Habt ihr noch Hoffnung?

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Packeselin2024

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Packeselin2024 »

Puzzleteil hat geschrieben: ↑01.05.2024, 05:16 [...] Jemand der einen möglichen Partner/in ablehnt, weil diese/r zu wenig oder keine Erfahrung im Bett hat, davon habe ich noch nie gehört. [...]
Bei mir schon. Wäre ich schöner gewesen, hätte es keinem was ausgemacht und mir hätte man geholfen - so hat man es mir ausdrücklich gesagt. Wer möge schon Opfer.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 11.05.2024, 11:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Leosa

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Leosa »

Kenne ich auch 😅

'Was? Du hast keine Erfahrung? Nein, dann geht das nicht. Eine Beziehung kann ich nur mit Frauen haben, die auch Erfahrung haben...' hieß es bei mir immer 😅
Tja, aber wo die Erfahrung dann bitte hernehmen? 😅

Ich bin ja nun nicht hässlich... eher normal denke ich.
Auf die angebotenen ONS und Freundschaft+ Dinger kann ich verzichten. Anfragen davon hatte ich genug 😐
Aber ernsthafte Absichten... tja, da war bisher keiner bei 😅

Ich hatte auch sowas wie... 'Ja, du bist ein tolles, hübsches Mädel... Bleib so wie du bist, aber...'... Und wir wissen alle, alles nach aber ist Gelaber 😅

Aber Kopf wird trotzdem nicht in Sand gesteckt, dann bin ich mal eben kurz traurig.
Ist egal, dass Leben geht weiter und davon entmutigen lasse ich mich nicht 😁
Also ja, Hoffnung ist noch da 🙂😃
Levyn
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Levyn »

Leosa hat geschrieben: ↑12.05.2024, 14:11 'Was? Du hast keine Erfahrung? Nein, dann geht das nicht. Eine Beziehung kann ich nur mit Frauen haben, die auch Erfahrung haben...' hieß es bei mir immer
Tja, aber wo die Erfahrung dann bitte hernehmen?
Glaube, dass die meisten Männer absolut gar kein Problem damit haben eine Frau zu Daten, die noch keine Beziehung hatten. Viele finden das sogar ziemlich toll der erste zu sein. Es ist also definitiv kein Minuspunkt.
Packeselin2024

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Packeselin2024 »

Leosa hat geschrieben: ↑12.05.2024, 14:11
Deine Einstellung ist bewundernswert und hätte ich gerne! :good:
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.05.2024, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Verweis zum Beitrag ergänzt, auf welchen sich bezogen wurde.
Packeselin2024

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Packeselin2024 »

Levyn hat geschrieben: ↑12.05.2024, 14:48 Glaube, dass die meisten Männer absolut gar kein Problem damit haben eine Frau zu Daten, die noch keine Beziehung hatten. Viele finden das sogar ziemlich toll der erste zu sein. Es ist also definitiv kein Minuspunkt.
Da habe ich in der Realität leider ganz andere Erfahrungen gemacht.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.05.2024, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
Tabeo
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Tabeo »

Abine hat geschrieben: ↑10.04.2024, 12:08Nein.
Bei mir dasselbe. Meine Gedankengänge und Glaubenssätze manifestieren sich allmählich. Ich bin 25 und nicht mehr 15. Ich weiß nicht, wie man Kontakt aufbaut und wenn ich das wüsste, habe ich eh das Gefühl nicht gut genug zu sein. Von einigen heißt es dann immer: "Du musst an dir arbeiten." Aber was genau? Das ist ein inhaltsleerer Satz mit dem ich nichts anfangen kann.
Packeselin2024

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Packeselin2024 »

Tabeo hat geschrieben: ↑19.05.2024, 13:15 [...] Ich weiß nicht, wie man Kontakt aufbaut und wenn ich das wüsste, habe ich eh das Gefühl nicht gut genug zu sein. Von einigen heißt es dann immer: "Du musst an dir arbeiten." Aber was genau? Das ist ein inhaltsleerer Satz mit dem ich nichts anfangen kann.
👍
Zuletzt geändert von Kolinatan am 19.05.2024, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
gentleben84

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von gentleben84 »

Levyn hat geschrieben: ↑12.05.2024, 14:48 Glaube, dass die meisten Männer absolut gar kein Problem damit haben eine Frau zu Daten, die noch keine Beziehung hatten. Viele finden das sogar ziemlich toll der erste zu sein. Es ist also definitiv kein Minuspunkt.
Ich kann natürlich nicht für Männer allgemein sprechen und bin dazu auch noch (SC-)AB und falle somit nicht unbedingt in das Schema des Durchschnittsmanns, aber... für mich wäre es tatsächlich überhaupt kein Problem, wenn eine Frau, mit der ich mich date, wenig oder auch null Erfahrung hat. Ich habe ja auch kaum Erfahrung. Und wenn es passt und es dazu kommt, dann könnten wir beide Neues lernen und Erfahrungen sammeln - das ist doch auch ein schöner Gedanke, finde ich? Im Gegenzug wäre es für mich aber auch kein Problem, wenn sie sehr promiskuitiv wäre (oder war) und schon viele Männer hatte. Dann kann ich vielleicht etwas von ihr lernen. Ich sehe so oder so eigentlich nur Vorteile.

Ich glaube es ist bei dem Thema wieder so, wie in vielen Dingen: Verallgemeinern bringt nix, bzw. darüber nachzudenken wie die Mehrheit der Gesellschaft evtl. denkt. Es muss einfach der bzw. die Richtige sein. Dann ist alles einfach(er) und wenn wirklich gegenseitiges Interesse besteht, dann besteht auch der Wille aufeinander einzugehen, weil's um den Menschen an sich geht. Dann sind selbst vermeindliche Imperfektionen süß bzw. anziehend oder etwas wo man gerne für den anderen da sein will, anstatt ein "Red Flag".

Allerdings, muss ich gestehen: Ich habe beim Online-Dating inzwischen auch die Erfahrung gemacht, dass super nette, sympathische Frauen, mit denen ich mich gut austauschen konnte, plötzlich den Kontakt abbrechen (oft sogar ghosten) nachdem ich sage, dass ich noch nie eine Beziehung hatte. Ich hatte auch ein paar mal Feedback bekommen, dass sich die Frauen einen Mann wünschen, der im Bett dominant ist und die Führung übernimmt und weiß was er tut, und sie wolle mir dann nicht "das Einmaleins beibringen." Naja... da sage ich mir dann halt auch: Sie war einfach nicht die Richtige. Ich hatte auch schon Frauen kennen gelernt, für die meine Unerfahrenheit kein KO-Kriterium war, die dann sogar meinten "Vielleicht bist du dann nicht so verbraucht und KO wie viele anderen Typen, die schon zig gescheiterte Beziehungen durchhaben". Nur hat's dann leider aus anderen Gründen nicht geklappt.

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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Levyn hat geschrieben: ↑12.05.2024, 14:48 Glaube, dass die meisten Männer absolut gar kein Problem damit haben eine Frau zu Daten, die noch keine Beziehung hatten. [...]
Bei mir kam das nie positiv an. Ist vielleicht mit Anfang 20 noch anders, aber mit Ende 20 nicht. Reaktionen waren bei mir eher, dass man mich doch nicht erst anlernen will oder dass man eine richtige Frau will.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 23.05.2024, 09:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von knopper »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑22.05.2024, 22:42
ja so habe ich es bisher auch bisher erlebt bzw. auch genau so gehört. Es ist einfach immer wieder verletzend und man fühlt sich wirklich minderwertig bzw. irgendwie zurückgeblieben.
Ich glaube ab einem bestimmten Alter macht es auch keinen Unterschied mehr ob Mann oder Frau.

Die meisten Frauen waren doch eher geschockt, da sie so was von "einem wie mir" nicht erwartet hätten.
Daher wird auch nichts mehr gebeichtet, sondern nur gesagt, dass ich noch nie eine richtige Beziehung hatte aber sehr wohl Sex und Affären.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 26.05.2024, 09:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von BondKA »

Ja, ein wenig.
Darum
Bin ich u.a. hier.
Warum weiß ich aber nicht.
Vielleicht klappt es es auch hier, denn ich glaube, dass es viele Dinge erleichtern würde, wenn die Partnerin auch keinerlei Erfahrung hat.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

BondKA hat geschrieben: ↑26.05.2024, 12:20 [...] Vielleicht klappt es es auch hier, denn ich glaube, dass es viele Dinge erleichtern würde, wenn die Partnerin auch keinerlei Erfahrung hat.
Ich bin da immer so ein wenig hin und her gerissen. Einerseits denke ich auch, dass es gut wäre, wenn sie auch noch keine Erfahrung hätte. Andererseits könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es gar nicht schlecht wäre, wenn sie doch schon Erfahrung hätte. :gruebel:

Ist genau so wie die Frage, ob sie eher introvertiert sein sollte, so wie ich. Oder ob es doch besser wäre, wenn sie extrovertiert wäre und mich quasi mitziehen würde.

Ich finde es aber auch super, dass du die Hoffnung nicht aufgibst. Ob ich es jemals schaffe eine Greundin zu finden, weiss ich nicht. Wahrscheinlich eher nicht. :crybaby: Trotzdem weigere ich mich nach wie vor die Hoffnung aufzugeben. :boxing:
Zuletzt geändert von Kolinatan am 27.05.2024, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Gody001 »

knopper hat geschrieben: ↑25.05.2024, 22:51 ja so habe ich es bisher auch bisher erlebt bzw. auch genau so gehört. Es ist einfach immer wieder verletzend und man fühlt sich wirklich minderwertig bzw. irgendwie zurückgeblieben.
Ich glaube ab einem bestimmten Alter macht es auch keinen Unterschied mehr ob Mann oder Frau.

Die meisten Frauen waren doch eher geschockt, da sie so was von "einem wie mir" nicht erwartet hätten.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑22.05.2024, 22:42
Bei mir kam das nie positiv an. Ist vielleicht mit Anfang 20 noch anders, aber mit Ende 20 nicht. Reaktionen waren bei mir eher, dass man mich doch nicht erst anlernen will oder dass man eine richtige Frau will.
Ich glaube, dass Menschen, die ihr beschreibt, auch irgendwo maximal übersexualisiert sind.
Ab einer bestimmten Alterskohorte trifft man auf viele, die diesen Typus entsprechen. Die Menschen, die ABs eigentlich suchen und brauchen bzw. wirklich auch langfristiges Partnermaterial sind, sind nicht mehr verfügbar, weil sie bereits einfach schon in stabilen Beziehungen leben.
Außenseiter

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Außenseiter »

Gody001 hat geschrieben: ↑27.05.2024, 20:19[...] Die Menschen, die ABs eigentlich suchen und brauchen bzw. wirklich auch langfristiges Partnermaterial sind, sind nicht mehr verfügbar, weil sie bereits einfach schon in stabilen Beziehungen leben.
Konkrete Beziehungen sind nicht das einzige Kriterium, das Menschen von anderen Menschen entrückt. Beziehungsmenschen haben etwas, was Beginnern ab einem bestimmten Alter viel eher fehlt, nämlich gemeinsam erlebte Zeit mit einem anderen. Ich hatte das Glück in jedem Stadium meines Alters, egal ob Jugend oder Adolenszenz auf Frauen zu treffen, die nicht in einer Beziehung waren und von denen ich einige wirklich geliebt habe (und noch liebe). Die Antwort dieser Frauen auf meine unbeholfenen Annäherungsversuche war immer gleich: sie würden auch nicht mit mir ausgehen, wenn sie noch 100 Jahre Single wären. Eine, bei der ich mir hundertprozentig sicher war, dass sie die eine und mehr als nur nur eine Freundin war, hat mir mal erklärt, dass viele Frauen nicht meine Kragenweite wären und sie mich so überhaupt nicht will. In ihren Augen wäre ich asexuell, wie ein Kind also. Bei ihr ist mir auch mal der Kragen geplatzt und ich habe ihr erklärt, dass Sie ein Mensch ist und ich ein Mensch bin und dass es völlig legitim ist, mit einem anderen Menschen, den man gern hat zusammensein zu wollen. Das hat sie gekonnt überhört, denn leider denken Menschen nicht so abstrakt. Die allermeisten definieren sich und wachsen an ihren Erfahrungen, am Ausprobieren, am Suchen, am Interessenaustausch und Reisen, eben daran mit anderen Menschen zusammen sein zu können. Hat man das verpasst steht man sozial, gesellschaftlich, sexuell im Abseits, egal in welchem Alter. Nur wird dieser Gegensatz Jahrzehnt um Jahrzehnt krasser. Auch jetzt treffe ich noch auf tolle Frauen, die mich faszinieren und die tatsächlich single sind, weil sie ihre Beziehung verloren haben, weil sie unglücklich verheiratet sind, weil sie sich vielleicht selbst noch nicht sicher in ihrem Leben sind. Und obwohl ich auch hier wieder Nähe suchen könnte bzw. suchen wollte, sind sie mir einfach meilenweit entrückt. Eine hat mich sogar schon für den Versuch eines Kompliments ausgelacht und total runtergemacht. Manche haben Kinder, Unternehmen, eben ein ganzes Leben, das hinter ihnen steht. Mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mindestens auch so etwas haben müsste, so und so sein und mich geben müsste, um wirklich ihre Kragenweite zu sein oder auf Augenhöhe mit ihr reden zu können. Stattdessen bin ich Kind geblieben, asexuell, beziehungslos, eben ein Mensch zweiter Klasse im Körper eines gesunden Mittdreißigers, der eigentlich Familienvater sein oder eine Karriere haben könnte.

Deswegen ist so etwas wie Hoffnung gar nicht mehr Teil meines Denkens, weil es von falschen Prämissen an Beziehungen ausgeht, die für mich nicht gelten. Ich bin, Stand heute, einfach froh, Menschen nicht mehr nah genug an mich ranzulassen, um mich und meinen Beziehungsstatus erklären zu müssen. Von einigen Frauen oder Familienmitgliedern wurde ich auch schon für schwul gehalten, weil Schwule wohl auch oft bis ins hohe Alter ohne Beziehung sind. Mir ist das eigentlich recht, hauptsache ich muss mich nicht damit auseinandersetzen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 31.05.2024, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Vogel
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Vogel »

Außenseiter hat geschrieben: ↑30.05.2024, 20:52Manche haben Kinder, Unternehmen, eben ein ganzes Leben, das hinter ihnen steht. Mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mindestens auch so etwas haben müsste, so und so sein und mich geben müsste, um wirklich ihre Kragenweite zu sein oder auf Augenhöhe mit ihr reden zu können. Stattdessen bin ich Kind geblieben, asexuell, beziehungslos, eben ein Mensch zweiter Klasse im Körper eines gesunden Mittdreißigers, der eigentlich Familienvater sein oder eine Karriere haben könnte.
Von dem was Du erzählt hast, denke ich nicht dass Du Kinder oder Unternehmen haben musst, um nicht mehr als ein "Kind" angesehen zu werden. Sie sehen Dich eher als asexuell- aber sehr viel weniger wegen dem sozialen Status. Sondern eher vom Verhalten, Ausstrahlung- und vor allem dem Wissen, das Du eben HC-AB bist.

Ansonsten fühle ich mich ähnlich wie Du- Mensch sexuell zweiter Klasse, weder Fisch noch Fleisch, aus einer anderen Welt.
Außenseiter hat geschrieben: ↑30.05.2024, 20:52 Deswegen ist so etwas wie Hoffnung gar nicht mehr Teil meines Denkens, weil es von falschen Prämissen an Beziehungen ausgeht, die für mich nicht gelten. Ich bin, Stand heute, einfach froh, Menschen nicht mehr nah genug an mich ranzulassen, um mich und meinen Beziehungsstatus erklären zu müssen. Von einigen Frauen oder Familienmitgliedern wurde ich auch schon für schwul gehalten, weil Schwule wohl auch oft bis ins hohe Alter ohne Beziehung sind. Mir ist das eigentlich recht, hauptsache ich muss mich nicht damit auseinandersetzen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber ich lasse ebenfalls keine Frauen mehr nahe an mich heran. Wenn es Richtung Friendzone geht, brechte ich den Kontakt mittlerweile gnadenlos ab.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.
Außenseiter

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Außenseiter »

Vogel hat geschrieben: ↑31.05.2024, 16:25 Sie sehen Dich eher als asexuell- aber sehr viel weniger wegen dem sozialen Status. Sondern eher vom Verhalten, Ausstrahlung
Das meinte ich eigentlich auch. Kinder, eine Beziehung oder eben Verantwortung für die eigene finanzielle Unabhängigkeit wirken sich ja auf alles aus, auf das Verhalten, das Denken, das Erscheinungsbild...das war eben auch spürbar bei der letzten Frau, die ich mochte. Vom Prinzip her war sie eine echt nette, aufgeschlossene Person, die sich mir auch ein Stück weit geöffnet hat und auf der anderen Seite hat man eben einfach gespürt, dass sie anders ist, dass sie eine Familie gegründet hat und die letzten Jahre ihres Lebens nichts anderes getan hat, als kontinuierlich an sich zu arbeiten, sich kennenzulernen und sich anzunehmen mit allen Fehlern und allen Besonderheiten. Und dann fühlt man sich in ihrer Gegenwart automatisch fehl am Platz, degradiert und nichtswürdig. Weil im eigenen Hinterkopf ist halt diese ständige Frage: was hast du schon dagegen vorzuweisen?
Vogel hat geschrieben: ↑31.05.2024, 16:25- und vor allem dem Wissen, das Du eben HC-AB bist...
Ich habe das keiner Frau erzählt, die ich gern hatte. Ich wäre vor Scham und Angst, dass sies weitererzählt vermutlich völlig verzweifelt.
Vogel hat geschrieben: ↑31.05.2024, 16:25 Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber ich lasse ebenfalls keine Frauen mehr nahe an mich heran. Wenn es Richtung Friendzone geht, brechte ich den Kontakt mittlerweile gnadenlos ab.
Ich weiß nicht. Vielleicht kann eine Frau, die ich mag, auch mein Leben bereichern, wenn sie lustig ist oder sich wenigstens ein bisschen für mich interessiert... wenn ich sie wirklich mag. Das geht auch als Freundin. Auch wenn ich ihr gesagt hab, dass ich mehr will. Es geht nicht besonders gut, aber es geht. Ich habe aber bisher so eine Frau nicht getroffen, zumindest nicht dauerhaft.

Sicherlich, als zweite Wahl aus irgendeiner zu den Akten gegebenen Annäherungsgeschichte will man nicht enden. Ich finde Frauen ganz furchtbar, die meinen, sie müssten sich extra verstellen und sich Zeit nehmen, um anderen zuzuhören und die einem dann alle paar Monate ein paar Textzeilen und Bröckchen hinwerfen, nur weil sie sich aus Langeweile gerade mal zu einem "wie gehts dir?" durchringen konnten..., wie bei einem alten Ganter im Stall, den man nicht notschlachten wollte und der jetzt irgendwie seine Gnadenjahre absitzen muss.

Naja. Die Hoffnung stirbt zuetzt, aber sie sie stirbt.
knopper
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von knopper »

Außenseiter hat geschrieben: ↑30.05.2024, 20:52 Konkrete Beziehungen sind nicht das einzige Kriterium, das Menschen von anderen Menschen entrückt. Beziehungsmenschen haben etwas, was Beginnern ab einem bestimmten Alter viel eher fehlt, nämlich gemeinsam erlebte Zeit mit einem anderen. [...]
ja... klingt etwas deprimierend, aber erkenne mich in sehr vielem wieder wenn auch nicht ganz so krass.
Ja es ist so, der Gegensatz wird von Jahr zu Jahr krasser und irgendwann kann man es einfach nicht mehr aufholen. Viele gleichaltrige sind gefühlt im Lichtjahre weiter, während ich selber immer noch irgendwie in der Jugend rumdüble und nichts wirklich Sinnvolles tue.

Aber mich ganz dem Schicksal ergeben möchte ich eigentlich noch nicht, sondern klammere mich immer noch an die Hoffnung dass es irgendwie zu schaffen ist.
Dass viele Frauen bei mir davon ausgingen dass ich natürlich eine Beziehung bzw. ein "Vorleben" habe, gibt mir da noch ein wenig Hoffnung. Die Überraschung war jedenfalls meist recht groß. :roll:
Nun weiß ich nicht wie es bei dir ist, wussten alle Frauen die du getroffen hast schon rein instinktiv, dass da noch nie etwas gelaufen ist, oder auch erst nachdem du es gebeichtet hattest?

Der Satz mit der Kragenweite ist schon sehr krass und gemein, aber hier kann ich (aus eigener Erfahrung) nur immer wieder sagen dass nicht jede Frau so tickt. Lass dich da nicht runterziehen. Ja manche spüren so etwas wie Unerfahrenheit womöglich ziemlich schnell, kenne ich alles ...aber andere gehen wie gesagt komplett vom Gegenteil aus.

Aber was du schreibst mit dem Familienvater in den Mittdreißigern kann ich sehr gut nachfühlen, genau dieses Gefühl habe ich auch sehr oft.

Dieses "ich könnte doch ganz normal sein, so wie ich aussehe", "alles könnte doch gut sein" oder "warum ausgerechnet ich". Ich verdränge diese Gedanken aber meist sehr schnell da es ja nichts bringt und ich wie gesagt die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 02.06.2024, 09:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.
Außenseiter

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Außenseiter »

knopper hat geschrieben: ↑02.06.2024, 04:05
Nun weiß ich nicht wie es bei dir ist, wussten alle Frauen die du getroffen hast schon rein instinktiv, dass da noch nie etwas gelaufen ist, oder auch erst nachdem du es gebeichtet hattest?
Mhm...bei der Frau von damals (das ist bei mir ja auch schon 15 Jahre her), habe ich schonmal anklingen lassen, dass ich keine Freunde habe und nur gelegentliche Bekanntschaften. Aber ich war halt noch jung und sie wusste glaube ich, auch, dass da noch wenig gelaufen war (also nichts). Ganz die Wahrheit habe ich persönlich nie erzählt. Ungeachtet ihrer eigenen Meinung und der Gemeinheiten zu Beginn war sie aber eine ziemlich nette Person und wir sind auch für eine Zeit befreundet gewesen. Sie hat sich automatisch Zeit für mich genommen, wenn ich mal was mit ihr machen wollte, immer gefragt, ob ich irgendwo dabei sein will und hat auch noch häufig versucht, etwas gutes an mir zu finden. Zumindest hat sie mir immer mal Mut gemacht, dass ich nicht so schlecht bin, wie ich immer tue und dass sich das alles schon einrenkt mit dem anderen Geschlecht. Dadurch, dass sie mich so angenommen hat, wie ich bin, habe ich sie natürlich nur noch viel lieber gehabt, aber es hat mir für kurze Zeit auch geholfen, viele Ängste und das Misstrauen vor anderen Menschen abzulegen, sodass es (meiner Meinung nach) in den Anfangsjahren des Studiums fast mal geklappt hätte mit einer (anderen) Frau. Zumindest hatte ich damals stark den Eindruck, dass letztere sich wirklich für mich interessiert und mich überdies auch mal küssen wollte, aber damals war ich einfach noch zu schüchtern, misstrauisch und verkopft und habe das Timing verpasst.

Bei allem, was danach kam, waren die Hürden schon viel zu hoch und die Barriere im Kopf noch viel größer. Da ich weggezogen bin, die längste Zeit meiner 20er allein war und geschrieben habe, konnte ich viel reflektieren, was in den Anfangsjahren meines Studiums passiert ist, wie ich mich gegeben habe, wie ich auf andere wirke etc. Schöne, tolle, umwerfende Frauen kamen und gingen, auch einige, die mir heute noch im Kopf rumgeistern, aber ich hatte viel zu viel Angst, mich wieder wie ein Idiot aufzuführen, wieder in alte Verhaltensmuster zu fallen, wieder zu hören, was ich alles nicht bin, wieder auf Ablehnung zu stoßen. Ob da eine dabei war, die mich verstanden hätte? Ich weiß es nicht.
knopper hat geschrieben: ↑02.06.2024, 04:05[...] Dieses "ich könnte doch ganz normal sein, so wie ich aussehe", "alles könnte doch gut sein" oder "warum ausgerechnet ich". Ich verdränge diese Gedanken aber meist sehr schnell da es ja nichts bringt und ich wie gesagt die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe.
Das mit den Gedanken, die du beschreibst kann ich sehr gut nachvollziehen, ich sehe darin auch keinen Sinn, sich ständig als Opfer der Umstände darzustellen. Ich glaube aber, mich darin von dem Ding mit der Hoffnung zu unterscheiden, dass ich diesen Zustand des Nichtkönnens als meine Identität angenommen habe. Ich bin eben einfach der, der nicht mit Frauen reden kann, der keine Nähe aufbauen kann, der keine Empathie zeigen kann. Also der, der nicht(s) kann. Um mich nicht ständig mit dieser Identität konfrontieren zu müssen, eben weil meine Schulkameraden und Kommillitonen mittlerweile Lehrer, Forscher, Anwälte und Ärzte sind, Kinder haben, ein Haus umbauen und sonstwas, bleibe ich die meiste Zeit allein.
Natürlich ist das Dasein dann ein Leiden, ich merke halt mit jedem Jahr, was mir alles fehlt, was ich alles nicht tun kann, wie allein ich bin. Ich hatte ja auch meine Erfolge, einen durch Zufall guten Job für kurze Zeit, meine Abschlüsse, ein Haus, Hobbies, aber das alles ist allein viel weniger wert, kam und ging wieder und hat mich nie wirklich zufrieden gestellt. Manchmal fühle ich mich wie ein stiller Beobachter, der auf sein eigenes Leben zurückschaut und dabei denkt: ich habe vieles gemacht, es hat mir nichts gebracht und jetzt könnte es auch gern vorbei sein. Aber noch viel schlimmer wäre es, sich aus dieser Zuschauerrolle wieder ins aktive Leben zu begeben, das habe ich eben erst kürzlich wieder bei der Frau gemerkt, die ich gut fand, da kommen nach den ersten paar Gesprächen sehr schnell wieder die Selbstmordgedanken und konkrete Absichten. Die Zuschauerrolle hält einen im Gegensatz dazu am Leben, nur eben in nichts weiter als in einem konstanten Wachkoma.

Entschuldigung für den langen Text. Ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt einigermaßen verständlich erklären.
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Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Vogel »

Außenseiter hat geschrieben: ↑31.05.2024, 18:33....dass sie eine Familie gegründet hat und die letzten Jahre ihres Lebens nichts anderes getan hat, als kontinuierlich an sich zu arbeiten, sich kennenzulernen und sich anzunehmen mit allen Fehlern und allen Besonderheiten. Und dann fühlt man sich in ihrer Gegenwart automatisch fehl am Platz, degradiert und nichtswürdig. Weil im eigenen Hinterkopf ist halt diese ständige Frage: was hast du schon dagegen vorzuweisen?
Dazu braucht man keine Familie zu gründen. Ich behaupte sogar, dass man es ohne Kinder und Partner eher schafft, an sich zu arbeiten, sich zu verändern. Was hält einen dand davon ab?
Einzig alleine das sich anzunehmen mit allen Fehlern und Besonderheiten-das dürfte bei glücklich verpartnerten Menschen eher weniger ein Problem sein.

Aber das Gefühl nix vorweisen zu können, kenne ich. Immer das Gefühl zu haben nicht gut genug zu sein, niemanden genügen zu können- in Wirklichkeit ist es kein Gefühl- es ist ja erlebte Wirklichkeit.
Außenseiter hat geschrieben: ↑31.05.2024, 18:33
Ich habe das keiner Frau erzählt, die ich gern hatte. Ich wäre vor Scham und Angst, dass sies weitererzählt vermutlich völlig verzweifelt.
da hatte ich Dich falsch verstanden. Und ja- besser ist das.
Außenseiter hat geschrieben: ↑31.05.2024, 18:33
Ich weiß nicht. Vielleicht kann eine Frau, die ich mag, auch mein Leben bereichern, wenn sie lustig ist oder sich wenigstens ein bisschen für mich interessiert... wenn ich sie wirklich mag. Das geht auch als Freundin. Auch wenn ich ihr gesagt hab, dass ich mehr will. Es geht nicht besonders gut, aber es geht. Ich habe aber bisher so eine Frau nicht getroffen, zumindest nicht dauerhaft.
Dachte ich auch mal. Hatte mich getäuscht.

War ungefähr so wie unten von dir beschrieben- auch wenn ich zugeben muss, ich mich selbst sehr selten gemeldet habe. Aus wiederum oben genannten Gründen.
Außenseiter hat geschrieben: ↑31.05.2024, 18:33 Sicherlich, als zweite Wahl aus irgendeiner zu den Akten gegebenen Annäherungsgeschichte will man nicht enden. Ich finde Frauen ganz furchtbar, die meinen, sie müssten sich extra verstellen und sich Zeit nehmen, um anderen zuzuhören und die einem dann alle paar Monate ein paar Textzeilen und Bröckchen hinwerfen, nur weil sie sich aus Langeweile gerade mal zu einem "wie gehts dir?" durchringen konnten..., wie bei einem alten Ganter im Stall, den man nicht notschlachten wollte und der jetzt irgendwie seine Gnadenjahre absitzen muss.

Naja. Die Hoffnung stirbt zuetzt, aber sie sie stirbt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.
Außenseiter

Re: Habt ihr noch Hoffnung?

Beitrag von Außenseiter »

Vogel hat geschrieben: ↑02.06.2024, 12:50 Ich behaupte sogar, dass man es ohne Kinder und Partner eher schafft, an sich zu arbeiten, sich zu verändern. Was hält einen dand davon ab?
Der nicht vorhandene Mensch, der an dich glaubt. Der, der dir sagt, dass du nicht ein kompletter Dulli bist, so wie du bist und zu dem du zurückkommen kannst, wenn du besser in den Sachen geworden bist, die dich auszeichnen; Der, der an dich glaubt und mit dem du Kommentare ausblenden kannst wie, "Ach du hast auch ein XYZ? Ja aber, das XYZ vom Frank, das ist was ganz anderes."
Außenseiter hat geschrieben: ↑31.05.2024, 18:33
Ich habe das keiner Frau erzählt, die ich gern hatte. Ich wäre vor Scham und Angst, dass sies weitererzählt vermutlich völlig verzweifelt.
Vogel hat geschrieben: ↑02.06.2024, 12:50da hatte ich Dich falsch verstanden. Und ja- besser ist das.
Meinst du das auf meine Situation bezogen oder ist das generell so bei ABs? Ich lese hier von vielen, die den Umstand, dass sie keine Beziehung hatten eigentlich ganz gut angenommen zu haben scheinen und auch sehr souverän damit umgehen/daran arbeiten.

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