Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Der öffentliche Austauschbereich des AB-Treff zu allem, rund um das Thema Absolute Beginner.

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Kolinatan
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Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Kolinatan »

Liebe Mitglieder,

ich möchte den Impuls eines Mitglieds aufgreifen und einen neuen Anlauf starten, um die Initiative vom letzten Jahr aufzugreifen und etwas strukturierter anzugehen.

Ich werde - mit Eurer Unterstützung - in diesem Beitrag eine Übersicht zusammenstellen, zu therapeutischen oder andere Unterstützungsangeboten, welche einen Bezug zum AB-Thema aufweisen. Um die Liste übersichtlich zu halten, werde ich nur das Wo?, Wer? und Was? kurz aufführen, sowie die jeweilige Webseite des Anbieters verlinken, wo ihr Euch dann im Detail z.B. über das Wie? informieren könnt.

Wenn Ihr bereits Erfahrung mit einer bestimmten Therapieform oder anderen Angeboten gemacht habt, ggf. sogar bei einem der gelisteten Anbieter, teilt gerne Eure Erfahrung mit uns. Was hat Euch geholfen, was für Euch zu verändern und wo konnte sich der Therapeut oder Coach nicht genug in Euch einfühlen, so dass etwas auch nicht funktioniert hat? Damit etwas klappt ist es notwendig, dass Klient, Methode und Behandler irgendwie zusammenpassen. Daher verzichtet bitte auf grundsätzliche Diskussionen, welche Hilfestellung sinnvoll wäre oder nicht, da etwas was für Euch passt, für jemand anderen unpassend sein kann und umgekehrt. Natürlich könnte Ihr gerne schreiben, warum bestimmte Therapieformen ggf. nicht zu Euch passen, damit auch andere Menschen sich überlegen können, was für sie ggf. funktionieren kann.

Ich freue mich auf Eure Erfahrungen sowie weitere Informationen zu Anbietern, welche ich dann in die folgende Liste einpflegen werde. Vielen Dank.

Liebe Grüße
Kolinatan

PS: Die Informationen stammen jeweils von der Webseite des Anbieters und sind nicht von mir überprüft. Bitte denkt daran, dass manche (Berufs)Bezeichnungen nicht reguliert sind und es in den einzelnen Ländern auch Unterschiede bei den Regularien gibt. Passt auf Euch auf. Danke.

Deutschland
Berlin
Anja Wermann: Diplom-Psychologin, Sexualberaterin, Online-Beratung
James und Sarah Swank: Coaching, Kurse
Tobias Hellenschmidt: Facharzt für Kinder und Jugendpsychiatrie, Verhaltenstherapeut, Sexualmediziner

Frankfurt
Monika Büchner: Sexualberaterin, Körpertherapeutin

Kassel
Corina Urny: Heilpraktikerin für Psychotherapie / Körpertherapie, Sexualberaterin

Offenburg
Klaus Schorn: Coach, Heilpraktiker für Psychotherapie (Derzeit nicht tätig.)

Stuttgart
Daria Oniér: Sexualtherapeutin

Österreich
Innsbruck
Dr. Armin Kaser: Klinischer Psychologe, Online-Beratung

Schweiz
Administration: Absolute Beginner Treff 31.10.2023: Beiträge zur Diskussion, dass auch Heilpraktiker für Psychotherapie in der Liste geführt werden, aus Gründen der Übersichtlichkeit in dieses Thema ausgelagert.
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blank pager
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von blank pager »

Haben ABs hier im Forum schon selbst Erfahrungen mit einem/mehreren genannten Spezialisten und ist bereit diese zu teilen?
Gody001
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Gody001 »

Man wird höchstwahrscheinlich kaum berichte bekommen. Ich weiß nicht, ob Frauen damit offensiver umgehen würden. Und sowas eher in Anspruch nehmen würden. Frauen sind mit dem AB sein aber auch eher feiner als Männer so mein Eindruck. Liegt wohl an der Tatsache, dass Männer eher Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten haben bzw. dessen Aufbau als Frauen und die Männer nicht selten die sozialen Kontakte ihrer Partnerinnen assimilieren. Wie sagt man noch. Männer leiden heimlich. Ganz allgemein wäre die Frage zu stellen, gibt es überhaupt einen Markt, den man aktivieren kann? Theoretisch anhand der Zahlen ja, aber nützt ja nichts, denn man kann uns ABs ja nicht zu unserem Glück hin schleifen. Wir müssten uns trauen und auch die Zeit haben das ganze auch in Anspruch zu nehmen. Und für Männer sind es schon große Hürden z.b zu ihren Depressionen zu stehen. Darum bleiben ja auch so viele daran erkrankte unbehandelt. Zwar wird einem bewusst gesagt, man soll zu seinen Schwächen stehen, aber unterbewusst ist man blockiert. Denn es wird in der Gesellschaft, dass Schwäche zeigen, nunmal nicht vorgelebt. Das wäre aber eine Grundvoraussetzung, damit man sich damit eher aus seinem Schneckenhaus traut. Das ist der eine Punkt. Ein anderer, es gibt kaum professionell Praktizierende, die damit Erfahrung haben. Der nächste von mir aus der Liste wäre Kassel. Das sind bestimmt 170 km oder so. Das wäre logistisch und zeitlich schon gar nicht drin bei mir. Und ob man sich mit dem oder derjenige auch wohlfühlt, ist dann auch noch eine Sache. Bei vielen wird ein einfaches Coaching auch nicht ausreichen. Viele werden es vielleicht nicht zugeben wollen, aber es werden wahrscheinlich oft depressive Tendenz vorliegen, diverse Angsterkrankungen (Phobien), psychische Erkrankungen, die die Persönlichkeit beeinflussen, Loveshyness usw. die ganz einfach von sich aus schon unattraktiver machen
Zuya Hiyaye
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Sage ich's mal so, obwohl ich das schon mehrfach erwähnt habe.
Meine Erfahrungen mit Psychotherapeuten (damals) sind eher negativ, weil sie das eigentliche Problem nicht erkannt hatten und mir z.B. meine Nikotinsucht wegtherapieren wollten.
Dann bin ich auf die Seite von Dr. Armin Kaser gestoßen und habe auch den Test gemacht und mich für die Rundmails angemeldet.
Seitdem bekomme ich etwa zweimal die Woche Mails.
Da es mich gestört hatte, dass der der einzige Spezialist sein sollte, habe ich im Internet recherchiert und noch mehr Adressen gefunden. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass es vor einem Jahr in diesem Forum schon einmal so einen Versuch gab, der aber abgebügelt wurde.
Das hatte mich frustriert und ich habe mich an Kolinatan gewendet.

Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt mich mal mit der Heilpraktikerin in Kassel zu einem Gespräch zu verabreden.
Ich bin, was das betrifft, zwar sehr reserviert, aber durchaus offen für neue Erfahrungen.
Ich werde, wenn ich Zeit habe, noch weitere Adressen recherchieren.

Dass wir eher Spezialisten brauchen, davon bin ich aufgrund meiner Erfahrungen (Immerhin fünf verschiedenen Psychotherapeuten) sehr überzeugt.
Nur wer ein anderes Problem zusätzlich hat, dass sein AB-Sein begründet (Depression/soziale Angst) für den dürfte eine Therapie, die diese Probleme behandelt sinnvoll.
blank pager
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von blank pager »

Gody001 hat geschrieben: ↑10.10.2023, 18:04 Wir müssten uns trauen und auch die Zeit haben das ganze auch in Anspruch zu nehmen. Und für Männer sind es schon große Hürden z.b zu ihren Depressionen zu stehen. Darum bleiben ja auch so viele daran erkrankte unbehandelt. Zwar wird einem bewusst gesagt, man soll zu seinen Schwächen stehen, aber unterbewusst ist man blockiert. Denn es wird in der Gesellschaft, dass Schwäche zeigen, nunmal nicht vorgelebt. Das wäre aber eine Grundvoraussetzung, damit man sich damit eher aus seinem Schneckenhaus traut. Das ist der eine Punkt.
Nun, dass es eine eigene Bereitschaft geben soll, ja viel mehr muss - das setze ich voraus. Wenn man selbst nicht will, passiert nix. Aber, hier im Forum tummeln sich angeblich so viele ABs - wollen die gar nicht ihren Status als AB ablegen? Oder will jeder in seinem Schneckenhaus bleiben, keinesfalls die Komfortzone verlassen und nur seine Situation darlegen, ohne etwas zu verändern?

Das Thema Depression ist hier klarerweise ein wichtiges, da es doch eine Reihe von unangenehmen Begleiterscheinungen mit sich bringt, die dem AB-tum förderlich, statt hinderlich sind.
Gestern habe ich einen mMn sehr interessanten Artikel gelesen, der auf das Thema Depression ein differenziertes Bild im Hinblick auf deren Ursache wirft. Abgesehen von den enogenen, stoffwechselbedingten Depressionen, die nur Medikamentös behandelt werden können (so die Aussage in diesem Beitrag), sind die anderen Gruppen interessant, da hier durch Verhalten bzw. einer entsprechenden Therapie offenbar viel erreicht werden kann.

Zu meiner Frage: habe auf die Website eines Anbieters geschaut und musste feststellen, dass die Preise auch nicht unerheblich sind. Vor allem, es bleibt wohl nicht bei einer einzigen Sitzung sondern es sind mehrere notwendig. Da ist gleich mal ein hoher 5- bis 6-stelliger Betrag fällig. :roll:
oldfield2283

Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von oldfield2283 »

blank pager hat geschrieben: ↑11.10.2023, 06:30 Abgesehen von den enogenen, stoffwechselbedingten Depressionen, die nur Medikamentös behandelt werden können (so die Aussage in diesem Beitrag), sind die anderen Gruppen interessant, da hier durch Verhalten bzw. einer entsprechenden Therapie offenbar viel erreicht werden kann.

Zu meiner Frage: habe auf die Website eines Anbieters geschaut und musste feststellen, dass die Preise auch nicht unerheblich sind. Vor allem, es bleibt wohl nicht bei einer einzigen Sitzung sondern es sind mehrere notwendig. Da ist gleich mal ein hoher 5- bis 6-stelliger Betrag fällig. :roll:
Ein hoher 5- bis 6-stelliger Betrag? Finger weg. Also aus meiner eigenen Geschichte und Erleben: es gibt viele Möglichkeiten, bei Depression eine ärztliche Behandlung und Therapie zu bekommen, man kann das Thema einfach mal beim Arzt seines Vertrauens ansprechen (Hausarzt, Neurologe oä), die überweisen einen dann schon und in vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Therapien (zu Einzelheiten schreib mir lieber eine PN). Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch Selbshilfegruppen, die kann man zB in meinem Bundesland über die Kassenärztliche Vereinigung herausfinden und wenn ich auch sehr gemischte Gefühle damit hatte (ich habe eine mit geleitet und nun verlassen für immer). es gibt dort vielleicht immer jemanden mit schnellem Rat und Tat für dich. Nochmal zum Thema "nur Medikamente" und stoffwechselbedingte Erkrankungen - das ist aus meiner Sicht eher selten und daher ist ein therapeutischer Ansatz zumindestens begleitend immer sinnvoll. Ich gebe zu, viele der Teilnehmer in der SHG nahmen teils viele Medikamente, ich mochte nicht wissen, wofür und ob sinnvoll.
blank pager
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von blank pager »

oldfield2283 hat geschrieben: ↑11.10.2023, 06:46 Ein hoher 5- bis 6-stelliger Betrag? Finger weg.
Nun, wenn ich auf die Website der obigen Leute so drüberschaue, dann wird um die 100€/Sitzung gleich mal verrechnet. Da ich annehme, dass ein AB nicht schon bei der ersten Sitzung es schafft in eine Beziehung zu kommen, sind gewiß mehrere notwendig.
Dauer einer Therapie
Wie das Erlernen eines Instruments braucht das Einüben von sozialen Skills, Aufbau eines attraktiven Lebensstils und Veränderung an der Persönlichkeit ausreichend Zeit.

Die besten Erfahrungen machen Absolute Beginner, die sich auf 1-2 wöchentliche Sitzungen (45 min) für 12 Wochen bis 6 Monaten einstellen.

In Studien konnten 95 % der Absoluten Beginner in diesem Zeitraum das Ziel “Kann ohne Probleme mit dem anderen Geschlecht interagieren und Spaß dabei haben” erreichen. Das galt auch für schwere Fälle von “Love-Shyness” (Gilmartin, 2013).
Also hochgerechnet bei 100€/Sitzung und der Angabe im Zitat sind das 1200€ im günstigsten Fall (1 Sitzung/Woche auf 12 Wochen) bzw. 5.760€ (2 Sitzungen/Woche auf 6 Monate) bei einem Satz von 120€/Sitzung. Klar, wenn man in der Tat danach eine Partnerin findet, dann mag es das Geld wert gewesen sein. Muss jeder für sich beantworten.
Insofern muss ich mich noch korrigieren: man ist gleich mal im 4-stelligen EUR-Bereich.
oldfield2283

Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von oldfield2283 »

Öhm, ich habe sowas alles gar nicht auf deinem Link gefunden, zB kein Wort von AB. Ich habe aber wirklich nur 1 min darauf geschaut und mich ansonsten an deinen Text gehalten bzw wohl selber auch am längsten getippt (da Handy im Zug). Egal. Private Therapeuten und Handwerker sind immer teuer. Wobei bei letzteren dann das Rohr auch verlegt ist.
Obwohl die Beratungsstunde meiner EDV-Firma auch vor 20 Jahren schon nicht billig war, Mark oder Teuro egal immer die gleiche Zahl.
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Lion
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Lion »

Bei psychologischen Therapien bin ich zwiegespalten, was den Nutzen anbelangt (habe selbst so Einiges gemacht).

Allerdings ist es auch eine Frage der Erwartungen.

Will man einen emotionalen Erfolg, d.h. man fühlt sich hinterher auch "messbar" besser? Oder reicht es, sich und seine Eigenheiten besser zu verstehen?

Dann grundsätzlich: Ich sehe es so, dass es zwei Arten von Patienten gibt: Die einen führen ein relativ normales Leben mit Höhen und Tiefen, dann (ob mit sofort erkennbarem Grund oder ohne) werden sie psychisch krank. Diese gehen dann zur Psychotherapie und man kriegt sie häufig wieder in die Spur.

Bei anderen Menschen ist das, was sie bedrückt, quasi ein Wesenszug. Ein Teil der Persönlichkeit. So sehe ich das für mich. Keine Therapie hat es bisher vermocht, mich emotional zu verändern. Auch stimmungsaufhellende Medikamente kamen mir wie ein Selbstbetrug vor. Man fühlt sich irgendwie körperlich besser, aber innen drin bleibt der dunkle Kern. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es insbesondere für Männer und nochmals insbesondere für Männer ohne Beziehungserfahrung für äußerst kontraproduktiv halte, von den meisten Antidepressiva impotent zu werden. Die Sexualfunktion (ob nun beim anderen Geschlecht tatsächlich eingesetzt oder nicht), ist halt dann doch sehr identitätsstiftend. Insofern wird das Zeug viel zu leichtfertig verschrieben, häufig mit der Aussage "Nebenwirkungen sind reversibel" (was nicht stets zutrifft, auch nicht bei Frauen).

Seit geraumer Zeit nehme ich dann und wann mikrodosiertes LSD (es gibt da eine rechtliche Grauzone bezüglich einiger Derivate, so dass man legal an das Zeug kommt). Bevor jetzt die großen Bedenkenträger sich melden: beschäftigt Euch damit, LSD macht weder physisch noch psychisch abhängig und es geht mir hier nicht um einen Rausch, sondern um Mikrodosing. Es gibt bereits Forschung dazu, LSD und andere, ähnlich wirkende Substanzen als Medikament einzusetzen. Aus meiner Sicht wurde das Zeug zB. sowieso nur deshalb verboten, weil Soldaten, die es während des Vietnamkrieges nahmen, nicht mehr für sinnvoll erachteten, auf andere Leute zu schießen.

Wie auch immer, es wirkt entspannend und anregend, und bringt mich "näher an die Welt". Ich vermute, dass ich dann das spüre, was "normale" Menschen ohne Mittelchen spüren.

Ich schweife ab.

Bei Psychotherapien habe ich gute Erfahrungen mit Gruppentherapien gemacht (im Gegensatz zu 1:1-Therapien). Die Schwarm-Intelligenz und -Emotionalität entwickelt halt eigene Dynamiken. Außerdem konnte ich mit der kognitiven Verhaltenstherapie auch nicht viel anfangen, mit "althergebrachten" Techniken schon mehr (bin halt sowieso ein [Selbst-]Analytiker).

Zu guter Letzt: Nicht jeder mit Diplomen hochdekorierte Mensch ist ein guter Psychologe, nicht jeder Mensch ohne Abschlüsse ein schlechter Ratgeber. Bei einigen Psychologen gewinnt man eh den Eindruck, die haben das nur studiert, um sich selbst besser helfen zu können ...

Und als Allerletztes: Die liebe Kohle. Ja, gibt schon Sachen, die man selbst zahlen muss oder wo man eben zuzahlen muss/kann/sollte (wir haben definitiv eine Zweiklassen-Medizin). Schlimm für die, die es sich nicht leisten können. Schlimmer finde ich allerdings Geiz-ABs mit prallvollem Konto, die nicht wissen, wie man sowas sinnvoll ausgibt. Motto: "Ich bin doch in der AOK, warum sollte ich dann noch privat was zahlen, Gesundheit muss kostenlos sein! Und wenn ich was gezahlt habe und es bringt dann nichts, dann hab ich ja einen Fehler gemacht, oje oje!".
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Gody001 »

Ja das mit den Preisen ist son Ding. Kann ja sein, das der ein oder andere Anbieter die Verzweiflung als Geschäftsfeld entdeckt hat. Ein gesetzlicher Rahmen gibt es ja nicht, wie so eine Therapieform auszusehen hätte. Man braucht sich aber nichts zu vormachen. Die Krankenkassen werden sowas nie bezahlen. Das tun sie ja schon bei Sexualbegleitung von geistig und körperlich behinderten nicht. Und bei denen sind die Probleme ja auch nach außen sichtbar. Damit sowas vom Gesetz her möglich wäre, müsste man das AB sein zu einer Krankheit erheben? Wüsste nicht, wie das gehen sollte. Es gibt Tendenz, dass das Phänomen sich bei Generation y verstärken wird. Was mit Generation Alpha sein wird ist schwer zu sagen. Die sind erst maximal 11 Jahre alt oder so. Aber es ist eine Generation der allein Erzogenen, in denen stabile Partnerschaft oft nicht mehr vorgelebt wird. Ich Wette das auch unter dieser Generation das AB sein zunimmt. Die Frage wird sein, ob die es als Problem wahrnehmen oder damit im reine sind in Richtung .... ich habe das für mich so gewählt. Solange wir es nicht als ein gesellschaftliches Problem wahrnehmen oder ein Problem, was zunehmend die Psyche belastet, wird es auch kaum Angebote geben. Es gilt den Kreislauf des im Schatten Lebens zu durchbrechen und da ist das Problem. Die wenigsten von uns hängen das an die große Glocke, würde ich mal behaupten.
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von time4change »

blank pager hat geschrieben: ↑11.10.2023, 08:19Nun, wenn ich auf die Website der obigen Leute so drüberschaue, ...
Dauer einer Therapie
...
Die besten Erfahrungen machen Absolute Beginner, die sich auf 1-2 wöchentliche Sitzungen (45 min) für 12 Wochen bis 6 Monaten einstellen.

In Studien konnten 95 % der Absoluten Beginner in diesem Zeitraum das Ziel “Kann ohne Probleme mit dem anderen Geschlecht interagieren und Spaß dabei haben” erreichen.
...
In welchem Sinne "Spaß haben"?

Spaß am freundschaftlichen Zusammensein mit Frauen (genauso wie mit Männern oder in einer gemischten Gruppe) hatte ich seit ich ca. 20 war regelmäßig - DAFÜR brauche ich keinen "Coach" oder Therapeuten

Problem ist eher, dass die Gelegenheiten hierfür seit ich Mitte 30 bin immer weniger wurden - und insbesondere die Frauen im Bekanntenkreis immer weniger wurden und deren Zahl seit 7 oder 8 Jahren bei Null ist ...

(ok, EINE Frau hatte ich letztes Jahr gedatet und ein weiteres Mal freundschaftlich getroffen - für insgesamt drei nette Tage touristisches Sightseeing inkl. einem Eintagesroadtrip
Problem was das "mehr" als nur mal zusammen einen Tagesausflug betrifft: Als Partner will sie jemanden der mit ihr eine Familie gründen will, und ich will keine Kinder)

Also:
"das Ziel “Kann ohne Probleme mit dem anderen Geschlecht interagieren und Spaß dabei haben”"
habe ich vor über 30 Jahren schon erreicht

to dos:

1. WIE schaffe ich mir JETZT (mit um die 50) wieder vergleichbare Gelegenheiten, wie ich sie vor 20 bis 30 Jahren regelmäßig hatte?

und 2. wie kommt es dann auch mal zum NÄCHSTEN SCHRITT - aus der "Friendzone" heraus ins Schlafzimmer UND ins Herzen wenigstens einer (für mich attraktiven) Frau?!
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Lion hat geschrieben: ↑11.10.2023, 10:01 Bei psychologischen Therapien bin ich zwiegespalten, was den Nutzen anbelangt (habe selbst so Einiges gemacht).

Allerdings ist es auch eine Frage der Erwartungen.

Will man einen emotionalen Erfolg, d.h. man fühlt sich hinterher auch "messbar" besser? Oder reicht es, sich und seine Eigenheiten besser zu verstehen?
Ich auch. ich wiederhole zum X-ten mal, dass es da auch einen von insgesamt fünf Psychotherapeuten gab der mir das rauchen abgewöhnen wollte, obwohl mein Problem eigentlich ganz klar formuliert war.

Hier handelt es sich aber um Therapeuten, die sich auf AB's spezialisiert haben.
Und zumindest, wenn ich deren Webseiten anschaue, erwarte ich da mehr als nur als Raucherentwöhnung oder mein linker linker Arm wird schwer.
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Levyn »

Zuya Hiyaye hat geschrieben: ↑12.10.2023, 15:07
Es gibt ja mehr schlechte als gute Therapeuten. Da braucht man Ausdauer bis man den richtigen gefunden hat. Wenn man mehrere schlechte Therapeuten kennengelernt hat, denkt man sich möglicherweise, dass Therapie für einen selbst nichts ist. Das finde ich sehr gefährlich. Es gibt aber auch gute Therapeuten, die einem zuhören und versuchen die richtigen Fragen zu stellen und nicht allgemeingültige Lösungen auf jeden Klienten pressen. :hierlang:
Zuletzt geändert von Kolinatan am 13.10.2023, 08:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von LoverInTraining »

Kolinatan hat geschrieben: ↑08.10.2023, 09:56 Wenn Ihr bereits Erfahrung mit einer bestimmten Therapieform oder anderen Angeboten gemacht habt, ggf. sogar bei einem der gelisteten Anbieter, teilt gerne Eure Erfahrung mit uns.
Ich habe u.a. gute Erfahrungen mit der SFSM und mit Dr. Kaser gemacht. Die Arbeit bei den beiden Anbietern hatte dabei sehr unterschiedliche Schwerpunkte, die sich gut ergänzt haben. Bei der SFSM ging es viel darum, Erfahrungen mit ungewohnten Arten von Körperkontakt zu sammeln und dadurch Sicherheit zu gewinnen. Dr. Kaser hilft mir dagegen per regelmäßigen Online-Coaching-Terminen vor allem dabei, meinen Alltag "kontaktfreudiger" zu gestalten, dabei auftretende Blockaden zu überwinden und die sich dann bietenden Chancen auch verwerten zu können. Das spiegelt aber sicher auch etwas wider, wo konkret bei mir die aktuellen Herausforderungen liegen.

Die Angebote von Monika Büchner kenne ich ebenfalls, hier haben mir vor allem die Wochenend-Gruppenseminare gefallen. Ein solches Seminar hat mich in Kombination mit ihrem Buch ein gutes Stück weitergebracht, als ich noch recht am Anfang meiner Beschäftigung mit der AB-Thematik stand, und es ist unter dem Strich auch günstiger als Einzelcoaching.

Die Fähigkeit und Bereitschaft, einiges an Geld in die Hand zu nehmen, ist aber bei allen genannten Anbietern Voraussetzung. Ich finde, dass es sich für mich lohnt, denn auf mich allein gestellt könnte ich niemals so konsequent an mir arbeiten.
IronMan

Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von IronMan »

Seit einiger Zeit habe ich eine etwas komische Idee.

Meine sexuelle und allg. körperliche Erfahrung zum weiblichen Geschlecht ist stark begrenzt. Genauer gesagt, vor über 10 Jahren hatte ich ein mal kurzzeitig etwas was einer Beziehung ähnlich war und da war auch mehr als Händchenhalten.

Aber wirklich schön hat dies für mich nicht geendet.

Ich bräuchte eine Therapeutin mit der ich über meine Probleme reden könnte, die gleichzeitig Prostituierte ist. Ich glaube wirklich dass es mir helfen würde zu üben. Von Flirten, über Kaffee trinken bis hin zum Sex und "Nachbesprechung".

Ich weiß klingt dumm und so was gibt es nicht... aber denke das mir das echt helfen würde!
halbkaputt

Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von halbkaputt »

IronMan hat geschrieben: ↑21.10.2023, 18:39 Seit einiger Zeit habe ich eine etwas komische Idee.
Ich bräuchte eine Therapeutin mit der ich über meine Probleme reden könnte, die gleichzeitig Prostituierte ist. Ich glaube wirklich dass es mir helfen würde zu üben. Von Flirten, über Kaffee trinken bis hin zum Sex und "Nachbesprechung".

Ich weiß klingt dumm und so was gibt es nicht... aber denke das mir das echt helfen würde!
das Wort wäre mir jetzt nicht in den Sinn gekommen. was ich bisher in der Richtung mitbekommen habe, lief unter dem Begriff Sexuabegleitung. vielleicht hilft das als Suchbegriff für die eigene Recherche!
Zuya Hiyaye
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Zuya Hiyaye »

IronMan hat geschrieben: ↑21.10.2023, 18:39 Ich bräuchte eine Therapeutin mit der ich über meine Probleme reden könnte, die gleichzeitig Prostituierte ist. Ich glaube wirklich dass es mir helfen würde zu üben. Von Flirten, über Kaffee trinken bis hin zum Sex und "Nachbesprechung".

Ich weiß klingt dumm und so was gibt es nicht... aber denke das mir das echt helfen würde!
Würde ich so nicht sagen.
Vor Jahren gab es in den Niederlanden mal ein therapeutisches Projekt, die genau das gemacht haben. Nur dass dann die Prostituierte extern hinzugezogen wurde.
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von blank pager »

IronMan hat geschrieben: ↑21.10.2023, 18:39 Seit einiger Zeit habe ich eine etwas komische Idee.

Meine sexuelle und allg. körperliche Erfahrung zum weiblichen Geschlecht ist stark begrenzt. Genauer gesagt, vor über 10 Jahren hatte ich ein mal kurzzeitig etwas was einer Beziehung ähnlich war und da war auch mehr als Händchenhalten.

Aber wirklich schön hat dies für mich nicht geendet.

Ich bräuchte eine Therapeutin mit der ich über meine Probleme reden könnte, die gleichzeitig Prostituierte ist. Ich glaube wirklich dass es mir helfen würde zu üben. Von Flirten, über Kaffee trinken bis hin zum Sex und "Nachbesprechung".

Ich weiß klingt dumm und so was gibt es nicht... aber denke das mir das echt helfen würde!
Schau hier im Forum nach - da gab es einige User die die Variante mit Prostuierte gewählt haben um das AB-tum zumindest auf der sexuellen Ebene hinter sich zu lassen.
Allerdings, mit einer Sitzung wirst du kaum das Auslangen finden. ;)
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von Calliandra »

Ich finde es grundsätzlich schwierig, hier bestimmte Anbieter zu empfehlen bzw. sogar zu listen. Das kriegt dann gleich sowas offizielles mit vermeintlichem Gütesiegel, was es ja gar nicht ist. Anders wäre es, wenn sich im Austausch ergibt, dass jemand gute Erfahrungen bei einem Anbieter gemacht hat. Aber auch da wäre es eigentlich Schleichwerbung, wenn das dann direkt öffentlich benannt wird.
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Re: Therapeutische und andere Unterstützungsangebote für Absolute Beginner

Beitrag von LoverInTraining »

Heinrich hat geschrieben: ↑28.10.2023, 13:06 Die einen sind auf ihrem Gebiet ausgebildet und qualifiziert, die anderen nicht.
Es gibt für das Gebiet "ABs helfen" keine geregelte Ausbildung, keine geschützte Berufsbezeichnung und kein Diplom.

Auch die Leute in dieser Liste, die einen Titel tragen oder eine entsprechende Berufsbezeichnung führen (z.B. Dr. oder Psychotherapeut), dürfen das aufgrund einer Ausbildung, die nur teilweise etwas mit dem Aufgabengebiet "ABs helfen" zu tun hat. Ich habe da in den letzten Jahren zwei Beobachtungen gemacht: 1. Ein typischer Psychotherapeut kann zwar eine große Hilfe sein, wenn ein AB z.B. auch an Depressionen oder Angststörungen leidet. Er weiß zu wenig über die spezielle AB-Problematik, um bestmöglich zu helfen. 2. Die Menschen, die mir geholfen haben, haben zwar z.T. auch von einer thematisch verwandten Ausbildung profitiert, aber letztlich viel mit Wissen und Techniken gearbeitet, die nicht Teil einer Ausbildung, sondern Ergebnis von Praxiserfahrung und Beschäftigung mit diesem speziellen Thema sind.

Daher kann man es sich leider nicht so einfach machen, die Güte eines Anbieters am Vorhandensein oder Fehlen eines Titels festzumachen. Man muss sich zwangsläufig selber ein Bild machen, oder kann sich vielleicht durch Erfahrungen anderer Leute etwas herantasten. Für letzteres wäre dieser Thread übrigens sehr viel nützlicher, wenn Leute mehr eigene Erfahrungen beisteuern würden (und weniger Spekulation aufgrund eines Trigger-Worts in der Berufsbezeichnung).

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