Kennt Ihr das auch, dass so viel auf Euch einströmt, dass Euch das alles zuviel wird?
Bei mir ist es so, dass ich mir immer jede Menge Sachen vornehme, dann aber von den ganzen daraus resultierenden Aufgaben total erschlagen werde worauf ich meistens mit Prokrastination reagiere, was das Ganze natürlich immer schlimmer macht. Gerade sitze ich um einen Haufen kleiner Zettelchen mit jeder Menge Aufgaben drauf. Komischerweise habe ich auf der Arbeit mit sowas weniger Probleme, benutze dort aber auch Computerprogramme, die mir die Übersicht erleichtern. Privat habe ich nur ein Email-Programm bei dem ich mir Aufgaben eintragen kann, was aber nicht so wirklich hilft.
Dazu kommt, dass ich wenn ich extrem frustriert bin (was öfter mal vorkommt) einen großen Kaufdrang habe und mir dann teilweise Sachen hole, die ich gar nicht wirklich brauche. Z.B. habe ich mir früher sehr viele DVDs geholt, von denen ich zwar schon etliche zum Verkauf aussortiert habe, mich aber bisher nicht dazu überwinden konnte die einzustellen, weil es soviel Zeit kostet (Fotos machen & bearbeiten, Text ausdenken, Preis recherchieren, ...) und kaum was einbringt. Mittlerweile habe ich seit einiger Zeit ein DVD-Abonnement, wodurch sich zumindest keine Neuen mehr anhäufen.
In eines meiner Hobbies - und das hört sich jetzt sicher ziemlich schräg an - bin ich auch nur so rein gerutscht, habe aber schon soviel rein investiert, dass ich es nicht einfach aufgeben kann. Dieses Hobby ist sehr zeit intensiv und für einen Großteil oben genannter Aufgaben verantwortlich und auch noch für neue Aufgaben gefährdet. Es ist ein Hobby, dass mir mittlerweile mit den richtigen Werkzeugen (= Investitionen) zum größten Teil richtig Spaß macht und schon viele Erfolgsmomente, andererseits aber auch viel Frustpotential bietet. Paradoxerweise führt der Erfolg über den Frust dann aber zu noch schöneren Erfolgsmomenten. Das ist fast so wie sich beim Laufen trotz Seitenstechen über die Linie zu retten und dann extrem stolz über den Sieg über den eigenen Körper ist.
Das blöde ist, dass ich in der Theorie weiß wie ich das Problem löse, mir aber dann in der Praxis aber die Energie fehlt, weil mir das alles wie oben geschrieben dann zuviel ist. Ich bin auch öfter mal nach der Arbeit einfach zu ausgelaugt um noch was geistig anspruchsvolleres zu machen.
Also irgendwie bräuchte ich irgendwas, was mir Energie gibt oder jemanden der mich dann anpeitscht und die Batterie auflädt.
Wie soll ich so die Energie für eine Beziehung aufbringen?