Der Sigma-Mann

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Mannanna
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Der Sigma-Mann

Beitrag von Mannanna »

Bin gerade beim nächtlichen surfen darüber gestolpert:

https://www.youtube.com/watch?v=RoucrtF2AE4
Was ist ein Sigma male?

Die da beschriebenen Eigenschaften treffen oftmals auch auf MABsen zu (nicht auf mich natürlich. Ich bin bloß ein heruntergekommener und lethargischer alter Schnarchsack, der nachts auf dem Sofa herumhängt und im Netz surft... :roll: )
Aber in anderen Videos werden Sigmas als das erstrebenswerteste dargestellt, was Frau passieren kann. Also sollte der hoffnungsvolle junge AB vielleicht seine Eigenschaften eher hervorheben, dann könnt's was werden...
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Kolinatan
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Kolinatan »

Um es konkreter zu machen, worum es geht, die sieben Eigenschaften, welche Joyanima in ihrem Video als Eigenschaften diesem Typus Mann zuordnet:
  • Lone Wolf Tendencies - Einzelgänger-Tendenzen - Joyanima
  • Deeply Philosophical and Thoughtful - Tiefsinnig und nachdenklich - Joyanima
  • Effortless Adaptability - Mühelose Anpassungsfähigkeit - Joyanima
  • Value Driven Actions And Decisions - Wertorientiertes Handeln und Entscheiden - Joyanima
  • skillful in Unconventional Problem Solving - Geschickt in unkonventioneller Problemlösung - Joyanima
  • aversion to unnecessary drama - Abneigung gegen unnötiges Drama - Joyanima
  • preference for meaningful relationships - Vorliebe für bedeutungsvolle Beziehungen - Joyanima
Interessant ist, dass Joyanima zum Schluss als Tipp empfiehlt, dass der Sigma-Mann seine emotionale Intelligenz und damit seine Fähigkeit zur Empathie verbessern solle, um besser mit den Emotionen und Gefühlen von sich selbst und anderen umgehen zu können.

Zugleich wird der Begriff in der Wikipedia kritisch gesehen, weil er von Kritikern mit toxischer Maskulinität und unrealistischen Erwartungen verbunden wird. In einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten ist eine kurze Tabelle dargestellt, wo die dort aufgezählten sechs Eigenschaften für Sigma, Alpha und Beta verglichen werden. Zugleich sollte klar sein, dass alle drei Typen vor allem Projektionsflächen sind und keine wissenschaftliche Grundlage haben.
  • Selbstbewusstsein: Sigma-Männer sind sich ihrer Selbst und ihrer Fähigkeiten sicher. Bestätigung von anderen brauchen sie nicht, daher lassen sie sich auch nicht von der populären Meinung beeinflussen.
  • Unabhängigkeit: Sigma-Männer schätzen und bewahren ihre Freiheit. Ihnen ist es wichtig, dass sie für sich selbst sorgen können und sich nicht auf andere verlassen zu müssen.
  • Eigenständigkeit: Sigma-Männer gehen ihren eigenen Weg im Leben. Sie scheuen sich nicht davor, Risiken einzugehen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
  • Introspektion: Sigma-Männer nehmen sich Zeit für Selbstreflexion und kennen ihre Stärken und Schwächen. Sie arbeiten ständig daran, sich selbst zu verbessern.
  • Stoizismus: Sigma-Männer lassen sich nicht von ihren Emotionen kontrollieren. Sie bleiben ruhig und gefasst in schwierigen Situationen.
  • Mysteriös: Sigma-Männer sind oft geheimnisvoll und schwer zu durchschauen. Dies kann sie für andere attraktiv machen.
Quelle: stuttgarter-nachrichten.de
Zum Abschluss noch meine persönliche Einordnung, weil mich die aufgezählten Eigenschaften auf jeden Fall ansprechen. Auch wenn ich es eher wie ein Horoskop sehe, in welchem sich jeder irgendwie wiederfindet, weshalb ich gespannt bin, wie sich andere Mitglieder hier einordnen.

Bestätigung von anderen habe ich nie gesucht oder mich nach populären Meinungen gerichtet. Allerdings war ich meiner Selbst nicht immer so sicher wie ich es heute bin, allerdings weniger bezogen auf meine Fähigkeiten sondern eher die Schwierigkeit, wie ich mich gegenüber anderen Menschen verhalte und mit ihnen interagiere, um zu erfahren, welche Erwartungen sie an mich haben und sie zu verstehen. Ich schätze meine Unabhängigkeit und Freiheit ist ein Thema, welches mich in vielen Facetten beschäftigt. Philosophie und die gesellschaftlichen Systeme und Zusammenhänge zu verstehen und anders zu denken ist etwas, was mich seit vielen Jahren begleitet und beschäftigt.

Ich sehe mich eher als risikoavers, zumindest was konkrete finanzielle Risiken angeht. Trotzdem bin ich Risiken eingegangen, welche wohl auch nicht für jeden selbstverständlich sind, denn warum solle Mann bereit sein aus einem Flugzeug zu springen, dass dürfte vermutlich weiterhin das größte Risiko gewesen sein, was ich in meinem Leben bisher eingegangen bin. Meine eigenen Entscheidungen zu treffen ist für mich normal und wüsste gar nicht wie es anders funktionieren soll, auch wenn mir nicht jede davon leicht fällt.

Ich habe viele Jahre damit zugebracht mich zu reflektieren und meine Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen zu verbessern. Natürlich bin ich weiterhin dabei mich zu hinterfragen und meine Beweggründe klar zu haben. Ich weiß allerdings auch, dass ich bei den vielen Seminaren und Aktivitäten irgendwann an einem Punkt war, wo ich entschieden habe, dass ich meinen Fokus von mir jetzt wieder auf andere Themen ausrichte und das Projekt Selbstoptimierung, Heilung, AB-Status ablegen, jetzt abgeschlossen ist. Sicher strebe ich weiter danach, mich meinem höchsten Selbst anzunähern, aber nicht mehr mit dem Druck ein konkretes Ziel erreichen zu müssen. Aufgrund meiner Lebensgeschichte, war ohnehin der Punkt gegeben, dass Emotionen keine Kontrolle über mein Verhalten mehr erhalten haben, was dann eher die Arbeit war, sich diesen Bereich wieder zu erschließen. Für mich ist es allerdings weiterhin das Ideal, Entscheidungen auf der gemeinsamen Grundlage von Vernunft, Wissen, Bedürfnissen und Gefühlen zu treffen, ohne sich von Emotionen in die Irre führen zu lassen.

Dass mit dem Geheimnisvoll war schon immer ein Faible von mir, bis mein Wunsch und Bedürfnis größer geworden ist, auch gesehen und verstanden zu werden. Beides funktioniert eben nicht gleichzeitig. Allerdings mag ich auch heute immer noch auf manche Menschen unverständlich wirken, dann ist dies eben so. Um dem Wunsch nach Verbindung mit anderen Menschen zu erfüllen, habe ich mich mit Kommunikation und mit (kognitiver) Empathie beschäftigt, was vor allem mit den Schwerpunkten NLP und GFK erfolgte.

Was ich bis heute nicht sagen kann, ob ich introvertiert oder extrovertiert bin. Ich habe gelernt es zu genießen Aufmerksamkeit zu bekommen und mich zu exponieren, Vorträge zu halten und ebenso mich ich es zu beobachten, mich im Hintergrund zu halten. Ich bringe mich gerne ein, habe jedoch kein Interesse mich in den Vordergrund zu drängen.

Nun bin ich gespannt zu erfahren, wie ihr die Zuschreibungen zu diesem Typus seht und ob ihr diese als erstrebenswert anseht oder welche Eigenschaften und Verhaltensweisen ihr ggf. stattdessen priorisieren würdet. Danke.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Reinhard »

Also der einsame Wolf, der keinen Smalltalk kann oder will; der auch mal aneckt, wenn er sagt, dass sich die anderen verrannt haben; und das dann auch noch in handgerechen Denkhäppchen darlegen kann, worin der Irrtum der anderen besteht; der sich dann aber zurückzieht, wenn das Ganze auf ein Drama gegenseitiger Schuldzuweisungen zuläuft ...

... kurz: der Nörgler am Seitenrand, der nervend oft recht hat ...
... noch kürzer: :opa:


... der soll ein Typ sein, der für Frauen mysteriös anziehend sein soll?

Halte ich für ziemlichen Unfug. Eine bessere Grundlage für eine AB-Karriere gibt es wohl kaum, wenn wir mal psychische Krankheiten außen vor lassen.


By the way ... sollte jegliche Zuschreibung dann nicht auch für "Sigmafrauen" gelten?
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Karlsson »

Ich hatte mal hier oder im anderen Forum auf dem YouTube-Kanal ein ähnliches Video verlinkt:
https://www.youtube.com/watch?v=xmqqgKYnJEE(Hier wird auch der Unterschied zwischen Alphas, Betas und Sigmas dargelegt)

7 Dinge, die ein Sigma-Mann niemals tun würde (Alphas und Betas tun sie immer):
https://www.youtube.com/watch?v=yO0meZyoPok

Der unabhängige einsame Wolf, der nicht nach einer Machtposition strebt, sondern lieber nach seiner Freiheit. Der das Alleine sein bevorzugt und nicht ständig Leute um sich herum braucht. Der kein Bedürfnis nach externer Bestätigung sucht, der sich z. B. nicht als YouTuber zum Affen machen will. Der wenig Übung in Socializing hat, Smalltalk liegt ihm nicht so wirklich... Damit könnte ich mich identifizieren.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Levyn »

Reinhard hat geschrieben: ↑14.04.2025, 18:04 ... der soll ein Typ sein, der für Frauen mysteriös anziehend sein soll?
Ich verstehe den Sigma nicht als einen Mann, der als Einsiedler lebt, sondern vor allem seine eigenen Freiheiten und Prioritäten hoch hält und keine Frau braucht, um Bestätigung zu erfahren. Er sucht sich seine Gesellschaft gewählt aus, aber kann auch gut mit Menschen und auch mit Frauen. Letzteres kann er vor allem, weil es ihm nicht wichtig ist, dass er Bestätigung von ihr bekommt.
Meinem Verständnis nach ist das also jemand, der sich vor allem auf sich selbst konzentriert und seine Ziele erreichen möchte. Er hat gute Social Skills und ist auf jeder Party gerne gesehen, weil er eine gewisse Ruhe und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Er bevorzugt es sich trotzdem in keine Gruppe einzufügen, sondern hat viele einzelne Kontakte, die ihm mehr geben als ein großer Freundeskreis.
Der Einsiedler dagegen ist ja eher der Typ, der aufgrund seiner Umstände keine Menschen hat. Er sucht es sich nicht aus, sondern ist einfach Opfer seiner Umstände und hat sich damit irgendwie im Verlauf der Zeit arrangiert. Er kann mit anderen Menschen nicht viel anfangen und die nicht mit ihm. Daraus hat er dann seine Schlüsse gezogen. Er bleibt alleine, aber nicht unbedingt, weil er das so sehr möchte.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Kolinatan »

Levyn hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:44 Er hat gute Social Skills und ist auf jeder Party gerne gesehen, weil er eine gewisse Ruhe und Selbstbewusstsein ausstrahlt.
Entsprechend der Schilderungen der beiden Damen hätte ein Sigma keinen Grund auf eine Party zu gehen und ist eher weniger trainiert, was das Socializing angeht, da er nicht auf Bestätigung aus ist und auch nicht zu vielen Menschen Kontakte unterhält, da es ihm nicht darum geht im Mittelpunkt zu stehen.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Fehltrade »

moin,

ich werde aufgrund meiner Persönlichkeitsstruktur als schizoid gestört eingestuft, was ich aber nicht als Störung empfinde, sondern eher als nicht akzeptierte Abweichung zur Konformitätsmasse. Zudem empfinde ich bzgl. des "Lone Wolf-Daseins" auch keinen großen Leidensdruck. In ein ähnliches Schema dürften hochfunktionale Autisten (Asperger) und Leute mit ängstlich-vermeidender Persönlichkeitsstörung fallen.
Gemäß dem Video finde ich mich durchaus wieder:

-eher einzelgängerisch veranlagt
-auf Kontrolle bedacht, also eher Kopf- und Verstandesmensch und weniger Gefühlsmensch
-unempfindsam ggü. Kritik und Lob (Gruppenzwang zieht bei mir deutlich weniger)
-Vorlieben für eigenbrötlerische Tätigkeiten/ Hobbies

Hier wird das Ganze sehr viel positiver gesehen als von der breiten Masse. Der Bericht gefällt mir, da diese Menschen nicht als minderwertig oder "falsch" dargestellt werden.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Reinhard »

Levyn hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:44
Reinhard hat geschrieben: ↑14.04.2025, 18:04 ... der soll ein Typ sein, der für Frauen mysteriös anziehend sein soll?
Ich verstehe den Sigma nicht als einen Mann, der als Einsiedler lebt, sondern vor allem seine eigenen Freiheiten und Prioritäten hoch hält und keine Frau braucht, um Bestätigung zu erfahren. Er sucht sich seine Gesellschaft gewählt aus, aber kann auch gut mit Menschen und auch mit Frauen. Letzteres kann er vor allem, weil es ihm nicht wichtig ist, dass er Bestätigung von ihr bekommt.

Kann ja sein, dass er nicht prinzipiell ein Einsiedler sein muss, und soziale Fähigkeiten auch beherrscht. Aber ob das dann ausreicht für gut mit Menschen können, ist ja noch lange nicht gesagt. Als wahrscheinlicher sehe ich an, dass er sich nicht einfach den Meinungen der anderen anschließt und deshalb als Nörgler, Außenseiter, Besserwisser etc. rüberkommt. So jemand kann man auf eine Party einladen, aber muss man nicht.

Und das dann auch noch ein Attraktivitätsmerkmal sein soll, das ist ja dann der Hauptpunkt, an dem ich nicht mehr mitgehe. Wenn jemand behaupten würde, dass Firmen einen gewissen Anteil solcher Leute einstellen sollten, da sehe ich eine Logik.
Als Partner oder Ehemann hingegen ... wozu? :gruebel:
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Wolfcraft »

Ich finde die Eigenschaften des Sigma-Mannes findet man besonders oft in Filmen wieder. So Figuren wie Django, Dirty Harry oder Neo.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Levyn »

Reinhard hat geschrieben: ↑15.04.2025, 15:43 Und das dann auch noch ein Attraktivitätsmerkmal sein soll, das ist ja dann der Hauptpunkt, an dem ich nicht mehr mitgehe.
Naja, da antwortest du dir aber auf deine eigene Argumentation. Den Typus, den du beschreibst, würde eher in die Kategorie Omega Male passen. Der Außenseiter, der in seiner jeweiligen Passion gut ist, aber mit sozialen Interaktionen Schwierigkeiten hat und als Außenseiter gilt.
Reinhard hat geschrieben: ↑15.04.2025, 15:43 Kann ja sein, dass er nicht prinzipiell ein Einsiedler sein muss, und soziale Fähigkeiten auch beherrscht. Aber ob das dann ausreicht für gut mit Menschen können, ist ja noch lange nicht gesagt. Als wahrscheinlicher sehe ich an, dass er sich nicht einfach den Meinungen der anderen anschließt und deshalb als Nörgler, Außenseiter, Besserwisser etc. rüberkommt. So jemand kann man auf eine Party einladen, aber muss man nicht
Das sehe ich gerade nicht als Eigenschaften von Sigma Males. Er ist ja das Äquivalent zum Alpha Male, der aber keine Gruppe benötigt. Er ist genau so charismatisch wie ein Alpha Male, aber erhebt nicht den Anspruch eine Gruppe anzuführen oder sich einer Gruppe unterzuordnen. Er ist der Typ, der regelmäßig auf Partys von diversen Freundeskreisen eingeladen wird, aber nie zum Freundeskreis gehört, weil er sich keiner Gruppe zugehörig fühlen möchte, sondern einfach sein eigenes Ding macht. Er ist ein beliebter und interessanter Charakter, der aufgrund seiner Persönlichkeit gern gesehen ist. An ihn erinnern sich die Leute, so dass er nicht viel Anwesenheitszeit benötigt, damit Leute ihn kontinuierlich dabei haben wollen, obwohl er gar nicht zum Freundeskreis gehört. Er scheut zudem keineswegs soziale Interaktionen, sondern ist darin sogar sehr bewandert. Er scheut höchstens Commitment, die er selbst nicht bestimmen kann.
Kolinatan hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:58
Levyn hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:44 Er hat gute Social Skills und ist auf jeder Party gerne gesehen, weil er eine gewisse Ruhe und Selbstbewusstsein ausstrahlt.
Entsprechend der Schilderungen der beiden Damen hätte ein Sigma keinen Grund auf eine Party zu gehen und ist eher weniger trainiert, was das Socializing angeht, da er nicht auf Bestätigung aus ist und auch nicht zu vielen Menschen Kontakte unterhält, da es ihm nicht darum geht im Mittelpunkt zu stehen.
Warum hat er keinen Grund auf Partys zu gehen? Ein Sigma Male ist ja gerade nicht jemand, der vor allem soziale Interaktionen scheut. Er scheut lediglich sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen bzw. ein Commitment für die Gruppe einzugehen.
Fehltrade hat geschrieben: ↑15.04.2025, 11:09 -eher einzelgängerisch veranlagt
-auf Kontrolle bedacht, also eher Kopf- und Verstandesmensch und weniger Gefühlsmensch
-unempfindsam ggü. Kritik und Lob (Gruppenzwang zieht bei mir deutlich weniger)
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Egil »

Levyn hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:44 Meinem Verständnis nach ist das also jemand, der sich vor allem auf sich selbst konzentriert und seine Ziele erreichen möchte. Er hat gute Social Skills und ist auf jeder Party gerne gesehen, weil er eine gewisse Ruhe und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Er bevorzugt es sich trotzdem in keine Gruppe einzufügen, sondern hat viele einzelne Kontakte, die ihm mehr geben als ein großer Freundeskreis.
Ohne mir jetzt die Zeit genommen zu haben, das Video anzusehen, und mich nur auf Kolinatans Zusammenfassung und Dinge, die ich bereits anderen Orts irgendwann einmal gelesen habe, sehe ich das nicht so. Sicher gibt es verschiedene Ausprägungen, und der ruhige, besonnene Typ ist auf Partys "gern gesehen", weil er keinen Stress macht, er steht aber auch nicht im Mittelpunkt und ist somit auch nicht der Typ, der essentiell für die Party ist, wie der extrovertierte Alpha.
Der Einsiedler dagegen ist ja eher der Typ, der aufgrund seiner Umstände keine Menschen hat. Er sucht es sich nicht aus, sondern ist einfach Opfer seiner Umstände und hat sich damit irgendwie im Verlauf der Zeit arrangiert. Er kann mit anderen Menschen nicht viel anfangen und die nicht mit ihm. Daraus hat er dann seine Schlüsse gezogen. Er bleibt alleine, aber nicht unbedingt, weil er das so sehr möchte.
Das wäre dann die andere Ausprägung. Wenn die Eigenschaft "lonesome wolf" die "mühelose Anpassungsfähigkeit" übersteigt, wirst du halt Einsiedler. Du scheinst dir nicht vorstellen zu können, dass manche Menschen keine intrinsische Motivation haben, viel mit anderen Menschen zu verkehren, was bei mir zum Beispiel zutrifft. Bis auf den Punkt mit der Anpassungsfähigkeit könnte ich das auch alles für mich unterschreiben, wobei man auch darüber noch streiten könnte.

Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass Karthago zerstört werden muss das Konzept nicht unwissenschaftlich sein kann. Es ist zunächst einmal eine Definition: "Wir nehmen Männer mit bestimmten Eigenschaften und nennen die jetzt Sigma". Das ist zunächst einmal weder wissenschaftlich noch unwissenschaftlich. Unwissenschaftlich können dann allenfalls irgendwelche Behauptungen über diese Gruppe von Männern als Teilmenge aller Männer sein, oder Untersuchungen, die nicht wissenschaftlichen Standards genügen.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Fehltrade »

moin,

ob ich Omega oder Sigma bin, ist mir ehrlich gesagt auch schnuppe. Die jeweilige Einstufung macht mich nicht besser oder schlechter als Mensch.
Ich kannte bisher nur die bekannten Varianten wie Alpha und Beta, mit denen ich sicherlich noch weniger Schnittpunkte aufweise.
Es soll interessanterweise 7 verschiedene Ausprägungen geben und alle haben irgendwie ihre Vorteile und Nachteile.
Ein totaler Einzelgänger bin ich übrigens nicht, da ich 2 Vereinen angehöre und neben der Arbeit ein Ehrenamt ausübe. Allzu engmaschige Beziehungen sind mir allerdings zuwider, was mit Vorkommnissen aus meiner Kindheit und Jugend zusammenhängt.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Reinhard »

Levyn hat geschrieben: ↑15.04.2025, 19:59
Reinhard hat geschrieben: ↑15.04.2025, 15:43 Und das dann auch noch ein Attraktivitätsmerkmal sein soll, das ist ja dann der Hauptpunkt, an dem ich nicht mehr mitgehe.
Naja, da antwortest du dir aber auf deine eigene Argumentation. Den Typus, den du beschreibst, würde eher in die Kategorie Omega Male passen. Der Außenseiter, der in seiner jeweiligen Passion gut ist, aber mit sozialen Interaktionen Schwierigkeiten hat und als Außenseiter gilt.

Ich bin nun nicht gerade firm, was solche Unterteilungen angeht. :schuechtern: Für mich sieht das so aus, dass das Verhalten von Omegas und Sigmas gleich beschrieben wird, aber beim einen klappts und beim anderen nicht. Ähh .... ja. Wenn ich vorraussetze, dass einer gut ankommt, dann kommt natürlich raus, dass er gut ankommt, ohne dass das Erklärwert hat.

Eine eigenständige Antwort, was den Sigma attraktiv und/oder zu einem guten Partner machen würde, ist das nicht.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Seb-X »

Karlsson hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:19 Der unabhängige einsame Wolf, der nicht nach einer Machtposition strebt, sondern lieber nach seiner Freiheit. [...]
Also der Mann, der eigentlich allen anderen überlegen ist, aber leider merkt es keiner außer er.
Nee, dass ist zu billig.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.04.2025, 00:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Karlsson »

Seb-X hat geschrieben: ↑17.04.2025, 22:17
Karlsson hat geschrieben: ↑14.04.2025, 20:19 Der unabhängige einsame Wolf, der nicht nach einer Machtposition strebt, sondern lieber nach seiner Freiheit. [...]
Also der Mann, der eigentlich allen anderen überlegen ist, aber leider merkt es keiner außer er.
Nee, dass ist zu billig.
??
Verstehe ich nicht. Es geht doch nicht darum, dass er sich Anderen überlegen fühlt, der Beste ist oder ein besonders toller Hecht ist, sondern um etwas verdammt Kostbares, was mit Geld nicht zu bezahlen ist...
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von kaylin »

Der Unterschied zwischen einem Sigma und einem Omega ist, dass der Sigma die Wahl hat, der Omega hat sie nicht. Der Sigma ist attraktiv, selbstbewusst und selbstsicher im Allgemeinen und gegenüber Frauen. Dies ist der Omega in den meisten Fällen nicht. Der Sigma ist quasi der Fels in der Brandung, der seinen eigenen Weg geht, aber auf Frauen zugreifen kann, sofern er dies möchte. Dies hat also nichts mit Omega und um es direkt zu sagen, auch nichts mit ABlern zu tun.

Dies ist eine reine Erklärung und hat nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun und was ich von solchen Unterteilungen halte.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Two-Tone »

Alpha kommt zuerst. Auch im Tierreich. Dann Beta, Gamma, Delta, usw. Am Ende kommt Omega.

Derjenige, der Sigma als Rangstatus erfand, wusste wohl nichts vom griechischen Alphabet. Daher wird für mich der Sigma im sozialen Status immer unter dem Rho stehen.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Reinhard »

kaylin hat geschrieben: ↑26.04.2025, 13:22 Der Unterschied zwischen einem Sigma und einem Omega ist, dass der Sigma die Wahl hat, der Omega hat sie nicht. Der Sigma ist attraktiv, selbstbewusst und selbstsicher im Allgemeinen und gegenüber Frauen. Dies ist der Omega in den meisten Fällen nicht.
Interessant zu wissen wäre halt, was der Omega-Mann(*) tun müsste, um zu einem Sigma zu werden. Warum ist der Sigma attraktiv, was macht der anders?

(*) nicht der Film dieses Namens
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von kaylin »

Reinhard hat geschrieben: ↑26.04.2025, 21:56 Warum ist der Sigma attraktiv, was macht der anders?
Auf jeden Fall schon mal für einen Großteil der Frauen gut/attraktiv aussehen. Mit dem richtigen Styling, Kleidung und einem passenden Haarschnitt/Bart kann man da schon einiges herausholen. Ansonsten vor allem selbstbewusst sein bzw. daran wirklich arbeiten und von sich in einem gesunden Maße überzeugt sein. Dies strahlt man dann ja auch aus. Ansonsten charismatisch und auch ein wenig frech sein. Sich etwas trauen und auch mit möglicher Ablehnung von anderen entspannt umgehen. Das Ganze hängt natürlich auch wieder mit dem Selbstwert zusammen. Außerdem sollte der Mann Ziele in seinem Leben haben und dem leidenschaftlich nachgehen. Wichtig ist aber auch nicht zum Arschloch zu mutieren, sondern trotzdem respektvoll, fair und menschlich zu sein und das nicht nur zu Frauen, welche man attraktiv findet, sondern zu jeder Person, die einem freundlich begegnet.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 27.04.2025, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Der Sigma-Mann

Beitrag von Kolinatan »

Diese ganzen Stereotypen sind reine Projektionsflächen und jedes wirft das auf die Leinwand, was es will, wie andere idealer Weise sein sollten.
Reinhard hat geschrieben: ↑26.04.2025, 21:56 Interessant zu wissen wäre halt, was der Omega-Mann(*) tun müsste, um zu einem Sigma zu werden.
Die Frage wäre, warum ein Omega-Mann so etwas tun sollte? Du gehst von einer negativen Zuschreibung aus und dass der Omega ein Archetype wäre, welcher so wie er ist lieber ein anderer sein solle. Das ist Unsinn. Es geht nicht darum, dass wir zu einer leeren Hüllen verkommen, nur weil jedes mit unserem Wesen und unserem Sein nichts anfangen kann und wir von außen angelegten Maßstäben versuchen gerecht zu werden.

Die Frage ob ein Omega ein Sigma werden sollte ist etwa so sinnvoll wie wenn Du fragst, wie ein Wassermann zu einem Skorpion wird, weil man meint das Horoskop von dem einen Sternzeichen sei viel attraktiver als das des anderen.

Die einzige Frage die ich zu stellen für sinnvoll halte: Bin ich glücklich und zufrieden, so wie ich bin oder nicht? Sollte ich erkennen, dass ich unglücklich bin, ist es sinnvoll zu fragen, warum das so ist und was ich tun kann um das zu ändern. Es geht nicht darum irgendjemand zu werden, sondern das Selbst zu leben, welches einem sowohl dem Empfinden von Glück sowie Zufriedenheit so nahe bringt, wie es für einen unter den jeweiligen Umständen möglich ist. Ohne etwas zu sein, was Mann nicht ist oder sein möchte.
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