Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
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sascha94
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Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Hallo zusammen,
ich habe in letzter Zeit darüber nachgedacht, wie unterschiedlich wir eigentlich mit unseren eigenen vier Wänden umgehen.
Wenn man lange alleine lebt, wird die eigene Wohnung irgendwann sehr selbstverständlich zur persönlichen Höhle: Man kommt nach Hause, macht die Tür zu und kann dort einfach sein, wie man möchte. Alles ist auf die eigenen Gewohnheiten abgestimmt und niemand erwartet etwas von einem.
Bei mir hat sich mein Umgang mit dieser Frage in letzter Zeit verändert, weil eine neue Perspektive durch meine Partnerin dazukam. Dabei habe ich festgestellt, dass es teilweise sehr große Unterschiede in Umgang mit den eigenen vier Wände gibt: Manche sehen ihre Wohnung als offenes Wohnzimmer für das persönliche Umfeld, für andere ist sie eher ein geschützter Raum zum Zurückziehen.
Denn jemanden nach Hause einzuladen, kann ja ganz unterschiedliche Gedanken auslösen:
Ist es ordentlich genug? Oder mache ich mir darüber viel zu viele Gedanken?
Wie viel Privatsphäre möchte ich überhaupt preisgeben? Die Wohnung sagt schließlich auch einiges über einen selbst aus.
Fühle ich mich als Gastgeber wohl? Oder bin ich eher jemand, der froh ist, wenn andere wieder gegangen sind?
Und macht es einen Unterschied, wer vor der Tür steht – Freund, Familie, Arbeitskollege, Date oder Partner?
Mich würde deshalb interessieren, wie ihr das erlebt.
Wie leicht fällt es euch, andere Menschen in eure Wohnung zu lassen?
Ist eure Wohnung für euch in erster Linie ein Rückzugsort, den ihr eigentlich nur ungern „öffnet“? Oder ist es für euch völlig selbstverständlich, Freunde, Familie oder andere Menschen einzuladen?
Ist es für euch leichter, jemanden in die eigene Wohnung einzuladen, wenn ihr die Person schon länger kennt – oder spielt das für euch kaum eine Rolle?
ich habe in letzter Zeit darüber nachgedacht, wie unterschiedlich wir eigentlich mit unseren eigenen vier Wänden umgehen.
Wenn man lange alleine lebt, wird die eigene Wohnung irgendwann sehr selbstverständlich zur persönlichen Höhle: Man kommt nach Hause, macht die Tür zu und kann dort einfach sein, wie man möchte. Alles ist auf die eigenen Gewohnheiten abgestimmt und niemand erwartet etwas von einem.
Bei mir hat sich mein Umgang mit dieser Frage in letzter Zeit verändert, weil eine neue Perspektive durch meine Partnerin dazukam. Dabei habe ich festgestellt, dass es teilweise sehr große Unterschiede in Umgang mit den eigenen vier Wände gibt: Manche sehen ihre Wohnung als offenes Wohnzimmer für das persönliche Umfeld, für andere ist sie eher ein geschützter Raum zum Zurückziehen.
Denn jemanden nach Hause einzuladen, kann ja ganz unterschiedliche Gedanken auslösen:
Ist es ordentlich genug? Oder mache ich mir darüber viel zu viele Gedanken?
Wie viel Privatsphäre möchte ich überhaupt preisgeben? Die Wohnung sagt schließlich auch einiges über einen selbst aus.
Fühle ich mich als Gastgeber wohl? Oder bin ich eher jemand, der froh ist, wenn andere wieder gegangen sind?
Und macht es einen Unterschied, wer vor der Tür steht – Freund, Familie, Arbeitskollege, Date oder Partner?
Mich würde deshalb interessieren, wie ihr das erlebt.
Wie leicht fällt es euch, andere Menschen in eure Wohnung zu lassen?
Ist eure Wohnung für euch in erster Linie ein Rückzugsort, den ihr eigentlich nur ungern „öffnet“? Oder ist es für euch völlig selbstverständlich, Freunde, Familie oder andere Menschen einzuladen?
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Andrea
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Interessante Frage:
Für mich ist meine Wohnung mein absoluter privater Rückzugsort. Mir fällt es tatsächlich auch schwer, jemanden zu mir nach Hause einzuladen.
Also bei Familie ist es kein Problem, die kennen meine Wohnung durchaus auch in unordentlichem und nicht perfekt geputztem Zustand. Schwieriger finde ich es bei Leuten, die ich nicht so gut kenne oder die das erste Mal meine Wohnung sehen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass mir Wohnung und Einrichtung selbst ziemlich wichtig ist und ich das Gefühl habe, damit viel über mich preiszugeben - was mir auch nicht immer leicht fällt. Außerdem bin ich in manchen Dingen durchaus sehr perfektionistisch und wenn ich anfange, meine Wohnung so zu sehen, wie andere sie sehen könnten, werde ich schnell recht selbstkritisch.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich seit 20 Jahren alleine wohne - nie WG oder andere Art von Mitbewohner. Vielleicht wird man da bei dem Thema auch ein bisschen eigen.
Für mich ist meine Wohnung mein absoluter privater Rückzugsort. Mir fällt es tatsächlich auch schwer, jemanden zu mir nach Hause einzuladen.
Also bei Familie ist es kein Problem, die kennen meine Wohnung durchaus auch in unordentlichem und nicht perfekt geputztem Zustand. Schwieriger finde ich es bei Leuten, die ich nicht so gut kenne oder die das erste Mal meine Wohnung sehen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass mir Wohnung und Einrichtung selbst ziemlich wichtig ist und ich das Gefühl habe, damit viel über mich preiszugeben - was mir auch nicht immer leicht fällt. Außerdem bin ich in manchen Dingen durchaus sehr perfektionistisch und wenn ich anfange, meine Wohnung so zu sehen, wie andere sie sehen könnten, werde ich schnell recht selbstkritisch.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich seit 20 Jahren alleine wohne - nie WG oder andere Art von Mitbewohner. Vielleicht wird man da bei dem Thema auch ein bisschen eigen.
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Deja-vu
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Tja. In meine Wohnung kommt niemand. Denn sie ist genau das: Mein Rückzugsort, meine Höhle, mein Safe Space.
Das Grund ist auch rein praktischer Natur. Meine Wohnung ist winzig, und ich habe nicht mal eine Sitzgelegenheit für Gäste.
Scham ist da weniger im Spiel, denn ich bin schon recht ordentlich. Aber hier ist es einfach null gemütlich.
Da ich keine großartigen sozialen Kontakte habe, ist das aber bislang auch nicht tragisch gewesen.
Während Corona war meine beste Freundin ab und an mal bei mir, aber das war eine Notlösung, weil man nirgendwo hinkonnte in der Zeit, und immer recht kurz.
Zuletzt hatte ich mit einem Schreibkontakt, der weiter weg wohnt (also sehr weit weg) über ein Treffen gesprochen (kein Date). Derjenige ging dann allerdings wie selbstverständlich davon aus, hier bei mir schlafen zu können. Aber das ist nun mal nicht drin. Hab einfach keinen Platz (außerhalb des Bettes), und noch dazu wäre es noch immer eine fremde Person, Videochat hin oder her. Daran ist es dann gescheitert.
Bin aber ziemlich sicher, dass ich da eine Ausnahme bin. Die meisten hier, mit ihren Drei- oder Vierzimmerwohnungen, inklusive Gästezimmer, könnten bestimmt problemlos Besuch empfangen und übernachten lassen.
Das Grund ist auch rein praktischer Natur. Meine Wohnung ist winzig, und ich habe nicht mal eine Sitzgelegenheit für Gäste.
Scham ist da weniger im Spiel, denn ich bin schon recht ordentlich. Aber hier ist es einfach null gemütlich.
Da ich keine großartigen sozialen Kontakte habe, ist das aber bislang auch nicht tragisch gewesen.
Während Corona war meine beste Freundin ab und an mal bei mir, aber das war eine Notlösung, weil man nirgendwo hinkonnte in der Zeit, und immer recht kurz.
Zuletzt hatte ich mit einem Schreibkontakt, der weiter weg wohnt (also sehr weit weg) über ein Treffen gesprochen (kein Date). Derjenige ging dann allerdings wie selbstverständlich davon aus, hier bei mir schlafen zu können. Aber das ist nun mal nicht drin. Hab einfach keinen Platz (außerhalb des Bettes), und noch dazu wäre es noch immer eine fremde Person, Videochat hin oder her. Daran ist es dann gescheitert.
Bin aber ziemlich sicher, dass ich da eine Ausnahme bin. Die meisten hier, mit ihren Drei- oder Vierzimmerwohnungen, inklusive Gästezimmer, könnten bestimmt problemlos Besuch empfangen und übernachten lassen.
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MattEagle
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Ich hab seit 2 Jahren ein eigenes Haus, aber außer Familie war noch niemand zu Besuch.
Lade durchaus mal Leute ein, aber Freunde von früher haben immer Ausreden nicht zu kommen.
Niemand will sich wirklich mit mir abgeben, darsn merke ich das. Ich denke ich wirke mittlerweile einfach recht wunderlich auf viele Menschen... vorallem die mich schon länger kennen.
Lade durchaus mal Leute ein, aber Freunde von früher haben immer Ausreden nicht zu kommen.
Niemand will sich wirklich mit mir abgeben, darsn merke ich das. Ich denke ich wirke mittlerweile einfach recht wunderlich auf viele Menschen... vorallem die mich schon länger kennen.
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Vogel
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
In meiner vorherigen Wohnung definitiv nicht. Sie war klein, nur 1 Zimmer - Küchenzeile, Bdtt, Esstisch und Sofa in einem 20qm Raum - insgesamt viel zu beengt - kurz Wohnklo.
Jetzt wohne ich in einer grösseren Wohnung, und habe mir um die Einrichtung Gedanken gemacht - bin auf Pinterest, Cosmos, ... unterwegs, sammle Ideen. Einiges davon habe ich schon umgesetzt.
Ziel: ich will mich wohlfühlen, es gemütlich und schön haben. Und wichtig: Besuch einladen können, es vorzeigbar haben, so das sich auch (weiblicher) Besuch wohlfühlt.
Vorher fand ich es unmöglich. Meine damalige Nachbarinnen über meiner alten Wohnung hatten quasi die gleiche Wohnung - aber dagegen keine Probleme Männer bzw. Ihren Freund zu Besuch zu haben. Vielleicht sind wir Männer da unkomplizierter was fremde Wohnungen angeht.
Jetzt wohne ich in einer grösseren Wohnung, und habe mir um die Einrichtung Gedanken gemacht - bin auf Pinterest, Cosmos, ... unterwegs, sammle Ideen. Einiges davon habe ich schon umgesetzt.
Ziel: ich will mich wohlfühlen, es gemütlich und schön haben. Und wichtig: Besuch einladen können, es vorzeigbar haben, so das sich auch (weiblicher) Besuch wohlfühlt.
Vorher fand ich es unmöglich. Meine damalige Nachbarinnen über meiner alten Wohnung hatten quasi die gleiche Wohnung - aber dagegen keine Probleme Männer bzw. Ihren Freund zu Besuch zu haben. Vielleicht sind wir Männer da unkomplizierter was fremde Wohnungen angeht.
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Wusel
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Ich hab viel WG und Studenten -Wohnheim Erfahrung.Deja-vu hat geschrieben: ↑25.09.2026, 12:07 Derjenige ging dann allerdings wie selbstverständlich davon aus, hier bei mir schlafen zu können. Aber das ist nun mal nicht drin. Hab einfach keinen Platz (außerhalb des Bettes), und noch dazu wäre es noch immer eine fremde Person, Videochat hin oder her. Daran ist es dann gescheitert.
Einmal habe ich da ein 10 qm2 Zimmer bewohnt... Und dort 3 Gäste, inklusive mir übernachten lassen. Sogar das hat funktioniert.. wurde aber etwas kuschelig.
Ansonsten generell zum Thema.
Ich betrachte meine Wohnung als Ort, wo ich auch gerne Besuch empfange und die Wohnung sollte auch immer irgendwie Übernachtungen für andere ermöglichen können.
Meine Wohnung so zu sehen, schließt sie für mich nicht als Rückzugsort aus.
Die Funktion hat sie dennoch.
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sascha94
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Das Thema Schutzraum und wo die persönliche Grenze verläuft, wird scheinbar sehr unterschiedlich gesehen.
Als meine Eltern uns besuchen wollten und eine Übernachtungsmöglichkeit brauchten, wollte meine Verlobte unsere Wohnung gerne als unseren ungestörten Rückzugsort behalten. Ihre pragmatische Idee: Meine Eltern sollten im Nebengebäude schlafen. Wir haben auf dem Grundstück eine ausgebaute Bar mit Möbeln, TV, eigenem Kühlschrank und allem Pipapo – mit einer Luftmatratze wäre das aus ihrer Sicht das perfekte kleine Gäste-Reich gewesen, wo jeder seine Ruhe hat.
Meine Eltern sahen das allerdings völlig anders: Für sie fühlte sich die Idee mit der Bar wie eine Zurückweisung an und sie hatten das Gefühl, bei uns gar nicht richtig willkommen zu sein.
Für meine Verlobte war das aber absolut kein Mangel an Gastfreundschaft, sondern schlichtweg ihre gewohnte Verhaltensweise zur Wahrung von Privatsphäre. Ihre eigenen Eltern wohnen fest unten im Haus, wir oben – und auch bei ihren Eltern spielt sich Besuch im privaten Wohnbereich im Grunde nie ab. Unsere Wohnung ist für sie einfach die absolut intime Zone. Wenn Besuch empfangen wird, findet das konsequent im Nebengebäude statt.
Ich respektiere das auch und halte mich an Ihre persönliche Grenze, obwohl ich das früher anders gesehen habe und immer noch tue. Nach einem Gespräch haben das meine Eltern auch verstanden aber es ist trotzdem ein spannendes Thema.
Als meine Eltern uns besuchen wollten und eine Übernachtungsmöglichkeit brauchten, wollte meine Verlobte unsere Wohnung gerne als unseren ungestörten Rückzugsort behalten. Ihre pragmatische Idee: Meine Eltern sollten im Nebengebäude schlafen. Wir haben auf dem Grundstück eine ausgebaute Bar mit Möbeln, TV, eigenem Kühlschrank und allem Pipapo – mit einer Luftmatratze wäre das aus ihrer Sicht das perfekte kleine Gäste-Reich gewesen, wo jeder seine Ruhe hat.
Meine Eltern sahen das allerdings völlig anders: Für sie fühlte sich die Idee mit der Bar wie eine Zurückweisung an und sie hatten das Gefühl, bei uns gar nicht richtig willkommen zu sein.
Für meine Verlobte war das aber absolut kein Mangel an Gastfreundschaft, sondern schlichtweg ihre gewohnte Verhaltensweise zur Wahrung von Privatsphäre. Ihre eigenen Eltern wohnen fest unten im Haus, wir oben – und auch bei ihren Eltern spielt sich Besuch im privaten Wohnbereich im Grunde nie ab. Unsere Wohnung ist für sie einfach die absolut intime Zone. Wenn Besuch empfangen wird, findet das konsequent im Nebengebäude statt.
Ich respektiere das auch und halte mich an Ihre persönliche Grenze, obwohl ich das früher anders gesehen habe und immer noch tue. Nach einem Gespräch haben das meine Eltern auch verstanden aber es ist trotzdem ein spannendes Thema.
Zuletzt geändert von sascha94 am 26.09.2026, 07:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Übereinander gestapelt, oder wie?
WG ist so gar nicht meins. Kuschelig auch nicht.
Ein Partner wäre natürlich eine Ausnahme, aber den gibt es ja nicht.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Fremde lasse ich möglichst gar nicht rein. Meine Wohnung ist selten aufgeräumt, rein praktisch eingerichtet u. putzen sollte ich viel öfter. Obwohl ich für ein Date gewaltig aufgeräumt u. geputzt hatte, fühlte sich die Dame nicht sonderlich wohl, wie sie mir hinterher sagte. Auch dass ich mich schlecht auf das Date vorbereitet hatte (keine Snacks u. Getränke), wurde mir angekreidet - für einen Mann meines Alters. Vor lauter Aufregung u. langjährigem Übungsmangel u. weil es nicht unser erstes Date war, hatte ich daran eben nicht gedacht. Wenn man nur selten Möglichkeiten hat, müssen diese ohne Abstriche perfekt genutzt werden, sonst ist man raus.
Warum meine Wohnung so rein praktisch eingerichtet ist? Weil mir komplett der Antrieb zu einer Änderung fehlt. Schon beim Gedanken daran geht meine Stimmung in den Keller.
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"Im innersten Gehäuse des Humanismus, als dessen eigene Seele, tobt gefangen der Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht."
(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Ich war bei dem Date natürlich nicht dabei, aber wenn ich so eine Situation erleben würde, würde ich das etwas anders einordnen.
Einem Besuch oder einem Date etwas zu trinken anzubieten und die Wohnung zumindest ordentlich und vorzeigbar zu machen, hat für mich weniger mit „langjährigem Übungsmangel“ zu tun, sondern eher mit grundlegender Gastfreundschaft.
Natürlich kann Aufregung dazu führen, dass man an bestimmte Dinge nicht denkt. Trotzdem glaube ich, dass ein gewisses Maß an Vorbereitung und Aufmerksamkeit für den Gast einen ziemlich großen Unterschied macht, wenn man möchte, dass sich jemand in der eigenen Wohnung wohlfühlt.
Deshalb würde ich die Erfahrung nicht ausschließlich auf fehlende Praxis zurückführen. Ein bisschen Eigeninitiative gehört für mich einfach dazu.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 26.09.2026, 19:40, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Da hatte ich eben wieder mal versagt und wurde gerecht bestraft.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 27.09.2026, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Das ist jetzt auch etwas übertrieben.
Ich würde aus der Situation nicht gleich „Ich habe versagt und wurde dafür gerecht bestraft“ machen. Du hast bei dem Date ein paar Dinge nicht bedacht, die für die andere Person wichtig sein können. Das hast du im Nachhinein erkannt und kannst es beim nächsten Mal anders machen.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Schadet sicher nicht, kommt aber auch immer auf die Ansprüche des Gastes an. Wenn ich irgendwo bin, bin ich auch mit einem Glas Wasser zufrieden - und fließend Wasser haben ja wohl die meisten zuhause.
Naja, wenn man nie Gäste hat, würde ich das schon als fehlende Praxis einordnen - nicht jeder ist direkt der perfekte Gastgeber.
Klingt ja schon, als ob er sich Mühe gegeben hat, wodurch ich es als etwas abwertend empfinde, ihm fehlende Eigeninitiative zu unterstellen, nur weil er vielleicht nicht an alles gedacht hat, woran du selbst gedacht hättest oder worauf sein Date anscheinend Wert gelegt hätte.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Ich habe das nicht abwertend gemeint, sondern lediglich meine Sichtweise dazu erklärt.Andrea hat geschrieben: ↑27.09.2026, 16:08 Klingt ja schon, als ob er sich Mühe gegeben hat, wodurch ich es als etwas abwertend empfinde, ihm fehlende Eigeninitiative zu unterstellen, nur weil er vielleicht nicht an alles gedacht hat, woran du selbst gedacht hättest oder worauf sein Date anscheinend Wert gelegt hätte.
Es gibt meiner Meinung nach gewisse Erwartungen, die viele Menschen haben, wenn sie bei jemandem zu Besuch sind – egal ob Freunde, Bekannte, Familie oder ein Date. Zumindest kenne ich es aus meinem Umfeld so, dass es dazugehört, einem Gast etwas anzubieten und die Wohnung einigermaßen ordentlich und vorzeigbar zu halten.
Das heißt natürlich nicht, dass man automatisch weiß, worauf jeder Gast Wert legt. Gerade wenn man wenig Erfahrung mit solchen Situationen hat, kann man Dinge übersehen. Das ist meiner Meinung nach aber nichts, was man nicht lernen könnte.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Hast du nicht, finde ich. Das ist schon etwas überempfindlich, wenn sie dich nur deshalb abgewiesen hat.
Ich sehe es wie Andrea.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Welches nächste Mal? Das ist Ewigkeiten her und es gab kein nächstes Mal. Oft hat man nur eine Chance und die muss man perfekt nutzen oder das war's. Das Leben ist grausam.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Ich glaube eher, dass dein Date aus anderen Gründen nicht richtig warm mit dir wurde. Die Gründe, weshalb es nicht mehr wurde, kann und sollte man persönlich aufarbeiten und dabei auch das Gelungene bilanzieren, z.b. dass man ein Date hatte und wie es dazu kam.
"Fehlende Snacks" sind niemals ein Grund für ein Scheitern einer Romanze, bzw. Beziehung..
Davon sollte man sich nicht zu sehr verwirren lassen, finde ich.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 27.09.2026, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Subreferenz entfernt.
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Wusel
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Ich verstehe das als einen leicht zynischen Kommentar, alleine auf deine etwas wenig empathische Einordnung zu Seb seinem Date-Verlauf bezogen.
Daraus folgt nicht, das er das unbedingt selbst so sehen muss.
Zum Thema Snacks allgemein: Ganz ehrlich..
Ich kann vieles anbieten. Hätte ich ein Date.. "möchtest du ein Kaffee?" "Ach, Du magst ja kein Kaffee?" Hab auch verschiedene Sorten Tee. "Du hast Hunger? Wollen.. wir was zusammen kochen?"
Aber bei Snacks, worunter ich hochverarbeitete Knabberein in bunten Verpackungen verstehe, bin ich auch raus. Die sind nicht Teil meines alltäglichen Lebens und meine Ernährung ist ohnehin nicht die allerbeste. Das fehlt noch.
Als AB finde ich, sollte man bzgl. Snacks anbieten.. ja oder nein, nicht die große Grübel -Mühle wieder anwerfen.
Wann das Date scheitert... Dann nicht an Snacks.
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sascha94
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Zynisch war das ganz sicher nicht gemeint. Ich habe nur meine Meinung dazu gesagt. Im Gegenteil: Seb-X geht für mein Empfinden viel zu hart mit sich selbst ins Gericht. Ein Fehler ist für mich noch kein Weltuntergang, sondern einfach etwas, das man beim nächsten Mal anders machen kann.Wusel hat geschrieben: ↑27.09.2026, 18:05 Ich verstehe das als einen leicht zynischen Kommentar, alleine auf deine etwas wenig empathische Einordnung zu Seb seinem Date-Verlauf bezogen.
Daraus folgt nicht, das er das unbedingt selbst so sehen muss.
Zum Thema Snacks allgemein: Ganz ehrlich..
Ich kann vieles anbieten. Hätte ich ein Date.. "möchtest du ein Kaffee?" "Ach, Du magst ja kein Kaffee?" Hab auch verschiedene Sorten Tee. "Du hast Hunger? Wollen.. wir was zusammen kochen?"
Aber bei Snacks, worunter ich hochverarbeitete Knabberein in bunten Verpackungen verstehe, bin ich auch raus. Die sind nicht Teil meines alltäglichen Lebens und meine Ernährung ist ohnehin nicht die allerbeste. Das fehlt noch.
Als AB finde ich, sollte man bzgl. Snacks anbieten.. ja oder nein, nicht die große Grübel -Mühle wieder anwerfen.
Wann das Date scheitert... Dann nicht an Snacks.
Ich würde beispielsweise ein erstes Date auch nicht bei mir zu Hause machen, sondern einen neutralen Ort bevorzugen. Dann stellt sich die Frage nach der perfekten Vorbereitung der eigenen Wohnung erst gar nicht. Bei einem späteren Date, wenn eine Übernachtung absehbar ist, würde ich mir dagegen schon mehr Gedanken darüber machen.
Bei der ersten Übernachtung meiner jetzigen Partnerin hatte ich beispielsweise ziemlich viel vorbereitet, weil ich einfach einen möglichst guten Eindruck hinterlassen wollte. Wie ein Mini Hotel aber das hat auch viel damit zu tun wie ich aufgewachsen bin Andere würden das vielleicht als übertrieben oder als Verstellen empfinden. Für mich hat es sich damals einfach richtig angefühlt – und es muss ja nicht der einzige Weg sein.
Zuletzt geändert von sascha94 am 27.09.2026, 18:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die eigene Heim öffnen: Wie leicht fällt es euch, andere nach Hause einzuladen?
Spontanen Besuch hätte ich nicht so gerne, ansonsten kann sich gerne mal jemand in meine Wohnung verirren für einen gemeinsamen Filmabend. Bisher waren nur meine Eltern und mein Bruder letztes Jahr mal zu Besuch.
So schlimm wie in den folgenden Shorts ist es zum Glück nicht bei mir, bis auf die Glühlampen.
https://www.youtube.com/shorts/TNYUua890-A
https://www.youtube.com/shorts/UYPA7mru0OY
So schlimm wie in den folgenden Shorts ist es zum Glück nicht bei mir, bis auf die Glühlampen.
https://www.youtube.com/shorts/TNYUua890-A
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"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."