Minute zu Minute mehr.
Der Abend war noch jung und wir beschlossen, noch etwas rauszugehen. Wir fuhren in ein nahgelegenes Einkaufs- und Ausgehviertel an der Promenade – einer von vielen neuen Eindrücken, die ich an diesem Abend gewinnen durfte. Wir kehrten in einem Lokal der gleichen Kette ein, in der wir schon beim allerersten Date gesessen hatten, und gönnten uns einen kühlen Drink.
Während wir uns unterhielten, kam irgendwann das Thema auf, ab wann man eigentlich offiziell fest zusammen ist. Wir legten spontan fest: Freitag, der 5. September!
Wir gingen noch ein paar Meter spazieren, bevor wir zu ihr nach Hause zurückgingen. Dabei entstand auch eines unserer allerersten gemeinsamen Fotos – kurz nachdem wir beschlossen hatten, ab sofort ein Paar zu sein. (Mir fällt im Nachhinein auf, dass ich auf den Bildern erstaunlich oft dasselbe Lieblingsshirt trug – kein Wunder, dass es mittlerweile völlig ausgeblichen ist!)
Wir machten es uns zu Hause auf der Couch bequem, um etwas fernzusehen. Sehr lange hielten wir es dort allerdings nicht aus, weil sich gewisse Hormone zu melden begannen, und so wechselten wir schließlich ins Schlafzimmer. Dort war ich allerdings erst einmal leicht schockiert von ihrem erstaunlich schmalen 120-cm-Bett! Was darauf folgte, erwähne ich vielleicht in einem späteren Kapitel ;)
Am nächsten Morgen wachten wir nach einer zugegebenermaßen recht beengten Nacht auf und machten uns erst einmal ein ausgiebiges Frühstück. Danach fuhren wir zum Indoor-Minigolf. Da hat sie von mir direkt erst einmal die Abreibung ihres Lebens kassiert – von wegen „Der Gentleman lässt der Dame den Vortritt“, ich wollte schließlich gewinnen! ;)
Am Abend wollte sie mich dann zum ersten Mal mit ihrem Musikgeschmack herausfordern: Wir gingen zu einem Open-Air-Event in der Innenstadt. Und was wurde dort gespielt? Ausgerechnet dröhnender Techno! Dafür könnte ich ihr heute noch die Ohren langziehen :D Laute, gewöhnungsbedürftige Musik, der Geruch von Gras in der Luft und manche Leute, die beim Tanzen Platz beanspruchten, als gehörte ihnen der ganze Platz alleine – da bekam ich schon einmal einen kleinen Vorgeschmack darauf, was mich an ihrer Seite künftig noch erwarten würde :D
Am Sonntag frühstückten wir wieder gemeinsam. Später luden uns ihre Eltern noch zum Grillen ein – wobei es vermutlich weniger ums Essen ging als vielmehr um die Gelegenheit, mich erst einmal gründlich zu „durchleuchten“! (Den Eltern werde ich später definitiv noch ein ganz eigenes Kapitel widmen.)
Das Wochenende neigte sich so allmählich dem Ende zu. Aber da sie nun einmal ein extrem aktiver Mensch ist, jagte sie mich vor meiner Heimfahrt noch einmal los: Wir fuhren in ein moderneres Hafenufer-Viertel, um an der Promenade spazieren zu gehen. Dort lernte ich ihre absoluten Lieblings-Zimtschnecken kennen und bewunderte eine Oldtimer-Ausstellung am Kai.
An diesem Wochenende durfte ich unheimlich viele Eindrücke gewinnen – und vor allem die eine lebensverändernde Erkenntnis gewinnen: Ich habe eine Freundin! Ich steckte von nun an mittendrin in einer echten Partnerschaft.
Als ich abends wieder zu Hause ankam, fand ich es nur fair: Da ihre Eltern bereits wussten, dass es mich gab, sollten nun auch meine Eltern erfahren, dass da plötzlich jemand in meinem Leben war. Das hat sie erst einmal komplett aus den Socken gehauen! Ich glaube nicht, dass sie auch nur die geringste Ahnung hatten, was in den Wochen zuvor bei mir vor sich ging – geschweige denn, dass sie damit gerechnet hätten, dass so etwas bei mir passiert.
Ziemlich glücklich berichtete ich ihnen von dem Wochenende, von ihr und ihren Eltern und was wir alles erlebt hatten. Meine Eltern hatten da schon eine leise Vorahnung, dass es mich eines Tages wohl ganz in den Norden verschlagen könnte – womit sie rückblickend betrachtet absolut recht behalten sollten!
Seit diesem Wochenende hat sich mein Leben durch sie komplett gewandelt. Bis zu diesem Punkt war ich bereits ein rundum zufriedener, glücklicher Mann – und ein Foto, das wir gemeinsam am Ufer aufgenommen haben, zeigt das deutlicher als tausend Worte. Es war der strahlende Beginn unserer gemeinsamen Geschichte, die hoffentlich erst endet, wenn der Tod uns scheidet.
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 9: Die erste gemeinsame Zeit
Nun war es also endlich so weit: Wir waren zusammen! Es war bis hierhin ein aufregender Weg gewesen – nur knapp ein halbes Jahr, aber es hatte sich jeder einzelne Schritt gelohnt. Ich hatte die Partnerin gewonnen, die ich mir immer gewünscht hatte :)
In der folgenden Woche schwebten wir wohl beide auf Wolke 7. Innerhalb meiner Familie wollten wir das Ganze allerdings erst einmal noch ein bisschen geheim halten. Die offizielle Präsentation meiner neuen Freundin wollten wir uns für das Wochenende meines Geburtstages Ende Oktober aufheben.
Nichtsdestotrotz nutzte mein potenzieller Schwiegervater in spe bereits meine Kontakte innerhalb der Familie: Ich sollte in Erfahrung bringen, wie man Holzwürmern in alten Möbeln den Garaus macht – zeitweise roch die gesamte Garage nach Essig! ;)
In der Folge etablierte sich erst einmal unser bewährtes Wochenend-Modell: Wir trafen uns samstags und sonntags abwechselnd in meiner Heimatstadt oder bei ihr. Unter der Woche hielten wir jeden Abend per Videoanruf Kontakt. Dieses System hielt stabil durch, bis wir schließlich im Frühjahr zusammenzogen.
In jenen ersten Wochen verriet mir meine bessere Hälfte gleich unzählige Details aus ihrem bisherigen Leben – willkommen im 21. Jahrhundert, alles bequem per Messenger ;)
Ein erstes echtes Highlight wartete Ende September auf uns. Ich kam am Freitagabend etwas später zu ihr, weil meine Bank eine Betriebsfeier in der Region veranstaltet hatte. Da sie gefühlt irgendwie immer Hunger hat, machte ich mir einen Spaß daraus, ihr fleißig Fotos von den feinen Speisen zu schicken, die ich dort genießen durfte.
Am Samstag fuhren wir dann erst einmal zu IKEA – die allererste echte Bewährungsprobe für unsere frische Beziehung! – und anschließend in ein bekanntes Outlet-Center. Man siehe und staune: Wir haben es schadlos überlebt! Dabei konnte ich zum ersten Mal erleben, wie sie auf ihre ganz eigene Art im Shoppingwahn „durchdreht“: Sie geht in einen Laden, wirft zwei gezielte Blicke hinein und verlässt ihn wieder ohne ein einziges Teil. Das nenne ich mal effizientes Einkaufen!
Der Samstagabend hatte allerdings etwas ganz Besonderes zu bieten: Wir besuchten eine Lampion-Fahrt auf dem Fluss, bei der viele festlich beleuchtete Boote im Dunkeln über das Wasser gleiten. Es war ein wunderschönes Gefühl, mit ihr an der Promenade entlangzuspazieren. Wir hätten dabei allerdings fast noch unfreiwillig ins Gras gebissen, weil wir direkt daneben standen, als ein Schnellboot beinahe mit dem Schiff kollidierte, auf dem das Pyrotechnik-Feuerwerk gelagert war. Am Ende ging aber alles glatt und wir konnten das Feuerwerk gemütlich unter einer lauschigen Brücke genießen.
Am darauffolgenden Wochenende wurde es dann richtig spannend: Sie besuchte mich zum allerersten Mal in meiner Heimatstadt. Was in ihr vorgegangen sein mag, weiß ich nicht – ich war den Umgang mit den Schwiegereltern ja inzwischen gewohnt!
Wir gingen am Freitagabend zum lokalen Griechen und sie begegnete zum ersten Mal meinen Eltern. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie sie sich zwischendurch leise bei mir darüber beschwerte, dass meine Eltern gleichzeitig auf sie einredeten und sie verzweifelt versuchte, beiden Gesprächen parallel zu folgen – ein Bild für die Götter! Bei meinen Eltern kam sie jedenfalls hervorragend an. Wieder eine wichtige Hürde in der Beziehung bravourös genommen!
An diesem Wochenende durfte sie auch ihren allerersten Stadionbesuch überhaupt erleben. Und es war keineswegs ein beschauliches Spiel, sondern es ging direkt zum Traditionsverein in unserer Region – mitten in die Nordkurve zu den eingefleischten Fans! Ich sag es mal so: Sie hat diesen Kulturschock extrem tapfer gemeistert, und es sollte definitiv nicht ihr letzter Stadionbesuch bleiben ;)
Dort begegnete sie auch zum ersten Mal meinen engen Freunden. Wir hatten einen tollen Tag im Stadion und ich lernte dabei eine ganz besondere Gabe an ihr kennen: was für eine sympathische Wirkung sie auf ältere Generationen entfaltet. Ein netter älterer Herr vor uns drehte sich ständig zu ihr um und unterhielt sich bestens mit ihr.
Wir schmiedeten damals auch schon Reisepläne für Ende Oktober: Ein Städtetrip nach London mit meinen Freunden stand an, der allerdings schon geplant war, bevor wir ein Paar wurden. So erweiterte sich unsere kleine Reisegruppe spontan um ein weiteres Mitglied. Ich war mehr als froh darüber, wie reibungslos sie sich in meinen Freundes- und Familienkreis einfügte.
Das darauffolgende Wochenende war erst einmal das vorerst letzte, an dem wir uns sehen konnten, da ich für eine Woche nach Mallorca flog und sie mit ihrem Vater eine Kreuzfahrt durch das Mittelmeer unternahm.
Die Frage war also: Was stellen wir an unserem letzten freien Wochenende an? Sie kam auf die Idee, erst zu einem bekannten Erlebnis-Bauernhof und danach an die Küste zu fahren. Solch ein Erlebnis-Hof ist an sich eine feine Sache, aber warum man auf die Idee kommt, aus Erdbeeren eine Bratwurst zu kreieren, ist mir bis heute ein absolutes Rätsel! Trotzdem war es wirklich schön dort. An der Duftwolke der Backstube komme ich bis heute nicht ohne Naschereien vorbei.
Anschließend fuhren wir weiter an die Küste. Zu behaupten, die Hafenstadt sei ein architektonisches Juwel, wäre bestenfalls eine kühne Behauptung – aber ein, zwei echte Highlights hat sie definitiv zu bieten: Zum einen den kleinen Zoo am Meer, wo wir uns erst einmal Bratwurst und Pommes genehmigten.
Gleich nebenan lag noch ein Museumsschiff vor Anker, das genau meine Kragenweite traf: ein altes Bundesmarine-U-Boot. Man kann das Boot tatsächlich von innen besichtigen und die Versuchung war schlicht zu groß! Ich muss sie wirklich loben: Sie hat alles anstandslos mitgemacht und höchstens mal das Gesicht verzogen, wenn man sich in den engen Luken gewaltig verbiegen musste.
Der absolute Kracher folgte am nächsten Abend in der Veranstaltungshalle in ihrer Heimatstadt: Die Schlagernacht des Jahres! Ich frage mich bis heute, wie sie es geschafft hat, mich dazu zu überreden – aber das nennt man dann wohl echte Liebe ;)
Es war am Ende weit weniger schlimm als befürchtet. Einige Auftritte waren wirklich unterhaltsam und extrem stimmungsvoll. Nie vergessen werde ich allerdings den Auftritt eines alten Schlagerstars: Sie schaffte es, den gesamten Saal zum Kochen zu bringen. Eine Erinnerung, die mir für immer bleibt, ist, wie wir zu ihrer Musik ganz eng an eng getanzt haben – da bekomme ich bis heute eine Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke ;)
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 10: Mallorca, Schiffsreise und die Handy-Panne
Wir waren inzwischen schon in einem recht fortgeschrittenen Stadium unserer Beziehung angekommen. Jedenfalls so weit fortgeschritten, dass, wenn ich sonntags wieder aus ihrer Heimatstadt abfuhr, einer von uns beiden feuchte Augen bekam – und richtig geraten: Ich war es keineswegs allein ;)
Die nächsten beiden Wochenenden verbrachten wir allerdings getrennt voneinander: Ich flog für einen Urlaub nach Mallorca und meine Verlobte ging mit ihrem Vater auf eine Kreuzfahrt.
Es war verdammt gewöhnungsbedürftig! Durch die Seetage auf ihrem Schiff konnten wir teilweise keine Videoanrufe machen – bis dahin hatte ich sie schließlich gefühlt jeden Tag gesehen.
Schon bei meiner Anreise ging es drunter und drüber: Mit der Bahn fuhr ich nach Hamburg zum Flughafen. Zum Glück gibt es Messenger-Dienste, sodass ich sie an meiner Reise teilhaben lassen konnte. Die Bahn-Lounge vorab zu nutzen, hatte jedenfalls schon was für sich ;)
An diesem Abend hatte ich allerdings das Pech, dass mein Flug statt um 22:00 Uhr erst um kurz vor Mitternacht abhob. Es war gar nicht so leicht, in der Abflughalle eine ruhige Ecke zu finden, um noch einmal ungestört per Video zu telefonieren, aber irgendwie habe ich das Kunststück vollbracht.
Ich kam schließlich nachts um 3 Uhr im Hotel an und fiel mehr oder weniger tot ins Bett. Sie hatte da natürlich schon längst geschlafen und sich auf ihren Trip gefreut. So wie ich sie kenne, hatte sie ihre Koffer bestimmt schon eine Woche vorher komplett gepackt!
Als sie dann schließlich mit ihrem Vater auf dem Schiff unterwegs war, habe ich beim Frühstück oft an sie gedacht. Die meisten Tische im Hotelrestaurant waren Zweiertische, an denen glückliche Paare saßen. Ich saß dort mutterseelenallein und mir kam mehr als einmal der Gedanke, ob das wohl das allerletzte Mal in meinem Leben sein würde, dass ich alleine im Urlaub beim Frühstück sitze ;)
Wir schafften es trotz der Umstände irgendwie, Kontakt zu halten. Das Einzige, was nervte: Sobald ihr Schiff ablegte, musste sie das Handy ausschalten und ich bekam ihre Nachrichten erst Stunden später beim nächsten Landgang – eine gefühlte Ewigkeit! In Erinnerung geblieben ist mir ein Stopp in England: Da hat sie ihren Vater auf einer Parkbank geparkt und ist erst einmal ausgiebig shoppen gegangen. Typisch für meine Liebste!
Um mein Leben musste ich auf Mallorca zwischendurch übrigens auch fürchten, weil ausgerechnet in dieser Woche sintflutartige Regenfälle niedergingen, sodass sogar die Unwetter-App Alarm schlug. Ich Glückspilz!
Am letzten Tag versuchte ich auf der Shoppingmeile noch ein paar Schnäppchen für sie zu ergattern – und wurde bei einem bekannten Modelabel sogar fündig :D
Die Rückreise war dann allerdings die absolute Krönung und verdient es definitiv, für die Nachwelt festgehalten zu werden!
Sie wollte mich am Wochenende in meiner Heimatstadt besuchen. Da sie etwas früher aus dem Urlaub zurück war als ich, hatten wir vereinbart, dass sie mich am Freitagmittag am Bahnhof der Nachbarstadt abholen sollte, um gemeinsam zu mir nach Hause zu fahren. Ein genialer Plan – wie sich im Nachhinein herausstellte...
Mein Shuttle-Bus sollte mich um 3 Uhr morgens am Hotel abholen. Ich stieg ein und wollte ihr noch ein schnelles Bild schicken. Dummerweise muss mir dabei mein Smartphone aus der Tasche gerutscht sein! Vor lauter Müdigkeit bemerkte ich es absolut nicht. Erst als ich in der Flughafenhalle mein Ticket an der Kontrolle scannen wollte, griff ich ins Leere. Dieses krasse Gefühl, das man in so einem Moment hat, lässt sich kaum in Worte fassen! Ich bin im Laufschritt zum Taxistand zurück in der Hoffnung, den Fahrer noch zu erwischen – aber er war längst weg.
Jetzt saß ich gewaltig in der Klemme: Erstens, weil mir sofort klar wurde, dass ich sie nicht benachrichtigen konnte. Zweitens, weil ich mich fragte, wie zur Hölle ich ohne Boardkarte nach Hause kommen sollte!
Ich versuchte, einen kühlen Kopf zu bewahren, und ging zur Information. Erklär mal einem Spanier auf Englisch mitten in der Nacht, was passiert ist! Ich brachte ihn immerhin dazu, im Hotel anzurufen, aber der Portier konnte nicht helfen. Auch der Versuch bei der Flughafenpolizei brachte nichts – der Polizist meinte nur kurz angebunden, beim Reiseveranstalter sei um diese Uhrzeit niemand erreichbar.
Also erst einmal Schadensbegrenzung: Ich muss irgendwie nach Deutschland kommen! Wenn alles glattgeht und ich mich nicht melde, ahnt sie hoffentlich, was passiert ist, und wartet am vereinbarten Treffpunkt.
Mir fiel ein, dass ich meinen Personalausweis noch in der Tasche hatte. Ich versuchte mein Glück am Schalter der Fluggesellschaft, um mein Ticket in Papierform zu bekommen – was glücklicherweise funktionierte. Auf dem Rückflug hatte ich dann reichlich Zeit, das nächste Problem anzugehen: Wie bekomme ich eine Nachricht zu ihr?
In Hamburg angekommen, schnappte ich mir meinen Koffer und fuhr zum Hauptbahnhof. Meine erste Idee war, in eine Bankfiliale zu gehen, eine 1-Cent-Überweisung auf ihr Konto zu tätigen und in den Verwendungszweck zu schreiben, was los war – aber wer weiß, ob sie das rechtzeitig liest?
In der Lounge am Bahnhof kam mir die nächste Idee: Ich versuchte, über meine Smartwatch ihre Nummer abzurufen, und bat den Pförtner am Eingang um sein Telefon. Ich rief an – und sie ging nicht ran, weil sie in dem Moment gerade den Müll runterbrachte! Mist!
Ich trottete zurück, verband meine Smartwatch mit dem WLAN vor Ort und schickte ihr auf gut Glück eine kurze Nachricht per Messenger über die Uhr. Ich wusste allerdings weder, ob sie ankam, noch konnte ich eine Antwort empfangen.
Ich musste schließlich zum Zug. Am Zielbahnhof – die Bahn war ausnahmsweise pünktlich – hoffte ich, dass sie schon da sei. Und was war? Niemand da! Keine Spur von ihr. Ich stellte mich so hin, dass ich beide Eingänge im Blick hatte. Ich überlegte kurz und beschloss zu warten.
Zum Glück kam sie im allerletzten Moment angerauscht – selten war ich so erleichtert, jemanden zu sehen! :D
Natürlich durfte ich mir erst einmal eine gehörige Standpauke anhören! Meine liebste Entgegnung darauf war später, dass der Präsident und sein Stellvertreter schließlich auch niemals im selben Flugzeug sitzen :D (Das bezog sich darauf, dass ich mein Smartphone eine Woche später gegen eine Bearbeitungsgebühr von 50 Euro tatsächlich wieder in den Händen hielt). Sie hat es sichtlich genossen, dass ich mit ihrem Handy meinem eigenen hinterhertelefonieren musste. Immerhin konnte ich das Gerät per Tablet orten!
Bin ich deswegen in Sachen Digitalisierung geheilt? Niemals! Ich fange deshalb garantiert nicht an, wie sie alles wieder auf Papier auszudrucken! :D
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 11: Vom Bremer Freimarkt nach London
Wir sind fast bei einem unserer ersten echten Reise-Highlights angekommen: London! Nur kurz vorher haben wir noch eine Kleinigkeit im Oktober erlebt, die man unbedingt erwähnen sollte. Ich war nämlich zum ersten Mal dabei, als meine Freundin als Darstellerin beim großen Bremer Freimarktsumzug mitlief.
Besonders warm war es an diesem Tag nicht gerade, sie trug nicht die dicksten Klamotten und verabschiedete mich am Samstagmorgen liebevoll wie immer, um mich fürs Erste in die Obhut ihrer Eltern zu geben – vielen Dank wie immer ;)
Ich bin dann kurz vor Mittag mit ihrer Mutter mit der Straßenbahn in die Innenstadt gefahren – eine reizende Sache, die ich in Bremen immer wieder gerne mache, der ultimative Freizeitspaß!
Unterwegs gab mir ihre Mutter noch einen goldwerten Tipp, den ich mir seitdem felsenfest zu Herzen genommen habe: „Sieh bloß zu, dass du immer irgendetwas zu essen griffbereit hast, was du ihr in den Hals stopfen kannst, sonst wird die unerträglich!“
Gesagt, getan! Wir kehrten kurz für einen Tee bzw. Kakao ein und kamen an einer kleinen Bäckerei vorbei, um noch rasch ein Brötchen als Wegzehrung für sie einzupacken.
Am Aussichtspunkt angekommen, hatte ich sogar noch das zweifelhafte Vergnügen, einen echten Taschendiebstahl zu beobachten – leider machte sich der Täter sofort aus dem Staub.
Irgendwann zog dann ihre Truppe in bunten Kostümen an uns vorbei. Sie erblickte ihre Mutter, ich stand direkt daneben – und sie ignorierte mich gekonnt! (Sie schob es natürlich später auf die Cappy, die ich trug, ist klar ;) ).
Der Zug zog weiter und mit der Zeit sah man ihr deutlich an, dass sie den Kanal gestrichen voll hatte ;D Als der Umzug endlich beendet war, habe ich ihr als Erstes besagtes Brötchen in den Hals gestopft :D
Danach gingen wir noch zusammen ins Festzelt. Ich hülle lieber den Mantel des Schweigens darüber – man will ja nicht an der großen Glocke hängen, dass sie mit dem DJ geflirtet hat und wir am Ende prompt auf der großen Kiss-Cam-Videowand landeten! Ich wusste erst gar nicht, dass wir gemeint waren, bis die Leute um uns herum auf uns zeigten und brüllten. Erst da dämmerte es mir :D
Am nächsten Tag schlenderten wir noch einmal über den Freimarkt und ich durfte bei einer Riesenradfahrt in einer offenen Kabine bei Eiseskälte ihre besten Kumpels näher kennenlernen. Wobei die frischen Schmalzkuchen mit Bueno-Füllung fantastisch waren – davon hatte sie noch tagelang was :D Ich verstehe wirklich bis heute nicht, wie die Partnerinnen mancher Kumpels da nicht mit geschlossener Wäscheklammer auf der Nase rumlaufen können, das muss man doch riechen :D
Dann war es endlich so weit: Unsere erste kleine gemeinsame Reise! Endlich einmal Zeit außerhalb des gewohnten Wochenend-Rhythmus. Ein Kurztrip nach London mit meinen Freunden Mathias und Laura – ein erster kleiner Härtetest für uns als Paar.
Stilecht sammelte uns Mathias bei mir ab und wir fuhren zum Flughafen Hannover, um mit British Airways rüberzufliegen. Den ersten Schreck bekam ich an der Passkontrolle, wo meine Liebste wie immer ohne einen Kommentar einfach auf und davon stürzte :D
Leider saß sie während des Fluges gefühlte 15 Reihen vor mir, aber in Heathrow hatte ich sie endlich wieder im Arm!
Es war schon spät und wir mussten erst noch mit der Underground ins Zentrum fahren. Beim Check-in im Hotel hätte es fast noch eine Panne gegeben: Das Zimmer war angeblich nicht im System zu finden, aber am Ende klappte es glücklicherweise doch noch.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, brauchten wir dringend etwas zu essen. Mathias und ich warteten vor einem kleinen Supermarkt, während die beiden Frauen reingingen. Ich habe es ihr schon oft gesagt: Da war ich zum ersten Mal richtig stolz auf sie! Während Laura gefühlte 20 Minuten brauchte, um sich zu entscheiden, kam meine Freundin nach zwei Minuten mit essbaren Sachen wieder raus. Echte Entscheidungsstärke im richtigen Moment!
Am nächsten Tag fuhren wir erst einmal eine Stunde quer durch die Gegend, weil unsere mitreisenden „Hobby-Influencer“ sich ein Lokal ausgesucht hatten, das angeblich sooo gut sein sollte. Es war ganz okay, aber definitiv nicht so überwältigend, dass man dafür stundenlang durch die Stadt eiern muss – darüber waren meine Freundin und ich uns schnell einig. Die nächsten Tage suchten wir uns das Essen lieber nahe des Hotels.
Die Fotos, die im Anschluss entstanden sind, gehören bis heute zu meinen absoluten Lieblingsbildern: bei Westminster, am Parlament und wie sie mit ihren strahlend blauen Augen vor diesem Eisstand saß. Einfach wahnsinnig schön!
Am nächsten Tag jagten uns die anderen beiden wieder durch London, wobei manche Ecke wie der Camden Market eher eine Enttäuschung war. Das eigentliche Highlight war der Abend: Wir fanden eine hervorragende Pizzeria. Während die anderen beiden ständig mit Fotos beschäftigt waren, genossen wir einfach die Zeit für uns (inklusive köstlicher Schoko-Erdbeeren).
Am letzten Tag besuchte ich die Harry-Potter-Studios, während sie die Zeit nutzte, um alleine in den Shopping-Mälen von London zu stöbern. Später machten wir gemeinsam noch eine nostalgische Bootstour auf der Themse – eine wunderschöne Erinnerung, die ich für immer mit ihr teile.
Auf dieser Reise konnten wir endgültig feststellen, dass wir in extrem vielen Dingen exakt gleich ticken: Sei es das frühe Aufstehen (während die anderen beiden erst deutlich später aus den Betten kamen) oder die Unart, pünktlich am Gate zu sein und nicht auf den letzten Drücker anzureisen wie gewisse andere Mitreisende :D
Ich hatte im Vorfeld ein wenig Sorge gehabt, ob das auf engstem Raum schiefgehen könnte, weil man sich da überhaupt nicht mehr aus dem Weg gehen kann. Aber wir kamen hervorragend miteinander aus – selbst mit der gemeinsamen Bettdecke :D
Dass wir auf dem Rückflug noch eine Stunde auf dem Rollfeld warten mussten? Geschenkt! Wir kamen nach unserem Trip wieder heil in Hannover an und sie reiste überglücklich zurück nach Bremen – in einem Stück und nicht nur ein Stück ;)
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 12: Center Parcs, meine Familie, Männerausflug und der Jahreswechsel
Kaum waren wir aus London zurück, stand uns auch schon das nächste Highlight bevor – oder wie ich es nenne: die nächste Bewährungsprobe für unsere frische Beziehung! Ein Kurztrip in einen Ferienpark an der Nordsee.
Dieses Mal wollten wir ganz alleine fahren – keine Zeugen oder Bekannten weit und breit, nur wir zwei ganz für uns.
Gestartet sind wir in ihrer Heimatstadt. Die Fahrt an sich verlief ruhig, allerdings merkte ich schnell, dass mein Spritverbrauch massiv in die Höhe schoss, weil sie Klamotten und Vorräte eingepackt hatte, als würden wir auf eine mehrjährige Weltreise aufbrechen.
Kaum angekommen, wer durfte die ganzen Sachen ins Zimmer schleppen? Ich natürlich! Die Getränkekisten, die Snack-Vorräte und ihre gigantischen Reisetaschen waren ganz schön schwer :D
Als Erstes machten wir einen Spaziergang über das Gelände und sie zeigte mir die Ecken, in denen sie früher schon mit ihrer Familie Urlaub gemacht hatte. Spät am Nachmittag beschlossen wir, noch kurz ins Erlebnisbad zu gehen, bevor wir uns Abends eine Pizza holen wollten.
Die Reifenrutsche hat mich dann allerdings völlig fertiggemacht! Ich lernte bei diesem Trip zwar ihre große Vorliebe für Wasserrutschen kennen, aber diese verdammte Kreiselrutsche, bei der man sich ununterbrochen dreht, gab mir den Rest. Als wir aus dem Bad kamen, musste ich mich erst einmal zügig aufs Zimmer verabschieden, während sie unser Abendessen holte. Ich dachte wirklich, ich müsste mich übergeben! Zum Glück beruhigte sich mein Magen wieder und wir konnten gemütlich zusammen zu Abend essen.
Am nächsten Tag machten wir uns einen entspannten Tag an der Küste. Wir hatten uns kostenlos ein Elektroauto geliehen und nutzten die Gelegenheit für einen Ausflug. Ich gebe zu: Für sie als Beifahrerin war das vielleicht nicht die entspannteste Fahrt – die Versuchung, bei einem spritzigen Elektroauto mal ordentlich aufs Gaspedal zu treten, wenn man sonst nur ein kleines Auto gewohnt ist, war einfach zu groß! Aber sie ertrug ihr Schicksal stoisch.
Am Abend gingen wir in ihr ehemaliges Lieblingsrestaurant vor Ort, wo es für mich den leckersten Schokokuchen mit flüssigem Kern gab, den ich je gegessen habe.
Es war das allererste Wochenende, das wir komplett auf uns allein gestellt verbracht haben – und wir sind uns nicht an die Gurgel gegangen. Im Gegenteil: Es war ein wunderschönes Wochenende und ein extrem wichtiger Meilenstein für uns als Paar. Wir mussten auf engem Raum als Team funktionieren, und das haben wir bravourös gemeistert!
Der November brachte dann den nächsten großen Schritt: die offizielle Vorstellung bei meiner gesamten Verwandtschaft!
An meinem Geburtstag Anfang November reiste ich extra zu ihr. Es war das erste Mal, dass eine so liebevolle Partnerin wie sie meinen Geburtstag ausrichtete – als ich morgens ins Wohnzimmer kam, wartete dort schon ein wunderschön hergerichteter Gabentisch auf mich. Bis heute denke ich mit riesiger Freude daran zurück :)
Am darauffolgenden Wochenende ging es dann zu meinen Eltern, wo meine Nachfeier anstand. Meine Familie ist bei solchen Veranstaltungen eine riesige Truppe. Bis dahin hatten wir unsere Beziehung vor der erweiterten Verwandtschaft perfekt geheim gehalten – nur meine Eltern, meine Schwester und meine engsten Freunde wussten Bescheid. Der Rest ahnte überhaupt nicht, was an diesem Sonntag auf sie zukommen würde!
Es war herrlich zu beobachten, wie überrascht alle waren, dass ich plötzlich mit einer sympathischen Partnerin an der Seite auftauchte. Wie es in meiner Verwandtschaft so üblich ist, wurde beim Essen natürlich an allem herumgemäkelt – die Nudeln waren der einen Tante zu durch, dem Onkel nicht fest genug. Ein bisschen tat sie mir ja leid, als sie diesen bunten Haufen zum ersten Mal in voller Stärke erlebte, aber sie schlug sich hervorragend.
Als alle Gäste weg waren und wir gemeinsam klarschiff machten, stellte sie mir mit ihrem pädagogischen Scharfsinn und einem Schmunzeln gleich ein paar erstaunlich treffende analytische Fragen zu den verqueren Dynamiken in meiner Verwandtschaft – ein köstliches Gespräch!
In den folgenden Wochen wechselten wir uns wieder mit den Wochenendbesuchen ab. Ein weiteres Highlight war eine wilde 80er/90er-Jahre-Party in ihrer Heimatstadt, bei der sie mit ihren Freundinnen auf der Tanzfläche komplett am Rad drehte.
An einem Samstagvormittag war sie mit ihrer Mutter unterwegs, sodass mein Schwiegervater in spe und ich ein paar Stunden für uns hatten. Typisch Mann machten wir genau das, was man da eben tut: Autohäuser abklappern! Wir besichtigten diverse Kombis und Kompaktwagen, und am Ende gefiel mir ein neues Modell richtig gut. Seitdem geistert bei uns der Gedanke an dieses Auto als künftiger Familienwagen durch die Köpfe. Mein Schwiegervater kündigte sogar scherzhaft an, uns das Auto zur Hochzeit schenken zu wollen – mal sehen, ob er das wirklich wahr macht! ;) Mittags lud ich ihn dann zum Essen ein und wir verstanden uns blendend.
Und ehe wir es versahen, steckten wir auch schon mitten in den Weihnachtsvorbereitungen. Nach vier intensiven, wunderschönen Monaten als Paar stellten wir uns die Frage, wie wir die Festtage verbringen wollten. Sie entschied sich spontan, den Heiligen Abend bei mir und meiner Familie zu verbringen.
Wie sie in der Weihnachtszeit in meiner Heimatstadt aus dem Zug stieg – dieses Bild habe ich bis heute liebevoll in Erinnerung. Zu Hause bei meinen Eltern lernte sie direkt unsere typischen Familientraditionen kennen (inklusive der berüchtigten Pfefferkuchen-Soße meines Vaters!). Ich war unglaublich froh, die Feiertage mit ihr verbringen zu können, und versprach ihr im Gegenzug, das nächste Weihnachtsfest bei ihren Eltern zu verbringen.
Der erste Feiertag verlief gewohnt chaotisch, da verschiedene Familienteile unterschiedliche Gänge des Festessens mitbrachten und meine Küche im Chaos versank. Am zweiten Feiertag fuhren wir schließlich zu ihren Eltern nach Hause.
Unvergesslich bleibt mir unsere Ankunft dort: Ich hätte nie gedacht, dass ich am 1. Weihnachtsabend jemals bei einer Fast-Food-Kette landen würde – aber genau das taten wir spontan auf der Autobahnfahrt, und ich konnte dieses schräge Erlebnis mit meiner kleinen Naschkatze teilen!
Am zweiten Feiertag gingen wir dann mit ihren Verwandten fein italienisch essen und tranken nachmittags gemütlich Kaffee. Axel, ein Cousin ihrer Mutter, hatte kleine Mini-Drohnen dabei, sodass wir uns alle im Wohnzimmer als Nachwuchs-Drohnenpiloten versuchen konnten.
Es war ein rundum denkwürdiges und wunderschönes erstes Weihnachten. Ich hoffe sehr, dass wir uns die Leichtigkeit, die wir in diesen Tagen gespürt haben, für unser ganzes weiteres Leben bewahren können!
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 13: Jahreswechsel und Hamburg unter der Schneedecke
Den Jahreswechsel verbrachten wir gemeinsam im Haus meiner engen Freunde Mathias und Laura.
Als um Punkt Mitternacht die Uhren null schlug, erlebte ich einen ganz besonderen Moment. All die Jahre davor war ich es gewohnt gewesen, dass sich die Pärchen in der Runde als Erstes in die Arme fielen und sich ein frohes neues Jahr wünschten. Nachdem alle durch waren, kam dann die Reihe an mich als Single und mir wurde gratuliert.
Diesmal war es völlig anders: Als das neue Jahr begann, war ich nicht allein. Sie war an meiner Seite. Wir schauten uns in die Augen und küssten uns. Es war der mit Abstand schönste Jahreswechsel, den ich bis dahin je erlebt hatte.
Am Neujahrstag gingen wir in großer Runde mit meinen Eltern und Freunden zum Bowling. Das war für uns als Paar eine neue Erfahrung, und sie hatte im Vorfeld eine ziemlich große Klappe riskiert, von wegen sie würde mich gnadenlos abziehen. Die ersten drei Würfe habe ich zwar prompt vergeigt und mich beim Anlauf fast auf die Nase gelegt, weil ich ausgerutscht bin – aber am Ende habe ich das Blatt gewendet. Nach Gesamtpunkten habe ich das Match für mich entschieden, Fräulein! ;)
Anschließend wollten wir gemeinsam essen gehen und steuerten ein Traditionslokal an, das ich noch aus meiner Kindheit kannte. Leider erwischten wir keinen guten Tag der Küche – ein Dämpfer, den ich zähneknirschend zugeben musste. Da wir am nächsten Morgen zu einem Städtetrip nach Hamburg aufbrechen wollten, gingen wir nach unserer Rückkehr recht früh schlafen.
Mitten in der Nacht spürte ich plötzlich, wie etwas an meiner Schulter ruckelte. Wieder und wieder. Als ich langsam wach wurde, fragte sie mich mit völlig zitternder Stimme: „Bist du wach?“ Immer wenn sie mich mit meinem Vornamen anredete, wusste ich sofort: Hier stimmt was nicht! Sie erklärte mir verzweifelt, dass ihr extrem übel sei. Ich bin im Dunkeln losgetappt und habe ihr erst einmal eine Wärmflasche gemacht.
Als ich mich wieder hinlegen wollte, schoss mir der Gedanke durch den Kopf: Was ist, wenn sie sich gleich übergeben muss? Alles ins Bett?! Auf so einen Notfall war ich ehrlich gesagt denkbar schlecht vorbereitet! Also stand ich wieder auf, holte vorsorglich einen kleinen Eimer ans Bett und beruhigte sie. Ich sagte ihr direkt: Wenn es ihr am Morgen nicht besser geht, sagen wir den Hamburg-Trip ab.
Glücklicherweise ging es ihr am nächsten Morgen wieder besser. Dafür wartete draußen die nächste Überraschung: Seit gefühlt zehn Jahren hatte es bei uns nicht mehr richtig geschneit – doch genau in dieser Nacht ging eine ordentliche Schneewalze nieder!
Die Fahrt Richtung Norden war entsprechend abenteuerlich. Streckenweise krochen wir mit 80 km/h hinter drei Schneepflügen her. Eine ziemliche Eierei, aber für das leibliche Wohl auf der Beifahrerseite hatte sie natürlich wie immer bestens gesorgt!
In Hamburg erlebten wir dann wunderschöne Tage. Wer kann schon von sich behaupten, die Hansestadt als Tourist unter einer meterdicken Schneedecke erkundet zu haben?
Unsere persönlichen Highlights dieser Reise:
Das Miniatur Wunderland: Ich musste sie zwar erst sanft überreden mitzukommen, aber am Ende war es lange nicht so trocken, wie sie es befürchtet hatte.
Die Reeperbahn im Schnee: Das hatte mit den Schneemassen eine ganz eigene Magie – besonders das Foto in der Großen Freiheit und am Stadion, wo sie richtig tief im Schnee versank.
Der Alte Elbtunnel: Unter der Elbe durchzumarschieren war eine richtig coole Erfahrung, die uns riesig Spaß gemacht hat.
Das Musical: Das war ihr absolutes persönliches Highlight – eine moderne Musical-Adaption von Romeo und Julia. Zwei Stunden laute Musik und wilde Tanzeinlagen. Es war ganz unterhaltsam, aber hundertmal muss ich mir das nicht ansehen ;)
Das Stamm-Lokal: Scheinbar kehren wir in dieses eine bekannte Café-Restaurant mit Vorliebe in allen möglichen Städten ein :D
Die Elbphilharmonie: Während andere für die Aussichtsplattform Eintritt zahlen, ergatterten wir die Tickets dank schlauer Planung kostenfrei. Mein kleines Sparschweinchen-Herz schlug höher – auch wenn die Aussicht über den Hafen völlig vernebelt war!
Das Fahrstuhl-Foto: Es ist zu einem kleinen Running Gag zwischen uns geworden, beim Küssen im Aufzug verspielt ein Bein nach hinten anzuheben. Die Inspiration stammte zwar von Mathias und Laura, aber wir haben die Pose scherzhaft perfektioniert ;)
Es war wieder einmal ein rundum gelungener Ausflug. Wir merkten von Mal zu Mal deutlicher, wie fantastisch wir auch auf Reisen und in fremder Umgebung miteinander harmonieren!
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 14: Start ins neue Jahr, Schneegestöber und der Plan vom Zusammenziehen
Ich würde sagen, wir beide hatten einen richtig guten Start ins neue Jahr erwischt!
Die Feiertage waren vorbei und wir mussten nun wieder dem geregelten Alltag nachgehen. Später im Januar kriegten wir dann die zweite fette Schneewalze des Jahres ab. Ihre Mutter lacht heute noch darüber, wenn sie davon berichtet, wie ich im Dauereinsatz versuchte, die Einfahrt und die Gehwege eifrig vom Schnee freizuhalten. Es war ein absolut hoffnungsloses Unterfangen – das ganze Wochenende schneite es ununterbrochen durch!
Wieder zu Hause angekommen, erwachte ich am Montagmorgen mit den schlimmsten Rückenschmerzen meines Lebens. Das stundenlange Schneeschieben hatte meinem Rücken scheinbar überhaupt nicht gutgetan. Normalerweise haut mich so schnell nichts aus der Rüstung, aber die Schmerzen waren so heftig, dass ich zum allerersten Mal in meinem Leben zu Schmerztabletten greifen musste.
Das war schon ein kleiner Vorgeschmack darauf, was mich als ihr künftiger Mitbewohner erwarten würde. Sagte ich Mitbewohner?
Ja, genau! Inzwischen waren wir nämlich an dem Punkt angekommen, an dem wir beschlossen hatten, fest zusammenzuziehen. Wir steckten schon mittendrin in den Überlegungen, wie wir das Ganze am besten angehen.
Dass ihr altes Bett weichen musste, stand außer Frage: 120 cm Breite sind auf Dauer definitiv zu klein für uns beide! Ich besaß zwar ein großes Bett, aber das passte optisch natürlich überhaupt nicht zum Rest ihrer Einrichtung. Also überlegten wir, ein neues Schlafzimmer anzuschaffen.
Wir holten uns in Möbelhäusern verschiedene Inspirationen. Beim Ausmessen eines komplett neuen Kleiderschranks tat mir der Fachberater im Möbelhaus ehrlich gesagt richtig leid: Sie ließ ihn akribisch einen Schrank planen und mehrere Betten vorführen, konnte sich das Ganze am Ende visuell im Raum aber einfach nicht vorstellen. Als wir danach in der Kantine saßen, merkte ich ihre Bedenken. Ich schlug vor, das Thema erst einmal sacken zu lassen und uns eine pragmatischere Lösung zu überlegen.
Die sah schließlich so aus: Wir rüsteten ihren bestehenden Kleiderschrank mit zusätzlichen Einlegeböden auf und machten uns gezielt auf die Suche nach einem neuen Bett.
Fündig wurden wir schließlich bei einem großen Möbelmarkt in der Nähe meiner Heimatstadt. Zuerst sahen wir ein sehr günstiges Modell, aber ich wusste sofort: Das ist es nicht. Wir gingen weiter und mein Blick fiel auf ein wunderschönes Boxspringbett in Beige mit gemütlichem Cordbezug – genau unsere Preisklasse und schön hoch. Ich wusste auf den ersten Blick: Das ist es!
Sie war von Anfang an ebenso begeistert. Man konnte den Stoff anfassen, und so wie es dort stand, sollte es geliefert werden – ein Volltreffer! Die Lieferkosten haben wir gerne bezahlt. Sie ließ es sich natürlich trotzdem nicht nehmen, noch einmal eine ausgiebige Runde durch die gesamte Filiale zu drehen, ob sich nicht doch noch eine Alternative versteckte. Zum Glück blieb es bei unserem Favoriten :D
Im nächsten Schritt ließen wir uns im Baumarkt passgenaue Einlegeböden für den Schrank zuschneiden – was nach etlichen Telefonaten und ein wenig organisatorischem Ärger schließlich auch klappte. Das i-Tüpfelchen waren zwei neue Nachtschränke, und schon war das neue Herzstück unserer Wohnung fertig geplant.
Gegen Ende des Winters sollte unser neues Bett geliefert werden. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits fleißig dabei, Schritt für Schritt meine Sachen zu ihr nach Bremen zu bringen und meine eigene Wohnung schrittweise aufzulösen.
Ich musste mich nun nur noch um die Kündigung meiner bisherigen Wohnung kümmern. Ich entschied mich dazu, sie zum Frühlingsende komplett aufzugeben und ganz zu ihr überzusiedeln. Mein Arbeitgeber ermöglichte mir ein flexibles Modell, wodurch ich beruflich erst einmal entspannt aufgestellt blieb – damit war die Sache für mich glasklar.
Im Nachhinein finde ich es absolut erstaunlich, dass ich nicht einen einzigen Moment lang das Gefühl hatte, eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich war mir von Anfang an felsenfest sicher, auf dem genau richtigen Pfad zu sein – selbst wenn es an der einen oder anderen Stelle im Umfeld durchaus kritische Stimmen gab.
Ich habe diese Stimmen einfach ignoriert. Und selbst jetzt, wo wir schon einige Monate zusammen wohnen, hat sie mir nicht ein einziges Mal das Gefühl gegeben, eine Fehlentscheidung getroffen zu haben. Ganz im Gegenteil: Es zeigt mir jeden Tag aufs Neue, dass ich mit ihr an meiner Seite genau am richtigen Ort bin. Ich wohne unglaublich gerne mit ihr in ihrem Zufluchtsort – oder besser gesagt: in unserem gemeinsamen Zuhause!
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 15: Der Heiratsantrag
Jetzt komme ich zu dem Teil der Geschichte, der dich vermutlich am allermeisten interessieren wird: der Heiratsantrag! Ich versuche mal, meine Beweggründe und Gedanken dazu so gut wie möglich aufzuschreiben – vieles habe ich dir schon erzählt, aber längst noch nicht alles :)
Wann ich den konkreten Entschluss gefasst habe, dir einen Antrag zu machen? Es gab keinen einzelnen, abrupten Schlüsselmoment, an dem es plötzlich „Klick“ machte. Ich war mir schlichtweg extrem schnell sicher, dass du die Frau bist, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte.
Ich hatte dich bis dahin schon in so vielen unterschiedlichen Situationen erlebt. Wir fügten uns von Anfang an mit einer fast schon erschreckenden Leichtigkeit zusammen. Wir dachten ähnlich, tickten im selben Rhythmus und konnten teilweise schon im Voraus erraten, was der andere gerade dachte – ganz so, als ob wir uns schon ein halbes Leben lang kennen würden, obwohl es erst wenige Monate waren.
All das bewog mich kurz vor Weihnachten dazu, Nägel mit Köpfen zu machen und vorsorglich einen wunderschönen Ring zu kaufen, um bei passender Gelegenheit gewappnet zu sein. Dass das Schmuckstück beim Juwelier zufällig gerade stark reduziert war, hielt ich in doppelter Hinsicht für einen Wink des Schicksals! Was die Auswahl betraf, wusste ich auch ohne Nachfragen, dass du keinen übertrieben protzigen Klunker haben wolltest – und dass wir beide eine ausgeprägte Schwäche für gute Angebote haben, ist ja kein Geheimnis ;)
Was mir allerdings gewaltiges Kopfzerbrechen bereitete, war die Frage nach dem Wann. Der perfekte Zeitpunkt wollte gut überlegt sein.
Ich wollte den Antrag vor allem an zwei eigene Bedingungen knüpfen: Ich wollte sowohl in wohnlicher als auch in beruflicher Hinsicht erst einmal eine grundlegende, zukunftssichere Perspektive haben.
Nachdem feststand, dass wir zusammenziehen, löste ich meine alte Wohnung auf und wir gestalteten unser neues gemeinsames Schlafzimmer – Voraussetzung 1 war damit mit Bravour erfüllt! Das Zweite war die berufliche Komponente: Meine größte Hoffnung war es, mit meinem Arbeitgeber eine tragfähige Pendler- und Homeoffice-Lösung auszuhandeln. Mit einer völlig ungeklärten beruflichen Zukunft hätte sich ein Antrag für mich schlicht falsch angefühlt.
Zum Glück kam mir der Zufall zu Hilfe: Mit meinem Vorgesetzten besiegelte ich schließlich per Handschlag eine flexible Homeoffice-Regelung und schuf mir mit meiner alten Heimat als Ausweichquartier für einzelne Tage eine solide Übergangslösung. Damit hatte ich beide Voraussetzungen erfüllt, die ich mir selbst auferlegt hatte.
Was den konkreten Zeitpunkt betraf, schwirrten mir verschiedenste Ideen durch den Kopf: Ostern im Urlaub auf Sylt? Oder im Sommer auf einer Kreuzfahrt im Mittelmeer?
Irgendwie fühlte sich das aber alles nicht 100-prozentig richtig an. Ich fragte unauffällig ein paar Leute aus meinem Umfeld nach ihrer Meinung. Der Tenor war meistens: „Bist du wahnsinnig, ihr nach so kurzer Zeit schon einen Antrag zu machen?!“
Das ließ mich von meinem Entschluss jedoch keineswegs abbringen. Ich entschied mich felsenfest für den 5. März – exakt sechs Monate nach dem Tag, an dem wir offiziell ein Paar geworden waren! Auch der Ort stand für mich sofort fest: Es sollte genau dort sein, wo wir uns allererstes Mal im Leben begegnet waren – auf dem Platz vor dem Parkhaus im Zentrum.
Im Vorfeld weihte ich ein paar wenige Personen unauffällig in meinen Plan ein – unter anderem deine Eltern. Es war gar nicht so leicht, die beiden ohne dich zu erwischen, aber mir war es enorm wichtig, sie nicht völlig zu überrumpeln.
Dann war der 5. März da – der entscheidende Tag für unsere gemeinsame Zukunft! Nicht, dass mich das übermäßig nervös gemacht hätte; deine Antwort stand für mich im Grunde schon vorher fest ;)
Ich bat dich unter einem geschickten Vorwand zum Parkhaus in der Innenstadt. Ich selbst fuhr mit dem Zug an. Was konnte da schon schiefgehen? Die Bahn enttäuschte mich zur Abwechslung nicht und ich kam pünktlich am Hauptbahnhof an. Auf dem kurzen Fußweg zum Treffpunkt rief mich ausgerechnet noch ein Arbeitskollege an, um eine berufliche Änderung zu besprechen – was für ein Timing! Als ob ich in diesem Moment irgendetwas anderes im Kopf gehabt hätte als das, was gleich bevorstand :D
Ich kam am Platz an und du wartetest bereits auf mich. Wir gingen erst kurz zu deinem Auto – für mich der perfekte Vorwand, um das Ringkästchen unbemerkt in meine Jackentasche zu stecken und kurz tief durchzuatmen.
Wir gingen wieder heraus auf den Platz, genau zu der Stelle, an der ich dir die Frage aller Fragen stellen wollte. Zugegeben: In genau diesem Moment setzte die Nervosität dann doch mit voller Wucht ein!
Ich leitete das Ganze mit ein paar liebevollen Worten ein, die ich mir vorher genau überlegt hatte. Ich stellte mich exakt an den Ort unseres allerersten Treffens, nahm dich in den Arm und stellte dir die berühmte Frage, ob du meine Frau werden willst.
Es gab nicht den geringsten Bruchteil einer Sekunde des Zögerns deinerseits. Du hast mich nicht zappeln lassen, sondern mit einem wunderschönen, überglücklichen Gesichtsausdruck und Freudentränen in den Augen sofort „Ja!“ gesagt. Wir küssten uns – eine unvergessliche, magische Szene. Ich werde mich mein Leben lang mit riesiger Freude an diesen besonderen Moment zurückerinnern :)
Das Erste, was ich tat, nachdem wir uns wieder etwas gesammelt hatten, war, ein paar vorbereitete Nachrichten an unsere Vertrauten zu verschicken – unter anderem an deine Eltern. Dein Vater wäre schier durchgedreht vor Vorfreude, weil er bis zu diesem Moment dichtschweigen musste!
Wir spazierten anschließend dieselbe Route wie bei unserem allerersten Date und kehrten in unser gewohntes Lieblingscafé am Domshof ein. Die Anspannung fiel komplett von mir ab und selten war ich im Leben so gelöst und glücklich wie in diesen Stunden.
Mir war vollkommen bewusst, dass hier eine Entscheidung gefallen war, die unser gesamtes restliches Leben prägen würde. Es gibt nur wenige solcher Meilensteine im Leben – aber das ist mit Abstand einer der bedeutungsvollsten überhaupt.
Ich hoffe von ganzem Herzen, dass der Tag niemals kommt, an dem ich diese Entscheidung in irgendeiner Weise bereue. Und selbst wenn es je schwere Zeiten geben sollte, will ich genau diese Zeilen lesen und mich daran erinnern, wie absolut richtig und perfekt sich dieser Schritt für mich angefühlt hat.
Nach dem Essen fuhren wir direkt zu deinen Eltern, die den Live-Bericht kaum noch erwarten konnten, und durften den gesamten zauberhaften Moment noch einmal gemeinsam mit ihnen durchleben und feiern!
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 16: Unsere weitere Reise – Sylt, Inselmagie und kleine Emotionen
Wir waren verlobt! Plötzlich fühlte sich alles ganz neu an. Wir hatten beide klar zum Ausdruck gebracht, dass wir den Rest unseres Lebens gemeinsam verbringen wollen.
So sehr wir diesen zauberhaften Augenblick genossen, so schnell holte uns der Alltag wieder ein. Ich steckte inzwischen mitten im Endspurt, meine bisherige Wohnung aufzulösen und meinen Lebensmittelpunkt endgültig in ihre Heimatstadt zu verlegen.
Egal ob Abende oder freie Tage: Ich nutzte jede freie Minute dafür, Kisten zu packen, Möbel zu inserieren, auszusortieren und zu entsorgen. Eine Menge Arbeit, wie ich rückblickend feststellen musste! Manches kostete auch echt Nerven – wie zum Beispiel der alte Stuhl einer Verwandten, der vorübergehend in meinem Keller zwischengelagert war und bis zum Schluss für epische Diskussionen sorgte. Sie teilte dabei vollkommen meinen pragmatischen Standpunkt: Was erledigt ist, ist erledigt!
Wir brauchten nach all dem Trubel dringend eine kleine Pause. Eine Auszeit an der Nordsee auf Sylt hatten wir uns mehr als verdient! Ihre Eltern hatten uns den Trip als großzügiges Verlobungsgeschenk mitgesponsert.
Im Morgengrauen fuhren wir los Richtung Norden. Wieder einmal hatte sie ihre Koffer natürlich schon eine gefühlte Woche vorher akribisch gepackt ;)
Wir kamen gut voran – so gut, dass ich hinter Hamburg vermeintlich geblitzt wurde. Zum Glück kam dafür nie ein Bußgeldbescheid, aber der Spott von der Beifahrerseite war mir für den Moment natürlich sicher! Eigentlich sollten wir erst mittags mit dem Autozug übersetzen, aber unser Timing war so perfekt, dass wir noch spontan auf die frühere Verladung rutscheschneiden konnten. Glück muss man haben! Die Fahrt auf dem Autozug war für mich eine völlig neue Erfahrung und hat richtig Spaß gemacht.
In Westerland angekommen, suchten wir uns erst einmal unsere Unterkunft. Die Tage auf der Insel waren insgesamt ziemlich windig, aber an diesem Ankunftstag schien die Sonne. Wir richteten uns gemütlich ein und schlenderten am späten Nachmittag über die Promenade. Insgesamt ein rundum gelungener Auftakt! Abends kehrten wir bei einem bekannten Fischrestaurant ein – sie gönnte sich klassische Bratkartoffeln mit Spiegelei ;)
Wir erlebten wunderbare Tage. Wir machten einen Tagesausflug mit der Fähre nach Dänemark, wo sie scherzhaft meine Seefestigkeit austesten wollte. Wir entwickelten auf den Strandpromenaden schnell unsere ganz eigenen Urlaubsrituale – zum Beispiel beobachteten wir nachmittags leidenschaftlich gerne das Beladen der Züge. Währenddessen erreichte mich sogar noch die frohe Kunde per Telefon, dass ich im Freundeskreis wieder Taufpate werden sollte!
Auch kulinarisch ging es uns hervorragend – ob im urigen Café in Keitum oder bei all den kleinen Naschereien zwischendurch. Zwei Erlebnisse auf Sylt sind mir ganz besonders in Erinnerung geblieben:
Das eine war unser Abend in der berühmten Sansibar. So herausragend gut wie dort habe ich selten in meinem Leben gegessen! Ich glaube, sie war richtig überrascht zu miterleben, mit welcher Hingabe ich ein solches Essen genießen kann. Von der Vorspeise mit dem aromatischen Knoblauchbrot über das legendäre Kalbsschnitzel (das auf einem eigenen Tuch serviert wird) bis hin zum Dessert. Und auch wenn sie es mir nicht glauben wollte: Ich hätte mühelos noch eine zweite Portion verdrücken können! Wir ließen es uns dort absolut gutgehen.
Das zweite Erlebnis war ein kleiner emotionaler Ausbruch von ihr, bei dem sie mir eine ganz neue Seite von sich zeigte.
Wir saßen in einem gemütlichen Café und sprachen über meinen anstehenden Hauptumzug, den mein Kumpel Mathias mit seinem Wagen für mich unterstützen wollte. Wir kamen danach auf das Thema Urlaub zu sprechen, weil Mathias und Laura überlegten, demnächst einen Kurztrip einzulegen, und wir auch noch über unsere vergangenen Reisen sprachen.
Plötzlich fing sie – aus meiner damaligen Wahrnehmung heraus völlig ohne Vorwarnung – an zu weinen. Ich war von dieser Situation komplett überrascht. Eben war die Stimmung noch blendend, und im nächsten Moment kippte ihre Laune vollkommen und die Tränen kletterten ihre Wangen herunter.
Ich verstand im ersten Moment überhaupt nicht warum und fühlte mich extrem hilflos. Sie versuchte mir zu erklären, dass es für sie emotional belastend sei, sich so abhängig von anderen Personen zu fühlen – zum Beispiel davon, für den Umzug auf das Auto von Mathias angewiesen zu sein, während die beiden gleichzeitig nicht recht in die Puschen kamen, was ihre eigene Urlaubsplanung anging.
Ich war es von klein auf gewohnt, dass man sich bei Planungen mit mehreren Leuten eben flexibel anpassen und abwarten muss. Wir stritten uns nicht direkt, aber ein glücklicher Moment war es in diesem Café natürlich keineswegs.
Woran lag es, dass sie auf einmal so hemmungslos anfing zu weinen? Vielleicht hatte es gar nicht primär mit dem Umzug oder den Freunden zu tun, sondern sie ist schlichtweg ein tief emotionaler Mensch und all die aufgestauten Gefühle der letzten aufregenden Wochen – Verlobung, Zusammenziehen, Neuanfang – brauchten einfach ein Ventil.
Später erklärte sie mir in einem anderen Zusammenhang, dass sie von jeher große Probleme mit Veränderungen hat und diese sie emotional extrem mitnehmen können. Mir fällt das manchmal etwas schwer nachzuvollziehen, weil ich von Kindheit an daran gewöhnt bin, dass Dinge sich ständig verändern und nichts für immer starr bleibt. Auch, dass man im Leben mal jemanden um Hilfe bitten muss, ist für mich völlig normal.
Wir sprachen in Ruhe darüber und die Wogen glätteten sich schnell wieder. Es war allerdings das allererste Mal, dass ich sie so hemmungslos habe weinen sehen. Das gefiel mir gar nicht – einfach, weil ich mir selbst so schrecklich hilflos vorkam. Ein Vorwurf ist das keineswegs, wir konnten es ja klären, aber der Moment ist mir sehr präsent geblieben.
Am Abreisetag folgte dann noch ein echter Knüller!
Sie war gerade dabei, die restlichen Reisetaschen zu packen, während ich noch unter der Dusche stand. Plötzlich rief sie durch die Unterkunft: „Sascha, komm mal schnell her, ich habe hier was gefunden!“
Sie hielt ein dickes Bündel Fünf-Euro-Scheine in der Hand – insgesamt rund 500 Euro! Wo das Geld herkam? Aus einem Fach ganz oben im Regal, wo sie zwar selbst garantiert nichts abgelegt hatte, aber typisch für ihre gründliche Art trotzdem kontrollieren wollte, ob wir nichts vergessen hatten!
Diese Zwickmühle war spannend: Behalten oder abgeben?
Ich entschied mich dafür, die Polizei zu rufen und das Fundgeld ehrlicherweise zu übergeben. Die Beamten müssen auf der Insel erstaunlich viel Freizeit gehabt haben, denn nach nicht einmal zehn Minuten standen sie schon vor der Tür. Sie nahm die Quittung entgegen und hinterließ ihre Kontaktdaten – falls sich der rechtmäßige Eigentümer innerhalb der Frist nicht meldet, geht das Geld offiziell in ihr Eigentum über. Mal sehen, ob wir jemals wieder etwas davon hören! ;)
Der Rückweg verlief ohne weitere Pannen (auf dem Autozug hatte netterweise der Wagen vor uns eine kleine Panne, wodurch wir wieder einen Zug früher als gebucht mitkamen). Unsere erste richtige Urlaubswoche als Verlobte ging zu Ende – und es war trotz aller kleinen Turbulenzen eine wunderschöne Reise mit meiner Liebsten!
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 17: Auf Wiedersehen alte Heimat – Einzug in Bremen und der Beginn der Hochzeitsplanung
Wie ich ja schon erzählt hatte, war ich in den Wochen rund um unseren Sylt-Urlaub intensiv damit beschäftigt, meine alte Wohnung aufzulösen.
Es fiel mir letztlich überraschenderweise gar nicht so schwer, alles hinter mir zu lassen. Wie meine Verlobte mir einmal mit einem verschmitzten Lächeln unterstellte: Vielleicht hat sich tief in meinem Unterbewusstsein auch einfach ein Teil riesig auf diesen völlig neuen Lebensabschnitt gefreut – weg vom alltäglichen Wahnsinn der gewohnten Heimat. Ich weiß es nicht, aber der Blick ging ab diesem Moment nur noch nach vorne!
Jedenfalls war es an der Zeit, die letzten handwerklichen Arbeiten zu erledigen. Mit ein bisschen Stolz kann ich behaupten, dass ich in der Küche sogar meine allererste echte Malerarbeit vollbracht habe. Für die Wohnungsübergabe Ende Mai hat es jedenfalls mehr als gereicht!
Dann war der große Tag da: Ich schlug mit Sack und Pack bei ihr in Bremen auf, und mein Kumpel Mathias hatte die Ehre, die verbliebenen großen Möbelstücke in die Weserstadt zu transportieren.
Es war anfangs wirklich ein ungewohntes Gefühl, und es fiel mir gar nicht so leicht, mich sofort zurechtzufinden und die neue Umgebung direkt als mein echtes Zuhause zu begreifen. Die kleinen Scherze, die ich in der ersten Zeit manchmal über „ihre“ Wohnung machte, waren letztlich nur der Ausdruck dieses schrägen Gefühls, neu eingezogen zu sein und sich erst einmal an die veränderte Situation gewöhnen zu müssen.
Das traf natürlich genauso auf sie zu! Sie war es schließlich genauso gewohnt wie ich, die alleinige Herrin in den eigenen vier Wänden zu sein – und plötzlich taucht da ein Mann auf, der ihren eingespielten Haushalt komplett auf den Kopf stellt ;)
Ich habe mich von Tag eins an akribisch bemüht, den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten: Armaturen blitzeblank geputzt, die Duschkabine nach dem Duschen exakt in der Position geschlossen, wie sie es gewohnt war, die Steckdosenleisten brav ausgeschaltet, den Schreibtischstuhl perfekt ausgerichtet, Maus und Tastatur symmetrisch aufgestellt und die Handtücher peinlich genau richtig herum aufgehängt!
Es lief so harmonisch, wie es unter diesen Umständen nur laufen konnte. Nur ein einziges Mal flossen bei ihr kurz ein paar Tränchen – ausgerechnet in dem Moment, als ich mit der Bohrmaschine Anstalten machte, die Lautsprecher für meine Heimkinoanlage in die Wand zu schrauben!
Die Ironie der Geschichte: Herhalten musste am Ende ihr alter Fernseher, den wir auf einen Ständer montierten und ins Schlafzimmer stellten. Und wer von uns beiden wollte dort am Ende unbedingt noch eine TV-Box und eigene Lautsprecher stehen haben? Richtig geraten: Wir beide! :D
Der kleine alte Fernseher trat später übrigens seine allerletzte Reise auf den Wertstoffhof an. Als sie ihn damals gekauft hatte, hätte er wohl genauso wenig wie ich geahnt, wo er einmal enden würde.
Nun wohnte ich also offiziell bei ihr – und der nächste große Meilenstein war längst ins Rollen gekommen. Ich hatte zwar ursprünglich gesagt, dass wir mit der konkreten Hochzeitsplanung entspannt bis zum Sommer warten könnten, aber sie hatte solche Hummeln im Hintern, dass sie sofort mit der Organisation loslegte!
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu tief in die unendlichen Details der Hochzeitslogistik einsteigen. Das ist, wie man so schön sagt, primär ihre herzensnahe Baustelle ;) Sie hat sogar ein eigenes, wunderschön gestaltetes Buch angelegt, in dem sie akribisch jeden einzelnen Schritt der Planung dokumentiert.
Was ich mit dieser Chronik hier mache, ist im Grunde genau dasselbe – nur mit dem Unterschied, dass es bei mir nicht um das einzelne Fest geht, sondern ich den wunderschönen Weg nachzeichne, der uns überhaupt erst bis zu diesem Punkt geführt hat!
Natürlich ist es nicht nur ihre Baustelle – man verzeihe mir diesen Augenzwinkern-Kommentar ;) Es ist selbstverständlich auch mein großer Tag, der der wichtigste in unserem gemeinsamen Leben werden soll.
Ich bin in diesen Dingen schlichtweg nur etwas weniger emotional als sie: Ich würde sie ohne zu zögern auch in einem urigen Scheunenstall bei einer einfachen Erbsensuppe und Kerzenschein heiraten! Ich lasse ihr bei der Planung deshalb sehr gerne weitgehend freie Hand, weil ich weiß, wie unendlich viel ihr dieser Tag bedeutet. Ich möchte, dass sie eines Tages überglücklich auf unsere Hochzeit zurückblickt und sagen kann, dass alles exakt so zauberhaft gewesen ist, wie sie es sich als Mädchen immer erträumt hat. Es gibt glaube ich nichts Schlimmeres, als einer Frau diesen Herzenswunsch zu verwehren. Aus diesem Grund gilt für mich: Lass sie nur machen! ;)
Ich bin mir felsenfest sicher, dass dieser Tag für uns beide absolut unvergesslich werden wird. Sie hat eine fantastische Location direkt am Wasser ausgesucht, kulinarisch wird es ein Traum – und wenn ich es jetzt noch schaffe, bis zum Fest den Eröffnungstanz zu „Sieben Fässer Wein“ unfallfrei aufs Parkett zu legen, dann kann wirklich gar nichts mehr schiefgehen!
Hoffen wir, dass wir eine genauso harmonische Ehe führen werden, wie es unsere gemeinsame Zeit davor geworden ist, meine geliebte Tortiii :)
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 18: Der Weg zur Kreuzfahrt – Technikteufel, Heimwerkerfreuden und ein Auftakt an der Nordsee
Tja, nun war es endlich so weit: Ich wohnte offiziell mit ihr zusammen in Bremen und von nun an wollten wir alle Herausforderungen, die das Leben für uns bereithielt, Seite an Seite bestreiten.
Die allererste gemeinsame Unternehmung nach unserem neuen Beziehungsstatus war die Taufe der kleinen Mia Anfang Mai in der alten Heimat. Wir fuhren morgens entspannt los und hatten eine sehr angenehme Anreise. Da wir relativ früh vor Ort waren, warteten wir vor der Kirche auf die übrigen Gäste.
Schon da gab es die erste kleine Anekdote: Ein junger Mann aus dem Dorf, der offensichtlich eine geistige Beeinträchtigung hatte, gesellte sich zu uns und wich ihr gar nicht mehr von der Seite. Sie nahm die Situation wie gewohnt mit ihrer ganz eigenen, warmherzigen Art und viel Humor.
Die Taufzeremonie selbst verlief relativ unspektakulär. Das absolute Highlight war allerdings mein kleiner Auftritt, als das Baby über das Taufbecken gehalten werden sollte: Die Kleine wand sich in meinen Armen wie ein flinker Karpfen und wollte sich einfach nicht ruhig halten lassen! Wenigstens eine Person hatte dabei köstliche Unterhaltung – nämlich meine Verlobte :D
Die anschließende Feier fand beim frischgebackenen Vater und seiner Frau im neuen Eigenheim statt. Wir machten es uns auf den Bierbänken gemütlich – und ausgerechnet ein alter Bekannter, mit dem es beim letzten Aufeinandertreffen ein paar kleine Reibungspunkte gegeben hatte, nahm genau uns gegenüber Platz. Doch die Gemüter blieben ruhig.
Etwas unheimlich Praktisches hatte das Ganze jedenfalls: Die Gastgebern besaßen eine hervorragende Eiswürfelmaschine. Ich war so begeistert, dass ich mir noch am selben Abend, als wir wieder zu Hause waren, direkt ein eigenes Modell für unsere Hausbar bei Amazon bestellte – eine Anschaffung, die uns im heißen Sommer 2026 noch unendliche viele treue Dienste leisten sollte!
Wo wir gerade beim Thema Anschaffungen und Technik waren: Kaum war ich richtig eingezogen, krempelte ich das Haus in technischer Hinsicht schrittweise um. Irgendwie bin ich da so reingerutscht und ich weiß im Nachhinein selbst nicht mehr genau, wie das eigentlich anfing!
Jedenfalls entstand irgendwann der Wunsch, einen eigenen Fernseher in der Kellerbar zu installieren. Vernünftiger TV-Empfang war dort unten aber natürlich nur mit einer stabilen Internetverbindung möglich – und schwupps war das meine allererste offizielle Mission als neuer Mitbewohner! Ich verbrachte gefühlte Stunden damit, WLAN-Repeater in den wildesten Konstellationen auszuprobieren, bis die Verbindung im Untergeschoss endlich stabil stand.
Im nächsten Schritt drückte mir ihr Vater den nächsten Arbeitsauftrag auf: einen passenden Flachbildfernseher für die Bar besorgen. Auch dieses Projekt hakte ich erfolgreich ab. Einen kompletten Freitagnachmittag verbrachte ich anschließend gemeinsam mit ihrem Vater damit, das schwere Gerät an der Wand zu montieren. Wir haben zwar eine grundverschiedene Arbeitsweise und ein völlig unterschiedliches Arbeitstempo, aber am Ende hing der Fernseher bombenfest – so schnell kommt der da garantiert nicht wieder runter!
Nach ein paar Tagen befand ihr Vater die Verbindung allerdings immer noch für ausbaufähig. Also nahm ich die gesamte Hausinstallation erneut unter die Lupe und kam zu dem Schluss, dass ein modernerer Router her musste. Ich tüftelte wieder stundenlang – mit dem feinen Nebeneffekt, dass der Provider es bei der Umstellung nicht auf die Reihe bekam, das Festnetz korrekt freizuschalten. Seitdem besitzt das Haus offiziell keinen Festnetzanschluss mehr (vermissen tut ihn allerdings auch keiner) :D
Dann kam ihr Vater mit der nächsten Idee um die Ecke: Ob man nicht auch den Sound im Raum aufrüsten könne? Ich überlegte nicht lange und entschied mich dafür, smarte Lautsprecher einzubinden. Eines morgens saß ihr Vater gemütlich vor dem Fernseher, als ich vom Obergeschoss aus spontan die Musik über die neuen Boxen voll aufdrehte! Er dachte im ersten Moment völlig verdutzt, er hätte irgendetwas kaputt gemacht – bis ich ihn aufklärte, was man mit modernem WLAN heutzutage so alles anstellen kann. Wunderwerk der Technik!
Ganz nebenbei erwähnenswert: Ein paar Samstage verbrachten wir in Hannover für Weiterbildungen an der Akademie – und natürlich für den einen oder anderen Besuch im Stadion bei Hannover 96 ;) Zur Feier unseres Zusammenziehens gönnten wir uns außerdem ein edles Abendessen in einem bekannten Steakhouse. Rückblickend war das Preis-Leistungs-Verhältnis zwar nicht gerade der absolute Knaller, aber der Abend selbst war wunderschön.
Die nächsten Ereignisse vor Ort ließen nicht lange auf sich warten: Zunächst feierten wir ihren Geburtstag, gefolgt von einer gemütlichen Einweihungsparty, bei der meine Familie zum ersten Mal offiziell auf ihre traf. Später schmissen wir sogar noch ein kleines Sommerfest mit ein paar meiner Bankkollegen. Die technischen Aufrüstungen in unserer Bar haben sich bei allen Feiern auf ganzer Linie durchgesetzt! Sie hatte vorher zwar oft gestichelt, dass manches davon völlig unnötig sei – am Ende gefiel ihr das Ergebnis aber doch ganz ausgezeichnet ;)
Die letzte Handwerkeraktion vor der Urlaubszeit war schließlich, eine alte Hecke im Garten herauszureißen und die Terrasse deutlich zu vergrößern. Danach hatten wir uns unseren wohlverdienten Sommerurlaub aber auch wirklich bis auf den letzten Tropfen verdient!
Den Auftakt machte ein Kurztrip in den Center Parcs Tossens an der Nordsee – nur dass wir dieses Mal gemeinsam mit ihren Eltern unterwegs waren. Es war für mich zwar im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, auf der Fahrt auf der Rückbank hinter ihrem Vater zu sitzen, aber ich fügte mich brav in mein Schicksal ;)
Wir hatten ein paar wirklich schöne, entspannte Tage an der Küste. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Restaurantbesuch am zweiten Abend bei einem Italiener. Sie hatte mir vorher noch schwärmerisch erzählt, wie toll das Essen dort sei und wie oft sie schon als kleines Kind mit ihren Eltern dort gewesen war.
Wir setzten uns also an den Tisch – und prompt erwischten wir einen jungen Kellner, der meiner Verlobten übertrieben charmante Blicke zuwarf. Sie hat die Aufmerksamkeit sichtlich amüsiert genossen, während der Kellner mich geflissentlich ignorierte! War ich deswegen beleidigt? Keineswegs! Ich habe lediglich ein bisschen den „sterbenden Schwan“ geschultes Drama gespielt ;) Wenn andere Männer ihr schöne Augen machen, zeigt das schließlich nur, dass ich einen exzellenten Geschmack bewiesen habe – und der Kellner offensichtlich auch!
Ein Kollege meinte mal zu mir, dass vergebene Männer auf Frauen automatisch attraktiver wirken, weil sie schon bewiesen haben, dass sie eine Partnerin von sich begeistern konnten. Wer weiß: Vielleicht funktioniert das umgekehrt ja ganz genauso! :D Ich habe jedenfalls bedingungsloses Vertrauen zu ihr. Genauso wenig hatte ich Bedenken, als sie kurz darauf mit ihrer Freundin auf ein großes Open-Air-Festival ging. Ich vertraue ihr zu 100 Prozent – sie ist schlichtweg nicht der Typ dafür, mit anderen Männern anzubändeln, und ich bin es genauso wenig.
Langer Rede kurzer Sinn: Es war ein rundum gelungener Auftakt unseres Urlaubs. Doch das absolute Highlight des Sommers stand uns ja erst noch bevor: unsere große Sommer-Kreuzfahrt auf der MSC Grandiosa durch das Mittelmeer!
Wie fantastisch diese Reise wohl gewesen ist? Du weißt es natürlich am allermeisten, meine liebe Tortiii! ;)
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 19: Mittelmeer-Kreuzfahrt – Volles Programm, Luxusflair und das Reisefieber
Nun war es fast so weit! Wir kamen gerade erst aus dem verlängerten Wochenende von der Nordsee zurück, und es trennten uns nur noch vier kurze Tage von unserem großen Sommer-Highlight. Wie oft hatten wir in den Wochen zuvor die Tage gezählt? Nun tickte die Uhr unaufhaltsam herunter.
Das Allererste, was sie erledigte: Koffer packen! Am Ende schafften es zwei imposante Gepäckstücke mit jeweils rund 20 Kilo ins Ziel, die wir erst einmal im Untergeschoss parkten. Bevor die Reise offiziell losging, gönnten wir uns noch eine wohltuende Auszeit im Privat-Spa – ein entspannter Nachmittag zwischen Whirlpool und Sauna, der als vielversprechender Auftakt genau richtig kam.
Als der Abreisetag schließlich da war, war ihr Vater so nett, uns zum Hauptbahnhof zu bringen. Ich war zwar leicht gespannt, aber natürlich keineswegs „nervös“, wie sie mir liebend gerne unterstellte ;) Von dort aus ging es im Schnellzug direkt zum Flughafen nach Düsseldorf – meine allererste Fahrt in einem modernen Fernzug und das auch noch in so bezaubernder Begleitung!
Kaum am Terminal angekommen, meldete sich ihr berüchtigter Hunger. Wir kehrten kurzerhand beim Fast-Food-Riesen ein, um uns mit einer Ladung Burger, Pommes und Nuggets zu stärken. Danach ging es weiter zum Hotel. Ein kleines Stück des Weges schwebten wir mit der vollautomatischen Hochbahn zum Terminal – eine faszinierende Erfahrung!
Eingemietet hatten wir uns in einem zweckmäßigen Flughafenhotel. Mitten in der Nacht um 02:45 Uhr schrillte der Wecker – ein echtes Highlight, wie wir beide völlig verschlafen aus den Federn taumelten! Für 03:30 Uhr hatte ich ein Taxi bestellt. Als wir vor die Tür traten, wartete dort bereits eine edle Limousine. Der Fahrer warf schweigend unsere Koffer in den Kofferraum und brauste los. Beim Bezahlen wunderte ich mich zwar kurz, dass die Fahrt einen Euro teurer war als angegeben, aber nach der Gepäckabgabe löste sich das Rätsel schlagartig: Mich rief der eigentlich bestellte Taxifahrer an und fragte verdutzt, wo wir blieben. Wir hatten schlichtweg aus Versehen das Taxi eines anderen Gastes geschnappt! :D
Die Wartezeit vertrieben wir uns im Duty-Free-Bereich – wobei zu erwähnen bleibt, dass sie natürlich sämtliche Reiseunterlagen akribisch in Papierform in einer Mappe abheftet hatte, wie sollte es auch anders sein!
Das Boarding verlief pünktlich. Nach einer kurzen Busfahrt über das Rollfeld standen wir vor der Maschine. Die Vorfreude wich allerdings kurz einer kleinen Ernüchterung: Statt der gebuchten Fluggesellschaft wurden wir von einer sehr spartanischen Partner-Airlines abgefertigt – gefühlt eng wie in einer Legehennen-Batterie! Immerhin war es unser allererster gemeinsamer Flug Seite an Seite.
Auf Mallorca gelandet, holten wir unser Gepäck am Band und folgten den Hinweisschildern. Ein Mitarbeiter der Reederei lotste uns direkt zum Transferschalter. Nach knapp einer Stunde Wartezeit, in der sie uns kühle Getränke organisierte, wurden wir zu einem kleinen Shuttlebus gebracht. Die Fahrt zum Hafen war ein Abenteuer für sich: Der Bus knarzte so bedrohlich, dass man Angst haben musste, er fiele gleich auseinander, und der Verkehr schlängelte sich nur zäh dahin.
Plötzlich schrie sie auf und deutete aus dem Fenster: Aus gefühlten zehn Kilometern Entfernung war die imposante Silhouette unseres Schiffes zu erkennen! Ich kommentierte den Anblick nur trocken mit: „Die habe ich mir aber größer vorgestellt!“
Am Terminal angekommen, mussten wir erneut etwas warten, weil wir viel zu früh dran waren. Gegen elf Uhr morgens nahm uns ein Mitarbeiter die Koffer ab. Der große Moment war da! Als ich den gigantischen Ozeanriesen betrat, war ich ehrlich gesagt mehr als beeindruckt. Die Dimensionen waren schlicht gewaltig – und im Inneren ging es nahtlos weiter: von den glitzernden Kristalltreppen bis zur riesigen Promenade mit ihren Einkaufsmeilen. Ein atemberaubender Anblick! Und sie ließ es sich natürlich nicht nehmen, mir direkt das gesamte Schiff von A bis Z haargenau zu erklären :D
Unsere erste Erkundung führte uns zur Kabine, um die Schiffskarten abzuholen. Anschließend machten wir unsere Sicherheitsübung und gönnten uns am Pooldeck die erste Erfrischung. Dort stellten wir prompt fest, dass wir einen klassischen Anfängerfehler begangen hatten: Die Badesachen lagen tief verpackt im Koffer statt im Handgepäck, und die Sonne brannte unbarmherzig!
Später ging es zum ersten Buffet-Besuch, wo sie mir direkt anhand der Speisekarte die kulinarische Geografie des Schiffs darlegen wollte – woraufhin ich sie schmunzelnd ein wenig einbremsen musste ;) Für ein Schiffs-Buffet schmeckten Burger, Pizza und Pastagerichte hervorragend! Vor dem Abendessen standen schließlich auch all unsere Koffer vor der Tür. Das Abendessen im Restaurant war exquisit – und sie flirtete scherzhaft mit unserem charmanten Kellner, während sie mir grinsend unterstellte, auf meiner Stirn stehe groß „Hau ab!“ geschrieben. Das erste Auslaufen aus dem Hafen beobachteten wir am späten Abend an Deck – ein magischer Augenblick, bevor wir erschöpft ins Bett fielen.
Unser erster Zwischenstopp war Barcelona. Wir fuhren mit dem Hafenshuttle in die Stadt und schlenderten gut drei Stunden durch die Metropole. Wir stöberten durch ein spanisches Kaufhaus und machten für ein Kabel im Apple Store Halt – während ich mich brav mit dem vollgepackten Rucksack abschleppte, weil sie vorausschauend alle Getränke vom Schiff mitgenommen hatte! Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Sonnendeck. Das Abendprogramm bot eine mitreißende Show, und die späten Stunden verbrachten wir in unserer Lieblingslounge. Dort amüsierten wir uns köstlich über Scharen von Influencern, die beim Sonnenuntergang wie eine Heuschreckenplage über das Sonnendeck herfielen und die wildesten Posen für ihre Social-Media-Fotos einnahmen ;)
Der nächste Tag führte uns nach Cannes. Da der Hafen für das große Schiff zu klein war, wurden wir mit Tenderbooten an Land gebracht. Ich konnte genau spüren, wie aufmerksam sie mich während der Überfahrt beobachtete – sie hatte die Befürchtung, ich könnte seekrank werden! Während mir im Auto tatsächlich schnell mulmig wird, macht mir der Seegang auf einem Boot überhaupt nichts aus. In Cannes scheuchte ich sie einen steilen Hügel zur Aussichtsplattform hinauf und sie kam in den feinen Boutiquen voll auf ihre Kosten. Ich machte mir einen Spaß daraus, sie mit verblüffenden Fotos vor Edeldesignern für die Daheimgebliebenen wie ein kleines Luxus-Girlie aussehen zu lassen :D
In Genua waren wir uns schnell einig, dass uns die Stadt nicht sonderlich zusagte. Dafür gab es eine lustige Anekdote: Ich hatte eine Limoflasche vom Schiff in einem lokalen Drogeriemarkt dabei. Da genau diese Marke dort im Regal stand, geriet ich kurzzeitig ins Schwitzen, aus Versehen als Ladendieb in einem italienischen Gefängnis zu landen! Abends nutzten wir die Gelegenheit für ein professionelles Fotoshooting vor der funkelnden Kristalltreppe – Perfekt als Motiv für unsere Hochzeitseinladungen! Ich hasse Posieren zwar wie die Pest, aber meine Verlobte hatte daran natürlich ihre diebische Freude :D
Es folgte La Spezia – eine wunderschöne, kleine Hafenstadt. Was ihr am meisten gefiel: gefühlt hundert Schuhgeschäfte mit ihren Lieblingsmarken, von denen sie ausnahmslos jeden einzelnen Laden inspizieren musste! Abends kehrten wir ins Restaurant zurück (mein absolutes Highlight: das überbackene Parmesan-Hähnchen!) und schauten später in der Bar das EM-Fußballspiel. An diesem Abend wurde ich vom Bar-Kellner ausgesprochen charmant umgarnt: Als er mir meine heiße Schokolade servierte, flötete er mit breitem Grinsen: „Here is your very hot Chocolate!“ Den Spruch durfte ich mir für den Rest der Reise anhören, wann immer er mich bevorzugt bediente und sie scherzhaft ignorierte :D
Der letzte Hafen vor der Heimreise war Civitavecchia. Wir machten einen Ausflug Richtung Rom und wurden am Petersplatz für eine Stunde zum Erkunden freigelassen. Wir nutzten die Zeit für ein köstliches Eis und wunderschöne Erinnerungsfotos. Auf der Rückfahrt wurde sie plötzlich sehr ruhig und mürrisch – bei ihr ein unmissverständliches Zeichen für akuten Hunger! Kaum zurück an Bord, stürmten wir sofort das Buffet. In Rom hätte sie natürlich auch etwas essen können, aber dafür war sie schlichtweg zu sparsam :D
Der finale Seetag verging wie im Flug. Wir schlenderten über das Schiff, genossen die Meerbrise und gönnten uns ein exquisites Drei-Gänge-Menü im Spezialitäten-Steakhouse. Nach einer Woche schier unendlicher Völlerei fühlte man sich allerdings so vollgestopft, dass mir am allerletzten Abend eine einfache Scheibe Brot völlig ausreichte!
Am Abreisetag wurden wir nachmittags ausgeschifft, verbrachten die verbleibende Zeit am Flughafen und landeten spät abends wieder in Deutschland. Nach einem schnellen Mitternachtssnack ging es am nächsten Tag entspannt mit dem Zug zurück nach Hause, wo ihre Eltern bereits sehnsüchtig auf uns warteten.
Wir kehrten nicht nur tiefbraun gebrannt zurück, sondern hatten die mit Abstand schönste Reise unseres Lebens hinter uns – und das Beste daran war, dass ich sie an meiner Seite hatte :) Ganz nebenbei hat sie mich endgültig mit dem Kreuzfahrtfieber angesteckt! Inzwischen haben wir schon die nächsten Abenteuer im Blick – und das absolute Highlight soll unsere große Hochzeitsreise in die Karibik werden, von der vorerst natürlich nur wir beide wissen, meine liebe Tortiii!
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Re: Unsere Geschichte

Beitrag von sascha94 »

Kapitel 20: Bis zum nächsten Mal, über Zeit und Raum – Ein Jahr Volltreffer
„Bis zum nächsten Mal, über Zeit und Raum“ von Roland Kaiser – genau so soll das letzte Lied auf unserer Hochzeit erklingen!
Als wir wieder gut zu Hause gelandet waren, wurden wir natürlich von allen Seiten neugierig ausgefragt, wie unsere allererste Kreuzfahrt gewesen ist. Und ja, ich gebe es nach wie vor nur zu gerne zu: Ich war mehr als begeistert!
Kaum waren wir wieder in unseren eigenen vier Wänden angekommen, schmiedeten wir eifrig Pläne für unsere nächsten gemeinsamen Schiffsreisen. Das Einfachste war unsere Hochzeitsreise: Da waren wir uns schlagartig einig, dass es etwas absolut Außergewöhnliches werden sollte. Und was gibt es Beeindruckenderes, als im goldenen Oktober entspannt durch die Karibik zu schippern? Es gibt wohl kaum etwas auf der Welt, das das übertrumpfen kann!
Ich hatte mich mittlerweile intensiv mit dem Treueprogramm der Reederei beschäftigt und festgestellt: Wenn wir bis zu unserer Hochzeitsreise ein paar exklusive Status-Privilegien an Bord genießen wollen, müssen wir vorher noch ein paar Runden auf dem Meer drehen! ;)
Nach einem kleinen Planungsmarathon, der ihr zwischendurch Kopfschmerzen und mir ein paar graue Haare bescherte, schafften wir es schließlich, meine Eltern und eine nahe Verwandte für eine gemeinsame Sommer-Kreuzfahrt 2027 auf einem wunderschönen Schiff der Flotte zu begeistern. Ein Jammer – ursprünglich schwebte uns für das Frühjahr ein ganz anderes Schiff vor, aber wir mussten unsere Route kurzfristig anpassen. Egal! So heben wir uns das absolute Flaggschiff der Flotte als grandiosen Knüller für unsere Flitterwochen auf!
Unseren kommenden Winterurlaub verlegten wir kurzerhand von den Verschneiten Alpen an den Ärmelkanal, wo wir die nächste Reise antreten werden. Ich bin schon sehr gespannt, ob ihre Eltern spontan noch mitkommen. Fest vorgenommen haben wir uns jedenfalls, dort an Bord im Januar 2027 direkt unsere Karibik-Traumreise zu buchen, um noch ein paar feine Frühbucher-Vorteile mitzunehmen. Ich muss ehrlich zugeben: Vor einem Jahr hätte ich das alles niemals für möglich gehalten. Aber sie hat etwas ganz Grundlegendes in mir verändert!
Inzwischen haben wir übrigens auch die wunderschönen Fotos für unsere Standesamtskarten fertiggestellt. Und auch das Thema Auto wird in Zukunft sicher noch spannend werden, nachdem ihr kleiner Flitzer vor kurzem eines Tages spontan nicht mehr anspringen wollte :D
Im Spätsommer warteten noch zwei absolute Highlights auf uns: Zum einen ein großes Sommer-Grillfest, bei dem sie zum allerersten Mal einer ganzen Horde meiner Bankkollegen ausgesetzt war – und das Bravour gemeistert hat! Das zweite Event war das gigantische Roland-Kaiser-Konzert. Wir fuhren gemeinsam mit meinen Eltern und ihrer Mutter zum Open-Air-Gelände und lauschten zweieinhalb Stunden lang bei brütender Hitze in den vordersten Reihen dem Schlagerstar. Es war ein zauberhafter Sommerabend, an dem wieder einmal unvergessliche Erinnerungsfotos entstanden sind. (Der Eröffnungstanz auf unserer Hochzeit zu „Sieben Fässer Wein“ wird sicher noch ein riesiger Spaß!)
Am 5. September 2026 feierten wir schließlich unseren allerersten Jahrestag! Seit exakt 365 Tagen darf ich diese wundervolle Frau nun schon meine Partnerin nennen. Es war ein wunderschöner Tag – auch wenn das Wetter gerne ein bisschen besser hätte mitspielen können. Für jemanden wie mich, der bis dahin nie eine feste Partnerin hatte, wahrlich keine schlechte Leistung! Bis hierhin haben wir gemeinsam schon unglaublich viel geschafft – und es soll noch so viel weitergehen.
Ich schenkte ihr zu diesem Anlass ein stilvolles, schwarzes Fotoalbum mit den ersten rund 250 Bildern unserer bisherigen Reise und ganz viel Platz für all das, was die Zukunft noch bringt. Von ihr bekam ich personalisierte Untersetzer mit unserem absoluten Lieblingsfoto von der Kreuzfahrt geschenkt – ein wirklich wunderschönes, persönliches Geschenk!
Den Nachmittag verbrachten wir entspannt im Spa bei Whirlpool und Sauna – was dort passiert, bleibt natürlich unter uns ;) Im Anschluss schlemmten wir bei einer genialen Pizzeria, die auch unser künftiger Caterer für die Hochzeit sein wird: Es gibt nämlich eine lockere Pizza-Bar als Hochzeitsessen! Auf die überraschten Gesichter der Gäste freue ich mich jetzt schon riesig :D
Den Abend verbrachten wir schließlich vollkommen tiefenentspannt im Bett. Und was schauten wir uns gemütlich an? Die neuesten Folgen unserer liebsten Trash-TV-Doku! Das hätte ich mir selbst in meinen kühnsten Träumen vor einem Jahr nicht ausmalen können.
Nun hat die Realität meine Aufzeichnungen eingeholt. Genau ein fantastisches Jahr Beziehung liegt hinter uns – und ich freue mich von ganzem Herzen auf viele weitere glückliche Jahrzehnte an der Seite meiner geliebten Tortiii!