Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

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Vogel
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Vogel »

Tania hat geschrieben: ↑18.07.2025, 21:34 Das Problem, das ich aus mehrfachem persönlichen Erleben kenne, ist nicht, dass die Herrn mABs denken, sie könnten etwas besseres finden, sondern dass sie es einer interessierten Frau sagen. Gern schon beim ersten Kontakt. Was natürlich nicht bedeutet, dass sie sich nicht trotzden auf eine Art von Beziehung einlassen - aber eben nichts Verbindliches, denn man hätte schließlich gern was Anderes. (...)
Erstmal festzuhalten ist: nur weil DU es so erlebt hast, heisst es nicht, das es auch für alle anderen gilt. Des Weiteren bleibt hier die Perspektive der MAB unsichtbar.

Du hast Recht, das die von Dir erlebten Äusserungen problematisch sind - es gibt aber mehrere Perspektiven, die leider unsichtbar bleiben. Klar, auf der einen Ebene die Du ja deutlich ansprichst, ist das Kommunikationsverhalten dieser MABs mehr als verletzend. Du wirst als Person herabgesetzt, es ist keine Wertschätzung vorhanden. So entsteht keine Bindung. Wer will schon zweite Wahl sein? Bindung braucht Klarheit.

Aber es gibt auch eine zweite Perspektive oder gar dritte. Nämlich zum einen die, das dies kein originäres Verhalten von MABs ist - sondern von ziemlich vielen Menschen, weiblich, männlich, erfahren, weniger erfahren. Heutzutage besonders sichtbar in den Datingapps, beim Onlinedating, aber auch ausserhalb davon. ABs erleben das sehr häufig, ohne im Gegenzug auch mal Erfolg erleben zu dürfen, die das Erlebte relativiert.

Und zum anderem schwingt für mich da auch mit, das MABs doch bitte keine Ansprüche haben sollten, wenn sie doch unerfahren sind. Sprich, wird so das Gefühl ebenfalls im Gegenzug vermittelt minderwertig zu sein: MABs - natürlich auch Abinen - sollten doch quasi bitte froh sein, wenn sich überhaupt jemand für sie interessiert. Letzteres kommt übrigens auch immer wieder von Betroffenen selbst - ich bekenne mich in meiner Vergangenheit schuldig .

Ja, auch ABs dürfen Ansprüche haben. Ablehnung ist keine Einbahnstrasse.

Ich finde wichtig: Das Gefühl der Herabsetzung durch miserables Kommunikationsverhalten ist auch nicht schlimmer nur weil es von (M)ABs kommt. Aber wer halt ständig - ich erlebe es zumindest es so - Ablehnung erlebt, das Gefühl vermittelt wird als MAB minderwertig zu sein, der wird halt auch zunehmend auch unsicher in seiner Kommunikation.
Ein Teufelskreis - der durchbrochen werden könnte, wenn man mal fragen würde, was dahintersteckt - statt einfach nur ne Schublade zu öffnen und den Menschen einzusortieren.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.
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Tania
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Vogel hat geschrieben: ↑19.07.2025, 20:21 Erstmal festzuhalten ist: nur weil DU es so erlebt hast, heisst es nicht, das es auch für alle anderen gilt.
Ja, natürlich. Wie bereits in meinem letzten Post beschrieben heisst es noch nicht einmal, dass es für die meisten gilt. Ich beschreibe lediglich meine persönlichen Erfahrungen.
Des Weiteren bleibt hier die Perspektive der MAB unsichtbar.
Die Herren, die ich beim Schreiben dieser Zeilen konkret im Kopf hatte, sind leider nicht mehr hier aktiv bzw. waren es nie. Aber selbst wenn sie es wären - ich glaube, ihnen war nicht wirklich bewusst, wie ihre Aussagen damals auf mich gewirkt haben. Ich glaube, sie wollten mich nicht verletzen - nur ehrlich sein. Und wenn man noch nie erleben konnte, wie ein "das geht gar nicht" sich mit gemeinsamem Willen in ein "geht eigentlich doch bzw. ist kein echtes Problem" verwandeln kann, neigt man vielleicht eher dazu, einer potentiellen Interessentin direkt mitzuteilen, dass es da eine unüberwindbare Hürde gibt. Mal ganz davon abgesehen: man erspart sich natürlich ne Menge Ablehnungen, wenn man selbst rechtzeitig ablehnt.
Aber es gibt auch eine zweite Perspektive oder gar dritte. Nämlich zum einen die, das dies kein originäres Verhalten von MABs ist - sondern von ziemlich vielen Menschen, weiblich, männlich, erfahren, weniger erfahren. Heutzutage besonders sichtbar in den Datingapps, beim Onlinedating, aber auch ausserhalb davon.
Dass bei Datingapps viel abgelehnt wird, weiß ich. Aber um diese klaren Ablehnungen (die meist noch nicht einmal begründet werden - ein "passt halt nicht" reicht) geht es mir gar nicht, sondern um diese halbherzigen "Ich würde ja, aber es gibt da eine Grenze" - Ablehnungen. Also die Situation, wo ein "Normalo" üblicherweise leise denkt "Schauen wir mal, was draus wird, mich stört zwar X, aber dafür ist Y und Z toll, da kann ich der Sache ruhig ne Chance geben und abwarten, wie es sich entwickelt" - aber das nicht ausspricht, bis es wirklich sehr stört und unbedingt ein Kompromiss her muss oder eine Trennung unvermeidlich wird.
Und zum anderem schwingt für mich da auch mit, das MABs doch bitte keine Ansprüche haben sollten, wenn sie doch unerfahren sind.
Diese Schwingung anzustoßen war überhaupt nicht meine Absicht. Und wer sich seiner Ansprüche absolut sicher ist (z.B. ein starker Kinderwunsch ist nicht kompromissfähig, und wenn sich bei einem Mann beim Anblick einer dicken Frau partout nichts regt, dann kann man da auch nicht viel ändern), tut m.E. sehr gut daran, dies einem nicht passenden Interessenten sofort mitzuteilen.

Aber manche Ansprüche sind - gerade bei ABs/Abinen - nun mal rein theoretisch. Wurden noch nie einem praktischen Härtetest unterzogen. Wie z.B. der promovierte frühere Kollege, der ausschließlich eine Partnerin wollte, die mindestens einen Master/Diplomabschluss hatte. Er hatte richtig tolle Argumente ... aber blöderweise hat es mit den Frauen, die er für passend befunden hat, nicht funktioniert. Bis auf eine französische Biologin ... die hatte zwar den richtigen Titel, lebte aber leider in Frankreich, und tiefgründige Fachgespräche waren aufgrund der Sprachbarriere und der verschiedenen Fachrichtungen auch unmöglich. Irgendwann hat eine (promovierte) Kollegin ihn mal zu einer Geburtstagsfeier eingeladen - und da er nicht damit gerechnet hatte, dass unter den Gästen auch normale Menschen sind, hat er aus Versehen mit ihrer Freundin (Sachbearbeiterin ohne Studium).geflirtet. Es gab dann zwar mit uns Kolleginnen lange Diskussionen, ob er dermaßen unter seinem Niveau daten sollte - aber zum Glück konnten wir ihn davon überzeugen, ihr diese Bedenken nicht mitzuteilen und sie erstmal kennenzulernen. Paar Jahre später haben sie geheiratet.

Ich kenne ne Menge solcher Paare, bei denen wenigstens einer am Anfang wegen irgendeiner Sache starke Zweifel hatte. Aber die haben sie dem Anderen eben nicht auf die Nase gebunden - höchstens irgendwann Jahre später mal lachend gesagt "... und damals wäre ich fast nicht zu unserer Verabredung gegangen, weil er immer diesen fürchterlichen Hut getragen hat".

Und deswegen möchte ich jedem, der so eine "Ja, eigentlich ist er/sie schon interessant, aber ..." - Situation erlebt, empfehlen: sprecht das "aber" erst aus, wenn ihr es praktisch ausprobiert habt und merkt, dass es wirklich bei aller Liebe nicht auszuhalten ist bzw. kein Kompromiss möglich ist. Denn die meisten "aber" werden recht unwichtig, wenn man bei näherem Kennenlernen merkt, dass das Gesamtpaket super ist und dass man auch mit diesem "aber" ziemlich glücklich miteinander ist.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Bobbertus »

Vogel hat geschrieben: ↑19.07.2025, 20:21 Ja, auch ABs dürfen Ansprüche haben. Ablehnung ist keine Einbahnstrasse.
Sollte vielleicht öfter mal gesagt werden 👍🏻

Als ABler kann man sich selber schon sehr unter Druck setzen oder auch vom Umfeld unter Druck gesetzt werden... und wenn man dann versucht eine Beziehung "zu erzwingen" mit jemanden wo es einfach eigentlich überhaupt nicht passt, aber beide wollen einfach nicht Single sein und deswegen sagt man Zähne knirschend doch ja... ist halt auch nicht so gesund, denke ich... 😅
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Galip »

Tania hat geschrieben: ↑19.07.2025, 22:59 Aber manche Ansprüche sind - gerade bei ABs/Abinen - nun mal rein theoretisch.
Nicht nur bei ABs...

Ich glaube, das Problem sind nicht die "Ansprüche" bzw. Wünsche, sondern die Art, wie diese formuliert sind: Nämlich meist als Ausschlusskriterium statt als Positivkriterium. Wer eine Liste mit 20 Ausschlusskriterien hat und jeden ablehnt, der auch nur eins davon verletzt, der wird vermutlich weniger Chancen haben als jemand, der eine Liste mit 20 Positivkriterien hat und jeden in Betracht zieht, der auch nur eins davon erfüllt. Das ist jetzt natürlich etwas übertrieben formuliert und ein paar Ausschlusskriterien sind vermutlich auch ok, aber die Ausschlussfilter verstärken sich halt gegenseitig: Je mehr man davon schon hat, desto weniger Leute bleiben mit jedem weiteren Kriterium übrig.

Außerdem muss doch jedem klar sein, dass Ausschlusskriterien keine Basis für Liebe sind. Man stelle sich vor, der Partner sagt zu einem: "Ich habe mich für dich entschieden, weil Du nicht rauchst, nicht trinkst, nicht dick bist, nicht krank bist, nicht arm bist und keine Drogen nimmst." Da fühlt man sich doch geliebt in seiner Einzigartigkeit. Vielleicht wäre ja ein guter erster Schritt, mal zu überlegen, was man vielleicht mögen könnte an einem Partner oder warum es vielleicht schön sein könnte, mit einem bestimmten Menschen sehr viel Zeit zu verbringen, auch noch in vielen Jahren, wenn schon längst beide alt und runzlig sind.

Disclaimer: Nein, bei mir klappt es auch nicht. Sind alles nur abstrakte Ideen.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Raptus hat geschrieben: ↑10.07.2025, 21:04 Und dann gibt es einen Bodensatz an Männern, die einfach so hässlich sind, dass sie durch das Raster fallen. Die sind jetzt halt hier.
Dem muss ich widersprechen. Die Männer, die ich übers Forum kennengelernt habe, sind optisch nicht so hässlich, dass sie durchs Raster fallen. Den einen fehlt etwas Selbstbewusstsein, andere stecken in ihrer Jugend fest, wiederum andere wollen das Verpasste nachholen, andere stehen sich selbst im Weg, haben keine Muße aus ihrem Trott rauszukommen, sind wenig kompromissbereit ...
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Galip hat geschrieben: ↑20.07.2025, 08:42
Tania hat geschrieben: ↑19.07.2025, 22:59 Aber manche Ansprüche sind - gerade bei ABs/Abinen - nun mal rein theoretisch.
Nicht nur bei ABs...
Definitiv. Ansprüche gibt es überall. Der wesentliche Unterschied, der mir aufgefallen ist, lag in der Frage, ob und wem gegenüber die Ansprüche ausgesprochen werden.
Ich glaube, das Problem sind nicht die "Ansprüche" bzw. Wünsche, sondern die Art, wie diese formuliert sind: Nämlich meist als Ausschlusskriterium statt als Positivkriterium.
Das sehe ich nicht als das Hauptproblem an. Es ist letztlich egal, ob ich sage "Ich will keinen Raucher" oder "Ich will einen Nichtraucher".

Meiner Meinung nach liegt das Problem tatsächlich in der Art und Anzahl der Ansprüche. Meine bereits erwähnte frühere Kollegin (übrigens keine Psychologin, sondern Mathematikerin) hat mir mal gesagt, ich solle alles aufschreiben, was mir an meinem potentiellen Partner wichtig sei. Das wurden dann so ungefähr 20 Punkte. Dann hat sie gesagt, ich solle mir jeden dieser Punkte ansehen und mich fragen, wie ich diesen Punkt betrachten würde, wenn alle anderen 19 Punkte erfüllt wären - also wenn er ansonsten perfekt wäre. Und ob ich mir vorstellen könnte, dass es zu diesem Punkt einen Kompromiss geben könnte - z.B. ob ich mit einem Raucher glücklich sein könnte, wenn der ne eigene Wohnung hätte und mich ausschließlich frisch geduscht und mit geputzten Zähnen besuchen würde und natürlich während unserer Treffen nicht raucht. Und letztlich blieben dann 4 Punkte übrig - von denen nur ein einziger als "Filterkriterium beim Erstkontakt" nutzbar wäre und die drei anderen ein längeres Kennenlernen erfordern.

Der Ansatz ist natürlich deutlich aufwändiger als "Bild angucken, Profil lesen, evtl. paar Nachrichten schicken, entscheiden". Um über einen "Kandidaten" zu entscheiden, brauche ich Monate, manchmal mehr als ein Jahr. Und am Ende steht dann schlimmstenfalls kein "okay, Match gelöst, scheisse", sondern eine ausgewachsene Trennung. Aber zum Glück rennen mir die Männer nicht direkt die Tür ein, ich treffe also auch nur alle paar Jahre einen "Kandidaten". Das passt dann schon.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Elfriede »

Liebe Tania, das tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen mit MABs gemacht hast. Mein Mann war ja auch einer, bis er auf mich traf. Es dauerte 3 Monate und zig Dates bis zum 1. intimen Kontakt und weitere 3,5 Jahre bis er unsere Liäson als Beziehung wahrnahm. Bis zur Hochzeit dauerte es ganze 12 Jahre. Das erste Kind kam dann aber schnell. Weitere wollte er nicht, weil für ihn die Erfahrung eines kranken Kindes sehr belastend gewesen sein muss. Lustig, da ich ja eigentlich fast alles alleine stemmte.

Wie auch immer, im großen und ganzen ist unsere Ehe harmonisch und wir lieben uns noch heute. Hätte man mir das alles aber vorher gesagt, wär ich wahrscheinlich sofort abgehauen.

Junge Frauen heute haben den Vorteil, dass sie gut alleine zurecht kommen. Auch finanziell! Ganz klar, dass da der eine oder andere Mann in die Röhre sieht. Ein dickes Bankkonto und ein gut angesehener Job alleine reicht vielen Frauen nicht mehr. Ich frage mich, wann die Herren das endlich verstehen.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

Elfriede hat geschrieben: ↑21.07.2025, 11:12 Liebe Tania, das tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen mit MABs gemacht hast.
Danke für Deine Worte :) Aber ich würde meine Erfahrungen nicht als "schlecht" bezeichnen. Es war wunderschön, so lange es gedauert hat - aber es hat auf Dauer in dieser Konstellation eben nicht funktioniert. Du hast damals die Kraft für 3.5 Jahre "Liäson" gehabt - die habe ich nicht. Zumindest nicht dauerhaft. Manchmal ist der "beziehungsunabhängige" Teil meines Lebens ziemlich anstrengend - da brauche ich dann entweder einen Partner, oder jemanden, der mich wenigstens nicht noch zusätzlich belastet. Und mit "Belastung" sind dann schon solche Kleinigkeiten wie die Planung eines Treffens oder das Schniefen, wenn er nach einem Treffen wieder heim fährt, gemeint. Wenn man schon 5 Mehlsäcke schleppt, kann einen schon eine zusätzliche Handtasche aus dem Gleichgewicht bringen.

Bekanntlich gehören zum Scheitern einer Beziehung immer zwei Personen. Und die Kombination einer Person, die Verlässlichkeit und Planbarkeit braucht, und einer Person, die sehr lange braucht um herauszufinden, was und wen und wann sie will, ist nun mal eine ziemliche Herausforderung - der ich nur eine bestimmte Zeit gewachsen bin. Und diese Zeit war leider kürzer als die Zeit, die der Herr zur Entscheidungsfindung brauchte.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Seb-X »

Elfriede hat geschrieben: ↑21.07.2025, 11:12 Junge Frauen heute haben den Vorteil, dass sie gut alleine zurecht kommen. Auch finanziell! Ganz klar, dass da der eine oder andere Mann in die Röhre sieht. Ein dickes Bankkonto und ein gut angesehener Job alleine reicht vielen Frauen nicht mehr. Ich frage mich, wann die Herren das endlich verstehen.
Genau. Es geht um Leistung. Du sagst es ja indirekt: Ein gut angesehener Job und ein dickes Bankkonto gehören auf jeden Fall auch dazu. Dann kommen noch andere Dinge hinzu, die viele Männer schon gar nicht bieten können aus natürlichen Gründen: Körpergröße, Haarfarbe, überdurchschnittliches Aussehen etc.
Es ist für mich keine Überraschung, wenn Männer da bereits aussteigen, bevor sie überhaupt anfangen, und sich zurückziehen. Das Leben ist so schon schwierig und fordert viel Energie. Warum sollte man dann noch daten, wenn das überhaupt nichts Schönes, sondern ausschließlich was Anstrengendes ist, wobei man sich beweisen muss? Das Ganze hört ja nicht auf, wenn man jemanden gefunden hat. Denn in der Beziehung muss man weiter Leistung zeigen, damit man von der Frau nicht verlassen wird.

Ja, ich gehöre zu den Kritikern, die es für Cherrypicking halten, wenn Frauen sagen, sie sind so emanzipiert und selbständig, aber klassisch erobert werden wollen. Erstens geht's dabei mehr um Befriedigung des eigenen Egos. Und zweitens ist es nur eine Ausrede für die eigene Feigheit. Frauen mögen heute emanzipierter und selbstbewusst sein - aber sie sind nicht wirklich risikobereiter. Das sollen doch weiterhin die Männer sein - aber bitte nur da, wo es gefällt, sonst ist es toxische Männlichkeit. Wenn Männer sich dann auch eine eher klassische Rollenverteilung wünschen, ist die Empörung wieder groß. Das ist Doppelmoral.

Es zeigt mir immer wieder, dass Männer eigentlich perfekt sein müssen. Das Beste von heute und von früher. So funktioniert es aber nicht.

Mein Leben als Einzelner ist schon anstrengend genug. Wenn Frauen so gut alleine klarkommen, dann bitte.
Vogel hat geschrieben: ↑12.07.2025, 15:26 Die Zeit spielt gegen uns.
Die Zeit spielt gegen jeden.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 21.07.2025, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge zusammengeführt.
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(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Diomedes »

Seb-X hat geschrieben: ↑21.07.2025, 14:43 Es zeigt mir immer wieder, dass Männer eigentlich perfekt sein müssen. Das Beste von heute und von früher. So funktioniert es aber nicht.

Mein Leben als Einzelner ist schon anstrengend genug. Wenn Frauen so gut alleine klarkommen, dann bitte.
Es gibt mittlerweile auch das Phänomen der "male lonelyness epidemic" und statistisch ist 1/3 aller Männer bis 30 ca. ohne jegliche Erfahrung. Gleichzeitig steigen immer mehr Männer komplett aus dem Partnermarkt aus..., ersetzen teilweise Nähe mit Escorts etc.... 100% verständlich.

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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Wolfcraft »

Seb-X hat geschrieben: ↑21.07.2025, 14:43 Es geht um Leistung. Du sagst es ja indirekt: Ein gut angesehener Job und ein dickes Bankkonto gehören auf jeden Fall auch dazu.
Ich habe zufällig gehört wie eine Frau sagte der nächste muss schon ein Haus haben.
Diese Frau benahm sich sowas von unsympathisch, der zukünftige Mann tut mir jetzt schon leid.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Diomedes hat geschrieben: ↑21.07.2025, 16:56 Das ABtum ist in meinen Augen längst nicht mehr ein Randphänomen so wie früher. Die Menschen mit diesen Problemen werden immer mehr zur sichtbaren Erscheinung.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von selina »

Tania hat geschrieben: ↑19.07.2025, 22:59 Aber um diese klaren Ablehnungen (die meist noch nicht einmal begründet werden - ein "passt halt nicht" reicht) geht es mir gar nicht, sondern um diese halbherzigen "Ich würde ja, aber es gibt da eine Grenze" - Ablehnungen. Also die Situation, wo ein "Normalo" üblicherweise leise denkt "Schauen wir mal, was draus wird, mich stört zwar X, aber dafür ist Y und Z toll, da kann ich der Sache ruhig ne Chance geben und abwarten, wie es sich entwickelt" - aber das nicht ausspricht, bis es wirklich sehr stört und unbedingt ein Kompromiss her muss oder eine Trennung unvermeidlich wird.
Mein Eindruck ist da ähnlich. Auch wenn ich persönlich nicht die Grenze zwischen ABs und Normalo ziehe. Sondern eher zwischen Männern die im Umgang mit Frauen (einigermaßen) sicher oder eben sehr unsicher sind.
Unsicherheit im Kennenlernen ist, denke ich, völlig normal. Aber man teilt eben nicht jeden Zweifel an der anderen Person dieser auch mit. Zumindest nicht wenn man sie nach dem ersten Treffen noch wiedersehen möchte.
Einfacher ausgedrückt es ist reizvoll wenn man zu Beginn noch im unklaren ist wohin die Reise geht. Aber es ist komplett abtörnend wenn man beim ersten Treffen mitgeteilt bekommt das man für das Gegenüber eigentlich nicht gut genug ist. Oder sich jemand anderen wünscht.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Reinhard »

Wolfcraft hat geschrieben: ↑21.07.2025, 18:28 Ich habe zufällig gehört wie eine Frau sagte der nächste muss schon ein Haus haben.
Wie alt war die Frau ungefähr? Ich mein, jemanden zu finden, der mit 50 ein Haus hat, das kann ja sein. Aber soll derjenige auch noch 25 sein, da muss er schon früh geerbt haben oder ein gutgehendes Unternehmen gegründet haben (und hat dann wahrscheinlich keine Zeit für Frauen).
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Tania »

selina hat geschrieben: ↑21.07.2025, 20:18 Auch wenn ich persönlich nicht die Grenze zwischen ABs und Normalo ziehe. Sondern eher zwischen Männern die im Umgang mit Frauen (einigermaßen) sicher oder eben sehr unsicher sind
Ja, dem würde ich zustimmen.
Einfacher ausgedrückt es ist reizvoll wenn man zu Beginn noch im unklaren ist wohin die Reise geht. Aber es ist komplett abtörnend wenn man beim ersten Treffen mitgeteilt bekommt das man für das Gegenüber eigentlich nicht gut genug ist. Oder sich jemand anderen wünscht.
Reizvoll finde ich diese anfängliche Unsicherheit nicht. Eher nervig und ziemlich anstrengend. Aber trotzdem völlig normal. Man muss sich schließlich erstmal kennenlernen - und tiefe Gefühle entstehen auch nicht über Nacht. Aber beim Rest bin ich wieder komplett bei Dir :daumen:
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Bobbertus »

selina hat geschrieben: ↑21.07.2025, 20:18 Unsicherheit im Kennenlernen ist, denke ich, völlig normal. Aber man teilt eben nicht jeden Zweifel an der anderen Person dieser auch mit. Zumindest nicht wenn man sie nach dem ersten Treffen noch wiedersehen möchte.
Einfacher ausgedrückt es ist reizvoll wenn man zu Beginn noch im unklaren ist wohin die Reise geht. Aber es ist komplett abtörnend wenn man beim ersten Treffen mitgeteilt bekommt das man für das Gegenüber eigentlich nicht gut genug ist. Oder sich jemand anderen wünscht.
Absolut dickes fettes NEIN. 🙅🏻‍♂️

Ich finde es überhaupt nicht "reizvoll" wenn ich im Glauben gelassen werde, dass ich eine positive Interaktion mit jemandem habe weil Freundlichkeit und Interesse geheuchelt werden damit man "keine Szene macht" anstatt einfach zu sagen "Ich möchte einfach meine Ruhe, bitte geh weg", aber im Nachhinein festzustellen "Okay, du Vollhorst bist ihr vorhin im Bus so auf die Nerven gegangen das sie dich sicherheitshalber auf Facebook blockiert hat..." 😒

Für mich sind auch diese "Mal Schauen" Profile auf Dating Apps ein Grauen, weil ja, ich verstehe zu 100%, dass ein OK zu einem Treffen nicht heißt "Und wir Leben jetzt zusammen bis ans Ende unserer Tage", aber es hat doch dann von Anfang schon wieder diesen ekligen Beigeschmack, dass ich doch bitte den Verkäufer spielen soll und dann die Dame davon überzeugen soll "Du solltest ne Beziehung haben und nicht mit irgendeinem sondern mir. "... ich bin kein Verkäufer also ist das denke ich schon von Grund auf zum scheitern verurteilt. 🙄

Das man nach ein bisschen Online Chatten die Chemie in echt ausloten muss, macht ja Sinn, dagegen sage ich nichts, aber ich will auf einer Dating Plattform nichts da von wegen "Bin frisch getrennt. Suche eigentlich momentan keine Beziehung. Aber vielleicht klappt es ja doch." lesen, aber trotzdem gibt es diese Profile... Ich denke ich brauche grundlegend die Sicherheit das ich und die Frau tatsächlich auf Richtung "geschlossene Beziehung" hinarbeiten wollen und ich da nicht schon allein bin mit diesem Endziel... ganz zu schweigen wenn ich was von wegen "Offene Beziehung" lese, das ist für mich weniger als nichts und auch das sehe ich immer häufiger... 🙄

Um ehrlich zu sein habe ich das Gefühl die meisten Menschen sind tatsächlich nicht begeistert vom Dating Prozess, bloß das Ergebnis ist das was dann eigentlich zählt und genau wie bei einer Ausbildung oder dem Studium beißt man sich halt durch die Mistphase die man am liebsten überspringen würde damit man DANACH was handfestes hat... so klingt es zumindest in meinem Umfeld... 🤷🏻‍♂️

Nicht einmal meine Cousine die jetzt verheiratet ist und bereits 3 (oder 4? hatte länger keinen Kontakt mehr) Kinder hat, hatte irgendwelche schönen Worte für "Dating" übrig, obwohl sie erst durch Dating den Mann gefunden hat mit dem sie jetzt (vermutlich) bis an ihr Lebensende zusammen bleibt... 🧐
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Obelix »

Bobbertus hat geschrieben: ↑22.07.2025, 05:57
selina hat geschrieben: ↑21.07.2025, 20:18 Unsicherheit im Kennenlernen ist, denke ich, völlig normal. Aber man teilt eben nicht jeden Zweifel an der anderen Person dieser auch mit. Zumindest nicht wenn man sie nach dem ersten Treffen noch wiedersehen möchte.
Einfacher ausgedrückt es ist reizvoll wenn man zu Beginn noch im unklaren ist wohin die Reise geht.
Absolut dickes fettes NEIN. 🙅🏻‍♂️

Ich finde es überhaupt nicht "reizvoll" wenn ich im Glauben gelassen werde, dass ich eine positive Interaktion mit jemandem habe weil Freundlichkeit und Interesse geheuchelt werden damit man "keine Szene macht" anstatt einfach zu sagen "Ich möchte einfach meine Ruhe, bitte geh weg", aber im Nachhinein festzustellen "Okay, du Vollhorst bist ihr vorhin im Bus so auf die Nerven gegangen das sie dich sicherheitshalber auf Facebook blockiert hat..." 😒
Wenn Du mit einem "Geh weg!" im Hinterkopf in ein Treffen gehst, kannst Du tatsächlich gleich ablehnen und dir den Stress sparen. Abgesehen davon, dass man Dir diese Einstellung höchstwahrscheinlich auch ansehen wird. Den Rat von Selina sehe ich eher als eine Empfehlung für den Fall eines: "Ein Funke ist zwar nicht übergesprungen, aber irgendwie war es schon nett".

Bobbertus hat geschrieben: ↑22.07.2025, 05:57 Für mich sind auch diese "Mal Schauen" Profile auf Dating Apps ein Grauen, weil ja, ich verstehe zu 100%, dass ein OK zu einem Treffen nicht heißt "Und wir Leben jetzt zusammen bis ans Ende unserer Tage", aber es hat doch dann von Anfang schon wieder diesen ekligen Beigeschmack, dass ich doch bitte den Verkäufer spielen soll und dann die Dame davon überzeugen soll "Du solltest ne Beziehung haben und nicht mit irgendeinem sondern mir. "... ich bin kein Verkäufer also ist das denke ich schon von Grund auf zum scheitern verurteilt. 🙄
Nicht du sollst dich verkaufen, sondern ihr beschnuppert euch gegenseitig. Und dann trefft ihr beide eine Entscheidung, ob ihr euch nochmal sehen wollt oder nicht.

Diese "Mal schauen"-Profile gibt es vor allem auf den Plattformen, auf denen es nichts kostet, mal eben ein Profil einzustellen. Dort, wo man für die Gundfunktionalitäten schon etwas zahlen muss, ist die Hemmschwelle dann doch deutlich höher, d.h. die Quote an ernst gemeinten Profilen ist wesentlich besser. Aber auch dort gibt es Mitglieder (m/w/d), die erst dann, wenn sie kontaktiert werden, merken, dass ihnen doch nicht so ganz wohl ist mit dem Dating.
Bobbertus hat geschrieben: ↑22.07.2025, 05:57 Um ehrlich zu sein habe ich das Gefühl die meisten Menschen sind tatsächlich nicht begeistert vom Dating Prozess, bloß das Ergebnis ist das was dann eigentlich zählt und genau wie bei einer Ausbildung oder dem Studium beißt man sich halt durch die Mistphase die man am liebsten überspringen würde damit man DANACH was handfestes hat... so klingt es zumindest in meinem Umfeld... 🤷🏻‍♂️
Es scheint wohl Leute zu geben, die tatsächlich ihren Spaß daran haben, auf diesem Weg immer mal wieder einen wildfremden Menschen zu treffen. Mir selbst ist aber noch niemand von dieser Sorte begegnet. Irgendwie waren die ersten Treffen immer erstmal unangenehm.
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selina
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von selina »

Bobbertus hat geschrieben: ↑22.07.2025, 05:57
selina hat geschrieben: ↑21.07.2025, 20:18 Unsicherheit im Kennenlernen ist, denke ich, völlig normal. Aber man teilt eben nicht jeden Zweifel an der anderen Person dieser auch mit. Zumindest nicht wenn man sie nach dem ersten Treffen noch wiedersehen möchte.
Einfacher ausgedrückt es ist reizvoll wenn man zu Beginn noch im unklaren ist wohin die Reise geht. Aber es ist komplett abtörnend wenn man beim ersten Treffen mitgeteilt bekommt das man für das Gegenüber eigentlich nicht gut genug ist. Oder sich jemand anderen wünscht.
Absolut dickes fettes NEIN. 🙅🏻‍♂️

Sorry, das hast du falsch verstanden. Oder ich habe mich unklar ausgedrückt.
Ich meinte nicht das man sich mit jemanden trifft mit dem man nix anfangen kann. Da sollte man schon klar formulieren ob es ein zweites Treffen geben wird oder eben nicht.
Aber man muss beim ersten Treffen nicht wissen (und meiner Meinung kommt das auch höchst selten vor) ob man mit dem Date eine Beziehung, Kinder usw. haben möchte. Beim ersten Date schaut man ob es eine zweites Treffen gibt. Mehr erst einmal nicht.
Meiner Erfahrung nach wollen gerade sehr unsichere Menschen beim ersten Treffen am liebsten alles abklären und möglichst gleich erfahren ob es eine Beziehung geben wird. Solch eine Erwartung nimmt dem Ganzen aber komplett die Leichtigkeit und das Spielerische. Aus einem ersten, noch recht uverbindlichen Treffen wird gleich eine bierernste Sache gemacht. Das schreckt viele Menschen ab.
Natürlich ist es verdammt schwer, mit Leichtigkeit daran zu gehen wenn man nur alle Jubeljahre die Gelegenheit zu einem Date bekommt. Das ist mir auch klar. Deswegen finde ich die Idee der Übungsdates nicht so verkehrt.
Glück ist für mich, wenn mir niemand auf den Sack geht.
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Bobbertus »

Obelix hat geschrieben: ↑22.07.2025, 13:50 Wenn Du mit einem "Geh weg!" im Hinterkopf in ein Treffen gehst, kannst Du tatsächlich gleich ablehnen und dir den Stress sparen. Abgesehen davon, dass man Dir diese Einstellung höchstwahrscheinlich auch ansehen wird.
Nur zur Klarstellung wie die Situation war auf die ich mich bezogen habe:

Ich habe eine Mitschülerin mit der ich ein paar Jahre zuvor in der gleichen Klasse war per Zufall im Bus gesehen. Ich sah das sie mich gesehen hat, also hab ich zum Gruß die Hand gehoben und anstatt keiner Reaktion kam erstmal ein Gruß zurück... dann bin ich zu ihr hin und hab gefragt ob sie etwas quatschen will... da meinte sie noch "Ja", also so weit so gut. 🤔

Ich war in Gedanken schon auf Wolke 7 weil ich erst am Morgen überlegt habe ob ich über Facebook Kontakt aufnehmen soll und habs dann doch erstmal gelassen... aber dann hab ich sie im Bus getroffen und hatte ein nettes Gespräch mit ihr... zumindest meiner Empfindung nach. 😅

Sie hat mich dann wie gesagt scheinbar auf FB blockiert gehabt in der Zeit die es für mich gebraucht hat nach unserem Gespräch im Bus nach Hause an den PC zu kommen, mich in FB einzuloggen und festzustellen, dass das Profil nicht mehr da war... aber halt nur während ich eingeloggt war... 👀

Also hatte sie offensichtlich irgendwann keinen Nerv mehr für das Gespräch und muss das als so schlimm empfunden haben, das als ich ihr quasi zum Abschied gesagt hab "Wir können ja vielleicht mal über Facebook schreiben wenn du willst." ihre oberste Priorität war mich zu blockieren damit ich sie ja nicht anschreiben kann. 😒

Deswegen... wäre ein "Geh Weg!" von ihr an mich lieber gewesen als dieser Affentanz. Mir macht es auch keinen Spaß jemand zu nerven, aber wenn sie mir vorgaukelt das alles super ist, woher soll ichs wissen das es offenbar so extrem schlimm war... 🤷🏻‍♂️
selina hat geschrieben: ↑22.07.2025, 14:30 Sorry, das hast du falsch verstanden. Oder ich habe mich unklar ausgedrückt.
Ich meinte nicht das man sich mit jemanden trifft mit dem man nix anfangen kann. Da sollte man schon klar formulieren ob es ein zweites Treffen geben wird oder eben nicht.
Okay, danke für die Klarstellung, das kam wohl irgendwie falsch bei mir an... 😅
Deswegen finde ich die Idee der Übungsdates nicht so verkehrt.
Denke ich bringt mir nichts, weil ich mich bei einem "Probealarm" auch ganz anders verhalte als wenn dann ein "nicht vorher angemeldeter Alarm" kommt... selbst wenn ich in der 2. Situation auch nichts zu befürchten hatte (Falscher Alarm wegen Raucher auf dem Klo), ist das doch schon mal ganz anders von der Wahrnehmung gewesen nur weils dann "plötzlich" war und man erstmal nicht wusste "Okay, was ist denn jetzt los?" ... 😶
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Re: Wie passend muss ein Mensch sein, um für eine Beziehung in Frage zu kommen?

Beitrag von Zuya Hiyaye »

selina hat geschrieben: ↑22.07.2025, 14:30 Deswegen finde ich die Idee der Übungsdates nicht so verkehrt.
Ein sogenanntes Übungsdate, bei dem eine Frau nur über mich ablästert, ihren Frust über Männer an mir auslässt, kein gutes Haar an mir lässt und das auch noch überall hinter meinem Rücken verbreitet – das bringt mir gar nichts. Ich habe es nach zwei, drei solchen Versuchen gelassen.

Was wirklich helfen könnte

Was ich mir dagegen vorstellen könnte, wäre eine kontrollierte Übungssituation, begleitet von einem Fachmann mit richtiger Qualifikation. Damit meine ich nicht jemanden, der mal ein Buch gelesen hat, Moderator eines Forums ist und deshalb meint, er wäre Therapeut.

Eine solche Unterstützung müsste auf einem pädagogischen Grundsatz basieren: Ich müsste dort abgeholt werden, wo ich stehe, und positive Anknüpfungspunkte müssten genutzt werden. Nur sind solche Fachleute extrem dünn gesät. Wohl deshalb nehmen einige Frauen an, dass es als Qualifikation ausreicht, weiblich zu sein – eine Annahme, die ich für absolut falsch halte.

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