Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
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RomNey
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Deja-vu
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Jeder, der hier weg geht, trägt ja was zum Aussterben bei.
Wenn es wirklich nur an der Freischalterei liegen würde, wäre drüben mehr los. Sieht von außen aber nicht so aus. Und ich weiß auch von mind. zwei dort registrierten Mitgliedern, dass es nicht so ist.
Ich hatte nun dieses Forum zuerst gefunden, und sah keinen Sinn darin, mich in dem anderen auch noch anzumelden, weil ich dort größtenteils dieselben Nicknamen lese wie hier.
Hier melden sich ja stetig neue Mitglieder an, aber die meisten tauchen nahezu sofort wieder ab.
Ist das drüben anders? Gibt es viele Neulinge und bleiben sie dort aktiv?
Wenn es wirklich nur an der Freischalterei liegen würde, wäre drüben mehr los. Sieht von außen aber nicht so aus. Und ich weiß auch von mind. zwei dort registrierten Mitgliedern, dass es nicht so ist.
Ich hatte nun dieses Forum zuerst gefunden, und sah keinen Sinn darin, mich in dem anderen auch noch anzumelden, weil ich dort größtenteils dieselben Nicknamen lese wie hier.
Hier melden sich ja stetig neue Mitglieder an, aber die meisten tauchen nahezu sofort wieder ab.
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LazyEyeOzzy
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Hier wäre aber mehr los wenn hier richtige Unterhaltungen zustande kommen würden.
So muss man immer warten bis wieder ein Schwung Beiträge freigeschaltet wird und ehrlich gesagt habe ich auch schon lange keine Lust mehr mich hier zu beteiligen weil es keinen Spaß mehr macht.
Ich schaue hier im Moment nur noch wegen Privatnachrichten rein und das wars eigentlich.
Ins andere Forum möchte ich nicht weil dahin damals (zum Glück) einige Leute abgewandert sind wo man sich hier geweigert hat die zu sperren obwohl die ständig nur provoziert und ärger gemacht haben.
Aber leider gibt es ja auch keine richtigen alternativen.
So muss man immer warten bis wieder ein Schwung Beiträge freigeschaltet wird und ehrlich gesagt habe ich auch schon lange keine Lust mehr mich hier zu beteiligen weil es keinen Spaß mehr macht.
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Waldgeist
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Der Niedergang des Forums lässt sich nicht verhindern und erliegt nicht an der Moderation!
Vor 10-15 Jahren war das Forum hier der einzige nennenswerte Anlaufpunkt für unfreiwillig beziehungslose Menschen.
Heute gilt ein Forum generell als veraltet und es gibt massive Konkurrenz.
Die Incel-Bewegung über 4Chan und Reddit oder die Manosphere über Youtube + TikTok
zieht heute den Großteil der Mitglieder an einschließlich der weiblichen Equivalente für Abinen.
Selbst politische Parteien nutzen das Thema heute für sich.
Wenn man die Moderation abschafft, dann besteht ein hohes Risiko,
dass das Forum sich radikalisiert und für normale ABs unbrauchbar wird!
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RomNey
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Moderation abschaffen? Komme irgendwie nicht mit.
inwiefern das Forum jetzt hilfreicher ist als vor 5 Jahren, da lässt sich auch drüber streiten...
Ich finde es einfach Schade...
Schade für alle die hier neu ankommen, die eh schon Angst vor allem moglichen haben, derbe schambehaftet sind, eh allen Mut erstmal zusammen nehmen müssen, sich hier anzumelden und sich Preis zu geben und zu öffnen....
Ich glaube wäre es zu meiner Zeit gewesen so wie jetzt, ich befürchte ich hätte mich hier nicht angemeldet, wäre vielleicht immer noch AB.
Schade auch für uns alle die hier aktiv sein möchten.
Wo es früher sehr dynamisch war, ich gefühlt den halben Tag im Forum "verbringen" konnte und es gab immer neues.
Ist jetzt nur noch im 1-2 Tage Rhythmus möglich, also gefühlt was ich früher an einem Vormittag geschrieben und gelesen habe ist jetzt auf eine Woche gedehnt....
Glaube das sind so die 2 größten Punkte für mich.
Damit könnte ich den Wut rauslassen Thread täglich gut füllen...
Fühle mich ein wenig wie die Musikanten auf der Titanic, es geht eh unter, dann können wir dabei wenigstens versuchen irgendwie die Laune oben zu halten.
Normal ist was sich gut anfühlt!
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Vogel
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Gutes Argument! Zumal dies ja tatsächlich ja beim ersten engl.-sprachigen Forum passierte, und dadurch der Begriff " Incel" sich ins negative verkehrte.
Nur geht es hier nicht daum, ob es überhaupt Moderation geben soll, sondern wie sie aussehen soll. Dadurch das alle Beiträge erst freigeschaltet werden müssen, und das nur 1-2x Tag passiert, ist der Diskussionsfluss zäh und stockend.
Ich kenne aber auch Diskussionsforen, wo je nach Thema tatsächlich wie jetzt hier auch vormoderiert wird, damit Diskussionen nicht eskalieren. Vielleicht könnte eine KI-Funktion das deutlich schneller erledigen?
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Cavia
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Bis die Beiträge freigeschaltet werden, habe ich vergessen, was ich geschrieben habe und worum es ging. 
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Waldgeist hat geschrieben: ↑25 Apr 2026 19:44 Der Niedergang des Forums lässt sich nicht verhindern und erliegt nicht an der Moderation!
Vor 10-15 Jahren war das Forum hier der einzige nennenswerte Anlaufpunkt für unfreiwillig beziehungslose Menschen.
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Wenn man die Moderation abschafft, dann besteht ein hohes Risiko,
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1. Das stimmt, allerdings war der Abtreff etabliert und kein kleines Forum. Es gibt manchmal Foren, die trotzdem im Social-Media-Zeitalter bestehen. Je etablierter das Forum ist - und je mehr es eine Monopolstellung hatte - desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es sich trotzdem "halten" kann. Dafür darf man aber eben keine Experimente machen.
2. Die Moderation ist wohl eher zur Zeit abgeschafft, weil alles auf Kolinatans Rücken fällt. Niemand spricht davon, Moderation abzuschaffen. Oder gab es vor Kolinatans Übernahme keine Moderation?
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https://abtreff.de/viewtopic.php?p=1392252#p1392252
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Kolinatan hat geschrieben: ↑22 Apr 2026 21:03Zunächst einmal könntest Du diese Diskussion unter der alten Leitung gar nicht führen, weil öffentliche Kritik an der Moderation oder gar der Leitung nicht zugelassen wurde.
Wie erfolgreich die Methoden der öffentlichen Demütigung und Bestrafung waren, lässt sich aus meiner Sicht daran ablesen, wie häufig Accounts gesperrt wurden, weil es sich um Mitglieder handelte, deren Account dauerhaft gesperrt wurden. Ich sehe nicht, dass dieses Problem mit den alten Methoden gelöst worden wäre. Stattdessen wurde ein Klima der permanenten Verdächtigung geschaffen, dass es sich um einen ehemaligen gesperrten Nutzer handeln könnte.
Das ist der einzige Punkt, den ich dir vollumfänglich zugestehe.
Das war tatsächlich arrogant und falsch im alten Forum. Das Kritik nicht geduldet wurde.
Das ideale Forum wäre eines, ohne deine Verbesserungen - mit Ausnahme der Tatsache, dass öffentliche Kritik nun möglich wäre.
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Und du triffst natürlich bessere Entscheidungen?Kolinatan hat geschrieben: ↑22 Apr 2026 21:03Ja, natürlich. Warum nicht? Es zeigt sich doch immer wieder, dass nur weil mehr Menschen an einer Entscheidung beteiligt sind, diese nicht unbedingt bessere Entscheidungen treffen, vor allem wenn sie zwar mitreden können, allerdings selbst keine Verantwortung für das Ergebnis übernehmen.Ferienhaus hat geschrieben: ↑22 Apr 2026 19:37 Und vor allem sollte eine einzige Person das so entscheiden können?
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Kolinatan
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Nicht zwangsläufig, allerdings vertraue ich meiner Entscheidungskompetenz mehr als der anderer Menschen, weshalb ich lieber selbst die Dinge in die Hand nehme, wenn ich einen Weg dafür sehe und möglichst Situationen vermeide, in welcher andere Menschen der Meinung sind, für mich Entscheidungen treffen zu wollen. Trotz meiner Handlungen hier, mag ich es nicht, für andere Menschen Entscheidungen zu treffen oder treffen zu sollen. Allerdings bin ich bereit meinen Worten Taten folgen zu lassen und im Zweifel die Dinge selbst zu machen und so wie ich es als sinnvoll ansehe, statt es von anderen zu verlangen. Ich bin niemand der etwas nur halb macht oder zu Kompromissen bereit ist. Wenn ich etwas für richtig halte, brauche ich einen für mich sinnvollen Grund meine Meinung oder Sichtweise zu ändern.
Bisher hat weiterhin niemand die Option ausprobiert einen eigenen Forenbereich zu betreuen und dort die Moderation vollständig zu übernehmen und zu garantieren, dass Konflikte - auf welche Weise auch immer - dort zeitnah und eigenverantwortlich gelöst werden. Stattdessen wird daran herumkritisiert, wie ich mir die Arbeit und die Zeit für das Forum so einteile, damit ich diese mit meinen anderen Aufgaben sinnvoll kombinieren kann, indem ich die Beiträge asynchron freigebe und möglichen Konflikten nicht (mehr) hinterher moderiere.
Ganz ehrlich ... auch wenn es immer mal wieder Beiträge gibt, welche ich so nicht verfassen würde und mich darüber sorge, dass es kritisch wird, wenn das Thema weiter eskaliert würde, so sieht es für mich durchaus so aus, das sich die Freischaltungspraxis - vielleicht in Verbindung mit dem Codex, vielleicht auch nur Aufgrund der Kontrolle - dahingehend bemerkbar macht, dass bei aller Ironie, Polemik und aggressiven Antworten auf Triggerthemen, auf persönliche Angriffe weitgehend verzichtet wird. Auch wenn ich durchaus gelesen habe, dass manche Beiträge trotzdem als persönlicher Angriff bewertet wurden.
Wenn man mir eine bessere* Lösung als die jetzige vorschlagen würde, dann wäre ich der letzte, der etwas dagegen hätte etwas zu ändern.
* - Besser meint in diesem Fall, dass ich weniger Zeit aufwenden kann und trotzdem sichergestellt ist, dass Konflikte vermieden werden - oder zumindest soweit reduziert werden, dass sie nicht stärker eskalieren, als dass man feststellt, dass die Meinungen oder Sichtweisen unvereinbar sind -, Menschen nicht ausgeschlossen oder bestraft/beschämt werden und es keine inhaltlichen Beschränkungen gibt, worüber Mitglieder sich austauschen dürfen. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass die moralisierenden Äußerungen nicht überhand nehmen.
Ich gebe durchaus zu, dass ich - als ich damals das Forum verlassen habe - zu erschöpft war, von den Auseinandersetzungen hier, dass ich damals einfach nur das Forum los haben wollte und mir seine weitere Zukunft nicht mehr wichtig genug war. In Hinsicht auf die Konflikte, hat es sich über die Zeit nicht sehr verändert. Die Mitglieder mögen wechseln, die Konflikte bleiben die gleichen. Die Herausforderung ist es, die Konflikte nicht dadurch zu lösen, dass nach und nach eine Meinungshegemonie errichtet wird.
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Arsonist
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Hi, ich war hier lange nicht mehr aktiv und mich verwundert die Entscheidung schon sehr dass einzelne Beiträge manuell freigeschaltet werden. Das habe ich bisher noch nie gesehen. Dass sich Leute im Internet streiten gibt es seit das Internet existiert, also ist nichts Neues. Kann mich an die alten Zeiten erinnern dass hier gerne mal Kleinkriege ausgefochten wurden, aber irgendwie gehört das für mich zu einer lebendigen Forumskultur dazu. Nach meiner Erinnerung ging es auch nie unter die Gürtellinie oder wurde sogar strafrechtlich relevant.
Ich denke die Forenkultur ist allgemein auf dem absteigenden Ast in Zeiten sozialer Medien und Reddit, 4Chan etc. Das muss man mal im Gesamtkontext betrachten.
@Kolinatan hat natürlich das Hausrecht und kann in seinem Forum machen was er will.
Ich denke die Forenkultur ist allgemein auf dem absteigenden Ast in Zeiten sozialer Medien und Reddit, 4Chan etc. Das muss man mal im Gesamtkontext betrachten.
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Desiised
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
HalloKolinatan hat geschrieben: ↑28 Apr 2026 02:03Nicht zwangsläufig, allerdings vertraue ich meiner Entscheidungskompetenz mehr als der anderer Menschen, weshalb ich lieber selbst die Dinge in die Hand nehme, wenn ich einen Weg dafür sehe und möglichst Situationen vermeide, in welcher andere Menschen der Meinung sind, für mich Entscheidungen treffen zu…
Ich möchte das Fass nicht wieder neu aufmachen denn ich bin die Diskussion leid. Ich bin auch kein streitsüchtiger Mensch der sich Konflikte wünscht aber meiner Ansicht nach sind die Konflikte nur das Symptom.
Manchmal ist es wichtig dass man bestimmte Dinge ansprechen und Verhaltensweisen kritisieren darf damit man dem Menschen die Chance geben kann sich zu verändern. Und letztendlich würde diese Veränderung dazu beitragen dass die Welt ein Stückchen besser wird und der Mensch manche seiner Probleme löse kann. Sich selbst zu hinterfragen und ehrliches Feedback zu erhalten sind essenziell für die persönliche Weiterentwicklung. Dass Kritik an der eigenen Person Leute triggert ist doch völlig klar und ein völlig normales menschliches Verhalten. Es bedeutet aber nicht dass sich die Leute diesen Input nicht zu Herzen nehmen und zumindest darüber nachdenken.
Deine Zensur unterscheidet leider nicht zwischen wertvollem Input und Querulantentum sondern unterbindet einfach jegliche Kommunikation die Konflikte auslösen könnte (auch die Konflikte die Symptom eines wertvollen Dialogs sind).
Und das Ergebnis das zu beobachten ist, ist mehr Harmonie im Forum aber auch weniger Hilfe sich weiterzuentwickeln
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Vogel
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Ist es wirklich Zensur in einem Forum, wenn vormoderiert wird?
Auf Wikipedia bekommt man dazu folgendes: "Eine Vorauswahl privater Stellen, ob Beiträge veröffentlicht werden oder nicht (z. B. einer Zeitungsredaktion vor der Veröffentlichung von Leserbriefen oder eines Forenmoderators vor oder nach der Veröffentlichung von Beiträgen in Online-Foren), ist daher keine Zensur im Sinne des Grundgesetzes und verfassungsrechtlich unbedenklich."
Ich wäre daher vorsichtig mit Umgang solcher falsch genutzen Begriffen, da diese am Ende nur noch mehr verwässert werden.
Im übrigen kann ich Deine Kritik hier öffentlich lesen - was wurde also zensiert? Wo konntest Du Dich nicht frei äussern?
Es braucht zwar ewig, bis hier was frei geschalten wurde, was den Diskussionsfluss deutlich abbremst - aber im Vergleich zum alten Forum sind deutlich mehr Themen erwünscht und möglich. Politik zum Beispiel - dabei kommen solche Themen kaum noch vor. Früher gab es User, die es offenbar aufgrund des Verbots erst Recht drauf angelegt haben.
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Kolinatan
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Ja, dieser Ansicht bin ich auch. Allerdings - aus meiner Sicht - sind die Konflikte ein Symptom dafür, dass etwas auf der zwischenmenschlichen Ebene nicht passt. Andere Menschen anonym und schriftlich zu kritisieren, trägt in der Regel nicht dazu bei, dass diese zwischenmenschlichen Konflikte geklärt würden und ein Gefühl von Verbundenheit entsteht, dazu ist zumeist zu viel Interpretation, Moralisierung und Projektion im Spiel.
Genau mit dieser Haltung beginnen für mich die Probleme. Es ist ein Aspekt einem Menschen zu sagen, warum ich selbst ein Problem mit einer bestimmten Verhaltensweise von ihm habe und ihm zu erklären, warum das für mich so ist. Ohne dabei zu behaupten, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung sei und er sich deshalb gar zu "ändern" habe.
Wie genau würdest Du Deine Haltung beschreiben, aus welcher heraus Du Deine Kritik vorträgst? Geht es darum sich mit einem Menschen zu verbinden und ihn besser verstehen zu wollen oder geht es darum, dass Du selbst eine Vorstellung davon hast, wie der andere zu sein habe und daher mit der Kritik versuchst Druck aufzubauen, dass er sich möglichst in die Richtung verändere, welche für Dich passend erscheint?
Hast Du in all den Jahren hier im Forum den Eindruck, dass viele der AB sich zu wenig hinterfragen? Interessant ist auch Dein Wechsel, von der Kritik an einem Verhalten hin zur Kritik an einer Person. Aus meiner Sicht ist das Problem vieler AB eher, dass sie sich Kritik viel zu sehr zu Herzen nehmen, obwohl es sie gar nicht betrifft. Stattdessen werden sie in ihren Selbstzweifeln gestärkt, dass sie so wie sie sind nicht in Ordnung seien. Das diese Form der Kritik ihre Scham und Selbstwertthemen triggert ist da nicht besonders überraschend. Ich denke, dass die Menschen hier ins Forum kommen, auf der Suche nach Antworten und nicht um noch mehr Ablehnung und Kritik zu bekommen. Ich denke, dass die meisten Mitglieder bereits genug Erfahrung mit ablehnender Kritik gemacht haben und wenn diese Form der Kritik helfen würde, müssten wir längst in einem Paradies leben.
Probieren wir es doch gerne einmal aus. Ich kritisiere Dein Verhalten und Du gibst mir Rückmeldung, in welchem Umfang es Dir dabei hilft, Deine Probleme zu lösen.
Dass die Verwendung des Begriffes Zensur für ein privates Forum inhaltlich nicht passt, dass hat Dir Vogel schon als Rückmeldung gegeben.
Was ich Dir als Rückmeldung geben kann, was ich in Deiner Form der kritischen Äußerung als problematisch ansehe, dass Du etwas kritisierst, ohne Dich informiert zu haben, welche Beiträge aus welchen Gründen nicht freigegeben wurden. Deine Äußerung ist so angelegt, dass sie suggeriert, dass ich durch vermeintlich nicht erfolgte Freischaltungen Konflikte unzulässiger Weise verhindern würde und Kommunikation unterbände.
In diesem Jahr - also in ca. 4,5 Monaten - gab es fünf Beiträge, welchen ich nicht freigeben habe. In der Regel erhält jedes Verfassy dabei eine Erklärung und Rückmeldung, warum ich den Beitrag nicht freigegeben habe. Es scheint mir auch wichtig zu sein, es noch mal explizit zu benennen, dass die Freigabe nur die beiden Austauschforen "AB-Treff Café" und "AB-Treff Nachtclub" erfolgt. In allen anderen Bereichen greift eine nachgelagerte Moderation. Die Freischaltung erfolgt dabei mindestens zwei Mal am Tag. An den Tagen, an welchen ich am Rechner arbeite, schaue ich öfter ins Forum, insbesondere wenn in einem Thema viel geschrieben wird.
Letztlich ist aus meiner Sicht die Unterstellung, dass manche sich nur als "Querulanten" äußern bereits eine unzulässige moralisch abwertende Unterstellung, welche sachlich nicht gerechtfertigt ist. Vor allem wäre die Frage, nach welchem Kriterium Du "Querulanten" identifizieren wolltest. Ich persönlich sehe den Versuch nach Inhalten selektieren zu wollen und zu bewerten, dass etwas "wertvoller Inhalt" sei oder nicht, als eine viel kritischere Form des Filters und eine deutlich stärkere Form der Meinungseinschränkung, als dass ich Eskalationen und persönliche Angriffe unterbinde. Auch wenn ich bereits die Rückmeldung erhalten habe, dass Beiträge, welche von mir freigeben wurden, als persönliche Angriffe verstanden wurden. Die Vorstellung, dass in den Beiträgen, welche von mir freigegeben wurden, nicht genug Konflikte und Meinungsverschiedenheiten enthalten seien, kann ich nicht nachvollziehen.
Ich weiß nicht welche Beiträge Du im Forum gelesen hast oder wie Du Harmonie verstehst. Ich sehe kein Verhalten im Forum, was ich mit Harmonie bezeichnen würde. Ganz im Gegenteil, stattdessen sehe ich unterschiedliche Haltungen und Meinungen im Forum vertreten, welche ebenso scharf kritisiert wurden.
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Desiised
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Ehrlichgesagt kenne ich die größten Konflikte eher zwischen Menschen die eine enge Bindung zueinander haben. zB die Konflikte mit den Eltern in der Pubertät. Ich würde nicht sagen dass es ein Anzeichen dafür ist dass etwas auf der Zwischenmenschlichen Ebene nicht stimmt. Im Gegenteil Menschen denen man sich verbunden fühlt denen gegenüber ist man normalerweise offener und ehrlicher weil man sich wünscht dem gegenüber zu helfen…Neue Anreize und Sichtweisen mitzugeben. So ist das zumindest bei mir. Ob die Sichtweise hilfreich oder anwendbar ist steht erst mal auf einem anderen Blatt Papier. Aber ohne neue Sichtweisen auch keine neuen Chancen.Kolinatan hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 12:24Ja, dieser Ansicht bin ich auch. Allerdings - aus meiner Sicht - sind die Konflikte ein Symptom dafür, dass etwas auf der zwischenmenschlichen Ebene nicht passt. Andere Menschen anonym und schriftlich zu kritisieren, trägt in der Regel nicht dazu bei, dass diese zwischenmenschlichen Konflikte geklärt würden und ein Gefühl von Verbundenheit entsteht, dazu ist zumeist zu viel Interpretation, Moralisierung und Projektion im Spiel.
Ich würde nicht behaupten dass mit irgendjemandem etwas nicht in Ordnung ist. Natürlich ist jeder so in Ordnung wie er ist und natürlich darf jeder sein Leben frei wählen. Aber wenn sich jemand wünscht mit einem anderen Menschen zusammen zu leben, geliebt zu werden und eine gesunde Beziehung zu haben dann spielt es eben vielleicht doch eine Rolle wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält. Deshalb ist es doch sinnvoll wenn jemand fragt „warum finde ich keine Freundin“ und man bemerkt bestimmte kontraproduktive Sichtweisen oder Verhaltensweisen in der Kommunikation, dass man darauf aufmerksam macht weil der Person das vielleicht doch garnicht bewusst ist. Ansonsten würde es meiner Meinung nach auch keinen Sinn machen die Frage im Forum zu stellen wenn man nur Antworten zulässt die keine Kritik enthalten.Kolinatan hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 12:24Genau mit dieser Haltung beginnen für mich die Probleme. Es ist ein Aspekt einem Menschen zu sagen, warum ich selbst ein Problem mit einer bestimmten Verhaltensweise von ihm habe und ihm zu erklären, warum das für mich so ist. Ohne dabei zu behaupten, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung sei und er sich deshalb gar zu "ändern" habe.
Wie genau würdest Du Deine Haltung beschreiben, aus welcher heraus Du Deine Kritik vorträgst? Geht es darum sich mit einem Menschen zu verbinden und ihn besser verstehen zu wollen oder geht es darum, dass Du selbst eine Vorstellung davon hast, wie der andere zu sein habe und daher mit der Kritik versuchst Druck aufzubauen, dass er sich möglichst in die Richtung verändere, welche für Dich passend erscheint?
Für mich persönlich muss sich niemand ändern. Ich darf aber selektiv sein wen ich in mein Leben lasse.
Ja den Eindruck habe ich tatsächlich. Die Standardbegründung ist immer Aussehen, Geld, Erfolg…das sind Gründe die meiner Meinung nach eindeutig zeigen dass sich jemand nicht ernsthaft hinterfragt. Wenn man Kritik nicht einfach abtun und ignorieren würde sondern einmal ernsthaft darüber nachdenkt und versucht etwas positives daraus zu ziehen dann könnte einem das sehr helfen.Kolinatan hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 12:24Hast Du in all den Jahren hier im Forum den Eindruck, dass viele der AB sich zu wenig hinterfragen? Interessant ist auch Dein Wechsel, von der Kritik an einem Verhalten hin zur Kritik an einer Person. Aus meiner Sicht ist das Problem vieler AB eher, dass sie sich Kritik viel zu sehr zu Herzen nehmen, obwohl es sie gar nicht betrifft. Stattdessen werden sie in ihren Selbstzweifeln gestärkt, dass sie so wie sie sind nicht in Ordnung seien. Das diese Form der Kritik ihre Scham und Selbstwertthemen triggert ist da nicht besonders überraschend. Ich denke, dass die Menschen hier ins Forum kommen, auf der Suche nach Antworten und nicht um noch mehr Ablehnung und Kritik zu bekommen. Ich denke, dass die meisten Mitglieder bereits genug Erfahrung mit ablehnender Kritik gemacht haben und wenn diese Form der Kritik helfen würde, müssten wir längst in einem Paradies leben.
Probieren wir es doch gerne einmal aus. Ich kritisiere Dein Verhalten und Du gibst mir Rückmeldung, in welchem Umfang es Dir dabei hilft, Deine Probleme zu lösen.
Kolinatan, jeder darf mich gerne kritisieren und offenes Feedback geben wenn ich eine Frage stelle. Ich hoffe sogar darauf. Ich frage nur wenn ich die Antwort wirklich wissen will und nicht um Bestätigung zu bekommen.
Ich kann dabei natürlich nur von meiner persönlichen Erfahrung sprechen warum meine Beiträge in der Vergangenheit nicht freigegeben oder abgeändert wurden. Als Folge daraus poste ich einfach kaum noch etwas. Mein Motiv hier zu sein ist Hilfe und Selbsthilfe aber das sehe ich nicht mehr erfüllt.Kolinatan hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 12:24Dass die Verwendung des Begriffes Zensur für ein privates Forum inhaltlich nicht passt, dass hat Dir Vogel schon als Rückmeldung gegeben.
Was ich Dir als Rückmeldung geben kann, was ich in Deiner Form der kritischen Äußerung als problematisch ansehe, dass Du etwas kritisierst, ohne Dich informiert zu haben, welche Beiträge aus welchen Gründen nicht freigegeben wurden. Deine Äußerung ist so angelegt, dass sie suggeriert, dass ich durch vermeintlich nicht erfolgte Freischaltungen Konflikte unzulässiger Weise verhindern würde und Kommunikation unterbände.
In diesem Jahr - also in ca. 4,5 Monaten - gab es fünf Beiträge, welchen ich nicht freigeben habe. In der Regel erhält jedes Verfassy dabei eine Erklärung und Rückmeldung, warum ich den Beitrag nicht freigegeben habe. Es scheint mir auch wichtig zu sein, es noch mal explizit zu benennen, dass die Freigabe nur die beiden Austauschforen "AB-Treff Café" und "AB-Treff Nachtclub" erfolgt. In allen anderen Bereichen greift eine nachgelagerte Moderation. Die Freischaltung erfolgt dabei mindestens zwei Mal am Tag. An den Tagen, an welchen ich am Rechner arbeite, schaue ich öfter ins Forum, insbesondere wenn in einem Thema viel geschrieben wird.
Letztlich ist aus meiner Sicht die Unterstellung, dass manche sich nur als "Querulanten" äußern bereits eine unzulässige moralisch abwertende Unterstellung, welche sachlich nicht gerechtfertigt ist. Vor allem wäre die Frage, nach welchem Kriterium Du "Querulanten" identifizieren wolltest. Ich persönlich sehe den Versuch nach Inhalten selektieren zu wollen und zu bewerten, dass etwas "wertvoller Inhalt" sei oder nicht, als eine viel kritischere Form des Filters und eine deutlich stärkere Form der Meinungseinschränkung, als dass ich Eskalationen und persönliche Angriffe unterbinde. Auch wenn ich bereits die Rückmeldung erhalten habe, dass Beiträge, welche von mir freigeben wurden, als persönliche Angriffe verstanden wurden. Die Vorstellung, dass in den Beiträgen, welche von mir freigegeben wurden, nicht genug Konflikte und Meinungsverschiedenheiten enthalten seien, kann ich nicht nachvollziehen.
Für mich unterscheidet es sich ob jemand Kritik übt weil er wertvolle Impulse geben will oder weil er seinen persönlichen Frust raus lassen will. Beides ist hier vertreten.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 14 Mai 2026 15:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitate repariert.
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Ja, aus meiner Sicht ist dies kein Widerspruch sondern im Gegenteil. Je näher einem ein Mensch ist, um so kleiner kann der Anlass sein, für die Störung auf der zwischenmenschlichen Ebene, um einen Konflikt vom Zaun zu brechen. Es liest am Morgen die Zeitung am Frühstückstisch, statt sich für das Frühstück zu bedanken und schon ist den ganzen Tag "dicke Luft". Weil keiner die Störung auf der zwischenmenschlichen Ebene klärt, werden auf anderen Ebenen Konflikte ausgetragen, bis beide es schaffen die Verbindung wieder in Ordnung zu bringen.Desiised hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 13:34 Ehrlichgesagt kenne ich die größten Konflikte eher zwischen Menschen die eine enge Bindung zueinander haben. [...] Ich würde nicht sagen dass es ein Anzeichen dafür ist dass etwas auf der Zwischenmenschlichen Ebene nicht stimmt. Im Gegenteil Menschen denen man sich verbunden fühlt [...]
Warum sind die Konflikte in der Pubertät so groß? Weil hier ein Rollenwechsel von der Kind-Eltern-Beziehung zu einer Beziehung zwischen Erwachsenen erfolgt und die Unsicherheit über die Veränderungen des eigenen Körpers extrem sensibel aufgenommen werden. Alles was einmal eine übliche Bemerkung war, wird nun anders und viel kritischer eingeordnet.
Was davon normal oder möglich sei, möchte ich nicht bewerten. Wie viel Offenheit in einer Beziehung möglich ist, hängt nach meiner Erfahrung davon ab, wie viel Vertrauen besteht, in die Stärke der Bindung und in die Konfliktfähigkeit aller Beteiligten. Kommt jede kritische Äußerung als persönlicher Angriff bei mir an und reagiere ich auf diesen vermeintlichen Angriff umgehend mit einem Gegenangriff, wird Offenheit und Ehrlichkeit in der Beziehung nicht viel Raum erhalten.
Aus meiner Sicht gibt es zwar Schnittmengen zwischen Ehrlichkeit und Kritik, allerdings muss es nicht bedeutet, jemanden zu kritisieren. Für mich ist es am einfachsten, wenn in einem Gespräch die verschiedenen Sichtweisen nebeneinander stehen und niemand den Anspruch erhebt, seine Sichtweise wäre die richtige oder angemessene Perspektive.
Ich habe mir das Codex Protokoll angesehen, um zu sehen, welche Deiner Beiträge ich kritisiert habe und mit welcher Begründung ich diese ggf. nicht freigegeben habe. Aus meiner Sicht haben wir hier durchaus eine ähnliche Intention:Desiised hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 13:34 Ansonsten würde es meiner Meinung nach auch keinen Sinn machen die Frage im Forum zu stellen wenn man nur Antworten zulässt die keine Kritik enthalten. [...]
Ich kann dabei natürlich nur von meiner persönlichen Erfahrung sprechen warum meine Beiträge in der Vergangenheit nicht freigegeben oder abgeändert wurden.
Für mich ist es schade, wenn ich in den Rückmeldungen an Dich nicht ausreichend deutlich gemacht habe, dass es nicht darum ging, dass Kritik unterbunden werden soll. Es ging mir darum, dass wenn Kritik geäußert wird, diese möglichst konstruktiv erfolgen soll. Es soll vermieden werden, dass vermittelt wird: Du bist nicht okay, wenn Du das tust oder das denkst. Aus meiner Erfahrung mache ich es der anderen Person um so leichter mir zuzuhören, wenn es mir gelingt seine Integrität zu schützen und er sich nicht gegen meine Äußerung meint verwehren zu müssen. Aus meiner Sicht hilft mir dabei wenn ich - bevor ich Vorstellungen oder Verhaltensweisen einer Person anzweifle/kritisiere - zunächst einmal prüfe, wie sehr eine Person damit identifiziert ist. Danach kann ich dann abwägen ob und in welcher Weise eine kritische Äußerung überhaupt sinnvoll ist.
In der Zwischenzeit hat sich meine Moderation über die Jahre auch verändert. Ich versuche nur noch selten Themen von Offtopic frei zu halten und überlasse es den Verfassy wie eng sie sich ans Thema halten. Was Umgangston und Kritik angeht, schaue ich weiterhin genauer auf die Beiträge, bin allerdings auch hier offener geworden und bereit mehr zuzulassen, soweit die Verhaltensweisen der Beteiligten sich ausreichend ähneln. Jede Rückmeldung die ich erhalte, führt zu einer Neubewertung meiner Kriterien und einem Austarieren meiner Prioritäten. Ich stehe weiterhin zu den Regeln des Codex und halte sie für wichtig. Insgesamt ist mein Vertrauen dahingehend gewachsen, den Mitgliedern mehr Raum zu geben und immer weniger einzugreifen, sondern nur an den Stellen einzugreifen, wo ich eine Eskalation für zu wahrscheinlich halte ohne inhaltlich zu beschränken.
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Reinhard
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Kolinatan hat geschrieben: ↑14 Mai 2026 12:24Ja, dieser Ansicht bin ich auch. Allerdings - aus meiner Sicht - sind die Konflikte ein Symptom dafür, dass etwas auf der zwischenmenschlichen Ebene nicht passt. Andere Menschen anonym und schriftlich zu kritisieren, trägt in der Regel nicht dazu bei, dass diese zwischenmenschlichen Konflikte geklärt würden und ein Gefühl von Verbundenheit entsteht, dazu ist zumeist zu viel Interpretation, Moralisierung und Projektion im Spiel.
Was ist mit Konflikt gemeint? Ein Hin und Her beim Meinungsaustausch verdient für mich noch nicht gleich die Bezeichnung als "Konflikt". Der Grund zum Antworten auf jemandes Beitrag liegt auch nicht daran, dass ich diesen jemand nicht mag (oder sonstwas "zwischenmenschliches") sondern meist daran, dass ich zu einem Thema andere Sichtweisen habe oder mit einer Behauptung nicht übereinstimme. Liegt also auf der Sachebene. Ist ja auch relativ schwer in einem Textforum, in dem man die Leute noch nie getroffen hat, irgendwelche Konflikte auf der zwischenmenschlichen Ebene zu entwickeln.
Oder wie Hoppala in seiner Signatur schreibt: "Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag."
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Re: Beiträge müssen vor Veröffentlichung freigeschaltet werden?
Ein Konflikt liegt vor, wenn unvereinbare Positionen vertreten werden.
Ein zwischenmenschlicher Konflikt liegt vor, wenn eine Person das Verhalten bzw. die Vorstellungen oder Äußerungen einer anderen Person ablehnt bis hin zu der Person selbst.
Genau, die Gründe warum jemand auf einen Beitrag reagiert, liegen vor allem in der antwortenden Person selbst begründet. Ich habe zu vielen Äußerungen im Forum eine andere Meinung bzw. Sichtweise, dass ist aber bei weitem nicht Grund genug mir die Zeit zu nehmen, um meine Meinung als Antwort mitzuteilen. Es braucht mehr dazu. Vielleicht ist mir das Thema wichtig oder ich bin von einem Thema stark getriggert oder ich habe gerade Langeweile und nicht besseres vor. Die Gründe zum Antworten sind unabhängig davon, ob es zu einem zwischenmenschlich Konflikt kommt. Es hängt auch immer davon ab, wie etwas, was geschrieben wurde, von einem anderen aufgenommen wird.
Nein, das sehe ich nicht so. Für mich beginnt der zwischenmenschliche Konflikt in dem Moment, wenn ich nicht nur eine andere Meinung habe, sondern wenn mir die Meinung des anderen Menschen nicht gefällt und ich die Meinung oder sogar gleich den ganzen Menschen deshalb ablehne. Damit liegt der Konflikt dann nicht mehr nur auf einer Sachebene sondern auch zwischen den selbst Personen.
Wenn unterschiedliche Meinungen hier im Forum nur auf einer rein sachlichen Ebene vorgetragen würden, gäbe es tatsächlich keine Konflikte und niemand würde sich abgelehnt meinen, nur weil jedes eine andere Meinung äußert. Oft ist es jedoch so, dass eine Meinung in einer Weise formuliert wird, dass zugleich die Meinung der anderen Person als illegitim ablehnt oder gar verurteilt wird.
Auch wir haben in diesem Moment einen Konflikt, indem wir unterschiedliche Ansichten darüber haben, ob Menschen in einem Textforum Konflikte auf einer zwischenmenschlichen Ebene haben können. Ob dieser inhaltlich Konflikt auch zu einem zwischenmenschlichen wird, kommt auf den Umgang mit eben diesem Konflikt an. Wenn wir beide in der Lage sind die Sichtweise des jeweils anderen zu tolerieren, passiert nichts weiter und beide Sichtweisen stehen nebeneinander. Herausfordernder wäre es festzustellen, ob es wirklich einen inhaltlichen Konflikt gibt oder wir nur unterschiedliche Vorstellungen haben, was "zwischenmenschlich" alles umfasst und unsere Sichtweisen gar nicht im Konflikt - also unvereinbar - zueinander stehen.
Für mich wäre es durchaus interessant zu wissen - ich verwende in diesem Zusammenhang gerne die Beschreibung des "sich aneinander reiben" - warum es Dir so wichtig ist, möglichst auf die Verwendung des Begriffes "Konflikt" zu verzichtet, wenn Meinungen doch zumindest so unterschiedlich sind, dass ein Austausch nötig ist. Sicher kann es auch erst einmal nur Meinungsverschiedenheit genannt werden, solange noch nicht geklärt ist, ob die Meinungen unvereinbar sind und die Meinung des anderen nicht angegriffen wird.