Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

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Wenn du normal (wie üblich) lebst/haushaltest, wie viel Geld hast du am Monatsende übrig?

Ich muss mich einschränken um es überhaupt zum Monatsende zu schaffen.
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Ich wirtschafte genau auf Null Euro unterm Strich.
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über 1500€
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Ich bin Millionär und gucke nicht aufs Geld.
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Ich finde Geld doof und will den Kommunismus.
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von klecks » Donnerstag 6. Juni 2019, 16:50

Vidar hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 13:44
Zur Geldfrage in Beziehungen:
Wenn beide Vollzeit arbeiten, aber unterschiedlich verdienen, würde ich - ohne damit Erfahrung zu haben - einfach mal sagen, dass beide einen gleichhohen Betrag auf ein gemeinsames Konto einzahlen und von diesem dann die Fixkosten wie Miete, Versicherungen etc. sowie Lebensmittel und Co. bezahlt werden, den Rest vom jeweiligen Einkommen gehört eben jedem selbst.
Wenn einer der beiden aufgrund Kindererziehung kürzertritt, "muss" (in meinen Augen) der andere dann auch entsprechend erheblich mehr einzahlen.
1. Wenn ich sehe, wie die Teilzeitjobs aus dem Boden schießen, könnte es gut sein, dass nicht beide Vollzeit arbeiten.
2. Heißt das dann auch für dich, dass der/die finanziell Schwächere über das gemeinsame Lebensniveau bestimmt? Also, ob Urlaub gemeinsam drin ist. Und wenn ja, wieviel Geld dafür investiert wird? Ob man preiswerte oder teure Waschmaschinen kauft? Wie groß die Wohnung ist, welche Möbel man hat? Fährt der/die finanziell Stärkere dann mit anderen Finanzkräftigeren in den Urlaub, wenn der/die Partner*in sich einen Urlaub nicht leisten kann?

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Tania » Donnerstag 6. Juni 2019, 17:10

klecks hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 16:50
Vidar hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 13:44
Zur Geldfrage in Beziehungen:
Wenn beide Vollzeit arbeiten, aber unterschiedlich verdienen, würde ich - ohne damit Erfahrung zu haben - einfach mal sagen, dass beide einen gleichhohen Betrag auf ein gemeinsames Konto einzahlen und von diesem dann die Fixkosten wie Miete, Versicherungen etc. sowie Lebensmittel und Co. bezahlt werden, den Rest vom jeweiligen Einkommen gehört eben jedem selbst.
Wenn einer der beiden aufgrund Kindererziehung kürzertritt, "muss" (in meinen Augen) der andere dann auch entsprechend erheblich mehr einzahlen.
1. Wenn ich sehe, wie die Teilzeitjobs aus dem Boden schießen, könnte es gut sein, dass nicht beide Vollzeit arbeiten.
Es könnte sogar sein, dass einer arbeitslos oder noch im Studium ist. Die fallen dann wohl als potentielle Partner aus.
2. Heißt das dann auch für dich, dass der/die finanziell Schwächere über das gemeinsame Lebensniveau bestimmt? Also, ob Urlaub gemeinsam drin ist. Und wenn ja, wieviel Geld dafür investiert wird? Ob man preiswerte oder teure Waschmaschinen kauft? Wie groß die Wohnung ist, welche Möbel man hat? Fährt der/die finanziell Stärkere dann mit anderen Finanzkräftigeren in den Urlaub, wenn der/die Partner*in sich einen Urlaub nicht leisten kann?
Anders gehts ja kaum. Wenn einer nur 1000 EUR monatlich hat, aber die halbe Miete zahlen soll, ist die 1500-EUR-Bude halt nicht drin. Dann muss der, der 3000 verdient, sich halt mit der 600-EUR-Wohnung abfinden.

Für mich galt eine Beziehung mit gemeinsamer Wohnung immer als "Familie". Sprich, beide Einkommen (sofern vorhanden) gingen auf ein Konto, darauf hatten beide Zugriff und alles wurde davon bezahlt. Und größere Anschaffungen wurden eben diskutiert ...

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Vidar » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:04

@ Klecks und Tanja:
Mit "weniger Verdienst" meinte ich eher so 2000 € netto oder so, nicht 1000 (was übrigens unter dem deutschen Mindestlohn liegt, damit dürften es ca. 1160,- sein?).
Ja, jemand der langzeitarbeitslos ist, käme für mich nicht in Frage. Studentinnen sind okay, die meisten meiner Datepartnerinnen waren dies ja, die können sich im Regelfall, aber auch selbst finanzieren - ich habe es im Studium ja auch geschafft.
Jo, wenn sich die Partnerin den 5000,- Urlaub nicht leisten kann, heißt es dann eben darauf verzichten, oder die Kosten übernehmen. Kann man dann ja gemeinsam ausbaldowern. An Sachen wie Waschmachine etc. habe ich nicht gedacht, das sind Dinge, über die ich mir finanziell keine Gedanken mache. Da würde ich sicher nicht das schlechteste Gerät kaufen, nur weil es billig ist.
Ist wohl eine Sache des sozioökonimischen Milieus... ich glaube, ich habe abgesehen von einer Ergotherapeutin überhaupt niemanden in meinem halbwegs engeren Bekanntenkreis, der unter diese 2k Marke fiele (und zugleich nicht noch studiert).

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Tania » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:17

Vidar hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:04
Mit "weniger Verdienst" meinte ich eher so 2000 € netto oder so, nicht 1000 (was übrigens unter dem deutschen Mindestlohn liegt, damit dürften es ca. 1160,- sein?).
Nicht jeder hat einen Vollzeitjob ...
Ist wohl eine Sache des sozioökonimischen Milieus... ich glaube, ich habe abgesehen von einer Ergotherapeutin überhaupt niemanden in meinem halbwegs engeren Bekanntenkreis, der unter diese 2k Marke fiele (und zugleich nicht noch studiert).
2k netto hat von meinen Freunden hier niemand. Und die arbeiten alle Vollzeit. Steuerfachangestellte, Chemielaborant, Technische Zeichnerin, Kaufmann, Rezeptionistin ...

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von NBUC » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:27

Reisen scheint mir da fast ein ungeschicktes Beispiel, da dort oft genug ein kleiner Aufpreis gleich eine weitere Person mitnimmt.
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von alex321 » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:40

Melli hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 05:29
alex321 hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 01:21
Die Teilung beginnt schon viel früher.
Da hast Du leider recht. Da beißt die Maus keinen Faden ab :(
alex321 hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 01:21
Wohlhabende Eltern können dem Kind stabile Verhältnisse bieten in denen es sicher aufwachsen kann [...] Sie räumen dem Kind viele Hindernisse und Probleme aus dem Weg.
Das ist die Idealvorstellung :(
... die ich auch schon oft in der Realität erlebt habe. Ein aktuelles Beispiel: An der Uni gab es eine junge Frau, Tochter eines Chirurgen, die mal bei einem Gespräch über Wohnungssuche mitgehört hat. Sie hat mich gefragt warum ich da so Probleme habe, ob mir denn meine Eltern nicht helfen. Ich habe sie dann gefragt wie es mit ihrer Wohnsituation aussieht und es stellte sich heraus, dass ihr Vater ihr eine Wohnung zu Studienbeginn gekauft hat. Wisst ihr wieviel eine Eigentumswohnung in der Großstadt kostet? 300.000€ aufwärts. Das heißt sie muss für den Rest ihres Lebens keine Miete zahlen und hat dadurch so ca. 1000€ mehr im Monat. Es muss unglaublich befreiend sein wenn man sich um seinen Wohnplatz keine Sorgen machen muss. Ich weiß aktuell nicht wie ich in 3 Monaten meine Miete bezahlen soll und kann deshalb oft nicht schlafen. Derartig existenzielle Sorgen kennen Leute aus Mittelschicht und höher einfach nicht. Sie können sich darauf konzentrieren ihr Leben jenseits der Befriedigung der Grundbefürnisse (Wohnen, Essen, Sicherheit) zu gestalten.
Zuletzt geändert von alex321 am Donnerstag 6. Juni 2019, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von klecks » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:41

Vidar hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:04
@ Klecks und Tanja:
Ist wohl eine Sache des sozioökonimischen Milieus...
Eben. Und könnte ein gutes Beispiel dafür sein, dass man nur im Blick hat, was man selbst kennt. Und dann vielleicht doch in seiner (auch finanziellen) "Liga" datet (weil man sich in einer anderen nicht wohl fühlt). Es sei denn, man (Mann?) findet an der anderen etwas so attraktiv (z.B. den Körper), dass man Geld drauf legt, um mit ihr zusammen zu sein. Da gelangt man dann schnell in die Grauzone, ob man sich die Person erkauft hat ...

Es bleibt schwierig ... :verwirrt:

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von inVinoVeritas » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:41

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 14:16
inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 13:35
Allerdings achte ich sowieso darauf, dass eine Frau beim ersten Kennenlernen nicht durch Zufall erfährt was für ein Auto ich z.B. fahre und wie es um mein Einkommen bestellt ist (die guten Hugo Boss Poloshirts bleiben dann definitiv im Schrank, stattdessen trage ich meistens ein gut sitzendes neutral-unifarbenes Shirt), ich möchte nicht dass sowas irgendeinen Einfluss darauf hat, ob die Frau mich interessant findet oder nicht.
Sorry, iVV, aber ich glaube nicht, dass man dieses bewusste Understatement mit echtem Nichtvorhandensein von Auto, Markenklamotten oder Geld für spontane Biergartenbesuche vergleichen kann.
Oh da hast du natürlich recht, ich wollte nur bekräftigen dass ich diese Art des ersten Dates generell klasse finde (unabhängig davon ob man sich auch einen teuren Restaurantbesuch leisten könnte oder nicht).
Wenn es dann im Anschluss noch in eine Bar oder den Biergarten weitergeht, übernehme ich aber i.d.R. auch die 20-30€ auf der Rechnung sofern die Frau keine Einwände hat.



Vidar hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 13:44
Zur Geldfrage in Beziehungen:
Wenn beide Vollzeit arbeiten, aber unterschiedlich verdienen, würde ich - ohne damit Erfahrung zu haben - einfach mal sagen, dass beide einen gleichhohen Betrag auf ein gemeinsames Konto einzahlen und von diesem dann die Fixkosten wie Miete, Versicherungen etc. sowie Lebensmittel und Co. bezahlt werden, den Rest vom jeweiligen Einkommen gehört eben jedem selbst.
Wenn einer der beiden aufgrund Kindererziehung kürzertritt, "muss" (in meinen Augen) der andere dann auch entsprechend erheblich mehr einzahlen.
Das handhabt wohl jeder anders, aber ich würde immer alles grob anteilig ins Verhältnis zu den unterschiedlichen Einkommen setzen.
Meine Ex hatte nur die Hälfte meines Einkommens zu Verfügung, ergo war es für mich selbstverständlich, dass ich bei allem 2/3 der Kosten übernommen habe.
Beispiel Miete von 1000€: sie hat 300 bezahlt und ich 700.
Bei Urlauben oder größeren gemeinsamen Anschaffungen das gleiche, außerdem habe ich sie öfters mal eingeladen und die Rechnung im Restaurant oder in der Bar übernommen.
War auch alles nach einer kurzen Gewöhnungsphase für sie ok und nicht mehr unangenehm, ich hatte ihr halt klargemacht dass Geld für mich nur bedrucktes Papier und Mittel zum Zweck darstellt, damit wir beide als Partner ("Wir" statt "ich und du") eine schöne Zeit haben können und ich es deshalb total in Ordnung finde, wenn ich mehr davon in die Mitte werfe wie sie.
Das war aber auch zu einer Zeit wo ich erheblich weniger als heute verdient habe und sie als Werksstudentin kaum was hatte.
Wenn einer aber 5000 und der andere 2500 netto hat, erübrigt sich sowas wahrscheinlich auch wieder, dann kann man bei nahezu allem (Miete, übliche Anschaffungen, Haushaltszeug) auch wieder zu halbe-halbe übergehen.
Mir ist es aber total egal wie gut eine Frau verdient, wenn ich mich mal in eine Geringverdienerin verlieben sollte wär mir das auch egal.
Zuletzt geändert von inVinoVeritas am Donnerstag 6. Juni 2019, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:42

NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:27
Reisen scheint mir da fast ein ungeschicktes Beispiel, da dort oft genug ein kleiner Aufpreis gleich eine weitere Person mitnimmt.
Vor allem bei Kreuzfahrten mit teils 70 oder gar 80 % Einzelkabinenaufschlag :twisted:
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von klecks » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:57

alex321 hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:40
Es muss unglaublich befreiend sein wenn man sich um seinen Wohnplatz keine Sorgen machen muss. Ich weiß aktuell nicht wie ich in 3 Monaten meine Miete bezahlen soll und kann deshalb oft nicht schlafen. Derartig existenzielle Sorgen kennen Leute aus Mittelschicht und höher einfach nicht. Sie können sich darauf konzentrieren ihr Leben jenseits der Befriedigung der Grundbefürnisse (Wohnen, Essen, Sicherheit) zu gestalten.
Was ich so beobachte, kommen diese Sorgen immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an. Es wird sehr viel Fassade aufgebaut oder aufrechterhalten. Wer aus reichem Elternhaus kommt, in einer "normalen" Erbfolge steht, bereits Wohneigentum hat, kommt einigermaßen glimpflich weg. Aber, wehe, der "normale" Lebensweg wird holprig: Die Eltern sterben zu früh. Oder sie erfreuen sich eines zu langen Lebens, das sie nicht mehr allein bewältigen. Oder es gibt ein behindertes Geschwisterkind, das lebenslänglich mit versorgt werden muss etc.

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von NBUC » Donnerstag 6. Juni 2019, 19:06

Ja, die "Mittelschicht" hat schon lange nichts mehr mit der "Mittelschicht" des Werbefernsehens zu tun.
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 6. Juni 2019, 19:10

klecks hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:57
Was ich so beobachte, kommen diese Sorgen immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an. Es wird sehr viel Fassade aufgebaut oder aufrechterhalten.
Immer mehr wird auf Kredit oder mit Ratenzahlung finanziert. Oder das neue Luxusauto ist auf Pump geleast.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Melli » Donnerstag 6. Juni 2019, 23:51

klecks hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 10:00
Montecristo hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 09:40
Dann mache ich die Klischee-Kiste noch weiter auf und frage, warum ""reiche Frauen"" überhaupt Single sein können... ;)
Historisch gesehen sicher erst einmal deshalb, weil sie es sich leisten können ... - Da haben Männer historisch gesehen Vorlauf.
Mir mehr Druck zu machen wäre bestimmt nicht produktiv gewesen :(

Eher umgekehrt, man hätte etwas pfleglicher mit mir umgehen müssen :traurig:

(Klar kann man jetzt einen über mich ablästern: "Hah! Siehste, an Geld denkt die gar nicht." :roll:)
klecks hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 10:00
Und dann vielleicht aus denselben Verfolgungswahn-Gründen? Die wollen doch alle nur mein Geld ... - Weshalb ich ja froh bin, dass ich keine attraktive Promi-Frau bin ... :holy: :mrgreen:
Ich bezog mich hier aufs Forum ... Da sind mir noch nicht so viele "reiche" ABinen begegnet - ok, das könnte der Grund sein. :idee: [...]
Nein, ich habe einen gewisse Neigung zu Großzügigkeit (und Standesdünkel hat mich immer auf die Barrikaden gebracht). Mir ist klar, daß das ab und an ausgenutzt wurde, aber das trifft mich nicht so sehr wie die horribile dictu emotionale "Fehlinvestition". (Auch das kann man, so denn möchte, damit kommentieren, ich müsse einen gewaltigen Sprung in der Schüssel haben :schlafen:)

Schlimm ist, daß manchen Leuten tatsächlich Macht das allerwichtigste im Leben ist. Für die ist das total geil, wenn die endlich mal die Gelegenheit haben, einer wie mir tüchtig eins reinzuwürgen :wuetend: :fluchen: :nudelholz: :hammer: :pfarrer:
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
(T. Aitmatow)

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Montecristo » Freitag 7. Juni 2019, 14:38

NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 19:06
Ja, die "Mittelschicht" hat schon lange nichts mehr mit der "Mittelschicht" des Werbefernsehens zu tun.
Hatte es noch nie. Werbefernsehen war immer Fiktion.
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Vidar » Freitag 7. Juni 2019, 15:38

klecks hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:57
alex321 hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 18:40
Es muss unglaublich befreiend sein wenn man sich um seinen Wohnplatz keine Sorgen machen muss. Ich weiß aktuell nicht wie ich in 3 Monaten meine Miete bezahlen soll und kann deshalb oft nicht schlafen. Derartig existenzielle Sorgen kennen Leute aus Mittelschicht und höher einfach nicht. Sie können sich darauf konzentrieren ihr Leben jenseits der Befriedigung der Grundbefürnisse (Wohnen, Essen, Sicherheit) zu gestalten.
Was ich so beobachte, kommen diese Sorgen immer mehr in der Mitte der Gesellschaft an. Es wird sehr viel Fassade aufgebaut oder aufrechterhalten. Wer aus reichem Elternhaus kommt, in einer "normalen" Erbfolge steht, bereits Wohneigentum hat, kommt einigermaßen glimpflich weg. Aber, wehe, der "normale" Lebensweg wird holprig: Die Eltern sterben zu früh. Oder sie erfreuen sich eines zu langen Lebens, das sie nicht mehr allein bewältigen. Oder es gibt ein behindertes Geschwisterkind, das lebenslänglich mit versorgt werden muss etc.
Ich habe das Gefühl, dass sich das Einkommensgefüge einfach verschoben hat. Die "klassische" Mittelschicht ist bei jüngeren Menschen nicht mehr anzutreffen. Die meisten Paare kommen ja auch mit Leuten aus der gleichen sozialen Schicht zusammen und da ist wenig Flexibilität.
Paare aus dem Bekanntenkreis haben beruflich (verwende fortfolgend das generische maskulinum) dann auch eher die Kombination Ingenieur + Gymnasiallehrer, Unternehmer + Ingenieur, Informatiker + mittl. Management etc., Arzt + Psychologe, also ein Netto-Haushaltseinkommen von mindestens 6000,- € In diesen Gefilden sind auch Hausbau usw. gut machbar, aber für den Rest, der bei Amazon Pakete verschiebt, einfacher Angestellter, Physiotherapeut oder Co. ist, haut das nicht mehr hin.
Mein Dad konnte als Alleinverdiener mit Hauptschulabschluss und anschl. Ausbildung noch einen Hausbau finanzieren - wenn die Immobilienpreise wie bisher üblich weiterhin mit 7-8% pro Jahr ansteigen würden, wäre das Haus mit Grundstück in 3-4 Jahren auch 'ne Million wert :mrgreen:
Insgesamt glaube ich, dass sich seit den 2000ern bei den ab dann im Beruf Ankommenden langsam eine Zweiklassengesellschaft herausgebildet hat. Auf der einen Seite die Gutverdiener (30%?), die global mobil sind (auch beruflich oft sein müssen) und für die sich der Begriff Geldsorgen eher auf die Art des Investments bezieht und "den Rest" (~70%?).

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von klecks » Freitag 7. Juni 2019, 16:58

@Vidar, ich könnte deiner Analyse durchaus zustimmen. Obwohl du vermutlich eine stark (süd)westdeutsche Perspektive hast.

Allerdings höre ich aus meinem Bekanntenkreis, dass die Einstiegsgehälter mancher Master-Absolvent*innen auch schon niedriger werden als erwartet bzw. gewohnt - es machen zu viele Abi und studieren anschließend ... mehr oder weniger erfolgreich. Außerdem gibt es gut ausgebildete und motivierte Mitbewerber*innen aus dem Ausland.

Mal sehen, ab wann die 70 Prozent den Aufstand wagen ..., aber ich will hier keine politische Diskussion anzetteln. ;) Und die oberen 30 Prozent merken, dass ihr Geld (allein) ihnen nichts nützt, wenn keiner mehr in der Pflege und im Gesundheitswesen und als Handwerker*in arbeitet ...
Zuletzt geändert von klecks am Freitag 7. Juni 2019, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 7. Juni 2019, 17:15

klecks hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 16:58
es machen zu viele Abi und studieren anschließend ... mehr oder weniger erfolgreich.
Ja, weil man ohne Abi/Studium in den Augen vieler Leute nichts wert ist und auch nichts verdient. Letzteres mag stimmen.
Und die oberen 30 Prozent merken, dass ihr Geld (allein) ihnen nichts nützt, wenn keiner mehr in der Pflege und im Gesundheitswesen und als Handwerker*in arbeitet ...
Ja, das ist ein anderes Problem.
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Reinhard » Freitag 7. Juni 2019, 17:49

Montecristo hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 14:38
NBUC hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juni 2019, 19:06
Ja, die "Mittelschicht" hat schon lange nichts mehr mit der "Mittelschicht" des Werbefernsehens zu tun.
Hatte es noch nie. Werbefernsehen war immer Fiktion.

Ach naja. Al Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie" (i.O: "Married... with Children") war von seiner beruflichen/finanziellen Situation her als Witzfigur angelegt. Ein Job, den er hasst, mit niedrigem Einkommen und muss deshalb ein uraltes Auto fahren, usw.

Aus einer anderen Perspektive: er hat eine sichere Anstellung in Vollzeit, und zwar nur einen Job, so dass ihm Freizeit bleibt; hat ein Haus und ein Auto; kann es sich leisten, ein Kind zum Studieren zu schicken; und all das obwohl seine Frau nicht erkennbar einer Erwerbsarbeit nachgeht ... heutzutage wäre der Typ doch ein rolemodel. :surprise:




Da hat sich schon was verschoben die letzten 20 oder 30 Jahre. Das hat der Kapitalismus fein hingekriegt.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von NBUC » Freitag 7. Juni 2019, 18:02

Der Knackpunkt ist da doch, dass man als Single mit 3300€ netto (2015) schon zu den Top 10% gehört.

Der Kapitalismus?

Oder wenn man den RyanAir-Boss fragt (nach Erinnerung zitiert) : "Wieso beschwert ihr euch in Deutschland über meine Löhne, wenn einem Angestellten beim selbem Gehalt in Irland 300€ mehr bleiben?"

Was der arbeitenden Bevölkerung das Genick bricht sind die Abgaben und die linksproduzierte zusätzliche Konkurrenz.
Im Übrigen: Wer braucht die 0-Zinsen um seine sprudelnden Ausgaben decken zu können und sorgt damit effektiv nur dazu, dass die vielgepriesene Selbstvorsorge nicht mehr funktionierrt, aber dafür jede Menge Spielgeld zum Spekulieren da ist, für diejenigen, welche dazu dann die Möglcihkeiten haben?

Was wir hier haben ist Schuldensozialismus.
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Re: Wie viel Geld bleibt euch am Monatsende?

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 7. Juni 2019, 18:04

Keine Politikdiskussion bitte. :roll:
Mein Leben ist die Hölle.
sei still und leide

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