Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Elfriede

Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Elfriede »

Moderation: Absolute Beginner Treff Diesen Beitrag und die nachfolgenden drei habe ich vom Thema "Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen" am 10.05.2025 abgetrennt und in dieses Thema ausgelagert, da es sich hierbei um ein eigenständiges Thema handelt.
Wolfcraft hat geschrieben: ↑09.05.2025, 12:05
Das ist schon sehr traurig aber wohl auch hier das Modell der Zukunft. Wenn ich sehe, wie die Kinder heutzutage schon im Kindergarten auf Leistung gedrillt werden, muss msn sich nicht wundern, wenn die sozialen Fähigkeiten verkümmern.

Und welcher Jugendliche hat denn noch Zeit und Freiheiten, sich auszuprobieren? Da ist doch jede Minute durchgetacktet. Die Helikoptereltern übernehmen die Freizeitgestaltung inklusive Fahrdienst. Mal durch die Stadt ziehen, heimlich eine Zigarette rauchen, das erste mal zuviel Bier trinken oder eben mit Mädchen knutschen, dafür gibt es heute weder Raum noch Zeit.

Und was an Freizeit übrig bleibt, wird an PC oder Handy verdaddelt. Armes Deutschland!
Zuletzt geändert von Kolinatan am 10.05.2025, 11:20, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Moderationshinweis ergänzt.

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
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Montecristo
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Montecristo »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.05.2025, 15:46 Das ist schon sehr traurig aber wohl auch hier das Modell der Zukunft. Wenn ich sehe, wie die Kinder heutzutage schon im Kindergarten auf Leistung gedrillt werden, muss msn sich nicht wundern, wenn die sozialen Fähigkeiten verkümmern.
Das siehst Du genau wo? Hast Du konkrete Erfahrungen mit KiTa/Krippen/Tagesmüttern? Oma bist Du ja nach eigenen Angaben nicht, weil Dein Sohn das nicht hinkriegt.
Als Vater mit Wichtel (5) in einer KiTa kann ich sagen, dass da nix "gedrillt" wird. Und sich soziale Fähigkeiten erst richtig entwickeln, wenn Kinder auf andere Kinder treffen. Der Ernst des Lebens mag aber im Einzelfall früher beginnen. Auch in Form von Vorschule. Beispielhaft wenn daheim Deutsch nur Zweitsprache ist. Oder das Kind ein körperliches Handicap hat.
Ein bisschen mehr "old school" ist es im Sportverein. Aber das ist Privatvergnügen. Wenn das einem nicht passt, kann man ja zum Volkstanz gehen...

Ich finde Du schwadronierst Dir hier regelmäßig einen zurecht.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Elfriede »

Montecristo hat geschrieben: ↑09.05.2025, 16:06 Das siehst Du genau wo? Hast Du konkrete Erfahrungen mit KiTa/Krippen/Tagesmüttern? [...]
Ich bin ehrenamtliche Leseoma in einer Kita. Freies Spiel gibt es da nur noch selten. Das war bei unserem Sohn noch anders. Ich finde es beängstigend.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 10.05.2025, 11:22, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Montecristo »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.05.2025, 18:10 Ich bin ehrenamtliche Leseoma in einer Kita. Freies Spiel gibt es da nur noch selten. Das war bei unserem Sohn noch anders. Ich finde es beängstigend.
Damit setzt du deinen Sohn maximal unter Druck. Wenn du keine Enkel produzierst, dann suche ich mir welche.

Du hast immer sehr konkrete Vorstellungen. Für den Tellerrand: in den Niederlanden landen Kinder am Tag nach dem vierten Geburtstag ohne Diskussion in der Vorschule. Freies Spiel ist eher ein deutsches Ding.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Kolinatan »

Montecristo hat geschrieben: ↑10.05.2025, 07:16 Damit setzt du deinen Sohn maximal unter Druck.
Aus meiner Sicht könnte das Verhalten auch genau anders herum interpretiert werden. Indem sie von ihrem Sohn nicht verlangt Enkel zu haben sondern sie ihr Leben selbstbestimmt gestaltet und etwas tut was ihr gefällt, baut sie doch gerade keinen Druck auf ihren Sohn auf und fragt ständig nach, wann er ihr endlich eigene Enkel schenkt. Hast Du solche Nachfragen nach Enkeln in Deiner AB-Zeit erlebt?

Kann es sein, dass es egal war, was sie geschrieben hätte und Du sowieso negativ auf Elfriedes Antwort reagiert hättest, weil Du Dich an ihren normativen Aussagen störst, welche sie über die Gesellschaft und wie das miteinander in ihrer Vorstellung nach aussehen sollte geschrieben hat und Du andere Vorstellungen hast, wie dieser Umgang aussehen sollte?
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Tania
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Tania »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.05.2025, 18:10 Ich bin ehrenamtliche Leseoma in einer Kita. Freies Spiel gibt es da nur noch selten.
Das hängt immer von der Kita ab. In meiner nächstgelegenen Kita wird bei gutem Wetter stundenlang frei gespielt - auf dem riesigen zur Kita gehörenden Außengelände. In Kitas, die nicht so gut ausgestattet sind (oder wo sich die Nachbarn erfolgreich Ruhezeiten erklagt haben), muss eben mehr drinnen gemacht werden (wo es in den mir bekannten Kitas abwechselnd organisierte Angebote und freies Spiel gibt) oder organisiert zum nächsten Spielplatz gewandert werden.

Es hängt auch immer von den Eltern ab. Manche schauen bei der Kita-Wahl eher nach Wohnortnähe, andere informieren sich detailliert über das pädagogische Konzept und wählen evtl. gezielt Einrichtungen mit möglichst viel angeleiteten Angeboten - wenn sie überhaupt eine Wahl haben und nicht einfach froh sind, überhaupt eine Betreuungsmöglichkeit zu haben.

Wenn "Deine" Kita mit Vorlese-Omis arbeitet, scheint es eine recht angebots-freundliche Einrichtung zu sein. Viele Kitas können solche Zusatzangebote gar nicht organisatorisch leisten.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Egil »

Elfriede hat geschrieben: ↑09.05.2025, 15:46 Das ist schon sehr traurig aber wohl auch hier das Modell der Zukunft. Wenn ich sehe, wie die Kinder heutzutage schon im Kindergarten auf Leistung gedrillt werden, muss msn sich nicht wundern, wenn die sozialen Fähigkeiten verkümmern.
Wo werden Kinder denn heutzutage "auf Leistung gedrillt"? Das Gegenteil ist doch der Fall. Bundesjugendspiele z.B. quasi abgeschafft, weil es die weniger erfolgreichen Kinder ja so sehr demotivieren würde. Notenvergabe steht auch unter Beschuss, und Selektion nach Leistung ebenfalls so gut wie abgeschafft, nachdem "gemeinsames Lernen" und Inklusion im Vordergrund stehen und es (zumindest hierzulande) nur noch Gemeinschaftsschulen und Gymnasien gibt. Das Abitur wird immer leichter, damit die Schüler, die eigentlich nicht aufs Gymnasium gehören, doch irgendwie einen Abschluss schaffen. Leistung ist heutzutage doch geradezu verpönt - und wenn die dann später im Berufsleben doch gefordert wird, ist's Essig.
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Dem stimme ich zu. Ich habe als Teenager auch viel Zeit am PC verbracht, aber mir gleichzeitig auch eine solide Bildung angelesen. Das unterbleibt mittlerweile wohl häufiger, und das sich entwickelnde Gehirn ist dann "brainrot".
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Kolinatan »

Woran merkt Mensch, dass er alt wird? Ich würde sagen, wenn er beginnt schlecht über die Jugend zu sprechen, zu der man sich selbst nicht mehr zählt, denn man selbst gehörte noch zu einer Jugend, welche besser war als die gegenwärtige.

Was seit 5.000 Jahren erzählt wird, kann schließlich nicht verkehrt sein.
Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (Keller, 1989, ca. 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer).
Quelle: bildungswissenschaftler.de
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Montecristo »

Tania hat geschrieben: ↑10.05.2025, 12:12 Wenn "Deine" Kita mit Vorlese-Omis arbeitet, scheint es eine recht angebots-freundliche Einrichtung zu sein. Viele Kitas können solche Zusatzangebote gar nicht organisatorisch leisten.
Laien dürfen nicht einfach als Hilfskräfte eingesetzt werden. Das fängt schon bei FSJ-lern und Praktikanten an. Genau genommen müssen hier Leseoma UND Kinder beaufsichtigt werden.

Das ist Angebot ist super. Gibts hier nicht. Liegt sicher nicht an mangelnden Freiwilligen. Hier im Westen sind wir froh, wenn überhaupt aufgemacht werden kann.

"Schönen Muttertag" wünscht Montecristo (Schatzmeister eines KiTa-Fördervereins).
Kolinatan hat geschrieben: ↑10.05.2025, 11:34 Aus meiner Sicht könnte das Verhalten auch genau anders herum interpretiert werden.
Danke für die Mühen diesen Thread rauszuziehen. Ich habe länger überlegt, ob ich das wirklich im x-ten Puff-Thread posten soll.

Ich weiß es nicht. Kinderwunsch ist bei ABs sehr unterschiedlich. Wenn der Sohn gar keinen hat, dann nimmt er das vermutlich tatsächlich als Hobby seiner Mutter war
Zuletzt geändert von Kolinatan am 11.05.2025, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge zusammengeführt.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Elfriede »

Ich möchte gar nicht schlecht über die Jegend sprechen, im Gegenteil. Ich habe bei meiner beruflichen und in den ehrenemtlichen Tätigkeiten viel Kontakt zu jungen Menschen und die meisten davon sind wunderbar. Was ich kritisiere ist der gesellschaftliche Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Alles ist heutzutage auf Leistung und Arbeitsmarktkompatibilität ausgerichtet. Kinder gehen mit spätestens 1 Jahr in die Krippe oder zur Tagesmutter. Ab 5 beginnt die Vorschule. Ab 6 gehts in viel zu große Klassen in der Grundschule und nach der 4. Klasse wird erbarmungslos selektiert. Häufig gehen schon Grundschüler zur Nachhilfe, damit sie die Gymnasialempfehlung bekommen. Und die Freizeit ist ebenfalls durchgetaktet. Ich finde das schade!

Und meinen Sohn will ich gerade nicht unter Druck setzen. Er geht einen anderen Weg als den, den ich mir für mich wünschen würde. Ich werde z.b. keine Oma werden. Aber soll ich deshalb einsam und traurig im Kämmerlein sitzen? Ja, ich suche den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, weil ich Menschen mag. Beruflich arbeite ich mit Senioren. Da brauche ich einen Ausgleich. Sorry, wenn das anklagend rüber gekommen sein sollte.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Kisuli »

Montecristo hat geschrieben: ↑10.05.2025, 07:16
Elfriede hat geschrieben: ↑09.05.2025, 18:10 Ich bin ehrenamtliche Leseoma in einer Kita. Freies Spiel gibt es da nur noch selten. Das war bei unserem Sohn noch anders. Ich finde es beängstigend.
Damit setzt du deinen Sohn maximal unter Druck. Wenn du keine Enkel produzierst, dann suche ich mir welche.
Ich stimme Elfriedes ursprünglicher Aussage zwar auch nicht zu, aber deine Interpretation ist null verständlich. Warum sollte er sich dadurch unter Druck gesetzt fühlen? Und warum sollte ihn das stören, dass sie in ihrer Freizeit Zeit mit Kindern verbringt, wenn sie das glücklich macht? Meine Mutter verbringt auch gern Zeit mit Kindern aus ihrem Bekanntenkreis und nennt sie sogar ihre "Enkel". Das könnte mir egaler nicht sein, kann sie doch gern machen? Das hat mit mir wirklich nichts zu tun.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Elfriede »

Ich verstehe schon, was Montechristo meint. Ich denke, ihn würde ein solches Verhalten seiner Mutter unter Druck setzen, weil er ihr selbst gerne Enkelkinder geschenkt hätte. Jetzt steht in seinem Profil AB-Vergangenheit, d.h. er ist inzwischen in einer Beziehung, vielleicht aber war es da schon zu spät, um eine Familie zu gründen. Ich denke, er greift mich stellvertretend für seine Mutter an, weil er selbst darüber noch traurig und entsprechend verletzt ist. Das ist schon okay.

Ich möchte aber nur nochmal zu verstehen geben, dass ich meinen Sohn über alles liebe, auch wenn er möglicherweise für den Rest seines Lebens Single und kinderlos bleibt. Natürlich würde ich mir das anders wünschen aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Und meine Liebe für meinen Sohn ist wirklich bedingungslos, dessen bin ich mir inzwischen sehr sicher. Leider habe ich selbst es mit meinen Eltern anders erlebt. Die waren ja sehr gegen meinen Mann, was zum Schluss zu einem nicht mehr reparierbaren Zerwürfnis geführt hat. Ich denke auch die haben mich geliebt, konnten aber nicht damit umgehen, dass ich ein anderes Leben leben wollte, als sie für mich vorgesehen hatten. Damit umzugehen hat sie einfach überfordert.

Inzwischen konnte ich ihnen das verzeihen. Menschen auch Eltern sind eben nicht unfehlbar. Wenn man das verstanden hat, kann man auch besser damit umgehen, sich selbst die eigenen Fehler zu verzeihen und davon habe ich etliche in meinem Leben gemacht. Ich hoffe, bis zu meinem Lebensende bin ich irgendwann in der Lage, mir selbst zu vergeben.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Darth Bane »

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie der Threadtitel zu verstehen ist. Klingt für ähnlich wie "Passen Kinder in euren Lebensentwurf?"
Das kann ich für mich definitiv verneinen. Die Gründung einer eigenen Familie stand für mich nie zur Debatte. Dazu müsste ich zu viele Kompromisse eingehen, zu denen ich nicht bereit wäre.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Montecristo »

Elfriede hat geschrieben: ↑12.05.2025, 06:44 Ich verstehe schon, was Montechristo meint. Ich denke, ihn würde ein solches Verhalten seiner Mutter unter Druck setzen, weil er ihr selbst gerne Enkelkinder geschenkt hätte. Jetzt steht in seinem Profil AB-Vergangenheit, d.h. er ist inzwischen in einer Beziehung, vielleicht aber war es da schon zu spät, um eine Familie zu gründen. Ich denke, er greift mich stellvertretend für seine Mutter an, weil er selbst darüber noch traurig und entsprechend verletzt ist. Das ist schon okay.
Hast du meine Beiträge nicht gelesen?
Ich habe eine (leibliche) Tochter.
Ihr zweiter Vorname ist der meiner Mutter.
Zuletzt geändert von Montecristo am 12.05.2025, 19:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Meffi »

Elfriede hat geschrieben: ↑12.05.2025, 06:44 Ich denke, ihn würde ein solches Verhalten seiner Mutter unter Druck setzen, weil er ihr selbst gerne Enkelkinder geschenkt hätte. Jetzt steht in seinem Profil AB-Vergangenheit, d.h. er ist inzwischen in einer Beziehung, vielleicht aber war es da schon zu spät, um eine Familie zu gründen. Ich denke, er greift mich stellvertretend für seine Mutter an, weil er selbst darüber noch traurig und entsprechend verletzt ist. Das ist schon okay.
Montecristo hat geschrieben: ↑09.05.2025, 16:06 Als Vater mit Wichtel (5) in einer KiTa kann ich sagen, dass da nix "gedrillt" wird.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Montecristo »

Egil hat geschrieben: ↑10.05.2025, 14:07 Wo werden Kinder denn heutzutage "auf Leistung gedrillt"?
Ein Aspekt ist die zunehmende soziale Ungleichheit. Staatliche oder vom Staat dafür bezahlte Einrichtungen in der Kindererziehung/Bildung haben zunehmend Schwierigkeiten. Unterfinanziert, Fachkräftemangel, Überlaufen. Wie soll da irgendwas außer reiner Beaufsichtigung stattfinden? Das Problem ist IMHO nicht dass Erzieher iwie woke oder antiautoritär sind. Die haben einfach keine Chance.
Das kann man als Eltern kompensieren wenn man ein paar hundert Euro im Monat im Budget hat, mobil ist (vulgo "Auto hat") und einen Job mit flexiblen Arbeitszeiten (am besten Home-Office möglich). Wenn man hingegen für den Mindestlohn putzt und der Mann LKW fährt, hat man ein Problem. (Beispiel aus dem Leben. Die beste Freundin meiner Tochter wohnt im Hochhaus. Die Eltern arbeiten trotzdem und gehen in die Kirche. Nix H4.)
Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 18:10 Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie der Threadtitel zu verstehen ist. Klingt für ähnlich wie "Passen Kinder in euren Lebensentwurf?"
Eher nein. Der Zusammenhang zum AB-Thema ist eher weitläufig. @Elfriede wollte in einem Beitrag zunehmenden Stress durch Überforderung im Kindesalter als Ursache/Cofaktor für die AB-Problematik herausstellen.
Tania hat geschrieben: ↑10.05.2025, 12:12 Es hängt auch immer von den Eltern ab. Manche schauen bei der Kita-Wahl eher nach Wohnortnähe, andere informieren sich detailliert über das pädagogische Konzept und wählen evtl. gezielt Einrichtungen mit möglichst viel angeleiteten Angeboten.
Ist das bei Euch im Osten wirklich noch so idyllisch?
Kollegin in Frankfurt/Main ist bei 27 Kitas auf der Warteliste. Keine Chance vor dem neuen Schuljahr.
Ich glaub nicht dass die zu anspruchsvoll über Konzepte diskutiert...
Tania hat geschrieben: ↑10.05.2025, 12:12 Wenn "Deine" Kita mit Vorlese-Omis arbeitet, scheint es eine recht angebots-freundliche Einrichtung zu sein.
Viele Kitas können solche Zusatzangebote gar nicht organisatorisch leisten.
Nur mal: Die Vorlese-Omi müsste hier wohl ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 18:10 Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie der Threadtitel zu verstehen ist. Klingt für ähnlich wie "Passen Kinder in euren Lebensentwurf?"
Das kann ich für mich definitiv verneinen. Die Gründung einer eigenen Familie stand für mich nie zur Debatte. Dazu müsste ich zu viele Kompromisse eingehen, zu denen ich nicht bereit wäre.
Ich gebe dem Thread mal einen Spin. Und formuliere bewusst provokativ. :mrgreen:
Ich glaube, wenn man selbst keine Kinder im Alter zwischen 0 und 10 hat, dann kann man sich das gar nicht real vorstellen.
Das schließt sogar Personen ein, die irgendwann mal Kinder vor 20, 30 oder 40 Jahren groß gezogen haben.

Die Anzahl der Kompromisse und der Druck auf die Partnerschaft sind enorm: Reddit: Eltern-Forum Was da abgeht übersteigt zum Teil auch meine Phantasie und Erfahrungen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 16.05.2025, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge zusammengeführt.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Tania »

Montecristo hat geschrieben: ↑16.05.2025, 09:19 Ist das bei Euch im Osten wirklich noch so idyllisch? [...]
Ja, zumindest in größeren Städten hat man tatsächlich etwas Auswahl, auf welche Warteliste man sich setzen lässt. Dafür ist unser Betreuungsschlüssel aber auch 1:14 (vor 2 Jahren noch 1:15). Und der wird auch ausgereizt - anders als in Bayern, wo er offiziell 1:11 ist, aber allgemein 1:7.5 empfohlen wird. Und wenn eine der beiden Erzieherinnen, die auf 28 Kinder aufpassen, krank ist, passt die andere eben allein auf ... Zudem sind gemischte Gruppen üblich - also gibt es immer nur ein angeleitetes Angebot für einen Teil der Gruppe, der Rest spielt währenddessen frei. Gibt eben wenige Angebote, die alles von 2.5 Jahren bis 7 Jahre begeistern ...
Nur mal: Die Vorlese-Omi müsste hier wohl ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
Keine Ahnung, wie das hier wäre. Aber es scheitert schon an der Tatsache, dass da Organisationsaufwand anfällt (insbesondere weil Omas gern mal ausfallen und man dass Ersatz braucht), ohne dass es der Kita was bringt. Denn natürlich muss neben der Oma noch eine pädagogische Fachkraft anwesend sein(*) - man spart also kein Personal.

Deswegen setzen die Kitas lieber auf elternfinanzierte Zusatzangebote. Wenn die Eltern direkt einen Vertrag mit dem Englischlehrer/Trainer/Musikpädagogen/Puppenspieler abschließen, ist die Kita für die Dauer des Angebots nicht für das Kind verantwortlich.

(*) So zumindest die Theorie. In der Praxis habe ich auch schon 18jährige FSJler allein vor einer Grundschulklasse gesehen, um Hausaufgaben zu betreuen oder die Aufsicht bei Unterrichtsausfall zu übernehmen ...
Zuletzt geändert von Kolinatan am 16.05.2025, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Montecristo »

Tania hat geschrieben: ↑16.05.2025, 14:45 Deswegen setzen die Kitas lieber auf elternfinanzierte Zusatzangebote. Wenn die Eltern direkt einen Vertrag mit dem Englischlehrer/Trainer/Musikpädagogen/Puppenspieler abschließen, ist die Kita für die Dauer des Angebots nicht für das Kind verantwortlich.
Coole Sache, wenn ihr die Kohlen dafür habt...

Unser Förderverein hat mit zwei vorsortierten Flohmärkten und einmal Waffelverkaufen vorm Baumarkt 3500,- eingenommen.
Eine Woche Zirkuspädagogik für 60 Kinder kosten 2500,-. Der Förderverein will explizit NICHT als Veranstalter auftreten. Weil wir wollen nicht in der Pflicht sein, wenn sich einer die Knochen bricht. Haftpflicht haben wir über den Bundesverband. Ärger wollen wir trotzdem keinen.

Wir werden wohl Fahrtkosten (20-30 Euro) für die Vorschulgruppe zu Museumsbesuchen übernehmen. Museum umsonst. ÖPNV nicht. Die Eltern dort erklärten sich allesamt für zahlungsunfähig. Ist wohl auch Premiere.
Die Hochbeete werden auch von den Eltern bestückt (Pflanzen, Erde).

Ist das zuviel Stress und Überforderung? Sollen die Wichtel denken den Kakao bringt die Lila Kuh?

Ich kenne genug Nicht-ABs die keine Kinder wollen. Es ist halt Arbeit und Me-Time kann man vergessen.
Zuletzt geändert von Montecristo am 19.05.2025, 08:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von Tania »

Montecristo hat geschrieben: ↑19.05.2025, 08:10
Tania hat geschrieben: ↑16.05.2025, 14:45 Deswegen setzen die Kitas lieber auf elternfinanzierte Zusatzangebote. Wenn die Eltern direkt einen Vertrag mit dem Englischlehrer/Trainer/Musikpädagogen/Puppenspieler abschließen, ist die Kita für die Dauer des Angebots nicht für das Kind verantwortlich.
Coole Sache, wenn ihr die Kohlen dafür habt...
Das ist nicht mehr das Problem der Kita. Die können mit den zahlungspflichtigen Zusatzangeboten werben (und so paar Heli-Eltern anlocken), und sind gleichzeitig ein bisschen entlastet, wenn regelmäßig ein Teil der Gruppe beim Angebot ist und sie sich nur noch um die Kinder kümmern müssen, deren Eltern das Angebot nicht gebucht haben. Und die Eltern freuen sich auch, wenn sie das Kind nicht selbst von der Kita holen und zur Musikschule fahren müssen, sondern der Musiklehrer in die Kita kommt.

Und so ganz nebenbei lernen die Kleinen (und Großen) ganz praxisnah, dass Bildung und soziale Teilhabe sehr wohl vom Einkommen der Familie abhängig sind ;)
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Re: Was denkt Ihr über den Umgang mit Kindern? Zu viel oder zu wenig Freiraum zur Selbstentfaltung?

Beitrag von selina »

Montecristo hat geschrieben: ↑16.05.2025, 09:19 Nur mal: Die Vorlese-Omi müsste hier wohl ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
Das ist ein gängiges Vorgehen. Überall wo mit Kindern gearbeitet wird. Soll einfach der Sicherheit dienen.
Glück ist für mich, wenn mir niemand auf den Sack geht.
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