"Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
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Vogel
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"Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Die F.A.Z. hat Nina Deissler über die wichtigsten Regeln beim Daten befragt:
https://archive.ph/IKAdw
Hier ein Auszug:
"... Bei diesem Schritt gibt es allerdings zwei wichtige Regeln, fährt Deißler fort: „Man darf den anderen nicht überrumpeln, indem man nur an die eigenen Bedürfnisse denkt. Man darf aber auch nicht so vorsichtig sein, dass der andere nichts merkt.“ Anders ausgedrückt: Das Tempo muss passen, die Schwingung. Beides kann man nicht mit Worten steuern, sondern man muss fühlen, was man tun soll. Deißler fasst zusammen: „Der größte Fehler, den Menschen jedes Alters machen, ist, dass sie nicht emotional an den anderen andocken, sondern denken, wenn sie nur das Richtige sagen, funktioniert es.“
Eine Faustregel gibt es allerdings, wenn es ums Gesprächsthema geht: Emotionale Nähe entsteht über Gemeinsamkeiten, zum Beispiel Hobbys oder Leidenschaften. Und was immer hilft: sich verletzlich zeigen, indem man über Dinge redet, die man nicht so gut kann, rät Deißler. „Sympathisch wirkt man, wenn man im Verhältnis 2,5 zu 1 über Dinge redet, die man gut beziehungsweise nicht gut kann. ....." "
https://archive.ph/IKAdw
Hier ein Auszug:
"... Bei diesem Schritt gibt es allerdings zwei wichtige Regeln, fährt Deißler fort: „Man darf den anderen nicht überrumpeln, indem man nur an die eigenen Bedürfnisse denkt. Man darf aber auch nicht so vorsichtig sein, dass der andere nichts merkt.“ Anders ausgedrückt: Das Tempo muss passen, die Schwingung. Beides kann man nicht mit Worten steuern, sondern man muss fühlen, was man tun soll. Deißler fasst zusammen: „Der größte Fehler, den Menschen jedes Alters machen, ist, dass sie nicht emotional an den anderen andocken, sondern denken, wenn sie nur das Richtige sagen, funktioniert es.“
Eine Faustregel gibt es allerdings, wenn es ums Gesprächsthema geht: Emotionale Nähe entsteht über Gemeinsamkeiten, zum Beispiel Hobbys oder Leidenschaften. Und was immer hilft: sich verletzlich zeigen, indem man über Dinge redet, die man nicht so gut kann, rät Deißler. „Sympathisch wirkt man, wenn man im Verhältnis 2,5 zu 1 über Dinge redet, die man gut beziehungsweise nicht gut kann. ....." "
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Kolinatan
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Ich finde diese beiden Teile des Artikels ebenfalls interessant. Es ist viel im Umbruch und wer bereit ist, welches Risiko bei der Kontaktaufnahme auf sich zu nehmen, noch längst nicht geklärt.
Expertin Nina Deißler erläutert das Dilemma des richtigen Timings: „Den ersten Schritt zu machen, ist leicht – wenn man sich selbst mag. Weil man dann damit leben kann, wenn’s ein anderer nicht tut.“ Schüchterne Menschen dagegen hätten oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein: „Ein Nein vom anderen ist dann die Bestätigung dafür.“
Quelle: faz.net via archive.ph
Die Studie zu den Rollebildern bei Parship ist dahingehend interessant, dass gerade jüngere Teilnehmys Aussagen pro Rollenstereotypen stärker zustimmen als ältere Teilnehmys.Aber darf man sich überhaupt einfach so küssen, darf man einfach so kuscheln, selbst wenn es sich so richtig anfühlt wie bei Felix und wie bei Philipp? Oder sollte man sicherheitshalber vorher um Erlaubnis fragen? Nina Deißler hat auch darauf eine Antwort: „In jedem Fall braucht es heute mehr Kommunikation und mehr Abstimmung als in der Generation vorher.“ Das liege daran, dass es heutzutage mehr Unsicherheit gebe, weil die Geschlechterzuschreibungen und Rollenmodelle unserer Eltern und Großeltern nicht mehr uneingeschränkt gälten, neue aber noch nicht allgemein verbindlich geschrieben seien. Daher wirkten die alten Regeln immer noch nach. „Viele Frauen“, so Deißler, „haben gelernt, dass es unweiblich wirkt, wenn sie den ersten Schritt machen. Viele Männer wiederum fürchten, in ihrer Rolle als aktiver Part zurückgewiesen zu werden.“
Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in einer Studie der Dating-App Parship wider: Während zwei Drittel der befragten Frauen über 60 finden, dass nicht unbedingt der Mann den ersten Schritt machen muss, denken genauso viele junge Frauen unter 30, dass er das sehr wohl tun sollte. Die Männer wiederum sind über diese Erwartungshaltung der jungen Frauen alles andere als glücklich: Die Mehrzahl, nämlich sechs von zehn, ärgert sich darüber, dass immer sie es sind, die die Initiative ergreifen müssen.
Quelle: faz.net via archive.ph
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Tobalf
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Bin beileibe kein Kuss Experte, aber bisher hab ich immer gemerkt, wenn eine Frau das will, weil sie einfach mitgemacht hat. Würde mir komisch vor kommen, danach zu fragen.
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Einsamkeit_is_doof
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Zumal ich mal gelesen habe, dass Frauen das komisch fänden, wenn man sie fragen würde.
Ich bin ja nun kein Experte auf dem Gebiet, aber ich denke, dass man auch als AB ein gewisses Gespür für sein Gegenüber haben sollte. Wenn ich beispielsweise ihre Hand nehmen möchte oder meinen Arm um sie lege und sie nicht abweisend reagiert, dann könnte man evtl. einen Kuss probieren. Wenn sie es nicht möchte, wird man es schon merken.
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Wolfcraft
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Das EU Parlament hat vor ein paar Tagen für die "Nur Ja heißt Ja"- Regel gestimmt. Kann gut sein, dass man da bald Fragen muss.Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑01.05.2026, 15:24Zumal ich mal gelesen habe, dass Frauen das komisch fänden, wenn man sie fragen würde.
Ich bin ja nun kein Experte auf dem Gebiet, aber ich denke, dass man auch als AB ein gewisses Gespür für sein Gegenüber haben sollte. Wenn ich beispielsweise ihre Hand nehmen möchte oder meinen Arm um sie lege und sie nicht abweisend reagiert, dann könnte man evtl. einen Kuss probieren. Wenn sie es nicht möchte, wird man es schon merken.
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Sehe ich ähnlich. Letztendlich ist ja auch (häufig?) nicht der "eine" erste Schritt, sondern es ist eine Verkettung von kleinen Schritten. Bei der letzten Frau, die ich gedated habe, war es so, dass sie mich an einen einsamen, schon etwas romantischen Ort geführt hatte. Das war ein Schritt, den habe ich dann aufgegriffen (und ich musste nicht mal groß überlegen, ob ich das jetzt tue) und meinen Arm, um ihre Schulter gelet. Auch ein Schritt (der wievielte?). Sie hat sich dann an mich geschmiegt, womit sie dann bestätigt hat, dass sie das gut findet. Dann standen wir kurz so und sind dann synchron ins Küssen übergegangen. Da hat sich die Frage, wer hier noch welchen Schritt für den Kuss geht gar nicht mehr gestellt. Und eine Frage, ob ich denn nun dürfe hat sich auch vollkommen erübrigt.
Ansonsten meine anderen beiden Erster-Kuss-Erfahrungen, wurden tatsächlich jeweils von den Frauen initiiert und die haben mich vorher auch nicht gefragt, aber auch ziemlich überrumpelt ... würde ich empfehlen.
Ansonsten meine anderen beiden Erster-Kuss-Erfahrungen, wurden tatsächlich jeweils von den Frauen initiiert und die haben mich vorher auch nicht gefragt, aber auch ziemlich überrumpelt ... würde ich empfehlen.
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Tobalf
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Ganz genau so.
Bei meinem letzten erfolgreichen Date hat sie mich gefragt, ob ich sie heimfahren kann, weil sie kein Auto hat. Auf dem Weg zum Auto, haben wir Händchen gehalten und als ich bei ihr vor der Haustür angehalten habe, haben wir uns geküsst, ohne dass ich das irgendwie einleiten musste. Man merkt das, wenn es passt.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 02.05.2026, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Einsamkeit_is_doof
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Ja, da hast du Recht. Wie ist das eigentlich geregelt? Muss das "ja" verbal geäussert werden oder reicht auch nonverbal? Also muss da wirklich abgesprochen werden: "Du, ich würde jetzt gerne deine Hand halten und dich küssen." - "Ja, du darfst meine Hand halten und mich küssen!" Macht doch irgendwie die ganze Situation kaputt.
Ich denke, wenn sich zwei küssen wollen oder mehr wollen, dass sie dann beide Anstalten machen, dass es dazu kommt.
Grundsätzlich würde ich mich aber als so emphatisch einschätzen, dass ich merken würde, wenn ich die Hand einer Frau nehme, meine Arm um sie lege oder sie küsse, ob sie das will oder nicht. Aber es gibt natürlich leider auch Männer, die das wahrscheinlich nicht merken, bzw. merken wollen.
Eine Kollegin ist zur Zeit auf Partnersuche und hat sich bei Tinder angemeldet. Sie bekam dann Nachrichten alà: "Ey, geile Titten!!" oder: "Kannst du bei mir vorbei kommen und mir in die Eier treten. Finde das total geil!" Das fand ich dann schon krass, wie manche Männer drauf sind.
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Buddy
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
So weit ich weiß geht es auch nonverbal oder durch konkludentes Handeln.Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑02.05.2026, 17:22 Ja, da hast du Recht. Wie ist das eigentlich geregelt? Muss das "ja" verbal geäussert werden oder reicht auch nonverbal?
Das wäre Catcalling, da will man ja auch bald ein Gesetzesentwurf vorlegen.Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑02.05.2026, 17:22 Sie bekam dann Nachrichten alà: "Ey, geile Titten!!" oder: "Kannst du bei mir vorbei kommen und mir in die Eier treten. Finde das total geil!" Das fand ich dann schon krass, wie manche Männer drauf sind.
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Also ich war echt baff, als mir die Kollegin das erzählt hat. Ich frage mich nur, ob diese Männer damit schonmal Erfolg hatten?Wolfcraft hat geschrieben: ↑02.05.2026, 19:50Das wäre Catcalling, da will man ja auch bald ein Gesetzesentwurf vorlegen.Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑02.05.2026, 17:22 Sie bekam dann Nachrichten alà: "Ey, geile Titten!!" oder: "Kannst du bei mir vorbei kommen und mir in die Eier treten. Finde das total geil!" Das fand ich dann schon krass, wie manche Männer drauf sind.
Meine Kollegin war jedenfalls nicht wirklich begeistert von diesen Nachrichten.
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Ich vermute, dass diejenigen Männer, die solche Nachrichten schreiben, gar nicht unbedingt mit einem "Erfolg" rechnen (oder wenn, dann bald eines Besseren belehrt werden), sondern durch das Schreiben derselben selbst erregt werden.Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑03.05.2026, 12:14Also ich war echt baff, als mir die Kollegin das erzählt hat. Ich frage mich nur, ob diese Männer damit schonmal Erfolg hatten?Wolfcraft hat geschrieben: ↑02.05.2026, 19:50Das wäre Catcalling, da will man ja auch bald ein Gesetzesentwurf vorlegen.Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑02.05.2026, 17:22 Sie bekam dann Nachrichten alà: "Ey, geile Titten!!" oder: "Kannst du bei mir vorbei kommen und mir in die Eier treten. Finde das total geil!" Das fand ich dann schon krass, wie manche Männer drauf sind.Kann es mir eigentlich gar nicht vorstellen.
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Das ist ja was ganz neues. Darauf ist ja noch niemand gekommen. Deswegen braucht man dafür Experten.Vogel hat geschrieben: ↑18.04.2026, 14:26 Die F.A.Z. hat Nina Deissler über die wichtigsten Regeln beim Daten befragt:
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Hier ein Auszug:
"... Bei diesem Schritt gibt es allerdings zwei wichtige Regeln, fährt Deißler fort: „Man darf den anderen nicht überrumpeln, indem man nur an die eigenen Bedürfnisse denkt. Man darf aber auch nicht so vorsichtig sein, dass der andere nichts merkt.“ Anders ausgedrückt: Das Tempo muss passen, die Schwingung. Beides kann man nicht mit Worten steuern, sondern man muss fühlen, was man tun soll. Deißler fasst zusammen: „Der größte Fehler, den Menschen jedes Alters machen, ist, dass sie nicht emotional an den anderen andocken, sondern denken, wenn sie nur das Richtige sagen, funktioniert es.“
Eine Faustregel gibt es allerdings, wenn es ums Gesprächsthema geht: Emotionale Nähe entsteht über Gemeinsamkeiten, zum Beispiel Hobbys oder Leidenschaften. Und was immer hilft: sich verletzlich zeigen, indem man über Dinge redet, die man nicht so gut kann, rät Deißler. „Sympathisch wirk
t man, wenn man im Verhältnis 2,5 zu 1 über Dinge redet, die man gut beziehungsweise nicht gut kann. ....." "
"Im innersten Gehäuse des Humanismus, als dessen eigene Seele, tobt gefangen der Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht."
(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Ach so ist das... die mathematische Sympathie Formel!Und was immer hilft: sich verletzlich zeigen, indem man über Dinge redet, die man nicht so gut kann, rät Deißler. „Sympathisch wirkt man, wenn man im Verhältnis 2,5 zu 1 über Dinge redet, die man gut beziehungsweise nicht gut kann. ....." "
Natürlich.
2.5 Faktor Angeberei zu 1.0 Faktor "das ist scheiße an mir". Das wird definitiv JEDEN überzeugen. IMMER. Erfolg garantiert.
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Ich finde spannend, wie man die Aussage von Deßler so missdeuten kann.Bobbertus hat geschrieben: ↑22.06.2026, 13:53Ach so ist das... die mathematische Sympathie Formel!Und was immer hilft: sich verletzlich zeigen, indem man über Dinge redet, die man nicht so gut kann, rät Deißler. „Sympathisch wirkt man, wenn man im Verhältnis 2,5 zu 1 über Dinge redet, die man gut beziehungsweise nicht gut kann. ....." "
Natürlich.
2.5 Faktor Angeberei zu 1.0 Faktor "das ist scheiße an mir". Das wird definitiv JEDEN überzeugen. IMMER. Erfolg garantiert.![]()
Wobei ich zur Ausage selbst nicht Stellung beziehe. Nur: DAS steht da nun wirklich nicht.
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Da steht zum einen "Was immer hilft" (was schon grundlegend Schwachsinn ist) und dann ein schwammiger Faktor.
Zu viel über Dinge reden die man kann wird schnell zur "Angeberei", was einen halt nicht sympathisch macht.
Und mir ist schon gesagt worden das sich "verletzlich zeigen" schnell "selbstmitleidig" rüberkommen kann und das ist dann auch eher abschreckend.
Ich bleib dabei: eine "Sympathie Formel" aufzustellen ist einfach dumm, weil Menschen zu unterschiedlich sind um zu sagen "Das klappt immer."
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Re: "Wie macht man den ersten Schritt - und wann?"
Da verstehst du die Frau aber auch ziemlich bewusst falsch. "Was immer hilft" bezieht sich doch offensichtlich auf die Orientierung, die sie im Anschluss beschreibt - nicht darauf, dass es automatisch zum gewünschten Ergebnis führt.
Deshalb ja dieses Verhältnis, das sie als sinnvoll beschreibt - und aus meiner Erfahrung passt das auch ganz gut. Am Ende kommt es ohnehin selten nur darauf an, was man sagt, sondern vor allem darauf, wie man es rüberbringt.
Wenn jemand einfach nur eine Liste runterbetet, was er alles gut kann, und sich dabei ständig selbst beweihräuchert, wirkt das schnell angeberisch. Wenn man das aber besser dosiert, also in passenden Momenten auch mal Stärken und auch Schwächen einfließen lässt, macht das einen spürbaren Unterschied darin, wie man wahrgenommen wird.
Das hängt stark davon ab, wie man dieses "Verletzlich zeigen" rüberbringt. Es geht nicht darum, dass man es tut, sondern wie.
Wer sagt, wie schlimm es sei, noch nie eine Freundin gehabt zu haben, wie sehr er sich danach sehnt und dass ihn trotzdem alle ablehnen, wird damit eher Mitleid als Interesse auslösen. Das wirkt schnell verzweifelt.
Wenn dagegen jemand sagt, dass er noch keine Freundin hatte, aber auch alleine gut klarkommt und es einfach eine schöne Ergänzung wäre, sein Leben mit jemandem zu teilen, kommt da ganz anders rüber - eben nicht selbstmitleidig, sondern reflektiert und entspannt. Den Wunsch nach einer Beziehung können sicher viele nachvollziehen.
Naja, ich glaube nicht, dass sie das als starre Formel gemeint hat, die immer und überall greifen muss, sondern eher als Orientierung. Zwischen den Zeilen lese ich da eher den Ansatz, nicht nur einseitig das Positive zu betonen, sondern auch ruhig Ecken und Kanten zu zeigen.
Ich erinnere mich da an ein Gespräch mit einer Frau, der ich erzählt habe, dass ich ADHS habe - mit all den Nachteilen in manchen Bereichen, aber eben auch mit den Vorteilen in anderen. Ihre Reaktion war nicht Mitleid, sondern eher Respekt dafür, wie reflektiert ich damit umgehe. Sie meinte sogar, dass sich einige Männer davon eine Scheibe abschneiden könnten. Für sie war das keine "Schwäche", die sie abschreckt, sondern einfach ein Teil meines Gesamtpakets, dessen ich mir selbst bewusst bin.