Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

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Einsamkeit_is_doof
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hallöchen :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 04 Dez 2021 08:08
Ein Bekannter von mir hatte in der Jugend Freundinnen, die waren vom Typ ganz anders als das, was er heute sucht, jedoch nicht bekommt. Mit der Zeit merkt man auch seine Frustration. Er geht ganz anders auf Andere zu, ist nicht mehr so aufgeschlossen.
Kann ich irgendwie gut nachvollziehen. Wenn man jahrelang allein ist und es partout nicht schafft eine Beziehung aufzubauen, dann ist das schon sehr deprimierend. Und dieses drückende Gefühl, dass etwas fehlt, wird mit der Zeit auch nicht kleiner. :dont: Ich merke das bei mir: In den letzten Monaten ist es mir mehrfach passiert, dass mir beim Fernsehen die Tränen kamen. Gerade diese Woche wieder. Da habe ich einen Film gesehen, wo eine junge Frau im Krankenhaus lag. Als ihr Freund sie besuchen kam hat sie sich total gefreut und ist ihm um den Hals gefallen. :shylove: Wie schon muss das bitte sein, wenn sich eine Frau so freut einen zu sehen und einem um den Hals fällt?! :schuechtern: Naja, jedenfalls kamen mir bei dieser Szene die Tränen...
NBUC hat geschrieben: 04 Dez 2021 08:14
Der Bezeichnung "Versager" schwingt immer auch eine soziale Verstärkung mit, welche dann irgendwo ihre eigene Art "Bestrafung" ist, aber dieses Label muss dann aber auch erst einmal zumindest in der Referenzgruppe so abgenickt werden.
Man fühlt sich als AB schon oft als Versager. Mir geht es zumindest so. Vor allem dann, wenn man gefragt wird, ob man denn endlich eine Freundin hätte. Wenn ich dann nein sage, dann kommen so Sprüche wie: "Na, dann wird es aber langsam Zeit!" oder "Dann streng dich mal mehr an!" :shock: Besonders den letzten Spruch kann ich so richtig gut leiden... :hammer: Wer mir sowas sagt, dem möchte ich am liebsten :fluchen: und :fluchen: und dann würde ich ihn :fluchen: und ihm :fluchen: Hach ne, ich könnte mich drüber aufregen. Aber ich hab mich im Griff... 8-)

Naja, und dass es langsam Zeit wird, das ist mir auch schon bekannt... :gewinner:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 04 Dez 2021 09:33
Das glaube ich nicht, dass du woanders eine andere Person geworden wärst. Man trifft überall auf andere Menschen, die alle ganz unterschiedlich sind. Die Frage ist doch eher, weshalb man keinen Anschluss gefunden hat.
Ich denke einen Teil seines Wesens trägt man schon in sich. Es gibt eben Leute, die sind sehr offen und andere sind eher verschlossen. Offene Leute haben es meiner Meinung nach natürlich deutlich leichter. Aber ich glaube schon, dass es trotzdem auch etwas ausmacht, auf welche Menschen man in seinem Leben so trifft. Mal ein Beispiel: Als ich die Lehre angefangen habe, war ich in der Berufsschule sehr verschlossen. Trotzdem wurde ich in der Klasse integriert und die Kolleginnen sind auf mich zugegangen und nachher war ich auch wesentlich lockerer. Hach, lang ists her... :sadman: Sie hätten mich genau so gut ausschliessen oder sogar mobben können. Leider ist es nicht zu einer Beziehung mit einer der Mädels gekommen. :cry:
Wäre das passiert, dann wäre ich heute wahrscheinlich ein anderer!

Ich denke, es macht eben die Mischung: Einen Teil Verantwortung trägt man in sich selbst und der andere Teil kommt eben von aussen. Wer weiss, wenn meine Eltern Freunde hätten oder ich eine Schwester oder einen Bruder hätte, wäre ich vielleicht auch jemand anderes. :brille1:
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Finnlandfreundin
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 04 Dez 2021 10:12 Ich denke einen Teil seines Wesens trägt man schon in sich. Es gibt eben Leute, die sind sehr offen und andere sind eher verschlossen. Offene Leute haben es meiner Meinung nach natürlich deutlich leichter. Aber ich glaube schon, dass es trotzdem auch etwas ausmacht, auf welche Menschen man in seinem Leben so trifft. Mal ein Beispiel: Als ich die Lehre angefangen habe, war ich in der Berufsschule sehr verschlossen. Trotzdem wurde ich in der Klasse integriert und die Kolleginnen sind auf mich zugegangen und nachher war ich auch wesentlich lockerer. Hach, lang ists her... :sadman: Sie hätten mich genau so gut ausschliessen oder sogar mobben können. Leider ist es nicht zu einer Beziehung mit einer der Mädels gekommen. :cry:
Wäre das passiert, dann wäre ich heute wahrscheinlich ein anderer!

Ich denke, es macht eben die Mischung: Einen Teil Verantwortung trägt man in sich selbst und der andere Teil kommt eben von aussen. Wer weiss, wenn meine Eltern Freunde hätten oder ich eine Schwester oder einen Bruder hätte, wäre ich vielleicht auch jemand anderes. :brille1:
Egal, ob du Geschwister hast oder nicht, egal, ob du in einer Stadt oder auf dem Dorf geboren wurdest, überall triffst du auf Menschen. Und entweder dir gelingt es, offen auf Andere zuzugehen oder nicht.
Ich sehe das immer sehr gut in der Schule. Auch wenn Schüler sitzen bleiben oder in die Parallelklasse wechseln, sie bleiben die selben. Sie gehen nicht offener auf andere zu.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 04 Dez 2021 10:12
NBUC hat geschrieben: 04 Dez 2021 08:14
Der Bezeichnung "Versager" schwingt immer auch eine soziale Verstärkung mit, welche dann irgendwo ihre eigene Art "Bestrafung" ist, aber dieses Label muss dann aber auch erst einmal zumindest in der Referenzgruppe so abgenickt werden.
Man fühlt sich als AB schon oft als Versager. Mir geht es zumindest so. Vor allem dann, wenn man gefragt wird, ob man denn endlich eine Freundin hätte. Wenn ich dann nein sage, dann kommen so Sprüche wie: "Na, dann wird es aber langsam Zeit!" oder "Dann streng dich mal mehr an!" :shock: Besonders den letzten Spruch kann ich so richtig gut leiden... :hammer: Wer mir sowas sagt, dem möchte ich am liebsten :fluchen: und :fluchen: und dann würde ich ihn :fluchen: und ihm :fluchen: Hach ne, ich könnte mich drüber aufregen. Aber ich hab mich im Griff... 8-)

Das mit dem Aufregen kann ich nachvollziehen ... :coolgun:

aber die Verbindung zwischen dem Ärger und dem sich selbst so fühlen sehe ich nicht als so zwingend.

Wenn das jemand ist, von dessen guten Bewertung in dem Bereich du abhängig bist, dann ist das sicher doof und hat dann unerfreuliche reale Nebenwirkungen mit denen man dann irgendwie umgehen muss. Blöde Situation.
Aber dessen Bewertungsmaßstab musst du ja immer noch nicht für dich übernehmen und dann auch noch "intern" runter ziehen lassen.

Selbst festzustellen, dass man in einem Bereich Defizite hat, muss nicht mit "versagen" einhergehen, denn versagen hängt denke ich eben auch an dem "im Normalfall auch für dich, der du bewertet wirst, vermeidbar".
Das entbindet dich nicht von der Eigenverantwortung etwas zu ändern (wenn du es denn ändern willst), aber von der Schuld für die aktuelle Situation.
Finnlandfreundin hat geschrieben: 04 Dez 2021 11:21 Egal, ob du Geschwister hast oder nicht, egal, ob du in einer Stadt oder auf dem Dorf geboren wurdest, überall triffst du auf Menschen. Und entweder dir gelingt es, offen auf Andere zuzugehen oder nicht.
Ich sehe das immer sehr gut in der Schule. Auch wenn Schüler sitzen bleiben oder in die Parallelklasse wechseln, sie bleiben die selben. Sie gehen nicht offener auf andere zu.
Warum bist du dann nicht "einfach" "offen genug", um eine Beziehung zu finden?! :fluchen:
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Dominik »

Patti hat geschrieben: 28 Nov 2021 16:53 Ich werde dieses Jahr 35!! und hatte bisher nur eine kurze Beziehung, mehr nicht! Normal müsste man da verheiratet oder schon mehrere Bezeihungen gehabt haben. Ich glaube wir haben einfach versagt Leute? Also im Bereich LIebe meine ich jetzt. wie seht ihr dasß? Versagt? Oder vielleicht doch nicht??
NEIN, NEIN und nochmals NEEEEEEEEIIIIIINNNN!!

Ich habe nicht versagt, ich habe erfolgreich herausgefunden, wie die Partnersuche für mich seit ca 10 Jahren (Annahme: man beginnt mit 16/17 damit) nicht funktioniert hat und weiß jetzt, dass ich es anders machen muss.

Wenn ich mich als Versager hinstelle, dann nehme ich mir jegliche Kraft, etwas an meiner Situation zu tun.

Ich habe 100-150 Frauen in den letzen ca 6 Monaten angesprochen, 4-5 Dates gehabt (mehr als in meinem ganzen bisherigen Leben!) und mit einer dieser Frauen habe ich mich bisher zweimal getroffen (drittes Date findet wohl bald statt) und sogar einmal geküsst!

Was ist daran bitte Versager-sein?

Ja ich habe einige Versuche in den Sand gesetzt, keine Frage. Aber all diese Fehler haben mich zu diesem bisherigen Ergebnis geführt, was nur der Anfang von etwas ganz großem ist.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Versingled »

Maverick hat geschrieben: 04 Dez 2021 08:06 Beim Thema "Liebe/Beziehung" sehe ich mich nicht als Versager an. Denn was ist das Erwartete? Das gibt es da m. E. nicht. Denn es gibt da keine Norm, die erfüllt werden muss, beispielsweise wie beim Führerschein.
Das war zu der Zeit als meine Eltern geheiratet haben noch ganz anders ... bei (kriegsbedingt) über 30 und noch nicht verheiratet war damals ein Makel.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Mariquita »

In manchen Gegenden zu früheren Zeiten galten rote Haare als Makel.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Juten Tach :winken:
Dominik hat geschrieben: 04 Dez 2021 11:39
NEIN, NEIN und nochmals NEEEEEEEEIIIIIINNNN!!

Ich habe nicht versagt, ich habe erfolgreich herausgefunden, wie die Partnersuche für mich seit ca 10 Jahren (Annahme: man beginnt mit 16/17 damit) nicht funktioniert hat und weiß jetzt, dass ich es anders machen muss.

Wenn ich mich als Versager hinstelle, dann nehme ich mir jegliche Kraft, etwas an meiner Situation zu tun.

Ich habe 100-150 Frauen in den letzen ca 6 Monaten angesprochen, 4-5 Dates gehabt (mehr als in meinem ganzen bisherigen Leben!) und mit einer dieser Frauen habe ich mich bisher zweimal getroffen (drittes Date findet wohl bald statt) und sogar einmal geküsst!

Was ist daran bitte Versager-sein?

Ja ich habe einige Versuche in den Sand gesetzt, keine Frage. Aber all diese Fehler haben mich zu diesem bisherigen Ergebnis geführt, was nur der Anfang von etwas ganz großem ist.
Du hast die richtige Einstellung und wenn ich ehrlich bin, dann sollte ich mir davon eine dicke Scheibe abschneiden. Es ist schon etwas wahres dran: Wenn ich mich selber als Versager hinstelle, dann hat das schon etwas von aufgeben. "Ich bin eh ein Versager! Was soll ich mich groß anstrengen? Es bringt ja eh nichts!"
Da finde ich deinen Ansatz deutlich besser. :good: Nämlich dass man das Positive sieht und sagt, dass man bisher eben den falschen weg gegangen ist und man nun neue Wege probiert. :good:

Bei deinem Beitrag stellt sich mir aber noch eine ganz andere Frage: Wann ist man eigentlich ein Versager? Hat man versagt, wenn man Frauen anspricht und keine Erfolg dabei hat? Oder ist man ein Versager, wenn man erst gar nicht aktiv wird und es gleich bleiben lässt, weil man sich denkt, dass es ja eh nicht gibt? :gruebel:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 05 Dez 2021 12:09 Bei deinem Beitrag stellt sich mir aber noch eine ganz andere Frage: Wann ist man eigentlich ein Versager? Hat man versagt, wenn man Frauen anspricht und keine Erfolg dabei hat? Oder ist man ein Versager, wenn man erst gar nicht aktiv wird und es gleich bleiben lässt, weil man sich denkt, dass es ja eh nicht gibt? :gruebel:
Ich würde mal sagen es gibt keine "natürlichen" Versager, sondern nur Versager bezogen auf eben eine soziale Normsetzung. Und da ist dann eben die Frage wer da was gesetzt hat und wer dieser Setzung dann zustimmt.



Du müsstest damit erst eine Anforderung formulieren, diese dann als quasi zwingend zu erfüllend ansetzen und dann hast du deinen möglichen Versagensfall.
Solange du nicht von der positiven Einschätzung eines Dritten abhängst, entscheidest du selbst, welche Anforderungen du an dich setzt.

Was würdest du also selbst als "Versagen" einstufen? (dieselbe Messlatte müssten dann ja letztlich auch alle anderen Leute erfüllen. Welche Anderen würdest du also im selben Atemzug als "Versager" betiteln?)
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

Es gibt immer Menschen, die irgendwas noch nicht hinbekommen (haben).

Und es gibt die, die alles können (oder es sich einbilden). Fast: die versagen beim Versagen, die Versager.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Icct Hedral »

Wenn ich eine mir selbst gestellte Lebensaufgabe nicht erreichen kann, habe ich schlicht und einfach versagt.
Keine Ahnung, wie groß mein Einfluss auf des Versagens war. Vielleicht hatten schlechte Gene mit sozialen Defiziten und geringen Selbstwertgefühl mir frühzeitig Steine in den Weg gelegt. Wir rennen scheinbar unerreichbaren Zielen hinterher. Wundert mich, dass es echt Menschen gibt, die den Zustand so gelassen sehen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Icct Hedral hat geschrieben: 05 Dez 2021 19:08 Wenn ich eine mir selbst gestellte Lebensaufgabe nicht erreichen kann, habe ich schlicht und einfach versagt.
Keine Ahnung, wie groß mein Einfluss auf des Versagens war. Vielleicht hatten schlechte Gene mit sozialen Defiziten und geringen Selbstwertgefühl mir frühzeitig Steine in den Weg gelegt. Wir rennen scheinbar unerreichbaren Zielen hinterher. Wundert mich, dass es echt Menschen gibt, die den Zustand so gelassen sehen.
Zu der Lebensaufgabe gehört eben auch eine Chancenabwägung. Wenn die Chance von vorne herein klar unter 50% lag, aber du die Chance auch nicht vorab abschenken wolltest, dann hast du da voraussichtlich keinen Erfolg, aber ohne weitere Chancenveränderungen (ein "Elfmeter", der sich aufgetan hat) nicht versagt.

Ich habe in der Frage hier mehrfach verkackt, aber in keinem Fall so, dass ich dann im Nachhinein sagen musste: Das hätte ich mit den verfügbaren Informationen zu diesem Zeitpunkt anders machen müssen" -> kein Versagen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von uhu72 »

Die Gelassenheit kommt vielleicht auch mit dem Alter. Irgend wann muss man sich ein gestehen, dass der Zug offensichtlich abgefahren ist, um mal ein anderes Bildnis zu bemühen. Den Zug einholen kann man nicht. Ob ein weiterer in die selbe Richtung fährt, ungewiss. Sinnvollste Vorgehensweise, einen anderen Zug nehmen, den man bekommt. Der fährt zwar woanders hin, nimmt eine andere Strecke, die kann aber auch schön sein. Besser als auf der Stelle zu treten.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Mariquita »

Maverick hat geschrieben: 04 Dez 2021 08:06 Ich sehe das zwiegespalten. Der Duden definiert das Wort Versagerin bzw. Versager wie folgt:

"Person, die nicht das Erwartete leistet, die versagt hat."

Nach dieser Definition sehe ich mich nicht als Versager. Denn was ist das Erwartete? Für mich ist das beispielsweise das Bestehen einer Prüfung, beispielsweise in der Schule, des Führerscheins oder beim Sportabzeichen. Denn hier ist klar definiert, was erwartet wird.

Beim Thema "Liebe/Beziehung" sehe ich mich nicht als Versager an. Denn was ist das Erwartete? Das gibt es da m. E. nicht. Denn es gibt da keine Norm, die erfüllt werden muss, beispielsweise wie beim Führerschein. Auch wenn gesellschaftlich und evolutionär die Beziehung natürlich als die Norm angesehen wird, kann da ja nichts erwartet werden, einfach weil es nicht standardisiert ist. Mönche, Nonnen und Priester würde ich ja auch nicht als Versager definieren.
Außerdem ist man bei der Liebe ja mindestens von einer weiteren Person abhängig, worauf man keinen Einfluss nehmen kann.

Was mich an meiner Subsumtion jedoch zweifeln lässt ist folgendes Beispiel im Duden:

"beruflich, in der Liebe ist er ein glatter Versager"

Also sind wir doch Versager? Ich bleibe jedoch bei meiner Einschätzung.

Da habe ich noch einen Witz hinsichtlich meinen Ausführungen zur Nonne und zum Mönch:
[+] Bitte nur anklicken, wenn man ihn auch lesen mag
Warum sollte in der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft immer eine Nonne ins Tor?

Weil sie noch nie einen reinbekommen hat :mrgreen:

Im Umkehrschluss dürfte ein Mönch dann kein Stürmer bei der männlichen Nationalmannschaft sein :lol:
Ich finde den Gedanken erschreckend, dass es Leute gibt, die über so einen Witz lachen. Das sind wahrscheinlich dieselben, die Spaß an abwertenden Bemerkungen und vulgären Ausdrücken gegen alles sexuelle haben.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hallöle :winken:
NBUC hat geschrieben: 05 Dez 2021 12:35
Was würdest du also selbst als "Versagen" einstufen? (dieselbe Messlatte müssten dann ja letztlich auch alle anderen Leute erfüllen. Welche Anderen würdest du also im selben Atemzug als "Versager" betiteln?)
Ich persönlich sehe mich als Versager, weil ich es gar nicht erst versuche. Meine innere Stimme sagt mir immer: "Lass es. Es bringt ja doch nichts! Du bist nicht liebenswert! Du kannst nichts!" usw.. Deshalb sehe ich mich als Versager. Würde ich mich überwinden können und aktiv werden, dann wäre das natürlich keine Garantie, dass ich eine Freundin finde, aber immerhin könnte ich dann sagen, dass ich es versucht habe... :fessel:

Mal ein Beispiel: Ich gehe durch die Stadt und mir kommt eine tolle Frau entgegen. Sie lächelt mich evtl. sogar an. Ich tue aber nichts. Wenn es sehr gut läuft, gelingt es mir zurück zu lächeln. Dann habe ich in diesem Moment aber versagt, weil ich sie nicht angesprochen habe. Ich wurde also nicht aktiv!
Würde ich in der gleichen Situation mich aber durchringen und sie ansprechen, dann könnte es natürlich sein, dass sie nein sagt. Aber wäre das dann mein Versagen? Ich würde sagen, nein! Denn ich habe ja dann getan, was ich konnte. Ich habe sie angesprochen, dass sie nein gesagt hat, liegt ja dann nicht mehr an mir, sondern an ihr.
Deshalb definiere ich für mich persönlich den Begriff Versager in dieser Situation so, dass ich gar nicht erst aktiv geworden bin.
Icct Hedral hat geschrieben: 05 Dez 2021 19:08 Wenn ich eine mir selbst gestellte Lebensaufgabe nicht erreichen kann, habe ich schlicht und einfach versagt.
Keine Ahnung, wie groß mein Einfluss auf des Versagens war. Vielleicht hatten schlechte Gene mit sozialen Defiziten und geringen Selbstwertgefühl mir frühzeitig Steine in den Weg gelegt. Wir rennen scheinbar unerreichbaren Zielen hinterher.
Tja, das ist eben die Frage: Wieviel Schuld trägt man selbst und wieviel Schuld tragen äussere Einflüsse? Ich denke, dass es schon auch auf die äusseren Einflüsse ankommt. Wird jemand in der Schule beispielsweise gemobbt, dann hat das natürlich Folgen im sozialen Leben. Ich bin beispielsweise davon überzeugt, dass meine Eltern eine gewisse Mitschuld tragen. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Eltern und bin ihnen für sehr vieles auch sehr dankbar. Aber da sie selbst keinen Freundeskreis haben, habe ich nie vorgelebt bekommen, wie man Freundschaften aufbaut und pflegt.
Wundert mich, dass es echt Menschen gibt, die den Zustand so gelassen sehen.
Ich gehöre nicht dazu! :dont: Im Gegenteil, ich bemerke, dass mein Zustand immer mehr an mir nagt. Wenn ich im Fernsehen etwas sehe, was mit Liebe zu tun hat, also Umarmungen, Liebeserklärungen, Kussszenen usw., dann laufen bei mir in letzter Zeit die Tränen. War früher nicht so. Ich bemerke aber auch, dass ich in letzter Zeit gereizter bin. Wenn ich beispielsweise an der Supermarktkasse stehe und hinter mir der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird, dann kann es mir schonmal passieren, dass ich pampig werde. :evil:
Es gibt sicherlich Wege, wie man mit dem Single- und vor allem dem AB-Dasein zurecht kommen kann. Aber das man damit glücklich wird, das glaube ich nicht. :dont:
uhu72 hat geschrieben: 05 Dez 2021 19:49 Die Gelassenheit kommt vielleicht auch mit dem Alter. Irgend wann muss man sich ein gestehen, dass der Zug offensichtlich abgefahren ist, um mal ein anderes Bildnis zu bemühen. Den Zug einholen kann man nicht. Ob ein weiterer in die selbe Richtung fährt, ungewiss. Sinnvollste Vorgehensweise, einen anderen Zug nehmen, den man bekommt. Der fährt zwar woanders hin, nimmt eine andere Strecke, die kann aber auch schön sein. Besser als auf der Stelle zu treten.
Schönes Gleichnis! Bei mir ist es irgendwie so, dass ich das Gefühl habe am Bahnhof zu stehen und en Zügen nur zuzugucken. Es fahren Züge ein und wieder aus, aber ich habe keine Fahrkarte, darf also nur zuschauen... :fessel:

Um aber nochmal auf das Versagen zurück zu kommen: Viel wichtiger wie die Frage, ob man versagt hat oder nicht, finde ich eigentlich folgende Frage: Was kann man in Zukunft ändern? Was kann ich tun, damit ich in Zukunft nicht mehr versage? :brille1:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Maverick »

Mariquita hat geschrieben: 06 Dez 2021 10:50
Maverick hat geschrieben: 04 Dez 2021 08:06 Ich sehe das zwiegespalten. Der Duden definiert das Wort Versagerin bzw. Versager wie folgt:

"Person, die nicht das Erwartete leistet, die versagt hat."

Nach dieser Definition sehe ich mich nicht als Versager. Denn was ist das Erwartete? Für mich ist das beispielsweise das Bestehen einer Prüfung, beispielsweise in der Schule, des Führerscheins oder beim Sportabzeichen. Denn hier ist klar definiert, was erwartet wird.

Beim Thema "Liebe/Beziehung" sehe ich mich nicht als Versager an. Denn was ist das Erwartete? Das gibt es da m. E. nicht. Denn es gibt da keine Norm, die erfüllt werden muss, beispielsweise wie beim Führerschein. Auch wenn gesellschaftlich und evolutionär die Beziehung natürlich als die Norm angesehen wird, kann da ja nichts erwartet werden, einfach weil es nicht standardisiert ist. Mönche, Nonnen und Priester würde ich ja auch nicht als Versager definieren.
Außerdem ist man bei der Liebe ja mindestens von einer weiteren Person abhängig, worauf man keinen Einfluss nehmen kann.

Was mich an meiner Subsumtion jedoch zweifeln lässt ist folgendes Beispiel im Duden:

"beruflich, in der Liebe ist er ein glatter Versager"

Also sind wir doch Versager? Ich bleibe jedoch bei meiner Einschätzung.

Da habe ich noch einen Witz hinsichtlich meinen Ausführungen zur Nonne und zum Mönch:
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Weil sie noch nie einen reinbekommen hat :mrgreen:

Im Umkehrschluss dürfte ein Mönch dann kein Stürmer bei der männlichen Nationalmannschaft sein :lol:
Ich finde den Gedanken erschreckend, dass es Leute gibt, die über so einen Witz lachen. Das sind wahrscheinlich dieselben, die Spaß an abwertenden Bemerkungen und vulgären Ausdrücken gegen alles sexuelle haben.
Ich sehe ihn aus meiner Sicht als Galgenhumor. Ich könnte ja wie der Mönch auch nicht Stürmer in der deutschen Nationalmannschaft werden. Ich sehe das alles mittlerweile bei mir mit Humor und mache in der Hinsicht gelegentlich solche Witze. Ich nehme mich damit zwar selbst aufs Korn, aber lieber mal unbeschwert lachen können, als mich traurig mit der AB-Situation zu befassen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von RomNey »

Patti hat geschrieben: 28 Nov 2021 16:53 Ich werde dieses Jahr 35!! und hatte bisher nur eine kurze Beziehung, mehr nicht! Normal müsste man da verheiratet oder schon mehrere Bezeihungen gehabt haben. Ich glaube wir haben einfach versagt Leute? Also im Bereich LIebe meine ich jetzt. wie seht ihr dasß? Versagt? Oder vielleicht doch nicht??
Was ist schon normal...
Bin jetzt 36 und hatte das erste mal in meinem Leben sex und Zeit mit einer Frau verbracht.
Besser spät als nie.
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Du und wir haben noch Zeit was zu ändern, wenn man das möchte.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

RomNey hat geschrieben: 07 Dez 2021 06:37
Bin jetzt 36 und hatte das erste mal in meinem Leben sex und Zeit mit einer Frau verbracht.
Besser spät als nie.
Wir kriegen nicht alle den gleichen Start ins Leben.
Versagt haben wir auf keinen Fall.
Du und wir haben noch Zeit was zu ändern, wenn man das möchte.
Wenn ich das so lese, dann muss ich echt sagen: Respekt! Deine Geschichte macht Mut, dass man es doch noch schaffen kann.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Zölibatär »

Selbst fühle ich mich nicht mehr als Versager, obwohl es mir oft so von anderen suggeriert wird/wurde.
Mit Aussagen wie z.B. :"Du hast ja komplett im Leben versagt".
u.a. wurden diese Aussagen begründet da ich
- privat keine sozialen Kontakte pflege
- noch nie eine Beziehung bzw. Kontakt zu einer Frau hatte.
- den Familiennamen nicht weitergebe
- beruflich meine Tätigkeit als Teamleiter aufgegeben habe und nun als Arbeiter meinen Lebensunterhalt verdiene
- die Wohnungen in meinem Mietobjekt nicht mehr vermiete.

Früher wollte ich es allen immer recht machen und habe mich oft bei meinen Entscheidungen beeinflussen lassen.
Heute lebe ich mein Leben, wie ich es möchte und nicht wie es andere von mir erwarten.

Liebe Grüße
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

NBUC hat geschrieben: 04 Dez 2021 11:25
Finnlandfreundin hat geschrieben: 04 Dez 2021 11:21 Egal, ob du Geschwister hast oder nicht, egal, ob du in einer Stadt oder auf dem Dorf geboren wurdest, überall triffst du auf Menschen. Und entweder dir gelingt es, offen auf Andere zuzugehen oder nicht.
Ich sehe das immer sehr gut in der Schule. Auch wenn Schüler sitzen bleiben oder in die Parallelklasse wechseln, sie bleiben die selben. Sie gehen nicht offener auf andere zu.
Warum bist du dann nicht "einfach" "offen genug", um eine Beziehung zu finden?! :fluchen:
Weil es an mir liegt und nicht an den Anderen. Ich kann es einfach nicht, sobald mehr als Freundschaft zur Debatte steht. Vielleicht muss ich zufriedener mit mir sein, vielleicht muss ich mehr daran glauben, dass ein Mann mich lieben könnte, dass ein Mann mich sexuell anziehend finden könnte, vielleicht muss ich aktiver werden, vielleicht muss ich mehr zu meinen Bedürfnissen und Gefühlen stehen, ...

Es leben so viele tausende von Menschen in meinem Umfeld, die alle auf die selben Menschen treffen und denen gelingt es teilweise wie von Zauberhand in Beziehungen zu kommen. Anderen fällt es schwerer, Anderen gelingt es garnicht. Das Gemeinsame: wir alle treffen jeden Tag auf so viele verschiedene Menschen.
NBUC
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 09 Dez 2021 13:39 Weil es an mir liegt und nicht an den Anderen. Ich kann es einfach nicht, sobald mehr als Freundschaft zur Debatte steht. Vielleicht muss ich zufriedener mit mir sein, vielleicht muss ich mehr daran glauben, dass ein Mann mich lieben könnte, dass ein Mann mich sexuell anziehend finden könnte, vielleicht muss ich aktiver werden, vielleicht muss ich mehr zu meinen Bedürfnissen und Gefühlen stehen, ...

Während jedes der Elemente vielleicht einzeln zutreffen könnte (und wenn von Leuten mit entsprechendem Einblick dann idealerweise erläutert dann als Hinweis helfen könnte) , ist "offen" als Label letztlich eine Verschleierung und keine Hilfe bei der Suche nach der tatsächlichen Ursache in meinen Augen.
Und so schön unspezifisch perfekt geeignet um den so "Beratenen" als selber Schuld hinzustellen ohne einen Hauch an konkreter Unterstützung liefern zu müssen und damit dessen Elend und Selbstzweifel gleich noch einmal zu verstärken.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!