Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

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Diomedes
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Diomedes »

Levyn hat geschrieben: ↑09.12.2024, 14:13 Ich finde mit solchen Aussagen macht man es sich zu einfach. Nein, es ist nicht Pech und natürlich kann man das rational und faktisch erklären. In den meisten Fällen wird es wohl eine Mischung aus mangelnden Gelegenheiten sein, die man selbst weder wahrnehmen wollte oder sich selbst beschaffen und die panische Angst vor Ablehnung, die einen gelähmt hat mal aus sich heraus zu kommen und zu sagen "Du gefällst mir".
Es ist aber absolut verheerend dass Männer gezwungen sind, diese Rolle des souveränen und mutigen Eroberers zu spielen... das ist bei nicht wenigen gar nicht möglich aufgrund von bestimmten Charaktereigenschaften oder weniger ausgeprägten Begabungen... oder halt Tendenzen zu Depressionen bei zu viel Ablehnung.

Es dürfte auch bei vielen Männern das Problem da sein dass ein "sich Gelegenheiten schaffen" keine linearer Prozess ist sondern besonderer empathischer Fähigkeiten verbunden mit einem Lebensstil der einem gar nicht liegt bedarf... wo es ja auch mehr als mangelt bei der Klientel der ABs und ewigen Dauersingles.
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Egil
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Egil »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.12.2024, 09:20 Also wenn ich die letzten Berichte hier richtig verstehe, dann ist es nicht nur so, dass die Gelegenheiten fehlen. Sogar, wenn sich eine Frau findet, die man eigentlich ganz süß findet, und die einen unbedingt will, kommen ABs nur schwer aus ihrem Schneckenhaus. Woran liegt das eurer Meinung nach? Reicht euch dieses "ganz süß finden" nicht? Erwartet ihr das Feuerwerk der Leidenschaft und drunter macht ihr es nicht? Wie würde denn so eine Beziehungsanbahnung Eurer Vorstellung nach optimalerweise ablaufen?
Hallo Elfriede! Ich versuche dir das mal anhand meiner eigenen Erfahrungen zu erklären. Ich wurde in meiner Teenager-Zeit massiv gemobbt; echte Freunde hatte ich quasi die ganze Schulzeit nicht, und erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht in einem Alter, wie es "normal" wäre, schon mal gar nicht. Sowas wie ein Sozialleben hatte ich in der Zeit nicht. Freunde habe ich erst über gemeinsames Computerspiel in der Oberstufe und der Studienzeit gefunden (witzigerweise aus meiner alten Klasse, die ich "nach oben" verlassen hatte und die beiden "nach unten"). Das waren natürlich reine Männerveranstaltungen. Das Physikstudium war auch fast frauenleer, und ganz ehrlich hatte ich in der Zeit auch gar kein Interesse an Sozialkontakten (obwohl ich mir schon eine Freundin gewünscht habe; ich hatte mich sogar in eine ehemalige Mitschülerin verliebt, bei der ich aber selbstverständlich abgeblitzt bin, da ich auch ziemlich"weird" war, wie man das heute nennt; statt mir aber eine andere zu suchen, habe ich mich da ziemlich reingesteigert und über Jahre nach Wegen gesucht, sie doch noch von mir zu überzeugen - ergebnislos selbstverständlich, da ich sie auch nie wieder kontaktiert habe; gestalkt habe ich also nicht :schwitzen: ). Dazu hatte ich massive Hemmungen Frauen gegenüber; es war mir zeitweilig unmöglich, mit einer Frau auch nur alleine in einem Raum zu sein. Ich hatte ein extrem schwankendes Selbstwertgefühl - mal Größenwahn, mal massive Minderwertigkeitskomplexe. Ähnlich sah es auch mit der Wahrnehmung meines Äußeren aus (tatsächlich sehe ich ganz okay aus, groß, schlank, volles Haar, gute Zähne).

Nun, im Laufe der Jahre haben sich meine Komplexe etwas abgeschliffen, und ich bin, auch durch die Kundenkontakte bei meiner Arbeit (bin zwar Diplom-Physiker, aber nach dem Studium auf den Hof meiner Familie zurück und verkaufe selbst erzeugtes Gemüse) sozial wesentlich gewandter geworden. Nur mit den Frauen haperte es immer noch. Versuche, online eine Freundin zu finden, verliefen frustrierend. Tatsächlich fehlten mir wohl auch einfach Wissen um die "Spielregeln" - ich habe nie bewusst Beziehungsanbahnungen beobachtet, nur waren in der Schulzeit Mitschüler manchmal wie durch Magie ein Paar; meine alleinerziehende Mutter, mit ähnlich wenig Sozialkontakten, war Dauersingle und somit auch kein Vorbild. Sex hatte ich mit Ende 20, Anfang 30 ein paar Mal - allerdings bezahlt. Dies war Teil meiner Selbsttherapie, um meine Hemmungen Frauen gegenüber abzubauen.

Mit 38, nach über 10 Jahren Onlinesuche, die ich allerdings immer wieder frustriert unterbrochen hatte (ganze drei erste Dates in der Zeit, nie ein zweites!), hatte ich dann das Glück, eine Frau zu finden, mit der ich dann eine kurze Beziehung von gut einem Viertel Jahr hatte. Allerdings habe ich ihr dazu auch etwas über meine Beziehungsvergangenheit vorgeflunkert; hätte ich ihr die Wahrheit gesagt, wäre ich womöglich heute noch Hardcore AB. Nach dem Ende dieser Beziehung hatte ich dann fast unmittelbar anschließend eine zweijährige Beziehung mit einer Mitarbeiterin aus der Ukraine, die erst als Studentin und später als Flüchtling hierher gekommen ist.

Deine Theorie, man bräuchte sich als Mann doch nur auf Sex einlassen, ist, so leid es mir tut, absurd. Als Mann musst du, aller Emanzipation zum Trotz, aktiv werden, um überhaupt etwas zu erreichen. Und gerade, wenn du nicht gerade das blendende Aussehen, kein extrovertiertes Wesen und/oder wenig Erfahrung hast, dürfte eine Beziehung leichter zu bekommen sein als "nur Sex". Dass sich mancher hier von deinem Beitrag getriggert fühlte, dürftest du ja gemerkt haben.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Levyn »

Diomedes hat geschrieben: ↑09.12.2024, 14:59 Es ist aber absolut verheerend dass Männer gezwungen sind, diese Rolle des souveränen und mutigen Eroberers zu spielen... das ist bei nicht wenigen gar nicht möglich aufgrund von bestimmten Charaktereigenschaften oder weniger ausgeprägten Begabungen... oder halt Tendenzen zu Depressionen bei zu viel Ablehnung.
Verheerender finde ich die Depressionen, wenn man sich gewünscht hätte vieles in der Vergangenheit anders gemacht zu haben. Und den souveränen und mutigen Eroberer muss man noch nicht mal spielen. Es gibt so viele Männer mit Beziehungen, die es nicht sind, aber die eben doch irgendwann vielleicht die Gelegenheiten genutzt haben und mutig waren.
Warum sollte das aufgrund bestimmter Charaktereigenschaften nicht möglich sein? Weniger begabt kann ja sein, aber auch das ist ja nicht unveränderlich. Hätte ich nie nebenbei in einem Job mit sehr viel Kundenkontakt gearbeitet, wäre ich wohl immer noch der Typ, der nur in der Ecke hockt und sich selbst bemitleidet.
Ich habe viel Verständnis dafür, dass es als AB nicht so leicht ist aus seiner Situation herauszukommen und Gewohnheiten zu ändern, aber ich habe wenig Verständnis dafür, wenn man sich als AB seine Situation als Todesurteil einredet. Letztendlich legt man damit ein sehr vermeidendes Verhalten an den Tag, der einen kurzfristig zwar vor Schmerzen beschützt, aber langfristig leidet man noch stärker, weil die Zeit möglicherweise abgelaufen ist und man es sich doch immer schöngeredet hat.
Diomedes hat geschrieben: ↑09.12.2024, 14:59 Es dürfte auch bei vielen Männern das Problem da sein dass ein "sich Gelegenheiten schaffen" keine linearer Prozess ist sondern besonderer empathischer Fähigkeiten verbunden mit einem Lebensstil der einem gar nicht liegt bedarf... wo es ja auch mehr als mangelt bei der Klientel der ABs und ewigen Dauersingles.
Ich würde sagen, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und vor allem immer den Weg des geringsten Widerstands wählt. Wenn man also jahrelang gelernt hat, dass ein bestimmter Lebensstil einen weder besonders glücklich, noch besonders unglücklich macht, dann präferiert man diesen. Es gibt dann nur einige wenige Anomalien, die einem dann vor Augen führen wie schön es doch sein kann, wenn man mehr Freunde hätte, die sich um einen kümmern und mit denen man zusammen lachen kann oder wie schön es doch wäre, wenn man sein ruhiges Leben mit einem Partner genießen könnte. Das sind diese Augenblicke, die einen dann an der eigenen Komfortzone kurzfristig zweifeln lassen. So sucht man sich natürlich besonders die Aktivitäten aus, die einen nicht daran erinnern lassen, dass es auch anders sein könnte.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von schrulligeWölfin »

Egil hat geschrieben: ↑09.12.2024, 15:56 Als Mann musst du, aller Emanzipation zum Trotz, aktiv werden, um überhaupt etwas zu erreichen. Und gerade, wenn du nicht gerade das blendende Aussehen, kein extrovertiertes Wesen und/oder wenig Erfahrung hast, dürfte eine Beziehung leichter zu bekommen sein als "nur Sex". Dass sich mancher hier von deinem Beitrag getriggert fühlte, dürftest du ja gemerkt haben.
Also vor ein paar Jahrzehnten musste Mann gar nichts - nur gut Geld verdienen. Da zählte Aussehen viel weniger als heutzutage. Da gleicht es sich nun mal gerade an.
Mich triggert gerade, dass Frauen es so einfach hätten, quasi freie Bahn, und sie wären deswegen glücklicher als jeder männliche AB. Also wenn ich daran denke, wie sehr Frauen leiden, weil sie sich immer an ihren Partner anpassen (aus kulturellen Gründen, weil hey, vor ein paar Jahrzehnten hing das Überleben einer Frau tatsächlich davon ab, ob sie verheiratet war oder nicht) und manche dafür sogar ihr Selbst aufopfern, fehlt mir das Verständnis für diese Eifersucht.

Ich habe eher das Gefühl, dass einige in diesem Thread eine Beziehung auf ein Podest stellen oder als eine Garantie, für ewiges Glück.

Was den Vergleich der Schokolade mit Sex angeht, finde ich den unpassend. Eine Schokolade esse ich - da wird ein ganz anderes Bedürfnis für mich erfüllt, als bei einer sexuellen Aktivität mit Partner. Wobei ich zugebe, dass ich sogar ein gutes Gespräch der Schokolade vorziehen würde (und ich liebe Schokolade^^).

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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von knopper »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.12.2024, 09:20 Also wenn ich die letzten Berichte hier richtig verstehe, dann ist es nicht nur so, dass die Gelegenheiten fehlen. Sogar, wenn sich eine Frau findet, die man eigentlich ganz süß findet, und die einen unbedingt will, kommen ABs nur schwer aus ihrem Schneckenhaus. Woran liegt das eurer Meinung nach? Reicht euch dieses "ganz süß finden" nicht? Erwartet ihr das Feuerwerk der Leidenschaft und drunter macht ihr es nicht? Wie würde denn so eine Beziehungsanbahnung Eurer Vorstellung nach optimalerweise ablaufen?
naja was heißt aus dem Schneckenhaus...wenn ich keinerlei Gefühle für sie hab bzw. es erstmal langsam angehen lassen will, dann geht das eben nicht von jetzt auf gleich.
Natürlich reicht süß finden völlig aus...aber ich möchte schon erstmal mit der Frau langsam näher in Kontakt kommen und nicht sofort abknutschen und übereinander herfallen. Da kann ich irgendwie nichts mit anfangen. Ja ich weiß es klingt komisch als Mann…aber es ist so. :roll:

Also Anbahnung Stück um Stück und seien es auch nur ein paar Stunden an einem Abend bis dann was läuft. Aber gleich beim 1. Treffen so ran gehen wie sie war mir bis dahin völlig neu. Wir kannten uns ja real grade mal 30 min….
Kam ich als AB halt nicht mit klar.

Levyn hat geschrieben: ↑09.12.2024, 14:13 Das "Feuerwerk" findet ja meist statt, wenn das Mädel genau dem eigenen Typ entspricht und dann auch noch eine angenehme Ausstrahlung hat.
ja genau. Nur dann findet es statt. So eine Situation hatte ich aber bisher halt noch nie.
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Vogel
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Vogel »

schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04
Also vor ein paar Jahrzehnten musste Mann gar nichts - nur gut Geld verdienen. Da zählte Aussehen viel weniger als heutzutage. Da gleicht es sich nun mal gerade an.
Richtig ist, dass das damalige Rollenbild für eine klare Verteilung der Aufgaben sorgte: Die Frau war für Kinder und Haushalt zuständig; der Mann galt als Ernährer und musste für das Einkommen sorgen. Frauen durften bis in die 70er rechtlich nicht ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten. Wer sich aber Geschichten langandauernder Ehen von heute Ü70/ Ü80 anhört, wird feststellen das auch schon damals auch Charakter, Auftreten, Aussehen etc... für Attraktivität sorgte. Die Geschichte mit dem Geld liegt wohl auch darin begründet, dass Männer allgemein viel mehr als Frauen verdienten, eben weil auch weil sie die Familien ernähren mussten. Wenn man Mann und Frau eine Familie wollte, brauchte Mann eben einen gut bezahlten Job - es war verpönt, dass Frauen deutlich mehr arbeiten gingen. Kleine Jobs waren aber gesellschaftlich nicht Tabu: Meine Mutter z.B. ging nebenher putzen oder half in der Bäckerei an der Theke aus. Andere Frauen machten Heimarbeit.

Das Rollenbild hat sich glücklicherweise heute aufgeweicht bis aufgehoben, ist aber immer häufig vertreten. Schaue ich z.B. meine Kommilitonninen so an, dann hatte sich die Mehrheit für einen Mann entschieden der höher gestellt war und deutlich mehr als sie verdienten, auch wenn sie sich mit dem Studium akdemisch den Partnern annäherten. Auch manche Onlinedatinganbieter stellen das fest z.B. Elitepartner, das Frauen mehrheitlich erstmal nach den Finanzen fragen. Pauschal lässt sich das aber weder auf alle Frauen, noch auf alle Männer schliessen.
Mich triggert gerade, dass Frauen es so einfach hätten, quasi freie Bahn, und sie wären deswegen glücklicher als jeder männliche AB. Also wenn ich daran denke, wie sehr Frauen leiden, weil sie sich immer an ihren Partner anpassen (aus kulturellen Gründen, weil hey, vor ein paar Jahrzehnten hing das Überleben einer Frau tatsächlich davon ab, ob sie verheiratet war oder nicht) und manche dafür sogar ihr Selbst aufopfern, fehlt mir das Verständnis für diese Eifersucht.
Dann hätte es eine meine Oma gar nicht geben dürfen. Die hatte sich irgendwann in den 50er/ 60er von ihren Mann getrennt, als Protestatin in einem hochkatholischen Dorf.

Nein, das Überleben hing nicht davon ab!
Aber das Ansehen, der Status, vor allem in schon damals konservativen Kreisen. Singles waren verpönt, Heirat, Partnerschaft und Beziehung dagegen wichtig. Und ist auch heute noch so- schaue Dir mal die Beiträge von Elfriede an.

Das weiter oben genannte Rollenbild sorgt aber heute für eine höhere Altersarmut unter Frauen, das ist richtig.

Mich triggern eher Deine impliziten Vorwürfe gegenüber MABS.
Ich habe eher das Gefühl, dass einige in diesem Thread eine Beziehung auf ein Podest stellen oder als eine Garantie, für ewiges Glück.
Das tun nicht nur ABs.
Was den Vergleich der Schokolade mit Sex angeht, finde ich den unpassend. Eine Schokolade esse ich - da wird ein ganz anderes Bedürfnis für mich erfüllt, als bei einer sexuellen Aktivität mit Partner. Wobei ich zugebe, dass ich sogar ein gutes Gespräch der Schokolade vorziehen würde (und ich liebe Schokolade^^).
Mangels - Überraschung! - sexueller Erfahrung fällt mir ein Vergleich schwer. Aber man kann mehrere Tafeln Schokolade schnell hineinstopfen, oder ein kleines Stück lange geniessen. Man kann tägl. konsumieren, oder bewusst zu besonderen Momenten.

Egal wie, ich komme noch nicht mal an diese " Schokolade" heran. Ich vermute, ich bin hier im Forum nicht alleine.
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Egil
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Egil »

schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04
Also vor ein paar Jahrzehnten musste Mann gar nichts - nur gut Geld verdienen. Da zählte Aussehen viel weniger als heutzutage. Da gleicht es sich nun mal gerade an.
Mich triggert gerade, dass Frauen es so einfach hätten, quasi freie Bahn, und sie wären deswegen glücklicher als jeder männliche AB.
Also es war wohl so, dass damals ein gutes Einkommen die Chancen als Mann massiv erhöht hat, weil dann auch die Eltern ihren Töchtern diese Männer buchstäblich "ans Herz" gelegt haben, bzw. gegen eine Liaison mit einem armen Schlucker interveniert haben. Das hieß aber nicht zwingend, dass arme Männer komplett chancenlos gewesen wären. Die haben dann halt noch ärmere Mädchen geheiratet.
Du bist noch nicht lange hier, sonst wüsstest du, dass ich mitnichten der "Frauen haben es leichter"-Fraktion angehöre. Aber die Beiträge Elfriedes erschienen mir dann doch etwas arg aus der weiblichen Nicht-AB-Perspektive geschrieben, ohne jedwede Vorstellung davon, vor welchen Hindernissen man da als mAB steht, sodass ich versucht habe, dass etwas gerade zu rücken.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Diomedes »

Levyn hat geschrieben: ↑09.12.2024, 18:15 Verheerender finde ich die Depressionen, wenn man sich gewünscht hätte vieles in der Vergangenheit anders gemacht zu haben. Und den souveränen und mutigen Eroberer muss man noch nicht mal spielen. Es gibt so viele Männer mit Beziehungen, die es nicht sind, aber die eben doch irgendwann vielleicht die Gelegenheiten genutzt haben und mutig waren.
Man muss erstmal die Fähigkeiten haben sich Gelegenheiten zu erschaffen sowie auch zu wissen wann man diesen Mut einsetzen kann oder sollte. Eben damit man sich nicht zum Deppen macht.
Levyn hat geschrieben: ↑09.12.2024, 18:15 Warum sollte das aufgrund bestimmter Charaktereigenschaften nicht möglich sein? Weniger begabt kann ja sein, aber auch das ist ja nicht unveränderlich. Hätte ich nie nebenbei in einem Job mit sehr viel Kundenkontakt gearbeitet, wäre ich wohl immer noch der Typ, der nur in der Ecke hockt und sich selbst bemitleidet.
Das habe ich hier schon mehrfach erläutert... Schüchternheit, Angst vor Körben und Ablehnung, eine ruhige Art, ein eher für Andere langweiliges Leben... alles nichts schlimmes an sich ... nur ist es die absolute Einsamkeitsgarantie für einen Mann. In der Situation müsste ein Mann gegen seinen Charakter... gegen sein Überzeugungen... gegen sein Ich und seine Art zu sein handeln... schwierig... die Meisten Frauen müssen das Alles eben nicht denn Sie warten darauf erwählt zu werden und ja oder nein zu sagen.
Levyn hat geschrieben: ↑09.12.2024, 18:15 Ich würde sagen, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und vor allem immer den Weg des geringsten Widerstands wählt. Wenn man also jahrelang gelernt hat, dass ein bestimmter Lebensstil einen weder besonders glücklich, noch besonders unglücklich macht, dann präferiert man diesen
Das stimmt... das nennt sich Comfort Zone... nur halt schwierig wenn man bei den Versuchen diese Zone zu verlassen nur auf Ignoranz, Uninteressiertheit und Ablehnung trifft. Also bleibt man aus Selbstschutz da drin um keine weiteren Verletzungen zu erfahren sowie nicht in eine Depression und schlimmeres reinzurutschen.
Zuletzt geändert von Diomedes am 10.12.2024, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von schrulligeWölfin »

Vogel hat geschrieben: ↑10.12.2024, 09:06 Richtig ist, dass das damalige Rollenbild für eine klare Verteilung der Aufgaben sorgte: Die Frau war für Kinder und Haushalt zuständig; der Mann galt als Ernährer und musste für das Einkommen sorgen. Frauen durften bis in die 70er rechtlich nicht ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten. Wer sich aber Geschichten langandauernder Ehen von heute Ü70/ Ü80 anhört, wird feststellen das auch schon damals auch Charakter, Auftreten, Aussehen etc... für Attraktivität sorgte. Die Geschichte mit dem Geld liegt wohl auch darin begründet, dass Männer allgemein viel mehr als Frauen verdienten, eben weil auch weil sie die Familien ernähren mussten. Wenn man Mann und Frau eine Familie wollte, brauchte Mann eben einen gut bezahlten Job - es war verpönt, dass Frauen deutlich mehr arbeiten gingen. Kleine Jobs waren aber gesellschaftlich nicht Tabu: Meine Mutter z.B. ging nebenher putzen oder half in der Bäckerei an der Theke aus.
Hier beziehst du dich jedoch nur auf Frauen, die verheiratet waren. Die Ehe war halt ein finanziell sicherer Hafen. Genau deswegen war es für die Frau auch so immens wichtig in diesen Hafen zu kommen und zu bleiben!
Ohne, bist du nämlich fast verhungert. Selbst Astrid Lindgren konnte sich geradeso die Miete leisten, weil sie von Nahrungspaketen ihrer Mutter lebte.

Hier ein schönes Zitat vom Fokus:
Eine Scheidung hatte für eine Frau meist schwerwiegendere Folgen als für einen Mann, da ihr die Lebensgrundlage infolgedessen häufig entzogen wurde. Allein aus finanziellen Gründen kam eine Scheidung deshalb für viele Frauen bis 1977 in Deutschland oftmals nicht infrage.
Quelle: focus.de
- Und das galt für die Frauen, die sich scheiden wollten! Alle anderen mussten schwere Arbeiten verrichten für weniger Lohn als die Männer, um zu Überleben und das war es dann auch reinstes Überleben. (oder halt in die Prostituion gehen, klar).
Vogel hat geschrieben: ↑10.12.2024, 09:06 Schaue ich z.B. meine Kommilitonninen so an, dann hatte sich die Mehrheit für einen Mann entschieden der höher gestellt war und deutlich mehr als sie verdienten, auch wenn sie sich mit dem Studium akdemisch den Partnern annäherten.
Was mich auch nicht verwundert. Frauen wurden Jahrhunderte lang unterdrückt - um leben zu können, brauchten sie diesen Ehemann. Das wird in der Erziehung natürlich weitergegeben. Schließlich wollen die Mütter meistens, dass ihre Töchter überleben. Natürlich werden da altbewerte Überlebensmaßnahmen weitergegeben. Das ist doch auch der Grund, warum Frauen diesen idealen, schlanken Körpern nachjagen: Um den Männer zu gefallen.
Und es ist schon seltsam aus meiner Sicht, wenn man jetzt von Frauen von heute auf morgen verlangt, wir sollen uns doch bitte alle Selbstbewusst und unabhängig verhalten, wenn unser Überleben von der Ehe abhing.
Vogel hat geschrieben: ↑10.12.2024, 09:06 Dann hätte es eine meine Oma gar nicht geben dürfen. Die hatte sich irgendwann in den 50er/ 60er von ihren Mann getrennt, als Protestatin in einem hochkatholischen Dorf.
Dann war deine Oma eine verdammt starke Frau und ich ziehe meine Hut vor ihr. Aber Fakt ist auch, dass viele leider in solchen schrecklichen Ehen blieben (und auch immer noch in diesen Parnterschaften bleiben, obwohl der Mann sie schlägt - emotionale Abhängigkeit lässt tödlich grüßen.)
Ich frage mich lieber nicht, wie viele Frauen aus diesem Dorf mit gewalttätigen Männern verheirartet waren und sich nicht trennten, um gesellschaftlich nicht ausgestoßen zu werden und damit in der Prostituion oder in einer Fabrik für kümmerlichen Lohn zu landen ...
Vogel hat geschrieben: ↑10.12.2024, 09:06 Mich triggern eher Deine impliziten Vorwürfe gegenüber MABS.
Und das wären welche? Ich meine das ernst, schreibe sie gerne hin, denn mein Vorwurf war nur der Eifersucht.

Ja, nicht nur ABs stellen Beziehungen auf einen Podest - aber ich lese das hier in sehr vielen Kommentaren gelesen und wollte noch einmal darauf hinweisen, dass Beziehungen nicht gleichbedeutend sind mit ewigem Glück oder so. In dem Moment habe ich es vielleicht verärgert geschrieben, aber ich denke, wenn man eine Partnerschaft nicht mehr so idealisiert, dann wird hoffentlich der Druck auch weniger, diese irgendwann zu bekommen. Das ist nämlich nicht etwas, was irgendwer sich erarbeiten oder erzwingen kann.
Es ist traurig, weil ich denke, dass viele von uns, uns schon vorgestellt haben, mal glücklich unser Leben mit jemand anderem zu teilen - das will ich gar nicht absprechen, aber gleichzeitig hängt unser aller Leben nicht davon ab.

Viele Grüße,
schrulligeWölfin
Zuletzt geändert von Kolinatan am 10.12.2024, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quellenangabe verlinkt.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Levyn »

schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04 Mich triggert gerade, dass Frauen es so einfach hätten, quasi freie Bahn, und sie wären deswegen glücklicher als jeder männliche AB.
Das wurde jetzt hier noch nicht gesagt. Lediglich im Bezug auf Sex haben sie das möglicherweise, aber hier redet ja niemand davon, ob es sie auch glücklich oder wenigstens zufrieden macht.
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04 Also wenn ich daran denke, wie sehr Frauen leiden, weil sie sich immer an ihren Partner anpassen (aus kulturellen Gründen, weil hey, vor ein paar Jahrzehnten hing das Überleben einer Frau tatsächlich davon ab, ob sie verheiratet war oder nicht) und manche dafür sogar ihr Selbst aufopfern, fehlt mir das Verständnis für diese Eifersucht.
Naja, sie leiden dann aber aufgrund ihrer eigenen Entscheidung. Niemand zwingt sie dazu. Diese Logik habe ich aber sowieso nie verstanden. Mann hat kein Bock darauf und Frau auch nicht -> Mann findet Kompromiss zu finden -> Frau mag Kompromiss nicht und macht es stattdessen lieber alleine -> Frau regt sich darüber auf, dass Mann es nicht so machen würde Frau es sich vorstellt -> Frau sagt, dass sie gezwungen ist alles alleine zu machen.
Hää?!
Und vor einigen vielen Jahrzehnten war das vielleicht so, aber was hat das mit der heutigen Zeit zu tun? Was haben die Frauen heutzutage mit Frauen aus 1950 zu tun? Die haben doch gar keine Berührungspunkte.
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04 Ich habe eher das Gefühl, dass einige in diesem Thread eine Beziehung auf ein Podest stellen oder als eine Garantie, für ewiges Glück.
Klar wird das hier oft gemacht, auch wenn die Leute wissen, dass das nicht so ist, aber wer kann es ihnen verdenken, wenn sie noch nie selbst eine Beziehung hatten oder überhaupt nur Intimität erfahren haben. Da bleibt natürlich erstmal die romantische Seite von Beziehung und die ist in der Vorstellung ja auch sehr schön.
Diomedes hat geschrieben: ↑10.12.2024, 15:28 Man muss erstmal die Fähigkeiten haben sich Gelegenheiten zu erschaffen sowie auch zu wissen wann man diesen Mut einsetzen kann oder sollte. Eben damit man sich nicht zum Deppen macht.
In dem man sich zum Deppen macht, lernt man doch draus. Ich habe mich in der Vergangenheit so oft zum Affen gemacht und jedes Mal habe ich es danach bereut, aber rückblickend betrachtet waren das sehr lehrreiche Momente, auch wenn sie im Moment geschmerzt haben.
Der Mut ist ja nicht einfach bei einigen da und bei einigen nicht. Das ist auch gelerntes Verhalten.
Diomedes hat geschrieben: ↑10.12.2024, 15:28 In der Situation müsste ein Mann gegen seinen Charakter...
Ich sehe deine angesprochenen Punkte - bis auf den letzten - nicht als "Charakter" eines Menschen. Damit macht man es sich zu leicht, weil man sich sein eigenes Leid als vermeintliches Naturgesetz einredet. Das hört sich auch für mich nach einer leichten Ausrede an, die einen aber nur selbst belastet. Niemand ist einfach so schüchtern geboren oder hat von Anfang an Angst vor Ablehnung. Letztgenanntes hat wohl jeder bis zu einem gewissen Grad und da nehme ich mich gar nicht raus. Ich weiß, dass mich meine Angst vor Ablehnung immer noch stark limitiert und ich es ab liebsten hätte, wenn die andere Person die Initiative ergreift, aber das ist eben kein praktikabler Ansatz, weil es das Gegenüber ja genau so schwer hat. Warum sollte also immer nur die andere Person Initiative zeigen.
Diomedes hat geschrieben: ↑10.12.2024, 15:28 die Meisten Frauen müssen das Alles eben nicht denn Sie warten darauf erwählt zu werden und ja oder nein zu sagen.
Die meisten Frauen müssen auch selbst irgendwie aktiv werden, damit sie auch von den Männern angesprochen werden von denen sie angesprochen werden wollen.
Kannst du dir eig. auch als Mann vorstellen. Was würdest du denn machen, wenn du ausschließlich von Frauen angesprochen oder angemacht wirst, die du selbst überhaupt gar nicht oder nur ein bisschen attraktiv findest? Für welche würdest du dich entscheiden? Würdest du dann einfach sagen, dass du eine von denen nimmst oder würdest du weiterhin darauf hoffen, dass dich schon die Traumprinzessin ansprechen wird oder würdest du gar selbst mal gucken wen du ansprechen kannst, der dir auch gefällt?
Diomedes hat geschrieben: ↑10.12.2024, 15:28 Also bleibt man aus Selbstschutz da drin um keine weiteren Verletzungen zu erfahren sowie nicht in eine Depression und schlimmeres reinzurutschen.
Halte ich für wenig praktikabel. Ich höre ja schlimmere Berichte über verpasste Gelegenheiten und die Tatsache nicht den Mut gehabt zu haben. Der Selbstschutz ist ja nur eine kurzfristige Lösung. Langfristig leidet man mit der Zeit immer mehr, weil man sich selbst in den Arsch beißt die Zeit nicht genutzt zu haben. Sowas verursacht, meiner Meinung nach, viel stärkere Depressionen, weil man die Zeit einfach nicht zurückschrauben kann, als die Tatsache, dass man letzte Woche mal einen Korb von seinem Crush bekommen hat.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.12.2024, 09:20 Sogar, wenn sich eine Frau findet, die man eigentlich ganz süß findet, und die einen unbedingt will, kommen ABs nur schwer aus ihrem Schneckenhaus. Woran liegt das eurer Meinung nach? Reicht euch dieses "ganz süß finden" nicht?
Ich kann jetzt nur von mir berichten, woran es liegt:
Bei mir auf der Arbeit gibt es eine Kollegin, die ich äusserst attraktiv finde, mit der ich mir durchaus eine Beziehung vorstellen könnte. Natürlich auch Sex. Ich kann mich gut mit ihr unterhalten, nehme sie öfter im Auto mit zur Arbeit und bringe sie abends wieder nach Hause. Ich war nun auch schon zweimal kurz bei ihr zu Hause. Und ja, ich finde sie "ganz süß". Ich freue mich darüber, dass wir uns gut unterhalten können, habe ihr auch schon Komplimente gemacht ("Die Brille steht dir gut." oder "Du siehts heute richtig gut aus!"). Darüber hat sie sich augenscheinlich auch gefreut. Wenn ich sie morgens abhole, dann halte ich ihr die Autotür auf, worüber sie sich auch freut. Dieser Tage habe ich ihr etwas aus ihrer alten Wohnung in ihre neue Wohnung, in die sie kürzlich umgezogen ist, transportiert. Auch darüber hat sie sich sehr gefreut. "Du hast mir eine Riesen Freude gemacht", war ihre Aussage.

Ich mag sie wirklich sehr. Für nur Sex ist sie mir zu schade, ich würde mir eine Beziehung mit ihr wünschen. Sie kann beispielsweise nicht kochen. Wie gerne würde ich sie bekochen. Allerdings stehe ich mir mal wieder selber im Weg, habe Angst vor einem Korb. Wahrscheinlich mag sie mich auch, aber eben nur als netten Kollegen und nicht als potenziellen Partner. :sadman:
Erwartet ihr das Feuerwerk der Leidenschaft und drunter macht ihr es nicht? Wie würde denn so eine Beziehungsanbahnung Eurer Vorstellung nach optimalerweise ablaufen?
Optimal wäre, wenn die Frau mir sagen würde, dass sie mich mag und gerne etwas mit mir unternehmen würde, mich näher kennenlernen würde. Ich denke damit wäre eine große Hürde für mich beseitigt. :boxing:
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von monty78 »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑10.12.2024, 18:49 Ich kann mich gut mit ihr unterhalten, nehme sie öfter im Auto mit zur Arbeit und bringe sie abends wieder nach Hause. Ich war nun auch schon zweimal kurz bei ihr zu Hause. Und ja, ich finde sie "ganz süß". Ich freue mich darüber, dass wir uns gut unterhalten können, habe ihr auch schon Komplimente gemacht ("Die Brille steht dir gut." oder "Du siehts heute richtig gut aus!"). Darüber hat sie sich augenscheinlich auch gefreut. Wenn ich sie morgens abhole, dann halte ich ihr die Autotür auf, worüber sie sich auch freut. Dieser Tage habe ich ihr etwas aus ihrer alten Wohnung in ihre neue Wohnung, in die sie kürzlich umgezogen ist, transportiert. Auch darüber hat sie sich sehr gefreut. "Du hast mir eine Riesen Freude gemacht", war ihre Aussage.
ich möchte wirklich ungerne deine Träume zerstören aber für mich hört sich das nach tiefer Friendzone an, sorry. Wer würde sich über diese Gefälligkeiten denn nicht freuen?
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑10.12.2024, 18:49 Optimal wäre, wenn die Frau mir sagen würde, dass sie mich mag und gerne etwas mit mir unternehmen würde, mich näher kennenlernen würde. Ich denke damit wäre eine große Hürde für mich beseitigt.
Da verlangst du aber ganz schön viel, wenn sie dir das direkt sagen soll, dass sie dich mag. Nach meinen Erfahrungen bekommt man eher subtile Botschaften. Das höchste der Gefühle ist, wenn eine Frau mit dir alleine etwas unternehmen möchte oder dir die Nummer gibt. Wenn sie das macht, dann hat sie dich verdammt gern. Was man daraus macht, ist natürlich wieder etwas anderes.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Vogel »

schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑10.12.2024, 15:40
Hier beziehst du dich jedoch nur auf Frauen, die verheiratet waren. Die Ehe war halt ein finanziell sicherer Hafen. Genau deswegen war es für die Frau auch so immens wichtig in diesen Hafen zu kommen und zu bleiben!
Ohne, bist du nämlich fast verhungert. Selbst Astrid Lindgren konnte sich geradeso die Miete leisten, weil sie von Nahrungspaketen ihrer Mutter lebte.
Ich habe beruflich bedingt sehr viele ältere Frau kennengelernt, die aufgrund des 2. WK ohne Partner blieben bzw. nie verheiratet waren und keine Kinder hatten. Ich kenne auch keine Zahlen, die belegen würden, das Frauen aus Hunger, Armut starben, weil sie geschieden oder nicht verheiratet waren. Das sie aber deutlich ärmer waren als verheiratete Frauen, sozial und gesellschaftlich deutlich schlechter gestellt waren, ist angesichts der damaligen Vorstellungen eine Binse.

Was Lindgren angeht: sie hatte ein uneheliches Kind mit einem andersweitig verheirateten Mann- ihren Chef. Heute wohl auch in Schweden eher nur geduldet, war das damals ein absolutes Tabu. Uneheliche Kinder kamen in Schweden oft ins Waisenhaus - das wollte Lindgren nicht, gab also ihr Kind zu einer Pflegefamilie - das kostete. Das war lange bevor Schweden ein Sozialstaat wurde - was ein weiterer wichtiger Grund war: Kindergeld, Elterngeld, etc. gab es überhaupt nicht. Von ihr auf die Gesamtheit aller in Deutschland zu schliessen ist unredlich.

Du bringst einige Dinge etwas durcheinander, oder vergisst den Kontext.
- Und das galt für die Frauen, die sich scheiden wollten! Alle anderen mussten schwere Arbeiten verrichten für weniger Lohn als die Männer, um zu Überleben und das war es dann auch reinstes Überleben. (oder halt in die Prostituion gehen, klar).
Wie oben dargelegt - das Sprechen von "reinstes Überleben" finde ich polemisch und wird auch von Deiner Quelle nicht unterstützt.
Scheidungen sind im übrigen auch heute noch teuer, alleine leben deutlich teurer als zu zweit. Scheidungen waren damals auch aus religiöser Sicht verpönt, selbst wenn es keine Kinder gab - eben auch ein Grund, warum die Scheidungszahlen niedriger waren. Aber ja: die zunehmende Gleichstellung und Gleichberechtigung sorgte dafür, das Frauen unabhängiger von Männern wurden. Aber daraus zu schliessen, das Männer nur aufgrund der Lebensversorgung attraktiv für Frauen waren, stimmt eben nicht.

Egal wie: diese Zeiten sind vorbei.
Was nicht vorbei ist: Altersarmut, von denen besonders Frauen betroffen sind. Gerade weil sie den Versprechungen des alten Rollenbilds folgten. Und wenn ich meinen Auszubildenden das Thema im Unterricht vermittle, dann sehe ich zahlreiche junge Frauen, die Probleme haben genau das zu begreifen.
Was mich auch nicht verwundert. Frauen wurden Jahrhunderte lang unterdrückt - um leben zu können, brauchten sie diesen Ehemann. Das wird in der Erziehung natürlich weitergegeben. Schließlich wollen die Mütter meistens, dass ihre Töchter überleben. Natürlich werden da altbewerte Überlebensmaßnahmen weitergegeben. Das ist doch auch der Grund, warum Frauen diesen idealen, schlanken Körpern nachjagen: Um den Männer zu gefallen.
Und es ist schon seltsam aus meiner Sicht, wenn man jetzt von Frauen von heute auf morgen verlangt, wir sollen uns doch bitte alle Selbstbewusst und unabhängig verhalten, wenn unser Überleben von der Ehe abhing.
"Das haben wir schon immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen,..."
Mit Deiner Argumentation könnten Männer auch völlig legitim begründen ihre eheliche Frauen zu vergewaltigen - war ja bis in die 90er ja erlaubt.

Bist Du sicher, dass Du so argumentieren willst?
Dann war deine Oma eine verdammt starke Frau und ich ziehe meine Hut vor ihr. Aber Fakt ist auch, dass viele leider in solchen schrecklichen Ehen blieben (und auch immer noch in diesen Parnterschaften bleiben, obwohl der Mann sie schlägt - emotionale Abhängigkeit lässt tödlich grüßen.)
Ich frage mich lieber nicht, wie viele Frauen aus diesem Dorf mit gewalttätigen Männern verheirartet waren und sich nicht trennten, um gesellschaftlich nicht ausgestoßen zu werden und damit in der Prostituion oder in einer Fabrik für kümmerlichen Lohn zu landen ...
Nein, sie war eine auch für damalige Zeiten normale Frau. Wie viele andere. Schon damals war nicht jede Frau ein "armes Opfer". Aber ich weiss, das meine Oma ihr einziges Kind - meine Mutter -
ziemlich unterdrückte und ihr wohl ihren Berufswunsch untersagte. Das war nicht die Gesellschaft, der Mann etc....

Und auch heute bleiben viele Frauen in schrecklichen Ehen. Auch heute befürchten Menschen einen Gesichtsverlust, wenn sie sich scheiden lassen. Aber deutlich weniger, als damals. Und sie müssten es gerade heute nicht mehr sein.

Aber wie oben dargelegt- Du übertreibst.
Und das wären welche? Ich meine das ernst, schreibe sie gerne hin, denn mein Vorwurf war nur der Eifersucht.
Wo stand da was von Eifersucht?
Deine Einlassungen passen nicht, und bilden alles auch nur unterkomplex ab. Ich werde immer kritisch, wenn ich solche Argumente wie von Dir lese wenn es um Attraktivität, Rollenbilder und -verhalten in Bezug auf ABTum lese. Entweder ist mal der Feminismus bzw. Frauen schuld, das ABs keine Frauen bekämen; mal sind Männer schuld, dass die heutige Situation für Frauen so schlimm sei.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von alex321 »

Vogel hat geschrieben: ↑10.12.2024, 09:06 Auch manche Onlinedatinganbieter stellen das fest z.B. Elitepartner, das Frauen mehrheitlich erstmal nach den Finanzen fragen.
Das passiert nicht nur auf Elitepartner, sondern auch auf normalen Partnerbörsen. Die Frauen fragen natürlich nicht direkt nach dem Gehalt, aber nach dem Beruf und wenn deine Antwort ein "niederer" Beruf wie Tischler ist oder du, noch schlimmer, arbeitslos bist, kommt von den Frauen oft gar keine Antwort mehr.

Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich unfair dass immer noch so viele Frauen verlangen dass der Mann gut verdient, weil erstens muss die "niederen" Berufe wie Tischler auch jemand machen und zweitens gibt es mittlerweile genauso viele weibliche Uni-Absolventen wie männliche, d.h. Frauen haben heute selber realistische Chancen gut zu verdienen.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Tania »

alex321 hat geschrieben: ↑11.12.2024, 11:19 Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich unfair dass immer noch so viele Frauen verlangen dass der Mann gut verdient, weil erstens muss die "niederen" Berufe wie Tischler auch jemand machen und zweitens gibt es mittlerweile genauso viele weibliche Uni-Absolventen wie männliche, d.h. Frauen haben heute selber realistische Chancen gut zu verdienen.
Warum denkst Du, dass es den betreffenden Frauen ums Geld geht? Tischler und andere Handwerker können sehr gut verdienen - und Menschen mit abgeschlossenem Geschichtsstudium und andere Uni-Absolventen vergleichsweise schlecht. Es könnte also auch denkbar sein, dass die Frauen einen Mann mit Uni-Abschluss suchen, weil sie fürchten, mit einem Tischler zu wenig Gemeinsamkeiten zu haben. Oder sie antworten nicht mehr, weil sie bisher von Menschen mit zupackenden Berufen immer wegen ihrer Tätigkeit im geisteswissenschaftlichen Bereich belächelt wurden. Oder es lag gar nicht am Inhalt der Nachricht, sondern an der Rechtschreibung ... da lassen sich alle möglichen Theorien konstruieren.

Wäre ich hinter Geld her, würde ich beim Tischler auf jeden Fall noch nachfragen, ob er selbstständig ist. ;)
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von schrulligeWölfin »

Levyn hat geschrieben: ↑10.12.2024, 18:18
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04 Mich triggert gerade, dass Frauen es so einfach hätten, quasi freie Bahn, und sie wären deswegen glücklicher als jeder männliche AB.
Das wurde jetzt hier noch nicht gesagt. Lediglich im Bezug auf Sex haben sie das möglicherweise, aber hier redet ja niemand davon, ob es sie auch glücklich oder wenigstens zufrieden macht.
Na eben doch - du erwähnst doch selbst das Wort "möglicherweise" und ich verstehe nicht, woher diese Eifersucht darauf kommt. Es ändert ja auch nicht die Situation eines ABs. Ganz davon abgesehen, dass Frauen meist ihr Leben damit verbringen, den Männern zu gefallen (zumindest habe ich den Eindruck, dass es in vielen Fällen so ist.).
Levyn hat geschrieben: ↑10.12.2024, 18:18 Naja, sie leiden dann aber aufgrund ihrer eigenen Entscheidung. Niemand zwingt sie dazu. Diese Logik habe ich aber sowieso nie verstanden. Mann hat kein Bock darauf und Frau auch nicht -> Mann findet Kompromiss zu finden -> Frau mag Kompromiss nicht und macht es stattdessen lieber alleine -> Frau regt sich darüber auf, dass Mann es nicht so machen würde Frau es sich vorstellt -> Frau sagt, dass sie gezwungen ist alles alleine zu machen.
Hää?!
Und vor einigen vielen Jahrzehnten war das vielleicht so, aber was hat das mit der heutigen Zeit zu tun? Was haben die Frauen heutzutage mit Frauen aus 1950 zu tun? Die haben doch gar keine Berührungspunkte.
Weil tatsächlich keine Logik hinter dieser toxischen Dynamik dahintersteht, sondern Psychologie. Und es hat wenig mit Kompromiss zu tun, wenn es um toxische Beziehungen geht. Auf beiden Seiten spielen Ängste und Kontrolle eine tragende Rolle. So einfach wie du es es zusammenfasst, ist es halt nicht.

Mit der heutigen Zeit hat es deswegen zu tun, weil Mütter natürlich das wiedergeben, was ihnen ihre Mütter beigebracht haben und wenn die beste Strategie war, sich einen Mann zu angeln, dann ist es doch nur logisch, dass den Mädchen weiterhin das Märchen von Prinzessinnen und Prinzen erzählt wird und darauf geachtet wird, dass sie äußerlich auf eine bestimmte Weise aussehen. Was jetzt nicht heißt, dass ich dafür bin, dass es so weiter geht, wie mir bereits unterstellt wurde :schwitzen: .
Und dass frühere Bilder auch heutzutage noch eine Rolle spielen, sollten männliche ABs doch wissen. Viele sagen doch, dass es ihnen auf den Zeiger geht, dass sie weiter dieses Bild des aktiven Mannes abgeben müssen, der auf die Frauen zugehen muss und nicht andersrum - quasi den Prinzen spielen müssen, der die Prinzessin rettet. Das ist doch nichts anderes als ein Bild von der Vergangenheit: Der Mann ist derjenige, der der aktive Part sein muss, damit eine Beziehung zustande kommt (was natürlich völliger Schwachsinn ist. Nicht jeder Mann ist extrovertiert, so wenig wie nicht jede Frau introvertiert ist).
Wir verinnerlichen halt alle die Bilder aus unserer Kindheit - sei es unbewusst oder bewusst.
Vogel hat geschrieben: ↑11.12.2024, 09:18 Das sie aber deutlich ärmer waren als verheiratete Frauen, sozial und gesellschaftlich deutlich schlechter gestellt waren, ist angesichts der damaligen Vorstellungen eine Binse.
Gut, gehen wir davon aus - wie sind denn dann die Frauen zu Vermögen gekommen, die keinen Ehemann hatten und keine Familie, die sie unterstützen? Jobs durften sie ja offiziell keine haben - außer der Ehemann genehmigte es oder es war eine der sozialen Arbeiten, weil "die Frau ja von mütterlicher Natur ist" und die schlecht bezahlt wurden soweit ich weiß.
Vogel hat geschrieben: ↑11.12.2024, 09:18 Uneheliche Kinder kamen in Schweden oft ins Waisenhaus - das wollte Lindgren nicht, gab also ihr Kind zu einer Pflegefamilie - das kostete. Das war lange bevor Schweden ein Sozialstaat wurde - was ein weiterer wichtiger Grund war: Kindergeld, Elterngeld, etc. gab es überhaupt nicht. Von ihr auf die Gesamtheit aller in Deutschland zu schliessen ist unredlich.
Aber danach hat sie doch das Kind zu sich genommen, weil die Pflegemutter krank geworden ist. Danach musste sie selbst schauen, wie sie sich und ihr Kind durchbekam.
Ich wollte mit ihr nur aufzeigen, dass es Frauen schwer hatten damals und sie mir gerade spontan eingefallen ist. Dabei ging es mir dann eher um die westliche Frau und nicht unbedingt um die Deutsche. Es gibt da ganz sicher noch andere Beispiele - ich fürchte sogar viele.
Vogel hat geschrieben: ↑11.12.2024, 09:18 Du bringst einige Dinge etwas durcheinander, oder vergisst den Kontext.
Tja, das kann ich nur zurückgeben. Du hast doch selbst die anekdotischen Beispiele deiner Mutter und deiner Oma gebracht - beider verheiratete Frauen, obwohl ich mich von Anfang auf alleinstehende Frauen bezog.
Vogel hat geschrieben: ↑11.12.2024, 09:18 Was mich auch nicht verwundert. Frauen wurden Jahrhunderte lang unterdrückt - um leben zu können, brauchten sie diesen Ehemann. Das wird in der Erziehung natürlich weitergegeben. Schließlich wollen die Mütter meistens, dass ihre Töchter überleben. Natürlich werden da altbewerte Überlebensmaßnahmen weitergegeben. Das ist doch auch der Grund, warum Frauen diesen idealen, schlanken Körpern nachjagen: Um den Männer zu gefallen.
Und es ist schon seltsam aus meiner Sicht, wenn man jetzt von Frauen von heute auf morgen verlangt, wir sollen uns doch bitte alle Selbstbewusst und unabhängig verhalten, wenn unser Überleben von der Ehe abhing.

"Das haben wir schon immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen,..."
Mit Deiner Argumentation könnten Männer auch völlig legitim begründen ihre eheliche Frauen zu vergewaltigen - war ja bis in die 90er ja erlaubt.

Bist Du sicher, dass Du so argumentieren willst?
Mitnichten. Ich sagte nur, dass es seltsam ist, dass von heute auf morgen zu verlangen. NICHT, dass wir so weiter machen sollen. Es wäre mir sehr lieb, wenn wir das ändern könnten, aber Veränderung braucht leider Zeit - auch wenn ich es sehr gerne anders hätte. Und leider vergwaltigt so mancher Mann immer noch eine Frau und kommt auch in Deutschland noch damit durch. Ich erinnere mich noch ganz gut an dieses eine Urteil, wo der Richter meinte: "Ach, das hat ja nur 11 Minuten gedauert, dann ist es ja keine Vergewaltigung." -.-. Wir mögen verstanden haben, dass so etwas nicht okay ist, aber bei der Umsetzung hapert es.
Vogel hat geschrieben: ↑11.12.2024, 09:18 Wo stand da was von Eifersucht?
Deine Einlassungen passen nicht, und bilden alles auch nur unterkomplex ab. Ich werde immer kritisch, wenn ich solche Argumente wie von Dir lese wenn es um Attraktivität, Rollenbilder und -verhalten in Bezug auf ABTum lese. Entweder ist mal der Feminismus bzw. Frauen schuld, das ABs keine Frauen bekämen; mal sind Männer schuld, dass die heutige Situation für Frauen so schlimm sei.
Siehe:
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑09.12.2024, 20:04 Mich triggert gerade, dass Frauen es so einfach hätten, quasi freie Bahn, und sie wären deswegen glücklicher als jeder männliche AB. Also wenn ich daran denke, wie sehr Frauen leiden, weil sie sich immer an ihren Partner anpassen (aus kulturellen Gründen, weil hey, vor ein paar Jahrzehnten hing das Überleben einer Frau tatsächlich davon ab, ob sie verheiratet war oder nicht) und manche dafür sogar ihr Selbst aufopfern, fehlt mir das Verständnis für diese Eifersucht.
letzter Satz, da steht was von Eifersucht.

Dass meine Einlassungen für dich nicht passen könnte auch daran liegen, dass du davon ausgehst, ich meinte, es wäre bei allen so. Tue ich aber tatsächlich nicht. Ich gehe von meinen Beobachtungen von den meisten Leuten aus.
Was die Schuldfrage des AB-Status angeht, ist das deine Interpretation meines Textes. Die habe ich nämlich nie gestellt. Ich denke nicht, dass irgendjemand an seinem AB-Status, egal ob Frau, Mann oder divers, daran Schuld ist. Es gab alte Jungfern schon immer und für mich ist es auch irgendwo logisch. Die Natur hat Verhütungsmittel bestimmt nicht bedacht und sie hat halt keine unendlichen Ressourcen. Zumindest erkläre ich es mir so, deswegen würde ich auch keinem raten, sich irgendwie zu verbiegen, um hoffentlich an Sex oder eine Beziehung zu kommen. Im schlimmsten Fall kommt man da in Teufelsküche und wird unglücklich.

Was die Männerschuld über das Leid der Frauen angeht, so ist das wieder ein ganz anderes Thema und das wollte ich auch nicht eröffnen.
Es ging mir tatsächlich nur um die Eifersucht: "Frauen haben es einfacher, wenn sie Sex wollen." Ich kann mir da schon vorstellen, dass diese erzogene Angepasstheit der Frau eine Rolle spielt und weil aus meiner Sicht, die Frau in der Vergangenheit an ein gutes Vermögen nur durch Heirat rankam.
Wobei, wie ich auch schon ganz oben im Kommentar erwähnt habe, dass diese Perspektive den AB-Status nicht verbessern wird.

Viele Grüße,
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Kolinatan »

schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑11.12.2024, 14:10 Ich erinnere mich noch ganz gut an dieses eine Urteil, wo der Richter meinte: "Ach, das hat ja nur 11 Minuten gedauert, dann ist es ja keine Vergewaltigung."
Erinnerungen mögen täuschen oder es war eine typische Click-Bait Zuspitzung? Mir scheint es, als wurde es zumindest vom zuständigen Richter so nicht behauptet. Im Rahmen einer kurzen Internetrecherche sieht es für mich danach aus, dass die Dauer strafmildernd berücksichtigt wurde, die Verurteilung der Handlung als Vergewaltigung stand dabei nicht in Frage.
In einem umstrittenen Urteil des Basler Berufungsgerichts bei einem Vergewaltigungsfall war die Strafe für den verurteilten Täter ursprünglich gesenkt worden. Die Begründung damals: Die Tat habe nur elf Minuten gedauert und das Opfer habe falsche Signale ausgesendet.
Quelle: SWR
Es ging in dem Thema ursprünglich um die Frage, wie schwer es ist an Sex zu kommen. Das Thema der Rollenbilder bitte im Thema "Rollenbilder - Führt die Abkehr davon zur mehr oder weniger Beziehungen? Welche Rollenbilder hast Du?" weiter besprechen. Danke.

Aktuell ist es für mich schwer die Ausführungen zu den individuellen Vorstellungen über vergangene Lebenssituationen in ein eigenes Thema auszulagern, da viele Aspekte miteinander vermischt werden und dann einzelne Aussagen aufblitzen, die entfernt zum Thema passen. Im Moment scheint es mir, als würden einzelne Aussagen persönlich genommen oder als Kritik gelesen werden. Insbesondere wenn aus anekdotischen Geschichten oder persönlichen Erfahrungen verallgemeinernde Aussagen über die vergangene Gesellschaft postuliert werden. Sicher haben wir alle unsere Vorstellungen wie es damals gewesen sei und wie wir die Gesellschaft stattdessen gerne hätten. Bitte achtet darauf weiterhin konstruktiv mit dem Thema umzugehen. Danke.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Vogel »

schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑11.12.2024, 14:10 Gut, gehen wir davon aus - wie sind denn dann die Frauen zu Vermögen gekommen, .....
Bis eben hat keiner was von Vermögen geredet. Und ich sehe auch nicht, warum wir das tun sollten. Ich halte es dagegen für schlechten Stil, weitere rhethorische Schlachtfelder zu eröffnen, weil man glaubt, das man so "gewinnen" könnte - so wie Du es gerade zu versuchen scheinst. Und so möchte ich hier nicht weiter diskutieren.
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑11.12.2024, 14:10 ....nur aufzeigen, dass es Frauen schwer hatten damals und sie mir gerade spontan eingefallen ist. Dabei ging es mir dann eher um die westliche Frau und nicht unbedingt um die Deutsche. Es gibt da ganz sicher noch andere Beispiele - ich fürchte sogar viele.
Ja, gab es. Viele hatten es schwerer als heute. Ja, vor allem Frauen. Ja, sie wurden unterdrückt. Auch wenn es heute noch viel zu tun gibt, die Folgen sichtbar sind und vieles wieder verloren gehen zu scheint - Du sprichst immer noch vom letzten Jahrhundert. Lindgrens Lebensepisode ist mittlerweile 100 Jahre her. Gerade Schweden hat sich stark verändert.
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑11.12.2024, 14:10 Tja, das kann ich nur zurückgeben. Du hast doch selbst die anekdotischen Beispiele deiner Mutter und deiner Oma gebracht - beider verheiratete Frauen, obwohl ich mich von Anfang auf alleinstehende Frauen bezog.
Ich wiederhole es gerne für Dich: "Ich habe beruflich bedingt sehr viele ältere Frauen kennengelernt, die aufgrund des 2. WK ohne Partner blieben bzw. nie verheiratet waren und keine Kinder hatten. Ich kenne auch keine Zahlen, die belegen würden, das Frauen aus Hunger, Armut starben, weil sie geschieden oder nicht verheiratet waren.

Um es kurz zu machen: Wie die Situation der Frauen in den letzten 5-10 Jahrzenten war, gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen. Bei mir kommt hinzu, dass ich auch beruflich bedingt in die gesamte Thematik einen mehr oder weniger etwas tieferen Einblick habe. Also zumindest soweit, das ich nicht so unwissend bin, wie Du offenbar Deinen ungefragten Erklärungen nach zu glauben scheinst. Ich benötige daher keine weitere Aufklärung von Dir dazu.
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑11.12.2024, 14:10 letzter Satz, da steht was von Eifersucht.
Aha - o.k. überlesen. Ich würde aber eher von Neid sprechen. Bei Eifersucht geht es darum, etwas verlieren zu können. Bei Neid darum, etwas nicht haben zu können. Da MABs keinen Sex bekommen obwohl sie sich den wünschen, spricht es für mich erstmal eher für Neid. Mich würde interessieren, warum Du es als Eifersucht bezeichnest?
schrulligeWölfin hat geschrieben: ↑11.12.2024, 14:10 Dass meine Einlassungen für dich nicht passen könnte auch daran liegen, dass du davon ausgehst, ich meinte, es wäre bei allen so. Tue ich aber tatsächlich nicht. Ich gehe von meinen Beobachtungen von den meisten Leuten aus. ...
Nein - es liegt vor allem daran, das es nix mehr mit dem Ursprungsthema zu tun hatte: Wie schwer ist es an Sex zu kommen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

monty78 hat geschrieben: ↑10.12.2024, 21:23 ich möchte wirklich ungerne deine Träume zerstören aber für mich hört sich das nach tiefer Friendzone an, sorry. Wer würde sich über diese Gefälligkeiten denn nicht freuen?
Soll ich dir was sagen? Tief in mir drin glaube ich das auch. Anderseits habe ich halt die Hoffnung, dass evtl. doch etwas draus wird. Aber selbst wenn sich das ganze "nur" in Richtung Freundschaft entwickeln würde, wäre ich damit ja auch schon gut bedient. Man darf halt nicht vergessen, dass ich Jahrelang überhaupt keinen Kontakt zu gleichartigen bzw. jüngeren Frauen hatte. Da ist für mich der jetzige Zustand schon ein Riesen Erfolg. Sollte sich also daraus "nur" eine Freundschaft entwickeln, so wäre auch das schon ein Erfolg für mich. :gewinner: Auch wenn ich mir insgeheim natürlich mehr mit ihr wünschen würde.

Ich muss aber echt sagen, dass mir der regelmässige Kontakt zu attraktiven, jungen Frauen (allein in meiner Abteilung sind es 4!) echt gut tut. Ich bin heute deutlich selbstsicherer gegenüber attraktiven Frauen, als noch vor zwei Jahren. Verständlich, wenn man Jahrelang überhaupt keinen Kontakt zu jungen Frauen hatte. :sadman: Vor allem habe ich aber gelernt, dass auch die schönsten Frauen ganz normale Menschen mit ganz normalen Problemen und Sorgen sind.
Da verlangst du aber ganz schön viel, wenn sie dir das direkt sagen soll, dass sie dich mag. Nach meinen Erfahrungen bekommt man eher subtile Botschaften. Das höchste der Gefühle ist, wenn eine Frau mit dir alleine etwas unternehmen möchte oder dir die Nummer gibt. Wenn sie das macht, dann hat sie dich verdammt gern. Was man daraus macht, ist natürlich wieder etwas anderes.
Nunja, aber die Frage war ja, wie es optimaler Weise laufen sollte. Dass es so nicht läuft weiss ich, wäre aber schön wenn doch... :brille1:
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Re: Tausche Schokolade gegen Sex - Wie schwer ist es ein Sexpartny zu finden?

Beitrag von Rantanplan »

Hast Du sie bisher noch gar nicht gefragt wegen einer zweisamen Unternehmung? Zur Zeit sind doch überall Weihnachtsmärkte, frag sie doch mal, ist doch wirklich unverfänglich und Du kannst nicht viel falsch machen. Spring mal über Deinen Schatten, sie wird Dich nicht fressen!

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