Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

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Menelaos

Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

Egil hat geschrieben: 29 Nov 2021 19:22
Menelaos hat geschrieben: 28 Nov 2021 19:29 Himmel, nach dieser simplen Sichtweise wäre fast jeder homosexuelle Mensch ein Versager.
Vollkommen OT: Ich habe schon manchmal darüber nachgegrübelt, wie sich homosexuelle Neigungen evolutionär entwickelt haben können bzw. wieso sie nicht ausgestorben sind. Logisch betrachtet müsste Homosexualität aussterben.
Das ist glaube ich nicht ganz so einfach, zumal Homosexualität anscheinend nicht direkt genetisch bedingt ist. Aber du hast Recht, das ist ziemlich OT.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Pinguin »

Sich nur über Beziehungen oder Nachwuchs zu definieren finde ich schwierig.
Es gibt sehr viele Ebenen aus denen sich Leben zusammensetzt und jeder hat Bereiche in denen er/sie erfolgreich ist.
Es fällt an manchen Tagen einfach nur sehr schwer sich auch auf das Gute zu konzentrieren
Zuletzt geändert von Pinguin am 29 Nov 2021 20:29, insgesamt 2-mal geändert.
halbkaputt

Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von halbkaputt »

Menelaos hat geschrieben: 29 Nov 2021 20:07

Das ist glaube ich nicht ganz so einfach, zumal Homosexualität anscheinend nicht direkt genetisch bedingt ist. Aber du hast Recht, das ist ziemlich OT.
[+] noch mehr OT
da gab es Mal eine interessante kanadische Studie zu, die zumindest einen Aspekt aufgedeckt hat
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einzelgänger »

Mariquita hat geschrieben: 29 Nov 2021 20:06 Zum Thema Fortpflanzung und Versagertum: Wenn ein Mann Hodenkrebs hat oder eine geringe Spermiendichte oder einer Frau die Eierstöcke entfernt werden mussten, bevor sie Kinder bekommen konnte?
Oder Paare, die sich Kinder wünschen, es aber eben einfach nicht klappt? Frauen, die Fehlgeburten erleiden?

Alles Versager? Schlimme Aussage.
Evolutionär gesehen sind diese Personen Sackgassen. Also, so hart es auch klingen mag, im Grunde ja.
Ob das aber auch wirklich so ist, kann man nicht sagen. Evolution ist ja nichts anderes als zufällige, kleine Mutationen die Vorteilhaft oder auch nicht sein können. Wenn einer dieser Personen eine unvorteilhafte, aber nicht zu stark einschränkende, vererbbare Mutation hatte, wird diese glücklicherweise eben nicht weitergegeben. Im Gegenteiligen Fall einer vorteilhaften Mutation haben die Menschen ein paar Generationen weiter (die es jetzt eben nicht geben wird) Pech gehabt und somit vielleicht die ganze Menschheit.

Ich muss da immer an die Insel der Farbenblinden denken.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

halbkaputt hat geschrieben: 29 Nov 2021 20:20
Menelaos hat geschrieben: 29 Nov 2021 20:07

Das ist glaube ich nicht ganz so einfach, zumal Homosexualität anscheinend nicht direkt genetisch bedingt ist. Aber du hast Recht, das ist ziemlich OT.
[+] noch mehr OT
da gab es Mal eine interessante kanadische Studie zu, die zumindest einen Aspekt aufgedeckt hat
Genau darauf bezog sich meine Antwort! :mrgreen:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 06:48
Mariquita hat geschrieben: 29 Nov 2021 20:06 Zum Thema Fortpflanzung und Versagertum: Wenn ein Mann Hodenkrebs hat oder eine geringe Spermiendichte oder einer Frau die Eierstöcke entfernt werden mussten, bevor sie Kinder bekommen konnte?
Oder Paare, die sich Kinder wünschen, es aber eben einfach nicht klappt? Frauen, die Fehlgeburten erleiden?

Alles Versager? Schlimme Aussage.
Evolutionär gesehen sind diese Personen Sackgassen.
Nein sind sie nicht. Es ist so leicht dabei zu vergessen, dann wir lediglich Vehikel für unsere Gene sind, und dass unsere Gene nicht individuell sind. Meine Schwester hat im Schnitt zu 50% die selben Gene wie ich. Wenn ich sie überzeugen würde - entgegen ihren bisherigen Entscheidung keine Kinder haben zu wollen - doch noch zwei Kinder zu bekommen, dann ist das aus evolutionärer Sicht genauso als hätte ich selbst ein Kind gezeugt.
Jede Unterstützung für nahe Verwandte zahlt sich evolutionär gesehen aus, und sorgt direkt dafür dass sich deine "eigenen" Gene weiter vererben. Weniger direkt ist der stabilisierende Effekt den ein Mensch auf die Gesellschaft haben kann, in der er, seine Nachkommen, und seine Verwandten leben.

Aber wie gesagt, ich sehe nicht wieso PERSONEN sich große Gedanken um die Evolution machen sollten, wo die doch im Großen auf Populationen, und im Kleinen auf Gene wirkt. Es klingt für mich lediglich wie ein weiterer Sargnagel, den der geneigte AB selber eifrig in seine Depression reinhämmert.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Himbeere »

An schlechten Tagen fühle ich mich als Komplett-Versagerin. Ich bin alleine, habe kaum Freunde, bin anscheinend unfähig, etwas daran zu ändern, und beruflich habe ich auch nicht viel hinbekommen, obwohl ich dazu ja immerhin Zeit und Energie hätte haben müssen. Früher habe ich mir das alles ständig vorgeworfen. Heute denke ich mir, dass ich zumindest nicht ganz alleine dafür verantwortlich bin, dass ich in manchem einfach Pech gehabt habe und es Einflüsse gab, die schlecht für mich waren und gegen die ich nichts aufbringen konnte. Also habe ich zumindest nicht in allem und jedem versagt und eigentlich bin ich auch gar nicht so schlimm. Höchstens normal schlimm. Und das fühlt sich trotz allem noch ganz okay an.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Mariquita »

Nonnen, Mönche, katholische Priester (sofern sie sich an ihr Zöllibat halten)? Alles "Versager"...

Wie muss es in Menschen aussehen, dass sie sich und a dere als Versager abwerten müssen. Und dann nocch mit dem bis zum Erbrechen überstrapazierten Argument der Evolution. Naja, wenn's hilft.

Jesus hatte übrigens auch keine Kinder...zumindest offiziell nicht.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Mariquita hat geschrieben: 30 Nov 2021 12:12 ...zumindest offiziell nicht.
Schrödingerversager - bis zum Vaterschaftstest. :mrgreen:
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wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einzelgänger »

Mariquita hat geschrieben: 30 Nov 2021 12:12 Wie muss es in Menschen aussehen, dass sie sich und a dere als Versager abwerten müssen.
"Versager" ist laut Duden definiert als "Person, die [immer wieder] versagt, die das Erwartete nicht leisten kann."
Ich sehe da keine Abwertung, nur eine Beobachtung. Wenn ich versage, versage ich und das macht mich zu einem Versager. Ganz einfach.
Muss heutzutage alles so emotional gesehen werden?
Deswegen habe ich auch "aus evolutionärer Sicht" geschrieben. Aus Religiöser Sicht ist der Mönch im Zölibat bestimmt kein Versager.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Mariquita »

Ich habe Mitgefühl mit Menschen und ihrer offensichtlichen Verzweiflung, das ist alles. Es ist ja nicht so, dass ich mir die Versagensfrage nicht auch schon gestellt hätte.

Bin halt auch kein"Kopfmensch". Zum Glück nicht.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

Himbeere hat geschrieben: 30 Nov 2021 10:14eigentlich bin ich auch gar nicht so schlimm. Höchstens normal schlimm. Und das fühlt sich trotz allem noch ganz okay an.
1A.

Irgendwie habe ich vor Menschen, die sich aus einer echt miesen Position mit viel ausdauernder Mühe in eine gerad so erträgliche vorkämpfen und das zu schätzen wissen, mehr Respekt als vor Leuten, die warum auch immer in Glück und Reichtum schwelgen und die Welt mit ihren wohltätigen, steuersparenden Stiftungen und Zusatz-Taschengeld einbringenden Autobiografien, wie schwer und überaus clever sie sich alles haben erarbeiten müssen und wie verzweifelt sie kurz vor ihrem 28. Geburtstagg davor standen, von ihren ersten 100 Millionen 90 zu verlieren, beglücken ...
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 12:40 "Versager" ist laut Duden definiert als "Person, die [immer wieder] versagt, die das Erwartete nicht leisten kann."
Ich sehe da keine Abwertung, nur eine Beobachtung. Wenn ich versage, versage ich und das macht mich zu einem Versager. Ganz einfach.
Muss heutzutage alles so emotional gesehen werden?
Deswegen habe ich auch "aus evolutionärer Sicht" geschrieben. Aus Religiöser Sicht ist der Mönch im Zölibat bestimmt kein Versager.
Und welche "Erwartung" hat "die Evolution"? Das ist ja laut Duden Voraussetzung, um aus ihrer Sicht zu versagen. Was will die denn genau von dir ganz persönlich? Bist du ihr nicht vielleicht ganz einfach egal? Was ein guter Grund wäre, dass sie dir auch egal sein kann.

Geht es nicht vielleicht doch eher um die Erwartungen von anderen Menschen oder dir selbst - also subjektive Wünsche/Forderungen - die du dann mit "die Evoluition" objektivieren willst?

Und wenn es subjektive Erwartungen sind, ist Versager auch eine ganz persönliche Meinung. Je nach dem fühlt man sich dann - ganz selbstredend - davon getroiffen. Und wenn man sich selbst als Versager bezeichnet: kann man doch annehmen dass einem die eigene Meinung was Wert ist? ALso man sich gerade selbst runter macht.
Aber nee: es ist ja objektiv und das sollte man nicht emotional sehen ...

Super Mechanismus, um sich selbst fertig zu machen, aber "von den UJmständen", so ganz rational und nüchtern, halt immer einen drauf zu kriegen ...

Und noch ein Hinweis: Sowas wird ncht nur "heutzutage" emotional gesehen: sowas IST emotional.
Dass du das ncht so wahrnimmst, ist - sagen wir mal: ungewöhnlich.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einzelgänger »

Hoppala hat geschrieben: 30 Nov 2021 14:25 Und welche "Erwartung" hat "die Evolution"? Das ist ja laut Duden Voraussetzung, um aus ihrer Sicht zu versagen. Was will die denn genau von dir ganz persönlich? Bist du ihr nicht vielleicht ganz einfach egal? Was ein guter Grund wäre, dass sie dir auch egal sein kann.
Die Evolution ist kein empfindsames Wesen und hat somit keine Erwartung. Ich muss zugeben, dass es mir etwas schwer fällt das zu erklären. Im Grunde ist die Evolution nur eine Art Rahmenbedingung. In diesem Rahmen gibt es aber bestimmte Regeln, z.B. dass sich nur die "Besten" fortpflanzen werden.

Und wenn es subjektive Erwartungen sind, ist Versager auch eine ganz persönliche Meinung. Je nach dem fühlt man sich dann - ganz selbstredend - davon getroiffen. Und wenn man sich selbst als Versager bezeichnet: kann man doch annehmen dass einem die eigene Meinung was Wert ist? ALso man sich gerade selbst runter macht.
Je nach Sichtweise, ja. Ich habe mir ja auch selbst Ziele gesetzt. Diese habe ich nicht erfüllen können, also bin ich ganz objektiv ein Versager. Was bringt es mir, das zu leugnen? Ich verstehe nicht, was es da zu diskutieren gibt.
Und noch ein Hinweis: Sowas wird ncht nur "heutzutage" emotional gesehen: sowas IST emotional.
Es kann emotional sein, aber es ist es nicht zwangsläufig.
Als ich mal 20 Bewerbungen rausgeschickt und 20 Absagen bekommen habe, war ich traurig. Das ist emotional, ja. Aber ich musste mir auch ganz einfach eingestehen, dass ich in dem Moment ein Versager war.
2+2=4 Darauf könnte ich wütend reagieren, macht es aber auch nicht weniger richtig.
Dass du das ncht so wahrnimmst, ist - sagen wir mal: ungewöhnlich.
Ich bin halt nicht so wie die Anderen ;)
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Mariquita »

Also ich fühle mich in diesem Zusammenhang vom Schlagwort "Versager" nicht getroffen. Ich hatte gute Gründe keine Kinder zu bekommen, das hat weniger evolutionäre vielmehr lebensgeschichtliche Gründe. Da kann ganz unabhängig von den Genen so einiges schief gehen...
Die "Evolution" als Argument ist halt so eine Plattitüde, spätestens seit dem Biounterricht in der Unterstufe bestens durchgekaut...gähn.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hallöle :winken:
Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 12:40

"Versager" ist laut Duden definiert als "Person, die [immer wieder] versagt, die das Erwartete nicht leisten kann."
Ich sehe da keine Abwertung, nur eine Beobachtung. Wenn ich versage, versage ich und das macht mich zu einem Versager. Ganz einfach.
Muss heutzutage alles so emotional gesehen werden?
Deswegen habe ich auch "aus evolutionärer Sicht" geschrieben. Aus Religiöser Sicht ist der Mönch im Zölibat bestimmt kein Versager.
Ich denke es macht einen ganz großen Unterschied, ob man freiwillig Single ist und keine Kinder hat, oder eben nicht. Wenn wir mal beim Beispiel Mönch oder Pfarrer bleiben, so haben sich diese Leute freiwillig dazu entschloßen Single zu bleiben, was eben auch bedeutet, dass sie keine Kinder haben werden. Das haben sich diese Leute so ausgesucht und sind deshalb in meinen Augen, genau wie du ja schon geschrieben hast, auch keine Versager.

Als Versager würde ich eher Leute sehen, die eigentlich gerne eine Beziehung und Kinder hätten, das aber nicht auf die Kette kriegen. So wie ich beispielsweise... :sadman:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Pinguin »

Himbeere hat geschrieben: 30 Nov 2021 10:14 An schlechten Tagen fühle ich mich als Komplett-Versagerin. Ich bin alleine, habe kaum Freunde, bin anscheinend unfähig, etwas daran zu ändern, und beruflich habe ich auch nicht viel hinbekommen, obwohl ich dazu ja immerhin Zeit und Energie hätte haben müssen. Früher habe ich mir das alles ständig vorgeworfen. Heute denke ich mir, dass ich zumindest nicht ganz alleine dafür verantwortlich bin, dass ich in manchem einfach Pech gehabt habe und es Einflüsse gab, die schlecht für mich waren und gegen die ich nichts aufbringen konnte. Also habe ich zumindest nicht in allem und jedem versagt und eigentlich bin ich auch gar nicht so schlimm. Höchstens normal schlimm. Und das fühlt sich trotz allem noch ganz okay an.


Hallo Himbeere,
Ich kann das gut nachvollziehen. An manchen Tagen habe ich auch das Gefühl noch nie etwas hinbekommen zu haben. Aber was du in dem hervorgehoben Textteil sagst, ist für mich entscheidend.
Und das ist unabhängig von Beziehung oder Job oder Freundeskreis oder oder oder.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 15:09 Die Evolution ist kein empfindsames Wesen und hat somit keine Erwartung. Ich muss zugeben, dass es mir etwas schwer fällt das zu erklären. Im Grunde ist die Evolution nur eine Art Rahmenbedingung. In diesem Rahmen gibt es aber bestimmte Regeln, z.B. dass sich nur die "Besten" fortpflanzen werden.
Und schon diese "Regel" gibt es nicht. Evolution braucht Vielfalt, probiert immer wieder was aus. Würde sie nur aufs "Beste" setzen, gäb's uns wohl gar nicht ...
Anders gesehen: wenn DAS die Regel ist, gehörst du ja zum Besten, bzw, bist zumindest Resultat vom Besten.
Und wieso überhaupt muss sich derdiedas Beste fortpflanzen?
Also kurz: die Regel gibt es nicht. Außer, du selbst setzt sie für dich selbst. Dann kann man fragen: warum?
Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 15:09
Und wenn es subjektive Erwartungen sind, ist Versager auch eine ganz persönliche Meinung. Je nach dem fühlt man sich dann - ganz selbstredend - davon getroiffen. Und wenn man sich selbst als Versager bezeichnet: kann man doch annehmen dass einem die eigene Meinung was Wert ist? ALso man sich gerade selbst runter macht.
Je nach Sichtweise, ja. Ich habe mir ja auch selbst Ziele gesetzt. Diese habe ich nicht erfüllen können, also bin ich ganz objektiv ein Versager. Was bringt es mir, das zu leugnen? Ich verstehe nicht, was es da zu diskutieren gibt.
Was bringt es dir, ich als Versger zu fühlen, und diess subejektive Gefühl auch noch zu "iobejktivieren"?
Vielleicht hast du ja auch nur bei der "Aufgabe: Ziele setzen" versagt, und hast ansonsten gewonnen? ...
Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 15:09
Und noch ein Hinweis: Sowas wird ncht nur "heutzutage" emotional gesehen: sowas IST emotional.
Es kann emotional sein, aber es ist es nicht zwangsläufig.
Solange Menschen beteiligt sind: doch. Zwangsläufig.
Du kannst Gefühle nicht mathematisch "erklären" oder herleiten.
Einzelgänger hat geschrieben: 30 Nov 2021 15:09 Ich bin halt nicht so wie die Anderen ;)
Also warum soll für dich gelten, was für andere gilt? Du machst dir deine Regeln in diesem Falle nur selbst. Insofern nochmal die Frage: was hast du davon, dich selbst zum Versager zu erklären?

Das ist übrigens auch gar keine Diskussion. Das sind Fragen, die sich aus deinen Aussagen ergeben.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Nadine »

Ich denke nicht, dass wir "versagt" haben; wir hatten einfach Pech ... Und überhaupt finde ich, dass der, ich nenne es mal "Leistungsgedanke", beim Thema Liebe und Partnerschaft nicht angebracht ist. Ein schlechterer Mensch ist man ohne Beziehungserfahrung jedenfalls nicht!
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 30 Nov 2021 17:48 Ich denke es macht einen ganz großen Unterschied, ob man freiwillig Single ist und keine Kinder hat, oder eben nicht. Wenn wir mal beim Beispiel Mönch oder Pfarrer bleiben, so haben sich diese Leute freiwillig dazu entschloßen Single zu bleiben, was eben auch bedeutet, dass sie keine Kinder haben werden. Das haben sich diese Leute so ausgesucht und sind deshalb in meinen Augen, genau wie du ja schon geschrieben hast, auch keine Versager.

Als Versager würde ich eher Leute sehen, die eigentlich gerne eine Beziehung und Kinder hätten, das aber nicht auf die Kette kriegen. So wie ich beispielsweise... :sadman:
Wenn man mit "vor der Natur" versagt argumentiert nicht. Der wäre der Anlass egal, es zählt der Reproduktionserfolg (wobei wie schon von anderen erwähnt nicht unbedingt der persönliche).

Ansonsten ist anzunehmen denke ich, dass diese Wertung von Menschen unternommen wird und dazu gehört für mich dann auch die Frage: Akzeptiere ich deren Wertemaßstab, nach denen ich "versagt" hätte?

Also läuft es am Ende in dieser Frage doch eher auf den individuellen Maßstab hinaus und damit ist das "wir" eben in der Frage denke ich fehl am Platz.

Ich sehe bei mir kein Versagen, weil ich auch rückblickend bei keinem Versuch etwas falsch gemacht habe, was ich zu dem Zeitpunkt hätte besser wissen müssen - wenn der beste Versuch nicht gut genug ist, ist es eben so.
Das heißt nicht, dass man das nicht anderweitig bedauern könnte, aber den "Schuldrucksack", der bei "Versagen" mitschwingt brauche ich mir nicht noch dazu aufzusetzen, erst Recht nicht, wenn der von anderen gefüllt wird. .
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