Habt ihr noch Hoffnung?

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Todoloo
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Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Todoloo »

Ich habe in diesem Jahr schon ein paar Frauen kennengelernt.
Manchmal lag es an mir, dass nichts draus wurde, manchmal an den Frauen, manchmal wurde ich gekorbt und manchmal habe ich gekorbt.

Aber was bleibt ist dieses Bauchgefühl, dass sich diese Dynamik nie ändern wird. Es war immer so und es wird immer so bleiben. Es ergeben sich h oberflächliche Bekanntschaften, aber nie etwas Verbindendes, das Mut macht oder einen Funken auslöst.

Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, in diesem Leben noch eine Frau kennenzulernen, die zu mir passt und die auch auch attraktiv finde.

Habt ihr noch Hoffnung?

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Dreamer40
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Dreamer40 »

Was du beschreibst, hab ich auch mal erlebt (viele Kontakte, aber bis auf ein paar kürzere Beziehungsversuche größtenteils erfolglos), aber das ist bei mir mittlerweile über 15 Jahre her, so Anfang bis Mitte 30 war meine persönlich "erfolgreichste" Zeit, damals noch eher zu den Anfangszeiten des Internets, war es im Vergleich zu heute doch noch ziemlich einfach, per Internetchats, Foren, etc. schnell und unkompliziert, Frauen kennenzulernen. Und dazu war ich noch jung und naiv genug, um recht spontan auf Treffen einzugehen.

Heute allerdings ist bei mir der Zug quasi längst abgefahren. Die Frau, mit der ich es jetzt noch aushalten würde, müsste wohl erst geboren werden, ich weiß, wie das klingt, aber das entspricht in etwa meinen heutigen Gedanken zu dem Thema. Mit einem Wort also "Hoffnungslos"!
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Kolinatan
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Kolinatan »

Hoffnung basiert auf Glauben. Daher war Hoffnung für mich nie eine relevante Verhaltensweise. Hoffnung bewerte ich als wenig hilfreich, wenn ich etwas in meinem Leben verändern will. Entweder ich entscheide mich, alles zu tun, was notwendig ist, um mein Problem zu lösen und die gewünschte Veränderung zu bewirken oder ich entscheide mich dagegen.

Für mich war der Schlüssel zur Veränderung meinen Willen darauf zu fokussieren mein Leben zu verändern, begonnen bei mir selbst und meinen Glaubenssätzen. Aufzuhören bevor ich am Ziel war, war keine Option. Hoffnung hätte mir dabei nicht geholfen, denn Hoffnung ist etwas passives. Sie motiviert zu gar nichts. Für mich war es wichtig Zuversicht zu entwickeln und Vertrauen aufzubauen, dass ich es mir wert bin, ein anderes Leben haben zu wollen, statt mich selbst abzuwerten und als nicht liebenswert anzusehen.

Natürlich kann es schwer sein, gegen die eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und die eigene Vergangenheit sein Leben zu verändern. Muss es allerdings nicht. Je mehr ich bereit bin, die Vergangenheit nicht meine Zukunft bestimmen zu lassen, um so größer ist der Handlungsrahmen und die Möglichkeiten, welche mir zur Verfügung stehen. Wenn ich glaube, dass sich meine Vergangenheit in der Zukunft fortsetzen wird, dann habe ich schon verloren, denn gegen die eigenen Überzeugungen das eigene Leben zu verändern, wird nicht gelingen. Ich bleibe dann im Kreislauf meiner eigenen negativen Erwartungen gefangen.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Neugierig »

Da ich nicht mehr so darauf fokussiert bin, hoffe ich nicht mehr, sondern lebe hinein.
Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen. :shy:
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Tony2021 »

Hoffnung, tja schwierig zu sagen. Irgendwie ja, da ich aus dem Freundeskreis weiß, dass andere vermutliche AB es auch geschafft haben. Zuversicht und Vertrauen in meine eigene Stärke und meine Fähigkeiten und Ressourcen habe ich.

Nützt nur nichts, wenn man niemanden kennen lernt. Mein letztes Date war im Herbst 2022. im OD ist seitdem tote Hose, teilweise sind auf unterschiedlichen Plattformen die gleichen Fotos/Profile zu sehen (gilt natürlich auch für mich…).
katebe
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von katebe »

Kolinatan hat geschrieben: ↑01.04.2024, 17:02 Für mich war der Schlüssel zur Veränderung meinen Willen darauf zu fokussieren mein Leben zu verändern, begonnen bei mir selbst und meinen Glaubenssätzen. [...]

Je mehr ich bereit bin, die Vergangenheit nicht meine Zukunft bestimmen zu lassen, um so größer ist der Handlungsrahmen und die Möglichkeiten, welche mir zur Verfügung stehen.
Aber wie soll man das machen, wie nur? Denn das hier
Kolinatan hat geschrieben: ↑01.04.2024, 17:02 Natürlich kann es schwer sein, gegen die eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und die eigene Vergangenheit sein Leben zu verändern.
klingt für mich wie ein Ding der Unmöglichkeit. In diesem Thread wird die Frage gestellt, ob wir noch Hoffnung haben, eine/n Partner/in zu finden. Woher soll ich diese Hoffnung denn nehmen?
Wenn ich einen Stift 20 mal in der Hand halte, diese öffne und er herunterfällt, käme ich doch nie auf die Idee, zu denken "beim 21. Mal könnte er ja oben bleiben". Ich erlebe doch, dass das nicht passiert. Wenn ich von Frauen immer wieder als Partnerin abgelehnt werde, wieso sollte ich dann denken "irgendwann klappt es". Auch hier, ich erlebe doch, dass das nicht passiert. Nun kann ich natürlich nicht wie beim Stift-Beispiel mit physikalischen Gesetzen argumentieren, aber irgendeine Art von Gesetzmäßigkeit scheint da ja hinter zu stehen. Dass ich sie nicht kenne, heißt nicht, dass sie nicht existiert.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Kolinatan »

katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 07:03 Woher soll ich diese Hoffnung denn nehmen?
Wie ich schon geschrieben habe, halte ich nichts von Hoffnung. Sie ändert nichts. Wenn ich immer das Gleiche mache, ist es unwahrscheinlich, dass sich etwas am Ergebnis verändern wird.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 07:03 Wenn ich einen Stift 20 mal in der Hand halte, diese öffne und er herunterfällt, käme ich doch nie auf die Idee, zu denken "beim 21. Mal könnte er ja oben bleiben". Ich erlebe doch, dass das nicht passiert.
Es geht darum, dass Du Dein Verhalten änderst. Wenn Du möchtest, dass der Stift nicht herunterfällt, dann öffne die Hand nicht oder befestige ihn mit einer Schnur an Deinem Handgelenk oder lege ihn auf einen Tisch, damit er nicht zu Boden fällt. Es gibt viele Möglichkeiten, damit der Stift - trotz Beibehaltung der Schwerkraft - nicht auf den Boden fällt. Hoffnung ist kontraproduktiv, wenn sie dazu führt, dass Du Dein Verhalten beibehältst, in der Vorstellung irgendwann würde sich etwas am Ergebnis ändern.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 07:03 Ich erlebe doch, dass das nicht passiert. Wenn ich von Frauen immer wieder als Partnerin abgelehnt werde, wieso sollte ich dann denken "irgendwann klappt es".
Du sollst eben nicht denken, dass es irgendwann klappen würde. Das ist die dunkle Seite der Hoffnung: Aktionismus oder auch Passivität ohne sich dem Kern des Problems zu widmen. Ich halte es für besser, sich auf die Suche zu machen und zu analysieren, was die Gründe sind, warum es nicht klappt. Wenn Du es schaffst genug Vertrauen zu den Frauen aufzubauen, damit sie Dir offen und ehrlich sagen, warum sie Dich als Partnerin unakzeptabel finden, wird Dir das mehr helfen können. So kannst Du prüfen, ob ihre Ablehnung etwas mit Dir oder eher mit ihnen zu tun hat. Wenn es etwas ist, was mit Dir zu tun hat, kannst Du dann entscheiden ob Du es ändern willst und kannst.

Hoffnung hilft nicht, wenn sie dazu führt, dass Du versäumst das Problem in seiner Gänze zu verstehen und nach einer für Dich passenden Lösungen zu suchen. Daher vergiss die Hoffnung und versuch herauszufinden, was Dein Defizit ist, welches Dich aktuell aus dem Partnerspiel ausschließt. Finde die "Gesetzmäßigkeiten" heraus, aufgrund derer Du abgelehnt wirst. Selbst die Schwerkraft können wir überwinden, um so besser je besser wir ihre Wirkungsweise verstanden haben. Sich selbst besser zu verstehen und sein Verhalten und seine Strategien anzupassen, ist im Gegensatz dazu, gerade keine Raketenwissenschaft. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch zur Selbstreflexion fähig ist und zur Erkenntnis, woran es im sozialen Miteinander bei ihm hapert.

Wenn Du Dein Erleben aus der Vergangenheit nicht Deine Zukunft bestimmen lassen willst, dann schaffe bzw. such Dir ein Umfeld, in welchem Du eine andere Erfahrung machen kannst. Welche Rückmeldungen hast Du bisher erhalten, warum Du als Partnerin nicht akzeptiert wurdest? Welche Schlüsse hast Du aus diesen Rückmeldungen gezogen?
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Puzzleteil

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Puzzleteil »

Wer keine Hoffnung mehr hat ist tot. Und so hofft man leise, still und vielleicht unterbewusst vor sich hin ...

Bei realistischer Analyse der eigenen Chancen ... kann man insbesondere mit zunehmenden Alter oder anderer "Markt"-Nachteile (zu dies, zu das, zu jenes ...) den Mut verlieren. Zum anderen stellt sich die Frage, warum macht man eigentlich sein Lebensglück (subjektives Empfinden) davon abhängig ob man allein ist oder nicht? Ist das eine Entzugserscheinung von Hormonen die man als Single zu wenig produziert?
Schließlich hängt es vom Zufall ab, ob man nicht doch irgendwie, irgendwo, irgendwann mal dem/der richtigen begegnet. Das passiert sowieso meist nicht, wenn man es hofft oder plant (auf Annoncen antworten, selber Inserieren, in die Disko oder sonst wohin gehen ...), sondern einfach so, irgendwann, wenn man gerade überhaupt nicht damit rechnet. In diesem Sinne haltet die Augen offen :surprise: und macht euch nicht so viele Gedanken, die euch vom Leben abhalten, lebt einfach euer Leben.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von katebe »

Kolinatan hat geschrieben: ↑04.04.2024, 12:38 Es geht darum, dass Du Dein Verhalten änderst. [...] Hoffnung ist kontraproduktiv, wenn sie dazu führt, dass Du Dein Verhalten beibehältst, in der Vorstellung irgendwann würde sich etwas am Ergebnis ändern.
Ich teile deine Auffassung, dass sich das Ergebnis nicht ändert, wenn man sein Verhalten nicht anpasst. Mir geht es beim Thema Hoffnung eher um den Schritt davor. Vielleicht haben wir unterschiedliche Vorstellungen von diesem Wort? Es ist ja auch ein schwammiger Begriff. Vielleicht trifft es Zuversicht oder positive Erwartungshaltung besser? Wenn ich nicht davon ausgehe, dass eine Verhaltensänderung zu dem Ergebnis führt, das ich mir wünsche (weil die Verhaltensänderungen vorher auch nichts geändert haben), bin ich nicht motiviert, die Änderung vorzunehmen.
Ich laufe am Sonntag meinen ersten Halbmarathon. Wenn ich nicht die Hoffnung/Zuversicht/Erwartungshaltung gehabt hätte, mein Zeitziel zu erreichen (Ergebnis), hätte ich nicht angefangen, dafür zu trainieren (Verhaltensänderung). Wohlwissend, dass es natürlich keine Garantien gibt.
Kolinatan hat geschrieben: ↑04.04.2024, 12:38 Wenn Du es schaffst genug Vertrauen zu den Frauen aufzubauen, damit sie Dir offen und ehrlich sagen, warum sie Dich als Partnerin unakzeptabel finden, wird Dir das mehr helfen können.
Ich befürchte, das würde nicht so am Vertrauen zu diesen Frauen scheitern, sondern am Vertrauen zu mir, dass ich es gut verarbeiten könnte, wenn eine im Rahmen eines solchen Feedbacks einen meiner wunden Punkte treffen würde.
Kolinatan hat geschrieben: ↑04.04.2024, 12:38 Welche Rückmeldungen hast Du bisher erhalten, warum Du als Partnerin nicht akzeptiert wurdest? Welche Schlüsse hast Du aus diesen Rückmeldungen gezogen?
Eine sagte, als es in Richtung Beziehung mit uns ging, sie wolle sich nicht outen (ich glaube aber, das war gelogen und der wahre Grund war, dass sie mich als Lückenfüllerin benutzt hat). Ansonsten kommt sowas wie "es passt nicht/habe eine kennengelernt, mit der es besser passt/für mich ist das nur freundschaftlich". Schlüsse kann ich aus den Körben keine ziehen, ich tappe also völlig im Dunkeln.
Hast du jemals nützliche Rückmeldungen in dieser Hinsicht bekommen?
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von ManuAB »

Kurz und knapp: ja hab ich. Es hat mich manchmal sogar verrückt gemacht (denn keine Hoffnung haben und einfach ganz aufgeben, wäre wohl gemütlicher und befreidender), aber Gott hilft mir, wirklich daran zu glauben, dass für jeden die wahre Liebe draußen ist. Und selbst wenn nicht, dann hab ich noch meine Familie, ein paar Freunde und die endlose Liebe Gottes.
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Kolinatan
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Kolinatan »

katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 16:48 Vielleicht haben wir unterschiedliche Vorstellungen von diesem Wort?
Ja, vermutlich. Für mich ist Hoffnung etwas anderes als Zuversicht. Im meiner Vorstellung sprechen Menschen vom Hoffen vor allem, wenn sie nicht bereit sind mehr zu tun, als sie ggf. bereits getan haben auch wenn sie mehr tun könnten. Sicher gibt es in vielen Situationen keine Gewissheit, dass etwas zum Erfolg führt, insbesondere wenn andere Menschen involviert sind. Ich kann mir allerdings vornehmen so lange am Ball zu bleiben, bis ich das geschafft habe, was ich selbst beeinflussen kann. Auch wenn ich nur mein Handeln beeinflussen kann, so kann ich, wenn ich ohne wenn und aber bereit bin alles notwendige zu tun, auch in der Lage sein Zuversicht aufzubauen.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 16:48 Wenn ich nicht davon ausgehe, dass eine Verhaltensänderung zu dem Ergebnis führt, das ich mir wünsche (weil die Verhaltensänderungen vorher auch nichts geändert haben), bin ich nicht motiviert, die Änderung vorzunehmen.
Ja. Sich selbst zu motivieren weiterzumachen, ist sicher die schwerste Hürde, vor allem nach Misserfolgen. Hier kommt es darauf an zu verstehen, wo das Problem liegt, statt irgendetwas auszuprobieren. An dieser Stelle sehe ich auch das Verhalten von Menschen als problematisch an, welcher gerne mit "Tipps" kommen, was jemand probieren sollte, ohne dass sie das Problem des Menschen wirklich verstanden haben. Das jemand nach dem Ausprobieren von solchen unbrauchbaren Ratschläge irgendwann keinen Muße mehr hat, kann ich gut nachvollziehen. Deshalb, erst das Problem verstehen, dann nach Lösungen suchen und dann handeln.

Aus meiner Sicht, wenn Du die Überzeugung hast eine Lösung für Dein Problem gefunden zu haben, sollte damit auch genug Motivation verbunden sein, es ausprobieren zu wollen. Wenn Du nicht überzeugt bist, dass etwas Dein Problem löst oder dass es Dir mit der Veränderung besser geht oder Du es ohnehin nicht willst, dann ist es besser es zu lassen. Die Motivation kommt, wenn es für Dich der richtige Weg ist und Du davon überzeugt bist. So wie in Deinem Beispiel. Herzlichen Glückwunsch.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 16:48 Ich laufe am Sonntag meinen ersten Halbmarathon. Wenn ich nicht die Hoffnung/Zuversicht/Erwartungshaltung gehabt hätte, mein Zeitziel zu erreichen (Ergebnis), hätte ich nicht angefangen, dafür zu trainieren (Verhaltensänderung). Wohlwissend, dass es natürlich keine Garantien gibt.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 16:48 Ich befürchte, das würde nicht so am Vertrauen zu diesen Frauen scheitern, sondern am Vertrauen zu mir, dass ich es gut verarbeiten könnte, wenn eine im Rahmen eines solchen Feedbacks einen meiner wunden Punkte treffen würde.
Ja, dass kann ich gut nachvollziehen. Wenn Dich das Feedback betrifft und mit Dir statt mit ihr zu tun hat, ist es wahrscheinlich, dass es mit einem wunden Punkt bei Dir zu tun haben wird. Mein Eindruck aus verschiedensten Gesprächen ist, dass unsere Beziehungsprobleme eng mit solchen wunden Punkten in Verbindung stehen. Wenn Dir die wunden Punkte bereits klar sein sollten, könntest Du Wege suchen, um diese zu heilen und so eventuelle Einschränkungen für Deinen Handlungsrahmen auflösen.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 16:48 Schlüsse kann ich aus den Körben keine ziehen, ich tappe also völlig im Dunkeln.
Hast du jemals nützliche Rückmeldungen in dieser Hinsicht bekommen?
Ja, in dieser Form hilft es zunächst wenig. Dafür bräuchte es tiefere Antworten und klareres Nachfragen.

Ich kann mich im Moment nicht mehr an konkrete Rückmeldungen erinnern. In meiner Erinnerung ist es so, dass mir die Gespräche - auch ohne konkretes verbales Feedback - immer wieder einen Hinweis gegeben haben, zu meinen Defiziten. Ich erinnere mich gerade an ein Gespräch, wo ich mich zum letzten Mal "unglücklich" verliebt hatte und sie darauf direkt angesprochen hatte, warum es zwischen uns nicht funkt. Damals war die Rückmeldung, dass sie gar nicht offen war für mich, sondern im Orbit einer anderen Person gekreist ist. Für mich war es ein Anlass, mich tiefer mit meinem Verhalten des "sich verlieben" auseinander zu setzen und für mich zu entscheiden, dass ich meine Beziehungen zukünftig nicht mehr so beginnen werde, sondern deutlich klarer und rationaler in eine Beziehung gehe.

Ich kann nicht mehr sagen, in welchem Umfang ich durch verbales Feedback von potenziellen Partnerinnen auf meinen Weg gebracht wurde. Ich denke ich habe viele Schlüsse vor allem daraus gezogen, wie auf mein Verhalten reagiert wurde und dass ich nicht in der Lage war, ein bestimmtes Verhalten bei meiner potenziellen Partnerin zu provozieren. Insofern dürfte mir nonverbales Feedback geholfen haben zu verstehen, wo meine Defizite lagen. Insbesondere zu reflektieren, welches Verhalten von anderen Männern ich abgelehnt habe und aus welchen Gründen. Für mich war es wichtig meine Glaubenssätze aufzulösen, welche mich daran gehindert haben in Kontakt zu gehen und zu lernen, wie ich mein (sexuelles) Interesse zeigen kann ohne mich dafür zu schämen oder mir dabei merkwürdig vorzukommen.
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Einsamkeit_is_doof
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Nein, die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben und ich weigere mich auch sie aufzugeben. Ich hoffe einfach, dass es da draußen irgendwo "meine" Frau gibt. Wir müssen uns nur endlich mal über den Weg laufen... :coolgun:
Woher ich die Hoffnung nehme? Nun zum einen sehe ich oft optisch unattraktiv Typen mit einer tollen Frau an ihrer Seite. Und zum anderen würde ich schlichtweg verzweifeln, wenn ich endgültig meine Hoffnung aufgeben würde.
katebe hat geschrieben: ↑04.04.2024, 07:03
Wenn ich einen Stift 20 mal in der Hand halte, diese öffne und er herunterfällt, käme ich doch nie auf die Idee, zu denken "beim 21. Mal könnte er ja oben bleiben". Ich erlebe doch, dass das nicht passiert.
Dieser Gedankengang ist durchaus nachvollziehbar. Andererseits, würden Kinder so denken, könnte wohl kein Mensch mehr laufen. Wie oft fallen Kinder hin, bis sie richtig laufen können?! Würden sie nach dem 10. Mal aufgeben, dann wäre das ziemlich schlecht. Kinder haben den Eillen und die Hoffnung irgendwann laufen zu können. Und da sie nicht aufgeben, schaffen sie es auch... :gewinner:
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von knopper »

Todoloo hat geschrieben: ↑01.04.2024, 05:43 Aber was bleibt ist dieses Bauchgefühl, dass sich diese Dynamik nie ändern wird. Es war immer so und es wird immer so bleiben. Es ergeben sich h oberflächliche Bekanntschaften, aber nie etwas Verbindendes, das Mut macht oder einen Funken auslöst.
jo kenne ich sehr gut, und lässt auch bei mir die Hoffnung von Date zu Date immer weiter schwinden.
Jedes mal die Ernüchterung, dass ich nicht "gut genug" bin, dass mir irgendwas entscheidendes fehlt was man für eine Frau braucht...oder ich weiß es nicht.
Hoffnung habe ich schon noch, erst recht da ich seit kurzem wenigstens nicht mehr ganz "extrem HC-AB" bin. Aber soviel geändert hat sich dadurch nun auch nicht. Ich klopp mir deswegen jetzt nicht selber auf die Schulter und rede mir ein "ja du bist es" :D

Ich weiß, dass ich durchaus auf manche Frauen sympathisch wirke, kann das aber nicht so richtig für mich nutzen. oder ich wirke zwar sympathisch, nur sie ist halt so gar nicht mein Typ.
Todoloo hat geschrieben: ↑01.04.2024, 05:43 Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, in diesem Leben noch eine Frau kennenzulernen, die zu mir passt und die auch auch attraktiv finde.
..ist eigentlich mit steigendem Alter auch mehr und mehr ein wirklicher Glücksfall. Die Chancen nehmen eben immer weiter ab, da muss man sicher realistisch bleiben.
Die Hoffnung dass ich aber doch noch mal dieses Bauchkribbeln, dieses unglaubliche Gefühl des Verliebtseins spüre ist aber wie gesagt noch da.
Ich weiß wie es sich anfühlt, also geht es.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑05.04.2024, 07:36 Dieser Gedankengang ist durchaus nachvollziehbar. Andererseits, würden Kinder so denken, könnte wohl kein Mensch mehr laufen. Wie oft fallen Kinder hin, bis sie richtig laufen können?! Würden sie nach dem 10. Mal aufgeben, dann wäre das ziemlich schlecht. Kinder haben den Eillen und die Hoffnung irgendwann laufen zu können. Und da sie nicht aufgeben, schaffen sie es auch... :gewinner:
ja schön gesagt!
Zuletzt geändert von knopper am 05.04.2024, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Gody001 »

Aktuell ziemlich viel, ich habe mich scheinbar unnötig und viel zu lange versteckt.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Reinhard »

Todoloo hat geschrieben: ↑01.04.2024, 05:43 Habt ihr noch Hoffnung?

Hoffnung als Emotion ist nicht so einfach dem Aus- oder Anschalten zugänglich ... irgendwo hält sie sich noch hartnäckig, ist aber relativ unauffällig mittlerweile.

Von der rationalen Seite her betrachtet: meine Aussichten, jemand halbwegs passenden zu finden, schätze ich als sehr gering ein, und das wird auch nur geringfügig besser, wenn ich mich zu irgendwelchen Änderungen hinreiße, also lasse ich das auch sein. In dem Sinne als Handlungsmotivation habe ich demzufolge keine Hoffnung.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Himbeere »

Todoloo hat geschrieben: ↑01.04.2024, 05:43 Habt ihr noch Hoffnung?
Nö.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Seb-X »

Todoloo hat geschrieben: ↑01.04.2024, 05:43 Habt ihr noch Hoffnung?
Nein, überhaupt nicht.
"Im innersten Gehäuse des Humanismus, als dessen eigene Seele, tobt gefangen der Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht."
(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Videl »

Meine schwindet auch so langsam aber sicher. Je älter man wird, desto geringer wird auch die Hoffnung...
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von katebe »

Kolinatan hat geschrieben: ↑04.04.2024, 22:05 ...
Ich danke dir für die Hinweise, ich werde auf jeden Fall darüber nachdenken.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑05.04.2024, 07:36 Dieser Gedankengang ist durchaus nachvollziehbar. Andererseits, würden Kinder so denken, könnte wohl kein Mensch mehr laufen. Wie oft fallen Kinder hin, bis sie richtig laufen können?! Würden sie nach dem 10. Mal aufgeben, dann wäre das ziemlich schlecht. Kinder haben den Eillen und die Hoffnung irgendwann laufen zu können. Und da sie nicht aufgeben, schaffen sie es auch... :gewinner:
Das ist zwar ein netter Vergleich, der gerne mal bemüht wird, aber er hinkt gewaltig. Einer kurzen Google-Suche zufolge lernen Kinder das Laufen im Alter zwischen 8 und 18 Monaten (analog: im Teenageralter und frühen Erwachsenenalter haben die Menschen gewöhnlich ihre erste Beziehung). Es ist normal, dass sie 10 und mehr mal hinfallen. Nicht normal wäre, wenn sie 100.000 mal hinfallen und im Alter von 5 Jahren immer noch nicht laufen können (analog: über das frühe Erwachsenenalter hinaus immer noch keine Erfahrung gemacht zu haben). In dem Fall würden die Eltern das Kind zu einem/einer Spezialist/in schicken, der/die höchstwahrscheinlich irgendeine Art von körperlicher und/oder geistiger Einschränkung feststellen würde, die dem Kind das Laufen unmöglich macht (analog: man stellt fest, dass etwas nicht mit einem stimmt, das dafür sorgt, dass man als Partner/in immer abgelehnt wird). Also müssen Eltern und Kind nun damit klar kommen, dass das Kind niemals laufen wird (analog: dass man AB/Abine bleibt).
Zusammengefasst: es stimmt, dass Kinder mehrmals hinfallen, bis sie laufen lernen. Aber sie werden für ihre Bemühungen letztlich auch belohnt, sie halten sich irgendwo fest und stehen, dann versuchen sie die ersten Schritte, dann immer mehr. Sie erleben, dass sie Erfolg haben, Fortschritte machen, dass sie sich nicht umsonst abstrampeln. Ein Kind, dass das nicht erlebt, würde sehr wohl irgendwann aufgeben.
Trotzdem danke, ich weiß deine Absicht zu schätzen.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Abine »

Nein.
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