Es war für mich eher ein Aufhänger.
Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Also weil Frauen keinen Sex oder eine Beziehung mit dir haben wollen, freust du dich, wenn sie belästigt werden. Ich würde das schon als charakterliche und moralische Bankrotterklärung definieren. Ich rate dir, noch einmal in die Selbstreflexion zu gehen.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Egil hat geschrieben: ↑19.04.2026, 19:05 Die Schlussfolgerung daraus, dass es solche Bestien wie Pelicot (in dessen Fall die von meiner Seite präferierte Strafe schnell, hart und kostengünstig wäre - und nicht mit deutschem, französischen oder EU-Recht vereinbar) gibt, von (möglicherweise allen) Männern zu erwarten, ähnliches Verhalten an den Tag zu legen, und entsprechende Vorwürfe ungeprüft zu glauben, halte ich für hoch problematisch. Wir hatten doch vor noch nicht allzu langer Zeit auch einen Künstler, der ebenfalls sehr schrill Vorwürfe erhoben hat, die für massenweise Empörung sorgten - und sich im Nachgang nicht nur als unbegründet, sondern als gründlich erlogen erwiesen. (Aber man gewinnt dadurch genug Popularität, um später Dschungelkönig zu werden)
Also immer langsam mit den jungen Pferden, bitte!
Tania hat ja im Gegensatz zu euch schon korrektes Leseverständnis bewiesen und meinen Beitrag entsprechend erläutert.Ferienhaus hat geschrieben: ↑19.04.2026, 11:21 Dies alles haben wir im Fall Fernandes eben - noch - nicht. Es ist auch in deinem Interesse, bestimmte Dinge abzuwarten. Je handfester und überzeugender am Schluss die Ermittlungsergebnisse sind, desto klarer können wir aus diesem Fall Schlüsse ziehen. Dazu brauchen wir allerdings wirklich Handfestes, bewertet von einem unabhängigen Gericht.
***
Den Satz hättest du dir einfach sparen können, denn er impliziert natürlich, dass der Ferienhaus komisch ist, weil er deine Sicht der Dinge nicht sofort übernimmt. Also das der Fall Fernandes, der noch gar nicht rechtsstaatlich aufgeklärt ist, jetzt bereits sicher das impliziert, was du Kisuli willst, dass er es tut. Wir müssen hier allerdings abwarten.Ich weiß nicht, wie viele solche Fälle du brauchst, um eine Lektion für dich zu ziehen, aber das ist natürlich dir überlassen.
Ich habe bewusst mit keinem Wort inhaltlich oder bewertend etwas zum Fall Ulmen geschrieben, eben weil ich nichts von Hetzjagden gegen Menschen halte, deren Schuld ich nicht beurteilen kann und die nicht offiziell festgestellt wurde. Dennoch wird mir hier von 2 männlichen Mitgliedern reflexhaft genau das unterstellt. Warum diese Aufregung? Macht ihr das bei anderen Straftaten auch? Fühlt ihr euch angegriffen? Es ist mir wirklich ein Rätsel, warum auf meinen Beitrag von euch so empört reagiert wird, auf den von Raptus dagegen nicht. Ehrlich. Treibt euch die Angst vor Falschbeschuldigungen so sehr um? Mehr als das Leid der betroffenen Frauen?
Um das einmal ins Verhältnis zu setzen, falls es euch nicht klar ist: Es wird geschätzt, dass nur ca. 5-20% aller Sexualstraftaten überhaupt angezeigt werden. Von den angezeigten Fällen kommt es in ca. 8% der Fälle zu einer Verurteilung. Das bedeutet: Ca. 1 Verurteilung pro 100 Fälle. Der Anteil der belegten Falschbeschuldigungen bewegt sich im Bereich 3-8% aller angezeigten Fälle.
Die allermeisten Taten kommen nie vor Gericht. Das ist eine Schwachstelle unseres Justiz- und Strafverfolgungssystem, macht die Taten für die betroffenen Personen aber nicht weniger schwerwiegend.
Mir geht es auch nicht darum, von allen Männern übergriffiges Verhalten zu erwarten. Mir geht es mit Raptus' Aussagen im Hintergrund darum, aufzuzeigen, dass sehr viele Männer entsprechendes Gedankengut pflegen, dass dieses der Nährboden für höhere Eskalationsstufen in entsprechenden Situationen sein kann, und dass es für solche Gedanken auch in vielen Kreisen eine gewisse gesellschaftliche Akzeptanz gibt (sieht man ja an den Reaktionen hier im Thread). Täter sind keine "Monster" von einem anderen Stern, sondern eben in der Regel ganz normale Männer, wie man ihnen Tag für Tag begegnet, die sich ihr Verhalten auf diese Weise rechtfertigen, weil sie mit solchen Gedanken, wie Raptus sie äußert, sozialisiert wurden und diese für akzeptabel halten. Wer sich genüsslich anschaut, wie eine Frau im öffentlichen Raum belästigt wird, wird auch in einer intimen Situation mit einer Partnerin wenig Respekt und Verständnis für ihre Grenzen und ihr Wohlbefinden haben.
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Kisuli
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Unglaublich absurder Beitrag, der mit dem Thema nichts zu tun hat. Warum meint ein Mann eigentlich, für Frauen sprechen und Feminismus eigenmächtig umdefinieren zu können? (Ich will bitte keine Antwort)Seb-X hat geschrieben: ↑20.04.2026, 13:05Wenn "nur" - ich betreibe keine Verharmlosung - über die Fälle berichtet wird, in denen die (vermeintlichen) Täter weiße Männer sind, dann weiß ich bereits, dass es nicht wirklich um Feminismus geht. Ein sogenannter Feminismus, der kulturelle Unterschiede ausblendet mit dem ewigblöden Mantra "Männer generell" und die korrekte Erwähnung als Rassismus brandmarkt, ist keiner.Tania hat geschrieben: ↑20.04.2026, 05:50dieselbe ist, die man auch aus dem Fall Pelicot anderen bewiesenen und gut dokumentierten Fällen ziehen kann: nämlich dass Missbrauch von Menschen - hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Frauen - häufiger vorkommt, als man gemeinhin denkt, und dass die Täter - hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Männer - in allen Gesellschaftsschichten zu finden sind.
Für all die Frauen, die (sexuelle) Gewalt von islamischen jungen Männern erfahren haben, gibt es keine Solidemos. Demos, die das unter "alle Männer" zusammenfassen, sind keine Solidemos. Ein Feminismus, der islamische Ehrenmorde unter dem nichtssagenden Begriff Femizid verschwinden lässt, ist auch keiner.
Es ist ein riesiger Unterschied, ob eine Kultur sexuelle Gewalt grundsätzlich ächtet - oder sie gar erlaubt, z.B. gegen die ungläubigen "Schlampen" oder gar die eigene Ehefrau, falls die nicht will. Dass eine Gesellschaft dies verleugnet - die Negierung unter dem Motto "Männer generell" ist eine Leugnung - sagt nichts Gutes über diese Gesellschaft.
Ein sogenannter Feminismus, der das islamische Kopftuch - eine klare Sexualisierung der Frau - verharmlost oder gar als Empowerment abfeiert, hat sich längst von dem verabschiedet, was sich Zivilisation nennt. Er will keine Gerechtigkeit für Frauen, sondern das Bestehende zerstören. Er wird aber vollkommen unfähig sein, auf den Trümmern etwas Neues zu errichten.
Zuletzt geändert von Kisuli am 21.04.2026, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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RomNey
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Ich find den Thread an sich absurd.
Es geht hier ja kein Meter darum ob raptus feministisch ist oder nicht, sondern darum warum er Genugtuung emfpindet wenn Frauen leiden.
Und ob er dagegen was tun kann oder will.
Und da sehe ich das größte Problem.
Das er es gar nicht ändern möchte.
Wo mir immer wieder das Wort "Incel" durch den Kopf schießt.
Und die Befürchtung aufkommt das Raptus in drölf Incel Foren unterwegs ist und dort seine Zustimmung bekommt...
Keine Frau sieht halt den ersten Post und sagt sich, mit dem könnte ich es Mal versuchen.
Eher im Gegenteil, wir sind alle froh das er die rote Flagge gleich selbst ausgepackt hat.
Wenn in meinem Umfeld ein Mensch leidet dann ist es für mich gesunder Menschenverstand zu helfen.
Das hat für mich nichts mit Feminismus oder sonst was zu tun.
(Und ja, klar kann ich das nicht immer, habe vielleicht auch Angst oder sonstwas aber der erste Impuls wäre erstmal das es unangenehm ist und ich helfen möchte)
Dabei Genugtuung zu fühlen wenn jemand leidet, ist jetzt nicht was man sich unter einer Partnerschaft vorstellt.
Das Gefühl der Genugtuung wäre ja vermutlich nicht aufgekommen wäre dort ein Mann sexuell belästigt worden?
Es geht hier ja kein Meter darum ob raptus feministisch ist oder nicht, sondern darum warum er Genugtuung emfpindet wenn Frauen leiden.
Und ob er dagegen was tun kann oder will.
Und da sehe ich das größte Problem.
Das er es gar nicht ändern möchte.
Wo mir immer wieder das Wort "Incel" durch den Kopf schießt.
Und die Befürchtung aufkommt das Raptus in drölf Incel Foren unterwegs ist und dort seine Zustimmung bekommt...
Keine Frau sieht halt den ersten Post und sagt sich, mit dem könnte ich es Mal versuchen.
Eher im Gegenteil, wir sind alle froh das er die rote Flagge gleich selbst ausgepackt hat.
Wenn in meinem Umfeld ein Mensch leidet dann ist es für mich gesunder Menschenverstand zu helfen.
Das hat für mich nichts mit Feminismus oder sonst was zu tun.
(Und ja, klar kann ich das nicht immer, habe vielleicht auch Angst oder sonstwas aber der erste Impuls wäre erstmal das es unangenehm ist und ich helfen möchte)
Dabei Genugtuung zu fühlen wenn jemand leidet, ist jetzt nicht was man sich unter einer Partnerschaft vorstellt.
Das Gefühl der Genugtuung wäre ja vermutlich nicht aufgekommen wäre dort ein Mann sexuell belästigt worden?
Normal ist was sich gut anfühlt!
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Egil
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Tania hat eine mögliche Interpretation deines Beitrags aufgezeigt, die zwar möglich, aber nicht gerade naheliegend ist.
Ich frage mich gerade, wie es um dein eigenes Leseverständnis bestellt ist, wenn dir entgangen ist, das Raptus auch deutlichen Widerspruch geerntet hat, und zwar quasi von jedem Teilnehmer der Diskussion.Es ist mir wirklich ein Rätsel, warum auf meinen Beitrag von euch so empört reagiert wird, auf den von Raptus dagegen nicht.
Um es mal deutlich zu machen: Belästigung und Nötigung gehen gar nicht und gehören auch bestraft, Vergewaltigung erst recht (wenn du meine kryptische Formulierung oben nicht interpretieren konntest: für mich wäre Kastration eine angemessene Strafe dafür.) Wenn man es als anderer Mann mitbekommt, dass eine Frau belästigt wird, sollte man auch dagegen einschreiten (siehe meinen Beitrag oben). Aber es ist in der gegenwärtigen Gesellschaft nun einmal so, dass eine Frau einen Mann mit solchen Anschuldigungen buchstäblich vernichten kann, bei relativ geringem eigenen Risiko - und auch das ist schon vorgekommen.Ehrlich. Treibt euch die Angst vor Falschbeschuldigungen so sehr um? Mehr als das Leid der betroffenen Frauen?
Übrigens ist das tatsächlich etwas, auf das ich allergisch reagiere: falsche Anschuldigungen können mich in Nullkommanichts zur Explosion bringen. Ich hatte vor ein paar Tagen erst einen Streit mit meinem Onkel, als er mich in der für ihn typischen Verabsolutierung darauf hinwies "Zucchini[pflanzen] haben kein Wasser", wobei sogar noch deutlich die Gießspuren zu sehen waren. Hätte er gesagt "die sind zu trocken" oder "zu wenig Wasser", alles gut, aber die unnötige Steigerung lässt mich kochen.
Das heißt anders herum: bei 85-90% der angezeigten Fälle steht es Aussage gegen Aussage, oder es gibt keine ausreichenden Beweise für eine Verurteilung.Um das einmal ins Verhältnis zu setzen, falls es euch nicht klar ist: Es wird geschätzt, dass nur ca. 5-20% aller Sexualstraftaten überhaupt angezeigt werden. Von den angezeigten Fällen kommt es in ca. 8% der Fälle zu einer Verurteilung. Das bedeutet: Ca. 1 Verurteilung pro 100 Fälle. Der Anteil der belegten Falschbeschuldigungen bewegt sich im Bereich 3-8% aller angezeigten Fälle.
Wie stellst Du Dir das denn vor, wie das verbessert werden könnte?Die allermeisten Taten kommen nie vor Gericht. Das ist eine Schwachstelle unseres Justiz- und Strafverfolgungssystem, macht die Taten für die betroffenen Personen aber nicht weniger schwerwiegend.
Wie gesagt: Raptus hat doch wohl deutlichen Widerspruch geerntet.Mir geht es auch nicht darum, von allen Männern übergriffiges Verhalten zu erwarten. Mir geht es mit Raptus' Aussagen im Hintergrund darum, aufzuzeigen, dass sehr viele Männer entsprechendes Gedankengut pflegen, dass dieses der Nährboden für höhere Eskalationsstufen in entsprechenden Situationen sein kann, und dass es für solche Gedanken auch in vielen Kreisen eine gewisse gesellschaftliche Akzeptanz gibt (sieht man ja an den Reaktionen hier im Thread). Täter sind keine "Monster" von einem anderen Stern, sondern eben in der Regel ganz normale Männer, wie man ihnen Tag für Tag begegnet, die sich ihr Verhalten auf diese Weise rechtfertigen, weil sie mit solchen Gedanken, wie Raptus sie äußert, sozialisiert wurden und diese für akzeptabel halten. Wer sich genüsslich anschaut, wie eine Frau im öffentlichen Raum belästigt wird, wird auch in einer intimen Situation mit einer Partnerin wenig Respekt und Verständnis für ihre Grenzen und ihr Wohlbefinden haben.
Im Übrigen finde ich Deine Reaktion auf Seb-Xs Beitrag bezeichnend.
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Tania
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Gilt das auch für die Anschuldigung "Die Frau hat das doch sicher nur erfunden, um den Mann fertig zu machen"?
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Egil
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Ja.
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Kisuli
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Und das entscheidest du, was naheliegend ist? Du kannst mir gern den Teil meines Beitrags zeigen, in dem ich wie von dir behauptet
- Herrn Ulmen etwas Negatives unterstellt habe
- gefordert habe, Anschuldigungen ungeprüft zu glauben
- von allen Männern übergriffiges Verhalten erwartet habe
Das ist mir nicht entgangen, keine Sorge. Allerdings gab es halt auch m.E. genug, die dem nicht widersprochen haben: Ferienhaus, Seb-X, Vogel in seinem ersten Beitrag (danke für die Revidierung im zweiten Beitrag). Deinen ersten Beitrag hatte ich tatsächlich erst nicht gesehen. Sorry dafür, auch wenn ich deine Kastrationsfantasien nicht teile.
Das kommt stark auf den Einzelfall an. Es gibt auch viele Männer, die trotz entsprechender Anschuldigungen ihre Karriere/ihr Leben recht unbehelligt weiterführen konnten, insbesondere wenn es nicht zu einer Verurteilung kam (prominentestes Beispiel Donald Trump). Die Opfer bleiben allein mit allen Konsequenzen.
Ja, das ist so. D.h. solche Übergriffe sind praktisch straffrei. Das liegt daran, dass die meisten Taten ohne Zeugen stattfinden (häufig in Partnerschaften) und Beweise, wenn vorhanden, oft nicht oder nicht rechtzeitig gesichert werden (können). Das heißt aber nicht, dass das Opfer lügt. Es heißt nur, dass es keine ausreichende Grundlage für eine gerichtliche Verurteilung gibt. Man kann es sich jetzt sehr einfach machen und sagen "Pech gehabt, ist halt so", oder man kann sich überlegen, wie man das ändern kann.
Was garantiert nicht hilft: Einer betroffenen Person erstmal Lügen zu unterstellen. Damit erreicht man, dass betroffene Personen sich zukünftig noch weniger trauen, sich jemandem anzuvertrauen, aus Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird oder dass ihnen eine Mitschuld gegeben wird. Auch das passiert regelmäßig.
Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Nach allem, was ich weiß zeigen Studien, dass Präventions- und Bildungsprogramme am effektivsten sind, so dass es gar nicht erst zu Taten kommt. Wichtig wären auch spezialisierte, niedrigschwellige Anlaufstellen für Opfer. An der Strafverfolgung etwas grundlegend zu drehen ist inhärent schwierig aus den genannten Gründen.
Ich persönlich finde jeden Beitrag, der Raptus nicht klar widerspricht, einen zu viel.
Und ich finde Seb-X Beitrag auch bezeichnend. Genauso wie deinen.
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Tania
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Dann musst Du wohl ziemlich oft explodieren. Denn in einem ausgesprochen großen Teil der Fälle, in denen jemand eine/n andere/n eines sexuellen Übergriffs beschuldigt, kommen irgendwann Anschuldigungen wie "A hat das doch nur erfunden, um B eins auszuwischen / nicht zugeben zu müssen, fremdgegangen zu sein / bessere Chancen im Sorgerrechtsstreit zu haben / eine Entschädigung rauszuschlagen / bekannt zu werden". Und in den meisten dieser Fälle erweist sich entweder die Anschuldigung von A oder B als falsch.
Nebenbei bemerkt: die vielzitierte Unschuldsvermutung gilt nur vor Gericht. Als Privatmenschen dürfen wir einem Opfer auch vor dem gerichtsfesten Beweis der Schuld oder Unschuld glauben und beistehen. Und selbst entscheiden, wen wir für das Opfer halten. Solange dieser Beistand nicht dazu führt, dass wir den Menschen, den wir für den Täter halten, angreifen und selbst irgendwelcher Dinge beschuldigen, ist das m.E. die sinnvollste Vorgehensweise.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Nein, Dein erster Satz ist nicht korrekt!Tania hat geschrieben: ↑24.04.2026, 12:30 Nebenbei bemerkt: die vielzitierte Unschuldsvermutung gilt nur vor Gericht. Als Privatmenschen dürfen wir einem Opfer auch vor dem gerichtsfesten Beweis der Schuld oder Unschuld glauben und beistehen. Und selbst entscheiden, wen wir für das Opfer halten. Solange dieser Beistand nicht dazu führt, dass wir den Menschen, den wir für den Täter halten, angreifen und selbst irgendwelcher Dinge beschuldigen, ist das m.E. die sinnvollste Vorgehensweise.
Die Unschuldsvermutung gilt bereits lange davor, beginnt bei den ersten Ermittlungen, zu einem Zeitpunkt wo überhaupt festgestellt wird, ob überhaupt eine Straftat begangen wurde. Damit wird der Umgang des Beschuldigten geprägt, und dadurch gesorgt das nicht schon vorneweg als feststehender Täter behandelt wird und die Ermittlungen beeinflusst werden.
Die Unschuldsvermutung gilt tatsächlich in erster Linie für staatliche Stellen - steht aber auch so im Pressekodex. Wir haben natürlich Artikel 5 GG - allerdings darfst Du als Privatperson einen Verdächtigen, der noch nicht vom Gericht als schuldig beurteilt wurde, trotzdem nicht als "Täter" bezeichnen - soweit reicht die Meinungsfreiheit nicht. Du darfst Deine Meinung kundtun, der Meinung sein, das jemand etwas bestimmtes getan haben könnte(!) - sobald Du aber deutlich äusserst jemand ist (!) ein Täter, bevor er überhaupt verurteilt wurde, machst Du Dich strafbar. Und damit tun sich gerade Mann und Frau sehr schwer!
Im Gegensatz zu Egil und diversen MABs und Abine hier, wurde ich im übrigen tatsächlich selbst vor vielen Jahren im beruflichen Umfeld fälschlich einer sexuellen Straftat verdächtigt - ich hatte es lange vor Kolinatan unter meinem alten Benutzernamen hier im Forum mal erwähnt in einer ähnlichen Auseinandersetzung im Forum wie jetzt hier - vielleicht Zeit jetzt die ganze Geschichte zu erzählen: Jemand hatte bei einer Angehörigen Spuren entdeckt, die er selbst als Spermaspuren identifiziert haben will. Er ging richtigerweise zur Polizei, und noch am selben Tag wurde ermittelt, Spuren sichergestellt. Ein Vortest auf Sperma, der aber wegen zu hoher falsch-positiver Ergebnisse vor Gericht nicht gültig ist, war scheinbar positiv. Ich wurde deshalb als Beschuldigter und damit erkennungsdienstlich - Fingerabdruck, Foto, Verhör - behandelt. Zum Glück keine U-Haft. Auch meine Kolleginnen wurden zu meiner Person befragt. Gegen den Rat meines Anwalts habe ich aus Angst, Stress und Druck trotzdem einer Speichelprobe zugestimmt und abgegeben. Der Kripobeamte riet mir gegen Straferleichterung doch zu gestehen - Verfahrensfehler und nicht legal. Nach zwei Wochen war deshalb der Spuk bereits beendet - aber auch ohne wäre es rausgekommen: das vermeintliche Sperma war klar einer Frau zuzuordnen und entstammte auch nicht den Geschlechtsorganen - auch das wurde untersucht. Das Verfahren wurde eingestellt, in den Medien kam dazu nie was. Die Akteneinsicht ergab übrigens, das eine Kollegin, weiblich, mir eine solche Tat bei der Befragung durch die Kripo offen zutraute, weil ich sinngemäss "so seltsam nett" sei.
Heute denke ich, dass Männer die Rate der Falschbeschuldigung weit überschätzen. Aber auch das Frauen die Rate deutlich unterschätzen. Wie oft lese ich bei Sexualstraftaten, das gegen ein Geständnis - also Deal mit der Staatsanwaltschaft - die Strafe geringer ausfiel....
Ich kann mir wegen meiner Erfahrungen auch gut vorstellen wie es als Frau sein muss, wenn man Opfer einer sexuelle Straftat wurde, aber mangels Beweisen es zu keiner Verurteilung des Täters kam, und der Täter frei herumläuft, und man deshalb plötzlich insgeheim als Falschbeschuldigerin gilt.
Tania - ginge es nach Dir, wäre es ja moralisch erlaubt diese Meinung kundzutun und ja auch kein Problem.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Naja. Solange die Meinung, wer der Täter ist, nicht dazu führt, dass derdiedas Täty wegen dieser unbewiesenen Meinung besondere gesellschaftliche Nachteile erfährt. "DIE sind Schuld!" war und ist immer problematisch, solange keine handfesten Nachweise (und, idealerweise, ein klar abgrenzabrer Tatvorwurf) vorliegen.
Anders gesagt: Meinung haben? Klar. Anderen helfen? Ja doch. Diese Meinung anderen zum Nachteil werden lassen: bitte nicht.
Zumal auch im Rahmen der staatlichen Justiz bei Weitem keine Gleichheit vor dem Gesetz herrtscht (ganz unabhängig vom hier verhandelten Thema, eher eins der Machtverteilung per Ressourcenverfügbarkeit - Kurzform: Geld+Einfluss).
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Stimmt. Mir ging es vor allem um den Unterschied zwischen Justiz und Privatperson. Aber "Gericht" ist natürlich nur die letzte Stufe an staatlichen Stellen ... danke dass Du das noch mal präzisiert hast.Vogel hat geschrieben: ↑24.04.2026, 15:18 Die Unschuldsvermutung gilt bereits lange davor, beginnt bei den ersten Ermittlungen, zu einem Zeitpunkt wo überhaupt festgestellt wird, ob überhaupt eine Straftat begangen wurde. Damit wird der Umgang des Beschuldigten geprägt, und dadurch gesorgt das nicht schon vorneweg als feststehender Täter behandelt wird und die Ermittlungen beeinflusst werden.
Die Unschuldsvermutung gilt tatsächlich in erster Linie für staatliche Stellen - steht aber auch so im Pressekodex.
Und der Pressekodex ... Naja. Ich bin irgendwie nicht so ganz davon überzeugt, dass die Presse ausgewogen und objektiv berichtet, nur weil sie den Konjunktiv verwendet oder hinter die reißerische Schlagzeile ein Fragezeichen setzt.... Aber ja, theoretisch sollte auch die Presse klar zwischen Verdachtsberichterstattung und Vorverurteilung unterscheiden.
sobald Du aber deutlich äusserst jemand ist (!) ein Täter, bevor er überhaupt verurteilt wurde, machst Du Dich strafbar.
Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich mit
klar genug ausgedrückt hatte, dass es nicht okay ist, den Menschen, den man für den Täter hält (Privatmeinung!), irgendwelcher Dinge, z.B. der Täterschaft, zu beschuldigen.
Als Beispiel: wenn eine Freundin heulend bei mir vor der Tür steht und erzählt, ihr Mann hätte sie verprügelt, kann ich frei entscheiden, ob ich ihr glaube. Wenn ich das tue, kann ich ihr meine Couch anbieten, ihr zuhören, ihr empfehlen, zur Polizei zu gehen, ich kann sogar ihren Mann anrufen und ihm sagen, dass ich auf ihrer Seite bin und er sich nicht die Mühe machen soll, bei mir aufzutauchen. Aber ich darf nicht Flugblätter mit seinem Foto und der Aufschrift "Frauenschläger" verteilen, oder im Freundeskreis rumerzählen, er hat seine Frau verprügelt. Es sei denn, ich war Zeuge dieser Tat .... dann kann ich natürlich über meine Beobachtungen reden.
Welche Meinung meinst Du jetzt?Tania - ginge es nach Dir, wäre es ja moralisch erlaubt diese Meinung kundzutun und ja auch kein Problem.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Glaube ich muss die Diskussion wieder etwas einfangen. Wollte jetzt keine Grundsatzdebatte zum Fall Ulmen führen, das war ja nur für mich der Denkanstoß,
Also erstmal ich bin definitiv kein INCEL. Diese Leute sind ja gerade nicht passiv sondern aktiv. Das bin ich nicht.
Ich reagiere nur und zwar mit Passivität.
Geb gern konkrete Beispiele:
1. Einfach mal jemand bei Insta anschreiben den man nicht kennt. Natürlich höflich nicht übergriffig oder unangemessen. Was passiert? Ich werde blockiert. Nicht mal keine Reaktion sondern direkt Blockade. Wie gesagt das kann man machen aber dann blockiere ich halt auch. Sollen sich doch die hotten Männer kümmern, wenn was passiert.
2. jemanden anschreiben den man persönlich kennt bzw. mal kennen gelernt hat; den man so zum erweiterten Bekanntenkreis zurechnet. Auch da kommt keine Reaktion.
Wie gesagt das ist alles in Ordnung, ich habe kein Anrecht darauf, das sehe ich im Gegensatz zu INCELS ein.
Aber dann verstehe ich nicht warum ich Frauen helfen soll, wenn so mit mir umgegangen wird.
Die ignorieren mich, ich ignoriere sie. Wie es in den Wald hinein schallt so kommt es auch wieder raus.
Also erstmal ich bin definitiv kein INCEL. Diese Leute sind ja gerade nicht passiv sondern aktiv. Das bin ich nicht.
Ich reagiere nur und zwar mit Passivität.
Geb gern konkrete Beispiele:
1. Einfach mal jemand bei Insta anschreiben den man nicht kennt. Natürlich höflich nicht übergriffig oder unangemessen. Was passiert? Ich werde blockiert. Nicht mal keine Reaktion sondern direkt Blockade. Wie gesagt das kann man machen aber dann blockiere ich halt auch. Sollen sich doch die hotten Männer kümmern, wenn was passiert.
2. jemanden anschreiben den man persönlich kennt bzw. mal kennen gelernt hat; den man so zum erweiterten Bekanntenkreis zurechnet. Auch da kommt keine Reaktion.
Wie gesagt das ist alles in Ordnung, ich habe kein Anrecht darauf, das sehe ich im Gegensatz zu INCELS ein.
Aber dann verstehe ich nicht warum ich Frauen helfen soll, wenn so mit mir umgegangen wird.
Die ignorieren mich, ich ignoriere sie. Wie es in den Wald hinein schallt so kommt es auch wieder raus.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Die Kritik bezog sich größtenteils darauf, dass dir das Beobachten solcher Situationen Genugtuung verschafft und du dir sowas genüsslich anschaust, statt einfach nur neutral.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Das mache ich täglich. Aber in einem ganz anderen Kontext.Raptus hat geschrieben: ↑25.04.2026, 06:51 1. Einfach mal jemand bei Insta anschreiben den man nicht kennt. Natürlich höflich nicht übergriffig oder unangemessen. Was passiert? Ich werde blockiert. Nicht mal keine Reaktion sondern direkt Blockade. Wie gesagt das kann man machen aber dann blockiere ich halt auch. Sollen sich doch die hotten Männer kümmern, wenn was passiert.
2. jemanden anschreiben den man persönlich kennt bzw. mal kennen gelernt hat; den man so zum erweiterten Bekanntenkreis zurechnet. Auch da kommt keine Reaktion.
Schreibe Bücher und nutze Insta für Marketing und Vernetzung. Die so genannte Community ist aber ein Witz.
Man muss sich als neue/r Autor:in dort bei allen möglichen "Bookies" anbiedern, um Rezensionen zu bekommen.
Keine Reaktion ist die häufigste.
Es lassen sich durchaus Vergleiche ziehen zwischen dem Buchmarkt und dem Datingmarkt.
Chancen haben nur die, die Mainstream sind und auffallen.
(In diesem Fall Romance und Romantasy Gedöns mit schörkeligen Covern und Farbschnitt und viel Spice.)
Meine Lösung wird sein, auf Nischen auszuweichen. Es gibt andere Plattformen, für Indie-Literatur usw.
Weg von Social Media, und allem, was oberflächliche Aufmerksamkeit erfordert.
Was sind das so für Frauen (ich nehme an, es geht um Frauen), die du anschreibst?
Schaust du vorher auf ihr Profil um was über sie zu erfahren, oder ob ihr was gemeinsam habt?
Nein, du bist kein Incel. Aber ich verstehe trotzdem nicht, was genau dir Genugtuung verschafft?
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Warum? Welchen Anlass gibst du dem angeschriebenen Menschen, den Ball aufzunehmen?
Irgendwie ist das für mich wie "Hey" auf der Straße. Oder, je nach Tonfall, Hinterherpfeifen.
Welchen Anlass gibst du dem angeschriebenen Menschen, den Ball aufzunehmen?
Ich habe gelernt: wenn ich ein bestimmtes Verhalten wünsche und es nicht von selbst schon kommt, muss ich mit gutem Beispiel anfangen. Einer muss anfangen, sonst wird das nie was. Wenn eine - oder sogar beide - Seiten aufeinander warten, wird das natürlich nix.
Was rufst du denn in den Wald? Wie du selbst sagst: so schallt es heraus ...
Und wie du richtig sagst: es gibt keine Verpflichtung, dass das entsprechend beantwortet wird.
Wie "mit dir umgegangen wird", finde ich auf Basis dieser Infos als völlig normales Alltagsverhalten. "Was will der denn und ausgerechnet von mir?" wäre mein erster und letzter Gedanke zu dem Thema. Erst wenn du diese Fragen mit deinem Anschreiben (oder Kontext, je nach Situation) zufriedenstellend beantwortest, kannst du auf eine höflichen Antwort hoffen. Immer noch nicht unbedingt mit einer Zusage.
Und es wäre schön, wenn du Menschen in offenbaren Notlagen unterstützt, soweit das in deinen Mglichkeiten ist. Völlig egal, ob "was zurück kommt". Was Gutes zu tun, ist m. E. für sich Belohnung genug.
Die Welt ist dir zu unfreundlich? Das Einfachste ist, selbst freundlicher zu sein.
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Wusel
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Folgender Kommentar soll sachlich und nicht moralisierend von mir gelesen werden.
Gesetzt dem Fall, es tritt eine Situation ein, in der einem Zivilcourage nicht selbst schädlich wird, sollte man eingreifen.
Aber viel banaler.. Ich stelle mir eine Situation vor, in der du einfach nur hilfreich sein könntest... und nach deinen Erläuterungen kommt bei mir ein Bild zustande, bei dem du deine potentielle Hilfe verzagst, sobald es sich hier um eine weibliche Person handelt, die diese brauchen könnte.
Das hat mehrere Probleme:
- Du reduziert die Person auf ihr Geschlecht und machst davon die Unterstützung abhängig. Das hat auch etwas von entmenschlichung für mich.
- Das hilfebedürfigte Indiviuum wird in entsprechender Situation in die Gemeinhaftung für die Gruppe "Frau/ Weiblich" genommen.
Um diese Probleme zu sehen, muss ich auch nicht aktiver Feminist sein.
Um bei der Metapher des Waldes zu Bleiben: Ruf doch da etwas Positives rein, dann kommt vielleicht auch etwas Positives zurück.
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Tony2021
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Es gibt nicht "die Frauen", auch nicht "die Männer", "die Politiker", "die Alten" oder ähnliche Verallgemeinerungen. von daher ignorieren dich sicher nicht "die", sondern du hast einfach von jeder dieser Frauen nicht die von dir erhoffte Antwort bekommen. Das mag schmerzhaft sein, ja. Das mag dich frustrieren, ja. Aber wie einige hier schon schrieben: Man kann nur selbst freundlich, hilfsbereit und höflich sein, ohne irgendeine Absicht, dann kommt vielleicht auch etwas von anderen Menschen zurück. Das einfach zu erwarten, wird nicht funktionieren.
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Seb-X
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?
Dieser Beitrag ist überhaupt nicht absurd. Es ist mir auch egal, ob du eine Antwort willst oder nicht. Wenn Männer Frauen nicht erklären sollen, was Feminismus ist, dann können sie auch keine Feministen sein. Somit können sie sich auch nicht als Frau fühlen. Dass Feministinnen diese Anmaßung, ein Mann fühlt u. identifiziert sich jetzt als Frau, sogar abfeiern, sagt eigentlich schon, dass der heutige Feminismus nur noch eine Verfallsform seiner selbst ist.Kisuli hat geschrieben: ↑21.04.2026, 20:36Unglaublich absurder Beitrag, der mit dem Thema nichts zu tun hat. Warum meint ein Mann eigentlich, für Frauen sprechen und Feminismus eigenmächtig umdefinieren zu können? (Ich will bitte keine Antwort)Seb-X hat geschrieben: ↑20.04.2026, 13:05Wenn "nur" - ich betreibe keine Verharmlosung - über die Fälle berichtet wird, in denen die (vermeintlichen) Täter weiße Männer sind, dann weiß ich bereits, dass es nicht wirklich um Feminismus geht. Ein sogenannter Feminismus, der kulturelle Unterschiede ausblendet mit dem ewigblöden Mantra "Männer generell" und die korrekte Erwähnung als Rassismus brandmarkt, ist keiner.Tania hat geschrieben: ↑20.04.2026, 05:50dieselbe ist, die man auch aus dem Fall Pelicot anderen bewiesenen und gut dokumentierten Fällen ziehen kann: nämlich dass Missbrauch von Menschen - hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Frauen - häufiger vorkommt, als man gemeinhin denkt, und dass die Täter - hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Männer - in allen Gesellschaftsschichten zu finden sind.
Für all die Frauen, die (sexuelle) Gewalt von islamischen jungen Männern erfahren haben, gibt es keine Solidemos. Demos, die das unter "alle Männer" zusammenfassen, sind keine Solidemos. Ein Feminismus, der islamische Ehrenmorde unter dem nichtssagenden Begriff Femizid verschwinden lässt, ist auch keiner.
Es ist ein riesiger Unterschied, ob eine Kultur sexuelle Gewalt grundsätzlich ächtet - oder sie gar erlaubt, z.B. gegen die ungläubigen "Schlampen" oder gar die eigene Ehefrau, falls die nicht will. Dass eine Gesellschaft dies verleugnet - die Negierung unter dem Motto "Männer generell" ist eine Leugnung - sagt nichts Gutes über diese Gesellschaft.
Ein sogenannter Feminismus, der das islamische Kopftuch - eine klare Sexualisierung der Frau - verharmlost oder gar als Empowerment abfeiert, hat sich längst von dem verabschiedet, was sich Zivilisation nennt. Er will keine Gerechtigkeit für Frauen, sondern das Bestehende zerstören. Er wird aber vollkommen unfähig sein, auf den Trümmern etwas Neues zu errichten.
Selbstverständlich hat der alltägliche, eingewanderte, nicht selten gewalttätige Sexismus gegen Frauen durch Männer aus Shitholekulturen sehr viel mit dem Thema zu tun.
Und ich hätte darauf sehr gerne eine Antwort, warum kulturelle Unterschiede keine Rolle spielen. Auch darauf, warum Männer keine Meinung gegenüber Frauen zu Feminismus haben sollten. Gerne auch auf die Frage, warum sogenannte Feministinnen gerne nichtwestliche Barbarei, die es in dieser Form in Europa selbst im tiefsten Mittelalter nicht gegeben hat, verteidigen. Und warum ist vielen dieser Feministinnen die bestialische Gewalt an israelischen Frauen am 7. Oktober 2023 scheißegal bis so gar so weit, dass sie ihnen oft von Vornherein nicht zuhören wollen? Warum soll es noch Feminismus sein, wenn die islamische Verkopftuchung von Frauen verteidigt wird?
Ich kann dir sagen, wie ich mir einen männlichen Feministen vorstelle: Er ist bereit, als letztmögliches Mittel Gewalt einzusetzen, um eine Frau zu verteidigen.
"Im innersten Gehäuse des Humanismus, als dessen eigene Seele, tobt gefangen der Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht."
(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)
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