Egil hat geschrieben: ↑10.05.2025, 14:07
Wo werden Kinder denn heutzutage "auf Leistung gedrillt"?
Ein Aspekt ist die zunehmende soziale Ungleichheit. Staatliche oder vom Staat dafür bezahlte Einrichtungen in der Kindererziehung/Bildung haben zunehmend Schwierigkeiten. Unterfinanziert, Fachkräftemangel, Überlaufen. Wie soll da irgendwas außer reiner Beaufsichtigung stattfinden? Das Problem ist IMHO nicht dass Erzieher iwie woke oder antiautoritär sind. Die haben einfach keine Chance.
Das kann man als Eltern kompensieren wenn man ein paar hundert Euro im Monat im Budget hat, mobil ist (vulgo "Auto hat") und einen Job mit flexiblen Arbeitszeiten (am besten Home-Office möglich). Wenn man hingegen für den Mindestlohn putzt und der Mann LKW fährt, hat man ein Problem. (Beispiel aus dem Leben. Die beste Freundin meiner Tochter wohnt im Hochhaus. Die Eltern arbeiten trotzdem und gehen in die Kirche. Nix H4.)
Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 18:10
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie der Threadtitel zu verstehen ist. Klingt für ähnlich wie "Passen Kinder in euren Lebensentwurf?"
Eher nein. Der Zusammenhang zum AB-Thema ist eher weitläufig. @Elfriede wollte in einem Beitrag zunehmenden Stress durch Überforderung im Kindesalter als Ursache/Cofaktor für die AB-Problematik herausstellen.
Tania hat geschrieben: ↑10.05.2025, 12:12
Es hängt auch immer von den Eltern ab. Manche schauen bei der Kita-Wahl eher nach Wohnortnähe, andere informieren sich detailliert über das pädagogische Konzept und wählen evtl. gezielt Einrichtungen mit möglichst viel angeleiteten Angeboten.
Ist das bei Euch im Osten wirklich noch so idyllisch?
Kollegin in Frankfurt/Main ist bei 27 Kitas auf der Warteliste. Keine Chance vor dem neuen Schuljahr.
Ich glaub nicht dass die zu anspruchsvoll über Konzepte diskutiert...
Tania hat geschrieben: ↑10.05.2025, 12:12
Wenn "Deine" Kita mit Vorlese-Omis arbeitet, scheint es eine recht angebots-freundliche Einrichtung zu sein.
Viele Kitas können solche Zusatzangebote gar nicht organisatorisch leisten.
Nur mal: Die Vorlese-Omi müsste hier wohl ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
Darth Bane hat geschrieben: ↑12.05.2025, 18:10
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie der Threadtitel zu verstehen ist. Klingt für ähnlich wie "Passen Kinder in euren Lebensentwurf?"
Das kann ich für mich definitiv verneinen. Die Gründung einer eigenen Familie stand für mich nie zur Debatte. Dazu müsste ich zu viele Kompromisse eingehen, zu denen ich nicht bereit wäre.
Ich gebe dem Thread mal einen Spin. Und formuliere bewusst provokativ.
Ich glaube, wenn man selbst keine Kinder im Alter zwischen 0 und 10 hat, dann kann man sich das gar nicht real vorstellen.
Das schließt sogar Personen ein, die irgendwann mal Kinder vor 20, 30 oder 40 Jahren groß gezogen haben.
Die Anzahl der Kompromisse und der Druck auf die Partnerschaft sind enorm:
Reddit: Eltern-Forum Was da abgeht übersteigt zum Teil auch meine Phantasie und Erfahrungen.
Im Leben geht es zu 10% um das, was passiert und zu 90% wie wir darauf reagieren.