Ich kann da nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, aber immer wenn ich in der Vergangenheit einen Plan gehabt habe, ging es schief. Für mich habe ich mittlerweile akzeptiert, dass es nicht planbar ist und da hilft es nur mit dem Flow zu gehen, d.h. man sollte sich damit vertraut machen, dass man keine Kontrolle hat und es u.U. auch unangenehm werden kann.
Die Realität ist, dass es tatsächlich auch ein Skill ist die Situation zu akzeptieren. Hört sich zwar banal an, aber wenn man sowieso schon mit Selbstzweifeln und Ungläubigkeit rumläuft, dann wird man die Situation auch nicht einfach so akzeptieren können und unverbindlich schauen wie es sich entwickelt. Da kommen dann plötzlich Fragen auf wie "Wie weit darf ich gehen?", "Möchte sie das überhaupt?", "Möchte sie nur rumknutschen?", "Möchte sie vielleicht auch mehr?", "Wie eruiere ich, ob sie vielleicht noch auf einen Kaffee zu mir will?" etc.alex321 hat geschrieben: ↑01.06.2026, 18:18 Ich wäre damit wahrscheinlich auch überfordert, aber ich würde es trotzdem gerne mal erleben. Es muss doch ein wunderbar erhebendes Gefühl sein wenn man so begehrt wird, dass das Gegenüber direkt auf Tuchfühlung gehen will. Ich kann mir sogar vorstellen dass die Partnersuche dann auch Spaß macht wenn man gelegentlich so Erfolgserlebnisse und "Ego-Boosts" bekommt.
Die Zeichen scheinen für Außenstehende offensichtlich, aber für jemanden, den es überrumpelt, ist das ganze gar nicht so einfach.
Mir hat letztens eine junge Dame gesagt, dass sie mich total süß findet - und da ich sie auch super süß fand, habe ich es natürlich erwidert. Aber dann war diese Stille. Das Gespräch war eig. beendet, aber sie schaute mich trotzdem erwartungsvoll an. Ihre Augen sagten "Mach' was!", während ich mir dachte "Was soll ich bitte machen?"
Ich näherte mich ihr nervös an und legte meinen Arm um sie. Als sie mich dann immer noch anschaute, ergriff ich die Initiative und wir knutschten miteinander rum. Wir kannten nicht mal unsere Namen. Ich startete einen Smalltalk-Versuch, aber sie musste leider weiter, weil ihre Freundinnen los mussten. Sie gab mir ihr Insta mit der Aufforderung, dass ich sie anschreiben solle, weil ich echt süß sei. Ich schrieb sie am Tag danach an, aber mehr als einsilbige Antworten kamen von ihr nicht mehr. Ich war jetzt auch nicht enttäuscht, weil ich damit schon gerechnet hatte. Nicht weil ich mir dachte, ich sei es nicht Wert, sondern ganz einfach weil ich das schon kannte. Dadurch, dass wir kaum miteinander geredet hatten und nur rumgeknutscht hatten, war ich da auch kein bisschen traurig. Wäre natürlich schöner gewesen, wenn sie mehr Interesse gezeigt hätte, aber egal.
Ob die Partnersuche "Spaß" macht, hängt, meiner Auffassung nach, ganz allein davon ab wie viel Gewichtung man Ablehnung vs. Belohnung gibt. Ist man eher der Typ Mensch, der Ablehnung > Belohnung sieht oder ist man eher der Typ Mensch, der Belohnung > Ablehnung sieht. Ich bin leider auch eher ersteres.
Ich habe so meine Zweifel, ob das wirklich so ist oder ob man sich das lediglich einredet, um halt nicht in die Bredouille zu kommen Initiative zu zeigen. Von den Leuten, die ich getroffen habe und die sich ab 30 aufwärts kennenlernten, ist es immer noch so, dass man sich kennenlernt, miteinander etwas hat und dann schaut wohin das gehen soll. Irgendwann wenn es wirklich ernst wird, stellt man sich die Frage, ob die Person überhaupt passt. Am Anfang wird darüber aber erstmal wenig gesprochen.alex321 hat geschrieben: ↑01.06.2026, 18:18 Ich wäre gerne noch mal 15. In dem Alter hat man sich auf Partys kennengelernt, rumgemacht und einfach mal geschaut was daraus wird. Das wäre ideal für einen Absolute Beginner. Ab 30 hingegen musst du gefühlt 100 Anforderungen erfüllen weil die Frau schon so viele schlechte Erfahrungen mit anderen Männern gemacht hat.