Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

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Egil
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Egil »

Menelaos hat geschrieben: 10 Dez 2021 08:19 Und wer über 100 Frauen anspricht, der macht in meinen Augen den Fehler es relativ wahllos mit Wildfremden zu probieren. Das könnte vermutlich funktionieren, für jemanden der entweder richtig gut aussieht, oder ordentlich Charisma besitzt. Wer beides nicht hat, muss in meinen Augen den Umweg über den persönlichen Kontakt, und gegenseitige Sympathie gehen. (und das verbaut man sich womöglich schon im Voraus, indem man jede auch nur halbwegs attraktive Frau gleich auf ein Date fragt)
Dabei kommt es aber auf die betrachteten Zeiträume an. Wäre bei einem Zeitraum der Größenordnung 10 Jahre (was ja für viele hier durchaus üblich ist; es ist ja keiner hier "buhuhu, ich bin jetzt schon 2 Monate Single") gerade mal round about 1 Frau pro Monat.
NBUC hat geschrieben: 10 Dez 2021 16:59
Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Für uns hier relevant ist besonders:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Offenheit_(Psychologie)
Immer noch ein heilloses zusammengestoppeltes Sammelsurium, aber wenigstens eine diskutierbare Grundlage:
Menschen mit viel Offenheit werden charakterisiert durch Adjektive (lexikalischer Ansatz) wie

1) einfallsreich, originell, erfinderisch, phantasievoll
2) intellektuell neugierig, offen für neue Ideen
3) interessiert an Ästhetischem wie Kunst, Musik und Poesie
4) mit Vorliebe für Abwechslung (statt Routine), Neigung zu neuen Aktivitäten, neuen Reisezielen, neuem Essen usw.
5) aufmerksam für eigene und fremde Emotionen
1) Das sehe ich faktisch unabhängig vom ABtum. Der stille Bastler/Künstler kann all das sein ohne dass dies je jemand mitbekommt.
Dazu kommt, wer legt fest, was denn nun originell etc. ist. Im Rahmen dieser Einstufung reden wir hier dann über externe Zuschreibungen nach dem sozialen Standard der jeweiligen Zielgruppe (die dann potentielle Partner enthalten kann oder auch nicht) und damit lokalen Status.

2) Wie 1.

3) wie 1. Wobei da noch zu sagen wäre, dass wohl jeder irgendwo einen eigenen Geschmack hat und das dann komplett auf die soziale Wertungsseite geschoben ist.

4) Hier kommen wir zumindest auf einer Teilebene zu einem tatsächlichen Bezug. Die Ausübung von aushäusiger Abwechslung erhöht letztlich die Chance darauf neue Leute kennen zu lernen. Je nach Art dieser Abwechslung KANN das auch potentielle Partner inkludieren, aber eben auch nur dann, wenn die Art der Abwechslung einen dann in entsprechende Gefilde führt. Ein Zirkel jeweils MABs oder auch Abinen, die ihre jeweils geschlechtsreinen Hobbies austauschen vervielfachen ihre erlebte Abwechslung ohne je einen potentiellen Partenr zu sehen.
Der vollständige Hinweis muss also Abwechslung hin zu einem partnerhaltigen Umfeld - und da sind bezgl. dem dafür hilfreichen Austausch wieder die "Tippsaboteure" vor.
Wenn diese "Abwechslung" auch direktes Ansprechen von Kandidaten bedeuten soll, sind wir bei Leuten, die diesen Tipp zur Poolerweiterung brauchen würden, nebenbei auch direkt wieder bei der Kaltansprache.

5) Das ist selbst wieder Nebelwerferei. Wo soll dass mit der Partnerfindung dann verbunden sein?
So kann man nur raten - ich versuch es einmal:
Aufmerksam für eigene Emotionen mag hilfreich sein im Bezug auf passende Auswahl bei Beziehungsanbahnungen. Man denke dabei an diverse Leute, welche da per verkorksten Bauchgefühl immer wieder mit denselben falschen Kandidaten scheitern. MIT nicht bereist AN.
Die fremden Emotionen lesen zu können wäre tatsächlich hilfreich, aber das ist keine Frage der Aufmerksamkeit, sondern des Können, welches in dem Bereich denke ich zu einem erheblichen Teil dem Erfahrungsrückstand insbesondere aus den allgemein üblichen Übungsjahren geschuldet ist, bei manchen ggf auch grundlegenden Beeinträchtigungen z.B. in Richtung Autismus.
Wie gesagt: das hat halt nichts mit Offenheit=Bereitschaft sondern mit Fertigkeit=Können zu tun.
Sehe ich ähnlich. Wichtiger für das Kennenlernen potentieller Partner ist m.E. von den "Big Five" eher die Extraversion. Schließlich kann man auch als völlig verbohrter Fanatiker (als Gegenteil von Offenheit) durchaus erfolgreich Partner kennen lernen, wenn die eigene Blase, die diese verbohrten, fanatischen Ansichten teilt, groß genug ist & eine hinreichende Anzahl Mitglieder des begehrten Geschlechts aufweist. (Und für das Zusammenbleiben nach erfolgreicher Paarbildung dann der Faktor "Verträglichkeit".)
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Reinhard »

Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Ich habe den an Gewissheit grenzenden Verdacht, dass du (und eventuell noch andere) erst mal offen dafür sein müssten, Offenheit als Idee und Konzept für sich interessant zu finden und zuzulassen.

Hältst du es für eine tolle Überzeugungsstrategie, jemandem erstmal die Offenheit abzusprechen damit er sich dann hinterher genau damit beschäftigt? :gruebel:


Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Denn dann würdest du m: E. direkt erkennen, wie daneben deine Gedanken im Kontext hier sind.

Ach ja?

Der Kontext ist: Ich stelle das in Frage, ob Offenheit, bzw. deren Fehlen wirklich so häufig im Beziehungsanbahnungsbereich das Problem ist wie es gerne mal als Diagnose einfach so behauptet wird. Und das soll "daneben" sein? :gruebel:


Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 In einem hast du Recht: durchs Vornehmen ändert sich nichts (außer man sich selbst). Das hat allerdings auch niemand behauptet.
Man muss es dann tun.

Sorry: ich könnte jetzt deinen surrelaen Ideen etwas realistischere Gedanken gegenüber stellen und dann sowas wie eine Debatte darüber führen. Frage mich aber, was das nutzen sollte: egal was jemand hier schreibt - solange du dich in einer so surrelaen Gedankenwelt bewegst, wirst du mit geschriebenen Worten allein m. E. da nicht herauskommen. Du müsstest erleben und erfahren, was da real ist. Und solange du dafür nicht offen bist (sic), wäre dafür m. e. eine gewisse reale Live-Aufdringlichkeit und/oder Zufall von Nöten.

Ich kennen im echten Leben jedenfalls niemanden, der die Idee persönlicher Offenheit als Voraussetzung für reale Veränderung, insbesondere im Sozialen, in Frage stellen oder ablehnend diskutieren würde. Aus persönlicher Erfahrung wissen die Leut,dass es zweifelsfrei richtig ist.

Für Veränderung allgemein ist es wohl hilfreich, für Erfolg im Partnerschaftskontext wohl eher nicht so ...

Nimmst du an, dass es an generell einem Mangel an Offenheit liegt, wenn Menschen wenig Beziehung aufbauen und halten können? Hältst du das für ein häufiges Merkmal von ABs?


Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Eventuell - sofern du neigierig genug bist - kannst du dies als Startpunkt für deine neien Erfarungen nehmen:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Offenheit

Für uns hier relevant ist besonders:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Offenheit_(Psychologie)
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Versingled »

Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Nimmst du an, dass es an generell einem Mangel an Offenheit liegt, wenn Menschen wenig Beziehung aufbauen und halten können? Hältst du das für ein häufiges Merkmal von ABs?
Ob das jetzt häufig ist oder gar ein Alleinstellungsmerkmal ... ich bin insofern nicht "offen", weil ich die mich umgebenden Menschen noch nie als "willkommend" erlebt habe. Das liegt wahsrscheinlich begründet in meiner Kindheit. Da war niemand, der mich in diesem Leben begrüßt hat. Das geht mir heute noch nach ...
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Kleiner Mann »

Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Der Kontext ist: Ich stelle das in Frage, ob Offenheit, bzw. deren Fehlen wirklich so häufig im Beziehungsanbahnungsbereich das Problem ist wie es gerne mal als Diagnose einfach so behauptet wird. Und das soll "daneben" sein?
Finde ich sehr naheliegend. Mangelnde Offenheit -> weniger menschliche Kontakte -> weniger Möglichkeiten potentielle Partner kennenzulernen.
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Nimmst du an, dass es an generell einem Mangel an Offenheit liegt, wenn Menschen wenig Beziehung aufbauen und halten können? Hältst du das für ein häufiges Merkmal von ABs?
Ich bin zwar nicht gefragt worden, aber ich würde glauben, dass das schon ein häufiges Merkmal ist, denn immerhin berichten nicht gerade wenige Menschen auch davon wenige soziale Kontakte zu haben.
Es sind letztlich menschliche Beziehungen bei denen man sich bis zu einem gewissen Grad fallen lassen muss, um so Vertrauen aufbauen zu können. Wenn man offen ist, dann ist das natürlich viel einfacher. Man fühlt sich ja vor allem zu den Menschen hingezogen, wo man sich auch wohl fühlt, und Ähnlichkeit bzw. Identifikation mit den Gedanken von Mitmenschen verstärken das.
Ein Mensch der nichts von sich preis gibt wird es somit wahrscheinlich schwerer haben Gleichgesinnte zu finden, weil niemand weiß wie er tickt.
NBUC hat geschrieben: 10 Dez 2021 16:59 Der Knackpunkt ist doch,. dass mit der Schuld ein Vorsatz zu verbinden ist und damit ein "nicht wollen" und kein wo auch immer liegendes "nicht können". Aber mit dieser Verlagerung auf das nicht Wollen entlässt sich der so letztlich nur angreifende "Tippgeber" jeglicher Bürde von sachlichen Beiträgen und kann frei Attacken auf den eigentlich zu Helfenden fahren. Auf einen am Boden liegenden Eintreten in feinster rhetorischer Ausführung.
Ich sehe ja meist eher ein "nicht wollen". Das bezieht sich übrigens auch darauf Ansichten von anderen so wie sie gemeint sind verstehen zu wollen und sie nicht mutwillig derartig zu verändern, dass der Kerngedanke darin gar nicht mehr zu erkennen ist.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

NBUC hat geschrieben: 10 Dez 2021 16:59
Finnlandfreundin hat geschrieben: 09 Dez 2021 19:06 A) Solange man die Schuld bei Anderen sucht, wird sich nichts ändern. Man muss bei sich selbst ansetzen und schauen, warum es nicht funktioniert.
Zu der Erkenntnis bin ich aber auch erst durch meine Beziehung gekommen. Erst dadurch habe ich gemerkt, dass ich an meine Grenzen stoße.

B) Wenn ich mich nicht ändere und an meinen Schwächen arbeite, werden sich die gleichen Probleme wiederholen.
Die ganze Schuldseite ist an der Stelle meines Erachtens fehlplaziert und solange keiner nachweislich aktiv sabotiert kontraproduktiv.
Wobei "nicht Schuld" ja nicht bedeutet "nicht ursächlich" und damit B) in keinster Weise tangiert.

Der Knackpunkt ist doch,. dass mit der Schuld ein Vorsatz zu verbinden ist und damit ein "nicht wollen" und kein wo auch immer liegendes "nicht können". Aber mit dieser Verlagerung auf das nicht Wollen entlässt sich der so letztlich nur angreifende "Tippgeber" jeglicher Bürde von sachlichen Beiträgen und kann frei Attacken auf den eigentlich zu Helfenden fahren. Auf einen am Boden liegenden Eintreten in feinster rhetorischer Ausführung.

Die andere Seite der Medaille ist natürlich auch, dass die Welt sich nicht ändern wird und jeder selbst schauen muss, wie er oder sie die jeweiligen Defizite/Problemzonen angeht um sich da zu bessern. Aber solange über Schuld geredet wird, rücken konkrete Maßnahmen eben in den Hintergrund.
Es geht nicht darum zu sagen "Ich bin schuld." Das bringt mich nicht weiter. Ich muss mich aber fragen "Warum bekomme ich es nicht hin, dass ich eine Beziehung eingehen kann?" "Was kann ich anders machen?" "Kann ich das überhaupt alleine?" "Wer kann mich unterstützen?" "Muss ich vielleicht erst etwas anderes ändern?" ... "Wie wirke ich auf Andere?"
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Kleiner Mann »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:57
NBUC hat geschrieben: 10 Dez 2021 16:59
Finnlandfreundin hat geschrieben: 09 Dez 2021 19:06 A) Solange man die Schuld bei Anderen sucht, wird sich nichts ändern. Man muss bei sich selbst ansetzen und schauen, warum es nicht funktioniert.
Zu der Erkenntnis bin ich aber auch erst durch meine Beziehung gekommen. Erst dadurch habe ich gemerkt, dass ich an meine Grenzen stoße.

B) Wenn ich mich nicht ändere und an meinen Schwächen arbeite, werden sich die gleichen Probleme wiederholen.
Die ganze Schuldseite ist an der Stelle meines Erachtens fehlplaziert und solange keiner nachweislich aktiv sabotiert kontraproduktiv.
Wobei "nicht Schuld" ja nicht bedeutet "nicht ursächlich" und damit B) in keinster Weise tangiert.

Der Knackpunkt ist doch,. dass mit der Schuld ein Vorsatz zu verbinden ist und damit ein "nicht wollen" und kein wo auch immer liegendes "nicht können". Aber mit dieser Verlagerung auf das nicht Wollen entlässt sich der so letztlich nur angreifende "Tippgeber" jeglicher Bürde von sachlichen Beiträgen und kann frei Attacken auf den eigentlich zu Helfenden fahren. Auf einen am Boden liegenden Eintreten in feinster rhetorischer Ausführung.

Die andere Seite der Medaille ist natürlich auch, dass die Welt sich nicht ändern wird und jeder selbst schauen muss, wie er oder sie die jeweiligen Defizite/Problemzonen angeht um sich da zu bessern. Aber solange über Schuld geredet wird, rücken konkrete Maßnahmen eben in den Hintergrund.
Es geht nicht darum zu sagen "Ich bin schuld." Das bringt mich nicht weiter. Ich muss mich aber fragen "Warum bekomme ich es nicht hin, dass ich eine Beziehung eingehen kann?" "Was kann ich anders machen?" "Kann ich das überhaupt alleine?" "Wer kann mich unterstützen?" "Muss ich vielleicht erst etwas anderes ändern?" ... "Wie wirke ich auf Andere?"
Definitiv wichtige Fragen, die man sich selbst stellen sollte.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Kleiner Mann hat geschrieben: 10 Dez 2021 23:09
Finnlandfreundin hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:57 Es geht nicht darum zu sagen "Ich bin schuld." Das bringt mich nicht weiter. Ich muss mich aber fragen "Warum bekomme ich es nicht hin, dass ich eine Beziehung eingehen kann?" "Was kann ich anders machen?" "Kann ich das überhaupt alleine?" "Wer kann mich unterstützen?" "Muss ich vielleicht erst etwas anderes ändern?" ... "Wie wirke ich auf Andere?"
Definitiv wichtige Fragen, die man sich selbst stellen sollte.
Ich fing irgendwann an, mein Scheitern zu hinterfragen. Zu einer Antwort kommt man natürlich nicht immer, aber man kommt zu neuen Denkanstößen.
Besonders das "Wie wirke ich auf Andere?" ist wichtig sowie die Frage "Ist meine Wahrnehmung realistisch?". Mir war bspw nie klar, dass ich uninteressiert wirke. Mein Ex öffnete mir in der Kennenlernphase erst die Augen, denn er sprach es an. Ich war nicht uninteressiert an ihm, aber anscheinend kam es bei ihm so an. Möglich also, dass es zuvor nicht anders war. Ich fragte mich dann, "wieso wirke ich uninteressiert?" Ich fand keine Antwort. Also fragte ich meinen Ex beim nächsten Treffen, da es mich nicht loslies. Er meinte, dass ich zwar immer von mir erzählte, aber ihn nichts Persönliches gefragt habe.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46
Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Ich habe den an Gewissheit grenzenden Verdacht, dass du (und eventuell noch andere) erst mal offen dafür sein müssten, Offenheit als Idee und Konzept für sich interessant zu finden und zuzulassen.
Hältst du es für eine tolle Überzeugungsstrategie, jemandem erstmal die Offenheit abzusprechen damit er sich dann hinterher genau damit beschäftigt? :gruebel:
Nein.
Wie kommst du drauf?
Anders gesagt: Ich sehe, das man (du) meine Aussage in dieser abseitigen (= reichlich sinnlosen) Art und Weise lesen kann. Ich frage mich, warum du sie nicht einfach so liest, wie sie da steht; bzw. mit weniger von dir vermuteten Absichten, die ich angeblich damit verfolge?

Beispiel: Ich könnte jetzt auch hier die Vermutung fabulieren, dass du mich mit dieser rhetorischen Frage als zu dumm darstellen willst, weil ich sowas als "tolle Überzeugungsstrategie" verfolgen könnte.
Tatsächlich vermute ich aber nur, dass du den Punkt bzw. die eigentliche Aussage ganz einfach nicht erkennst. Und das wiederum lässt angesichts deines ansonsten eher geschliffenenen Verstands auch einige Mutmaßungen zu (unter anderem wäre eine Option, dass ich es halt nicht für dich verständlich ausgedrückt habe). Aber das sind eben Mutmaßungen praktisch zweiten Ranges und wären hier im Kontext weiteres reines Fabulieren, das zu absolut gar nichts führen kann außer leeren Worten, die dann praktisch darum betteln, mit irgendwelchen Emotionen gefüllt zu werden, und schon schlagen die Wogen wieder hoch - wegen absolut gar nichts.

Du has ne Frage gestellt. Ich hab sie in der ersten Zeile beantwortet.
Weitere Fragen?
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46
Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Denn dann würdest du m: E. direkt erkennen, wie daneben deine Gedanken im Kontext hier sind.
Ach ja?
Ja.
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Der Kontext ist: Ich stelle das in Frage, ob Offenheit, bzw. deren Fehlen wirklich so häufig im Beziehungsanbahnungsbereich das Problem ist wie es gerne mal als Diagnose einfach so behauptet wird. Und das soll "daneben" sein? :gruebel:
Das ist nicht der Kontext,den ich hier entdecken kann.
Angesehen davon kann ich deiner Analyse (das ist es m. E. eher; nicht: "Kontext"; insbesondere habe ich mich mit "Kontext" nicht auf "Reinhards Fragestellung" bezogen; sondern auf den Kontext, innerhalb dessen die Frage selbst steht; logischerweise, finde ich ... ) nicht folgen. Du legst gewisse Quantifizierungen und Relationen zugrunde ("so häufig", "wie behauptet"), die m. E. erst mal der sachlicheren Klärung bedürfen, bevor sie mehr als nur eine beliebige Meinungsäußerung sind. Bis dahin ist dein Infragestellen theoretisch natürlich möglich, aber praktisch nicht diskutierbar und schon gar nicht beantwortbar. Was wiederum heißt, dass auch das genaue Gegenteil richtig sein könnte: dass fehlende Offenheit noch viel öfter als hier erwähnt "das Problem" ist; sowie alle möglichen Zustände dazwischen.
Angesichts dieser offenkundig sachlichen Beliebigkeit, in die deine Frage führt, finde ich, dass dich eher die Frage interessieren sollte, welche Emotionen dich zu ausgerechnet dieser Fragestellung verleitet haben.
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46
Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 In einem hast du Recht: durchs Vornehmen ändert sich nichts (außer man sich selbst). Das hat allerdings auch niemand behauptet.
Man muss es dann tun.

Sorry: ich könnte jetzt deinen surrelaen Ideen etwas realistischere Gedanken gegenüber stellen und dann sowas wie eine Debatte darüber führen. Frage mich aber, was das nutzen sollte: egal was jemand hier schreibt - solange du dich in einer so surrelaen Gedankenwelt bewegst, wirst du mit geschriebenen Worten allein m. E. da nicht herauskommen. Du müsstest erleben und erfahren, was da real ist. Und solange du dafür nicht offen bist (sic), wäre dafür m. e. eine gewisse reale Live-Aufdringlichkeit und/oder Zufall von Nöten.

Ich kennen im echten Leben jedenfalls niemanden, der die Idee persönlicher Offenheit als Voraussetzung für reale Veränderung, insbesondere im Sozialen, in Frage stellen oder ablehnend diskutieren würde. Aus persönlicher Erfahrung wissen die Leut,dass es zweifelsfrei richtig ist.
Für Veränderung allgemein ist es wohl hilfreich, für Erfolg im Partnerschaftskontext wohl eher nicht so ...
Wie kommst du drauf, dass diese Art Veränderung sich so kategorisch von "Veränderung allgemein" (du meinst vermutlich: "allgemein Veränderungen"?) unterscheidet?
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Nimmst du an, dass es an generell einem Mangel an Offenheit liegt, wenn Menschen wenig Beziehung aufbauen und halten können? Hältst du das für ein häufiges Merkmal von ABs?
Frage 1: Nein. Schon allein wg. deiner Formulierung "generell". So eine Aussage könnte nur falsch sein, von daher beantwortest du dir die Frage quasi selbst.
Frage 2: Ich habe darüber keine Statistik und dazu auch kein Gefühl. Manche hier sind hinsichtlich Beziehungsanbahnung erkennbar nicht offen; wobei das eben auch jeweils von ihren Lebenskontexten abhängt.
Generell allerdings - und das ist m.E. die einzge Aussage, die hier bisher getätigt wurde,und lustigerweise anscheinend debattiert werden muss (was wiederum der Aussage selbst mehr Bedeutung verleiht, als sie anfänglich hatte) - steht außer Frage, dass - ausgehend von einer AB-Situation (Kontext!) - mehr Offenheit für und in Begegnung mit anderen Menschen förderlich für jeglichen Beziehungsaufbau ist. Wobei "mehr" nicht zwingend nur rein quantitativ zu verstehen ist.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: 10 Dez 2021 16:59
Hoppala hat geschrieben: 09 Dez 2021 23:38 Für uns hier relevant ist besonders:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Offenheit_(Psychologie)
Immer noch ein heilloses zusammengestoppeltes Sammelsurium, aber wenigstens eine diskutierbare Grundlage:
Menschen mit viel Offenheit werden charakterisiert durch Adjektive (lexikalischer Ansatz) wie

1) einfallsreich, originell, erfinderisch, phantasievoll
2) intellektuell neugierig, offen für neue Ideen
3) interessiert an Ästhetischem wie Kunst, Musik und Poesie
4) mit Vorliebe für Abwechslung (statt Routine), Neigung zu neuen Aktivitäten, neuen Reisezielen, neuem Essen usw.
5) aufmerksam für eigene und fremde Emotionen
(...)
5) Das ist selbst wieder Nebelwerferei. Wo soll dass mit der Partnerfindung dann verbunden sein?
Dieser "Nebel" ist dein ganz persönlicher blinder Fleck.
Frage dazu eventuell mal Menschen, die in deiner Wahrnehmung "sozial-emotional" erfolgreich sind: ob " aufmerksam für eigene und fremde Emotionen" für sie ein wesentlicher Faktor ist. (hier im Forum wirst du eh keiner Darlegung dazu Glauben schenken - zumal die schlichte Aussage lautet: "Ja natürlich ist das so - wie kann man das in Frage stellen und dabei realistisch bleiben?"). Oder lese Fachliteratur dazu.


Hier nicht relevant, aber mir dennoch eine Bemerkung wert: was du als "heilloses Durcheinander" bezeichnest, ist eine offenkundig angesichts der Weite des Themas grobe und keineswegs vollständige oder gar in sich definitorische Eckpunkt-Beschreibung. Dass du darin ein heilloses Durcheinander siehst, könnte damit erklärt werden, dass du solche weiten menschlichen Themen dringend "kategorisieren" musst (das zeigt auch, dass du beginnst, diese 5 Punkte einzeln zu debattieren, obwohl sie als Einzelaspekte ohne Bewandnis sind; dein "Zerlegen" nimmt der Beschreibung ihre Aussage, die du dann anschließend vermisst ...).
Deiner eigentlich wesentlichen "as is"-Wahrnehmung gehst du so konsequent aus dem Weg; bzw. wenn, wird sie umgehend kanalisiert ...
Wenn ich so überlege, wann und wie du im Forum "as is"-Wahrnehmungen zur Grundlage legst, fallen mir vorrangig deine "ich werde beschuldigt"-Abwehren ein ... (die oft genug für den, der die "Schuld" angeblich zuteilt, vllig aus heiterem Himmel kommen ...).Da funktioniert das plötzlich ()wobei du quasi als "Rechtfertigung" vor dir selbst auch immer wieder pseudologische Analysen anstellst).
Warum fühlst du dich so oft so schnell "zu Unrecht beschuldigt"? Keiner (hier) will dir was. Wer gefährdet deine gefühlte Lebenssicherheit realiter?
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 11:30
Dieser "Nebel" ist dein ganz persönlicher blinder Fleck.
Bei mir wie bei Reinhard nichts als hinter rhetorischen Winkelzügen versteckte Inhaltslosigkeit deinerseits. Kein einziges Wort zu den Punkten selbst, sondern nur Ablenkung.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Bubsi »

Menelaos hat geschrieben: 10 Dez 2021 07:55
Bubsi hat geschrieben: 09 Dez 2021 18:48 Es gibt einfach zu viel was man falsch machen kann und meine Ängste blockieren mich.
Ich wüsste jetzt nicht, was man groß "falsch" machen kann. Wenn der andere Mensch dich mag, und du ihm gefällst, dann wird wohl so gut wie gar nichts was du tust in seinen Augen falsch sein, sondern höchstens eine liebenswerte Schrulligkeit.
Dann müsste ja irgendwann ein Mensch kommen, dem ich gefalle. Dies ist aber noch nie passiert. Und ich habe schon relativ viele Frauen getroffen.

So einfach ist das nicht. Solche Aussagen wie: "Man ist gut so wie man ist" sind nur Ausreden um sich selber nicht weiter zu entwickeln.

Wenn man sich die Eigenschaften und das Verhalten welches anziehend ist nicht aneignet (und das hat nichts mit Verstellen zu tun) dann kann man solange wie man will auf den Richtigen/die Richtige warten. Da wird absolut nichts passieren.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: 11 Dez 2021 11:44
Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 11:30
Dieser "Nebel" ist dein ganz persönlicher blinder Fleck.
Bei mir wie bei Reinhard nichts als hinter rhetorischen Winkelzügen versteckte Inhaltslosigkeit deinerseits. Kein einziges Wort zu den Punkten selbst, sondern nur Ablenkung.
Und damit sind wir an dem Punkt, an dem ich feststelle: du willst nicht.
Ob dir das bewusst ist oder nicht. Ich tendiere zu "eher nicht bewusst, aber es dämmert ihm durchaus und das dürfte ihm zutiefst unangenehm sein".
Mit schöner Regelmäßigkeit verwirfst (und dies wiederum wohl sehr bewusst, muss ich annehmen) du jeglichen Hinweis, der über deine geschlossene (und leider beziehungsarme) Ideen- und Gefühlswelt hinaus weist. Mehr noch: du wertest diese Bereiche immer auch zugleich ab.
Und ich an deiner Stelle würde mir jetzt sorgfältig Gedanken mache, was und warum ich da eigentlich so konsequent abwerte. Und was das eventuell mit dem zu tun hat, was mir immer wieder durch die Finger gleitet.


Ich habe im übrigen doch wohl klar gemacht, dass deine "Punkt-Diskussion" ins Abseits führen muss. Logischerweise verfolge ich sie daher nicht. Dein Angriff geht also auch ins Leere. Was ist hier eigentlich die Ablenkung von was? ;-)
Ich habe die Links auch ausdrücklich als möglichen Ausgangspüunkt für weitere Informationsbemühungen eingestellt - nicht als inhaltsschwere Grundlage für aussschweifende mutmaßende Exegese. Schon dieser Ansatz von dir ist - wie bereits gesagt - auffälliig merkwürdig.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 14:14 Und damit sind wir an dem Punkt, an dem ich feststelle: du willst nicht.
Ob dir das bewusst ist oder nicht. Ich tendiere zu "eher nicht bewusst, aber es dämmert ihm durchaus und das dürfte ihm zutiefst unangenehm sein".
Mit schöner Regelmäßigkeit verwirfst (und dies wiederum wohl sehr bewusst, muss ich annehmen) du jeglichen Hinweis, der über deine geschlossene (und leider beziehungsarme) Ideen- und Gefühlswelt hinaus weist. Mehr noch: du wertest diese Bereiche immer auch zugleich ab.
Und ich an deiner Stelle würde mir jetzt sorgfältig Gedanken mache, was und warum ich da eigentlich so konsequent abwerte. Und was das eventuell mit dem zu tun hat, was mir immer wieder durch die Finger gleitet.


Ich habe im übrigen doch wohl klar gemacht, dass deine "Punkt-Diskussion" ins Abseits führen muss. Logischerweise verfolge ich sie daher nicht. Dein Angriff geht also auch ins Leere. Was ist hier eigentlich die Ablenkung von was? ;-)
Ich habe die Links auch ausdrücklich als möglichen Ausgangspüunkt für weitere Informationsbemühungen eingestellt - nicht als inhaltsschwere Grundlage für aussschweifende mutmaßende Exegese. Schon dieser Ansatz von dir ist - wie bereits gesagt - auffälliig merkwürdig.
Damit sind wir an dem Punkt: Du bist an einem konstruktiven und zielführenden Austausch hier nicht interessiert.
Wenn du nichts konstruktives und damit potentiell helfendes beitragen kannst, dann lass es. Statt dessen läuft das mal um mal auf pauschale Anwürfe des nicht wollens etc. hinaus.

Du hast offenbar gar kein Interesse hier zu helfen und post hier stattdessen als Orakel rum.

Selbst wenn das "blind sein" stimmen sollte, ist es eben reiner Dummfug die Wiederholung dieses Postulats immer nur zu wiederholen und gleichzeitig jegliche praktische Abhilfearbeit zu verweigern.

Der Verweis auf die Wikipedia-Definition wäre ja eine erste (und ungewohnt konkrete) Basis gewesen, aber auch da der dezente Abgang links wenn es dann um die Arbeit selbst geht...
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
Menelaos

Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

Bubsi hat geschrieben: 11 Dez 2021 13:49
Menelaos hat geschrieben: 10 Dez 2021 07:55
Bubsi hat geschrieben: 09 Dez 2021 18:48 Es gibt einfach zu viel was man falsch machen kann und meine Ängste blockieren mich.
Ich wüsste jetzt nicht, was man groß "falsch" machen kann. Wenn der andere Mensch dich mag, und du ihm gefällst, dann wird wohl so gut wie gar nichts was du tust in seinen Augen falsch sein, sondern höchstens eine liebenswerte Schrulligkeit.
Dann müsste ja irgendwann ein Mensch kommen, dem ich gefalle. Dies ist aber noch nie passiert. Und ich habe schon relativ viele Frauen getroffen.

So einfach ist das nicht. Solche Aussagen wie: "Man ist gut so wie man ist" sind nur Ausreden um sich selber nicht weiter zu entwickeln.

Wenn man sich die Eigenschaften und das Verhalten welches anziehend ist nicht aneignet (und das hat nichts mit Verstellen zu tun) dann kann man solange wie man will auf den Richtigen/die Richtige warten. Da wird absolut nichts passieren.
Da hast du Recht, man muss schon aktiv an sich arbeiten, sich quasi selbst verbessern. Aber das allein ist ja schon ein wesentliches Attraktivitätsmerkmal, egal welches Vorbild man sich nimmt. Und ja es stimmt, sowohl Passivität, als auch der Versuch jemand zu werden, der man im tiefsten Inneren weder sein will noch sein kann, ist sicher auch "falsch".

Ich hab das mit dem "falsch machen" wohl verkehrt gelesen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: 11 Dez 2021 14:26 Damit sind wir an dem Punkt: Du bist an einem konstruktiven und zielführenden Austausch hier nicht interessiert.
Deiner Meinung nach.
NBUC hat geschrieben: 11 Dez 2021 14:26 Wenn du nichts konstruktives und damit potentiell helfendes beitragen kannst, dann lass es.
Tu ich doch.
NBUC hat geschrieben: 11 Dez 2021 14:26 Statt dessen läuft das mal um mal auf pauschale Anwürfe des nicht wollens etc. hinaus.
Eindeutig und offensichtlich: falsch.
NBUC hat geschrieben: 11 Dez 2021 14:26 Selbst wenn das "blind sein" stimmen sollte, ist es eben reiner Dummfug die Wiederholung dieses Postulats immer nur zu wiederholen und gleichzeitig jegliche praktische Abhilfearbeit zu verweigern.
Die "Abhilfearbeit" musst du selbst tun. Den blinden Fleck kann dir niemand füllen außer du dir selbst. Mögliche Hilfestellungen wurden dir im Laufe der Jahre reichlich von mehreren Seiten - ich möchte sagen: erschöpfend - genannt. Du nutzt sie nicht - jedenfalls berichtest du davon nichts außer,dass dir das eine oder andere zu aufwändig/zu wenig erfolgversprechend erscheint (wobei sich wiederum immer wieder der EIndruck aufdrängt, dass du "Erfolg" da realitätsfern definierst) - und behauptest permanent, man nenne dir keine. Ab einem gewissen Punkt ist "will nicht" dann eine Vermutung, die sich aufdrängt.
Du unterschlägst übrigens, dass ich eher "Tendenz unbewusst" annehme, und insofern "Anwurf" eine Wertung unterstellt, die nicht gegeben ist.
Die Idee, jemand anders könne für dich zum Füllen deines Blinden Flecks in Vorleistung gehen, ist illusionär. Es sind deine Gedanken und Gefühle.
NBUC hat geschrieben: 11 Dez 2021 14:26 Der Verweis auf die Wikipedia-Definition wäre ja eine erste (und ungewohnt konkrete) Basis gewesen, aber auch da der dezente Abgang links wenn es dann um die Arbeit selbst geht...
Welche "Definition"? Da steht "charakterisiert durch Adjektive (lexikalischer Ansatz) wie"; ist also lediglich eine offene deskriptive Annäherung.
Der knappe Wikipedia-Stump kann doch offensichtlich - und von mir auch ausdrücklich so genannt - bestenfalls als Anregung für weitere Informationssuchen dienen. Er war außerdem als Antwort auf Reinhards Zweifel gedacht, dass (fehlende/zu wenig) Offenheit für ABs ein Thema ist, welches zu beachten hilfreich sein kann. Nicht als Versuch, dir irgendwas zu erklären/zu definieren.
Aber du willst mit deinen vorgefertigten Ideen an diesem Versatzstück herumorakeln. Diesen Irrweg geh ich nicht mit, WEIL ich lieber konstruktiv denke. Das nutzt du für thematische und persönliche Abwertungen. Na wenn's Freude macht.

Hätte ich Bedarf, würde ich lieber den Anregungen des Wikipedia-Textes folgen, und von da aus dann weiter suchen:
"Siehe auch

Neugier
Neophilie
Kreativität

Literatur

Robert R. McCrae (1996). Social consequences of experiential openness. Psychological Bulletin, 120, 323–337.
Robert R. McCrae (2007). Aesthetic chills as a universal marker of openness to experience. Motivation and Emotion, 31, 5–11.
Good luck!
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Reinhard »

(Irgendwie ist das jetzt off-topic und hat nichts mit "Versagen" zu tun.)
Kleiner Mann hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:50
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Der Kontext ist: Ich stelle das in Frage, ob Offenheit, bzw. deren Fehlen wirklich so häufig im Beziehungsanbahnungsbereich das Problem ist wie es gerne mal als Diagnose einfach so behauptet wird. Und das soll "daneben" sein?
Finde ich sehr naheliegend. Mangelnde Offenheit -> weniger menschliche Kontakte -> weniger Möglichkeiten potentielle Partner kennenzulernen.

Das ist nicht so eindeutig. Das geht davon aus dass die Offenheit für Neues auch zu neuen Kontakten führen muss. Aber wenn sich die Offenheit darauf richtet, regelmäßig neue Alleine-Hobbys auszuprobieren, dann wird sich das wenig auf die Kontaktzahl auswirken.


Kleiner Mann hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:50
Reinhard hat geschrieben: 10 Dez 2021 21:46 Nimmst du an, dass es an generell einem Mangel an Offenheit liegt, wenn Menschen wenig Beziehung aufbauen und halten können? Hältst du das für ein häufiges Merkmal von ABs?
Ich bin zwar nicht gefragt worden, aber ich würde glauben, dass das schon ein häufiges Merkmal ist, denn immerhin berichten nicht gerade wenige Menschen auch davon wenige soziale Kontakte zu haben.

Wenige soziale Kontakte zu haben ist erstmal ein Hinweis auf Introversion. :hierlang:

Wobei "Hinweis auf" untertrieben ist ... das ganze Extroversionsspektrum ist ja gerade vorhanden, um die soziale Eingebundenheit einer Person zu beschreiben.

Die Offenheit kommt erst dann ins Spiel, wenn man neue Kontakte haben könnte, aber sich aus irgendwelchen Gründen nicht darauf einlassen will. Beispielsweise der ehemalige Mitforist "Automobilist" hätte romantische Frauenkontakte nicht gewollt, wenn die Frau so neumodisch ist, Hosen zu tragen(!) ... das kann man dann als fehlende Offenheit ansehen.

Aber bei vielen ABs scheitert es an anderen Umständen, denke ich.


Kleiner Mann hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:50 Es sind letztlich menschliche Beziehungen bei denen man sich bis zu einem gewissen Grad fallen lassen muss, um so Vertrauen aufbauen zu können. Wenn man offen ist, dann ist das natürlich viel einfacher. Man fühlt sich ja vor allem zu den Menschen hingezogen, wo man sich auch wohl fühlt, und Ähnlichkeit bzw. Identifikation mit den Gedanken von Mitmenschen verstärken das.
Ein Mensch der nichts von sich preis gibt wird es somit wahrscheinlich schwerer haben Gleichgesinnte zu finden, weil niemand weiß wie er tickt.

Das ist jetzt eine andere Art von Offenheit. Das war ja mein Einstieg in die Diskussion, dass mit Offenheit dann eher sowas wie Eloquenz gemeint ist. "Reden mit den Leuten" --- aber das ist dann Extraversion, wenn man mich fragt (als psychologischen Laien).

Bei den offenen Menschen hingegen ist es tendenziell sogar eher egal, ob der andere gleich tickt. Da ist er(/sie) vielleicht sogar interessant, wenn er anders tickt, weil das ist ja dann was Neues. Jemand, dem Offenheit abgeht, wird hingegen eher wollen, auf Altbekanntes treffen zu wollen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36
Kleiner Mann hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:50 Finde ich sehr naheliegend. Mangelnde Offenheit -> weniger menschliche Kontakte -> weniger Möglichkeiten potentielle Partner kennenzulernen.
Das ist nicht so eindeutig. Das geht davon aus dass die Offenheit für Neues auch zu neuen Kontakten führen muss. Aber wenn sich die Offenheit darauf richtet, regelmäßig neue Alleine-Hobbys auszuprobieren, dann wird sich das wenig auf die Kontaktzahl auswirken.
Das geht davon aus dass die Offenheit für Neues in der Praxis erfahrungsgemäß öfter als nicht zu neuen Kontakten führt.
Nicht: "muss". Wo nimmst du das denn her?
Außerdem: Kontext! Kontext ist: jemand will mehr Kontakte (bevorzugt zum Wunschgeschlecht). Da ist "jemand verstärkt seine Allein-Hobby-Aktivitäten" kein sinnvoll erwartbares Ereignis ...
Fyi: auch die Offenheit für experimentelle illegale Drogen ist nicht zwingend mit verbesserten Beziehungschancen verbunden.
Merkst du bei deiner "Wissenschaftlichkeit" wirklich nicht, wie off-topic du argumentierst?
Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36 Die Offenheit kommt erst dann ins Spiel, wenn man neue Kontakte haben könnte, aber sich aus irgendwelchen Gründen nicht darauf einlassen will.
Also praktisch immer, außerhalb von Einzelhaft und erzwungenem Eremitentum.
Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36 Das ist jetzt eine andere Art von Offenheit. Das war ja mein Einstieg in die Diskussion, dass mit Offenheit dann eher sowas wie Eloquenz gemeint ist. "Reden mit den Leuten" --- aber das ist dann Extraversion, wenn man mich fragt (als psychologischen Laien).

Bei den offenen Menschen hingegen ist es tendenziell sogar eher egal, ob der andere gleich tickt. Da ist er(/sie) vielleicht sogar interessant, wenn er anders tickt, weil das ist ja dann was Neues. Jemand, dem Offenheit abgeht, wird hingegen eher wollen, auf Altbekanntes treffen zu wollen.
Es geht um Zu- und Einlassen.
Nicht notwendigerweise ums Mitteilen.

Ich kann mir echt nicht vorstellen,wie das für einen gebildeten Menschen so schwer verständlich sein kann.
Offen sein. Für Menschen, Begegnungen, Kennenlernen, ggf. Nähe.

Als nächstes diskutieren wir noch, ob und inwieweit Atmen von Vorteil sein kann.
Ich mein, muss ja nicht, wenn zum Beispiel die Bude gerad brennt und völlig verqualmt ist ... kann man so pauschal also nicht sagen. Also ich bin mit Atmen lieber vorsichtig, auch so aus Prinzip. Man weiß ja nie, hab damit auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, wenn z. B. gerad der Chili in der Pfanne röstet.
Dass die mangelnde Sauerstoffvesorgung für meine Kontaktintensität störend sein könnte, muss mir erst mal jemand zweifelsfrei beweisen.

...
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Außerdem: Kontext! Kontext ist: jemand will mehr Kontakte (bevorzugt zum Wunschgeschlecht). Da ist "jemand verstärkt seine Allein-Hobby-Aktivitäten" kein sinnvoll erwartbares Ereignis ...
Fyi: auch die Offenheit für experimentelle illegale Drogen ist nicht zwingend mit verbesserten Beziehungschancen verbunden.
Merkst du bei deiner "Wissenschaftlichkeit" wirklich nicht, wie off-topic du argumentierst?
Nein, dass zeigt, dass "Offenheit" nur ein wenigstens undurchdachtes hingeworfenes Schlagwort ist.

Der entscheidende Teil wäre dann auf welchen beziehungsfördernden Feldern man dann "offen" sein müsste sprich sich dort dann intensiviert umtun sollte.
Und was kommt, wenn danach gezielt gefragt wird ein"überall" und "alles ist eine Chance", welches diesen tatsächlich relevanten Austausch sabotiert!
Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Es geht um Zu- und Einlassen.
Nicht notwendigerweise ums Mitteilen.
Das (richtige) Mitteilen ist ein wesentlicher Bestandteil dafür, dass es etwas zum "Einlassen" gibt. Denn der Kontakt ist halt auch nur dann eine Gelegenheit, wenn die Gegenseite genauso "offen" ist.
Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Ich kann mir echt nicht vorstellen,wie das für einen gebildeten Menschen so schwer verständlich sein kann.
Offen sein. Für Menschen, Begegnungen, Kennenlernen, ggf. Nähe.
Ich bin erstaunt, dass die dazu gehörigen Randbedingungen einem halbwegs intelligenten Menschen so uneinsichtig sein können und er zwanghaft immer nur an der denkfreien Oberfläche bleiben will . :vielglueck:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: 12 Dez 2021 07:41 Nein, dass zeigt, dass "Offenheit" nur ein wenigstens undurchdachtes hingeworfenes Schlagwort ist.
Wenn man nicht für neue Kontakte offen ist bzw. sein will, mag man das so sehen.
Mit dieser "hingeworfenes Schlagwort"-Polemik kann man wirklich noch das Allerselbstverständlichste in den Bereich des Unwahrscheinlichen verfrachten.
Wenn du das nächste Mal Hunger hast, denke dran: ist nur ein undurchdacht hingeworfenes Schlagwort. Erst mal jahrelang analysieren, ob daraus tatsächlich in Konsequenz Nahrungsaufnahme erfolgen sollte. Bedenke: die Randbedingungen! Körperfett. Normalgewicht. Die Essensaufnahme gestern. Die zuerwartende Essensaufnahme übermorgen. Das will alles sorgfältig erwogen werden, bevor man sich ein Butterbrot macht.
NBUC hat geschrieben: 12 Dez 2021 07:41 Der entscheidende Teil wäre dann auf welchen beziehungsfördernden Feldern man dann "offen" sein müsste sprich sich dort dann intensiviert umtun sollte.
Es ging und geht darum, Menschen näher kennenzulernen und wertzuschätzen: neue, noch unbekannte, und/oder bereits bekannte intensiver. Wie "beziehungsfördernd" hätten Sie's denn gern?
Es ist völlig sinnlos, die immer gleiche Fragestellung bzw. die gegegeben Voraussetzungen in immer neuen Umschreibungen und stetig abstrakter werdenen Betrachtungen zu wiederholen bzw. in Frage zu stellen. Nur weil einem die schlichte Einfachheit des Gedankens nicht gefällt bzw. die logische Konsequenz: jetzt muss man es noch tun!
NBUC hat geschrieben: 12 Dez 2021 07:41 Und was kommt, wenn danach gezielt gefragt wird ein"überall" und "alles ist eine Chance", welches diesen tatsächlich relevanten Austausch sabotiert!
Ich werde nie verstehen, waurm es für dich "Sabotage" ist, wenn du darauf hingewiesen wirst, dass dir die ganze für dich erreichbare, soziale Welt als Chancen-Spielfeld zur Verfügung steht.
Du kennst das Go-Spiel? Da ist es sicher auch spielsabotierend, dass das Brett am Anfang völlig leer ist ... und man freie Wahl hat, wo der erste Stein hinkommt. Das kann ja gar nicht funktionieren! ...
NBUC hat geschrieben: 12 Dez 2021 07:41
Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Es geht um Zu- und Einlassen.
Nicht notwendigerweise ums Mitteilen.
Das (richtige) Mitteilen ist ein wesentlicher Bestandteil dafür, dass es etwas zum "Einlassen" gibt. Denn der Kontakt ist halt auch nur dann eine Gelegenheit, wenn die Gegenseite genauso "offen" ist.
Ja natürlich. Aber hier ging und geht es um "Offenheit" für Kontaktaufnahmen als persönliche Eigenschaft. Dass ein gelingender(!) Kontakt noch weitere Voraussetzungen hat (unter anderem die Anwesenheit einer anderen Person; die persönlichen Erwartungenund Absichten; usw.), ist selbstredend - bis Reinhard sinnloserweise mit Situationen daherkam, die die Ausgangsvoraussetzung "weitere Personen" vermissen lassen ...
NBUC hat geschrieben: 12 Dez 2021 07:41
Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Ich kann mir echt nicht vorstellen,wie das für einen gebildeten Menschen so schwer verständlich sein kann.
Offen sein. Für Menschen, Begegnungen, Kennenlernen, ggf. Nähe.
Ich bin erstaunt, dass die dazu gehörigen Randbedingungen einem halbwegs intelligenten Menschen so uneinsichtig sein können und er zwanghaft immer nur an der denkfreien Oberfläche bleiben will . :vielglueck:
Ich bin erstaunt, dass man solange neue, einem verständigen Menschen völlig selbstverständlich einsichtige "Randbedingungen" als besonderes "Hindernis" debattieren will, nur um dich schlicht Aussage:; "Offenheit ist für neue Kontakt eund Beziehungen förderlich" nicht an sich heranlassen zu müssen.

Das ist derart absurd, dass - wie gesagt - die Frage "Willst du denn eigentlich überhaupt?" sich schon geradezu aufdrängt.
Denken, das einen permanent in neue Irrwege und Sackgassen führt, ist kein vernünftiges Denken.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Reinhard »

Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36
Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36
Kleiner Mann hat geschrieben: 10 Dez 2021 22:50 Finde ich sehr naheliegend. Mangelnde Offenheit -> weniger menschliche Kontakte -> weniger Möglichkeiten potentielle Partner kennenzulernen.
Das ist nicht so eindeutig. Das geht davon aus dass die Offenheit für Neues auch zu neuen Kontakten führen muss. Aber wenn sich die Offenheit darauf richtet, regelmäßig neue Alleine-Hobbys auszuprobieren, dann wird sich das wenig auf die Kontaktzahl auswirken.
Das geht davon aus dass die Offenheit für Neues in der Praxis erfahrungsgemäß öfter als nicht zu neuen Kontakten führt.
Nicht: "muss". Wo nimmst du das denn her?

(Das "muss" kommt aus der Aussagenlogik. Ich hätte auch "notwendigerweise im logischen Sinn" schreiben können. War zu lang.)

Ich mal es mal auf (so weit das im Textforum geht :schuechtern: )
Abkürzungen:
O = Offenheit
U = bestimmter sonstiger Umstand (außer Offenheit)
K = Kontakte
+ = Vorliegen von, größere Häufigkeit (Postfix)
- = Abwesenheit von, geringere Häufigkeit (Postfix)
und, => = Logikoperatoren

Wenn gelten soll, dass Offenheit einen überwiegenden Einfluss auf die Kontakten hat, müsste beobachtet werden:
O+ und U+ => K+
O- und U+ => K-
O+ und U- => K+
O- und U- => K-

Wenn der Einfluss der Offenheit auf Kontakte gering ist, dann sieht man:
O+ und U+ => K+
O- und U+ => K+
O+ und U- => K-
O- und U- => K-
(oder U+ => K-, wenn man ein gegensätzlich definiertes U betrachtet)

Deswegen habe ich ein Beispiel gesucht, bei dem meiner Meinung nach "O+ und U- => K-" gilt, was eben nur im zweiteren Fall zutrifft und im ersten nicht.


Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Außerdem: Kontext! Kontext ist: jemand will mehr Kontakte (bevorzugt zum Wunschgeschlecht). Da ist "jemand verstärkt seine Allein-Hobby-Aktivitäten" kein sinnvoll erwartbares Ereignis ...
Fyi: auch die Offenheit für experimentelle illegale Drogen ist nicht zwingend mit verbesserten Beziehungschancen verbunden.

Damit bestätigst du jetzt selbst (in beiden Aussagen), dass es nicht um Offenheit geht, sondern um was anderes.


Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Merkst du bei deiner "Wissenschaftlichkeit" wirklich nicht, wie off-topic du argumentierst?

Wenn du meine Signatur richtig lesen würdest, geht es nicht darum, an allen Stellen immer nur wissenschaftlich zu sein; sondern immer dann, wenn es darum geht, die Wissenschaft verbessern zu wollen.


Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36
Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36 Die Offenheit kommt erst dann ins Spiel, wenn man neue Kontakte haben könnte, aber sich aus irgendwelchen Gründen nicht darauf einlassen will.
Also praktisch immer, außerhalb von Einzelhaft und erzwungenem Eremitentum.
Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36 Das ist jetzt eine andere Art von Offenheit. Das war ja mein Einstieg in die Diskussion, dass mit Offenheit dann eher sowas wie Eloquenz gemeint ist. "Reden mit den Leuten" --- aber das ist dann Extraversion, wenn man mich fragt (als psychologischen Laien).

Bei den offenen Menschen hingegen ist es tendenziell sogar eher egal, ob der andere gleich tickt. Da ist er(/sie) vielleicht sogar interessant, wenn er anders tickt, weil das ist ja dann was Neues. Jemand, dem Offenheit abgeht, wird hingegen eher wollen, auf Altbekanntes treffen zu wollen.
Es geht um Zu- und Einlassen.
Nicht notwendigerweise ums Mitteilen.

Ich kann mir echt nicht vorstellen,wie das für einen gebildeten Menschen so schwer verständlich sein kann.
Offen sein. Für Menschen, Begegnungen, Kennenlernen, ggf. Nähe.

Was aber nicht reicht. Nur weil ich die Haustür nicht zusperre, kommt doch nicht zwangsläufig ein Dieb.

------------

Weiter oben im Thread hat Versingled beschrieben, dass er andere Leute nicht als offen erlebt hat. Würdest du das als eine Erklärung akzeptieren, dass es nicht an der eigenen Offenheit liegen muss?


Hoppala hat geschrieben: 11 Dez 2021 23:36 Als nächstes diskutieren wir noch, ob und inwieweit Atmen von Vorteil sein kann.
Ich mein, muss ja nicht, wenn zum Beispiel die Bude gerad brennt und völlig verqualmt ist ... kann man so pauschal also nicht sagen. Also ich bin mit Atmen lieber vorsichtig, auch so aus Prinzip. Man weiß ja nie, hab damit auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, wenn z. B. gerad der Chili in der Pfanne röstet.
Dass die mangelnde Sauerstoffvesorgung für meine Kontaktintensität störend sein könnte, muss mir erst mal jemand zweifelsfrei beweisen.

...

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