Ich kann das nachvollziehen, geht mir ähnlich. Mit dem Üben meinte ich auch nicht unbedingt, man soll es so oft wie möglich machen, das bringt alleine auch nicht weiter. Hat es mich jahrelang auch nicht. Es ist mehr so eine Sache der Erfahrungen, die man dabei macht, vor allem, was einem nicht gefällt. Es hat mir vor allem bestätigt, dass ich einen Mann, der wenig oder keine Erfahrung hat immer bevorzugen würde gegenüber einem Mann mit Erfahrung, der dann der Meinung ist, er weiß, was er tut...das, was viele Frauen so abfällig als Anlernen bezeichnen ist in Wahrheit das langsame Rausfinden, was dem jeweils anderen gefällt. Aber langsam ist halt auch schöner und intensiver..für mich zumindest.
Einfach man selbst sein?
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Re: Einfach man selbst sein?
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14.06.2024, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt und 2. Referenz ergänzt.
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Finnlandfreundin
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Re: Einfach man selbst sein?
Zu welchem Subgenre die aus dem Studium gehörten weiß ich nicht ganz, Gothic war dabei, aber der Kleidungsstil war unterschiedlich, spricht mich aber nicht an. Ich gehe auch nicht zum Wave-Gothic-Treffen. Eine Kollegin geht immer hin und trägt dann auch solche Kleider, im Alltag aber nicht. Ihre Wohnung ist sehr hell und schlicht, das war bei denen im Studium nicht. Deren Wohnungen waren dunkel, Totenköpfe an den Wänden und als Deko, Schwerter und Handschellen an den Wänden. Ich fand das furchtbar.
Als Klischee würde ich das nicht bezeichnen, da es meine persönlichen Beobachtungen sind.
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Re: Einfach man selbst sein?
In dieser Variante könnte das auch bei mir kompatibel sein, insbesondere, wenn dein Kleidungsstil das nicht gleich verrät, denn das ist das erste, was man beim Kennenlernen offline wahrnimmt.Rantanplan hat geschrieben: ↑12.06.2024, 19:24 Also ich höre ja auch sehr gerne Death Metal, aber ansehen tut man mir das jetzt nicht gleich auf den ersten Blick. Ich trage auch bunt![]()
Da muss ich gerade an einen Kollegen denken, er spielt in einer Band. Seine Musik würde ich auch in die Metalrichtung stecken. Ihm sieht man das vom Kleidungsstil überhaupt nicht an. Ihn habe ich also nicht als Metal kennengelernt, ich mag ihn und da kann ich mir auch vorstellen, dass, wenn man sich zuvor verliebt und dann kommt diese Musik, dass man dann auch drüberwegsehen kann, wenn derjenige, so wie du, Rücksicht nimmt.
Ich habe auf Arbeit jeden Tag Lärm um mich herum, gehe teilweise mit Kopfschmerzen nach Hause, dann brauche ich zu Hause Ruhe.
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Re: Einfach man selbst sein?
Genau, gleich und gleich passt oftmals besser zusammen und wenn man unter ihnen einen Partner sucht, sollte das funktionieren, das es passt.
Allen gefallen tut man sowieso nie und das muss auch nicht sein. Man muss dem gefallen, dem man gefallen möchte.
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Re: Einfach man selbst sein?
Lediglich "Guns n Roses" sagt mir was, aber hören tue ich sie nicht. Kann sein, dass einzelne Songs mir hin und wieder gefallen und ich weiß nicht, dass sie von einer Metalband sind.
Und würde mein Partner die Musik hören und mich damit in Ruhe lassen, dann hätte ich bestimmt auch kein Problem damit.
Das erste, was man aber von einem Menschen wahrnimmt, wenn man ihn kennenlernt, ist sein Kleidungsstil. Lässt er nicht auf Metal schließen, hat er bessere Chancen, dass ich mich verliebe. Liebt man einen Menschen einmal, kann man über mehr hinwegsehen als vorher.
Bleibt man bei der Partnersuche in seiner Subkultur sollte man keine Probleme haben.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14.06.2024, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Verbundenheit2059
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Re: Einfach man selbst sein?
Sex ist nicht nur "Sex". Das heißt auf der einen Seite geht es um Triebbefriedigung, die andere Seite ist psychisch bedingt.
In meiner Vergangenheit war das Problem, dass ich unbewusst Angst vor Sex, Intimität (Minderwertigkeitsgefühle, Schamgefühle) und auch Angst vor Nähe hatte. Gerade die Angst vor Nähe wird nicht durch einmaligen "Sex" geheilt, denn hier geht es um das Einlassen auf einen anderen Menschen, starke emotionale Gefühle (Ekstase) zuzulassen usw.. Bei meiner exPartnerin hatten wir sehr viel Sex, fast täglich und ich habe dort sehr viel gelernt. Jedoch die unbewusste Angst vor Nähe, konnte ich noch nicht vollständig auflösen. Ein Punkt ist, dass die Beziehung nur 7 Monate dauerte und der andere Schwerpunkt ist die Bindungstraumatisierung nach meiner Geburt. Heilung benötigt manchmal seine Zeit.
Aufpassen sollte man, dass die "unbewussten" Ängste nicht zum Vermeidungsverhalten führen. "Wenn ich..., dann ist ... kein Problem mehr". Das heißt eine "Ehe" löst nicht das Problem, sondern es dient vorrangig der eigenen Sicherheit ("Nur wenn man mich mag, dann...", "Wenn ich nicht verlassen werden kann, dann...").
Der emotionale Rucksack (Ängste, Traumatisierungen etc.) verschwindet nicht, nur wenn man eine "vertragliche" Ehe hat.
Ein ähnliches Beispiel: Ich war vor 2 Jahren alleine für 3 Monate in Indien unterwegs gewesen und habe mir von dieser Reise viel versprochen. Doch das Thema "Einsamkeit" war immer im Gepäck dabei und ist auch heute immer wieder mal ein Thema für mich, verbunden mit Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Schlussendlich geht es meiner Meinung nach, immer um Beziehung, um Liebe, Wertschätzung, Akzeptanz, das Sehen-Und-Gesehenwerden, das aufeinander einlassen (von beiden Seiten) in einer Partnerschaft und nicht nur um Geschlechtsverkehr/Triebbefriedigung. Und das ist für mich definitiv noch ein Lernprozess.
Liebe ensteht nicht durch Ehe, sondern durch emotionale Bindung.
In meiner Vergangenheit war das Problem, dass ich unbewusst Angst vor Sex, Intimität (Minderwertigkeitsgefühle, Schamgefühle) und auch Angst vor Nähe hatte. Gerade die Angst vor Nähe wird nicht durch einmaligen "Sex" geheilt, denn hier geht es um das Einlassen auf einen anderen Menschen, starke emotionale Gefühle (Ekstase) zuzulassen usw.. Bei meiner exPartnerin hatten wir sehr viel Sex, fast täglich und ich habe dort sehr viel gelernt. Jedoch die unbewusste Angst vor Nähe, konnte ich noch nicht vollständig auflösen. Ein Punkt ist, dass die Beziehung nur 7 Monate dauerte und der andere Schwerpunkt ist die Bindungstraumatisierung nach meiner Geburt. Heilung benötigt manchmal seine Zeit.
Aufpassen sollte man, dass die "unbewussten" Ängste nicht zum Vermeidungsverhalten führen. "Wenn ich..., dann ist ... kein Problem mehr". Das heißt eine "Ehe" löst nicht das Problem, sondern es dient vorrangig der eigenen Sicherheit ("Nur wenn man mich mag, dann...", "Wenn ich nicht verlassen werden kann, dann...").
Der emotionale Rucksack (Ängste, Traumatisierungen etc.) verschwindet nicht, nur wenn man eine "vertragliche" Ehe hat.
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Schlussendlich geht es meiner Meinung nach, immer um Beziehung, um Liebe, Wertschätzung, Akzeptanz, das Sehen-Und-Gesehenwerden, das aufeinander einlassen (von beiden Seiten) in einer Partnerschaft und nicht nur um Geschlechtsverkehr/Triebbefriedigung. Und das ist für mich definitiv noch ein Lernprozess.
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Verbundenheit2059
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Re: Einfach man selbst sein?
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass ich niemanden angreifen oder überzeugen möchte.
Es ist meine persönliche Meinung und resultiert aus meinen Erfahrungen.
Das Thema "Ehe" beschäftigt mich schon. Durch den Indien-Urlaub bin ich in Berührung gekommen mit dem Thema "Zwangsheirat". Die Unterhaltungen mit indischen Frauen und welches unermessliche Leid durch die Heirat verursacht worden ist, wünsche ich niemanden. Daher sehe ich dies als äußert kritisch an, wenn jemand eine "Heirat" bevorzugt und dann erst "Sex" hat, wie bei den vielen Indern die "zwangsverheiratet" wurden.
Was wäre denn, wenn ein*e Partner*in viel Sex/Nähe möchte und der/die ander Partner*in wenig Sex/ mehr Distanz benötigt.
Wenn der/die Partner "masochistische/sadomasochistische" oder andere sexuellen Vorlieben aufweist, mit denen ich nichts anfangen kann, jedoch durch den "Ehevertrag" gebunden bin?
Bei mir wäre es tatsächlich so, dass ich viel Nähe/Geborgenheit/Zweisamkeit möchte und benötige, d.h. eine Partnerin die mehr Distanz braucht (z.B. nur 1x Woche kuscheln oder Sex) wäre zu mir inkompatibel und würde bei mir dauerhaft zu Frustrationen führen (unerfüllte Bedürfnisse). Jeder Mensch ist anders, auch mit seinen Bedürfnissen und ein erfülltes Zusammensein funktioniert nur, wenn beide in einer Partnerschaft ihre Bedürfnisse angemessen befriedigt bekommen.
Ich bin da vielleicht ein wenig anders, da ich nicht nur ausschließlich an mich denke (mein Glück, Zufriedenheit, Befriedigung etc.), sondern auch das Glück, Wohlergehen meiner Partnerin im Auge habe und Rücksicht / Verständnis zeige.
Es ist meine persönliche Meinung und resultiert aus meinen Erfahrungen.
Das Thema "Ehe" beschäftigt mich schon. Durch den Indien-Urlaub bin ich in Berührung gekommen mit dem Thema "Zwangsheirat". Die Unterhaltungen mit indischen Frauen und welches unermessliche Leid durch die Heirat verursacht worden ist, wünsche ich niemanden. Daher sehe ich dies als äußert kritisch an, wenn jemand eine "Heirat" bevorzugt und dann erst "Sex" hat, wie bei den vielen Indern die "zwangsverheiratet" wurden.
Was wäre denn, wenn ein*e Partner*in viel Sex/Nähe möchte und der/die ander Partner*in wenig Sex/ mehr Distanz benötigt.
Wenn der/die Partner "masochistische/sadomasochistische" oder andere sexuellen Vorlieben aufweist, mit denen ich nichts anfangen kann, jedoch durch den "Ehevertrag" gebunden bin?
Bei mir wäre es tatsächlich so, dass ich viel Nähe/Geborgenheit/Zweisamkeit möchte und benötige, d.h. eine Partnerin die mehr Distanz braucht (z.B. nur 1x Woche kuscheln oder Sex) wäre zu mir inkompatibel und würde bei mir dauerhaft zu Frustrationen führen (unerfüllte Bedürfnisse). Jeder Mensch ist anders, auch mit seinen Bedürfnissen und ein erfülltes Zusammensein funktioniert nur, wenn beide in einer Partnerschaft ihre Bedürfnisse angemessen befriedigt bekommen.
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Re: Einfach man selbst sein?
Faszinierend. Eine Person aus meinem Umfeld sagt über ihren Freund das gleiche. Seit sie ihn kennt würde sie unerfahrende Männer bevorzugen, weil diese sich Mühe geben und sich nicht füt die tollsten Stecher halten.Rantanplan hat geschrieben: ↑14.06.2024, 03:01 [...] Es hat mir vor allem bestätigt, dass ich einen Mann, der wenig oder keine Erfahrung hat immer bevorzugen würde gegenüber einem Mann mit Erfahrung, der dann der Meinung ist, er weiß, was er tut...das, was viele Frauen so abfällig als Anlernen bezeichnen ist in Wahrheit das langsame Rausfinden, was dem jeweils anderen gefällt. Aber langsam ist halt auch schöner und intensiver..für mich zumindest.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14.06.2024, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einfach man selbst sein?
Okay.Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑14.06.2024, 06:25 [...] Da muss ich gerade an einen Kollegen denken, er spielt in einer Band. Seine Musik würde ich auch in die Metalrichtung stecken. Ihm sieht man das vom Kleidungsstil überhaupt nicht an. [...]
Ich denke es liegt dann ein wenig an den Vorurteilen.
Mir sieht man den Metal mittlerweile wieder an. Dennoch höre ich auch andere Musik. Dass Metaller nur Metal hören ist auch so ein Klischee, das durch dir True Metal und radikale Black Metal Szene (TRVE CVLT) entstand.
Ich z.B. höre sehr gerne auch Folk und Country. Außerdem gibt es auch relativ ruhige Metalgenres wie z.B. Post-Metal.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14.06.2024, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einfach man selbst sein?
Ich hab keine Angst vor Nähe. Als ich mal fast bei einer Frau gelandet bin und regelmäßig mit ihr kuschelte usw fand ich das unglaublich schön. Es ist wohl sogar eine der schönsten Erinnerungen in meinem Leben. Wovor ich Angst hab, ist die Ablehnung. Und die Angst meine Partnerin zu enttäuschen und nicht genug für sie zu sein.Verbundenheit2059 hat geschrieben: ↑14.06.2024, 07:10 [...] In meiner Vergangenheit war das Problem, dass ich unbewusst Angst vor Sex, Intimität (Minderwertigkeitsgefühle, Schamgefühle) und auch Angst vor Nähe hatte. Gerade die Angst vor Nähe wird nicht durch einmaligen "Sex" geheilt, denn hier geht es um das Einlassen auf einen anderen Menschen, starke emotionale Gefühle (Ekstase) zuzulassen usw.. [...]
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14.06.2024, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einfach man selbst sein?
Vielen Dank für deine Offenheit und das kann ich auch 1 zu 1 auf mich übertragen. Ergänzend wäre bei mir noch im Hintergrund die Angst vor dem Verlassenwerden (Ausgrenzung, Zugehörigkeit verlieren, Einsamkeit) ein Thema.ManuAB hat geschrieben: ↑14.06.2024, 15:28 Ich hab keine Angst vor Nähe. Als ich mal fast bei einer Frau gelandet bin und regelmäßig mit ihr kuschelte usw fand ich das unglaublich schön. Es ist wohl sogar eine der schönsten Erinnerungen in meinem Leben. Wovor ich Angst hab, ist die Ablehnung. Und die Angst meine Partnerin zu enttäuschen und nicht genug für sie zu sein.
Was ich mit Angst vor Nähe meine, ist nicht nur die körperliche Nähe, sondern auch die geistige und emotionale Nähe.
Kann ich mich voll auf meine Partnerin einlassen? Kann ich ihre Bedürfnisse wahrnehmen? Kann ich sie fühlen und spüren? Kann ich ihr die Wahrheit sagen, mich öffnen, Konflikte zulassen, ihr unangenehme Dinge sagen?
Bin ich denn gut genug für mich? Betrachte ich mich selbst als liebenswert? Habe ich einen guten Kontakt zu meinen Gefühlen, Emotionen und Bedürfnissen?
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knopper
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Re: Einfach man selbst sein?
Ich finde es gibt nicht allzu viel zu lernen, ansonsten hätten AB's mit steigendem Alter ja immer schlechtere Karten. Genau das sind ja auch die größten Bedenken und ein Stück weit mit Grund warum viele irgendwann resignierenRantanplan hat geschrieben: ↑13.06.2024, 17:35 Sex muss man auch erst mal lernen...ich fands auch sehr lange seltsam, was daran gut sein soll. Hat Jahre gedauert..aber erst heiraten? Was, wenn ihr im Laufe der Zeit merkt, das passt sexuell gar nicht? Und habt nicht vorher geübt?
Ein Stück weit wird es wohl so sein aber richtig "erlernen", so dass es erst nach ein paar malen gut klappt halte ich mal für ausgeschlossen, ist sicherlich auch zu individuell.
Sex als etwas sehr intimes sollte man nicht so "verschulen".
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Re: Einfach man selbst sein?
... und Sex hat nicht unbedingt etwas damit zu tun. Auch ohne Sex oder sexuelle Anziehung kann man sich verlieben. Auf der anderen Seite ist sexuelle Anziehung kein Garant dafür sich zu verlieben.
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Re: Einfach man selbst sein?
Sex hat viel mit Ausprobieren zu tun, vielleicht ist das auch mit lernen gemeint. Das erste Mal intim werden, ist bei vielen holprig, denke ich. So holprig wie beim 1. Mal sind die ersten Male mit neuen Partnern nicht. Und dennoch, wenn man etwas öfters tut, lernt man, wie man sexuelles Interesse zeigt und wie man zum Sex kommt. Bei mir ergibt sich Sex bis jetzt nicht einfach, ich musste es bis jetzt immer kommunizieren. Ich hoffe, ich lerne es noch, es auch anders zu zeigen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.06.2024, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einfach man selbst sein?
Steckt nicht hinter der Angst vor Nähe ganz oft die Angst vor Ablehnung und auch die Angst, nicht genug zu sein?
Man lässt die Nähe nicht zu, weil man befürchtet, wenn es zu nah wird, man sich also zeigen muss mit all seinen Schwächen und Unzulänglichkeiten, dass dann eine Ablehnung erfolgt.
Das genau ist doch Angst vor Nähe oder?
Du schreibst, dass Du Angst hast, abgelehnt zu werden. Hast Du mal, zB gemeinsam mit Deinem Therapeuten geschaut, wie Du sie überwinden kannst der wie Du trotz der Angst, Frauen ansprechen kannst? Sehr wahrscheinlich wird dann dieses Fokussieren auf dieses "Aussehen-auf-einer-Skala-von- 1-10-Gedöns" völlig nebensächlich werden.
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Re: Einfach man selbst sein?
Sehr schön geschrieben.Henrietta hat geschrieben: ↑18.06.2024, 20:52
Steckt nicht hinter der Angst vor Nähe ganz oft die Angst vor Ablehnung und auch die Angst, nicht genug zu sein?
Man lässt die Nähe nicht zu, weil man befürchtet, wenn es zu nah wird, man sich also zeigen muss mit all seinen Schwächen und Unzulänglichkeiten, dass dann eine Ablehnung erfolgt.
Das genau ist doch Angst vor Nähe oder?
Was bei mir der Fall ist, dass hinter diesen Angst-Themen noch ein Monster namens "Scham" lauert.
Hier spreche ich von Urscham (Ich schäme mich dafür, dass ich existiere). Die Angst vor Ablehnung steht in Verbindung mit dieser Urscham bezieht sich ja erstmal auf mich selbst (Selbstablehnung, Selbstabwertung, Wertlosigkeit) was aber auch ins außen gespiegelt wird, Ablehnung anderer Menschen, hyperallergische Reaktion auf Alles was mein System in die Kategorie Ablehnung/Ausgrenzung hinein interpretiert.
Die Angst vor Nähe ist ebenfalls Folge der Urscham, denn wenn ich jemanden an mich ranlasse, dann erkennt ja der/die andere dass "Ich böse bin, weil ich existiere". Im Prinzip dienen die Ängste der Schutzfunktion meines Selbst, damit niemand anderes an diesen "emotionalen Schmerzpunkt" rankommt. Dieser Schmerzpunkt würde mich überfordern und daher verschließe ich mein System.