Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

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Elfriede

Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Elfriede »

Hallo nochmal liebes Forum,

immernoch setze ich mich intensiv mit dem AB-Thema auseinander, um meinen Sohn und auch meinen Mann besser verstehen zu können. Mein Mann ist EX-AB, ich bin seine erste und einzige Beziehung, und mein Sohn ist HC-AB.

Jetzt habe ich einen interessanten Podcast gefunden, in dem die These aufgestellt wird, dass Sex und Liebe gelernt werden müssen, wie eine Fremdsprache. Ich habe noch nicht alles gehört aber ich habe den Tag über diesen Gedanken weiter verfolgt und finde immer mehr Parallelen.

Wie beim Erlernen einer Sprache gibt es ja Naturtalente und weniger begabte Menschen, die sich alles hart erarbeiten müssen. Und wie beim Sprachen lernen, fällt es insgesamt schwerer, je älter man ist. Also durchschnittlich beginnt das Sex- und Beziehungsleben ja in der Teenie-Zeit so mit 15 oder 16. Dann fällt es auch noch relativ leicht, da ja noch niemand in diesem Alter sonderlich viel Erfahrungen hat und Unsicherheiten oder Ungeschicktheit somit schneller vergeben werden. Je älter man wird , desto höher die Wahrscheinlichkeit, auf eine*n Partner*in zu treffen, die bereits vorgebildet ist und entsprechende Erwartungen hat. Das verunsichert zusätzlich.

Und dann gibt es da die Personen, die sofort einen bestimmten chinesischen Dialekt erlernen wollen, (weil sie einer bestimmten Person nachjagen) und dabei übersehen, dass sie in diese chinesische Provinz vielleicht niemals einreisen dürfen. Dabei wäre es doch so viel einfacher und auch gewinnbringender zuerst mal z.B. durchschnittlich gut englisch sprechen zu können, da man damit in den meisten Regionen der Welt gut zurecht kommt.

Aber wie beim Erlernen neuer Fremdsprachen ist man auch für das Erlernen der notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten in Sachen Liebe niemals zu alt. Vielleicht wird man kein native Speaker mehr aber zum Einkaufen und essen gehen sollte es allemal reichen. Und vielleicht braucht man dazu gelegentlich einen Nachhilfelehrer, sprich Therapeuten oder Coach oder zumindest einen verständnisvollen Menschen an der Seite. Was meint ihr? Findet ihr diesen Vergleich genau so spannend wie ich gerade?

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
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Kolinatan
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Kolinatan »

Magst Du den Podcast noch verlinken, vielleicht möchten auch andere Mitglieder mal reinhören?

Ja, es gibt durchaus einige Bilder, welche hier mit dem Sprachen lernen in Verbindung gebracht werden können. Wobei ich es allerdings nicht allein mit einer Fremdsprache sondern sogar auch mit der Muttersprache als Bild assoziieren würde.

Wie sind alle in Beziehung mit anderen Menschen und auch Sexualität ist uns standardmäßig zu eigen. So wie wir unsere Muttersprache fast selbstverständlich lernen. Wie viel wir daraus machen, ist sehr verschieden.

Nur weil ich mich in einer Sprache ausdrücken kann, heißt es noch lange nicht, dass ich auch ein guter Redner oder Zuhörer bin, ganz zu schweigen davon, ob ich z.B. die Grammatik meiner Sprache verstanden habe und diese erklären könnte.

So schaffen es zwar viele Menschen in eine Paarbeziehung, aber sie können nicht erklären, wie es dazu gekommen ist. So wie Muttersprachler meist nicht die Grammatik ihrer Sprache vollständig erklären können, so sind Menschen, welche einfach so in Beziehung kommen, oft auch nicht in der Lage zu erklären, was nötig ist, um dies zu erreichen.

Ja, es gibt viele Parallelen und auch eine Sprache werde ich nur schlecht lernen können, solange ich diese nur theoretisch lerne und sie nicht für den Austausch mit anderen Menschen nutze. Würden Menschen nicht mit uns sprechen, würden wir gar keine Sprache sprechen, nicht einmal unsere Muttersprache. Alle Lernerfahrung, sowohl bei Sprache als auch bei Beziehungen und Sexualität, sind eng verbunden mit den Menschen, mit denen wir interagieren. Ohne Interaktion gibt es wenige Lernimpulse.
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Diomedes
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Diomedes »

Zumindest das Flirten ist und war immer für mich eine Geheimsprache die ich nie lernen konnte zu beherrschen.

Ein erfolgreicher Flirt ist eigentlich auch die Königsdisziplin der Kommunikation. Logisch dass das nicht jeder Mensch erlernen kann.
Meffi

Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Meffi »

Elfriede hat geschrieben: ↑12.05.2025, 10:58 Wie beim Erlernen einer Sprache gibt es ja Naturtalente und weniger begabte Menschen, die sich alles hart erarbeiten müssen. Und wie beim Sprachen lernen, fällt es insgesamt schwerer, je älter man ist.
Das gilt für so ziemlich alles, was man lernen muss. Deshalb halte ich das für keinen treffenden Vergleich.
Elfriede hat geschrieben: ↑12.05.2025, 10:58 Also durchschnittlich beginnt das Sex- und Beziehungsleben ja in der Teenie-Zeit so mit 15 oder 16. Dann fällt es auch noch relativ leicht, da ja noch niemand in diesem Alter sonderlich viel Erfahrungen hat und Unsicherheiten oder Ungeschicktheit somit schneller vergeben werden.
Das Thema Beziehung und Liebe beginnt für mich schon viel früher. Wie sehr haben sich meine Eltern geliebt? Bin ich überhaupt mit beiden Elternteilen aufgewachsen? Das trägt meiner Meinung nach ganz sicher dazu bei, wie gut dieses Unterfangen am Ende gelingt.
Elfriede hat geschrieben: ↑12.05.2025, 10:58 Je älter man wird , desto höher die Wahrscheinlichkeit, auf eine*n Partner*in zu treffen, die bereits vorgebildet ist und entsprechende Erwartungen hat. Das verunsichert zusätzlich
Die hohe Erwartung an sprachliche Fähigkeiten ist vor allem eine deutsche Wahrnehmung und hat kulturelle Wurzeln. In Deutschland spielt Sprache traditionell eine zentrale Rolle – angefangen beim Bildungssystem, das großen Wert auf Grammatik, Ausdruck und Präzision legt. Dadurch haben viele Deutsche – ob bewusst oder unbewusst – hohe Erwartungen an die Sprachfähigkeiten ihrer Mitmenschen. Dieses Beispiel trifft daher hauptsächlich auf Deutschland oder auf andere Länder zu, in denen ähnliche sprachliche Standards gelten.
Elfriede hat geschrieben: ↑12.05.2025, 10:58 Vielleicht wird man kein native Speaker mehr
Auch das passt einfach nicht. Man kann sicherlich auch mit Mitte 30 noch Liebe und Sexualität lernen. Bei Sprachen ist das jedoch anders – wenn man eine Fremdsprache nicht vor Beginn der Pubertät ( bis etwa mit 10–12 Jahren) erlernt, wird man sie in den meisten Fällen nicht mehr akzentfrei sprechen können.

Was ich eigentlich sagen will: Dein Vergleich ist zu unbestimmt gehalten oder nicht ganz korrekt, und deshalb mag ich ihn nicht. Sorry!
Elfriede

Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Elfriede »

Hier der Link.
Moderation: Absolute Beginner TreffAls Ergänzung, um klarer zu machen wohin der Link führt: Es handelt sich um die 7. Folge des "SexArbeit - Der Podcast" mit dem Titel "Absolute Beginners. Unfreiwillig unerfahren.". Die Folge wurde auch von Wolfcraft vor einigen Tagen empfohlen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.05.2025, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link korrigiert. Moderationshinweis ergänzt.
Aurel
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Aurel »

Hallo Elfriede,

nach langer Zeit schaue ich mal wieder rein, und die Assoziation, die du hier anbietest, hat mich direkt getriggert (vorweg: im positiven Sinne).

Ich würde tatsächlich zustimmen. Natürlich ist ein Vergleich selten perfekt und an irgendwelchen Stellen hinkt es fast immer (sonst wäre ja kein Vergleich nötig, dann wären es ja identische Dinge).

Trotzdem denke ich, dass man Sexualität und Liebe als kommunikative Systeme ansehen kann. Mir fällt gerade Roland Barthes ein, der De Sades pronographischen SM-Choreographien als langue, also Sprachsystem, bezeichnet.
[+] Off-Topic
De Sades "Juliette" ist durchaus mal nen Blick wert. Harte Pornos gibt es nicht erst seit dem Internet ;)
Kolinatan hat geschrieben: ↑12.05.2025, 11:50 Ja, es gibt viele Parallelen und auch eine Sprache werde ich nur schlecht lernen können, solange ich diese nur theoretisch lerne und sie nicht für den Austausch mit anderen Menschen nutze. Würden Menschen nicht mit uns sprechen, würden wir gar keine Sprache sprechen, nicht einmal unsere Muttersprache. Alle Lernerfahrung, sowohl bei Sprache als auch bei Beziehungen und Sexualität, sind eng verbunden mit den Menschen, mit denen wir interagieren. Ohne Interaktion gibt es wenige Lernimpulse.
Da stimme ich auch zu, die Praxis macht es aus. Sprache und Kommunikation sind ja nur bis zu einem gewissen Grad abstrakte Systeme. Größtenteils handelt es sich ja um soziale Konventionen, so sehen zumindest die meisten LinguistInnen heutzutage Sprache.
Meffi hat geschrieben: ↑12.05.2025, 13:24 Auch das passt einfach nicht. Man kann sicherlich auch mit Mitte 30 noch Liebe und Sexualität lernen. Bei Sprachen ist das jedoch anders – wenn man eine Fremdsprache nicht vor Beginn der Pubertät ( bis etwa mit 10–12 Jahren) erlernt, wird man sie in den meisten Fällen nicht mehr akzentfrei sprechen können.
Hier möchte ich freundlich widersprechen. Zumindest kenne ich aus der aktuellen Sprachlern-Lehr-Forschung die häufig vertretene Meinung, dass Sprachenlernen primär nicht viel mit dem Alter zu tun hat. Dass sich Erwachsene eher schwer tun im Vergleich zu Kindern sehen die meisten ForscherInnen eher in Faktoren, die sekundär mit dem Alter zu tun haben. Z.B. weniger Zeit im Erwachsenenalter oder ausgebildete und evtl. verhärtete Denkmuster inkl. der self-fulfilling prophecy "Ich bin alt und kann es nicht mehr". Das habe ich zumindest aus der Uni mitgenommen und mir schien das recht plausibel und ganz gut dargelegt von den Profs :lach:

Um zu Elfriedes Beitrag zurückzukommen: Ich persönlich stimme dem Vergleich zu und er gibt meiner Meinung nach auch Hoffnung. Man kann das lernen! Oder besser erlernen, also eher praktisch, weniger theoretisch. Sicher ist so ein Vergleich nur ein Ausschnitt und vieles fällt unter den Tisch (soziale Hemmungen, physische Probleme, auch "Pech" etc.). Aber ich freue mich über alles, was ein klein bisschen Hoffnung machen kann :kopfstand:
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Einsamkeit_is_doof
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Ich halte den Vergleich gar nicht mal so falsch. Wenn man sich Videos oder Ratgeber zum Thema anschaut, dann merke ich immer wieder, dass ich absolut keine Ahnung habe. So bin ich z.B. der Meinung, dass man nett sein sollte. Aber dann passiert es eben schnell, dass man in der Friendzone landet. Also nicht nett und hilfsbereit sein? Auch nicht der richtige Weg. Dann soll man Frauen beiläufig berühren, aber eben nicht aufdringlich sein. Gleichzeitig aber bitte nicht zu zurückhaltend.
Man, muss das so kompliziert sein? :specht:
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Meffi »

Aurel hat geschrieben: ↑12.05.2025, 17:33 sekundär mit dem Alter zu tun haben. Z.B. weniger Zeit im Erwachsenenalter oder ausgebildete und evtl. verhärtete Denkmuster inkl. der self-fulfilling prophecy "Ich bin alt und kann es nicht mehr". Das habe ich zumindest aus der Uni mitgenommen und mir schien das recht plausibel und ganz gut dargelegt von den Profs :lach:
Willst du mir also tatsächlich behaupten, dass das Konzept der „kritischen Periode“ nicht existiert und die Forschungsergebnisse von Experten wie Flege (1995) und Birdsong (1999) – die belegen, dass Kinder die Laute einer neuen Sprache unbewusst aufnehmen, während Erwachsene gezwungen sind, sich intensiv und bewusst mit den feinen Nuancen der Aussprache auseinanderzusetzen – nicht zutreffend seien? Falls dem tatsächlich so wäre, müssten wohl die meisten Migranten aus Polen und der Türkei, die bereits im Alter von 18 oder 19 Jahren hierhergekommen sind und seit über 40 Jahren ununterbrochen mit Muttersprachlern kommunizieren, einfach zu faul gewesen sein, um ihren Akzent zu überwinden. Wilder Take imo

Zudem ist es so, dass ein Durchschnittsmensch theoretisch - mit großem Aufwand – nahezu akzentfrei sprechen kann, jedoch erfordert dies einen deutlich höheren Einsatz als bei Kleinkindern. Ich würde sogar sagen, dass der Aufwand häufig den Nutzen nicht rechtfertigt.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die synaptische Plastizität. Im zerebralen Kortex des menschlichen Gehirns werden Synapsen in der postnatalen Phase mit erstaunlicher Geschwindigkeit gebildet. Sie erreichen bis zum Alter von zwei Jahren eine Dichte, die etwa doppelt so hoch ist wie im Erwachsenenalter, und fallen in der frühen Adoleszenz auf das Niveau eines Erwachsenen ab.
Elfriede

Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Elfriede »

Also, ich wollte hier ja nicht den Anspruch erheben, dass Liebe und Sex haargenau so funktionieren, wie der Spracherwerb. Aber es gibt schon einige Parallelen. Ich habe gestern z.B. noch weiter darüber nachgedacht auch in Bezug auf meinen Mann und unsere Ehe. Mein Mann ist ein toller Mann, das möchte ich vorweg klar stellen. Ich könnte mir keinen besseren wünschen! Aber er war bis zu unserer Beziehung ebenfalls AB und ich bin seine erste und einzige Frau. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt. Er ist in Sachen Flirt und Umgang mit Frauen leider bis heute ziemlich ungeschickt. Um im Bild des Spracherwerbs zu bleiben , er ist da ungefähr auf dem Niveau eines Grundschülers, mit maximal einem Jahr Englisch-Unterricht stehen geblieben. War ich beim Frisör oder habe mir ein neues Kleidungsstück gekauft, bemerkt er das meistens nicht. Spreche ich ihn dann darauf an, macht er ein paar flapsige Bemerkungen, die mich oft verletzt haben. Auch anderen Frauen begegnet er so, was ich leider des Öfteren beobachten konnte. Es liegt also nicht daran, dass er mich tatsächlich unattraktiv findet. Dann wären wir wohl auch kaum seit so vielen Jahren verheiratet.

Vor einigen Jahren hatten wir dann eine heftige Ehekrise, weil ich mich als Frau von ihm überhaupt nicht gesehen und wertgeschätzt fühlte. In dieser Zeit begegnete mir ein Mann, der in Sachen Flirt und Erotik ein native Speaker war. Ich habe schon in einem anderen Thread darüber berichtet. Leider muss ich gestehen, dass ich mich ziemlich schnell fremd verliebte, doch immerhin zog ich früh genug die Reißleine, so dass es nicht zu einer klassischen Affäre kam. Aber ich war ziemlich verwirrt, weil mir dieser andere Mann das lieferte, was ich in meiner Ehe so lange vermisst hatte. Ihm fiel jede noch so kleine Veränderung an mir auf und er quittierte diese mit Komplimenten und tiefen Blicken, die einem eine Gänsehaut nach der anderen bescherten. Dieser Mann wusste genau, welche Knöpfe er drücken musste und das nicht nur bei mir. Wie ich später erfuhr hatte er zahlreiche Affären auch mit deutlich jüngeren Frauen. Zum Glück bin ich ihm nur bis zu einem gewissen Grad auf den Leim gegangen. Aber die Sprache der Erotik und des Flirts beherrschte dieser Mann perfekt.

Ich denke, meinem Mann fehlen da bis heute einschlägige Vorerfahrungen und er ist vielleicht auch einfach auf Grund seines etwas spröden Charakters kein Sprachtalent. Aber er ist von Grund auf ehrlich, fürsorglich und loyal. Er ist ein toller Vater und ein herzensguter Mensch. Hat man einmal die Schwelle der Beziehungsanbahnung überwunden, zählen solche Eigenschaften dann deutlich mehr, als die Flirtskills an sich. Nur muss man als Frau ein ziemlich dickes Fell und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, um nicht daran zu verzweifeln. Das hat bei mir etliche Jahre gedauert aber ist mir inzwischen ganz gut gelungen. Und zu guter Letzt zählen Taten doch deutlich mehr als Worte. Das sollte sich jeder AB, der sich mit Flirt und Beziehungsanbahnung schwer tut, dann auch vor Augen halten. Irgendwann wird es einen Menschen geben, der genau das schätzt und liebt, was ihn oder sie als Person ausmacht. Und dann ist es egal, wie gut oder schlecht man die Sprache der Liebe beherrscht.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Videl »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑12.05.2025, 18:03 So bin ich z.B. der Meinung, dass man nett sein sollte. Aber dann passiert es eben schnell, dass man in der Friendzone landet. Also nicht nett und hilfsbereit sein?
In der Friendzone landet man, meiner Meinung nach, nur wenn man was von der anderen Person will, diese aber nicht von einem. Du musst aber keine Freundschaft eingehen, mit jemandem, in den du verliebt bist. Würde ich auch immer von abraten. Kontakt beenden und fertig. Dann gibt es auch keine Friendzone, in der man unglücklich rumdüpelt.

Manche Arschlöcher haben Erfolg bei Frauen, aber das dürfte eher die Minderheit sein. Nett und freundlich zu anderen zu sein, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Egal in welchem Kontakt man zu der Person steht. Für eine romantische Beziehung muss man der anderen Person schon zeigen, dass man an "mehr" interessiert ist. Für uns ABs und Abinen natürlich nicht so einfach. Aber ich denke da kann jede(r) hinkommen. Auch ohne mit der Tür ins Haus zu fallen oder vulgär zu werden.

Zum Thema selbst: finde den Vergleich auch nicht so gut. Denn eine Sprache zu lernen ist viel komplexer als Sex. Zum Beispiel eine Sprache wie Chinesisch mit 40 noch zu lernen dürfte sehr schwer sein. Die richtige Aussprache, die Schriftzeichen, Chinesen zu verstehen, mich in der Sprache auszutauschen und nicht zu verlernen usw.

Dagegen kann ich die Missionarsstellung, Reiterstellung, Doggy usw. auch mit 40 noch gut lernen. Ich brauche nur Motivation und nen Partner. Und eine gewisse Fitness.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Egil »

Videl hat geschrieben: ↑16.05.2025, 16:35 Denn eine Sprache zu lernen ist viel komplexer als Sex. Zum Beispiel eine Sprache wie Chinesisch mit 40 noch zu lernen dürfte sehr schwer sein. Die richtige Aussprache, die Schriftzeichen, Chinesen zu verstehen, mich in der Sprache auszutauschen und nicht zu verlernen usw.

Dagegen kann ich die Missionarsstellung, Reiterstellung, Doggy usw. auch mit 40 noch gut lernen. Ich brauche nur Motivation und nen Partner. Und eine gewisse Fitness.
Dafür kannst du chinesisch aber jeden Tag stundenlang lernen, wenn es dir Spaß macht. Sex kannst du bei durchschnittlicher Libido wie oft üben? Jeden Tag eine halbe Stunde? Am ersten Tag ist es geil, am zweiten gut, am dritten ganz okay und am vierten Tag brennt dir der Schniedel (bzw. die Muschi). :kopfstand: Also vielleicht am besten eine Chinesin/ einen Chinesen als Partner suchen? :frech:
Im Ernst: das ist doch die Natur eines Vergleichs, dass es eben nicht zu hundert Prozent passt, sonst wäre es eine Beschreibung oder etwas in der Art. Man benutzt ein Bild, um etwas verständlicher zu machen (natürlich gibt es passende und weniger gut passende Gleichnisse). Ich jedenfalls finde den Vergleich nicht so schlecht.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Tony2021 »

Interessanter Ansatz, dieser Vergleich. Ich glaube, da ist was dran. Aber bei Sprache gibt es immer einen gewissen logischen Teil, die Grammatik und das Vokabular, an den sich alle halten müssen, wenn sie in der gleichen Sprache kommunizieren wollen. Treffen sich nun zwei, die beide den gleichen seltsamen Dialekt sprechen, dann kommen sie gut miteinander zurecht, nur eben alle anderen nicht. Das ist in Sachen Liebe und Sex ähnlich, würde ich sagen: Letztlich reicht es , wenn beide Menschen „di gleiche Sprache sprechen“, also zum Beispiel ähnlich viel körperliche Nähe haben wollen oder ähnliche Praktiken mögen. Es ist völlig egal, ob sie darüber hinaus mehr können oder nicht - es muss für dieses Paar passen. Das große Problem ist natürlich nun, diesen jemanden zu finden.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Videl »

Egil hat geschrieben: ↑16.05.2025, 21:08 Ich jedenfalls finde den Vergleich nicht so schlecht.
Ja, und ich finde das Beispiel nicht ganz so passend. Beide Meinungen sind legitim und ich weiß auch was ein Vergleich ist. ;)

Es gibt viele Menschen die kein Talent für Sprachen haben, aber ich denke nicht, dass man kein "Talent" für Sex haben kann. Ich finde, Sprachen sind schwieriger und komplexer als Sex. Aber ich denke auch, für uns ABs und Abinen kann sich die Thematik manchmal anfühlen wie eine Fremdsprache, die man nicht spricht.
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Einsamkeit_is_doof
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Videl hat geschrieben: ↑16.05.2025, 16:35 In der Friendzone landet man, meiner Meinung nach, nur wenn man was von der anderen Person will, diese aber nicht von einem.
Interessante Sichtweise! So hab ich das noch nie gesehen. :good:
Du musst aber keine Freundschaft eingehen, mit jemandem, in den du verliebt bist. Würde ich auch immer von abraten. Kontakt beenden und fertig. Dann gibt es auch keine Friendzone, in der man unglücklich rumdüpelt.
Ich glaube, das Problem an dieser Situation ist einfach, dass man sich vielleicht Hoffnungen macht, dass es evtl., vielleicht, unter Umständen ja doch noch was werden könnte.
Für eine romantische Beziehung muss man der anderen Person schon zeigen, dass man an "mehr" interessiert ist. Für uns ABs und Abinen natürlich nicht so einfach. Aber ich denke da kann jede(r) hinkommen. Auch ohne mit der Tür ins Haus zu fallen oder vulgär zu werden.
Und ich glaube da ist das Problem. Man ist einfach zu nett. Man glaubt, dass man der Frau nicht sagen oder zeigen darf, dass man auf sie steht, weil das ja aufdringlich und somit "unnett" wirken könnte. Gleiches gilt für beiläufige Berührungen. Wird ja von Flirtprofis immer empfohlen. Aber auch das traue ich mich irgendwie (noch) nicht so richtig, denn auch das könnte aufdringlich sein.

Wobei, hier mache ich gaaaaaanz langsam Fortschritte. So geht es einer Kollegin zur Zeit nicht so gut. Sie stand neben mir und sah wirklich leidend aus. Da habe ich ihr kurz über den Rücken gestreichelt und sie etwas getröstet. Letzte Woche erzählte mir die gleiche Kollegin, dass sie zur Zeit viele Mückenstiche hätte, die sie "wahnsinnig" machen. Sie zeigte mir einen am Arm und fragte mich, ob das wirklich ein Mückenstich sei. Ohne nachzudenken habe ich einfach drüber gefühlt, habe also ihren Arm berührt.
In beiden Fällen ist sie weder schreiend davon gelaufen, noch hat sie mir eine gescheuert und die Polizei ist auch nicht gekommen.

Insgesamt muss ich aber nach wie vor sagen, dass man sich oft selber im Weg steht mit seiner Freundlichkeit. Nein, ich will kein Ar...loch sein oder werden. Aber es ist schon blöd, wenn man "zu nett" ist und sich nicht traut etwas aktiver zu werden, weil man die Frau ja belästigen bzw. sie sich belästigt fühlen könnte. :wuetend:
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Meffi »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑18.05.2025, 11:31 Insgesamt muss ich aber nach wie vor sagen, dass man sich oft selber im Weg steht mit seiner Freundlichkeit. Nein, ich will kein Ar...loch sein oder werden. Aber es ist schon blöd, wenn man "zu nett" ist und sich nicht traut etwas aktiver zu werden, weil man die Frau ja belästigen bzw. sie sich belästigt fühlen könnte.

Und ich glaube da ist das Problem. Man ist einfach zu nett. Man glaubt, dass man der Frau nicht sagen oder zeigen darf, dass man auf sie steht, weil das ja aufdringlich und somit "unnett" wirken könnte. Gleiches gilt für beiläufige Berührungen. Wird ja von Flirtprofis immer empfohlen. Aber auch das traue ich mich irgendwie (noch) nicht so richtig, denn auch das könnte aufdringlich sein.
Natürlich kann es sein, dass eine Frau es nicht mag, von dir berührt zu werden, oder es als zu aufdringlich empfindet. Doch das hat nichts damit zu tun, ob du ein Arschloch bist oder nett – und ob du jemanden berührst, stellt das auch nicht infrage, meiner Meinung nach.

Du wirst Frauen ansehen, ansprechen oder was auch immer tun. Doch auch dabei gibt es welche, die das als aufdringlich empfinden. Das einzige Verhalten, das man wirklich als "Arschlochverhalten" bezeichnen könnte, wäre, wenn du genau weißt, dass jemand es als aufdringlich empfindet, und dennoch weitermachst. Aber das würdest du ja in keinem Kontext tun (oder? ;) )

Du kannst schließlich nicht in die Köpfe anderer Menschen schauen. Mach dir also weniger Gedanken darüber. Die Person wird es dir mitteilen, und dann entschuldigt man sich - und das Thema ist normalerweise erledigt.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von ABler11235 »

Videl hat geschrieben: ↑16.05.2025, 16:35 In der Friendzone landet man, meiner Meinung nach, nur wenn man was von der anderen Person will, diese aber nicht von einem.
Das ist das Ergebnis, die Ursache ist aber mmn. eine andere. Ein Mann landet meist in der Friendzone, wenn er seine Intentionen nicht klargemacht hat. Er ist nett zu ihr, mag sie, aber schafft es nicht zu zeigen dass er als Mann sexuelles Interesse an ihr als Frau hat. Wenn eine Frau das bemerkt, aber ihn trotzdem nicht mag, dann wird sie keine Freundschaft vorschlagen sondern den Kontakt eher komplett abbrechen. Welche Frau will schon einen platonischen Freund, der sexuell total auf sie steht? Das ist keine Freundschaft die funktionieren kann, und das wissen auch Frauen.
Zuletzt geändert von ABler11235 am 18.05.2025, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Egil »

Videl hat geschrieben: ↑17.05.2025, 14:12 Es gibt viele Menschen die kein Talent für Sprachen haben, aber ich denke nicht, dass man kein "Talent" für Sex haben kann. Ich finde, Sprachen sind schwieriger und komplexer als Sex. Aber ich denke auch, für uns ABs und Abinen kann sich die Thematik manchmal anfühlen wie eine Fremdsprache, die man nicht spricht.
Natürlich gibt es beim Sex wie bei jeder anderen Tätigkeit auch talentierte und weniger talentierte Menschen. "Er ist ein toller Liebhaber" würde man doch sonst nie hören, und das liegt doch wohl nicht nur am Erfahrungsstand. Es kann einen Haufen Gründe geben, warum jemand "kein Talent" für Sex hat. Grobmotoriker mit Hemmungen, mangelndes Stehvermögen (oder umgekehrt Scheidentrockenheit bei Frauen), zu wenig Ausdauer,... Ich glaube nicht, dass alle Leute lernen können, eine "Granate im Bett" zu werden.
Übrigens ist Sex in tausend Jahren doch olympische Disziplin ;)
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von oldfield2283 »

Egil hat geschrieben: ↑18.05.2025, 20:50 Übrigens ist Sex in tausend Jahren doch olympische Disziplin ;)
Wie meinst du das mit der olympischen Disziplin Sex? Habe ich was verpaßt? Oder meinst du den olympischen Gedanken - Dabei sein ist alles...
Zuletzt geändert von Kolinatan am 19.05.2025, 08:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von ABler11235 »

Egil hat geschrieben: ↑18.05.2025, 20:50
Wobei dafür gibts ja auch Bücher, Gleitgel, Toys, ... Ich denke schon, dass ein mAB bzw. jeder Mann sich zum guten Liebhaber entwickeln kann wenn er will (d.h. sich mit dem Thema befasst, auch weibliche Anatomie) und die nötige Übung bekommt.
Elfriede

Re: Ist Sex und Beziehung vergleichbar mit einer Fremdsprache?

Beitrag von Elfriede »

Bei meinem Vergleich dachte ich eigentlich weniger an den sexuellen Akt an sich, als vielmehr an die Beziehungsanbahnung, also das Flirten und Herstellen von Nähe, so dass Sex überhaupt erst möglich wird. Den Akt an sich traue ich eigentlich jedem Menschen zu. Dazu braucht es nun wirklich kein besonderes Talent oder besondere körperliche Voraussetzungen. Jeder Mann und jede Frau sollte ja heute aufgeklärt genug sein, um die Anatomie zu kennen und entsprechende Praktiken anwenden zu können. Es sei denn, es gibt gravierende gesundheitliche Einschränkungen, das steht dann aber auf einem anderen Blatt.

In diesem Zusammenhang möchte ich als erfahrene Frau übrigens mit einem Klischee aufräumen: Nein, Männer benötigen keine 20 cm! Die durchschnittlichen 10 bis 12 reichen absolut und sind sogar für die Frau sehr viel angenehmer als die Long John Silvers dieser Welt. Auch kleinere Exemplare tun ihren Dienst übrigens sehr gut, man muss dabei dann nur gewisse Dinge beachten. Also Männer, die in dieser Richtung Hemmungen haben, können diese getrost ad acta legen. Die Ausstattung des Mannes spielt auf jeden Fall eine absolut untergeordnete Rolle.

Was aber ja besonders beim AB-Thema wichtig ist, ist das Flirtverhalten und die Anbahnungsphase. Da gibt es unter den Herren, die ich in meinem Leben kennen lernen durfte, eine große Bandbreite und tatsächlich unterschiedlich ausgeprägte Begabungen. Mein Ehemann, der ja vor unserer Beziehung AB war, ist z.B. leider minder begabt. Er ist ein absolut toller Mensch, das steht fest und ich liebe ihn über alles. Wie man mit Frauen umgeht, weiß er aber leider bis heute nicht. Oder Gott sei Dank!? Denn so kann ich relativ sicher sein, dass er mir nicht von der Fahne gehen wird. Frauen gegenüber ist er absolut uncharmant und manchmal sogar schroff. Wahrscheinlich rührt das aus einer gewissen Unsicherheit, die er leider bis heute nicht ablegen konnte. Komplimente zu machen ist für ihn z.B. ein Buch mit 7 Siegeln. Entweder sie sind zweideutig und platt, so dass man als Frau eher denken könnte, vereimert zu werden. Oder sie kommen ihm überhaupt nicht über die Lippen, weil er nicht versteht, dass solche verbalen Aufmerksamkeiten wichtig sind, um Wertschätzung auf einer sexuellen Ebene auszudrücken.

Ebenso versteht er nicht, dass Blicke und kleine Gesten ebenso wirksam sind. Er bringt mir inzwischen zwar manchmal Blumen mit, über die ich mich sehr freue. Das musste ich aber hart erkämpfen und ihm wiederholt erklären, welche Bedeutung solche Gesten für mich haben. Das war ungefähr so, als würde man einem Autisten erklären müssen, dass nach oben gezogene Mundwinkel bedeuten, dass das Gegenüber lächelt und somit gut gelaunt ist. Diese Sprache des Flirtens beherrscht er leider überhaupt nicht.

Andere Männer, die ich kennen lernte sind in dieser Hinsicht deutlich besser aufgestellt. Ihnen fällt es leicht, im richtigen Moment die richtigen Komplimente zu machen, den richtigen Ton zu treffen, kleine Berührungen zu setzen oder Blickkontakt zu suchen und aufrecht zu erhalten. Manche beherrschen das so perfekt, dass sie es benutzen, um Frauen gefügig zu machen. Das sind dann die besagten bad boys, vor denen ich jede Frau nur warnen kann. Heutzutage gibt es sogar Männer, die daraus eine Art Sport gemacht haben und entsprechende Techniken gezielt einsetzen. Das sind dann die sogenannte PUAs. Manche dieser Techniken sind allerdings so plump und Menschen verachtend, das sie ihr Ziel verfehlen. Auf die Dosis kommt es eben auch an.

Aber wie gesagt, es gibt Männer, die diese Sprache quasi von klein auf perfekt beherrschen und andere, die ein bisschen Nachhilfe gebrauchen könnten. Auch beim Sprechen einer Fremdsprache benötigt man aber besonders am Anfang ein bisschen Mut, um seine Hemmschwelle zu überwinden. Ebenso ist es beim Flirten. Und bei beidem ist es wichtig, sich zu erlauben, Fehler zu machen. Nur wer Fehler macht, wird daraus lernen und sich weiter entwickeln.

Bei denen, die inaktiv bleiben ist leider Hopfen und Malz verloren. Die dürfen dann aber immerhin hoffen, gefunden zu werden und von einer sehr sehr geduldigen Partnerin trotzdem geliebt zu werden, weil wirklich kluge Frauen hinter die Kulissen gucken. Aber das ist dann ungefähr so, wie ein 6er im Lotto. Darauf zu hoffen wäre unrealistisch!

Also liebe M-ABs, ran an den Feind! Notfalls mit Unterstützung durch Therapie oder Coaches. Mir ist schon klar, dass das leichter gesagt als getan ist, besonders wenn es noch persönliche Baustellen, wie Hemmungen oder Minderwertigkeitsgefühle gibt. Aber das alles kann man bearbeiten, wen man will. Ich wünsche euch viel Erfolg und viel Mut (besonders den zur Lücke ;-))

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