Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

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Patti
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Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Patti »

Hallo Hallo

Wie viele von euch habe auch ich kaum Beziehungsferfahrung. Bin nun schon 38 und hatte bisher nur eine 7 Monatige Beziehung,sonst nichts. Würde mich als Softcore AB bezeichnen. Meine Frage, bin ich oder sind wir dazu bestimmt alleine zu leben oder hat dies ein bestimmter Grund? Meiner Meinung nach ist das alles Schicksal. Obwohl ich natürlich früher viel aktiver hätte sein müssen. Wie isses bei euch? Was meint ihr dazu?? Würde mich mal interessieren.

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RomNey
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von RomNey »

Wie definierst du für dich denn "Schicksal"?

Egal was ich tue, ich kann das Schicksal nicht austricksen, es kommt trotzdem alles so wie Vorher bestimmt?

Oder irgendwie anders?

Also ich glaube nicht daran, wäre ja grausam wenn wir unser Leben nicht selbst im Griff hätten?

Ich glaube viel mehr viele von uns haben falsch verdrahtete Köpfe die alles zerdenken, für allen anderen mitdenken wollen uns ständig negativen scheiß mitgeben und wir wie gewöhnt immer drauf hören.
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oldfield2283

Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von oldfield2283 »

Patti hat geschrieben: ↑18.05.2025, 17:50
An Schicksal, Bestimmung oder Ähnliches glaube ich nicht. Jeder ist seines Glückes bzw Unglückes Schmied. Du hast eine gewisse Erziehung, Erfahrungen und vielleicht auch Chancen und Möglichkeiten für dein Leben mitbekommen - nun ist es deine Sache, daraus etwas zu machen. Als Mensch wie als AB hast du immer die Möglichkeit, das was dir dein Vorleben eingebrockt. zu ändern. Nur gelingt es den Meisten nicht, auch mir nicht - weil man entweder zu schwach, zu bequem, zu eingefahren in alten Verhalten ist oder weil man es eben gar nicht anders will, wie ich gerade in einem anderen Thread las. Du hast deine mehrmonatige Beziehungserfahrung gemacht und hast, so wie ich das herauslese, offenbar die Nase voll davon. Was ich durchaus verstehen kann, sehe ich mir die meisten Beziehungen rund um mich herum an. Allerdings soll es ja auch eine ganze Menge Nettes und Liebes in solchen Beziehungen geben - Kinder, Freude, Sex, gemeinsame Erlebnisse. Für mich ist das nix mehr, denn ich bin noch viel älter und eingebrockter als du. Aber Bestimmung würde ich es trotzdem nicht nennen - das mag aber wiederum aus meiner Erziehung, Weltanschauung und Aversion gegen manche Begriffe liegen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 19.05.2025, 08:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von ABler11235 »

Schicksal und Bestimmung würde bedeuten, dass man darauf keinen Einfluss hat. Den hat man aber. Von daher, nein.
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Einzelgänger
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Einzelgänger »

Da ich an Determinismus glaube (nicht meine Entscheidung :mrgreen: ) sage ich: ja.
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oldfield2283

Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von oldfield2283 »

Einzelgänger hat geschrieben: ↑20.05.2025, 06:26 Da ich an Determinismus glaube (nicht meine Entscheidung :mrgreen: ) sage ich: ja.
Bitte hau mich nicht - aber sind Determinismus und Schicksal nicht genau gegensätzlich und du müßtest Nein sagen?
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Einsamkeit_is_doof
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Tja, gute Frage! :brille1: Es gibt ja durchaus ABs, die wirklich viel versuchen und trotzdem irgendwie ihrem AB-Dasein nicht entkommen. Da drängt sich dann schon irgendwie der Verdacht auf, dass es Schicksal ist, dass man allein bleibt. Aber wer bestimmt das? Wer legt fest, dass man AB wird? Das Schicksal? Gott? :gruebel: Weiter könnte man sich fragen, warum bekommen Typen, die ihre Frau schlecht behandeln immer wieder eine neue Frau? Warum schenkt das Schicksal oder Gott diesen Männern immer wieder eine neue Frau, obwohl klar ist, dass auch diese Frau wieder schlecht behandelt wird?

Oder ist es vielleicht doch nicht das Schicksal oder Gott? Sind wir es vielleicht doch selber? Aus irgendeinem Grund scheint man unfähig auf das andere Geschlecht zuzugehen. Viele haben aber auch eine Vergangenheit als Mobbingopfer, sind es also gar nicht selber schuld, sondern die äusseren Umstände.

Ich glaube so einfach ist die Frage also gar nicht zu beantworten! Es gibt einfach zu viele Gründe dafür, dass man AB wird. Zurückblickend muss ich sagen, dass es bei mir ein Grund sein dürfte, dass ich viele Jahre gar keinen Kontakt zu potenziellen Partnerinnen hatte. Hinzu kam halt eine große Unsicherheit attraktiven Frauen gegenüber, die eben dazu geführt hat, dass ich es (bisher) nicht geschafft habe eine Freundin zu finden.
Jetzt habe ich zwar regelmässigen Kontakt zu attraktiven Frauen, bin auch schon sicherer geworden, aber die meisten sind halt vergeben. :fessel: Schicksal? Oder befinde ich mich vielleicht auf dem Weg? Immerhin konnte ich in den letzten Jahren meine Unsicherheit reduzieren bzw. ablegen. Vielleicht ist es ja das Schicksal (oder Gott?), welches mich da zur Zeit auf den Weg führt und mir bald meine Traumfrau auf dem Silbertablett serviert?! Wer weiss... :tanzen2:
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Kolinatan
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Kolinatan »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑20.05.2025, 13:55 Weiter könnte man sich fragen, warum bekommen Typen, die ihre Frau schlecht behandeln immer wieder eine neue Frau?
Diese Aussage ist an so vielen Stellen falsch und zeigt einfach wieder die dysfunktionalen Glaubenssätze. Typen bekommen keine Frau sondern sie kommen in Kontakt mit Frauen und dabei findet sich auch immer wieder eine, welche bereit ist sich auf ihn einzulassen. Sie bekommen die Frau nicht weil, sondern trotz der schlechten Behandlung. Ob es daran liegt, dass er vorübergehend seine schlechten Verhaltensweisen übertünchen kann oder ob die Frau Selbstwertprobleme hat und daher eine entsprechende Behandlung als akzeptabel toleriert, ist dann auch wieder eine andere Frage.

Ich halte es allerdings für bedenklich, wenn man der Vorstellung anhängt, dass sich jemand - egal ob Mann oder Frau - mit einem gesunden Selbstwert freiwillig auf solche Beziehungsdynamiken einlassen würde. Allerdings ist es auch ein Unterschied, was alles unter "schlecht behandeln" subsumiert wird. Es ist ein Unterschied ob jemand einen anderen Menschen abwertet und schädigt oder ob - wie in jeder Beziehung - Menschen miteinander auch mal Meinungsverschiedenheiten austragen oder es Phasen gibt, in welchem das Partny nicht permanent auf Händen getragen wird. Die Idealisierung eines Partny ist genauso wenig hilfreich, wie ihm keine Aufmerksamkeit zu schenken.
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Einsamkeit_is_doof
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Kolinatan hat geschrieben: ↑20.05.2025, 14:55 Diese Aussage ist an so vielen Stellen falsch und zeigt einfach wieder die dysfunktionalen Glaubenssätze.
Typen bekommen keine Frau sondern sie kommen in Kontakt mit Frauen und dabei findet sich auch immer wieder eine, welche bereit ist sich auf ihn einzulassen.
Womit wir aber dann ja wieder bei der Einstiegsfrage wären: Ist es Schicksal, dass diese Männer es trotz ihres Verhaltens immer wieder neue Frauen finden? Normalerweise würde ich jetzt sagen, dass das Schicksal doch solche Männer gerne damit "strafen" dürfte, dass sie keine Frau mehr abbekommen.
Ob es daran liegt, dass er vorübergehend seine schlechten Verhaltensweisen übertünchen kann oder ob die Frau Selbstwertprobleme hat und daher eine entsprechende Behandlung als akzeptabel toleriert, ist dann auch wieder eine andere Frage.
Mein Onkel ist ein Narzisst wie er im Buche steht, behandelt seine Mitmenschen richtig mies. Auch seine eigene Familie. Ich habe vor einigen Jahren den Kontakt endgültig abgebrochen. Seine Gemeinheiten waren einfach zu viel. Meine Eltern haben den Kontakt auch schon deutlich reduziert. Auch viele andere Leute haben den Kontakt abgebrochen. Trotzdem schafft auch er es immer wieder eine neue Frau zu finden, nachdem er seine "alte" abgeschossen hat. Natürlich ist er immer richtig stolz darauf, wenn er eine abserviert hat. Schuld sind bei ihm ja eh immer die anderen, nie er selbst.
Aber eines muss man ihm lassen: Lernt man ihn kennen, dann denkt man im ersten Moment, dass das ein richtig netter Typ ist. Er ist halt ein Blender und baut eine richtige Kulisse auf, auf die dann auch immer wieder Leute reinfallen. Ich denke, das beherrschen wahrscheinlich viele Männer, die einen, sagen wir mal, negativen Charakter haben.
Allerdings ist es auch ein Unterschied, was alles unter "schlecht behandeln" subsumiert wird. Es ist ein Unterschied ob jemand einen anderen Menschen abwertet und schädigt oder ob - wie in jeder Beziehung - Menschen miteinander auch mal Meinungsverschiedenheiten austragen oder es Phasen gibt, in welchem das Partny nicht permanent auf Händen getragen wird.
Um mal beim Beispiel meines "lieben" Onkels zu bleiben: Er betrügt zum Beispiel seine aktuelle Partnerin mit einer anderen Frau, worauf er natürlich wahnsinnig stolz ist. Er lügt, macht sich über andere lustig (gerne z.B. über Behinderte oder Ausländer :fluchen: ), beleidigt seine Mitmenschen und und und. Und das macht er halt mir allen Leuten, auch mit seinen Partnerinnen. Sowas verstehe ich beispielsweise unter schlecht behandeln.
Zuletzt geändert von Einsamkeit_is_doof am 20.05.2025, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Kolinatan »

Jedes kann sich entscheiden, wie es Schicksal verstehen möchte. Alles, was mir bis gestern passiert ist, ist Schicksal. Nicht in dem Sinne, dass es vorherbestimmt war, sondern dass es meine Vergangenheit ist, welche ich erfahren oder erlitten habe und nicht mehr ändern kann. Ich kann mich allerdings in jedem Moment dazu entscheiden, ob ich meine Vergangenheit meine Zukunft bestimmen lassen möchte und diese somit als vermeintliches Schicksal fortbestehen lasse oder ob ich bereit bin im Rahmen meiner Möglichkeiten, meinen Lebensweg zu verändern.

Nur weil für jedes die Herausforderungen unterschiedlich sind, bedeutet es nicht, dass es nichts tun könne. Meine Haltung zu verändern ist immer möglich, auch wenn es Zeit und Anstrengung braucht die ausgetretenen Denkpfade zu verlassen und mich davon zu überzeugen, dass andere Gedanken zu einem glücklicheren und zufriedeneren Leben führen können. Es gibt keine Garantien, aber Chancen schon. Im Zweifel kann ich mich auch dafür entscheiden, wenn mir diese Veränderungen nicht alleine gelingen, mir passende Unterstützung und Hilfe zu suchen, um andere Erfahrungen zu machen oder Veränderungen in der Hirnchemie anzustoßen.

Das aus meiner Sicht schlimmste, was ich mir antun kann, ist meine Zukunft als unabänderlich zu betrachten und mir die Änderungsmöglichkeiten, welche ich habe, abzusprechen, indem ich mir einrede ich könnte mein Leben und meine Lebensumstände gar nicht beeinflussen. Auch wenn es viele Dinge gibt, welche ich nicht direkt beeinflussen kann, es nicht zu versuchen, hilft garantiert nicht. Wenn ich etwas versuche und es nicht das gewünschte Ergebnis bringt, hat es weniger mit Schicksal zu tun, sondern einfach mit nicht passenden Strategien. Selten, dass etwas beim ersten Mal klappt, wenn ich allerdings auch bei der zehnte Wiederholung keine Änderung feststellen kann, dann kann es helfen die Strategie selbst zu hinterfragen, statt es in gleicher Weise zu wiederholen.

Der Fatalismus, dass etwas niemals klappen werde, wird eher nicht helfen. Ich denke, dass Fatalismus nicht die sinnvollste Strategie ist, um mit Trauer, Schmerz und erlebter Enttäuschung umzugehen, weil sie einem eher noch mehr Energie raubt, als einen das Scheitern bereits kostet und einen eher in die Resignation treibt, statt dabei zu helfen die Kraft zu sammeln, um einen neuen Versuch zu unternehmen.

Mein Eindruck ist, dass sich im Moment gerade einige Themen im Forum darum drehen, genüsslich in den Abgrund zu schauen und eher dem Pessimismus zu frönen, statt sich selbst zu reflektieren und sich Handlungsoptionen zu erschließen.
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von ABler11235 »

Kolinatan hat geschrieben: ↑21.05.2025, 10:57 Mein Eindruck ist, dass sich im Moment gerade einige Themen im Forum darum drehen, genüsslich in den Abgrund zu schauen und eher dem Pessimismus zu frönen, statt sich selbst zu reflektieren und sich Handlungsoptionen zu erschließen.
Das war eine Sache, die mich kurz nach der Anmeldung hier im Forum sehr gestört hat. Es scheint in vielen Beiträgen primär um Selbstmitleid und Hoffnungslosigkeit zu gehen, statt darum etwas aktiv ändern zu wollen.
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Kolinatan »

oldfield2283 hat geschrieben: ↑20.05.2025, 08:37 [...] aber sind Determinismus und Schicksal nicht genau gegensätzlich [...]
Aus meiner Sicht sind beide Denkschulen zwar von der Betrachtung der Ausgangssituation gegensätzlich, jedoch ihre Schlussfolgerungen sind im Ergebnis identisch.

Während sich Determinismus im Kern auf Ursache-Wirkungszusammenhänge beruft, welche vermeintlich in einem physikalisch, naturwissenschaftlichem Weltbild verortet werden, allerdings das physikalische Verständnis eher bei der Physik Newtons stehen geblieben ist, funktioniert Schicksal eher religiös bzw. spirituell, indem es übergeordnete Instanzen als Ursache postuliert. Auch wenn beide Denkschulen konträr sind hinsichtlich der Quelle ihrer Ursachen, so kommen sie im Ergebnis zur gleichen Weltanschauung: Es gibt keine Freiheit des Individuums, um selbst über sein Leben zu bestimmen oder es in einem relevanten Umfang zu beeinflussen.

Beide Denkschulen sind damit wenig hilfreich, um selbst ins Handeln zu kommen.
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Einsamkeit_is_doof
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Kolinatan hat geschrieben: ↑21.05.2025, 10:57 Das aus meiner Sicht schlimmste, was ich mir antun kann, ist meine Zukunft als unabänderlich zu betrachten und mir die Änderungsmöglichkeiten, welche ich habe, abzusprechen, indem ich mir einrede ich könnte mein Leben und meine Lebensumstände gar nicht beeinflussen.
Sich hängen lassen und gar nichts zu tun ist mit Sicherheit der falsche Weg! Man kann sehr vieles selber beeinflussen, aber eben nicht alles. Daraus aber zu schliessen, dass man gar nichts mehr tun sollte bzw. braucht, weil man eh nichts ändern kann, halte ich auch für falsch. Wenn man gar nichts tut, dann wird sich auch zu 100% nichts ändern. Versucht man etwas zu ändern, so hat man zwar keine Garantie, aber immerhin die Chance, dass sich etwas ändert.

Merke ich ja an mir selber. Seitdem ich meinen neuen Job habe und aus meiner alten Blase rausgekommen bin, hat sich schon viel zum positiven verändert. Ich merke aber auch, dass es ein langer Weg ist, den man nicht von heute auf morgen läuft.
Mein Eindruck ist, dass sich im Moment gerade einige Themen im Forum darum drehen, genüsslich in den Abgrund zu schauen und eher dem Pessimismus zu frönen, statt sich selbst zu reflektieren und sich Handlungsoptionen zu erschließen.
Manchmal tut es aber ehrlich gesagt auch gut, sich seinen Frust von der Seele zu schreiben. Ich halte das für legitim, dass man dazu hier das Forum auch nutzt. Solange man in der Lage ist auch die schönen Dinge im Leben zu sehen, halte ich das noch nicht einmal für falsch. Im Gegenteil, ich halte es sogar für sehr wichtig. Immer alles in sich hineinzufressen ist auch nicht gut! Problematisch wird es, wenn man nur noch auf das negative fokussiert ist und nicht mehr in der Lage ist, das Positive überhaupt zu erkennen.
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Re: Ist dies mein oder euer Schicksal? Sind wir dafür bestimmt?

Beitrag von Dreamer40 »

Ich persönlich würde schon glauben, dass ich dazu jedenfalls mehr "bestimmt" bin als sogenannte Menschen aus der statistischen Normalverteilung, einfach weil ich zu viele Eigenschaften habe, die nicht zu diesen allseits verbreiteten, neurotypischen oder "normopathischen" Verhaltensweisen und Eigenschaften (wie ich sie häufig nenne) passen. Für mich war es auch umgekehrt immer klar, dass es nur sehr wenige Frauen gibt (aus irgendeiner theoretischen Auswahlgruppe von Frauen), die mit mir (aus meiner Sicht) kompatibel sein könnten; insofern würde ich durchaus meinen, dass es eher verständlich ist, dass Menschen wie ich (fast) keine Beziehungen im Leben führen, und es somit auch irgendwie erklärbar oder determiniert (durch erklärbare Faktoren) ist. Das Blöde daran ist halt, dass Sehnsüchte und (natürliche) Bedürfnisse irgendwie so gar mit solchen Vernunftüberlegungen vereinbar sind. Man denkt trotzdem oft, dass man es "verdient" hätte (alleine schon weil ich mich als durchaus intelligent/vernunftbegabt, moralisch hochstehend und äußerst kommunikativ einstufen würde), auch mal so etwas wie eine vertrauensvolle und stabile Beziehung zu erleben..aber was ist schon gerecht im Leben, so ziemlich gar nichts..
Zuletzt geändert von Dreamer40 am 27.05.2025, 00:19, insgesamt 3-mal geändert.

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