Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

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Finnlandfreundin
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von Finnlandfreundin »

knopper hat geschrieben: ↑21.04.2024, 03:25

Ich glaube, das klingt nur wie ein 6er im Lotto. Ich vermute, die Mehrheit der AB´s wäre leicht überfordert.

Ich fühle mich heute noch überfordert und hatte das auch Kennenlernen die letzten ca 3 Jahre. Die Frage ist, ändert sich das noch?

Ich würde behaupten, die wenigsten Teenager springen beim ersten Kennenlernen sofort in die Kiste. Die meisten kennen sich aus Schule oder Freizeit, aus einem warmen Umfeld.
Puzzleteil

Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von Puzzleteil »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑02.05.2024, 17:30 Ich würde behaupten, die wenigsten Teenager springen beim ersten Kennenlernen sofort in die Kiste. Die meisten kennen sich aus Schule oder Freizeit, aus einem warmen Umfeld.
Meinem Eindruck nach, ist es über die Generationen hinweg gleich, dass heutzutage die äußere Attraktivität die oberste Priorität beim (online) Kennenlernen darstellt. Unter den jüngeren sogar extremer als bei den älteren - Stichwort: Selbstoptimierungs-Wahn, Dank Internet, Influencer, Instagram etc.

Und aus der äußere Anziehungskraft folgt schließlich auch "das Eine". Insofern scheint das der Normalzustand zu sein. "Früher" gab es gesellschaftliche (kirchliche) Regeln, die bei weitem überwiegend auch eingehalten wurden, aus Angst vor der Hölle ... also zb. kein Sex vor der Eheschließung. Das hatte vlt. manches erleichtert, weil bestimmte Dinge von vornherein festgelegt waren. Das betrifft auch die Auswahl, welche zumeist auf den Wohnort begrenzt blieb, in der Pferdekutschenzeit, waren Reisen Luxus und selbst in die nächst größere Stadt kam man bestenfalls einmal im Jahr zum Pferdemarkt oder solchen Anlässen. Oder es wurden regional explizit Heiratsmärkte Veranstaltet, derartige Gepflogenheiten gibt es anderswo in der Welt durchaus heute noch. Und so weit muss man dazu gar nicht Reisen (Balkan).

Unter dem Strich also JA, Früher gab es eine Reihe von sachlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Zwängen, welche die Auswahl begrenzten und auch die Möglichkeiten sich zu finden waren derart eingeschränkt, das man - drastisch formuliert - schlicht gezwungen war sich auf "das nächst beste" Angebot Einzulassen und dann ein Leben lang damit klar zu kommen, denn Scheidung gab es auch nicht!

Heute und Früher, scheinen zwei Extreme zu sein, zwischen denen es jede Menge ungenutzt Luft gäbe.

Sich erst ein paar Mal zu treffen, ohne direkt ins Schlafzimmer zu wollen. Sich über eine längere Zeit kennenzulernen, bevor man weitreichende Entscheidungen trifft, wie zusammen ziehen, Kinder bekommen und / oder Heiraten. Ist wohl alles zu vernünftig gedacht. Vielleicht sind wir ABler einfach unfähig sich (schnell?) zu verlieben? Vielleicht denken wir zu viel nach? Vielleicht sind wir deswegen Beziehungsunfähig, weil Liebe keiner Logik folgt, sondern einfach so eine Hormonsache ist, der wir uns nicht fügen können und wollen? Und wer weiß, wenn es an den Hormonen liegt, vielleicht wäre das sogar Behandelbar? Eigentlich bin ich aber regelmäßig sehr froh, das ich ICH bin! Habe wohl auch schon zu viel erlebt, als das ich das Glück für meine Restlebenszeit ohne Kontrolle einfach dem Zufall (Hormonen) überlassen wollte ... außerdem möchte ich für das Gegenüber schon mehr sein, als einfach nur das oder ein Objekt ihrer Begehrlichkeit. Das ist mir einfach zu wenig für eine Beziehung. Womöglich sind also meine Ansprüche zu hoch. So wie diese generell hoch sind, heutzutage. Siehe oben: Auswahl ... gibt es ja dank Internet vermeintlich unbegrenzt. Und wer will da nicht das absolut perfekte? Funktioniert so, aber nur für eine kleine Minderheit.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von knopper »

topacity hat geschrieben: ↑25.04.2024, 16:52
Klar, inzwischen bin ich einigermaßen an all diese Problemchen gewohnt, und auch an die Tatsache, dass ich egal wo ich hingehe mal wieder "der Größte" sein werde und wahrscheinlich einen "lustigen" Spruch zu hören bekomme, aber aus meiner Sicht ist die optimale Größe für einen Mann wirklich irgendwo zwischen 1,80m und 1,90m.
sehe ich auch so und liege aber leider drunter. Ich denke aber das wird schon in dem Bereich liegen, auch wenn man mal eine Umfrage unter Frauen macht.
topacity hat geschrieben: ↑25.04.2024, 16:52
Wie auch immer: irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass der Mann 10% größer sein soll als die Frau. Ich hoffe also immer noch auf eine Begegnung mit meiner 1,86-Traumfrau ;-)
ich denke auch die gibt es. :D
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑02.05.2024, 17:30
Ich glaube, das klingt nur wie ein 6er im Lotto. Ich vermute, die Mehrheit der AB´s wäre leicht überfordert.
ja so ist es auch :D natürlich ist man damit erstmal überfordert wenn die ganze praktische Erfahrung fehlt.

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑02.05.2024, 17:30 Ich würde behaupten, die wenigsten Teenager springen beim ersten Kennenlernen sofort in die Kiste. Die meisten kennen sich aus Schule oder Freizeit, aus einem warmen Umfeld.
Ja das ist auch so, obwohl heutzutage vermutlich auch eher ins Bet gesprungen wird als noch zu früheren Zeiten. Kommt mir zumindest so vor.
Puzzleteil hat geschrieben: ↑04.05.2024, 09:53
Sich erst ein paar Mal zu treffen, ohne direkt ins Schlafzimmer zu wollen. Sich über eine längere Zeit kennenzulernen, bevor man weitreichende Entscheidungen trifft, wie zusammen ziehen, Kinder bekommen und / oder Heiraten. Ist wohl alles zu vernünftig gedacht. Vielleicht sind wir ABler einfach unfähig sich (schnell?) zu verlieben? Vielleicht denken wir zu viel nach? Vielleicht sind wir deswegen Beziehungsunfähig, weil Liebe keiner Logik folgt, sondern einfach so eine Hormonsache ist, der wir uns nicht fügen können und wollen?
ja... ich erkenne mich wieder :D trifft 1:1 auf mich zu. Erst recht durch das Erlebnis was ich ja erst kürzlich hatte.

Schnell verlieben geht bei mir gar nicht, das braucht schon seine Zeit. Obwohl ich mir da auch nicht so sicher bin...vielleicht war es auch immer nur die falsche Frau und mein Körper wollte sich eben nicht verlieben.

oder es verändert sich mit dem Alter, da man einfach nüchternerer denkt, ich weiß es nicht. Ich befürchte auch, dass die lange AB-Zeit nun seine Spuren hinterlassen und das sich auf eine Frau einlassen eben nicht mehr so einfach geht. So war jedenfalls mein Eindruck bei dem Erlebnis. :roll:
Wenn dann ist das wohl irreversibel und erklärt auch warum manche Zeit ihres Lebens AB bleiben. Irgendwann haben sie sich an den Zustand gewöhnt du es geht gar nicht mehr anders.
Das will ich aber mich aller Macht noch verhindern, hab aber schon etwas Schiss davor das es vielleicht auch bei mir schon zu spät ist. :cry:
Zuletzt geändert von knopper am 04.05.2024, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von dfg82 »

knopper hat geschrieben: ↑04.05.2024, 13:41 sehe ich auch so und liege aber leider drunter. Ich denke aber das wird schon in dem Bereich liegen, auch wenn man mal eine Umfrage unter Frauen macht.
Mal von Extremfällen in beide Richtungen abgesehen: Viel wichtiger sind Kommunikationsfähigkeit, Charme, Humor und wenn wir schon bei körperlichen Merkmalen sind: Das Gesicht. Die deutsche Durchschnittsfrau ist 166 cm klein. Einfach nur größer als die Frau zu sein, reicht meistens vollkommen aus. Das sind meine Erfahrungen mit Frauen.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von topacity »

Bitte nicht falsch verstehen, ich würde mich selbst nie auf exakt diese 1,86m bei einer Frau festlegen wollen, dafür sind große Frauen in meiner Gegend zu selten. Da hat es sich mit wählerisch sein.

Ich hatte auch mal ein Date (eins meiner wenigen bisher) mit einer Frau, die nur 1,60m groß war. Aber was soll ich sagen, die Tatsache, dass mir die Gute nur knapp bis zur Brust reichte, war dann irgendwie doch nicht was ich mir so vorstelle.
Auch wenn man es nicht will, so stehen einem die Gegebenheiten und man sich selbst im Weg...
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von Finnlandfreundin »

topacity hat geschrieben: ↑05.05.2024, 17:25
Da ist der Unterschied vielleicht schon etwas groß, gibt dennoch Paare mit großem Unterschied in der Größe. Aber eine Frau ab um die 1,75 sollte doch ganz passend aussehen. Mein Bruder ist 1,93 und seine Freundin 1,63. Beide nebeneinander sieht nicht komisch aus. Während viele andere Frauen hin und wieder gerne Schuhe mit Absatz tragen, tut sie das so gut wie nie.

Meine Schwester dagegen mit ihren 1,65 trifft man so gut wie nie ohne Absatzschuhe an. Sie ist immer fast so groß wie ich (ohne Absatzschuhe). Ihr Freund ist ca 1,80 groß. Mein Freund und ich fallen da etwas aus der Reihe. Uns trennen nur 5 cm.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 07.05.2024, 08:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von captain-slow »

dfg82 hat geschrieben: ↑05.05.2024, 11:44 Einfach nur größer als die Frau zu sein, reicht meistens vollkommen aus. Das sind meine Erfahrungen mit Frauen.
Nur grösser als eine Frau zu sein reicht auf jeden Fall nicht, ich bin 1,90/1,91 und habe in Theorie genau die perfekt Grösse, ich bin grösser als 99,9% der Frauen, ohne unpraktisch gross zu sein. Kommunikationsfähigkeit und Humor sind bei auch reichlich vorhanden - Charme eher weniger.
Es scheitert entweder am Gesicht bei mir (würde mich als Durchschnittlich oder evt. sogar etwas drunter einstufen) und habe zusätzlich noch eine Glatze - oder am Gewicht. Das letzte versuche ich nun zu ändern aber das geht nur sehr langsam.
Aber warum beim online dating nur so 1% der Frauen überhaupt interesse hat statt 10% - ich verstehe es nicht.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 09.05.2024, 09:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert und gekürzt.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von RomeoKnight »

Ich wollte mein Fundstück aus den Öffentlich Rechtlichen Medien mit euch in einem eigenen Beitrag teilen, aber ich weiß nicht so genau, wohin damit.

Ich hoffe, dass der Beitrag hier wenigstens nicht völlig verkehrt ist.

Der Titel verrät eigentlich schon ziemlich viel.
Wie die Körpergröße unsere Gesellschaft prägt

Körpergröße ist eines unserer bestimmenden Merkmale. Was wir sehen, sind die Unterschiede: zu uns selbst, aber auch statistisch. Weil etwa größere Menschen erfolgreicher und gesünder sind. Biologisch bestimmen vor allem die Gene unsere Größe. Doch wie beeinflussen sich Größe und Gesellschaft?
https://www.br.de/mediathek/podcast/rad ... gt/2095887

Ich war schon spätestens mit Anfang 20 am zweifeln, ob die weitläufig bekannte Aussage, dass Körpergröße von Wohlstand und Ernährung abhängig sein soll, wahr sein kann. Mit ca. 14 Jahren begann ich mich bewusst gesund zu ernähren mit dem Ziel, möglichst hoch zu wachsen. Ich gehörte in der früheren Teenagerzeit tatsächlich zu den Größten meines Alters. Mit Anfang 14 schien es mir aber so, als sei ich länger nicht gewachsen und ich fühlte mich zu klein. Heute verstehe ich, die Zusammenhänge etwas besser. Als ich noch 13 war, wurde unser Schuljahrgang mit dem gleichen Schuljahrgang einer anderen Schule zusammen gelegt. Wir bekamen von dort einige einfache oder mehrfache "Sitzenbleiber", die natürlich einen Wachstumsvorsprung hatten. Tatsächlich bin ich aber dann ungefähr ab 14 gar nicht weiter gewachsen und bei ca. 1,70m stehen geblieben, während auch meine früheren Schulkameraden fast alle an mir vorbei in die Höhe schossen. Das war für mich mit eine Motivation, neben anderen Gründen, mehr auf meine Ernährung zu achten. Währen die anderen sich hauptsächlich sehr ungesund und von Fastfood ernährten, rauchten und schon Alkohol tranken, und trotzdem (oder deswegen) immer größer wurden, blieb ich trotz aller Bemühungen ein Zwerg :crybaby:

Der Radiobeitag bestätigt mich zumindest darin, dass irgendwas mit dem Faktor Ernährung in Bezug auf Körpergröße zumindest fraglich ist und andere Wirkmechanismen viel ausschlaggenber sein müssen. In wie weit die im Beitrag genannten Punkte tatsächlich was mit meinem damaligen Leben zu tun haben könnten, darüber muss ich noch intensiver nachdenken. Ich kann mich ja glücklicherweise noch recht gut an die Zeit erinnern.
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Obelix
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von Obelix »

RomeoKnight hat geschrieben: ↑26.07.2024, 21:08 Der Radiobeitag bestätigt mich zumindest darin, dass irgendwas mit dem Faktor Ernährung in Bezug auf Körpergröße zumindest fraglich ist und andere Wirkmechanismen viel ausschlaggenber sein müssen.
Natürlich ist die Ernährung nur ein kleiner Faktor. Den größten Einfluss dürfte immer noch die individuelle genetische Veranlagung haben (große Eltern -> große Kinder), und dann gibt es sicher noch ein paar weitere Faktoren aus der Umwelt, die mitbestimmen, ob ein Mensch seine volle genetisch veranlagte Größe erreicht oder nicht. Und auch bei der Ernährung gilt sicher kein "viel hilft viel", sondern es geht eher darum, einen Mangel an essenziellen Inhaltsstoffen zu vermeiden. Alles, was darüber hinausgeht, scheidet der Körper wieder aus oder legt es als Fettreserven an.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von RomeoKnight »

Obelix hat geschrieben: ↑27.07.2024, 12:08 Den größten Einfluss dürfte immer noch die individuelle genetische Veranlagung haben (große Eltern -> große Kinder),
Aus eigener Anschauung weiß ich, dass Größe der Eltern mit der Größe ihrer Kinder nur marginal zusammen hängen können. Ebenso bekommen hübsche Eltern nicht automatisch hübsche Kinder und hässliche Eltern nicht automatisch hässliche Kinder. So wollten es aber einige Philosophen es uns schon im antiken Griechenland weis machen und dieser Glaube hat sich wohl bis heute erhalten.

Außerdem wäre damit auch immer noch nicht der enorme Sprung beim Wachstum in den Generationen zu erklären, den man festgestellt haben will, wie es ja im Beitrag angesprochen wird.
Obelix hat geschrieben: ↑27.07.2024, 12:08Und auch bei der Ernährung gilt sicher kein "viel hilft viel", sondern es geht eher darum, einen Mangel an essenziellen Inhaltsstoffen zu vermeiden. Alles, was darüber hinausgeht, scheidet der Körper wieder aus oder legt es als Fettreserven an.
Von "viel hilft viel" war doch auch überhaupt nicht die Rede. Was im Beitrag leider zu kurz kam, ob eine hohe Körpergröße nicht evtl. auch ein Anzeichen von negativen Umständen sein kann. Ich habe das oben nur kurz angedeutet. Viel hilft vielleicht viel, wenn es um Quantität geht, aber wer sagt, dass je größer gleich je besser sein muss ? Wobei soll sie denn helfen, außer vielleicht irgendwelche gesellschaftlich konstruierte Fetische und Statuserwartungen zu bedienen ? Körpergröße wird assoziiert mit.... ja das wars aber auch schon. Ansonsten eher marginale Aussagekraft und viel Esoterik.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von captain-slow »

RomeoKnight hat geschrieben: ↑26.07.2024, 21:08 Mit ca. 14 Jahren begann ich mich bewusst gesund zu ernähren mit dem Ziel, möglichst hoch zu wachsen.
Mit 14 bist du viel zu spät dran denn das meiste Wachstum hast du vor du 14 bist und nicht danach, mit 14 wächst du vielleicht noch 20-30 cm - wenn du das um 10% verbessern konntest hast du 2-3 cm gewonnen.
Was bedeutet für dich gesund ernähren ? Für Wachstum hilft (ausser möglichst grosse Eltern) so viel wie möglich Milchprodukte zu speisen. Milch, Käse, Joghurt, Butter usw.

Meine Eltern sind übrigens ziemlich klein und ich nicht, liegt wohl an der besseren Ernährung bzw. die Verfügbarkeit davon in den 70'er/80'er vs. den 40'er und 50'er. Ich wiege aber inzwischen auch soviel wie meine Eltern zusammen :surprise:
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von Kolinatan »

Mir scheint, dass die neue These - welche in dem von RomeoKnight verlinkten Podcast angesprochen wird -, dass die Körpergröße durch soziales Verhalten mitbestimmt wird, nicht so ganz aufgegriffen wird, sondern stattdessen die alten Vorstellungen von Genen und Ernährung weiter propagiert werden. Es wäre schade, wenn die neue These des sozialen Wachstums in der Diskussion unterginge.

Daher habe ich im folgenden ein paar Kernaussagen zitiert, welche aus meiner Sicht die soziale Wachstumsthese thematisieren. Ich habe die Zitate aus dem Transcript zur Sendung entnommen.

Die gestellte Frage war, in welchem Umfang Kultur die Körpergröße beeinflusse. Auch wenn in der Sendung viel darüber gesprochen wird, in welchem Umfang Körpergröße auch als Statussignal gilt, mit der Annahme je Größer um so besser.

Die Kernaussage dürfte wohl in diesem Satz stecken: "Genetik und Ernährung sind zwar Voraussetzungen, um groß werden zu können – aber sie sind nicht der Auslöser für das Wachstum"
[+] These, dass Kultur und soziales Umfeld das Wachstum beeinflusst
Natürlich gibt es biologische Grenzen:
Die Natur gibt unserem körperlichen Wachstum bestimmte Grenzen vor. Physikalische, die den Bauplan unseres Körpers betreffen. Und physiologische, die die Funktionen und Abläufe in unserem Organismus anbelangen. Kurz gesagt: Wir können nicht etwa fünf Meter groß werden – unsere Knochen würden dabei brechen. Wir können auch nicht zehn Zentimeter klein werden – darauf sind etwa Atmung und Blutkreislauf nicht ausgelegt. Das alles ist in unserem Erbgut, unseren Genen festgelegt. Sie geben unsere Größe vor.
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 6
Allerdings gibt es hier viel Spielraum:
Und trotzdem, so sagt Kinderarzt und Größenforscher Michael Hermanussen: "Der Rahmen ist riesig. Wir können in einem Bereich von etwa 30 Zentimetern wanken. Alles, was wir zwischen 1,40 will ich mal sagen und 1,90 für Männer sehen – es ist im Rahmen unserer Genetik. Nur die Feinabstimmung, die erfolgt dann später."

Soll heißen: Nach der Geburt und unabhängig von unseren Genen stellt sich heraus, wo wir innerhalb dieser Bandbreite als Erwachsene landen.
"Wenn Sie in jungen Jahren ein gutes Umfeld haben, mit vielen Ressourcen, dann wird das ihr Wachstum beeinflussen."

Und irgendwie scheint das auch ganz gut zu passen: Denn die meiste Zeit in den letzten Jahrtausenden hat sich unsere Durchschnitts-Größe nur mäßig verändert. Erst in den vergangenen 150 Jahren sind wir sehr schnell deutlich größer geworden – weltweit im Schnitt um mehr als zehn Zentimeter. Fachleute wie Eva Rosenstock nennen das die ‚säkulare Akzeleration‘:

"Was hat sich verändert? Da sehen wir eben Fortschritte in ganz verschiedenen Bereichen. Wir sehen in der Landwirtschaft zum einen Kunstdünger mit höheren Erträgen, auch höherem Proteingehalt, den dann die Feldfrüchte haben, insbesondere die Getreide. Wir sehen eine Intensivierung, eine massive der Milchwirtschaft. Das geht wahrscheinlich Hand in Hand mit dem pasteurisieren können. Dann verbesserte Hygiene, weniger Wachstumsverzögerungen, die einfach entstehen, wenn der Mensch ständig gegen Krankheiten ankämpfen muss.
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 6-8
Gesundheitsversorgung spielt z.B. eine Rolle:
Beispiel Niederlande, also dem Land, in dem gegenwärtig die Menschen weltweit am größten sind. Mit Frauen zuletzt 1,70 Metern und Männern 1,84 Metern, im Schnitt wohlgemerkt. Mitte des 19. Jahrhunderts war das noch anders. Damals maßen sie durchschnittlich knapp 20 Zentimeter weniger, sagt der Niederländer Gert Stulp:

"Die Niederlande haben ein sehr gutes Gesundheitssystem und haben einen sehr gleichberechtigten Zugang dazu. Und das ist entscheidend. Beispiel USA: Deren bestes System ist wahrscheinlich besser als unseres hier."

Aber nur wenige Menschen können sie sich leisten. Wirtschaftswissenschaftler argumentieren, dass US-Amerikaner aufgrund dieser Arm-Reich-Schere heute im Schnitt sechs Zentimeter kleiner sind als Niederländer. Dabei waren sie noch im 19. Jahrhundert die weltweit größten.
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 8-9
Die ursprüngliche Frage der Wissenschaftler - Eva Rosenstock ist z.B. als Archäologin tätig - war, ob Körpergröße als alternativer Maßstab für Wohlstand verwendet werden könnte, statt z.B. das Bruttoinlandsprodukt. Untersucht wurden Daten von 1.500 Skeletten mit einem Alter von 6.000 bis 8.000 Jahren. Davon 130 Proben aus der Gegend von Sachsen-Anhalt.
"So durch die Bank rum haben wir, dass Männer irgendwo um die 1,65 bis maximal 1,70 rangieren und Frauen doch deutlich drunter. 1,55, maximal 1,60. Auf jeden Fall deutlich kleiner als das, was wir heute so gewohnt sind."

Gleichzeitig ergab sich anhand genetischer Proben aber: Die Menschen haben ihr vorgegebenes Wachstumspotenzial damals nicht ausgeschöpft – genetisch hätten sie größer sein können. Warum also waren die Männer und Frauen damals relativ klein? Zum Teil liegt das nach Ansicht der Wissenschaftler an der damaligen Umwelt und Lebensweise: Körperliche Schwerstarbeit beim Ackerbau, aufwendige und in reiner Handarbeit konstruierte Häuser – tagtäglich enorme Belastungen, die sich auch auf die Körpergröße ausgewirkt haben müssen. Allerdings reicht das nicht, um zu erklären, was Eva Rosenstock noch festgestellt hat – beim Vergleich von nördlichem Mitteleuropa und Mittelmeerraum:

"Was auffällig war: dass die mediterranen Männer und Frauen ein- und derselben Kulturzeit weniger starke Unterschiede aufweisen als die Bandkeramiker."

Soll heißen: In der Gegend des heutigen Sachsen-Anhalt waren die Frauen deutlich kleiner als Männer, im Süden dagegen waren Frauen und Männer annähernd gleich groß. An Ernährung, Krankheiten oder Mangelzuständen kann das aber nicht gelegen haben, sagt die Archäologin. Das lässt sich aus den Analysen von in den Knochen eingelagertem Kohlenstoff und Stickstoff ableiten. Die zeigten keine auffälligen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

"Sodass wir jetzt einfach den Schluss ziehen müssen: Da muss es irgendetwas geben, was kulturell getrieben auf die Körperhöhe einwirkt und werdende Männer begünstigt und werdende Frauen benachteiligt hat."

Die plausibelste Erklärung für die Wissenschaftler ist, dass Frauen weiter im Norden offenbar mehr leisten mussten als Männer.
"Was wir wissen, ist, dass die Bandkeramiker ihre Frauen von woanders hergeholt haben. Und da kann man dann so sich Szenarien ausspinnen, wie ist das für so eine junge Frau, die verheiratet wird, den Ort wechselt? Das ist eine emotionale Belastung. Gab es schon so etwas wie Teenager-Schwangerschaften? Also eine Kombi aus früher Schwangerschaft, man wächst selber noch und muss aber auch schon arbeiten."

Belegen können die Forschenden um Eva Rosenstock diese Theorie derzeit noch nicht. Es mehren sich aber die Hinweise darauf, dass nicht nur Wohlstand und Umwelt, sondern auch der kulturelle Rahmen eine wichtige Rolle dabei spielt, wie groß wir werden. Und diese Hinweise kommen auch aus anderen Disziplinen.
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 10-12
Andere Forschungen, welche die Theorie stützen, indem sie untersucht haben, wann wir wachsen:
[Christiane Scheffler] ist Humanbiologin an der Universität Potsdam und Körpergröße ist eines ihrer großen Forschungsgebiete. Zusammen mit Kinder- und Jugendmediziner Michael Hermanussen spürt sie seit Jahrzehnten menschlichem Wachstum nach. Was groß zu sein für Menschen in unserer Gesellschaft bewirkt und bedeutet ist ihr daher vertraut:

"Aber es ist nicht klar gewesen, warum die groß sind. Man ging davon aus, dass sie große Eltern haben, es die Gene sind. Und man ging davon aus, dass die besser ernährt wurden."

[...] die Forschung von Michael Hermanussen und Christiane Scheffler zeigt: Genetik und Ernährung sind zwar Voraussetzungen, um groß werden zu können – aber sie sind nicht der Auslöser für das Wachstum:

"Was wir meinen ist, dass die Regulation der Körpergröße gesellschaftlich und sozial bedingt ist. Sicherlich haben Sie einen gewissen genetischen Rahmen, wie groß sie werden können. Der ist aber nicht so unterschiedlich in den einzelnen Bevölkerungen, wie wir vermuten könnten. Und wenn sie nicht ihr ganzes Leben lang extrem hungern, ist die Ernährung mehr oder weniger marginal, dass sie einen Einfluss auf die Körperhöhe hat."

Soziale Interaktion mit unserer gesellschaftlichen Umwelt als Schlüssel zu unserer Körpergröße – dieses anfängliche Gedankenexperiment sorgte in der Fachwelt zuerst für Aufregung. Nach über 20 Jahren Forschung dazu und mit rund 80.000 untersuchten Individuen ist das mittlerweile anders:

Die Kernaussage: Größe ist ein biologisches Signal. Und das müssen wir verstehen, damit wir unser menschliches Miteinander besser verstehen:

"Dass Körperhöhe ein Signal ist, sehen Sie an jeder Frau, die sich Hackenschuhe anzieht. Das sehen Sie an jedem König, der eine Krone aufsetzt. Immer ein Stückchen größer, immer ein Stückchen größer."

Über dieses Signal kommunizieren wir und formen unsere sozialen Strukturen und Hierarchien.
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 12-14
Der hormonelle Hintergrund der These:
"Wir wissen von Primaten-Untersuchungen, dass die Organismen, die diesen dominanten Status erreichen und auch größer als Signal haben, höhere Insulin like growth Faktoren haben, also IGF-Faktoren haben. Und in dem Moment, wo sie die Position verlassen, schrumpfen sie nicht, aber das IGF-Level geht runter."

Die Wachstumshormone wirken nicht weiter. Anders ausgedrückt: Es ist die Hoffnung auf Dominanz, die zu größerer Körperhöhe führt. Und das passiert in der Kindheit und vor allem der Jugend, also der Zeit, in der wir noch wachsen.

"In dieser Zeit nehme ich schon sehr wohl wahr, wo potenziell meine zukünftige Position sein könnte. Wenn Sie in der unteren sozialen Schicht sind und Sie haben keine Chance auf soziale Mobilität, dann nehmen Sie natürlich auch als Jugendlicher wahr, dass Sie keine Chance auf soziale Mobilität haben und nischen sich da ein."

"Und wenn die jungen Leute merken, dass sie eine goldene Zukunft haben, dann wachsen sie besser."

… sagt Michael Hermanussen. Übertragen auf die Gesellschaft würde das auch erklären, was wir zuvor als säkulare Akzeleration kennengelernt haben. Nur dass die Menschen nicht während einer Glanzzeit wachsen, sondern um und kurz nach einem Tiefpunkt:

"Wir sehen, dass Menschen in einem Land immer dann wachsen, wenn die soziale Ordnung zusammenbricht. Die Deutschen haben einen unglaublichen Wachstumsschub gegen Ende des Ersten Weltkriegs in der Mitte der 20er-Jahre. Dasselbe ist noch mal nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir haben einen massiven säkularen Trend nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Also zu einer Zeit, als es den Leuten wirklich ganz dreckig ging im Land. Aber die Jugendlichen das Gefühl hatten, jetzt geht's aber los. Jetzt kann man was machen."
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 15-16
Darüber hinaus sollte Körpergröße nicht überbewertet werden:
Alle Studien und Statistiken darüber, wie sich unsere Körpergröße gesellschaftlich auswirkt – Erfolg, Ansehen, Sexappeal – haben in seinen Augen einen gravierenden Haken: Sie geben nur Tendenzen wieder. Tendenzen, die sich durch beständiges Wiederholen ihrer Aussage verstärken können, wie selbst erfüllende Prophezeiungen. Tendenzen, über die wir aber im Zweifel erhaben sind, weil wir sie mit unserer freien Entscheidung selbst beeinflussen.

Beispiel Schönheitsideal: Solange wir festhalten an der Idee, dass der Mann größer zu sein hat als seine Partnerin, solange stützen wir auch einen Trend dahin, glaubt Eva Rosenstock.

"Wir könnten uns trennen von dieser Idee, dass der Mann 10 Zentimeter größer sein muss als seine Partnerin. Dass man sich selber auf die Schliche kommt."

Der mögliche Lösungsansatz klingt bestechend einfach: Sich bewusst zu machen, was es mit unserer Körpergröße auf sich hat oder eben auch nicht – und so aus dem Kreislauf auszubrechen.
Quelle: Manuskript zur Sendung, S. 18
:se-vulcan+: Lebe lang und in Frieden.
RomeoKnight

Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von RomeoKnight »

captain-slow hat geschrieben: ↑28.07.2024, 06:00 Mit 14 bist du viel zu spät dran denn das meiste Wachstum hast du vor du 14 bist und nicht danach, mit 14 wächst du vielleicht noch 20-30 cm - wenn du das um 10% verbessern konntest hast du 2-3 cm gewonnen.
Ich schrieb ja, dass ich bis dahin zu den Größten gehörte. Die anderen Jungs waren im Schnitt so um die 5-10 cm kleiner als ich. Also im Bereich von 1,55m bis 1,60m. Es gab nur 1 oder 2, die annähernd gleich groß waren. Die meisten sind dann aber später noch mal deutlich gewachsen, einige bis über 1,90 cm. Heute sind ja schon Vierzehnjährige über 1,90m. Sowas gab es zu meiner Zeit und in meinem Umkreis nicht. Es gab in der Parallelklasse nur ein einziges Mädchen, die war mit ca. 12-13 Jahre schon an die 1,75-1,80 groß, war allerdings auch ziemlich übergewichtig. Einige Jahre später hat sie aber deutlich abgenommen und ich meine, sie wuchs nicht mehr wesentlich weiter.
captain-slow hat geschrieben: ↑28.07.2024, 06:00 Was bedeutet für dich gesund ernähren ? Für Wachstum hilft (ausser möglichst grosse Eltern) so viel wie möglich Milchprodukte zu speisen. Milch, Käse, Joghurt, Butter usw.
Was eben so damals als Standard für gesunde Ernährung galt, was ich mir über Zeitschriften oder Fernsehberichte halt an Informationen holen konnte. Auch Ergänzungspräperate gehörten dazu. Aus heutiger Sicht zweifel ich da eher dran, ob das alles unbedingt so gesund war/ist. Unahängig vom Einfluss auf die Körpergröße. Ein weiteres Motiv war aber auch, meine Akne in den Griff zu bekommen, was leider überhaupt nicht geklappt hat. Damit will ich nicht sagen, dass Ernährung keine Rolle spielt, aber auf die damalige empfohlene Weise für gesunde Ernährung hat das jedenfalls nicht geklappt. Irgendwann verschwand das Problem zwar weitgehend, aber in wie weit das dann noch an der Ernährungsumstellung lag oder einfach am Alter, das ist natürlich schwer zu sagen. Bei bestimmten Nahrungsmitteln konnte ich jedoch die Uhr danach stellen, dass ich am nächsten oder übernächsten Tag wieder verstärkt Hautprobleme bekommen werde.
captain-slow hat geschrieben: ↑28.07.2024, 06:00 Meine Eltern sind übrigens ziemlich klein und ich nicht, liegt wohl an der besseren Ernährung bzw. die Verfügbarkeit davon in den 70'er/80'er vs. den 40'er und 50'er. Ich wiege aber inzwischen auch soviel wie meine Eltern zusammen :surprise:
In der Regel übernehmen die Kinder ja die Lebensweise ihrer Eltern, weil sie einfach in der gleichen Weise eingebunden sind. Allerdings sagt die aktuelle Lebensweise der Eltern wenig über deren Lebensweise in ihrer Kindheit und Jugend aus.
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Re: Körpergröße - wann ist sie nicht mehr kompensierbar?

Beitrag von Levyn »

RomeoKnight hat geschrieben: ↑28.07.2024, 11:30 Ich schrieb ja, dass ich bis dahin zu den Größten gehörte. Die anderen Jungs waren im Schnitt so um die 5-10 cm kleiner als ich. Also im Bereich von 1,55m bis 1,60m. Es gab nur 1 oder 2, die annähernd gleich groß waren. Die meisten sind dann aber später noch mal deutlich gewachsen, einige bis über 1,90 cm.
Jeder Körper ist anders. Es gibt auch Menschen, die Ü20 sind, wo der Wachstumsprozess noch nicht ganz abgeschlossen ist.
Daher kann man wohl kaum Kinder im Alter von 14 miteinander vergleichen. Die einen wachsen noch merklich, während andere vielleicht schon annähernd ihre Endgröße erreicht haben.
Ich hatte damals auch einen Mitschüler, der bis Anfang der Oberstufe zu den kleinsten der Klasse gehörten mit seinen 1,65m. Zum Beginn seines Studiums war der Typ dann aber 2,03m groß. Sein Vater war auch 2m groß, während seine Mutter aber nur 1,70m war.
Ernährung spielt schon eine Rolle, vor allem aber im Alter, wo die Pubertät gerade in den Startlöchern ist, aber der größte Ausschlag ist nun mal trotzdem die Genetik. Große Eltern produzieren große Kinder. Es kommt natürlich auch mal vor, dass die Eltern 1,75m groß sind, und das Kind dann 1,90m ist, aber das erlebe ich doch sehr selten. Bei meinen männlichen Kommilitonen ist das eher so, dass sie meist um einige Zentimeter größer als ihr Vater sind.

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