Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

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Hoppala
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Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Hoppala »

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ng-162128/

Wird gerad in allerlei Medien durchgekaut. U. a. Ein umfangreiches Interview in der ZEIT (hinter Bezahlschranke, per achrive.is einsehbar).

Innerhalb 5 Jahren hat sich das erhobene "Erstlings-Alter" von 17 auf 19 erhöht. Die Forscher machen dafür verschiedene Faktoren, aber prominent das Digitaldaddeln verantwortlich: die Kids treffen sich einfach nicht mehr oft genug, um anzubandeln.
Soviel zu "Social" (haha) Media. (Es sind Werbe- und Datensammelfirmen, sonst nix.Das ist, als wäre unsereins abends nur zuhause geblieben, um Tante Klementine* nicht zu verpassen ...)

* Wer die nicht mehr kennt, ist eindeutig junges Hüpfi :-)
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Wusel
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Wusel »

Oh, ich bin ein junges hüpfi :D

Die Tagesschau Seite hat diese Altersverschiebung in erster Linie auf den guten Aufklärungsunterricht geschoben... :lol:

Zum Thema:
Ich finde diese Entwicklung erschreckend.

Nicht nur die kurze Zeit die es hierfür gebraucht hat... Sondern auch diese unkritische Resonanz in der medialen Öffentlichkeit dazu.

Noch ein paar Jahre in der Statistik drauf und AB werden ist gesellschaftlicher Normalzustand.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Machineguy »

Ich bin wahrscheinlich zu nah dran an der Altersgruppe als das ich von dieser Entwicklung schockiert bin. Gut, ich bin sicher nicht das Maß der Dinge sonst wäre ich schließlich nicht hier.

Aber ist 19 logisch betrachtet nicht ein sinnvolles Alter? Die Leute sind etwas reifer und machen weniger Dummheiten, durch die Volljährigkeit stehen auch keine Erziehungsberechtigten im Weg wenn man Entscheidungen trifft.
Das mag jetzt vielleicht etwas dumm klingen, aber wenn der Zugang zu pornografischem Material ab 18 freigegeben ist, warum ist es dann gesellschaftlich akzeptiert oder gar gutgeheißen das Jugendliche unter 18 sex haben... oder müssen die dabei die Augen zu machen damit das in Ordnung ist? :)
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von AlexSander »

Naja, hochprozentiger Alkohol ist auch erst ab 18 Jahren freigegeben. Trotzdem haben die meißten Jugendlichen unter 18 schonmal Schnaps getrunken.
Genauso wie man anfängt Pornos zu konsumieren wenn man seine Sexualität entdeckt in der Pubertät. Und das ist ja nicht erst mit 18 sondern ungefähr mit 13 Jahren.

Interessant ist natürlich die Korrelation von steigendem Alter beim ersten Mal und die Nutzung digitaler Medien/Kommunikationsmittel. Das ist eben eine große negative Auswirkung der Digitalisierung. Menschen reden immer weniger real miteinander und treffen sich nicht mehr so oft physisch. Wenn sich die Studie auf die letzen fünf Jahren bezieht müssen wir natürlich die Corona Zeit mit einbeziehen. Da konnte man sich ja sowieso nicht physisch Treffen zumindest in der Anfangszeit mit den Ausgangssperren und so. Jeder war zu Hause.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von entomological »

Ist das nicht eigentlich was Gutes, insbesondere für ABs? Dadurch, dass die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, auf andere ohne sexuelle Erfahrungen zu treffen, dürfte das Schamgefühl und die Hemmschwelle bei den ersten Erfahrungen sinken. Ich hätte jedenfalls weniger Druck, wenn ich wüsste, dass ich keine absolute Ausnahme bin und Sex einen niedrigeren Stellenwert im menschlichen Beisammensein einnehmen würde.
Und ich hätte vor allem in jungen Jahren weniger Druck gehabt. Da dachte ich, ich wäre mit 15 schon spät dran und müsste jetzt langsam mal. Ich glaube auch, dass viele aus dem Druck heraus so früh Sex hatten und nicht, weil sie selbst bereit dazu waren oder ihre große Liebe kennengelernt haben. Gerade in dem Alter lässt man sich schnell überreden und manipulieren (vor allem, wenn die andere Person älter ist). Vor dem Hintergrund finde ich die Entwicklung positiv.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Hoppala »

Machineguy hat geschrieben: 26 Jan 2026 23:54 Aber ist 19 logisch betrachtet nicht ein sinnvolles Alter?
Nun sagst du selbst, dass du recht nah an der betrachteten Alterskohorte bist.
In meiner Alterskohorte wäre niemand auf die Idee gekommen, Sex und "das erste Mal" primär (und in vielen Fällen: überhaupt) "logisch" zu betrachten.

Ich selbst finde "Logik" für die individuelle Entscheidung/Verhalten in Sachen Erotik/Sex etc auch ausgesprochen sachfremd.
Übergreifende Studien sollten natürlich logisch nachvollziehbar sein.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Hoppala »

AlexSander hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:26 Wenn sich die Studie auf die letzen fünf Jahren bezieht müssen wir natürlich die Corona Zeit mit einbeziehen.
Das tut die Studie (zumindest in der von mir gelesenen Wiedergabe). Die Forscher fanden es überraschedn, dass - nach ihrer Erhebung/Auswertung - die Pandemie-Einschränkungen einen relativ geringen Beitrag zur Entwicklung geliefert haben. Allerdings wurde in dieser Zeit gesellschaftsübergreifend - nicht nur in der betrachteten Bevölkerugnsgruppe - die Gewöhnung an Digitalkrempel forciert.

Ich würde vermuten, dass das auf pubertierende Teenies einen prägenderen Effekt hat als auf Menschen, die zuvor schon 1 oder mehr Jahrzehnte Erfahrung darin haben, dass zwischenmenschliche/flrtende/erotische Kontakte in der Regel offline stattfinden.
Da fängt mensch gerad an sich aktiv für diese spezielle Nähe zu interessieren - und ist praktisch jahrelang erst mal überwiegend auf die paar Quadratzentimeter Handyscreen angewiesen ...
Nur dass sich unsere Pandemiemanager halt mit der Frage: "was machen unsere Maßnahmen mit den Menschen" weniger befasst haben als mit der Frage: "wie könnte die Virusverbreitung die Gesellschaft beeinträchtigen"..
entomological hat geschrieben: 27 Jan 2026 11:48 Ist das nicht eigentlich was Gutes, insbesondere für ABs? Dadurch, dass die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, auf andere ohne sexuelle Erfahrungen zu treffen,
Ich würde ja eher eine um ein paar Jahre höhere AB-"Generation vermuten. Mehr Menschen mit noch weniger Erfahrung (und entsprechend mehr Scheu vor "dem Unbekannten"). Dann fängt man halt nicht mehr mit 21 an zu fragen "was ist eigentlich los mit mir", sondern mit 23. Ob das dann die gewünschte Veränderung erleichtert ...??

Es wird aber sIcher auch eine Frage sein, ob der Trend anhält oder die Kiddies sich drauf besinnen, dass Kuscheln in der dunklen Partyecke vielleicht reizvoller sein könnte als die nöächsten 100 Flirt-Chatversuche mit unbekannten "Freunden", die so schicke Fotos posten.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Deja-vu »

Viele junge Leute haben sich während der Pandemie dennoch getroffen - nur dann eben draußen, an der frischen Luft, und nicht in irgendwelchen Instiutionen.
Manche haben das beibehalten. Und gelernt, dass man nicht immer Geld ausgeben muss, um eine gute Zeit mit anderen Leuten zu haben.


Hoppala hat geschrieben: 27 Jan 2026 12:17 Dann fängt man halt nicht mehr mit 21 an zu fragen "was ist eigentlich los mit mir", sondern mit 23.
Oder mit 35. ;)

Vielleicht aber auch nie. Ich würde nicht sagen, dass Menschen sich grundsätzlich Fragen stellen sollten, nur weil sie im Alter von xy noch keine Beziehung hatten. Entscheidend ist der persönliche Leidensdruck.
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Wusel
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Wusel »

Man liest immer verschiedene Standpunkte von ABs hier und unterschiedliche Wege wie sie das wurden. Ich kann nur von mir ausgehen... und meine Erinnerung ist da ziemlich genau:

Ab 14 hatte ich einen enormen Sexualtrieb. Spätens ab 15 hätte ich gerne Freundin gehabt.. und ja, damit wäre ich sicher zügig dabei gewesen.... doch in meinem schulischen Vergleichsumfeld aber auch lange nicht der erste.
Später mit 17 hatte ich eine kleine Chance auf eine Beziehung gehabt... aber das scheiterte früh.
Doch an dieser Möglichkeit zu schnuppern hat mich wahnsinnig sehnsüchtig werden lassen.
Klar hatte ich da noch irgendwelche geistigen Unzulänglichkeiten und sozialen Lernbedarf... dennoch bin ich da nicht weniger Beziehungsreif gewesen als andere zu der Zeit, die sich da schon in Beziehungen zu der Zeit befanden.
Körper und Geist.. alles in mir hat nach sexueller Betätigung beinahe geschrien, nur ich war nicht in der Lage mir zu helfen.
Ich wohnte weit auf dem Land in einem sehr kontrollierten Elternhaus, mit 20€ Taschengeld im Monat das auf Zigaretten drauf ging.
An meiner physischen Attraktivität hätte ich im Gym arbeiten können.. aber auch das war nicht in meinem Umfeld erreichbar. Räumlich als auch gedanklich.
.............
Was ich sagen will... rein biologisch sind wir (die meisten) darauf programmiert früh sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Alles was das verhindert sind äußere (gesellschaft; soziales Nahumfeld) und innere Umstände (selbstwert, Hemmungen etc.),
Die Digitalen Nebenwelten die Jugendlichen hier bannen, haben hier meines Erachtens einen wahnsinnigen negativen Einfluss auf deren Entfaltung des Menschseins. Das das hier nun sich statistisch verhärtet, finde ich erschreckend (... aber auch nicht überraschend..)

Weiterer Gedanke: Den Sex mal einfach nüchtern als natürliche zwischenmenschliche Interaktion betrachtet, die sich hier statitisch um ca. 24 Monate in jungen Jahren verschiebt, kann man auch gerne als Alarmmeldung für einen generellen Verlusts sozialen Umgang von Jugendlichen untereinander werten.
Ich weigere mich in der Entwicklung etwas positives zu sehen. :?
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Wayfaring_Stranger15 »

Das ist eine Studie, die ich neulich auch gelesen hab. Und die mich auch noch mehr frustriert hat.
Allein die Vorstellung, dass Menschen, die deutlich jünger sind als ich, in einem anderen Jahrtausend geboren wurden und nicht nur auf mich wie Kinder wirken, sondern stellenweise auch noch Kinder sind, schon ihr erstes Mal haben / hatten, während ich mit bald 32 immer noch darauf warte, finde ich ... verstörend.
Wusel hat geschrieben: 27 Jan 2026 14:58
Das kann ich so gut nachvollziehen, was du beschreibst. Mir ging es da ganz ähnlich.
Bei mir fing es auch so mit 14 an, dass sich so ein Sexualtrieb entwickelte zum andern Geschlecht hin, ab 16 kann ich mich noch gut dran erinnern, wie ich mir schon wünschte, bald eine eigene Familie gründen zu können. Da war mir auch klar, dass ich sehr früh dran bin für heutige Verhältnisse (im Mittelalter war das ja teilweise wohl normal, aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema :D ), und ich einfach Geduld brauche und auf die Gelegenheit warten muss, bis ich die richtige Freundin finde, mit der ich zusammen alt werden möchte.
Wer hätte da ahnen können, dass die sich niemals finden lassen würde... :sadman:

Deswegen finde ich es übrigens so absurd, wenn mir heutige einige erzählen, man müsste in Interessensgruppen und Vereine gehen, um eine Freundin zu finden, und man sollte schon wissen, was man will. Mir kann keiner erzählen, dass meine Mitschüler und Freunde damals schon wussten, was sie vom Leben wollen, und in Vereinen waren sie ganz gewiss auch nicht.

Ob man allerdings pauschal sagen kann, dass wir Menschen alle darauf biologisch getrimmt sind, in jungen Jahren uns fortzupflanzen, weiß ich nicht. Klar, früher war das überlebenswichtig für unsere Vorfahren. Aber ich denke, das hat auch was mit der körperlichen und geistigen Reife, zumindest heutzutage, zu tun, und das unterscheidet sich von Mensch zu Mensch schonmal in ein paar Jahren.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Deja-vu »

Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: 27 Jan 2026 15:55
Deswegen finde ich es übrigens so absurd, wenn mir heutige einige erzählen, man müsste in Interessensgruppen und Vereine gehen, um eine Freundin zu finden, und man sollte schon wissen, was man will. Mir kann keiner erzählen, dass meine Mitschüler und Freunde damals schon wussten, was sie vom Leben wollen, und in Vereinen waren sie ganz gewiss auch nicht.
Und wo haben sie sich stattdessen gefunden? OD war zu "meiner Zeit" jedenfalls noch nicht angesagt, das mag aber 10 Jahre später vielleicht schon anders gewesen sein. In allen Jahrzehnten zuvor haben Leute aber doch auch ihre Partner irgendwie kennen gelernt. Wer keine oder unzureichende Kontakte (= unzureichende Kontakte zum bevorzugten Geschlecht) in der Schule, Uni oder Arbeit hat, sollte schauen, wo er weitere finden kann. Interessengruppen und Vereine sind definitiv eine Möglichkeit - es gibt aber natürlich keine Garantie. Die gibt es so gesehen nirgendwo. Prinzipiell aber gilt, überall, wo verschiedene Menschen sich aufhalten, kann man eine/n Partner/in finden.




Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: 27 Jan 2026 15:55 Ob man allerdings pauschal sagen kann, dass wir Menschen alle darauf biologisch getrimmt sind, in jungen Jahren uns fortzupflanzen, weiß ich nicht. Klar, früher war das überlebenswichtig für unsere Vorfahren. Aber ich denke, das hat auch was mit der körperlichen und geistigen Reife, zumindest heutzutage, zu tun, und das unterscheidet sich von Mensch zu Mensch schonmal in ein paar Jahren.
Ich hatte in meiner Teenagerzeit überhaupt kein Interesse daran. Das Ganze war eher abschreckend für mich.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Machineguy »

AlexSander hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:26 Naja, hochprozentiger Alkohol ist auch erst ab 18 Jahren freigegeben. Trotzdem haben die meißten Jugendlichen unter 18 schonmal Schnaps getrunken.
Die Altersbeschränkung beim Alkohol ist ja da um Personen bestimmten Alters zu schützen. Das sich natürlich nicht jeder an sowas hält stimmt schon, aber das hat man bei allen Regeln, dennoch sollen diese doch einen Rahmen bieten. Es wird sich in diesem Beispiel aber niemand hinstellen und sagen, wie schlimm es doch sei das die meisten Menschen erst mit 19 harten Alkohol konsumieren.

Man stellt doch als Gesellschaft keine Regeln auf um dann am Ende deren Einhaltung zu betrauern? Das soll übrigens nicht die Meinung das diese Entwicklung bedenklich ist invalidieren.
Wenn man die Situation gesamtgesellschaftlich betrachtet würde sich das aber beißen.

Letztenendes ist die Thematik rund ums Sexuelle meiner Meinung nach dadurch recht schwierig das kaum jemand wirklich offen darüber spricht. Auf der einen Seite ist Sex und Lust unanständig und verpöhnt, auf der anderen Seite soll man vor der Volljährigkeit sein erstes mal gehabt haben. Was denn nun? Und woher sollen das die Leute wissen? Klar, es wird aufgeklärt, aber das ist auch nur ne Erklärung wie Kinder kriegen funktionert, oder man dies eben verhindert. Wenn man die Situation wirklich beeinflussen will müsste das Tabu um das Thema gebrochen werden. Ansonsten läuft es in irgendeine Richtung.

Hoppala hat geschrieben: 27 Jan 2026 12:13 Nun sagst du selbst, dass du recht nah an der betrachteten Alterskohorte bist.
In meiner Alterskohorte wäre niemand auf die Idee gekommen, Sex und "das erste Mal" primär (und in vielen Fällen: überhaupt) "logisch" zu betrachten.

Ich selbst finde "Logik" für die individuelle Entscheidung/Verhalten in Sachen Erotik/Sex etc auch ausgesprochen sachfremd.
Übergreifende Studien sollten natürlich logisch nachvollziehbar sein.
Ich kann gut verstehen das meine Herangehensweise an das Thema vielen unverständlich ist. Ich wüsste aber nicht wie ich sonst vorgehen sollte, da ist bei mir im Kopf scheinbar irgendetwas kaputt, falsch oder gar nicht entwickelt.
Wobei sich meine "logische Betrachtung" ja auf die Sicht der Gesellschaft bezieht, nicht auf die Sicht eines vor Liebe blinden (und vielleicht dadurch blöden) Teenagers.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Levyn »

Deja-vu hat geschrieben: 27 Jan 2026 13:25 Viele junge Leute haben sich während der Pandemie dennoch getroffen - nur dann eben draußen, an der frischen Luft, und nicht in irgendwelchen Instiutionen.
Manche haben das beibehalten. Und gelernt, dass man nicht immer Geld ausgeben muss, um eine gute Zeit mit anderen Leuten zu haben.
Ja, aber das waren auch die Leute mit einem Freundeskreis. Es gibt ja viele Menschen, die nicht einfach mal so einen großen Freundeskreis haben und für die war das schon hart, weil sie nirgendwo Leute kennenlernen konnten.
Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: 27 Jan 2026 15:55 Deswegen finde ich es übrigens so absurd, wenn mir heutige einige erzählen, man müsste in Interessensgruppen und Vereine gehen, um eine Freundin zu finden, und man sollte schon wissen, was man will. Mir kann keiner erzählen, dass meine Mitschüler und Freunde damals schon wussten, was sie vom Leben wollen, und in Vereinen waren sie ganz gewiss auch nicht.
Die hatten sicherlich aber auch andere Umstände als du. Ich kenne auch viele, die weder in Interessensgruppen oder Vereinen sind und trotzdem fast immer eine Freundin haben. Die haben aber dann auch meist einen großen Freundeskreis, sind vielleicht viel sozialer eingestellt, sind vielleicht mutiger, sind vielleicht weniger picky, haben vielleicht Glück, dass es dort jemanden gibt, der sich für sie interessiert etc.
Wenn man all das nicht hat, muss man halt schauen, wo man sonst noch Menschen kennenlernen kann - gerade wenn man nicht der extrovertierteste ist und die Aufmerksamkeit auf sich lenken kann.
Kenne auch einige Männer/Frauen, die theoretisch Möglichkeiten hätten, aber sie einfach denken, dass sie etwas besseres (so oberflächlich es klingen mag) verdient haben und daher gar nicht offen für ihre Möglichkeiten sind, sondern immer jemandem hinterher träumen, der unerreichbar scheint.
Deja-vu hat geschrieben: 27 Jan 2026 21:37 Interessengruppen und Vereine sind definitiv eine Möglichkeit - es gibt aber natürlich keine Garantie. Die gibt es so gesehen nirgendwo. Prinzipiell aber gilt, überall, wo verschiedene Menschen sich aufhalten, kann man eine/n Partner/in finden.
Denke ich auch. Wenn man in seinem unfreiwilligen Umfeld keine Möglichkeiten sieht, dann hat man ja kaum andere Möglichkeiten. OD ist zwar bequem, aber gleichzeitig auch sehr frustrierend, wenn man nicht gerade optisch aus der Masse heraussticht oder man einen Geschmack von Frau/Mann hat, den gefühlt die meisten attraktiv finden.
Machineguy hat geschrieben: 27 Jan 2026 22:03 Letztenendes ist die Thematik rund ums Sexuelle meiner Meinung nach dadurch recht schwierig das kaum jemand wirklich offen darüber spricht. Auf der einen Seite ist Sex und Lust unanständig und verpöhnt, auf der anderen Seite soll man vor der Volljährigkeit sein erstes mal gehabt haben. Was denn nun? Und woher sollen das die Leute wissen? Klar, es wird aufgeklärt, aber das ist auch nur ne Erklärung wie Kinder kriegen funktionert, oder man dies eben verhindert. Wenn man die Situation wirklich beeinflussen will müsste das Tabu um das Thema gebrochen werden. Ansonsten läuft es in irgendeine Richtung.
Sehe ich doch ein wenig anders. Sex und Lust soll ja nicht verpöhnt sein. In den meisten heutigen Filmen siehst du genügend solche Szenen und die sind meist ab 12.
Pornos zeigen aber einen falschen Eindruck von Sex und Lust. Wenn junge Menschen also nur damit sozialisiert werden, dann haben sie eine ganz andere Erwartungshaltung an sich und auch an die Partnerin. Ich finde es also richtig, dass Pornos erst ab 18 sind, weil sonst Kinder auf die Idee kommen könnten, dass Sex so ablaufen muss, dass der Mann die Frau wie ein Objekt benutzt und das richtig ist.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Obelix »

Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: 27 Jan 2026 15:55 Deswegen finde ich es übrigens so absurd, wenn mir heutige einige erzählen, man müsste in Interessensgruppen und Vereine gehen, um eine Freundin zu finden, und man sollte schon wissen, was man will. Mir kann keiner erzählen, dass meine Mitschüler und Freunde damals schon wussten, was sie vom Leben wollen, und in Vereinen waren sie ganz gewiss auch nicht.
Natürlich muss man nicht in Vereine usw. gehen. Das Entscheidende ist halt, dass man soziale Kontakte pflegt. Und wenn hier jemand fragt, wo man das kann, weil man (fast) keine Kontakte hat, dann ist die "Standardantwort" eben ein Verweis auf irgendwelche organisierten Gruppen. Aber ein aktiver Freundeskreis tut es genauso. Oder der Arbeitsplatz, wenn man da menschlich gut miteinander auskommt. Oder die Nachbarschaft. Oder wo auch sonst immer Menschen zusammenkommen.

Und was das "Wissen, was man will" angeht, ist es doch vor allem eine Frage des Alters bzw. der Reife. Von einem 18-jährigen erwartet man in dieser Hinsicht noch nicht allzu viel, aber ein 30-jähriger sollte zumindest eine grobe Vorstellung davon haben. Ob sich das dann auch bewahrheitet, steht auf einem anderen Blatt. Life is what happens while you are busy making other plans.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Machineguy »

Levyn hat geschrieben: 27 Jan 2026 22:25 Sehe ich doch ein wenig anders. Sex und Lust soll ja nicht verpöhnt sein. In den meisten heutigen Filmen siehst du genügend solche Szenen und die sind meist ab 12.
Pornos zeigen aber einen falschen Eindruck von Sex und Lust. Wenn junge Menschen also nur damit sozialisiert werden, dann haben sie eine ganz andere Erwartungshaltung an sich und auch an die Partnerin. Ich finde es also richtig, dass Pornos erst ab 18 sind, weil sonst Kinder auf die Idee kommen könnten, dass Sex so ablaufen muss, dass der Mann die Frau wie ein Objekt benutzt und das richtig ist.
"Die meisten heutigen Filme" ist doch sehr relativ was und wie viel man sich anschaut. Ich sehe ehrlichgesagt auch nicht wo solche Szenen helfen sollen.

Was den Inhalt von Pornos angeht ist das jetzt sehr verallgemeinert, da kann man auch sagen man verbietet das Fernsehn, da wird Gewalt und Übertreibung dargestellt.
Im Detail betrachtet müsste man auch dort In Kategorien unterteilen, was natürlich weltfremd ist, auch wenn mich der Gedanke eines Bundesbeamten der die Videos in Alterskategorien einteilt amüsiert. :mrgreen:
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Levyn »

Machineguy hat geschrieben: 27 Jan 2026 22:52 "Die meisten heutigen Filme" ist doch sehr relativ was und wie viel man sich anschaut. Ich sehe ehrlichgesagt auch nicht wo solche Szenen helfen sollen.
Fast jede Komödie in der Mann/Frau vertreten sind und eine gewichtige Rolle spielen. Helfen sollen sie vielleicht nicht, aber sie vermitteln jetzt auch keinen komplett falschen Eindruck von Sexualität.
Machineguy hat geschrieben: 27 Jan 2026 22:52 Was den Inhalt von Pornos angeht ist das jetzt sehr verallgemeinert, da kann man auch sagen man verbietet das Fernsehn, da wird Gewalt und Übertreibung dargestellt.
Die werden ja nicht verboten, sondern sind lediglich ab 18. Ich finde auch nicht, dass das sehr verallgemeinert ist. Ich muss ja nur auf X Pornoseite gehen und 90% der Seite ist voll damit.
Machineguy hat geschrieben: 27 Jan 2026 22:52 Im Detail betrachtet müsste man auch dort In Kategorien unterteilen, was natürlich weltfremd ist, auch wenn mich der Gedanke eines Bundesbeamten der die Videos in Alterskategorien einteilt amüsiert.
In welche Kategorien möchtest du die denn unterteilen? Es ist ja nicht 1 Bundesbeamte, der das tut, sondern ein Gremium aus vielen Leuten hat mal beschlossen, dass die Inhalte nicht für Menschen unter dem Erwachsenenalter geeignet ist. Natürlich könnte man jetzt eine langatmige Grundsatzdiskussion darüber führen, inwiefern das Alter von 18 ausreichend genug ist, um einen Mensch als "Erwachsen" zu klassifizieren, aber darum soll es sich nicht drehen.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Machineguy »

Levyn hat geschrieben: 27 Jan 2026 23:39
Die werden ja nicht verboten, sondern sind lediglich ab 18. Ich finde auch nicht, dass das sehr verallgemeinert ist. Ich muss ja nur auf X Pornoseite gehen und 90% der Seite ist voll damit.
Das hätte ich jetzt nicht so extrem eingeschätzt, wenn man bedenkt das es auch Videos gibt in denen sich leute alleine präsentieren, was ja entsprechende Mishandlung einer anderen Person ausschließt.
Ich habe mich zugegeben aber nicht im geringsten für Statistiken zum Thema Pornografie beschäftigt, weshalb du wahrscheinlich besser informiert bist.
Levyn hat geschrieben: 27 Jan 2026 23:39
Es ist ja nicht 1 Bundesbeamte, der das tut, sondern ein Gremium aus vielen Leuten hat mal beschlossen, dass die Inhalte nicht für Menschen unter dem Erwachsenenalter geeignet ist.
Da habe ich wohl nichg deutlich gemacht dass diese Vorstellung meinerseits scherzhaft war. Das solche Entscheidungen hierzulande nicht von einer Person getroffen werden ist mir durchaus klar.

Ich will auch gar nicht bewirken das sich die Regelungen im Bereich Pornografie ändern, ich hab da kein Problem mit.
Wenn man als Gesellschaft an der Situation, wann die Leute im Schnitt ihr erstes Mal haben, etwas ändern möchte wäre es sinnvoll die Aktuelle Handhabung von Liebe, Sexualität, Lust und Pornografie zu überdenken.
Oder aber man nimmt die Situation so hin wie sie ist.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Wusel »

Machineguy hat geschrieben: Im Detail betrachtet müsste man auch dort In Kategorien unterteilen, was natürlich weltfremd ist, auch wenn mich der Gedanke eines Bundesbeamten der die Videos in Alterskategorien einteilt amüsiert. :mrgreen:
Machineguy hat geschrieben: Da habe ich wohl nichg deutlich gemacht dass diese Vorstellung meinerseits scherzhaft war. Das solche Entscheidungen hierzulande nicht von einer Person getroffen werden ist mir durchaus klar.
Also das war schon eindeutig als Scherz zu verstehen. ;)
Mich hat dein Bild auch etwas amüsiert... Man benötigt dafür nur eine lebendige Vorstellungskraft.
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Re: Aktuelle Studie: Das erste Mal mit 19

Beitrag von Galip »

Wurde auch erhoben, wie zufrieden die Leute mit ihrem existenten oder inexistenten Sexleben sind? In dem jeweililgen Moment und später im Rückblick? Ich wüsste keinen objektiven Maßstab dafür, welches Alter für den ersten Sex "richtig" sein sollte. Richtig ist es dann, wenn es sich für beide Beteiligten richtig anfühlt.

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