Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

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Dreamer40
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Dreamer40 »

Diese Frage stelle ich mir ein ganzes Leben lang, und sie gehört für mich zu den größten Mysterien der menschlichen Natur. Ich hab in meinem bisherigen Leben ca. 5 Frauen kennengelernt, wo das Thema "Beziehung" irgendwie im Raum gestanden ist, entweder weil zumindest einer von beiden diesen Wunsch geäußert hat, einer von beiden oder beide zumindest darüber nachgedacht haben, oder in einem Fall man teilweise das Gefühl hatte, von so etwas wie einer (entstehenden) Beziehung sprechen zu können. Für mich persönlich war es in keinem dieser Fälle so, dass ich eine konkrete Vorstellung davon hatte, wie so eine (theoretisch überlegte) Beziehung nun wirklich aussehen könnte, ab wann man von einer Beziehung sprechen kann und welche "Voraussetzungen", Gefühle oder gemeinsame Erfahrungen so eine Beziehung nun wirklich bedingen würden..

Aus meiner Sicht (so hab ich das immer empfunden) sind ein gewisser (oder auch intensiver) Wunsch nach Nähe, entsprechende Gefühle, eine gewisse sexuelle Anziehung und eine bestimmte Form der (schon vorhandenen oder sich entwickelnden) freundschaftlichen Bindung noch lange keine Voraussetzung für eine Beziehung, im Sinne eines sehr bewusst von beiden Akteuren "geplanten" und erwünschten gemeinsamen Lebens. Irgendwie dachte ich in all diesen oben erwähnten Fällen immer, dass da irgendwas fehlt oder einfach mehr "Bindung", mehr Vertrauen und mehr "Gewissheit" vorhanden sein müsste. Ich persönlich antworte generell immer auf die Frage, ob ich schon eine Beziehung hatte, mit einem klaren Nein, weil all diese Kontakte für mich qualitativ nicht dieser "Kategorie" zuzuordnen waren, es waren im besten Falle eher so etwas wie Freundschaften (in sehr unterschiedlich empfundener Ausprägung) mit einer gewissen Nähe und Intimität (auch das war sehr unterschiedlich). Und letztendlich sind so ziemlich alle davon nach relativ kurzer Zeit (Wochen oder Monate) sang- und klanglos im Nichts verlaufen bzw. der Kontakt komplett zerbrochen..die "Gründe" dafür haben mir letztlich auch meistens meinen diesbezüglichen Zweifel bestätigt, nämlich, dass diese Kontakte (trotz teilweise nicht unerheblicher Gemeinsamkeiten) jeweils zu wenig "Substanz" und auch zu wenig gegenseitiges Vertrauen in sich enthielten, also nicht unbedingt eine sehr große Überraschung, auch wenn es ein oder zwei Fälle davon gab, die mich psychisch extrem stark und nachhaltig getroffen haben..

Also letztendlich glaube ich, dass man - wie bei so vielen Dingen im Leben - einfach keine generellen Voraussetzungen anführen kann, warum und in welcher Form sich zwei Menschen für eine sogenannte Beziehung entscheiden, vor allem natürlich auch, dass ja bekanntlich ein Großteil dieser "Entscheidungen", Beweggründe und Gefühlsmuster auf unbewusste Faktoren zurückzuführen ist. Wer wirklich ernsthaft glaubt, man "wählt" einen Partner ganz bewusst und nach eindeutig objektivierbaren Dispositionen aus, der hat noch nicht allzuviel vom Leben begriffen..
Zuletzt geändert von Dreamer40 am 16.07.2025, 20:42, insgesamt 3-mal geändert.
Levyn
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Levyn »

Ich persönlich denke, dass gar nicht so viel dazu gehört und grundsätzlich glaube ich auch, dass die meisten Menschen miteinander klarkämen, würden sie sich mehr Zeit füreinander geben. Gerade letzteres wird in einer Welt, in der jeder Mensch austauschbar erscheint, immer schwieriger. Man umgibt sich nicht mit Menschen, die zu einem passen, sondern die einem augenscheinlich den größten Mehrwert versprechen, wobei Mehrwert höchst subjektiv bewertet wird. Zumindest gilt das für neue Beziehungen, bei denen man die freie Wahl hat. Arbeit, Schule/Uni, Vereine oder ähnlich artige Räume der Zusammenkunft sind davon natürlich ausgenommen.
Für mich gibt es daher auch gar nicht so viele Kriterien, die eine Frau erfüllen muss. Sie muss für mich attraktiv sein, ihr Leben selbst zu bewältigen wissen(inklusive Freizeitgestaltung), meinen Humor teilen, mich bei meinen Zielen unterstützen(ich natürlich auch bei ihren) und wir müssen menschlich gut harmonieren können. Sie sollte auf jeden Fall nicht ein Spiegelbild von mir selbst sein. Damit könnte ich gar nicht umgehen. Schön wäre es also, wenn sie ihre eigenen Stärken hat, mit denen sie mich unterstützen kann und andersrum natürlich auch.
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Tania
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Levyn hat geschrieben: ↑16.07.2025, 22:58 Für mich gibt es daher auch gar nicht so viele Kriterien, die eine Frau erfüllen muss. Sie muss für mich attraktiv sein, ihr Leben selbst zu bewältigen wissen(inklusive Freizeitgestaltung), meinen Humor teilen, mich bei meinen Zielen unterstützen(ich natürlich auch bei ihren) und wir müssen menschlich gut harmonieren können. ... Schön wäre es also, wenn sie ihre eigenen Stärken hat, mit denen sie mich unterstützen kann und andersrum natürlich auch.
Ja, sie muss gar nicht viele Kriterien erfüllen. Sie muss einfach nur perfekt für Dich sein :)

Nichts gegen diese Wünsche - ich glaube, von so einer Beziehung träumt jeder. Ich finde es nur lustig, dass Du das beschriebene Gesamtpaket aus attraktiv, menschlich harmonierend und praktisch unterstützend, das ihrerseits nicht mehr von Dir braucht, als Du leisten kannst und willst, mit den Worten "gar nicht so viel" beschrieben hast. :lol:
Elfriede

Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Elfriede »

Also vor mehreren Jahren hatten mein Mann und ich ja eine schwere Ehekrise, die fast zur Trennung geführt hätte. Zu dieser Zeit waren auf uns mehrere Schicksalsschläge eingeprasselt, die vor allem mich schwer belasteten. Zwar war unser Sohn aus dem gröbsten raus, hatte aber zuvor viele OPs über sich ergehen lassen müssen, bei denen ich ihm zu Seite gestanden bin. Er war damals z.T. noch klein, kann sich also an vieles nicht mehr erinnern. Ich war aber bewusst dabei und habe viele für eine Mutter traumatische Dinge erleben müssen. Dann waren meine Eltern nacheinander schwer erkrankt und verstorben, ohne das wir uns wieder vollständig ausgesöhnt hätten. Und ich befand mich in der herausfordernden beruflichen Umschulung bei der mein Mann mir z.B. im Haushalt keine große Hilfe war. Zusätzlich gab es bei mir noch einige gesundheitliche Problemchen, die ebenfalls belasteten und dazu noch den ganz normalen Alltagswahnsinn. Das I-Tüpfelchen war dann ein netter Kollege, der aus dem Nichts auftauchte, mich zu verstehen schien und mir endlich wieder einmal Aufmerksamkeit als Frau schenkte, die ich zu Hause in dieser Zeit leider nicht bekam. Dass dieser Kollege ein Weiberheld und verlogener Trunkenbold war, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Kurzum es kam zu einer schweren Krise, in der eine Trennung unausweichlich schien. In dieser Zeit dachte ich viel darüber nach, ob mein Mann und ich überhaupt zusammen passen. Er war ist ja um einiges älter als ich, kam aus einer Akademikerfamilie und hatte in vielen Dingen eine völlig andere Einstellung als ich. Auch mit der Familiengründung tat er sich schwer, teilte meinen Kinderwunsch eigentlich nicht und ließ sich mit jedem Schritt in Richtung klassischer Familie sehr viel Zeit. Das dabei auch seine AB-Vergangenheit eine Rolle spielte, war mir damals noch nicht bewusst.

Was uns letztlich rettete war unser beider Wunsch und fester Willen, die Karre gemeinsam wieder aus dem Dreck zu ziehen. Motivation dafür war in erster Linie unser Sohn aber auch das Leben, das wir uns zusammen aufgebaut hatten. Unsere Liebe zeigte sich in dieser Zeit weder in Form von sexueller Anziehung, noch in gemeinsamen Interessen (außerhalb der Familie) und gemeinsame, konkrete Lebensziele wie weitere Kinder, Hausbau oder ähnliches, hatten wir auch nicht mehr. Zusammen zu bleiben war also zunächst eine reine Kopfentscheidung. Die Liebe wuchs dann später wieder nach, musste aber wie ein zartes, junges Pflänzchen gehegt und gepflegt und aufgepäppelt werden. Aber wir schafften es und sind aus dieser Krise als Paar so gestärkt hervor gegangen, dass uns heute eigentlich nichts mehr aus der Fassung bringen kann. Wir bringen dieses Leben gemeinsam zu Ende. Das ist für uns beide jetzt in Stein gemeißelt und darüber sind wir beide froh und glücklich.

Was ich damit sagen will ist, eigentlich sind solche Dinge wie sexuelle Anziehung, gemeinsame Interessen oder gemeinsame Lebensziele nur am Anfang einer Beziehung wirklich wichtig. Das aller wichtigste ist aber, die Entscheidung, zum anderen auch "ja" sagen zu wollen und somit Verantwortung zu übernehmen sowohl für das eigene Leben als auch für das Leben des anderen. Das scheint in der heutigen Zeit leider aus der Mode gekommen zu sein. Da wartet man lieber weiter auf den Prinzen/ die Prinzessin auf dem weißen Pferd, statt sich für ein Mängelexemplar zu entscheiden. Leider aber ist kein Mensch und auch kein*e potentielle*r Partner*in frei von Mängeln. Eine 100%-Passung gibt es nicht, auch wenn diverse Hollywood-Filme uns gerne etwas anderes erzählen. Entweder man entscheidet sich irgendwann für den anderen oder man lässt es. Diese Entscheidung trifft jeder selbst.

Aber wenn ich lese, dass der eine oder andere dann doch eine Handvoll Dates oder Begegnungen mit Menschen hatte, die eventuell passend gewesen wären, diese aber sausen ließ für die wage Hoffnung, dass noch etwas besseres nachkommt, dann fehlt mir da ein gewisses Verständnis. Dann muss ich leider sagen: selbst Schuld! Auch wenn das hart klingen mag.

Das Leben und auch die Liebe ist leider kein ewiges Zuckerschlecken und Beziehung bedeutet mitunter harte Arbeit. Wem das nicht schmeckt, der soll es lassen.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Levyn »

Tania hat geschrieben: ↑17.07.2025, 00:51 [...] Ich finde es nur lustig, dass Du das beschriebene Gesamtpaket aus attraktiv, menschlich harmonierend und praktisch unterstützend, das ihrerseits nicht mehr von Dir braucht, als Du leisten kannst und willst, mit den Worten "gar nicht so viel" beschrieben hast. :lol:
Finde nicht, dass ich da viel verlange. Menschlich harmoniert es sowieso fast immer, wenn ich mich mit Menschen freiwillig länger befasse und auch jemanden zu finden, der meinen Humor teilt sehe ich nicht als besonders herausfordernd an.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.07.2025, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Levyn hat geschrieben: ↑17.07.2025, 12:57 Finde nicht, dass ich da viel verlange. Menschlich harmoniert es sowieso fast immer, wenn ich mich mit Menschen freiwillig länger befasse und auch jemanden zu finden, der meinen Humor teilt sehe ich nicht als besonders herausfordernd an.
Wenn Du Deine Liste auf diese zwei Punkte reduzierst, ist es tatsächlich nicht viel. Ursprünglich war sie allerdings ein bisschen länger ...
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Levyn »

Tania hat geschrieben: ↑17.07.2025, 14:04
Deinen Sarkasmus in Ehren - den schwierigsten Punkt sehe ich darin jemanden zu finden, der mich unterstützt und der sich auch unterstützen lässt. Optik sollte passen, aber da bin ich nicht besonders wählerisch. Es muss für mich also vor allem auf der menschlichen Ebene passen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.07.2025, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Das ist ja genau meine Frage: Woran soll man es uns denn ansehen? Mir stellen sich hier einige logische Widersprüche.


Warum die These der sofortigen "Sichtbarkeit" nicht passt

Wenn es mir wirklich jeder ohne jeden Kontext anmerken würde, müssten mich doch meine Familie, Freunde und Bekannte belügen, wenn sie sagen, dass sie bei mir keine Ursachen für meine Partnerlosigkeit sehen. Das glaube ich aber nicht.

Vogel hat geschrieben: ↑16.07.2025, 04:13
Robin Sprengers Forschung und ihre Grenzen

Du verweist auf Robin Sprenger. Ich habe sein Buch gelesen und es ist noch in meinem Besitz. Ich bin mir nicht sicher, woraufdu dich dort genau beziehen willst.
Man hat dort zum Beispiel festgestellt, dass sich Verpartnerte, Singles aus Partnerschaften und Unverpartnerte unterschiedlich verhalten.

Grundlage der Studie: Anm. Ich war nicht beteiligt, weil ich schon zu alt war. Es gab ein Experiment, bei dem Männer bis 40 mit Frauen in einer caféähnlichen Situation zusammengebracht und dabei beobachtet wurden. Dort wurde etwa festgestellt, dass Unverpartnerte weniger darauf achteten, ob ihre Partnerin noch ein Getränk hatte, als Verpartnerte.

Wichtige Einschränkung: Das berücksichtigt aber nicht, dass vereinzelt nicht-verpartnerte Personen doch darauf achten oder vereinzelt Verpartnerte das auch nicht beachten. Es wurde also nur die Gruppe als Ganzes betrachtet, nicht aber ein eindeutiges Kennzeichen eines individuellen Abs.


Äußerlichkeiten vs. Verhaltensweisen

Ein anderes Beispiel aus einem anderen Thread: Mir ist eine Untersuchung aus den USA bekannt, die besagt, dass kleinere Männer unter 1,80m als Gruppe betrachtet weniger erfolgreich im Job sind und auch weniger Chancen bei Frauen haben. Da stellt sich die Frage: Liegt das an deren Körpergröße oder an deren Verhalten oder den Vorurteilen ihnen gegenüber?

Ich schätze, dass es kein eindeutiges Kennzeichen von ABs gibt. Wohl aber, dass wir alle Merkmale haben, die unsere Chancen beim anderen Geschlecht minimieren. Wenn eine Frau – falls sie doch Interesse hätte – sich vortastet, stellt sie bei ABs möglicherweise fest, dass noch weitere Nachteile bestehen, zum Beispiel beim Flirtverhalten oder im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Aber eben erst dann.Bis dahin achtet sie eher auf Äußerlichkeiten, die beim AB schon in der Jugend wirksam waren und denen er sich angepasst hat.

Was die nonverbale Kommunikation betrifft, bin ich ganz bei dir.

(Anmerkung: Dies würde eher in den Thread "Sieht man es uns an" passen, hat sich aber nun mal hier ergeben.)
Elfriede hat geschrieben: ↑17.07.2025, 07:45 Aber wenn ich lese, dass der eine oder andere dann doch eine Handvoll Dates oder Begegnungen mit Menschen hatte, die eventuell passend gewesen wären, diese aber sausen ließ für die wage Hoffnung, dass noch etwas besseres nachkommt, dann fehlt mir da ein gewisses Verständnis. Dann muss ich leider sagen: selbst Schuld! Auch wenn das hart klingen mag.
So Hätte ich auch kein Verständnis dafür.
Aber in meinem Alter muss ich zugeben, dass ich es schwierig finde eine Frau zu finden die zumindest 50% zu mir passt. Da ist zu viel eigenes Leben, dass ich nicht aufgeben will.
Elfriede hat geschrieben: ↑17.07.2025, 07:45 Das Leben und auch die Liebe ist leider kein ewiges Zuckerschlecken und Beziehung bedeutet mitunter harte Arbeit. Wem das nicht schmeckt, der soll es lassen.
Ich vermute mal, dass jemand der das glaubt entweder noch sehr sehr jung ist oder in seiner eigenen Traumwelt lebt.
Es geht auch nicht darum, die Lebenssituationen gegeneinander aufzuwiegen. Aber als AB fühlt man sich um seine "Teilhabe am Leben" betrogen. Und leider gibt es für Lanzeitsingles nicht wie für Langzeitarbeitslose Programme zur Integration.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.07.2025, 16:22, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Beitragsverweis ergänzt.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Levyn hat geschrieben: ↑17.07.2025, 15:17 Deinen Sarkasmus in Ehren - den schwierigsten Punkt sehe ich darin jemanden zu finden, der mich unterstützt und der sich auch unterstützen lässt. .
Das sehe ich tatsächlich ganz genauso. Da ich nicht weiß, worin Du gern Unterstützung hättest, kann ich zwar nicht einschätzen, ob das für eine Partnerin eine Herausforderung oder die berühmten "Peanuts" wären - aber der zweite Aspekt - dass Du sie ebenfalls unterstützen möchtest - könnte eine echte Hürde sein. Insbesondere weil Du ja eine Frau suchst, die "ihr Leben selbst zu bewältigen [weiß] (inklusive Freizeitgestaltung)" . So eine Frau braucht meist keine Unterstützung bei Kleinigkeiten ... und das, was sie gebrauchen könnte, musst Du dann erstmal leisten können und wollen. Könntest Du Deine Traumfrau dabei unterstützen, ihre Dissertation im Bereich Mikrocontrollerdesign zu schreiben? Ihre 5 Kinder großzuziehen? Ihren geerbten Bauernhof in eine Pension umzuwandeln? Euer Leben auf Insta zu vermarkten?

Und wenn nicht - worauf würdest Du eher verzichten? Auf die gegenseitige Unterstützung in einer Beziehung mit einer Frau, die ihr Leben allein gut bewältigt, aber nicht zusätzlich Dich unterstützen kann, und die auch Du nicht wesentlich unterstützen kannst? Oder nimmst Du dann doch lieber eine Frau, die ihr Leben allein nicht so ganz im Griff hat und die Du mit Deinen Mitteln tatsächlich unterstützen kannst?

Wie gesagt, ich möchte Dir Deine Träume wirklich nicht madig machen. Aber nach meiner Erfahrung ist das von Dir ersehnte Paket definitiv keine Kleinigkeit.
Elfriede

Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Elfriede »

Zuya Hiyaye hat geschrieben: ↑17.07.2025, 15:32 Ich vermute mal, dass jemand der das glaubt entweder noch sehr sehr jung ist oder in seiner eigenen Traumwelt lebt.
Es geht auch nicht darum, die Lebenssituationen gegeneinander aufzuwiegen. Aber als AB fühlt man sich um seine "Teilhabe am Leben" betrogen. Und leider gibt es für Lanzeitsingles nicht wie für Langzeitarbeitslose Programme zur Integration.
Lieber Zuya Hiyaye,

Jetzt glaube bitte nicht, dass ich dich nicht verstehen wollte oder könnte. Ich verstehe dich und deine Trauer schon. Natürlich hast du eine bestimmte Erfahrung, nämlich die der Partnerschaft, bisher in deinem Leben nicht machen können und das führt für dich zu dem Gefühl irgendwie vom wahren Leben ausgeschlossen zu sein. Aber was genau ist denn das wahre Leben und wer definiert das für dich?

Weißt du, eine alleinerziehende Mutter von 5 Kindern, die irgendwo in einem Plattenbau von der Grundsicherung leben muss, hat genau das gleiche Gefühl wie du, nur eben bezogen auf andere Teilbereiche des Lebens. Ganze Völker, z.B. in Nordafrika, haben das Gefühl, vom Leben ausgeschlossen zu sein, weil sie nicht unseren westlichen Wohlstand haben. Dafür riskieren sie sogar diese lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer. Ich hatte, als ich hier im Forum ankam, das Gefühl, um eine bestimmte Erfahrung betrogen zu werden, weil mein Sohn AB ist und ich niemals Oma werde. Aber weißt du, inzwischen sehe ich die Sache ein bisschen anders.

Was das wahre Leben ist, bewerte ich selbst und nur ich. D.h. da ich die Situation nicht ändern kann, bewerte ich sie eben anders, weil ich keine Lust habe weiter zu leiden und möglicherweise erneut in die Depression zu rutschen. Also habe ich mich selbst und meine Wünsche mal genauer angesehen und mich gefragt, ob mich ein Enkelkind oder eine Schwiegertochter tatsächlich so glücklich machen würde, wie ich es mir ausgemalt habe. Und weißt du was? Eigentlich nicht!

Ich sehe um mich rum viele Omas, die mir erzählen wollen, wie toll ihr Leben mit Enkelkindern ist. Aber dann schauen sie neidisch auf mich, wenn ich ihnen erzähle, dass ich mir kürzlich seit langem mal wieder einen Wellnesstag gegönnt habe, während sie auf ihre Enkel aufpassen mussten. Was ist also jetzt das wahre Leben? Meine Zeit im Wellnesstempel oder ihre Erfahrungen mit quengeligen Kindern auf dem Spielplatz? Was ist erstrebenswerter? Ihr Kleinkrieg mit der Schwiegertochter über Fragen der Kindererziehung oder meine intensive und harmonische Zeit mit meinem Sohn alleine z.B. im Kino oder Theater, als er kürzlich in Deutschland war?

Ich will damit jetzt nicht sagen, dass du als AB den Himmel auf Erden hast, weil du so viel freie Zeit hast. Aber was du mit deiner Zeit anfängst und wie du auf dein Leben blickst, liegt an niemand anderem als an dir. Und nein, es gibt keine Integrationsprogramme für ABs. Aber willst du denn überhaupt noch integriert werden? Willst du mit einer Frau zusammen leben, die dich auf endlose Shopping touren mitnimmt und dich anmeckert, weil du die Zahnpastatube mal wieder offen gelassen hast? Willst du dir sagen lassen wie deine Möbel zu stehen haben und dass du doch bitte mal dein Musikequipment auf ein erträgliches Maß zusammen stutzen solltest?

Ich bin wirklich überzeugt, dass im Grunde genommen jeder Mensch genau das Leben lebt, dass er sich selbst -bewusst oder unbewusst- ausgesucht hat. Und eines ist auch klar, wünsche dir niemals ein Leben, wie andere es haben, wenn du nicht bereit bist, dafür auch die gleichen Unannehmlichkeiten auf dich zu nehmen. Also das was du das wahre Leben nennst, ist im Grunde genommen ein Leben, das gar nicht zu dir passen würde. Oder bin ich mal wieder auf dem komplett falschen Dampfer? Jedenfalls kannst du mir nicht erzählen, dass es auf dieser Welt mit rund 8 Milliarden Menschen niemanden gibt, der zu dir passen würde und der dich nicht ablehnt.

Ich denke da z.B. an jenen guten Bekannten, von dem ich schon einmal berichtet habe, der sich einst eine Frau aus Thailand mitbrachte, weil er hier keine geeignete Kandidatin gefunden hat. Sie war ein Prostituierte in ihrer Heimatstadt, die mit ihrem Körper bei westlichen Sextouristen Geld verdiente, um ihre Kinder durchzubringen. Du kannst dir vielleicht vorstellen, was die beiden sich anhören mussten, als er sie und ihre Kinder nach Deutschland holte. Inzwischen aber sind die beiden seit über 25 Jahren verheiratet und die Kinder sind hier voll integriert und erfolgreich in ihrem Beruf. Niemand kann mehr ernsthaft bezweifeln, dass diese beiden sich lieben, wie auch immer diese Liebe zustande gekommen ist.

Wenn du jetzt sagst, dass etwas vergleichbares für dich niemals in Frage käme, dann sage ich dir, ja, kann ich verstehen und das ist natürlich deine Entscheidung. Aber z.B. wegen dieser Entscheidung bist du AB geworden.

Das ist jetzt vielleicht ein extremes Beispiel aber es belegt meine These: Wünsche dir kein anderes Leben, wenn du nicht bereit bist, dafür etwas zu tun. Und ganz egal wie du lebst und was du tust, es ist dein Leben! Was zur Hölle bringt dich zu der Bewertung, dass das nicht das richtige Leben ist?
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Kisuli »

Elfriede hat geschrieben: ↑17.07.2025, 07:45 Aber wenn ich lese, dass der eine oder andere dann doch eine Handvoll Dates oder Begegnungen mit Menschen hatte, die eventuell passend gewesen wären, diese aber sausen ließ für die wage Hoffnung, dass noch etwas besseres nachkommt, dann fehlt mir da ein gewisses Verständnis. Dann muss ich leider sagen: selbst Schuld! Auch wenn das hart klingen mag.

Das Leben und auch die Liebe ist leider kein ewiges Zuckerschlecken und Beziehung bedeutet mitunter harte Arbeit. Wem das nicht schmeckt, der soll es lassen.
Ich frage mich ein bisschen, wo du das hier gelesen hast.

Für mich läuft das nicht so, dass ich jemanden treffe und mir denke - ganz nett, aber vielleicht kommt noch jemand Besseres.
Sondern ich lerne jemanden kennen und fühle in mich hinein, ob ich diesen Menschen wirklich mag - freue ich mich darauf, ihn besser kennenzulernen? Kann ich mich gut mit ihm unterhalten? Können wir gemeinsam lachen? Merke ich, dass dieser Mensch wirklich ein Interesse an mir als Mensch hat? Und wenn man sich ein wenig besser kennenlernt: Kann ich mir vorstellen, mit diesem Menschen idealerweise für den Rest meines Lebens zusammenzuleben? Für seine Sexualität verantwortlich zu sein? Mit ihm Kinder großzuziehen? Jede Entscheidung meines Lebens mit ihm abzustimmen und für ihn zurückzustecken, wenn nötig? Und, wenn die Antwort meinerseits ja lautet - sieht der Andere das genauso? Ist er seinerseits bereit, für mich zurückzustecken und Verantwortung zu übernehmen? Zählen meine Gefühle, Bedürfnisse und Träume für ihn? Oder laufe ich Gefahr, eine Konstellation einzugehen, in der ich ggf. ausgenutzt werde als Statussymbol, für regelmäßigen Sex oder als bequemes Hausmädchen und Nanny?

Kurzum - ich überlege mir, ob ein Leben mit diesem Menschen besser wäre als ein Leben allein. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass da noch jemand Besseres kommt, spielt eigentlich zu dem Zeitpunkt keine große Rolle.

Dass du jemanden getroffen hast, der genauso wie du bereitwillig war, langfristig an der Beziehung zu arbeiten, und der trotz aller Defizite zumindest anscheinend nicht übermäßig toxisch ist, ist schön und für dich ein großes Glück, aber auch für viele Paare nicht selbstverständlich. Wenn nur eine der beiden Seiten bereit ist, an der Beziehung zu arbeiten, bringt die ganze Opfer- und Kompromissbereitschaft nichts, sondern man läuft Gefahr, in eine einseitige emotionale Abhängigkeit zu rutschen, wo gegenseitiger Respekt einfach nicht mehr gegeben ist und es im schlimmsten Fall zu partnerschaftlicher Gewalt kommt. Und das lässt sich eigentlich kaum mehr rückgängig machen, wenn es einmal so weit ist. Also - allein an einer Beziehung zu arbeiten, ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Der Wille und die Anstrengung muss von beiden Seiten kommen und das ist eben in den meisten Fällen das Problem. Das Verhalten des Partners lässt sich nicht beeinflussen, sondern man muss es entweder hinnehmen wie es ist oder, wenn der Respekt nicht mehr gegeben ist, die Beziehung verlassen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht.
Elfriede

Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Elfriede »

Kisuli hat geschrieben: ↑18.07.2025, 11:04 Ich frage mich ein bisschen, wo du das hier gelesen hast.
Hier z.B.:

Ich hab in meinem bisherigen Leben ca. 5 Frauen kennengelernt, wo das Thema "Beziehung" irgendwie im Raum gestanden ist, entweder weil zumindest einer von beiden diesen Wunsch geäußert hat, einer von beiden oder beide zumindest darüber nachgedacht haben, oder in einem Fall man teilweise das Gefühl hatte, von so etwas wie einer (entstehenden) Beziehung sprechen zu können. Für mich persönlich war es in keinem dieser Fälle so, dass ich eine konkrete Vorstellung davon hatte, wie so eine (theoretisch überlegte) Beziehung nun wirklich aussehen könnte

Zitat von Dreamer40 etwas weiter oben in diesem Thema. Offenbar fehlte ihm immer irgendwas. Was genau, kann er selbst nicht benennen. Ich vermute mal, im Grunde fehlte einfach nur seine bewusste Entscheidung für eine Beziehung.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.07.2025, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link ergänzt.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Kisuli »

Elfriede hat geschrieben: ↑18.07.2025, 14:23
Wie er das gemeint hat, kann er natürlich nur selbst sagen. Aber für mich klingt das eher nach einer gewissen Unsicherheit und Hilflosigkeit hinsichtlich des Aufbaus und Gestaltung einer Beziehung als nach mangelnder Entscheidungsfreude. Wenn dann die potentielle Partnerin auch keine klare Initiative übernimmt und niemand sich traut, Nägel mit Köpfen zu machen, gehen solche Gelegenheiten dann auch ungenutzt vorbei.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 18.07.2025, 18:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Elfriede hat geschrieben: ↑18.07.2025, 07:44 Lieber Zuya Hiyaye,

Jetzt glaube bitte nicht, dass ich dich nicht verstehen wollte oder könnte. Aber was genau ist denn das wahre Leben und wer definiert das für dich?
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Videl »

Elfriede hat geschrieben: ↑18.07.2025, 14:23 Zitat von Dreamer40 etwas weiter oben in diesem Thema. Offenbar fehlte ihm immer irgendwas.
Das ist aber kein passendes Beispiel zu deiner These, dass manche ABs denken, sie könnten noch jemand besseren finden. Sowas habe ich hier vielleicht 4 Mal im Forum gelesen. Also definitiv nicht die Mehrheit der ABs und Abinen hier denken so.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Videl hat geschrieben: ↑18.07.2025, 18:10 Das ist aber kein passendes Beispiel zu deiner These, dass manche ABs denken, sie könnten noch jemand besseren finden. Sowas habe ich hier vielleicht 4 Mal im Forum gelesen. Also definitiv nicht die Mehrheit der ABs und Abinen hier denken so.
Das Problem, das ich aus mehrfachem persönlichen Erleben kenne, ist nicht, dass die Herrn mABs denken, sie könnten etwas besseres finden, sondern dass sie es einer interessierten Frau sagen. Gern schon beim ersten Kontakt. Was natürlich nicht bedeutet, dass sie sich nicht trotzden auf eine Art von Beziehung einlassen - aber eben nichts Verbindliches, denn man hätte schließlich gern was Anderes. Und wenn mir vom Mann meines Interesses klar gesagt wird, dass er eigentlich eine Jüngere möchte, oder eine Schlankere, oder eine mit Doktortitel, oder einfach eine, die in seiner Nähe wohnt - dann treffe ich ihn zwar gerne weiter, und bin auch gern weiter in ihn verliebt - aber ich agiere quasi mit "angezogener Handbremse".Ich stelle mein Leben nicht um, um darin Platz für ihn zu schaffen, er lernt meine Freunde und Familie genauso wenig kennen wie ich seine, und Zukunftspläne über die nächsten 14 Tage hinaus gibt es auch nicht. So eine unverbindliche "besser als nichts"-Beziehung kann ich in guten Zeiten monatelang führen - aber wenn dann irgendwas in meinem Leben passiert, wo ich von einem Partner Sicherheit und Rückhalt bräuchte, funktioniert das nicht mehr. Dann muss ich in den "ganz oder gar nicht" Modus schalten - also wenn bis dahin von ihm keine Entscheidung für mich gekommen ist, treffe ich eine.

Elfriede hat es schon ganz gut formuliert: das, was eine mögliche Beziehung zu einer stabilen Beziehung werden lässt, ist die Entscheidung füreinander. Und so eine Entscheidung kann man mit einem "Eigentlich wollte ich ja jemanden, der .... " hervorragend torpedieren - entweder indem man selbst suboptimale Menschen als Partner ausschließt, oder indem man besagten Menschen mitteilt, dass sie suboptimal sind und ihnen damit eine Entscheidung für eine Beziehung unmöglich macht. Denn nur sehr wenige Menschen entscheiden sich für jemanden, der ihnen bereits gesagt hat, dass er sich nicht für sie entscheiden würde.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Tania hat geschrieben: ↑18.07.2025, 21:34
Videl hat geschrieben: ↑18.07.2025, 18:10 Das ist aber kein passendes Beispiel zu deiner These, dass manche ABs denken, sie könnten noch jemand besseren finden. Sowas habe ich hier vielleicht 4 Mal im Forum gelesen. Also definitiv nicht die Mehrheit der ABs und Abinen hier denken so.
Das Problem, das ich aus mehrfachem persönlichen Erleben kenne, ist nicht, dass die Herrn mABs denken, sie könnten etwas besseres finden, sondern dass sie es einer interessierten Frau sagen. Gern schon beim ersten Kontakt. [...]
Unter der absoluten Mehrheit* der MABs denen die Frauen nur so hinterherrennen und die sich nur nicht entscheiden können, welche die rechte für sie ist, gehöre ich ganz offensichtlich zur verschwindenden Minderheit der Abs, für die sich die Sache völlig anders darstellt.
*Zumindest, wenn man die Aussagen über MABs betrachtet und die von MABs wohl übersieht.

Diesen stellt sich die Frage, welche Frau die Richtige für sie ist, erst gar nicht, sondern umgekehrt machen sie die Erfahrung, dass sie für absolut keine Frau der sie begegnen und die sie ansprechen der Richtige sind. Mal ganz abgesehen von den Abs die schon gar keine Frauen mehr ansprechen.
Die Diskussion in diesem Thread hat also wieder zwei Seiten und die Frage, ob und welche Frau für mich die richtige ist, ist mehr als hypothetisch bzw. klingt wie eine Erzählung aus der Märchenwald AG, während sich unsereinem der Eindruck aufdrängt, man müsse sich dafür rechtfertigen, dass die erlebten Zurückweisungen eben nicht nur Einzelfälle waren oder auf Einbildung beruhen und man sich natürlich selbst die Frage beantworten muss, wie man den denn Frauen signalisieren soll, dass man sozial inkompetent und beziehungsuntauglich sei.
Letzteres gilt ja, da man MAB ist, als gesetzt.
Elfriede

Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Elfriede »

Zuya Hiyaye hat geschrieben: ↑19.07.2025, 07:05 Zurückweisungen eben nicht nur Einzelfälle waren oder auf Einbildung beruhen und man sich natürlich selbst die Frage beantworten muss,
Wie oft wurdest du denn zurück gewiesen? Und hast du eine Erklärung dafür? Nur am ABtum kann es ja nicht liegen. Das sieht man dir ja nicht unbedingt sofort an. Oder ist das immer das erste, das du von dir erzählst?
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Tania
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Zuya Hiyaye hat geschrieben: ↑19.07.2025, 07:05
Tania hat geschrieben: ↑18.07.2025, 21:34 Das Problem, das ich aus mehrfachem persönlichen Erleben kenne,...
Unter der absoluten Mehrheit* der MABs denen die Frauen nur so hinterherrennen und die sich nur nicht entscheiden können, welche die rechte für sie ist, gehöre ich ganz offensichtlich zur verschwindenden Minderheit der Abs, für die sich die Sache völlig anders darstellt.
*Zumindest, wenn man die Aussagen über MABs betrachtet und die von MABs wohl übersieht.
Ich habe kein Wort über Mehrheiten und Minderheiten geschrieben - nur von meinem persönlichen Erleben. Traust Du mir tatsächlich zu, die Mehrheit aller mABs zu kennen? Das von mir beschriebene Verhalten hat allerdings tatsächlich die Mehrheit der mABs gezeigt, an denen ich je interessiert war - und, wenn ich ein paar Berichte von anderen Frauen korrekt verstanden habe, auch einige andere mABs tun (oder wir haben unwissentlich über dieselben Herren geredet).

Also sagt meine Erfahrung nichts darüber aus, ob viele oder wenige oder gar die Mehrheit aller mABs sich so verhalten. Und es widerspricht auch nicht der Tatsache, dass es mABs gibt, die nie das Interesse einer Frau einer Frau auf sich gezogen haben, die sie dann hätten vergraulen können. Nur kann ich aus offensichtlichen Gründen dazu nichts sagen - denn die mABs, an denen ich Interesse hatte, hatten damit ja definitiv das Interesse mindestens einer Frau. Auch wenn ihnen die Frauen nicht, wie von Dir beschrieben, "nur so hinterherrennen".

Und wenn mein Erfahrungsbericht mindestens einen mAB davon abhält, einer interessierten Frau viel zu früh mitzuteilen, was an ihr alles nicht perfekt für ihn ist, war es das wert. Denn dieses Phänomen habe ich tatsächlich so massiv nur in ABistan erlebt. "Normalo"-Männer haben zwar auch ihre Bedenken - aber die behalten sie erstmal für sich oder reden nur mit ihren Freunden darüber, aber nie mit der Frau, die an ihnen interessiert ist und die - bis auf diese Kritikpunkte - eigentlich ganz süß ist. Denn wie gesagt: ein "Ich will Dich eigentlich nicht, weil Du ...." lässt sich echt schwer zurück nehmen. Auch dann nicht, wenn die Dame nicht sofort sagt "Na dann eben nicht" und verschwindet, sondern dem Herren die Chance gibt herauszufinden, ob die genannte Eigenschaft im Beziehungsalltag vielleicht doch kein echtes Problem darstellt oder ob sie sich in der Beziehung vielleicht sogar ändern.

Dass meine Worte Dir, Zuya Hiyaye, kein Stück weiter helfen, weil Du einfach nie in eine Situation gekommen bist, in der Du einer Frau so etwas sagen musstest wie "Ich möchte Dir aber gleich sagen, dass ich mir mit Dir keine Beziehung vorstellen kann, weil Du zu weit weg wohnst / mir zu dick bist / Kinder hast / nicht studiert hast"(*), ist mir bewusst. Und falls es Dich verletzen sollte zu lesen, dass es sogar mABs gibt, die mehr Interesse von Frauen bekommen als Du, täte mir das wirklich leid. Aber würde es etwas verbessern, wenn ich das verschweigen würde? Denn letztlich sind ja auch die Männer, die zwar Interesse bekommen, sich aber irgendwie selbst im Weg stehen, am Ende allein. Und vielleicht hilft es wenigstens denen ja, bei der nächsten halbwegs interessierten Frau endlich mal die Chance nutzen zu können ...

(*) Tatsächlich ist der erste Teil dieses Satzes ein sinngemäßes Zitat aus einer PN, die ich vor Jahren mal bekommen habe - als Antwort auf eine PN, in der ich einen OT-Beitrag des mir bis dato unbekannten Nutzers kommentiert hatte.
Zuletzt geändert von Tania am 19.07.2025, 16:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von MattEagle »

Wenn ich mal eine kennengelernt habe, die ich interessant fand würde ich gleich zurückgewiesen sobald Sie gemerkt hat das ich "mehr" will.
Also zum ersten Schritt kommt es nicht...

Sowas trifft mich immer besonders.. hab das schon mehrfach gehabt.... man versteht sich gut im Hobby oder beruflichen Kontext. Man Lernt sich auch etwas privat kennen, hat sogar einige gemeinsame Interessen. Aber wenn man denn ganz unverbindlich danach fragt, was zu zweit zu unternehmen bekomm ich nur Ablehnung bzw. Ausreden zu hören.

Selbst bei so banalen Dingen wie eine kurze Motorrad Tour zu nem Bike cafe z.b. bekomme ich das zu hören....das ist ja nicht mal zwangsläufig ein Date... sowas würde ich ja auch einen männlichen Kumpel oder Kollegen fragen.

Ich hab fast das Gefühl die Frauen haben Angst vor mir bzw wollen nicht mal in der Öffentlichkeit mit mir gesehen werden in irgendeinem "Zweisamkeit" Setting.

Es ist dann einfach traurig, und ich hab auch keine Antwort darauf warum.
Ich hab dann auch z.t mitbekommen wie Sie dann nach mir ihren Partner kennen gelernt haben.

In einem Fall hat SIE einfach einen fremden Typen an der Packstation angebaggert und ihm ihre Nummer gegeben. Ich weiss das daher das er mir das erzählt hat... Er sah weder überdurchschnittlich gut aus oder hatte Geld ect..

Ich kenn mehrere solche Geschichten und habs auch miterlebt von anderen Männern, die haben Gelegenheiten für Sex und Beziehungen da kann ich nur von träumen.
Dabei meine ich nur die Gelegenheiten die denen ohne wirklich eigene Initiative in den Schoß gefallen sind.

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