Verletzlichkeit als Quelle von Glück

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Kolinatan
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Verletzlichkeit als Quelle von Glück

Beitrag von Kolinatan »

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Satz, welcher heute in der Meditation gesagt wurde ("Das Denken hindert uns am Leben."), um mit einer passenden Quelle ein neues Thema zu starten, schließlich ist das Denken immer mal wieder Thema im Forum.

Nach einigen Abschweifungen zum Thema Denken bin ich dann auf das Thema Verletzlichkeit gestoßen. Nach der folgende Äußerung auf der Seite habe ich mich nun für das Thema Verletzlichkeit entschieden:
Browns Forschung legt nahe, dass Verwundbarkeit zum glücklich sein und zum Wachstum unerlässlich ist, und sie hat diese Auswirkungen direkt selbst erfahren. Obwohl sie sich anfangs schwer tat, erkannte sie schließlich, dass Verletzlichkeit das war, was sie brauchte, und sie hatte Recht. Warum tut es uns gut? Verwundbarkeit ist beängstigend, aber sie lässt uns sehr wichtige und wünschenswerte Dinge empfinden. Ohne sie gäbe es keine Liebe, Freude, Mut oder Kreativität. Mit jemandem zusammen zu sein bedeutet, verwundbar zu sein. Das Schreiben und Veröffentlichen eines Romans macht verwundbar. Um Hilfe zu bitten und Hilfe zu erhalten, macht verwundbar. Wenn wir das leugnen und versuchen zu vermeiden, gibt es auch kein Potenzial für Wachstum, Verbindungen und Kreativität.
Quelle: Sonia Jaeger
Es hat mich daran erinnert, dass die Bereitschaft verletzlich zu sein und sich entsprechend zu zeigen genau die Voraussetzung ist, um auch berührt zu werden und miteinander in Kontakt zu kommen. Für mich war es damals ein wichtiger Schritt, wieder mit der Welt in Resonanz zu kommen. Vergangenes loszulassen und aufzuhören mich aus Angst vor neuen Enttäuschungen oder Verletzungen entsprechende Situationen zu vermeiden. Nur im Kontakt mit Menschen bin ich in der Lage Zweisamkeit zu erleben. Insofern kann ich gut nachvollziehen, was damit gemeint ist, dass Verletzlichkeit zuzulassen wichtig ist, um selbst glücklich zu sein. Allerdings ist es aus meiner Sicht auch wichtig zu betonen, dass nur weil ich mich verletzlich zeige, es nicht bedeutet Verletzungen erdulden zu müssen.

Wie geht Ihr mit Verletzlichkeit um? Haltet Ihr es für ein Zeichen von Schwäche, wenn jemand um Hilfe bittet oder diese in Anspruch nimmt? Versucht Ihr das Zeigen von Verletzlichkeit um jeden Preis - auch den der Partnerlosigkeit - zu vermeiden?
:se-vulcan+: Lebe lang und in Frieden.

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Rantanplan
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Re: Verletzlichkeit als Quelle von Glück

Beitrag von Rantanplan »

Die eigene Verletzlichkeit zu zeigen ist keine Schwäche, sondern das Wichtigste, um zu jemandem eine Beziehung aufbauen zu können. Erst dann wird man jemanden wirklich kennen lernen. Vorher ist da nur die Oberfläche. Das Thema "sich öffnen" wurde ja früher hier schon ausgiebig diskutiert und ist für mich die Grundlage für alles, was dann noch kommt. Wenn man das alles vermeidet wird nie etwas Zwischenmenschliches passieren. Aber es hat natürlich auch sehr viel mit Vertrauen zu tun. Wer da grundsätzlich Probleme mit hat tut sich wohl sehr schwer.
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Re: Verletzlichkeit als Quelle von Glück

Beitrag von Dreamer40 »

Als hochsensibler Mensch könnte ich relativ viel dazu schreiben, aber grundsätzlich würd ich es begrüßen, wenn viel mehr Menschen in unserer Gesellschaft in der Lage wären, ihre eigenen sogenannten "Schwächen", ihre Ängste und Befürchtungen und vor allem ihre Verletzlichkeit offener zu äußern und dazu zu stehen. Denn dazu gehört üblicherweise genau das Gegenteil von "Schwäche", nämlich eine besondere Art von Charakterstärke und Selbstvertrauen! Ich hab Menschen nie wirklich als angenehm enpfunden, die aus bestimmten Gründen der gewohnheitsmäßigen Abwehrhaltung und Kompensation dazu neigen, ihre eigene "Fehlbarkeit" und "Unvollkommenheit" möglichst effizient zu verschleiern, so als wären solche Menschen irgendwo ein Leben lang in der Adoleszenz (wo so ein Verhalten womöglich noch verständlicher ist) steckengeblieben...

Es kann unglaublich schön und berührend sein, wenn einem ein Mensch (irgendwann) seine tiefsten Ängste, seine Zerbrechlichkeit oder Verletzlichkeit quasi ungeschminkt äußert, weil er dich quasi dazu auserkoren hat, dir einen kurzen aber tiefen Blick in seine Seele zu gestatten; das ist für mich einer der schönsten Vertrauensbeweise und meistens auch ein Zeichen besonderer Zuneigung..

Und abgesehen davon (wie schon oben erwähnt) ist diese Fähigkeit und Selbstakzeptanz (dass wir von Natur aus verletzliche, und emotional fein gestimmte Lebewesen sind) eine der vielen Meilensteine auf dem Weg zu innerlicher Freiheit und Harmonie; auch wenn wir im Grunde gerade durch diese Reflektion umso öfters und kontinuierlich an neue Türen stoßen, die sich nur hartnäckig und mit viel Ambition irgendwann öffnen lassen..
Zuletzt geändert von Dreamer40 am 27.05.2024, 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
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RomNey
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Re: Verletzlichkeit als Quelle von Glück

Beitrag von RomNey »

Rantanplan hat geschrieben: ↑27.05.2024, 03:57
Das was rantanplan sagt!

Passend dazu fällt mir ein Zitat aus dem song Widerstand von Curse ein:
"Ich bin für die, die sich Blöße geben, damit wir sehen
Und verstehen dass die echten Weisen in Schwäche zeigen die Größe sehen"
Zuletzt geändert von Kolinatan am 28.05.2024, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Normal ist was sich gut anfühlt!
Packeselin2024

Re: Verletzlichkeit als Quelle von Glück

Beitrag von Packeselin2024 »

Meine Verletzlichkeit hat man schamlos ausgenutzt, von daher gebe ich nichts mehr Preis.

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