Um es konkreter zu machen, worum es geht, die sieben Eigenschaften, welche Joyanima in ihrem Video als Eigenschaften diesem Typus Mann zuordnet:
- Lone Wolf Tendencies - Einzelgänger-Tendenzen - Joyanima
- Deeply Philosophical and Thoughtful - Tiefsinnig und nachdenklich - Joyanima
- Effortless Adaptability - Mühelose Anpassungsfähigkeit - Joyanima
- Value Driven Actions And Decisions - Wertorientiertes Handeln und Entscheiden - Joyanima
- skillful in Unconventional Problem Solving - Geschickt in unkonventioneller Problemlösung - Joyanima
- aversion to unnecessary drama - Abneigung gegen unnötiges Drama - Joyanima
- preference for meaningful relationships - Vorliebe für bedeutungsvolle Beziehungen - Joyanima
Interessant ist, dass Joyanima zum Schluss als Tipp empfiehlt, dass der Sigma-Mann seine emotionale Intelligenz und damit seine Fähigkeit zur Empathie verbessern solle, um besser mit den Emotionen und Gefühlen von sich selbst und anderen umgehen zu können.
Zugleich wird der Begriff in der
Wikipedia kritisch gesehen, weil er von Kritikern mit toxischer Maskulinität und unrealistischen Erwartungen verbunden wird. In einem
Artikel der Stuttgarter Nachrichten ist eine kurze Tabelle dargestellt, wo die dort aufgezählten sechs Eigenschaften für Sigma, Alpha und Beta verglichen werden. Zugleich sollte klar sein, dass alle drei Typen vor allem Projektionsflächen sind und keine wissenschaftliche Grundlage haben.
- Selbstbewusstsein: Sigma-Männer sind sich ihrer Selbst und ihrer Fähigkeiten sicher. Bestätigung von anderen brauchen sie nicht, daher lassen sie sich auch nicht von der populären Meinung beeinflussen.
- Unabhängigkeit: Sigma-Männer schätzen und bewahren ihre Freiheit. Ihnen ist es wichtig, dass sie für sich selbst sorgen können und sich nicht auf andere verlassen zu müssen.
- Eigenständigkeit: Sigma-Männer gehen ihren eigenen Weg im Leben. Sie scheuen sich nicht davor, Risiken einzugehen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
- Introspektion: Sigma-Männer nehmen sich Zeit für Selbstreflexion und kennen ihre Stärken und Schwächen. Sie arbeiten ständig daran, sich selbst zu verbessern.
- Stoizismus: Sigma-Männer lassen sich nicht von ihren Emotionen kontrollieren. Sie bleiben ruhig und gefasst in schwierigen Situationen.
- Mysteriös: Sigma-Männer sind oft geheimnisvoll und schwer zu durchschauen. Dies kann sie für andere attraktiv machen.
Quelle:
stuttgarter-nachrichten.de
Zum Abschluss noch meine persönliche Einordnung, weil mich die aufgezählten Eigenschaften auf jeden Fall ansprechen. Auch wenn ich es eher wie ein Horoskop sehe, in welchem sich jeder irgendwie wiederfindet, weshalb ich gespannt bin, wie sich andere Mitglieder hier einordnen.
Bestätigung von anderen habe ich nie gesucht oder mich nach populären Meinungen gerichtet. Allerdings war ich meiner Selbst nicht immer so sicher wie ich es heute bin, allerdings weniger bezogen auf meine Fähigkeiten sondern eher die Schwierigkeit, wie ich mich gegenüber anderen Menschen verhalte und mit ihnen interagiere, um zu erfahren, welche Erwartungen sie an mich haben und sie zu verstehen. Ich schätze meine Unabhängigkeit und Freiheit ist ein Thema, welches mich in vielen Facetten beschäftigt. Philosophie und die gesellschaftlichen Systeme und Zusammenhänge zu verstehen und anders zu denken ist etwas, was mich seit vielen Jahren begleitet und beschäftigt.
Ich sehe mich eher als risikoavers, zumindest was konkrete finanzielle Risiken angeht. Trotzdem bin ich Risiken eingegangen, welche wohl auch nicht für jeden selbstverständlich sind, denn warum solle Mann bereit sein aus einem Flugzeug zu springen, dass dürfte vermutlich weiterhin das größte Risiko gewesen sein, was ich in meinem Leben bisher eingegangen bin. Meine eigenen Entscheidungen zu treffen ist für mich normal und wüsste gar nicht wie es anders funktionieren soll, auch wenn mir nicht jede davon leicht fällt.
Ich habe viele Jahre damit zugebracht mich zu reflektieren und meine Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen zu verbessern. Natürlich bin ich weiterhin dabei mich zu hinterfragen und meine Beweggründe klar zu haben. Ich weiß allerdings auch, dass ich bei den vielen Seminaren und Aktivitäten irgendwann an einem Punkt war, wo ich entschieden habe, dass ich meinen Fokus von mir jetzt wieder auf andere Themen ausrichte und das Projekt Selbstoptimierung, Heilung, AB-Status ablegen, jetzt abgeschlossen ist. Sicher strebe ich weiter danach, mich meinem höchsten Selbst anzunähern, aber nicht mehr mit dem Druck ein konkretes Ziel erreichen zu müssen. Aufgrund meiner Lebensgeschichte, war ohnehin der Punkt gegeben, dass Emotionen keine Kontrolle über mein Verhalten mehr erhalten haben, was dann eher die Arbeit war, sich diesen Bereich wieder zu erschließen. Für mich ist es allerdings weiterhin das Ideal, Entscheidungen auf der gemeinsamen Grundlage von Vernunft, Wissen, Bedürfnissen und Gefühlen zu treffen, ohne sich von Emotionen in die Irre führen zu lassen.
Dass mit dem Geheimnisvoll war schon immer ein Faible von mir, bis mein Wunsch und Bedürfnis größer geworden ist, auch gesehen und verstanden zu werden. Beides funktioniert eben nicht gleichzeitig. Allerdings mag ich auch heute immer noch auf manche Menschen unverständlich wirken, dann ist dies eben so. Um dem Wunsch nach Verbindung mit anderen Menschen zu erfüllen, habe ich mich mit Kommunikation und mit (kognitiver) Empathie beschäftigt, was vor allem mit den Schwerpunkten
NLP und
GFK erfolgte.
Was ich bis heute nicht sagen kann, ob ich introvertiert oder extrovertiert bin. Ich habe gelernt es zu genießen Aufmerksamkeit zu bekommen und mich zu exponieren, Vorträge zu halten und ebenso mich ich es zu beobachten, mich im Hintergrund zu halten. Ich bringe mich gerne ein, habe jedoch kein Interesse mich in den Vordergrund zu drängen.
Nun bin ich gespannt zu erfahren, wie ihr die Zuschreibungen zu diesem Typus seht und ob ihr diese als erstrebenswert anseht oder welche Eigenschaften und Verhaltensweisen ihr ggf. stattdessen priorisieren würdet. Danke.